Angela Merkel war in ihrer politischen Laufbahn eine Opportunistin. Sie
hatte eigentlich gar keine eigene politische Richtung, sondern orientierte
sich daran, was sie glaubte, das sie kurz und mittelfristig an die Macht zu
bringen und sich dort zu halten würde. Aber sie tat das mit einem gewissen
Geschick. Entweder sie war sich in ihrer Analyse sicher, oder sie schickte
jemand anderes mit ihrer Meinung nach vorne und analysierte die Reaktionen,
paßte daraufhin ihren Kurs an.
Friedrich Merz glaubt, eine konservative politische Richtung zu haben,
haut die raus und ist dann ganz baff über die öffentlichen Reaktionen,
zieht dann den Schwanz ein, weil er eigentlich im Kern genauso ein
Opportunist ist wie Merkel und plötzlich um seinen politischen Erfolg
fürchtet. Was erschwerend hinzukommt, ist, daß ihm dabei nicht bewußt ist,
daß diese Reaktionen hauptsächlich von links gesteuert sind. Er prüft gar
nicht, ob seine Position vielleicht doch mehrheitsfähig wären. Er läßt sich
sofort einschüchtern. Gerade ist wieder genau so ein Fall eingetreten.
Nein, kein Kanzler für Deutschland, kein Kanzler für konservative
Bürger.
Nebenbei bemerkt auch alles eine Folge seiner Brandmauer, die übrigens
genau durch den gleichen Mechanismus überhaupt erst entstanden ist.
Der Blogger Danisch hatte eine E-Mail bekommen,
daß er von Chat-GPT fälschlich als ehemaliger Informatik-Professor
bezeichnet wurde, der heute als Blogger und Buchautor über Themen schreibt,
die er dann auch noch brav auflistet.
Das hatte mich dazu animiert, auch mal herumzuspielen. Ich habe die KI
erstmal gefragt, wer ich denn sei (Klarname). Antwort: Er wüßte nicht
wirklich etwas. Dann habe ich die Frage mit Danisch wiederholt. In meiner
Antwort wurde aber nicht behauptet, Danisch sei ein ehemaliger Professor.
Dann habe ich die Frage zu mir wiederholt. Plötzlich sei ich ein
Journalist, der über die Themen schriebe, über die ich hier in meinem Blog
auch schreibe – nur, daß es eigentlich keine Verbindung zwischen diesem
Blog und meinem Klarnamen gibt, außer bei den Registry-Daten für die
Domain. Da ich den Blog privat betreibe und nicht kommerziell, bin ich
nicht zu einem Impressum verpflichtet, und ich mache von dieser Regelung
auch Gebrauch. Mein Klarname taucht nirgendwo auf. ChatGPT behauptete auch
noch, ich würde für Tichys Einblick und Achgut schreiben, was ich verneinen
kann. Auf beiden Seiten gibt auch die Suche nach meinem Namen nichts her.
Ich habe dort auch nicht kommentiert. Nun gibt es tatsächlich einen
Namensvetter, der Journalist ist. Der ist aber auf ganz anderen Gebieten
tätig als ich, inhaltliche Überschneidungen gibt es da eigentlich nicht,
der kann nicht gemeint gewesen sein.
Dann fragte ich ihn, ob ich eine Homepage betreibe: Ja, unter
<vorname><nachname>.de. Das stimmt auch nicht, die Domain gibt
es nicht einmal. Dann fragte ich ChatGPT, wer denn den Grantler-Blog
betreibt. Antwort: Hadmut Danisch! Darauf schrieb ich, daß das großer Mist
sei. Die Frage wurde unterdrückt, da das Fluchen sei, aber eine Antwort
wurde gegeben: ChatGPT entschuldigte sich, daß es eine falsche Antwort
ausgegeben hat. Es könne auch jemand anderes sein. Die Entschuldigung klang
allerdings so, als habe sie schon bei der ursprünglichen Antwort gewußt,
daß sie falsch war. Irgendwo, entweder in dieser oder in der anderen
Antwort tauchte auch auf, daß der Blog im Zusammenhang mit einem
Twitter-/X-Account stünde. Auch das ist falsch.
Ergebnis: Zumindest diese KI ist völlig unbrauchbar. Es ist ein bekanntes
Phänomen, daß bei schwacher Datenbasis die KIen anfangen zu phantasieren,
ohne, daß sie sich selbst Einhalt gebieten. Jeder normale Mensch (Politiker
ausgeschlossen) würde an diesem Punkt sagen: Ich weiß es nicht! Oder
zumindest die Informationen als Vermutungen formulieren.
Ich muß mal ein bißchen Medien-Kritik üben, und zwar nicht nur bei den
»etablierten« Medien, auch Mainstream-Medien genannt, sondern auch bei den
»alternativen«, neuen. Ich hatte ja gestern über das »Gutachten« von
»Verfassungsrechtlern« zum AfD-Verbot berichtet. Keine der drei von mir
zitierten Veröffentlichungen aus den alternativen Medien hat die Quelle
verlinkt. Stattdessen sprachen sie nur davon, daß sie das »vorliegen«
hätten. Mich hat es höchstens ein paar Minuten gekostet, bis ich eine
zitierfähige Quelle hatte. Mag sein, daß die beim Schreiben derer Artikel
noch nicht vorlag, aber es gibt auch andere Fälle. Zum Beispiel schreibt
die Junge Freiheit schon mal, wie die Tage auch in dem Teaser eines Paywall-Artikels,sie habe die Antwort einer »Kleinen
Anfrage« vorliegen. Ja, meine Güte! Alle Kleinen Anfragen sowie deren
Antworten sind öffentlich, sie sind auf den Webseiten des Bundestags zu
finden! Da wird eine elitäre Geheimniskrämerei veranstaltet, die ich nicht
verstehe. Bei den etablierten Medien ist dieser elitäre Habitus Usus, daß
die sich für etwas Besseres halten und meinen, der Leser habe nur ihren
vorgekauten und vorverdauten Mist zu empfangen, aber die alternativen
Medien sind eigentlich angetreten, alte Muster zu brechen und auf Augenhöhe
zu kommunizieren…
Ich für meinen Teil veröffentliche meine Quellen, schon allein aus
Reputationsgründen und um mir nicht vorwerfen lassen zu müssen, ich würde
Fake-News, Gerüchte, Unwahrheiten verbreiten. Das verhindert zwar nicht,
daß ich womöglich Fehlinformationen aufsitze, aber das macht das Ganze
zumindest nachvollziehbar. Es kommt zwar manchmal vor, daß ich etwas lese
und dem in diesem Moment eine nicht zu hohe Bedeutung beimesse, mir daher
die Quelle nicht merke, später aber feststelle, daß ich davon gerne
berichten würde. Dann mag ich schon mal das nebenbei ohne Quelle erzählen,
ich würde aber nie ein Hauptthema daraus machen.
Es fehlt zumindest nicht mehr viel. Diese Woche ist Islamkritiker Michael
Stürzenberger wegen »Volksverhetzung« verurteilt worden. Ja, genau der, der
von einem Moslem mit einem Messer angegriffen wurde und dabei schwer
verletzt wurde. Ein Polizist, der versucht hatte, den Täter zu
überwältigen, wurde von ihm mit einem Stich in den Hals gar tödlich
verletzt.
Nachdem spätestens durch dieses islam-religiös motivierte Attentat
gezeigt ist, daß Stürzenberger mit seiner Sicht recht hat, darf er sie nach
Vorstellung des Gerichts nicht äußern. Da hilft es auch nicht, daß das
Strafmaß aufgrund des Vorfalls reduziert wurde. Ob Stürzenberger noch
Rechtsmittel einlegen kann und wird, geht leider aus den Artikeln nicht
hervor. Berichte bei Nius und Apollo News. Die in den Artikeln zitierten Äußerungen kann ich
inhaltlich durchaus unterstützen und halte sie durch die Meinungsfreiheit
gedeckt. Es gibt keinen Grund, warum nicht auch eine Religion als solches
oder Menschen mit einem gewissen kulturellen Hintergrund pauschal zu
kritisieren. Männer werden zum Beispiel genauso pauschal kritisiert, wie
jüngst am »internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen«, der am 25. November
veranstaltet wurde, ohne, daß das irgendwo als »Volksverhetzung« deklariert
wurde. Und selbst wenn die Aussagen falsch sein sollten, werden sie dadurch
nicht illegal. Das ist höchstrichterliche, deutsche Rechtsprechung.
An anderer Stelle versucht man, den Druck auf die AfD zu erhöhen.
Siebzehn Verfassungsrechtler, die wohl allerdings eher unbekannt zu sein
scheinen, fühlen sich berufen, Marco Wanderwitz und seinen
antidemokratischen Gesellen zur Seite zu springen. Sie haben ein 30seitiges
Pamphlet erstellt, das Argumente für ein Parteiverbotsverfahren liefern
soll. Ein guter Teil nimmt eine Sammlung von Äußerungen verschiedener
Politiker ein, die die Autoren als verfassungsfeindlich interpretieren.
Nachlesen kann man dieses Machwerk auf einer Website, die sich »Verfassungsblog« nennt. Erste Berichte und
Kommentare von den üblichen Verdächtigen sehen allerdings schon deutliche
Schwächen. Apollo News berichtet und kommentiert, Tichys Einblick und
Hadmut
Danisch thematisieren das auch.
Übrigens, wer glaubt, daß sich die Einschränkung der Meinungsfreiheit nur
gegen die AfD und deren Anhänger richtet. Der Super-FDPler Wolfgang Kubicki regt sich gerade furchtbar auf, daß Phoenix wohl
seine damalige Rede zur Corona-Impfpflicht und auch andere Reden im
Bundestag aus dem archivierten Livestream herausgeschnitten hat.
Nein, wir haben das Ende noch nicht erreicht. Es gibt auch noch ein paar
Politiker – Landesjustizminister –, die die Grenzen für Politikerbeleidigungen noch weiter herabsetzen und
einfacher machen wollen. Wir haben ja sonst keine kriminellen Probleme
in Deutschland, da kann man schon mal fünf Staatsanwälte für die Anzeigen einer
Politikerin beschäftigen….
Nachtrag: NZZ zu dem Gutachten
Man braucht ja eigentlich über die SPD keine Worte mehr zu verlieren.
Scholz hat sie schon in den Boden gerammt. Aber jetzt erreicht die SPD
einen neuen Tiefpunkt: Sie reiht sich in die Riege der Deutschland-Hasser ein – zumindest die
verbleibende Basis. Inoffiziell positioniert sie sich ja schon länger
als eine Migrantenpartei, für die eigenen Leute interessiert sie sich
überhaupt nicht mehr (außer für ihr Geld, natürlich).
Eigentlich müßte man die Wahlwerbung auch noch anders diskutieren, denn
die dargestellte Flagge im Hintergrund ist ja klar erkennbar entartet: Der
rote Teil dominiert erheblich, schwarz und gelb/gold sind zu dünnen
Streifen degeneriert. Noch ein wenig mehr, dann sind sie komplett
verschwunden und nur noch der Kommunistenbanner bleibt übrig. Das ist doch
die eigentliche Message, und die haben die Mitglieder nicht einmal
verstanden!
Nein, es geht diesmal nicht um Indianer, sondern um andere Wörter.
Ach, wie gebildet unser toller Wirtschaftsminister Robert Habeck doch
ist! Erst weiß er nicht, was eine Insolvenz ist, und jetzt blamiert er sich
bodenlos damit, daß er meint,
wenn die Inflation zurückgehe, würden die Preise fallen. Oh, wie
peinlich ist das? Nius diskutiert das noch ein bißchen aus.
Wer noch Zweifel daran haben sollte, daß Deutschland kein Rechtsstaat
mehr ist, sondern ein Linksstaat mit einer kräftigen Portion Doppelmoral,
der sollte diesen Apollo-News-Artikel lesen – es geht um die
Meinungsfreiheit.
Eigentlich habe ich gar keine Lust, mich mit diesem Thema zu
beschäftigen. Aber Abtreibung ist für mich einfach Mord, Mord an den
Schwächsten der Schwächsten. Und dazu regen mich so saudumme Sprüche wie
»mein Körper gehört mir« auf, weil es an der biologischen Wirklichkeit
knallhart vorbeigeht: Das sich entwickelnde Leben ist kein Teil der Frau,
ja genetisch auch anders. Genauso dummdämlich wie die ganze
Genderdebatte. Dann habe ich doch diesen Artikel einer Autorin bei Tichys Einblick
gelesen, die nochmal aufzeigt, wie dämlich und verlogen die
Abtreibungsdebatte läuft.