Die feuchten Träume der Überwachungsfanatiker sind ja schon länger
bekannt und in totalitären Systemen wie China oder Nordkorea schon
Realität. Gerade die Verhältnisse in Nordkorea müssen wohl schon eklatant
sein: Erstens ist das sowieso ein völlig von dem Rest der Welt
abgeschottetes »Internet«. Zweitens braucht man Privilegien, um es
überhaupt nutzen zu können. Drittens werden die Nutzer ständig überwacht:
Schon auf dem Rechner soll zwangsweise Software installiert sein, die alles
aufzeichnet und nach illegalen Aktivitäten Ausschau hält. Bei den Servern
sowieso. Und die Strafen sind drakonisch. China ist wohl noch nicht ganz so
schlimm. Aber auch da gibt es Listen mit unerwünschten Begriffen. Und wer
sie nutzt, fällt schnell auf und kann auch identifiziert werden.
Innerhalb der EU ist die Nutzung des Internets an sich noch nahezu völlig
frei. Was am DSL-Router der Bürger rein- und rausgeht, ist im Moment noch
nicht beschränkt. Provider müssen zwar für DNS-Resolver-Dienste, die sie
betreiben, auf Druck der Unterhaltungsindustrie Sperrlisten einzusetzen, um
das Auffinden von Servern mit illegalem urheberrechtlich geschützten
Inhalten zu erschweren. Einen eigenen Resolver zu betreiben, ist jedoch gar
nicht so schwer, außerdem lassen sich auch Resolver in den USA nutzen. Das
wird nicht blockiert und ist auch völlig legal.
Bei den großen Social-Media-Diensten sieht es nicht mehr so rosig aus,
hier ist schon eine deutliche Bevormundung zu spüren, und die EU macht
soviel Druck, daß sie die USA auf den Plan ruft. Ich habe hier schon
mehrfach berichtet bzw. verlinkt, darum will ich das jetzt nicht groß
diskutieren.
Der Druck geht nun jedoch weiter, aus politischem Opportunismus. In der
Welt der Politik ist es leider Gewißheit, daß wenn ein Land etwas sehr
Dummes, Blödes, Hirnverbranntes macht, Politiker anderer Länder dies
aufgreifen und für eine sehr tolle Idee halten – und insbesonders dann,
wenn man das als Vehikel nutzen kann, um tatsächlich andere Ziele zu
verfolgen. Und genau so verhält es sich mit der Sperrung von Social Media
für Jugendliche, wie das nicht nur geographisch, sondern auch
demokratisch-rechtsstaatlich ferne Australien es gerade vorgeführt hat.
Nein, natürlich läuft einiges schief bei der Nutzung von Social Media
durch Kinder und Jugendliche. Aber ich sehe da einfach die Eltern in der
Pflicht, den Zugang zu erschweren und zu kontrollieren, statt mit
Brachialgewalt hier eine Schneise zu schlagen.
Jetzt komme ich aber zum eigentlichen Thema zurück: Für eine
Altersbeschränkung muß man natürlich eine Alterskontrolle implementieren.
Und die muß dann jeder durchlaufen: Vom gerade genug altgewordenen
Jugendlichen über Erwachsene im mittleren Alter bis hin zu alten Leuten. Es
betrifft also grundsätzlich alle und nicht nur Jugendliche. Während manche
Dienste mit biometrischen Erkennungsmethoden, inklusive künstlicher
Intelligenz experimentieren (also zum Beispiel durch Analyse von
Videoaufnahmen der Webcam des Nutzers), um das Alter und halbwegs sicher
und – zumindest theoretisch – auch anonym zu ermitteln, wollen manche
Politiker offizielle Identifikationsmittel einsetzen, vor allem auch
solche, die gerade von der EU geplant werden, aber noch kein Interesse bei
der Bevölkerung gefunden haben. Dazu zählt die digitale Identität EUDI, die
die EU gerade aufbaut. Aber gerade die (zwangsweise) Nutzung dieser
Identität könnte der Einstieg in eine totale Überwachung bedeuten, denn
nicht nur würden die EU-Behörden jeden Login-Vorgang oder zumindest jeden
Registrierungsvorgang mitbekommen. Jedes Posting auf einem Social
Media-Dienst wäre dann auch mit dieser Identität verknüpft. Ein gefundenes
Fressen für unsere zensurgeilen Politiker und Behörden! Außerdem würde man
den Nutzungszwang hoffähig machen und auf andere Bereiche ausdehnen.
Ein Artikel bei Nius führt die möglichen Konsequenzen noch weiter
aus. Das sollte jeder mal gelesen haben und sich fragen, ob er das
will.
Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner motzt ja im Bundestag gerne
AfD-Politiker sinngemäß sprachpolizeilich an mit »Wir wollen den
Begriff ›Kartellparteien‹ nicht verwenden«, wenn die AfD-Politiker eben
dies tun.
Dabei kann man mit Fug und Recht genau das behaupten, wenn man das
Agieren der Altparteien in Sachsen-Anhalt betrachtet. Dort »droht« die AfD
bei den nächsten Landtagswahlen im September mindestens die
Eindrittel-Grenze zu überschreiten, was ihnen nach jetzigem Stand zumindest
eine vorgesehene Blockade-Möglichkeit bei verschiedenen Beschlüssen bieten
würde.
Dies darf natürlich nicht sein in »unserer Demokratie«! Deshalb haben
sich alle anderen Parteien im Landtag außer der AfD heimlich
zusammengeschlossen – und zwar schon seit einem Jahr –, um Gesetze zu
verändern, die eine Zweidrittel-Mehrheit benötigen – wozu sie natürlich
selber auch eine Zweidrittel-Mehrheit benötigen. Deshalb ist auch die Linke
mit im Boot, da nach aktueller Zusammensetzung des Landtags die anderen
Parteien nicht genügend Stimmen hätten. Und selbst die CDU macht mit, die
ja eigentlich bundesweit eine Brandmauer auch gegen die Linke zieht. Aber
wenn es zweckdienlich ist, dann kann man nach heutigen Moralvorstellungen
auch man fünfe gerade sein lassen. CDU und Verläßlichkeit sind heutzutage
ja auch immer mehr Kontrapunkte.
Nun, da sie immerhin noch den parlamentarisch vorgeschriebenen Weg zur
Veränderung von Gesetzen beschreiten wollen, mußte das Kartell nun langsam
die Karten auf den Tisch bringen und sie als Entwurf in den Landtag
einbringen.
Kritiker sagen, daß das Ganze zwar formaljuristisch in Ordnung sei, aber
halt im Kontext der Verhinderung des politischen Einflusses der AfD doch
ein arges »Gschmäckle« habe.
Tichys Einblick beschreibt den ganzen Vorgang detailliert in einem
Artikel.
Um nochmal auf den Begriff Kartell zurückzukommen: Google spuckt folgende
Definition aus, auf die Wirtschaft bezogen:
Zusammenschluß von Unternehmen, die rechtlich und wirtschaftlich
weitgehend selbständig bleiben, aber durch Preisabsprachen o.ä. den
Wettbewerb ausschalten.
Paßt doch, übertragen, wie die Faust aufs Auge, oder nicht?
Sie war nicht nur die Chefin des Ethikrats des Bundestags, sondern hat
sich selber immer ziemlich eitel als die höchste moralische Instanz
dargestellt. Nun gibt es Vorwürfe des österreichischen Plagiatsexperten
Stefan Weber: Alena Buyx soll in ihrer Doktorarbeit abgeschrieben haben.
Der Artikel in der Jungen Freiheit gibt Beispiele dazu. Wundern
tut mich das nicht, mir ist schon lange klar, daß die Frau mit Ethik und
Moral tatsächlich nichts am Hut hat.
Nachtrag: Siehe auch Apollo News.
Hans-Georg Maaßen, der nach eigener Aussage mit dem Versuch einer
Parteigründung abgeschlossen hat, trat am Montag bei einer Veranstaltung
der AfD in Hamburg auf. Seine knapp
dreiviertelstündige
Rede ist eine interessante Analyse des linken Establishments (inklusive
der CDU), seiner Arbeitsweise und seiner Interpretation von Demokratie. Sie
ist daher aus meiner Sicht sehr sehenswert. Die Besucher gaben am Ende auch
Standing Ovations.
Von wem ich rede? Von Ursula von der Leyen. Ein Leser bei Apollo News
hatte diesen Link gepostet. Ob das wahr ist, weiß ich nicht. Aber demnach
will sie ihre Großmachtsphantasien dadurch vorantreiben, indem sie Druck
auf die Mitgliedsstaaten ausübt, ihre nationalen Gesetze aufzugeben. Es
geht hier erst einmal um die Umsetzungsgesetze für die EU-Verordnungen. Der
Tenor ist es jedoch, der mich hier mehr stört.
In dem Artikel verlinkt ist ein andere Artikel der gleichen Seite über Draghi und seine jüngsten
Äußerungen. Ich hatte davon in anderen Medien schon überschriftenmäßig
gelesen, hatte aber nicht wirklich mitbekommen, daß er dort explizit die
Auflösung der Nationalstaaten forderte.
Den Namen Harald Martenstein kenne ich schon länger, aber habe ihn
bislang inhaltlich nicht wahrgenommen. Bei einer Veranstaltung in einem
Hamburger Theater, die vom Aufbau einem Gerichtsprozeß um ein AfD-Verbot
ähnelt – und womöglich zum Schauprozeß entartet –, tritt er als Verteidiger
der AfD auf und entsetzt das offenbar ziemlich linke Publikum mit
Wahrheiten, die dort niemand hören will.
Auf YouTube gibt es
einen Zusammenschnitt.
Nachtrag:
Hier die gesamte
Rede
Nachtrag 2: nun auch bei Nius (Video/Transkript) und Apollo News.
Nachtrag 3: Junge Freiheit über die Reaktionen auf die Rede. Sie hat
Begeisterung ausgelöst, nicht nur rechts der Mitte. Es gibt auch kaum einen
konservativen YouTuber, der nicht davon berichtet hat.
Nachtrag 4: Der Sprung zur Mainstream-Presse ist geglückt.
Die Bild bringt auch
die komplette Rede. Ich hatte mich schon gefragt, wann das endlich
passiert, denn Martenstein ist ja gerade erst von der Bild verpflichtet
worden.
Nachtrag 5: Ein kurzes Interview der Bild mit Martenstein zu seiner Rede.
Die »Deutsche Umwelthilfe« hat zusammen mit einem links-grünen
Oberverwaltungsgericht mal wieder ganze Arbeit geleistet. Das Gericht hat
das sogenannte »Thermofenster« bei Dieselfahrzeugen für illegal erklärt.
Dieses Thermofenster schwächt bei kalten Temperaturen und/oder dünner Luft
die Rückführung eines Teils der Abgase in den Verbrennungskreislauf –
welche der Verbesserung der Abgaswerte dient –, um den Motor vor Schäden zu
schützen, die sonst innerhalb weniger Tage auftreten würden. Kritiker
halten das für ein Fehlurteil, weil dieser Mechanismus von Anfang an den
Behörden bekannt war und somit auch Teil der Zulassung war. Das Gericht –
so wie ich das verstehe – hat das auch realisiert, aber dann an
entscheidender Stelle einfach ignoriert. Das Gericht hat eine Revision
nicht zugelassen. Dagegen läuft mittlerweile eine Beschwerde.
Sollte die Beschwerde keinen Erfolg haben oder die nächste Instanz das
auch so sehen, droht die Stillegung aller alter Dieselfahrzeuge, nicht nur
die von VW, sondern auch von allen anderen, die den gleichen Mechanismus
verwenden. Von sieben Millionen Fahrzeugen ist die Rede. Apollo News berichtet.
Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hält laut Bild auf der Münchener Sicherheitskonferenz eine aufrüttelnde
Rede, auch gegen die Politik von Deutschland und der EU. Dem, was die Bild
darüber schreibt, kann ich voll und ganz zustimmen.
Lustig, befremdlich, pervers – kann man so oder so einschätzen – ist, daß
Rubio einen tosenden Applaus bekommt, auch von drei anwesenden Ministern
der Bundesregierung (Wadephul, Pistorius, Dobrindt). Die gehören zu denen,
die Rubio massiv kritisiert hat. Kognitive Dissonanz.
Nachtrag: Die Bild veröffentlicht eine Übersetzung der Rede. Wenn man sie
liest, wird klar, daß unsere Minister sie entweder nicht verstanden haben
oder sich vorsätzlich verstellen.
Nachtrag 2: Ich habe gerade festgestellt, daß die Bild zwar
behauptet, es sei die ganze Rede, ist sie aber nicht. Ein nicht kleiner
Teil der Rede fehlt, geschätzt mindestens ein Drittel! Man kann über die
Relevanz dieses Teils streiten, aber man kann nicht einfach behaupten, es
habe ihn nicht gegeben. Außerdem ist die Übersetzung an einigen Stellen
sehr frei. In der Schule wäre das einem als Fehler angestrichen worden.
So wird man von der Bild betrogen!
Hier ein
YouTube-Video der gesamten Rede und ein englischsprachiges Transcript, von dem ich größere Teile mit dem
Video verglichen habe. Ich habe die Bild wegen dieses Mists angeschrieben.
Mal schauen, ob sie reagiert.
Nicht der erste Clip, in dem eine Feministin bloßgestellt wird, aber
kein schlechter,
und dazu noch durch eine andere Frau.