Die Diskussion um die verpflichtende Auto-Assistenzsysteme und die gerade hinzugekommene Fahrerüberwachung geht weiter. Ein Kommentar beim Focus zeigt den Daumen ganz klar nach unten, ein weiterer Artikel wählt Leserkommentare dazu aus. Die Meinung ist dort ziemlich einhellig. Sie sind ein Kaufhemmnis, man fährt lieber die alte Karre weiter.
Heute war mal wieder eine Regierungserklärung mit Aussprache dran. Wären Merz' Rede wohl furchtbar und weltfremd voller Wunschdenken gewesen sein soll, hat Alice Weidel wieder die Finger in die Wunde gelegt.
Chatkontrolle – wie erwartet – beschlossen
Der hinterlistige Plan der konservativen Fraktion unter kräftiger Mitwirkung der CDU/CSU ging auf. Das EU-Parlament hat die Wiedereinsetzung der »freiwilligen« Chatkontrolle beschlossen. Sie ist bis 2028 beschränkt. Laut JF gab es einen erfolgreichen Änderungsantrag, wonach Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgenommen sei.
Wäre ja lustig, wenn sich Meta (als Mutter von Whatsapp) dazu entschließen würde, auf die Freiwilligkeit zu pochen und es nicht zu tun. Wird aber nicht passieren.
Nachtrag: Blogger Danisch meint mit Verweis auf einen schönen Tweet von Martin Sonneborn, die Internet-Giganten selber hätten da bei der Chatkontrolle nachgeholfen – für ihr KI-Business. Da kann ich ja lange auf Meta hoffen.
-
Junge Freiheit: »EU-Parlament winkt Chatkontrolle im Eilverfahren durch – nachdem sie zweimal abgelehnt wurde«
-
Apollo News: »EU-Parlament stimmt für die Wiederaufnahme der Chatkontrolle«
-
Apollo News Kommentar: »EU-Parlament stimmt für Chatkontrolle: Diese perfide Politik zerstört das Demokratie-Vertrauen mit Ansage«
-
Heise: »Verfahrenstrick vor Sommerpause: EU-Parlament reaktiviert Chatkontrolle 1.0«
-
Tichys Einblick: »Honeckers Erben: Die CDU/CSU-Chatkontrolle kommt«
-
Tichys Einblick: »Regulierungsrausch: Von der EU-Chatkontrolle zum gläsernen Bürger« Ein Übersichtsartikel über die Überwachungs- und Bevormundungsbestrebungen der EU
-
Nius: »EU-Parlament gibt Chatkontrolle-Ausnahme neue Chance«
-
Tichys Einblick: »EU: ›Ein reines Scheinparlament‹ – kritische Stimmen zum Durchpeitschen der Chatkontrolle«
Hier noch ein Kommentar bei Apollo News zu dem Thema Fahrerüberwachung per Kamera. Der Autor fragt, wo der Protest bleibt. Zurecht. Ich habe mich das auch schon gefragt. Vielleicht, weil die meisten Datenschützer links-grün sind und den Individualverkehr per Auto sowieso hassen?
Übrigens ist das alles in der EU-Verordung 2019/2144 geregelt – wer mal schnuppern will, was die EU-Bürokraten so produzieren.
Update Chatkontrolle
Nachdem jetzt etliche Artikel erschienen sind, bringe ich diese doch noch nach oben, damit sie nicht aus dem Fokus kommen.
-
Tichys Einblick: »Rat und EVP vollen Chatkontrolle«
-
Heise: »Ministerrat will Messager-Scans im Eiltempo durchdrücken«
-
Apollo News: »Neuabstimmung durch Trickserei möglich – EU-Parlament soll erneut über Chatkontrolle entscheiden«
-
Apollo News Kommentar: »ber Chatkontrolle abstimmen, bis das Eregnis paßt«
-
Tichys Einblick:»Chatkontrolle 1.0 per Rechtsbruch«
-
Heise: »Showdown in Straßburg: Die unerwartete Rückkehr der Chatkontrolle 1.0«
-
Junge Freiheit: »Und plötzlich ist die Chatkontrolle wieder auf dem Tisch«
-
Bild: »Chatkontrolle vor Comeback: Kritik an Abstimmung im Eilverfahren«
-
Tichys Einblick: »Trotz Spahns Versprechen: CDU/CSU stimmt geschlossen für schnellen Beschluß zur Chatkontrolle«
-
Apollo News: »›Als würde man alle Briefe öffnen‹: Trotz Ablehnung in der CDU will die EVP die Chatkontrolle wiederaufnehmen«
Einen weiteren Bericht über neue Assistenzsysteme beim Auto, die ab diesem Monat verpflichtend sind, hat Apollo News. Einzig dem Blinken der Bremslichter bei Vollbremsung kann ich etwas abgewinnen.
EU entrechtet Bürger
Der Journalist Hüseyin Doğru, deutscher Staatsbürger mit unschwer erkennbaren türkischen Wurzeln – was aber nichts zur Sache beiträgt –, landet auf der Sanktionsliste der EU, weil er angeblich «russische Narrative« verbreitet hat. Der Zugang zu seinen Konten wird gesperrt, gnädigerweise gewährt man ihm 500 Euro seines Geldes pro Monat. Das alles ohne Gerichtsurteil, ohne rechtliches Gehör, ohne Einspruchs-/Widerspruchsmöglichkeit.
Und nicht nur das! Auch die Ehefrau wird sanktioniert, auch wenn sie überhaupt nichts getan hat. Sie könnte ja ihrem Mann Geld von ihrem Konto geben! Das reicht schon aus. Auch die Mutter ist aus dem gleichen Grund auf der Sanktionsliste gelandet.
Bei den Nazis hat man das Sippenhaft genannt.
Das sind also die hochgehaltene »Werte« der EU: Die Rechtsstaatlichkeit. Die Demokratie. Die Freiheit, insbesonders die Meinungs- und Pressefreiheit.
Ein Dreck ist das. Diese EU gehört abgeschafft.
Bei dieser Gelegenheit schön daran denken: Ist der digitale Euro erst einmal verpflichtend eingeführt und das Bargeld abgeschafft, kann das korrupte, willkürliche EU-Regime über ein paar Mausklicks der EZB das bei jedem Bürger machen, aus welchen vermeintlichen Gründen auch immer. Kein lästiges Heraussuchen der Konten, kein Papierkram an die beteiligten Banken. Klick, klick, fertig.
Details zu dem Fall finden sich auf den Nachdenkseiten. Pikant ist auch das Aufmacherfoto: Doğru postiert vor einem Propaganda-Plakat der EU, das die angebliche Pressefreiheit beschwört.
Lustig: Auf und ab schreit die Linke, die AfD habe ihren Parteitag absichtlich auf den 4. Juli gesetzt, genau hundert Jahre nach einem Parteitag der NSDAP! Genauso gut könnte man ja auch argumentieren, daß er 250 Jahre nach der Unabhängigkeit der USA gewählt wurde – was ich ja ganz spannend gefunden hätte mit der EU in der Rolle der Briten!
Egal: der MDR hat recherchiert – ja, genau, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, wer diesen Termin vorgeschlagen hat: Nein, nicht Höcke, Weidel, Chrupalla oder sonst wer von der AfD. Es war der Betreiber der Erfurter Messe! Der YouTube-Kanal »ANDI wacht auf« hat die Story.
Linke wollen definieren, was legitim ist
Der Blogger Hadmut Danisch hat das in verschiedenen Artikeln herausgearbeitet, seitdem triggert mich der Begriff, wenn ich ihn lese: »legitim«. Recht und Gesetz interessieren Linke nicht im geringsten. Ihr dumpfes Bauchgefühl entscheidet, was legitim ist. Man sieht es wieder an den Protesten rund um den AfD-Parteitag am Wochenende:
Die AfD ist nicht legitim, Der Parteitag ist nicht legitim. Straßen zu blockieren, ist legitim. Sich mit Polizisten zu prügeln, ist legitim. Sich an Straßenbahnschienen festzukleben, ist legitim. Die Messehallen stürmen zu wollen, ist legitim. Daß die neuen (»faschistischen«) Medien sie bei ihrem Tun beobachten, ist nicht legitim. Daß die sich auch noch als Journalisten bezeichnen, ist nicht legitim. Sie zu jagen und sie zu verprügeln, selbst wenn sie schon auf dem Boden liegen, ist wiederum legitim.
So einfach, so strunzdumm. Man definiert es als legitim, als rechtmäßig, oder auch nicht, weil man es meint, nicht weil es ist, und damit hat es sich. Was »legitim« eigentlich bedeutet, spielt keine Rolle. Die Google-KI faßt das wie folgt ganz gut zusammen:
Der Begriff »legitim« bedeutet»gesetzmäßig«, »rechtmäßig« oder »allgemein anerkannt«. Das Wort beschreibt Handlungen, Ansprüche oder Verhältnisse, die im Einklang mit bestehenden Gesetzen, Regeln oder moralischen Werten stehen und daher als berechtigt gelten.
Da das Thema zur Zeit in den Mainstream-Medien nicht diskutiert wird, überrascht die Bild mit einem kritischen Kommentar zu einer Bargeldabschaffung, die im Zuge des digitalen Euros nicht unwahrscheinlich ist, auch wenn es immer wieder dementiert wird (aber was heißt das noch?).