Spanien will uns – die EU und speziell Deutschland – ausnehmen. Ich weiß
nicht, ob die das einfach nur wieder die sozialistische Inkompetenz in
Finanzangelegenheiten ist oder ob sich die spanische Regierung von unserer
Regierung hat »inspirieren« lassen. Auf jeden Fall ist ihr Plan, massiv
Schulden aufzunehmen (was sie ja laut Verträge gar nicht dürfen) und das
Geld an die bedürftigen Länder, also zum Beispiel Spanien, auszuzahlen.
Zinslast und die Bürgschaft tragen natürlich die Geberländer, speziell
Deutschland. Der Autor des Artikels bei Tichys Einblick befürchtet, daß die
deutsche Regierung zu blöd ist, den Schuß zu hören, bzw. die SPD-Hälfte den
Spaniern bei ihren Plänen auch noch beistehen könnte.
Vorweg, ich habe leider keine Antwort darauf.
Zumindest in der sogenannten westlichen, demokratischen Welt war man
eigentlich Jahrzehnte bemüht, die Freiheit zu hegen, zu pflegen und zu
mehren. Die Wunden des zweiten Weltkriegs waren vielleicht verheilt, aber
die Narben noch überall sichtbar. War das die Triebfeder?
Egal wie, das scheint vorbei zu sein. weltweit. Die Länder der »freien«
Welt wetteifern gerade, sich gegenseitig in Zensurmaßnahmen zu übertreffen.
Freiheit zählt einfach nicht mehr. Im Bereich der EU habe ich ja die
letzten Tage so einiges verlinkt – eine große Mehrheit der Regierungen der
Mitgliedsstaaten wollen eine Altersbegrenzung für Jugendliche, wobei gerade
ihr großes Vorbild Australien zeigt, daß die Maßnahme überhaupt nicht
wirkt. Zusammen mit der Chatkontrolle wird auch schnell klar, daß es gar
nicht um Kinder und Jugendliche geht, sondern um die Erwachsenen. Das
Internet hat die Meinungshoheit des Staates und ihrer untertänigen
Medienstrukturen völlig aus der Spur gebracht, und man möchte das wieder
einfangen. Und auch wenn gerade die Union dahinter steht, sind es alle
Altparteien. So haben gerade die Grünen einen Antrag in den Bundestag
eingebracht, einen »Schutzschild gegen Desinformationen« aufzubauen –
verschiedene Maßnahmen sollen das erreichen. Blogger Danisch hat auf den Antrag hingewiesen, der natürlich in
den Mainstream-Medien völlig unerwähnt blieb.
Hier kann man
den nachlesen, und der Antrag wurde offenbar heute im Bundestag
diskutiert. Per Zufall hat mir YouTube den
Redebeitrag des
AfD-Abgeordneten Ronald Gläser zu diesem Antrag vorgeschlagen.
Auch anderswo spielen sie verrückt. In Südkorea wurde von der Regierung
ein ähnliches Vorhaben wie das der Grünen beschlossen: Wer
»Desinformationen« verbreitet, kann dort nun mit hohen Geldstrafen belegt
werden. Das Gesetz schlägt dort hohe Wellen und der Autor bei Tichys Einblick beschreibt den großen Widerspruch zwischen
Anspruch und der Realisierung, gerade im Hinblick auf das kurzzeitig
ausgerufene Kriegsrecht durch den dann abgesetzten Premierminister.
Auch Großbritannien spinnt herum, noch mehr als die Europäische Union:
Sie will jetzt eine digitale Ausgangssperre für Jugendliche bestimmten
Alters!
»Honeckers Erben (CDU/CSU) bauen die Diktatur«, schreibt die Autorin.
Ich habe den Artikel zwar schon unten verlinkt, aber weil er die
Problematik ziemlich umfassend beleuchtet, gönne ich ihm einen eigenen
Blog-Eintrag. Der Artikel von Sofia Taxidis auf Tichys Einblick ist wirklich
lesenswert und beschreibt, wie die Union ob national hier in Deutschland
oder durch Ursula von der Leyen auf EU-Ebene die Überwachungsinfrastruktur
mit atemberaubendem Tempo ausbaut, wie sie heute schon, zum Beispiel über
den Digital Services Act, heute schon wirkt.
Innenminister Alexander Dobrindt plant eine massive Ausweitung der Rechte
für den Verfassungsschutz. Nach dem aktuellen Referentenentwurf wäre dem
Verfassungsschutz erlaubt, unbemerkt in Wohnungen einzudringen und
IT-Systeme zu manipulieren, auch Daten zu verändern. Sie dürfte auch aktiv
in die Kommunikation eingreifen und auch dort manipulieren. Eine
Aufdeckungspflicht nach dem Ende einer Maßnahme soll es auch nicht zwingend
geben – der Bürger würde also nie erfahren, daß er überwacht und gar
manipuliert wurde. Es drohen massive Einschnitte in die Privatsphäre,
Bürgerrechte werden eingeschränkt.
Kritiker vergleichen die geplanten Rechte mit dem Wirken der Stasi in der
DDR, und wer sich das alles mal durchliest, wird denen uneingeschränkt
recht geben müssen.
Chatkontrolle reicht ja nicht.
Ursula von der Leyen hat ein Gutachten erstellen lassen, das die Frage
zum Thema hat, ob Kinder und Jugendliche vor Social Media geschützt werden
müssen und bis zu welchem Alter.
Das wurde heute vorgestellt. Und oh Wunder, das Gutachten kommt genau zu
dem Ergebnis, das sich von der Leyen gewünscht hat und was von Kritikern
als weiterer Baustein zur Totalüberwachung und Zugangskontrolle des
Internets betrachtet wird. Bis 13 Jahre soll der Zugang verboten werden.
Laut netzpolitik.org (Vorsicht: Gendergaga) sagte sie auf Englisch
sinngemäß: »Das sind genau die Belege, auf die wir gewartet haben.«
Also geliefert wie bestellt!
Es lohnt sich auch mal ein Blick in das Papier, ob Zusammenfassung oder
das gesamte »Gutachten« (bei netzpolitik.org verlinkt). Nicht, um es zu
lesen, sondern um zu sehen, mit welchem Aufwand das gestaltet wurde. Das
hat nicht den Flair eines wissenschaftlichen Gutachtens, das sich mit Pro
und Contra auseinandersetzt, sondern den einer
Hochglanz-Propaganda-Broschüre! Der Netzpolitik-Autor schreibt auch, daß
die Notwendigkeit einer Zugangskontrolle für Kinder und Jugendliche
keineswegs die allgemeine Meinung unter den Wissenschaftlern darstelle.
Ach, und bei Social Media bleibt von der Leyen auch gar nicht erst
stehen. Sie spricht jetzt schon von »Social Media Plus«, und will das schon
beim Start ausgedehnt sehen auf App-Marktplätze, Videospiele,
Videoplattformen, KI-Systeme und Chatbots.
Um es nochmal klarzumachen: Vorgebliches Ziel ist der Schutz der Kinder,
tatsächliches Ziel sind die Erwachsenen, die all diese Dienste nicht mehr
ohne Alterskontrolle, wahrscheinlich realisiert mit einer staatlichen(!!!)
Applikation, nutzen können, obwohl das völlig legal ist.
Berichte:
(wird bei Bedarf ergänzt)
Unsere Regierung bringt absolut nichts zustande, außer, wenn es darum
geht, unsere Bürgerrechte zu beschneiden. Die Erlaubnis, uns in Echtzeit
mit KI überwachen zu dürfen, ist jetzt einen Schritt weiter im
Gesetzgebungsverfahren – die Koalitionsparteien haben das im
Innenausschuß durchgedrückt, wie Heise berichtet.
Professor Rieck beleuchtet
in dem heutigen
Beitrag das unglaubliche Zustandekommen der Wiederaufnahme der
»freiwilligen« Chatkontrolle, die undemokratischen, Politikverdrossenheit
erzeugenden Tricksereien im EU-Parlament. Und bemängelt massiv, daß die
Mainstream-Medien hier ihren Job nicht machen, dieses Fehlverhalten zu
skandalisieren.
Die Diskussion um die verpflichtende Auto-Assistenzsysteme und die
gerade hinzugekommene Fahrerüberwachung geht weiter. Ein Kommentar beim Focus zeigt den Daumen ganz klar nach unten, ein
weiterer Artikel wählt Leserkommentare dazu aus. Die Meinung ist
dort ziemlich einhellig. Sie sind ein Kaufhemmnis, man fährt lieber die
alte Karre weiter.