30. Dezember 2021
Dezember 202130

Verzweiflungsakt

Christian »Wendehals« Lindner, seines Zeichens Bundesfinanzminister, redet in einem Gastbeitrag bei der Welt – offenbar in einem Akt der Verzweiflung – den Euro schön. Da ich mich nicht ärgern wollte, habe ich den Text nur überflogen. Da wimmelt es nur so von Buzzwörtern und leeren Phrasen, inklusive der »wir müssen dafür sorgen, daß…«-Phrase, die anzeigt, daß er überhaupt keinen Plan hat, wie er seine Ziele erreichen will. Und um der Schwafelei mehr Pseudo-Gewicht zu geben, hat er ihn von seinen EU-Euro-Kollegen mit unterschreiben lassen. Lächerlich! Die sitzen alle im gleichen Boot, und zwar in einem, das schon ziemlich leckgeschlagen hat. Vielleicht sollten sie (bildlich) lieber nicht so mit den Armen herumfuchteln; das bringt das Boot nur noch schneller zum Sinken…

Wie so oft bei solchen Artikeln ist es interessanter, die Leserkommentare zu lesen. Ich glaube, da steckt auch mehr Kompetenz drin. Nicht wenige machen sich über Lindner lustig, daß er über die nächsten 20 Jahre des Euro redet. Sie sind der Meinung, daß der Euro so lange nicht mehr existieren wird. Das sehe ich auch so, insbesonders, wenn jetzt Macron und Draghi das noch andauernde politische Vakuum in Deutschland auszunutzen versuchen, wie der Focus schreibt – Stichwort Schuldenunion.

30. Dezember 2021
30. Dezember 2021
29. Dezember 2021
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Realitätsverweigerung

Irgendwie haben die alle einen Knall. In Schleswig-Holstein müssen 820 Disco-Besucher in Quarantäne, weil bei einem Besucher die Omikron-Variante nachgewiesen wurde. Es galt die 2G+-Regel. Alle also »geimpft oder genesen«.

Konsequenzen? Zumindest schreibt der Artikel nichts davon.

Da wird am laufenden Band Panik über Omikron geschürt, man glaubt selber nicht an den Impfschutz (wozu sonst die Quarantäne?) und läßt gleichzeitig solche Etablissements weiterlaufen. Rational kann man das nicht mehr verstehen.

29. Dezember 2021
28. Dezember 2021
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28. Dezember 2021

Framing-Beispiel

Ach, wieder einmal ein schönes Beispiel des Framings. Der Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber wurde befragt, was er in seiner Funktion von einem zentralen Impfregister hält. Die impfgeile Presse meldet natürlich: »Bundesdatenschutzbeauftragter hält Impfregister für möglich«. Tatsächlich hat er gesagt, daß er ein Impfregister nicht für unmöglich halte. Das ist schon etwas anderes. »Allerdings müsse die Politik zunächst konkret die Ziele benennen, die sie mit der Impfpflicht erreichen wolle, sodaß man beurteilen könne, ob ein zentrales Impfregister notwendig sei – oder eine andere Maßnahme besser geeignet sei« – so zitiert ihn die Morgenpost. Dies hat die Politik seiner Meinung nach offenbar noch nicht getan. Auch knüpft er da noch ein paar andere Bedingungen daran.

Aber das, was beim Leser hängen bleiben soll, ist klar: alles kein Problem!

28. Dezember 2021

Offene Grenzen und Sozialstaat

Gelegentlich schaue ich aus Neugier, was auf Twitter los ist. Da zofft man gerade heftig über eine Äußerung, daß offene Grenzen und Sozialstaat nicht zusammenpassen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie wird seit Jahren von den Gegnern der ungezügelten Migration Unqualifizierter und Unwilliger verbreitet. Neu ist – und deshalb der Aufschrei der Gutmenschen und das Entzücken der anderen –, daß diese Äußerung von Kaare Dybvad Bek kommt, der einerseits Innenminister von Dänemark ist und andererseits ein Sozialdemokrat, und er damit die strikte Migrationspolitik verteidigt, die sein Land seit ein paar Jahren erfolgreich fährt. Er muß wohl auch noch andere interessante Sachen gesagt haben, zum Beispiel, daß Deutschland zunehmend mit seiner Migrationspolitik in der EU isoliert sei, aber leider ist der Artikel hinter der Paywall der Welt.

Manchmal frage ich mich ja, ob solche Artikel extra von Anfang an oder dann möglichst schnell hinter einer Paywall versteckt werden, damit man nicht soviel Ärger mit den systemtreuen Kollegen und den regierenden Parteien bekommt, die über jegliche Kritik an der deutschen Migrationspolitik erhaben sind.

23. Dezember 2021
23
23. Dezember 2021

Zu Corona und Omikron

Eigentlich will ich zu dem Thema gar nichts schreiben. Es nervt nur noch unentwegt. Aber zwei Punkte möchte ich doch mal herausgereifen:

Erstens: Für mich ist es unbegreiflich, daß nach fast 7 Millionen Infektionen in Deutschland (laut Worldometer) man offenbar immer noch nicht weiß:

Anders ist für mich der weiterhin völlig ungeordnete Aktionismus um Boostern, Impfpflicht, Lockdown, 3G, 2G, 2G+, 2G++ usw. überhaupt nicht erklärbar. Wie kommen manche zum Beispiel darauf, daß Masketragen in Geschäften plötzlich nicht mehr ausreiche, obwohl das in der ersten Welle offensichtlich kein Problem war? Haben die irgendwelche Belege dafür, daß sich nun plötzlich Leute vermehrt in Geschäften anstecken? Entweder sie wissen es tatsächlich nicht, oder die Wahrheit ist nicht genehm und geeignete Gegenmaßnahmen politisch unerwünscht.

Zweitens: Ganz zu Anfang der Pandemie wurde schon vorhergesagt, daß das Virus mutieren werde und ältere Varianten verdrängen werde, was es dann ja auch brav getan hat. Die Aussage war, daß dabei das Virus seine Aggressivität verlieren werde, weil es evolutionsmäßig unvorteilhaft ist, seine Wirte umzubringen, und daher das Virus letztendlich vielleicht ansteckender, aber im Ergebnis harmloser, ähnlich einem normalen Grippevirus, werden würde. Nun, die Frage ist: Ist die Omikron-Variante genau so eine Mutation? Erste Hinweise deuten darauf hin. Selbst der ÖR brachte einen Beleg, obwohl die Nachrichten wie üblich eigentlich Panik schüren wollten: Ich weiß nicht mehr, ob ARD oder ZDF, auf jeden Fall berichteten sie, daß in den USA schon Dreiviertel aller Neuansteckungen die Omikron-Variante sei, und (jetzt kommt's!) bereits ein(!) Mensch daran gestorben sei. Also, wenn es sich nun so verhält, sollte man nicht das Virus kontrolliert gewähren lassen, anstatt hier Panik zu veranstalten und die Leute bald monatlich mit der wirkungslosen mRNA-Suppe vollzupumpen?