Ich lache mich weg! Jetzt kündigt die Bundesregierung einen weiteren Abschiebeflug an, noch
vor der Wahl. Das wäre ja dann schon der zweite!
Man muß schon fragen, für wie blöd, wie geistig umnachtet die SPD die
Wähler hält. Zumindest bei allen politisch Interessierten ist es doch
angekommen, daß nach Ankündigung der Abschiebeoffensive es genau einen
Vorzeige-Flug nach Afghanistan gegeben hat, und selbst da weiß man nicht,
ob nicht die Hälfte der Leute schon wieder zurück sind. Seitdem ist nichts
passiert, kein weiterer Flug, und auch sonst keine Änderungen. Auch die
»verschärften« Grenzkontrollen waren letztendlich eine Lachnummer. Einfach
das magische Zauberwort mit den vier Buchstaben nennen (nein, nicht »Sesam,
öffne dich!«), schon wird man hereingelassen und mit allem, was man so
braucht, versorgt.
Meint also die SPD, sie könne tatsächlich mit der Aktion punkten? Die
ganze Aktion ist so glaubhaft wie Mielkes »Ich liebe doch alle, alle
Menschen« am Ende der DDR.
Beim Einkaufen sah ich eine Nachrichten-Säule, deren Inhalt sich aus n-tv
speist. Dort stand explizit drin, daß Nancy Faeser hinter der Aktion
stünde. Leider finde ich auf den Seiten von n-tv diese Meldung nicht.
Sicher ist nur, daß Faeser sich den Aktionismus auch sparen könnte, was
ihre Person betrifft. Ihre Karriere dürfte auf jeden Fall vorbei sein. Ich
kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß selbst in einer Koalition
zwischen CDU und SPD und dem Innenministerium als SPD-Ressort (was sowieso
eine Unwahrscheinlichkeit wäre), dieses mit Sicherheit wieder mit Nancy
Faeser besetzt werden würde. Da dürfte nicht nur Merz etwas dagegen
haben.
Schenkt man diesem Bild-Artikel Glauben, dann gerät gerade die SPD
in Panik. Einerseits schreien sie unisono mit anderen Linken, daß die
Brandmauer nicht fallen dürfe, werfen wie üblich mit Dreck um sich, bieten
aber andererseits der CDU auch an, gemeinsam neue Gesetze zur Migration zu
beschließen.
Die Bild schreibt wenig, aber immerhin etwas darüber, was die SPD der CDU
anbietet. Und das scheint nicht besonders viel zu sein:
Darunter seien auch Befugnis-Erweiterungen bei der Datenanalyse für die
Polizei, Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bilderfahndung nach
Tätern. Zudem wolle man das Gesetz zum »Gemeinsamen europäischen
Asylsystem« (GEAS) zur ersten Lesung in den Bundestag einbringen.
Zurückweisungen an den Grenzen seien jedoch explizit ausgeschlossen, so
die Bild. Der Köder, wie das Bild dieses Angebot nennt, ist vergiftet.
Wieder nur Sand, der den Bürgern ins Auge gestreut werden soll. Effektiv
bringt das nichts, es würden weiterhin genauso viel Migranten ins Land
strömen. Das dringende Signal, das nach außen in die Welt geht und sagt,
hier kommt ihr nicht mehr so einfach herein, wird damit sicher nicht
ausgesendet. Ich hoffe, Merz und seine CDU fallen darauf nicht herein.
Alice Weidel macht gerade etwas, was man im Schachspiel einen Gabelzug
nennen würde. Nachdem Friedrich Merz gerade groß mit seinem
Fünf-Punkte-Plan herumtönt, hat sie ihn jetzt in einem offenen Brief aufgefordert, nächste
Woche Nägel mit Köpfen zu machen. Denn da ist noch die letzte
Parlamentswoche vor der Wahl, und da könnten CDU, CSU, FDP mit der AfD
zusammen noch Aktionen zur Eindämmung der Migration beschließen.
Läßt Merz diese Chance verstreichen – Stichwort Brandmauer –, gibt er
Weidel genug Munition in die Hand für das von Merz selbst vorgeschlagene Duell zwischen ihr und ihm.
Und ich bin mir sicher: Weidel wird die verschießen – und treffen.
Nachtrag: Die Junge Freiheit berichtet: Die CDU lehnt ab. Das sei ein
vergiftetes Angebot. Ja, wenn man so will. Nichtsdestotrotz zeigt es ganz
klar: Merz und seiner CDU geht es nicht um die Sache, sondern um die
eigene Macht. Wer glaubt, daß sich mit Merz irgendetwas ändere, der ist
mit dem Klammerbeutel gepudert.
Nachtrag 2: Oder nun doch? (siehe auch JF, Bild)
…dann geht mir wirklich die Hutschnur. Was für geisteskranke
Schreiberlinge gibt es eigentlich? Ein Schmierfink vom Focus betitelt doch
tatsächlich seinen Artikel mit »Nach Aschaffenburg ist klar, wo die
Probleme von Deutschlands Asylsystem liegen«. Hier der Link, aber auch nur, um zu zeigen, daß ich das jetzt nicht erfunden
habe. Selber gelesen habe ich den Artikel nicht, werde ich auch nicht.
Jetzt erst fällt es dem Autor – oder dem Focus – auf, daß etwas
nicht stimmt? Die Zahl der Leute, die von Migranten ermordet, meist
abgestochen wurden, die gar nicht mehr hätten hier sein dürfen, weil sie
keinen Aufenthaltsstatus bekommen haben, sind kaum noch zählbar. Sie wird
sich meiner Schätzung nach im oberen zweistelligen, vielleicht sogar
dreistelligen Bereich bewegen. Viele von den Tätern haben eine ausgiebige
kriminelle Karriere aus Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Vergewaltigung
und Drogen hinter sich, sind oft mit billigen Bewährungsstrafen aus dem
Gerichtssaal geschritten.
Wir müssen seit vielen Jahren Meldungen der Art lesen, wenn sie nicht gar
von Behörden und Medien verschleiert oder versteckt werden. Jetzt merken
diese Pfeifen in den miefigen Redaktionsstuben langsam, daß sich der Wind
gedreht hat und Tat um Tat Orkanstärke erreicht, daß auch der letzte Heuler
nicht mehr auf ihr »Einzelfall«-Geschwafel hereinfällt. Ja, dann spielen
sie plötzlich die Erleuchteten. Ist das widerlich! Wie heißt es? Ich kann
gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.
…für das »weltoffene, bunte Aschaffenburg«? Sind sie wenigstens schon
angekündigt? Kommen Steinmeier und Faeser?
Ich muß mich für meinen Sarkasmus entschuldigen, kann nicht mehr anders.
Aber das wird doch wieder die Reaktion sein auf den Messermord eines Afghanen an einem zweijährigen Jungen und einem 41
Jahre alten, heldenhaften Mann, der versucht hatte, diesen Jungen und
andere Kleinkinder sowie zwei Erzieherinnen zu verteidigen, und »den
Haß und die Hetze vom rechten Pöbel«, sprich, an der berechtigten Kritik
der Zustände hier in diesem Land.
Der Täter ist natürlich auch schon wieder als »psychisch krank« markiert
worden. Damit niemand auf die Idee kommt, er hätte sich vielleicht ein
Vorbild an dem Islamisten Axel Rudakubana aus Southport genommen.
Nachtrag: Oh, da trudeln sie schon wieder ein, die hohlen Phrasen!
Nachtrag 2: Julia Klöckner (CSU) entblödet sich völlig,
schreibt auf Twitter: »Es sind immer wieder Männer. Nicht
Frauen. #Aschaffenburg« (Siehe auch
Aktien mit
Kopf)
Nachtrag 3: Auch die Bild verliert die Geduld: »Das ist das Ergebnis heimatfremder Politik« Am Ende schreibt sie
noch: »Wann, bitte!, werden endlich ›vollziehbar Ausreisepflichtige‹ in
Abschiebegewahrsam genommen? Vor allem, wenn sie kriminell oder psychisch
auffällig sind. Wann!?«