Die Rundfunkgebühren stehen erneut vor einem höchsten Gericht, diesmal
dem Bundesverwaltungsgericht. Sich durchgeklagt hat eine Frau, die die
politische Einseitigkeit vorbringt – was ja nun in den letzten Wochen –
Stichworte Dunja Hayali und Elmar Theveßen in der Kirk-Berichterstattung,
die Ruhs-Mobbing-Geschichte beim NDR, die Nichteinladung von Vertretern der
größten Oppositionspartei (ein einziger Gast seit der Wahl!) – nun überdeutlich wurde.
Apollo News und Junge Freiheit berichten. Bei Apollo News sind sich die Leser aber
ziemlich einig, daß trotz kritischer Bemerkungen des vorsitzenden Richter
ein Paukenschlag doch sehr unwahrscheinlich ist. Eine grundsätzliche
Rundfunk-Reform könne das Gericht aber nicht anstoßen, meinte er denn auch.
Warum eigentlich nicht? Aufhorchen ließ mich, daß auch
»verfahrensrechtliche Aspekte« Thema sei. Ist das die mentale Vorbereitung,
die Klage wegen Verfahrensfehler abzulehnen, um bloß keine Entscheidung in
der Sache machen zu müssen? Am 15. Oktober soll das Urteil gesprochen
werden.
Mit viel Tamtam haben die Berliner Linken erreicht, daß eine
»Mohrenstraße« umbenannt wird. Denn der Begriff »Mohr« sei ja rassistisch,
kolonial und natürlich »negativ konnotiert« (darum hatte die
Schokoladenmarke Sarotti einen Mohr zum Werbesymbol gemacht…). Sie haben
nun die Straße nach Anton-Wilhelm-Amo benannt, angeblich der erste
Schwarze, der in Deutschland Philosoph wurde. Ein Historiker hat aber nun herausgefunden (siehe auch hier), daß die verbreitete Legende dieses Mannes nicht stimmt. Es
wurde behauptet, er sei selber Sklave gewesen. Tatsächlich stammt er aber
wohl aus einer Familie höheren Ranges in seinem Heimatland, und diese habe
einerseits selber Sklaven gehalten als auch mit ihnen gehandelt. Inwieweit
er selbst daran beteiligt war, sei allerdings unklar. Nichtsdestotrotz ist
die jetzige Situation von der politischen Korrektheit her schlimmer als
vorher! Bravo!
In Anlehnung seines Spruchs »Links ist vorbei!« sage ich nun: »Merz ist
vorbei!« Nachdem er seinen Fraktionsvorsitzenden Spahn der Fraktion hat
mitteilen lassen, daß der »Herbst der Reformen« abgeblasen ist und dieses
Jahr keine wesentlichen Änderungen mehr zu erwarten sind, fängt jetzt
selbst schon die konservative Mainstream-Presse –
hier in Form der
Welt – Merz abzuschreiben. Hans-Ulrich Jörges: »In keiner dieser Reden
(Anm.: Merz' jüngste Reden im Bundestag) war irgendein Impuls drin,
der die Gesellschaft beschäftigt hätte, der etwas in Bewegung setzt, der
eine neue Idee ist, der sagt, wir machen dies und jenes.« Selbst Merkel hat
für diesen Zustand etliche Jahre und nicht nur sechs Monate gebraucht.
Vielleicht merken jetzt langsam die Unions-Wähler wie auch die
Unionsabgeordneten, welche Niete sie da zum Kanzler gemacht haben.
Nachtrag: Ein Nius-Artikel in diesem Kontext: »Warum soziale Herablassung Kanzler Friedrich Merz und der Union
besonders schaden« Laut dem Artikel entfermdet sich langsam die
Parteibasis von ihm. Wen wundert es?
Eine Islamisierung findet nicht statt: Im schwarz-grünen
Schleswig-Holstein bekommen Moslems an Behörden und Schulen faktisch zwei
Feiertage vom Staat. Welt, Apollo News und Weltwoche berichten.
Julian Reichelt
macht in seiner Sendung unter Verweis auf vertrauliche Gespräche die
Hoffnung, daß die CDU nicht schon völlig verloren ist und die Jungen
unter den Abgeordneten auf den AfD-Kandidaten Ulrich Siegemund setzen,
der nach einem Wahlsieg in seinem Bundesland Sachsen-Anhalt zum Einsturz
der Brandmauer beitragen könnte.
Nachdem letzte Woche schon ein katastrophaler Haushalt für dieses Jahr
beschlossen wurde, geht es heute los mit der Haushaltsdebatte für
nächstes Jahr. Zeit für die Generalabrechnung, Teil 2.
Alice Weidel kommt
dabei so richtig in Fahrt. Wieder kann ich nur jedem Wort zustimmen,
jede Lagebeschreibung trifft den Nagel auf den Kopf. Und wenn man so
geballt hört, in welche dreckige Lage uns Schwarz, Rot und Grün gebracht
haben, schmerzt es doch sehr.
Ich hatte am Wochenende schon gehört/gelesen, daß sich die Finanzminister
getroffen hätten, um einen Fahrplan für den digitalen Euro zu
verabschieden. Das war aber entweder nicht zitierfähig oder zu dürftig.
Apollo News berichtet nun von dem Treffen. Offenbar gibt es doch
noch Uneinigkeiten unter den Ministern, sowohl über den Zeitpunkt als auch
über Details. Daß unser Finanzminister Klingbeil allen Vorurteilen gegen
linke Politik (Überwachung und Eigentumskontrolle, Enteignungsphantasien)
mal wieder gerecht wird und auf eine schnelle Einführung drängt, ist
irgendwie nicht sonderlich überraschend.
Absolut katastrophal ist auch, daß Lagarde ausgerechnet China zum Vorbild
erklärt! Ja, China, bekannt durch seine exzellente Demokratie, Freiheiten
und Bürgerrechte! Das offenbart auch die wahren Absichten von Lagarde und
ihren Schergen und die Sensibilität eines Vorschlaghammers gegenüber den
Bürgern. Das sind auch wieder die, die ständig von »europäischen Werten«
quatschen – und sie gleichzeitig mit Füßen treten!
Die Banken sehen den digitalen Euro für ziemlich überflüssig. Die
Argumente, die von der EZB und anderen Befürwortern vorgebracht werden,
entkräften sie mit dem Verweis auf existierende oder im Aufbau befindliche
privatwirtschaftliche Alternativen, was wiederum die Ehrlichkeit dieser
Argumente in Frage stellt und wieder die vermuteten Ziele in den
Vordergrund drückt. Die Banken drückt auch die Sorge, daß die ganzen
Endkunden-Transaktionen am Ende komplett über staatliche Institutionen
abgewickelt werden und sie außen vor stehen. Darum auch die Diskussionen
über eine »Obergrenze« für die Nutzung des digitalen Euros. Der Sparkassen-
und Giro-Verband beispielsweise fordert in einem Fokus-Papier gar, den digitalen Euro gar nicht für den privaten
Finanzverkehr zu verwenden.