Es gibt ein neues
animiertes
Aufklärungsvideo zum geplanten Transatlantischen Handelsabkommen zwischen
USA und EU (TTIP). Bitte unbedingt anschauen und weiterverbreiten. Und
wer bei Campact noch nicht mit unterzeichnet hat, kann es
hier tun. Mehr
als 290.000 besorgte Menschen haben es schon gemacht! Dort gibt es auch
detailliertere
Information dazu.
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Wo ist das deutsche Gold? Aus Fort Knox verschwunden? Der Artikel stellt Überlegungen an,
ob der Anteil bundesdeutscher Goldreserven, der angeblich in
US-amerikanischen Tresoren liegen soll, überhaupt noch dort ist, oder ob
die Amerikaner damit (sich ver-) spekuliert haben. Das wäre schon ein
dicker Hammer – Veruntreuung auf Staatsebene. Wäre das den Amerikanern
zuzutrauen? Ein klares »Ja« meinerseits.
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Fishing for sympathy? Wenn man bösartig wäre, würde man
vermuten, daß Merkel nun ihre Beliebtheitswerte durch einem fingierten
Unfall erhöhen möchte, nachdem sie feststellen mußte, wieviel Mitgefühl
Michael Schumacher entgegengebracht wird. Klappt bei mir aber nicht: Von
mir aus hätte sie sich wer-weiß-was brechen können…
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Wow, es hat ja gerade mal einen Tag gedauert, bis der SPD-Maas in Sachen VDS umgefallen ist. Das ist
rekordverdächtig.
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Sicherheitswahn in USA: auch für das FBI ist nun Sicherheit die oberste Priorität (via
Fefe).
Die gute Nachricht:
Die Vorratsdatenspeicherung ist weiterhin auf Eis (und hier auf
netzpolitik.org).
Die schlechte Nachricht:
Auch wenn Maas’ Äußerungen etwas nach einem Sinneswandel klingen, glaube
ich das nicht. Entgegen ihres propagierten Antlitzes ist die SPD
traditionell bürgerrechtsfeindlich und fällt dem Bürger nicht selten in den
Rücken (Stichwort »Verräterpartei«). Es ist wohl eher einem Rest an
Verstand geschuldet, daß man jetzt eine Neuregelung nicht über’s Knie
brechen muß, wenn Änderungen sicher sind.
Aber selbst das geht den verstandlosen Wadenbeißern der CDU und CSU (z.B.
Uhl, Bosbach, Krings) natürlich schon mal gar nicht in den Kopf, denn sie
wollen Fakten schaffen für ihre ebenso dumbe Klientel, und sie bellen schon
wieder herum.
Da die Wahrscheinlichkeit, daß der EuGH die VDS in Gänze ablehnt, ähnlich
groß ist wie die, daß die NSA mit ihrer globalen Schnüffelei aufhört, wird
es daher eh nur ein kleiner Aufschub sein.
Update: mehr Reaktionen auf
heise.de.
Die Medien überschlagen sich. Pofalla soll 2010 maßgeblich an der
Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden der DB AG beteiligt gewesen
sein. Erwartet er jetzt ein Dankeschön von diesem? Zudem macht er den
Wulff: Was er für andere fordert, gilt natürlich nicht für ihn selbst. 2005
hat Pofalla Schröder scharf wegen seines Wechsels zu Gazprom
kritisiert.
Und Mandatsaufgabe, wozu? Da gibt es doch keine Interessenkonflikte,
oder? Einem Fernsehbericht zufolge sollen die Wähler und die
CDU-Lokalpolitiker in seinem Wahlkreis Kleve stinksauer sein. Gönne ich
denen aber irgendwie. Wer es nach der Bosbach-Beleidigung und seinem NSA-Erklärungsdebakel nicht kapiert
hat, wie charakter- und kompetenzlos der Mensch ist, und weiterhin
Wegbereiter für ihn spielt, hat es nicht besser verdient.
Wenigstens gibt es kleine Hoffnung: Die Stimmung im Aufsichtsrat, der ja
ihn bestellen muß, ist wohl auch nicht so gut. Andererseits wird, so
schätze ich mal, Merkel den Aufsichtsratsmitgliedern mit Konsequenzen
drohen, damit sie es sich noch in ihrem Sinne überlegen. Wobei Pofalla
mittlerweile politisch so verbrannt ist, daß es eigentlich relativ egal
ist, wie das alles endet.
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Nichts neues: Die Republikaner glauben zum größten Teil an die göttliche
Schöpfung. Gut, sie haben ja sonst nichts, mit dem sie sich von den
Affen abgrenzen könnten. Leider sieht es aber bei vielen CxU-Anhängern
nicht viel besser aus.
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Langsam holt uns die Euro-Krise wieder ein. Griechenlands Außenminister
Venizelos fordert, Deutschland müsse »…das Recht auf einen anderen Lösungsansatz« akzeptieren.
Welchen Lösungsansatz meint er? Den, auf Kosten der Geberländer wie eine
Made im Speck1 zu leben? Na klar: »Es gibt nun einmal eine
klare Aufteilung in Geber und Nehmer in der EU«, und er möchte den
Gebern am liebsten die Kontrolle entziehen. Und dann die Drohgebärden:
mit einem »Grexit« wären die bereits gezahlten 240 Mrd. Euro weg. Nun ja,
nur wer an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glaubt, der glaubt auch
noch, daß die noch nicht längst futsch sind. Eins kann man auf jeden Fall
konstatieren: Die Griechen sind immer noch nicht einmal im Ansatz
gewillt, ihr Problem zu lösen.
1 ich weiß, vielen Griechen geht es momentan saudreckig.
Aber es ist nicht nur das Handeln der oberen Zehntausend, das zu dem Status
Quo geführt hat. Korruption, Steuerhinterziehung und Erschleichung von
unrechtmäßigen Staatsleistungen waren und sind offenbar ein Volkssport quer
durch alle Schichten.
Der Spiegel berichtet über den immer größer werdenden Einfluß der
Al-Qaida in Syrien und Irak. Das ist also das Ergebnis
jahrzehntelanger Bemühungen der USA in der Region. Unter Saddam Hussein und
Baschar al-Assad hat es bestimmt viel Tyrannei, Folter und Morde gegeben.
Was jetzt aber nach der »Befreiung« Iraks und der Unterstützung der
Aufständischen in Syrien entstanden ist, scheint jedoch um Größenordnungen
schlimmer zu sein. Man kann nur hoffen, daß wenigstens Ägypten, Tunesien
und Libyen noch die Kurve kriegen. Afghanistan habe ich aber schon
aufgegeben.
In der FAZ gibt es einen Artikel über die langsame Abschaffung von Bargeld in Schweden, aber auch in Dänemark.
Vielerorts kann man dort nicht mehr mit Bargeld bezahlen, etliche
Bankfilialen geben auch kein Bargeld mehr heraus.
Leider arbeitet der Artikel die negativen Effekte zuwenig heraus. Die
Abschaffung des Bargelds wird zwar wohl nicht vom Staat gefördert, aber ist
sicherlich auch nicht unerwünscht: Gerade die Schweden haben bisweilen eine
spezifische Sicht auf das gesellschaftliche Zusammenleben, und die
Privatsphäre gehört wohl eher nicht dazu. Anonym bezahlen zu können, ist
ein wichtiger Bestandteil der Privatsphäre, auch wenn es in der Regel im
öffentlichen Raum passiert. Beim elektronischen Bezahlen wird gespeichert,
wann, bei welchem Unternehmen und an welchem Ort man kauft, und es werden
natürlich die Waren und Dienstleistungen mit dem Käufer assoziiert. Bei der
fleißigen Zusammenarbeit der Schweden mit der NSA dürfte klar sein, daß die
Buchungsdaten lange gespeichert (Stichwort
»Vorratsdatenspeicherung«) und ausgiebig genutzt werden. Die Firmen
freuen sich natürlich auch, soetwas wie »Payback«-Karten braucht man dann
nicht mehr, um Kundenprofile erstellen zu können.
Neben der Privatsphäre steht auch ein Stück Eigentum und Freiheit auf dem
Spiel. Mit ein paar Mausklicks kann jemand mit einem Schlag seines
Barvermögens enteignet und vor allem handlungsunfähig gemacht
werden. Er kann sich keine kleine finanzielle Sicherheit im Safe oder unter
dem Kopfkissen anlegen – außer mit ausländischen Devisen oder Edelmetallen,
mit denen er jedoch relativ wenig anfangen kann. Verwandte und Freunde
können ihm nicht einmal Geld leihen, sie könnten ihm das ja höchstens
überweisen! Das weckt auch Begehrlichkeiten, z.B. sich bei einer hohen
Staatsverschuldung an den Privatvermögen zu bedienen. Um Bank-Runs braucht
sich der Staat keine Sorgen mehr zu machen.
Schlußendlich habe ich auch noch meine Zweifel, daß durch die Abschaffung
die Kriminalität zurückgeht. Vielleicht temporär, aber die Kriminellen
werden sich neue Wege suchen: Im Bösen, seien es Krieg oder Verbrechen,
sind die Menschen leider am kreativsten.
Also man muß schon grenzenloses Vertrauen in Staat und Banken haben und
ein großes Stück Naivität, um das gut zu finden.
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Lacher des Tages: Die CDU ist auch für einen NSA-Untersuchungsausschuß. Das ist
einerseits absolut scheinheilig in Hinblick auf ihre bisherige
Vertuschungstaktik, andererseits dient es vermutlich nur dazu, bei der
Bildung negativen Einfluß auf die Aufgaben des Ausschusses zu nehmen. Wir
werden sehen…
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Die FAZ bringt Bitcoins und NSA zusammen: Die Verschwörungstheorie lautet, daß Bitcoins ein von der NSA
gefördertes Projekt sei, um die zivile Forschung und Entwicklung von
leistungsfähigerer kryptographischer Hardware anzuregen, um letztendlich
selber davon für das Knacken von Schlüsseln zu profitieren. Nun, klingt
etwas abwegig, aber wer will das heute noch ausschließen?
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Irgendwie hört die »Zeit« den Schuß nicht mehr: Sie findet den Pofalla-Wechsel zur DB AG völlig o.k. Wie neulich
rudern sie jetzt wieder mit einem Gegenkommentar zurück.
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Gruselig: Kim Jong Un soll seinen Onkel und fünf weitere lebendig an 120
hungrige Hunde verfüttert haben.
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Langsam wachen auch die Amerikaner auf, was Gen-Food für ein Müll ist.
Ein bekannter Frühstücksflocken-Hersteller will anfangen, auf
gentechnisch veränderte Zutaten zu verzichten.
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Wie gleichgeschaltet unsere Medien sind, manifestiert sich zur Zeit
darin, daß sie alle verbreiten, die alten Krankenkassenkarten seien ab
dem 1.1.2014 nicht mehr gültig. Wer im Internet sucht, findet schnell
heraus (notfalls über
Wikipedia), daß das eine Lüge der Verfechter der eGK ist, um den
Widerstand zu brechen.
Die New York Times und der Guardian rufen die USA dazu auf,
Edward Snowden eine Amnestie zu
gewähren. Es sind ja nicht die ersten, die das fordern, und werden auch
nicht die letzten bleiben. Aber meines Erachtens wird daraus nichts, und
zwar aus höchst gewichtigen Gründen, z.B. Gesichtswahrung oder dem üblichen
Intrigenspiel in dem Zweiparteienstaat.
Allerdings fällt es mir momentan schwer abzuschätzen, ob sich in
Deutschland oder in den USA ein größerer Druck aus der Zivilgesellschaft
auf die Politik aufbaut. Ich habe manchmal den Eindruck, daß den US-Bürgern
langsam breitflächig, zumindest bei den gebildeteren Schichten, auffällt,
wie die schönen Ideale ihrer Verfassung zu leeren Hüllen verkommen sind.
Bei uns ist die Erkenntnis vermutlich deutlich weiter, der Effekt wird aber
wieder durch die deutsche Apathie und Lethargie (»ach, da können wir
doch eh nichts ausrichten«) kompensiert – Teflon-Merkel macht sich das
ja gerade zunutze.
Nachtrag: ein Artikel in der Zeit zu dem Aufruf.
Laut diverser Meldungen, z.B. im Spiegel, soll Ronald Pofalla Mitglied im Vorstand der DB AG werden,
und das für grob geschätzte 1.500.000 Euro/Jahr…
In diversen Foren ruft die Vorstellung doch Häme hervor, z.B. daß er wohl
als erste Amtshandlung die Verspätungen und Zugausfälle der Bahn für
beendet erklären werde. Oder, daß er nur deshalb bei der Bahn auf’s
Abstellgleis geschoben werde, weil selbst bei der EU ihn niemand haben
wolle. Ein anderer meint ironisch – wohl in Hinblick auf seine
fachspezifischen und auch sonstigen Fähigkeiten: »Keine Angst, der tut
nichts«. Nun, wenn man nach den Fähigkeiten geht, dann wäre doch ein
Job bei McDonald’s richtig – den passenden Vornamen hat er ja schon!
Die offizielle Aufgabe als Lobbyist hat natürlich ein ziemliches
Geschmäckle, Transparency International regt sich zu recht darüber auf. Es
werden auch sofort Erinnerungen zu dem Skandal um Eckart von Klaeden wach.
Aber ich sehe das nicht als CDU-spezifisch, ich denke da nur an
Gazprom-Schröder. Die Parteien haben es seit 10 Jahren (!) nicht geschafft,
die UN-Konvention gegen Korruption umzusetzen und zu ratifizieren, und
damit befindet sich unsere Interessendemokratie in Gesellschaft mit
Syrien, Sudan und Nordkorea.