29. März 2014
März 201429

Constantin Film

Wo bleiben der Shit Storm und die Boykottaufrufe, wenn man sie braucht? Constantin Film, also das deutsche Unternehmen, das die treibende Kraft hinter dem EuGH-Urteil ist, welches Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen ermöglicht (wie hier im Blog berichtet), will laut einem Golem-Bericht das Thema jetzt durch die deutschen Gerichte treiben, damit in Deutschland nicht nur theoretisch das Sperren möglich ist, sondern damit wir auch tatsächlich eine Zensur-Infrastruktur bekommen. Was sind das eigentlich für widerliche Parasiten? Das Gebaren solch eines Unternehmens erinnert mich an die Unterstützung Hitlers durch die deutsche Großindustrie: Man geht über Leichen, wenn es nur einem nutzt; Grundideen der freien Gesellschaft werden torpediert, weil man den Rachen einfach nicht vollkriegen kann.

27. März 2014
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Dies & Das

Also was ist de wahre Grund? Als Verschwörungstheoretiker kenne ich die Antwort: Nach dem Recht auf ein Bankkonto kommt die Pflicht, dann folgt die Abschaffung des Bargelds, und wir Bürger sind endgültig in den Klauen der Banken sowie des Überwachungs- und Enteignungsstaats.

Hier gibt es übrigens eine Übersicht über die verschiedenen Klagen gegen die Rundfunkabgabe.

27. März 2014

EU: Grundstein zur Internet-Zensur gelegt

Ja, was regen sich die Welt und insbesonders die Europäer über Erdoğan auf, weil er erst Twitter und jetzt YouTube sperrt. Und was macht der sogenannte Europäische Gerichtshof, dieses Pseudogericht und Rechtfertigungsinstrument der EU-Diktatoren? Er erlaubt im Prinzip genau das: Internet-Zugangsprovider können gezwungen werden, den Zugriff auf bestimmte Inhalte zu verhindern (weitere Quellen: Heise, Golem, Zeit).

Noch allerdings gibt es qualitative Unterschiede: Es geht nicht um politische Themen, nicht um (beschränkte) moralische Vorstellungen, nicht um Sex, Drogen und Pornographie, sondern »nur« um Urheberrechtsverletzungen, also um Schäden der Wirtschaft – das goldene Kalb der EU, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Auch wurden einige Hürden gesetzt – es dürfe keine Kollateralschäden geben, die Sperrmethode müsse verhältnismäßig sein. Die Höhen dieser Hürden liegen aber im Auge des Betrachters, oder besser, im Auge des Richters, der darüber zu entscheiden hat. Und hat erstmal ein Richter eine Sperrmethode für akzeptabel gefunden (vermutlich ohne Verstand der dahinterstehenden Technik) und alle nennenswerten Provider verpflichtet, diese einzuführen, ist die Zensurinfrastruktur da.

Es wird dann nur eine Frage von Wochen sein, bis die erzkonservativen Saubermänner die Fährte aufnehmen und sich von so einem Urteil in ihren Zensurphantasien beflügeln lassen, ob nun in den Bereichen Kinderpornographie, Antisemitismus, politischer und religiöser Extremismus (wie umfangreich der dann auch immer definiert wird), Kinder- und Jugendschutz (da gibt es zur Zeit ja auch wider neue Bemühungen, wie berichtet) bis hin zu Persönlichkeitsrechten von Promis und Politikern (wo wir dann wieder bei Erdoğan wären) und so weiter und so fort.

Die ganze Mühe, die die Verfechter des freien Internets in die Überzeugung der Politiker von dem Ansatz »Löschen statt Sperren«, der ja nicht nur bei Kinderpornographie Wirkung zeigt, gesteckt haben, ist also dahin. Was kann man machen? Vieles, z.B. das, was im verlinkten Artikel steht, auf die Demos gehen (z.B. am 12. April in Köln), nicht die CDU/CSU/SPD/FDP bei der EP-Wahl wählen, sondern besser Grüne/Piraten/AfD. Bringt es etwas? Eher nicht, aber mehr, als sich mit seinem Schicksal abzufinden.

23. März 2014
23

Dies & Das

20. März 2014
20

Dies & Das

Überwachung

Ernährung

Der Spiegel berichtet, daß viele Geflügelzüchter, speziell aber Wiesenhof und Rothkötter, aufgrund des Preiskampfes ihr Geflügel nur noch mit billigem Gen-Soja füttern wollen. Der zugehörige Verband argumentiert laut den Kritikern mit falschen Gründen – es gäbe auf dem Markt zu wenig gentechnikfreies Soja und dieses sei zudem zu stark mit Gen-Soja verunreinigt.

TTIP

Das Attac-Netzwerk hat eine Unterschriftenaktion gegen TTIP gestartet und dazu ein tolles Aufklärungsvideo produziert. Anschauen, mitmachen, verbreiten!

Der nicht zuordbare Rest…

18. März 2014
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Dies & Das

18. März 2014

Bundesverfassungsgericht billigt ESM

Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Europäischen Rettungsschirm (ESM) gebilligt, wie der Spiegel berichtet. Ohne Wenn und Aber. Ein schwarzer Tag für Deutschland. Und der endgültige Beweis, daß Voßkuhle auch nur noch auf dem Grundgesetz herumtrampelt und die Bürger entrechtet, genau wie unsere verbrämten Politiker. Hauptsache, wir dürfen für die EU schuften. Was mit unserem Geld geschieht, da sollen wir gefälligst unsere Klappe halten.

18. März 2014

Krim versus Deutschland

Bei aller Kritik an der Annektierung der Krim durch die Russen sollten wir eins bedenken: Die Krim-Bürger sind wenigstens gefragt worden, ob sie ihre Souveränität weitestgehend aufgeben wollen. Wir Deutsche sind im Gegensatz zu denen nämlich nicht gefragt worden bei der schrittweisen Bildung der Europäischen Union. Auch nicht indirekt über die Bundestagswahlen, wie manche behaupten – mangels Alternativlosigkeit: Bis auf für Demokraten unwählbare extremistische Parteien gab es keine Partei, die die EU nicht wollte, trotz erheblicher Vorbehalte in der Mehrheit der Bevölkerung, wie damalige Umfragen bezeugten. Den Mangel einer Ja-Nein-Abstimmung, wie es beim Krim-Referendum kritisiert wurde, gibt es bei uns daher genauso. Und mal ehrlich: Die EU ist in ihrem Verständnis über ihre eigene Demokratie und über den Entzug der Souveränität bei den Mitgliedsstaaten nicht besonders weit weg von dem System der Russischen Föderation. Die Salamitaktik und ständige Hirnwäsche der Politik über Jahrzehnte hinweg haben diese Tatsachen bloß erfolgreich verschleiert. Darüber sollten diejenigen, die jetzt ihre Klappe wieder besonders weit aufreißen, mal nachdenken.

16. März 2014
16

ドイツは、それ自体を廃止

Asigi Kikugawa, ein japanischer Journalist, der jahrelang in Deutschland als Korrespondent tätig war, hat ein Buch darüber geschrieben und in Japan veröffentlicht. Interessant ist, daß auch mal ein Außenstehender die Meinung des umstrittenen Herrn S. aus B. vertritt, aber das wird das Gutmenschentum in Deutschland auch nicht beeindrucken. Hier ist ein Interview mit dem Autor im japanischen Fernsehen zu sehen, mit deutschen Untertiteln. Wer sich das Video nicht anschauen will, aber dennoch wissen will, worum es geht, der lasse sich die Überschrift mal von Google ins Deutsche übersetzen (der kann das, schließlich hat er auch die Übersetzung ins Japanische geschafft).

12. März 2014
12

Überwachung, Überwachung, Überwachung