Wo bleiben der Shit Storm und die Boykottaufrufe, wenn man sie
braucht? Constantin Film, also das deutsche Unternehmen, das die
treibende Kraft hinter dem EuGH-Urteil ist, welches Internetsperren bei
Urheberrechtsverletzungen ermöglicht (wie hier im Blog berichtet), will laut einem Golem-Bericht das Thema jetzt durch die deutschen Gerichte treiben,
damit in Deutschland nicht nur theoretisch das Sperren möglich ist, sondern
damit wir auch tatsächlich eine Zensur-Infrastruktur bekommen. Was sind das
eigentlich für widerliche Parasiten? Das Gebaren solch eines Unternehmens
erinnert mich an die Unterstützung Hitlers durch die deutsche
Großindustrie: Man geht über Leichen, wenn es nur einem nutzt; Grundideen
der freien Gesellschaft werden torpediert, weil man den Rachen einfach
nicht vollkriegen kann.
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Focus berichtet: EU-Parlament beschließt Recht auf Bankkonto. Die Argumente dafür
sehen mehr nach Scheinargumenten aus. Eine Teilhabe am
wirtschaftlichen Leben kann eigentlich nur jemand haben, der auch
Geld hat, das er auf das Konto tun kann, oder? Und wer Geld hat, kommt
auch an ein Konto. Zudem soll es vorbezahlte Kreditkarten geben, mit dem
man im Internet auf Einkaufstour gehen kann. Und Bareinzahlungen gehen
doch auch noch.
Also was ist de wahre Grund? Als Verschwörungstheoretiker kenne ich die
Antwort: Nach dem Recht auf ein Bankkonto kommt die Pflicht, dann folgt die
Abschaffung des Bargelds, und wir Bürger sind endgültig in den Klauen der
Banken sowie des Überwachungs- und Enteignungsstaats.
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Jugendmedienschutz:
Alte
nutzlose Konzepte werden wieder aufgewärmt.
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Das Bundesverfassungsgericht, bislang starker Verfechter des als
unabhängig getarnten Staatsfernsehens, mußte nun doch aktiv werden, um
den Schein wiederherzustellen. Der Einfluß der Politik auf das ZDF
muß ein Quentchen reduziert werden, wie die Medien (u.a. Zeit) berichten. Daß das Gericht bloß den Schongang eingelegt
hat, denkt auch ein Journalist des Spiegels.
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Um den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk ging es auch vor einem anderen
Verfassungsgericht, nämlich dem bayerischen Verfassungsgerichtshof. Hier
ging es um die Frage, ob die Zwangs-Rundfunkabgabe verfassungswidrig ist.
Es war aber nur eine mündliche Verhandlung, das Urteil kommt
demnächst.
Hier gibt es übrigens eine Übersicht über die verschiedenen Klagen
gegen die Rundfunkabgabe.
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Es gibt eine Petition gegen die Sommerzeit. Meiner Meinung nach hat sich aber
der Initiator in dem Adressaten vertan. Soweit ich weiß, ist schon lange
nicht mehr die Bundesregierung/der Bundestag zuständig, sondern die EU,
die sich das Thema an sich gerissen hat.
Ja, was regen sich die Welt und insbesonders die Europäer über Erdoğan
auf, weil er erst Twitter und jetzt YouTube sperrt. Und was macht der
sogenannte Europäische Gerichtshof, dieses Pseudogericht und
Rechtfertigungsinstrument der EU-Diktatoren? Er erlaubt im Prinzip genau das: Internet-Zugangsprovider können
gezwungen werden, den Zugriff auf bestimmte Inhalte zu verhindern (weitere
Quellen: Heise, Golem, Zeit).
Noch allerdings gibt es qualitative Unterschiede: Es geht nicht um
politische Themen, nicht um (beschränkte) moralische Vorstellungen, nicht
um Sex, Drogen und Pornographie, sondern »nur« um
Urheberrechtsverletzungen, also um Schäden der Wirtschaft – das goldene
Kalb der EU, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Auch wurden einige
Hürden gesetzt – es dürfe keine Kollateralschäden geben, die Sperrmethode
müsse verhältnismäßig sein. Die Höhen dieser Hürden liegen aber im Auge des
Betrachters, oder besser, im Auge des Richters, der darüber zu entscheiden
hat. Und hat erstmal ein Richter eine Sperrmethode für akzeptabel gefunden
(vermutlich ohne Verstand der dahinterstehenden Technik) und alle
nennenswerten Provider verpflichtet, diese einzuführen, ist die
Zensurinfrastruktur da.
Es wird dann nur eine Frage von Wochen sein, bis die erzkonservativen
Saubermänner die Fährte aufnehmen und sich von so einem Urteil in ihren
Zensurphantasien beflügeln lassen, ob nun in den Bereichen
Kinderpornographie, Antisemitismus, politischer und religiöser Extremismus
(wie umfangreich der dann auch immer definiert wird), Kinder- und
Jugendschutz (da gibt es zur Zeit ja auch wider neue Bemühungen, wie
berichtet) bis hin zu Persönlichkeitsrechten von Promis und Politikern (wo
wir dann wieder bei Erdoğan wären) und so weiter und so fort.
Die ganze Mühe, die die Verfechter des freien Internets in die
Überzeugung der Politiker von dem Ansatz »Löschen statt Sperren«, der ja
nicht nur bei Kinderpornographie Wirkung zeigt, gesteckt haben, ist also
dahin. Was kann man machen? Vieles, z.B. das, was im verlinkten Artikel
steht, auf die Demos gehen (z.B. am 12. April in Köln), nicht die
CDU/CSU/SPD/FDP bei der EP-Wahl wählen, sondern besser Grüne/Piraten/AfD.
Bringt es etwas? Eher nicht, aber mehr, als sich mit seinem Schicksal
abzufinden.
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Die E-Mail-Provider Google, Microsoft, Yahoo und Apple schnüffeln regelmäßig in den
E-Mails ihrer Kunden. Das ist natürlich gaaanz was anderes,
als was die NSA treibt…
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Was haben wir bloß für ein Gschwerl an der Regierung: Die Twitter-Blockade in der Türkei ist für Merkel keine Zensur.
Ja bitte, was ist es dann? Wieder einmal ein Beispiel (leider nicht das
erste), daß auch für deutsche Politiker Rechte, insbesonders auch
Grundrechte, sehr dehnbar sind, wenn es politisch opportun ist. In diesem
Zusammenhang will ich noch einmal darauf hinweisen, daß bei uns erst gar
keine Filter-Infrastruktur entstehen darf, unter welchem Deckmäntelchen
auch immer! Sonst würde Merkel vielleicht genau wie Erdoğan »keine
Zensur« betreiben.
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Gegen die Dehnung der Grundrechte, u.a. auf informationelle
Selbstbestimmung, ins Unendliche geht es auch auf der nächsten Großdemo
gegen die Überwachung: #StopWatchingUs am 12. April 2014 in Köln. Ich hoffe, es
kommen ein paar mehr als zu den letzten Kölner Demos. Neben den jetzigen
guten Gründen, daran teilzunehmen, wird vermutlich am 8. April ein
weiterer hinzukommen: Dann wird das EuGH sein Urteil zur Vorratsdatenspeicherung bekanntgeben – und es sieht
eher schlecht aus.
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In was für einer Bananenrepublik wir leben, zeigt sich auch an dem
Gebaren des Bundeskriminalamts in der Edathy-Affäre. Selbst der erzkonservative Überwachungsfanatiker Bosbach glaubt nicht
mehr an den Verein und speziell nicht mehr an dessen Chef, der in
meinen Augen schon lange überfällige Ziercke.
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Die FAZ berichtet am Beispiel der EZB, wie sich die EU-Schergen gegenseitig
Privilegien, in diesem Fall Steuerprivilegien, zuschanzen.
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Nicht nur Schottland will selbständig werden, sondern auch Venetien hat die Schnauze voll von seinem Mutterstaat. Mal
schauen, wer sich in Deutschland als nächstes (nach Österreich – hehe)
separieren will. Wobei – können wir nicht auch Bundesländer proaktiv
herausschmeißen? Mir fallen da so notorische Geldschnorrer wie Berlin und
Bremen ein…
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Papst Franziskus greift die Mafia an wie nie ein Papst zuvor: »Ihr endet in der HÖLLE«. »Allein gegen die Mafia«
liegt da einem auf der Zunge, aber er hat ja seinen Gott zur
Unterstützung und auch eine Menge Italiener, die das Treiben langsam satt
haben. Der Artikel zeigt auch auf, wie die Kirche bislang von der Mafia
profitiert hat.
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Ein Medienwissenschaftler hat untersucht, wie durch unschöne
Verwicklungen von Journalisten in Schlüsselpositionen mit politischen
Organisationen die Gleichschaltung der Medien in Deutschland
funktioniert. Die
Nachdenkseiten und
Telepolis
berichten darüber.
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Wissenschaftlern ist es angeblich gelungen, rein aus DNA-Material die
Gesichtsform einer Person zu rekonstruieren. Der Bildvergleich ist schon
beeindruckend. NewScientist, via Slashdot.
Überwachung
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Die FAZ berichtet: Wie befürchtet, baut die Schweiz ihre
Vorratsdatenspeicherung aus und erleichtert zudem den Einsatz von
Trojanern auch bei kleineren Delikten wie Diebstahl und schwerer
Sachbeschädigung. Das Schlimme daran ist einerseits, daß die Schweiz
immer Sinnbild der Demokratie und Freiheit war, und andererseits, daß
dies ein weiterer Schritt in dem Teufelskreis ist, bei dem die Staaten
gegenseitig ihre Verschärfungen mit den Maßnahmen in den anderen Staaten
rechtfertigen, und somit die Tatsache aushebeln, daß es nur wenig bis gar
keine belastbaren Belege für die Nützlichkeit der Maßnahmen gibt.
Leider wird laut dem Artikel das Thema »Überwachung« in der Schweizer
Bevölkerung kaum wahrgenommen – das erschwert die Sensibilisierung und
Mobilisierung der Bevölkerung dagegen.
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Viele haben sich damals gewundert, daß in den Dementis der ganzen
Firmen wie Google, Facebook und Apple so betont wurde, man habe von
PRISM keine Ahnung, und es für einen rhetorischen Trick gehalten.
Sie hatten recht. Wie Heise.de und
andere berichten, hat ein Vertreter der NSA in einer Anhörung erklärt,
daß die Firmen sehr wohl wußten, daß die NSA ihre Server ausspioniert,
einzig der Name war nicht gefallen, da er bis zur Veröffentlichung nur
intern genutzt wurde. Altes Lückenpack.
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eCall schreitet voran. Noch
immer ist nicht klar, ob und wie groß die Überwachungmöglichkeiten sind,
da die aktualisierten technischen Anforderungen noch nicht vorliegen.
Ernährung
Der Spiegel berichtet, daß viele Geflügelzüchter, speziell aber
Wiesenhof und Rothkötter, aufgrund des Preiskampfes ihr Geflügel nur noch
mit billigem Gen-Soja füttern wollen. Der zugehörige Verband argumentiert
laut den Kritikern mit falschen Gründen – es gäbe auf dem Markt zu wenig
gentechnikfreies Soja und dieses sei zudem zu stark mit Gen-Soja
verunreinigt.
TTIP
Das Attac-Netzwerk hat eine Unterschriftenaktion gegen TTIP gestartet und dazu ein
tolles
Aufklärungsvideo produziert. Anschauen, mitmachen, verbreiten!
Der nicht zuordbare Rest…
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In der EU wird es wohl keine Netzneutralität geben. Stattdessen
zementiert der entsprechende EU-Parlamentsausschuß die
Zwei-Klassen-Internet-Gesellschaft: Pressemeldung Digitale Gesellschaft,
Heise.de. Wie es in der EU schon
Tradition ist, werden die Worte ausgehöhlt, sodaß am Ende zwar schöne
Begriffe drinstehen, sie aber praktisch keine Wirkung entfalten. Es
sollen sich in der Entschließung auch Hintertüren für mögliche
Netzsperren befinden.
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Datenschutz wird ja in der EU ganz groß geschrieben (obligatorischer
Witz: weil es ein Substantiv ist). Das EU-Parlament hat die Tage eine
Datenschutzreform beschlossen. Was
ich nur in dem Artikel vermisse, sind irgendwelche Aussagen, wie es um
den Datenschutz jenseits des privaten Sektors bestellt sein wird, also
inwieweit das für Behörden gelten wird. Meine Vermutung: GAR NICHT!
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Terror-Netzwerk NSA: Verschiedener Meldungen zufolge ist die NSA in der
Lage, sämtliche Telefongespräche eines Landes (also nicht nur
»Metadaten«) abzugreifen und 30 Tage zu speichern
(Heise.de, Spiegel Online, Zeit). Angeblich haben sie auch schon davon Gebrauch gemacht. Bei
welchem Staat, wurde verschwiegen – leider. Hoffentlich kommt es doch
noch heraus, die USA haben jeden außenpolitischen Skandal verdient.
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Google greift nach sog.
»Wearables«. Wer sich also noch mehr in die Klauen des Daten-Giganten
begeben will…
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Weil wir bei Google sind: Google
will das Ranking besser gegen Manipulationen schützen. Mittlerweile
lebt ja schon ein ganzer IT-Zweig von diesen großen und kleinen
Manipulationen, die sich hinter dem Euphemismus »Search Engine
Optimization« (SEO) verbergen. Da es da viele Versprechungen, aber nur
wenig Greifbares gibt und SEO mittlerweile den Status von Schlangenöl
besitzt, kann es eigentlich bei der Google-Aktion nur Gewinner geben (im
besten Fall der Benutzer).
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Golem.de berichtet: »Das BKA will in die Zukunft sehen«. Vielleicht sollte sie
erstmal lernen, die Suche nach Kinderpornographie zu beherrschen, statt
sie an private Unternehmen auszulagern, was manche als hochgradig
illegal betrachten.
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Was wirklich mit Flug MH370 passiert ist, ist noch völlig unklar. Die
Spekulationen schießen aus dem Boden. Die Huffington Post bringt sogar
einen Abschuß durch die US-amerikanischen Streitkräfte ins Spiel.
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Zum Hoeneß-Verfahren selbst ist bereits alles gesagt und geschrieben;
ein FAZ-Journalist zeigt in diesem Artikel auf, wie die Geschichte jetzt von einigen
Politikern instrumentalisiert wird.
Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Europäischen Rettungsschirm
(ESM) gebilligt, wie der Spiegel berichtet. Ohne Wenn und Aber. Ein schwarzer Tag für
Deutschland. Und der endgültige Beweis, daß Voßkuhle auch nur noch auf dem
Grundgesetz herumtrampelt und die Bürger entrechtet, genau wie unsere
verbrämten Politiker. Hauptsache, wir dürfen für die EU schuften. Was mit
unserem Geld geschieht, da sollen wir gefälligst unsere Klappe halten.
Bei aller Kritik an der Annektierung der Krim durch die Russen sollten
wir eins bedenken: Die Krim-Bürger sind wenigstens gefragt worden, ob sie
ihre Souveränität weitestgehend aufgeben wollen. Wir Deutsche sind im
Gegensatz zu denen nämlich nicht gefragt worden bei der schrittweisen
Bildung der Europäischen Union. Auch nicht indirekt über die
Bundestagswahlen, wie manche behaupten – mangels Alternativlosigkeit: Bis
auf für Demokraten unwählbare extremistische Parteien gab es keine Partei,
die die EU nicht wollte, trotz erheblicher Vorbehalte in der Mehrheit der
Bevölkerung, wie damalige Umfragen bezeugten. Den Mangel einer
Ja-Nein-Abstimmung, wie es beim Krim-Referendum kritisiert wurde, gibt es
bei uns daher genauso. Und mal ehrlich: Die EU ist in ihrem Verständnis
über ihre eigene Demokratie und über den Entzug der Souveränität bei den
Mitgliedsstaaten nicht besonders weit weg von dem System der Russischen
Föderation. Die Salamitaktik und ständige Hirnwäsche der Politik über
Jahrzehnte hinweg haben diese Tatsachen bloß erfolgreich verschleiert.
Darüber sollten diejenigen, die jetzt ihre Klappe wieder besonders weit
aufreißen, mal nachdenken.
Asigi Kikugawa, ein japanischer Journalist, der jahrelang in Deutschland
als Korrespondent tätig war, hat ein Buch darüber geschrieben und in Japan
veröffentlicht. Interessant ist, daß auch mal ein Außenstehender die
Meinung des umstrittenen Herrn S. aus B. vertritt, aber das wird das
Gutmenschentum in Deutschland auch nicht beeindrucken. Hier ist ein Interview mit dem Autor im japanischen Fernsehen zu
sehen, mit deutschen Untertiteln. Wer sich das Video nicht anschauen
will, aber dennoch wissen will, worum es geht, der lasse sich die
Überschrift mal von Google ins Deutsche übersetzen (der kann das,
schließlich hat er auch die Übersetzung ins Japanische geschafft).
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Reporter ohne Grenzen hat die amerikanischen und britischen
Geheimdienste NSA und GCHQ in die Liste der Organisationen aufgenommen,
die sie als »Feinde des Internets« betrachtet, wie
Heise.de berichtet. Nicht so
zaghaft, Leute: Mir fallen da gleich noch ein paar mehr ein,
insbesonders deutsche: CDU, CSU, SPD, BKA, BND.
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Wenn ich diesen Artikel lese,
dann fühle ich mich bestätigt, daß mein Begriff »Terror-Netzwerk NSA«
absolut richtig ist: Eigentlich müßte man den Begriff auf den ganzen
amerikanischen Staat ausdehnen, denn der duldet ja das offensichtlich. Es
geht in dem Artikel um die automatisierte Infiltration und Steuerung von
Millionen von Rechnern und Netzwerken. Vielleicht sind ja die ganzen
Bot-Netze von der NSA, und die spammen nur zur Tarnung herum.
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Die Schweizer Demokratie ist eine bessere als die unsrige. Das heißt
aber nicht, daß deren Politiker auch nur einen Deut besser wären als die
deutschen. Sehen kann man das zur Zeit an dem
Gesetzgebungsverfahren, mit dem die
dortige Vorratsdatenspeicherung von 6 Monate auf ein Jahr verlängert
werden soll. Es wird dabei genauso mit falschen Beispielen gelogen
wie bei uns – die Verlängerung sei wegen sonst nicht aufklärbarer
Verbrechen notwendig. Der Schweizer Datenschützer kennt aber kein
einziges Verbrechen, das wegen der aktuellen 6-Monats-Frist nicht
aufgeklärt wurde. Leider befürworten das alle vertretenen Parteien,
deshalb wird es wohl schwierig, ein Volksentscheid zu initiieren. Aber
ich drücke die Daumen.
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Es ist traurig zu sehen, daß bei manchen Firmen die
Überwachungsproblematik noch nicht angekommen ist. In dem verzweifelten
Versuch, sich neue Märkte zu erschließen, präsentiert die
Telekotz-Tochter T-Systems ein System, mit dem man in Alt-PKWs die
Orwell-Überwachung nachrüsten
kann. Die können wohl auf eCall nicht warten, oder?
T-Systems schafft hier Lösungen für Probleme, die gar nicht existieren.
Das System soll Telemetrie-Daten des Fahrzeugs zum Händler übertragen,
damit der dann je nach Abnutzung Wartungen vorschlagen kann.
Hallo? Sind nach dem Jahr 2000 noch Autos auf den Markt gekommen,
die zwar mit Elektronik vollgestopft sind (wie sie auch für das System
benötigt wird), aber noch keine Wartungsanzeige im Cockpit haben, die
genau das tun? Was soll die Lösung mehr können und wie die
Nachteile aufwiegen, angefangen von der kontinuierlichen Überwachung
(inklusive der Position, denn die Daten gehen ja schließlich wieder
über’s Mobilfunknetz) bis hin zu nervenden Händlern, die einen dann noch
mehr belatschen und mit Werbung zumüllen?
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Auch wenn es mit Tim Berners-Lee ein bekannter Kopf sagt, und er ist
wahrlich nicht der erste: Der Ruf nach einer »Magna Carta des Internets« wird wohl bei den Politikern soviel
Eindruck hinterlassen wie eine fallende Vogelfeder auf einem
Diamanten.
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Der CIA-Skandal weitet sich aus: Zwei Berichte von
Heise.de und der Süddeutschen Zeitung.
Fefe hat ein
Snowden-Interview des amerikanischen Fernsehsenders NBCnews ausgegraben,
in dem dieser den Skandal als »Merkel-Effekt« bezeichnete. Hintergrund
ist, daß die Senatorin Dianne Feinstein bislang eine Verfechterin der
Spitzelei der Geheimdienste war. Nur, weil es sie jetzt – wie damals
Merkel – plötzlich selber trifft, ist das für sie ein ungeheuerlicher
Skandal…
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Und wenn mal Überwachung sinnvoll ist, dann wird sie abgeschafft.
Diesmal geht es aber nicht um die Überwachung der Bürger, sondern um die
der Politiker. Bislang konnte sich jeder, insbesonders die Presse, vom
Bundesrechnungshof mittels des Informationsfreiheitsgesetzes Zugang zu
den Akten verschaffen, also damit auch feststellen, was der Rechnungshof
so moniert. Wie die Zeit und ein Stern-Reporter in seinem Blog (via Fefe) berichten, ist jetzt
aufgefallen, daß der Bundestag Mitte Juni 2013 (also in der letzten
Legislatur-Periode) klammheimlich, mitten in der Nacht, in 56
Sekunden, per Gesetzesänderung dem ein Riegel vorgeschoben hat. Das
erinnert doch stark an die skandalöse Verabschiedung des Meldegesetzes während der Fußball-EM
2012. Die Entscheidung wurde übrigens von allen Parteien, auch den
Grünen und den Linken, mitgetragen.