2. Juni 2015
Juni 201502

Überwachung, weltweit

Man kann sich fragen, ob die Politiker weltweit sich Mittel in die Hand geben wollen, um ihre Macht, ihre »freizügige« Interpretation der Demokratie aufrecht zu erhalten, oder ob es bloß unendliche (dumme) Technikgläubigkeit und Blauäugigkeit ist, wie Sascha Lobo in seiner Spiegel-Kolumne schreibt. Fakt ist aber, daß wir alle wegen aberwitziger Versprechen in unserer Freiheit, in unseren Grundrechten beschnitten werden, daß wir früher oder später bei uns die Schere im Kopf ansetzen, und uns vieles nicht mehr sagen und tun trauen, was eigentlich in einem freien Land selbstverständlich möglich sein sollte.

Vorratsdatenspeicherung reloaded, Teil II

Jegliche Kritik ignorierend, als wäre sie nie ausgesprochen oder niedergeschrieben worden, hat das Bundeskabinett den Entwurf von Justizminister Maas durchgewunken, ganz gemäß dem vorher durchgesickerten Zeitplans für das Durchprügeln der VDS durch’s Parlament.

Weiteres in Deutschland

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Frankreich

30. Mai 2015
Mai 201530

Das geht mir auf die Nerven!

Seitdem die Ir(r)en in einer Volksabstimmung für die Homo-Ehe gestimmt haben, wittern die Proponenten in Deutschland ihre Chance und haben eine unvergleichliche Medienkampangne losgetreten. Dabei wird jeder, der nicht in einer Millisekunde auf dem Homo-Ehen-Zug springt, als homophob, intolerant und rückständig bezeichnet und ausgegrenzt (ich will ja nicht Godwin’s Law in Gang setzen, sonst würde ich das mit einer überschäumenden Begeisterung vor 80-90 Jahren vergleichen…). Das Recht, eine nicht umfassend zustimmende Meinung zur Homo-Ehe und zur Homosexualität im allgemeinen zu haben, wird zunehmend verweigert. Eine Minderheit aus wohl 5% versucht auf schamlose und aggressive Weise, der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen. Und wie die Moslems fordern sie Toleranz, praktizieren sie aber selber nicht. Das geht mir gewaltig auf die Nerven.

Selbst konservative Blätter reihen sich in den Reigen ein, wie zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dort wird doch allen Ernstes die Homo-Ehe damit begründet, daß die »Natur es bunt mag«. Es ist wohl so, daß auch bei Tieren Homosexualität vorkommt. Aber dort schlägt nun mal Darwin in vollem Umfang zu – sie vererbt sich nicht und wird so von der Natur nicht gefördert. Zudem wird das übliche Cherry-Picking betrieben – der Vergleich mit der Natur hinkt gewaltig. Es gibt Spinnenarten, bei denen das Weibchen nach dem Akt das Männchen tötet und auffrißt. Ein Löwenmännchen zwingt bisweilen ein Weibchen zur Partnerschaft und tötet zudem den Nachwuchs des vertriebenen Vorgängers. Auch Prostitution, Vergewaltigungen und Inzucht werden im Tierreich beobachtet. Folgt man der Logik der Autorin, müßte man das alles legalisieren.

Und nicht nur im Tierreich gibt es andere soziale Gemeinschaften. Mir ist aufgefallen, daß ich noch kein Argument für die Homo-Ehe gehört habe, das nicht gleichzeitig auf Polygamie zutrifft. Wenn es angeblich unproblematisch sein soll, daß zwei Männer oder zwei Frauen zusammenleben und Kinder großziehen, warum nicht auch eine Gruppe von Frauen und/oder Männern? Und es ist ja nicht so, daß Polygamie ein theoretisches Konstrukt ist, sondern es wurde und wird praktiziert. Mich würde (ernsthaft!) mal die Position der Proponenten dazu interessieren – das könnte entlarvend werden!

Nebenbei, unabhängig von der Frage, ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften juristisch völlig der Partnerschaft zwischen einer Frau und einem Mann gleichgestellt werden soll, sehe ich den Begriff »Ehe« nun einfach per definitionem als letzeres und seit tausenden von Jahren im Gebrauch. Und ich sehe keine Notwendigkeit, diese Definition zu ändern.

25. Mai 2015
25

Vorratsdatenspeicherung reloaded

Inzwischen ist der Referentenentwurf für die neue Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht worden – nicht von der Bundesregierung, sondern von Netzpolitik, zusammen mit einem Aufruf, aktiv gegen die Gesetzesinitiative zu werden. Die Autoren im Justizministerium haben sich einen neuen Euphemismus für die VDS ausgedacht: »Höchstspeicherfrist« !!! Da könnte man denken, das definiere eine maximale Speicherdauer für die Verkehrsdaten, und dem Gesetz sei Genüge getan, wenn der Provider überhaupt nichts speichern würde. Dem ist natürlich nicht so.

Neben dem, was Maas und Maizière vorher schon schemenhaft angekündigt hatten, manifestieren sich im Entwurf auch die im Vorfeld aufgedeckten geheimen Absprachen zwischen Justiz- und Innenministerium um den vereinfachten Zugriff auf die Bestandsdaten ohne richterliche Kontrolle. Eine schäbige Lügnerei ohne Ende schon im Verfahren selbst – das ist offenbar die Demokratie und Ehrlichkeit, wie die heutigen Politiker sie verstehen.

Außerdem enthält der Gesetzenwurf im Huckepack Regelungen zur (verschärften) Strafbarkeit der sogenannten Datenhehlerei, obwohl das Thema mit der Vorratsdatenspeicherung absolut rein garnichts zu tun hat – eine in den USA beliebte, aber dort genauso undemokratische Methode nimmt also Einzug in das deutsche Gesetzgebungsverfahren. Es darf natürlich in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, daß das Gesetz den Behörden eine großzügige Carte blanche mit wachsweichen Regelungen ausstellt, und damit z.B. der Aufkauf von gestohlenen Bankkontendaten zur Ermittlung von Steuersündern völlig legal wird.

Ein weiteres Thema ist, daß die Gesetzgebung durch’s Parlament gejagt werden soll – wegen angeblicher Eilbedürftigkeit. Tatsächlich soll das Gesetz laut Patrick Breyer (s.u.) aber erst 2017 in Kraft treten. Die Eilbedürftigkeit ist also (scheinbar) überhaupt nicht gegeben. Tatsächlich ist das aber ein doppelter Trick: Einerseits will man den Kritikern in den eigenen Reihen (speziell in der SPD) und in der Zivilgesellschaft während der Gesetzgebung sowenig Zeit wie möglich geben, den Widerstand zu organisieren. Andererseits ist der Termin 2017 mit Bedacht gewählt, um das Gesetz nach der Verabschiedung zu schützen. Der gemeine Bürger hat nämlich nur ein Jahr lang die Möglichkeit, vor dem Bundesverfassungsgericht direkt gegen ein Gesetz zu klagen, ohne die Instanzen durchlaufen zu müssen. Dazu muß er aber gleichzeitig noch von dem Gesetz betroffen sein. Wenn das Gesetz jedoch noch nicht in Kraft ist, dann ist er per definitionem aber eben (noch) nicht betroffen. Und bis 2017 sind es – potzblitz – noch eineinhalb Jahre… Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bekomme ich das Kotzen über diese Zwangsdemokraten von der CDU, CSU und SPD!

Nun zu den Links:

Meldungen

(Juristische) Analysen

Sonstiges

Auf der positiven Seite ist aber zu vermelden, daß der Demozug durch belebte Straßen ging, sodaß unsere Rufe nicht ungehört in den samstäglich unbelebten Behörden- und Bürovierteln verhallten wie letztens in Berlin. Zudem war neben Padeluun auch Patrick Breyer anwesend, der damals für den AK Vorrat die Verfassungsbeschwerde gegen die erste Vorratsdatenspeicherung mitverfaßte und sie damit zu Fall brachte. In seiner Rede erzählte er von dem 2017-Problem (siehe oben). Er war aber zuversichtlich, auch dafür eine Lösung zu finden. Daneben haben – soweit ich weiß – auch die Grünen und die Linken angekündigt, vor dem BVerfG gegen die neue VDS zu klagen. Für sie als Fraktion bzw. Abgeordnete gilt m.W. nicht die Voraussetzung der persönlichen Betroffenheit, somit sollte für sie die Taktik der Groko unerheblich sein.

22. Mai 2015
22

Murphy’s Law

Frei nach Murphy’s Law: Ein System macht immer dann Probleme, wenn es für die nächste Zeit unerreichbar ist. So diesmal mein DSL-Router in Zusammenarbeit mit meinem Provider. Nach den üblichen 24 Stunden ist die Verbindung nicht richtig unterbrochen und neu aufgesetzt worden, sodaß dieser Blog und andere auf dem gleichen System laufenden Webseiten nicht mehr erreichbar waren, wobei mir letzteres aus bestimmten Gründen besonders leid tut.

Aufgrund des Vorfalls konnte ich in den letzten 10 Tagen auch nicht meine immer länger werdende Link-Liste zur VDS und anderen Themen in Blog-Einträge umwandeln. Das werde ich aber noch nachholen, auch wenn manches dann doch schon bißchen veraltet ist.

28. April 2015
April 201528

Dies & Das

eCall

Vorratsdatenspeicherung

BND-Skandal

22. April 2015
22

Dies & Das

Überwachung und Vorratsdatenspeicherung

Frankreich

Leider dreht es sich heute schon wieder hauptsächlich um Überwachung. Bevor ich zur Vorratsdatenspeicherung komme, will ich erst noch über die Pläne in Frankreich berichten, wie ich bei meinem letzten Beitrag schon angekündigt hatte.

Frankreich ist also dabei, ein scharfes Abhörgesetz zu verabschieden, das praktisch eine Totalüberwachung aller Bürger erlaubt. Liberté – adé – Frankreich kann das bald aus seinem Motto streichen! Zwar sollen bestimmte Bedingungen an die Erlaubnis geknüpft werden, die sind aber so umfänglich und niedrig, daß sie praktisch permanent als erfüllt deklariert werden können. Die Abhörerei soll zudem ohne echte juristische oder parlamentarische Kontrolle erfolgen. Die französische Bürgerrechtsorganisation »La Quadrature du Net« fordert zum Handeln und Widerstand auf (weiterer Bericht bei Golem).

Ich möchte an dieser Stelle auf zwei Punkte hinweisen: In Frankreich sind die Sozialisten am Ruder, genau wie bei uns gilt dort: Links blinken, rechts überholen. Zweitens sollte uns klar werden, daß die Überwachungsfanatiker in Deutschland nach der Vorratsdatenspeicherung (wenn sie die VDS am BVerfG vorbeibringen sollten) auch nicht aufhören werden. Irgendeinen mörderischen Moslem, Piloten, Lokführer, Busfahrer oder einen weiteren Edathy werden die schon aus der Tasche hervorzaubern.

Vorratsdatenspeicherung in Deutschland

Und noch mehr Überwachung

Sonstiges

15. April 2015
15

Maas-los

Maßlos ist die Vorratsdatenspeicherung, weil sie jeden unter Generalverdacht stellt, ohne wenn und aber, und uns die Freiheit nimmt, unbekümmert zu kommunizieren. Egal, wie kurz oder lang die Daten gespeichert werden.

Das hindert SPD-Vorzeige-Umfaller (und Arschkriecher, siehe Zeit-Hintergrundinformation unten) Heiko Maas (Bild aus Twitter) nicht, die Vorratsdatenspeicherung auf Geheiß seines Parteichefs und Oberpflaume (nicht nur wegen seiner Kopf- und Körperform) Sigmar Gabriel weiterzutreiben. Bei der Recherche ist mir dieser SPD-Song von Marc-Uwe-Kling in die Hände gefallen, paßt schön.

Heute hat er die mit Mielke-Nachfolger Thomas DeMaizière abgesprochenen Eckpunkte verkündet, sie stünden felsenfest (wollte wohl nicht das »Alternativlos« der großen Staatsratsvorsitzenden nutzen). Das ganze soll auch noch möglichst schnell durch den Bundestag geprügelt werden. Ach, und das Ganze heißt jetzt »Höchstspeicherfrist« (nee, damit wird er in der Presse nicht mehr durchkommen).

Meldungen mit Details u.a. bei Netzpolitik, Heise, Golem, Spiegel, Süddeutsche Zeitung und FAZ.

Dazu gibt es noch ein paar Hintergrundinformationen:

Die ersten Kommentare sind auch schon da:

Laut Netzpolitik.org hat das Staatsfernsehen mal wieder seinen Chef-Propagandisten Reinald Becker von der Leine gelassen. Die Schönfärberei muß wohl haarsträubend sein.

Die ersten Kritiker haben den neuen Vorstoß schon als verfassungswidrig eingestuft, und die Oppositionsparteien (inklusive der außerparlamentarischen) haben auch schon Verfassungsklagen angekündigt. Eine detailliertere Bewertung wird es vermutlich von den Bürgerrechtsorganisationen, u.a. AK-Vorrat geben, speziell sobald die Eckpunkte in ein konkretes Gesetz gegossen worden sind.

Ich kann nur jedem empfehlen, auf irgendeine Weise sich gegen die Vorratsdatenspeicherung einzubringen, denn es ist nur der Anfang (Frankreich ist dabei, den nächsten großen Schritt in Richtung 1984 zu gehen, ich berichte demnächst). Entweder Briefe/E-Mails schreiben, wie Sascha Lobo vorschlägt, auf Demos gehen oder Geld an die Aktivisten spenden.

12. April 2015
12

Dies & Das

Sorry, irgendwie bin ich über Ostern nicht zum Schreiben gekommen. Am fehlenden Material lag es nicht, die Welt ist nicht plötzlich besser geworden…

TTIP

In den letzten Tagen gab es wieder vermehrt Meldungen zu TTIP und auch zu der pazifischen Variante TTP. Bei den meisten dreht es sich wie bisher um die Schiedsgerichte. Brandneu ist jedoch die Meldung, daß der eh schon mickrige Wachstumseffekt von TTIP noch geringer ausfällt. (ich kann dieses blöde Geschwafel um »Wachstum« sowieso nicht mehr hören – die Wirtschaft muß endlich lernen, ohne Wachstum auszukommen. Die Natur hat es auch nur deshalb geschafft, Milliarden Jahre zu überdauern, weil auch sie zwar Wachstum liebt, aber nicht darauf angewiesen ist.)

Überwachung

Sonstiges

29. März 2015
März 201529

Dies & Das

Maut

Die Maut ist beschlossen, CDU und CSU stimmten zu 100% dazu, nur bei der SPD gab es 11 Neinstimmen und 6 Enthaltungen (Linke und Grüne haben natürlich dagegengestimmt). Bei der SPD gab es Leute, die sich im Parlament vorne hingestellt haben und gesagt haben, daß sie die Maut für totalen Quatsch halten, aber aus Koalitionstreue mit »ja« stimmen würden. Ein öffentlicher, disqualifizierender Tritt in den Hintern des Artikels 38, Absatz 1, Satz 2 des Grundgesetzes…

Überwachung

Lügenpresse

Zwei Artikel sind letztens erschienen, die sich mit dem Thema »Lügenpresse« auseinandersetzen, einmal in der Neuen Züricher Zeitung (via Fefe) und im Spiegel. Letzteres ist in Form einer »Multimedia-Kollage« (mir fällt da kein besserer Begriff ein).

SPD

Rechtschreibung

Auch wenn ich es manchmal selber nicht schaffe, meinen Ansprüchen an die Rechtschreibung gerecht zu werden (und mich so dem Hohn und Spott meiner Leser aussetze), fühle ich mich zum Glück weit entfernt von den durchschnittlichen Rechtschreibkünsten im Internet. Daß dies in den zukünftigen Generationen alles noch viel schlimmer wird, davon berichteten die Medien in den letzten Wochen. Schuld sind die Zustände an den Schulen und bei der Lehrerausbildung an den Universitäten, wie die folgenden Artikel aufzeigen:

Sonstiges

24. März 2015
24

Dies & Das

Die SPD ist die neue FDP

(Links zu den entsprechenden Themen folgen weiter unten)

Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit der Vorratsdatenspeicherung. SPD-Justizminister Maas hat jetzt auf Druck von Dumpfbacke Gabriel eine 180°-Wende in Sachen Vorratsdatenspeicherung vollzogen. Der hat halt nicht das Rückgrat von seiner Vorgängerin Leutheusser-Schnarrenberger, eine der wenigen Lichtblicke der FDP in den letzten Jahr(zehnt)en, sondern ist ein gewöhnlicher SPD-Umfaller und -Verräter wie seine Genossen. Oberverräter Gabriel erklärt seine VDS-Unterstützung damit, daß er das Feld nicht den CDU-Hardlinern überlassen wolle. Was ist das eigentlich für eine dämliche Begründung? Wie damals bei von der Leyens »Kinderpornofilter«, dem die SPD zugestimmt hatte. Politische Überzeugung, Argumente, Verstand, Rechtsprechung (BVerfG, EuGH), Grundgesetz – alles unnötiger Ballast, der Gabriel nur dabei stört, die SPD zur Blockpartei der CDU/CSU zu machen.

Das Gabriel- und SPD-Prinzip ist dabei immer gleich und heißt Kosmetik: Am Anfang wird sich massiv über ein Vorhaben der CDU und/oder CSU beschwert. Nein, man könne da nie und nimmer zustimmen. Dann hört man eine Zeitlang nichts, das Thema verschwindet erstmal in den Schubladen. Später heißt es, die SPD sehe großen Änderungsbedarf für eine Zustimmung. Es wird dann »mächtig« verhandelt. Am Ende kommen jedoch nur ein paar kleine kosmetische Änderungen ohne wirkliche Bedeutung heraus, die aber medial aufgebläht werden, und die prozentuale Zustimmung der SPD-Abgeordneten im Bundestag überschreitet bei der Abstimmung sogar die der CDU/CSU. Wie es sich halt für eine brave Blockpartei gehört.

Aktuell kann man das an zwei Themen sehen: TTIP und Ausländer-Maut. Bei TTIP gibt es massiven Protest in der Bevölkerung, und was kommt von Gabriel: Ein paar Versprechen (oder Versprecher…), aber nichts greifbares. Kosmetik halt zum Übertünchen, mögen sich die blöden Bürger damit zufriedengeben.

Ähnlich mit der Ausländermaut: Was ein Tamtam der SPD, als »Doofbrindt« im Herbst letzten Jahres seine Maut vorgestellt hatte. Anfang März haben sich dann gerade noch 14 SPD-Abgeordnete dagegen ausgesprochen, vermutlich schon unter Argusaugen der SPD-Führung, aber auf jeden Fall ohne große Unterstützung. Letzte Woche hat die SPD noch Änderungen an den (thematisch ziemlich belanglosen) Preisen für die von Ausländern zu kaufenden Vignetten und am Datenschutz gefordert, wobei in den jüngsten Meldungen von letzterem auch nichts mehr zu hören ist. Und am nächsten Freitag (27.3.), ein Tag später als von CDU/CSU gewünscht, wird die SPD die Maut mit marginalen Änderungen durchwinken.

Aber das Konzept der SPD geht nicht auf, sie verharrt bei 25%. Die potentiellen SPD-Wähler sind nicht so dumm, wie die SPD sie gerne hätte (könnten aber auch schlauer sein, wie die Ex-FDP-Wähler). Zudem verzeihen sie der SPD immer noch nicht Schröders Verrat durch die Hartz-IV-Gesetzgebung und die anderen Schweinereien wie die sinnlose Riester-Rente oder das ganze Gazprom-Thema.

Die Situation der SPD wird in vier Artikeln bei der Süddeutschen Zeitung, beim Spiegel, bei der Welt und bei Telepolis analysiert.

Vorratsdatenspeicherung

Überwachung allgemein

Sonstige Netzpolitik

Maut

TTIP

Gentechnik

Sonstiges