Nein, ich meine natürlich nicht, nicht zur Wahl zu gehen. Solange die
Wahl als solche eine echte ist, sollte man wählen gehen. Auch wenn man –
wie ich – die Organisation dahinter ablehnt. Da in den allermeisten
Wahlverfahren die Nichtwähler nicht berücksichtigt werden (außer evtl. für
ein notwendiges Quorum), gilt: Wer nicht wählt, stimmt nicht dagegen,
sondern unterstützt den Wahlsieger.
Was ich meine: Bitte nicht CDU, CSU oder SPD wählen!
Denn wer CDU/CSU wählt, der sollte wissen, für was sie stehen:
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genmanipulierte Nahrungsmittel
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Transatlantisches Handelsabkommen TTIP und weiteren ähnlichen Abkommen,
die uns amerikanischen Fraß und andere niedrige Standards bringen, massiv
die Handlungsfreiheit unserer Demokratie einschränken, und der
Großindustrie erlaubt, uns Bürger durch Klagen wegen Gewinnverluste durch
Gesetze – z.B. für Umwelt- oder Gesundheitsschutz – Milliarden Euro aus
der Tasche zu ziehen.
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Überwachung: Vorratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft,
Funkzellenabfragen usw. von nationalen Behörden (Polizei, Geheimdienste)
bis hin zur freiwillige Kooperation mit/Kapitulation vor fremden Mächten
(USA, Snowden-Affäre)
-
Kein Verständnis für die heutige Kommunikation (»Neuland«)
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Demokratieverweigerung: Es gibt wohl keine andere Partei, die sich so
gegen Volksbefragungen und Volksentscheide auf Bundesebene wehrt, die die
Bürger bei allen wichtigen Entscheidungen, gerade auch bezüglich der EU,
außen vor gelassen hat und auch weiterhin will. Die CDU/CSU ist zudem ein
bekannter vehementer Verfechter des verfassungsmäßig illegalen
Fraktionszwangs, welches die Demokratie im Bundestag massiv behindert.
Ähnlich versucht die CDU/CSU auf der EU-Ebene, den Bundestag und das
EU-Parlament herauszuhalten.
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Rechtsstaatsverweigerung: Kaum eine Partei hat soviele
verfassungswidrige Gesetze verabschiedet wie die CDU/CSU. Die CDU/CSU
versucht zur Zeit, die Gewaltenteilung zu verschieben, indem sie das
Bundesverfassungsgericht noch weiter entmachten will (durch die
EU-Gesetze im GG ist schon ziemlich entmachtet worden).
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Katastrophale Geldpolitik in Deutschland und auf EU-Ebene
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Kriegstreiberei, ob in Afghanistan oder jetzt neu in der Ukraine
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Souveränitätsabgabe an die EU: Nach Willen der CDU/CSU soll die EU
immer mehr Einfluß bekommen. Der Bundestag wird nur noch ein machtloser
Abnickverein von Vorschriften, die von der EU kommen.
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keine Bürgerrechte: sofern nicht weiter oben schon näher ausgeführt,
sind der CDU/CSU gänzlich egal
Und wer die SPD wählt, der bekommt:
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all das von der CDU/CSU, wenn vielleicht auch etwas abgeschwächt, denn
die SPD hat keine wirklichen eigenen Positionen mehr
-
dafür finanzpolitisch noch ein größerer Griff ins Klo: Die SPD würde
Draghi alles erlauben – Stichwort Eurobonds. Sozialisten konnten noch nie
mit Geld umgehen.
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Die SPD ist die Verräterpartei: das, was sie Dir heute
verspricht, hält sie morgen schon nicht mehr.
Die Grünen sind übrigens auch nicht wesentlich besser, ich wollte jetzt
aber für die nicht eine explizite Nichtwahl-Empfehlung abgeben. Sie würden
am liebsten die Bundesrepublik auflösen und sich ganz in die Arme der EU
ergeben – etwas, was wohl keine andere Partei in irgendeinem EU-Land will,
nebenbei bemerkt. Wenigstens bei der Gentechnik und Bürgerrechten haben sie
ein bißchen mehr zu bieten.
Wohl in der Angst, die EU-kritischen Parteien könnten Unruhe in das
wohlige Geflecht aus Geben und Nehmen zwischen den Medien und etablierten
Parteien bringen, wird hier und da die Propaganda-Maschinerie nochmal auf
Hochtouren gebracht.
So zum Beispiel beim Stern. Der bemüht sich zu erklären, daß die bösen Vorschriften doch gar nicht von der EU kämen. Das
stimmt natürlich hinten und vorne nicht! Es mag zwar sein, daß das total
bescheuerte Glühlampenverbot von dem dicken Gabriel der EU vorgeschlagen
wurde, nachdem er das von den auf dem Kopf stehenden Australiern abgeschaut
hatte (ein Grund mehr, nicht die SPD zu wählen), oder daß die
Gurkenverordnung von der Industrie gewünscht wurde. Dadurch aber, daß die
EU das aber mit Mehrheiten beschlossen und umgesetzt hat, muß sie sich
diesen Mist anrechnen lassen. Von wem dann die Idee ursprünglich stammte,
ist letztendlich völlig egal!
Und daß das Ölkännchenverbot nicht gekommen ist, ist ja kein Verdienst
des Europaparlaments, denn ohne den massiven öffentlichen Druck dagegen
hätten sie es natürlich durchgewinkt. Ebenso muß sie die wahnsinnige
Regelungswut anrechnen lassen. Wieviel millionstel Prozent des
Gesamtverbrauchs an Energie werden denn durch das neue Verbot von
Kaffeemaschinen, die die Warmhaltefunktion nicht zeitlich beschränken,
gespart? Hat die EU für diesen Beschluß nicht selber schon mehr Energie
verbraucht, als damit in tausend Jahren eingespart wird?
Auch die FAZ macht bei dem Spielchen mit. In einem langen Artikel versucht sie zu erklären, wie die EU-Bürokratie
funktioniert, wie toll sie doch ist und mit welch schwierigen Problemen sie
zu kämpfen habe. Zum Abschluß folgt dann noch die Aussage, daß mit der Wahl
von EU-kritischen Parteien ja alles noch viel schlimmer werde. Mir kommen
die Tränen!
Natürlich wollen die Politiker sich selber und ihren Brötchengeber auch
noch ins rechte Licht rücken. So zum Beispiel der EU-Handelskommissar Karel
De Gucht, der seitens der EU die TTIP-Verhandlungen leitet. In der
Zeit heuchelt er herum und versucht, Nebelkerzen zu werfen.
Ebenso will Merkel noch schnell in der rechten Ecke auf Stimmenfang gehen
und macht den Seehofer nach.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch weiterhin kritische Artikel. So
beleuchtet der Focus, wie sich der Sozialisten-Kandidat Schulz sich die Taschen vollstopft.
Ein weiterer Artikel des Focus bespricht ein Buch mit dem Titel »Grüne Lügen«, das sich mit der Umweltpolitik der Grünen
beschäftigt. Die These ist, daß die Grünen aus parteitaktischen Gründen die
falschen Ziele verfolgen und damit der Umwelt mehr schaden als helfen. Zwar
hat der Artikel nichts mit der EU als solches zu tun, erscheint aber
bestimmt nicht zufällig jetzt gerade.
Der von mir nicht sonderlich geliebte Jan Fleischhauer hinterfragt im
Spiegel, was das noch viel mit Demokratie zu tun hat, wenn Juncker
und Schulz mehr oder weniger die gleichen Positionen vertreten. Nun ja, wir
Deutsche kennen das ja schon mit CDU und SPD im allgemeinen und bezüglich
EU-Politik gibt es seit Jahrzehnten schon das Kartell aus CDU, CSU, SPD,
FDP und Grünen. Also alles nichts neues.
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Lächerlich #1: Das US-amerikanische Justizministerium klagt fünf
chinesische Hacker wegen Wirtschaftspionage an, wie der Spiegel und die FAZ berichten. Nein, das sind keine »freiberuflichen« Hacker, die
das vom amerikanischen Territorium aus gemacht haben, und derer die
Amerikaner habhaft sind, sondern Personen, die vorgeblich bei
chinesischen Geheimdiensten in China ihren Spionagetätigkeiten nachgehen
– also solche, wie es sie entsprechend bei den amerikanischen
Geheimdiensten zu tausenden geben wird. Das ganze hat ein Geschmäckle
nach dem Haltet-den-Dieb-Prinzip, um von dem eigenen Dreck am
Stecken abzulenken.
Ich weiß nicht, ob diese Rechnung aufgehen wird. Vielleicht entwickelt
sich das zum Bumerang: China könnte sich genötigt fühlen, ihrerseits ein
bißchen aus dem Nähkästchen zu plaudern, oder auch ein paar Amerikaner
anklagen, damit sie selbst in der Weltöffentlichkeit nicht so schlecht
dastehen, wie es die Amerikaner gerne hätten. Denn eins geht klar aus den
Snowden-Dokumenten hervor: Die USA haben massiv Administration und
Wirtschaftsunternehmen in China infiltriert.
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Lächerlich #2: Wen wollen die Politiker und Chefs der
Geheimdienste mit ihrem Geschwafel noch beeindrucken?
Verfassungsschutzchef Maaßen
kritisiert das Ausspionieren Deutschlands durch die USA, will aber mit
ihnen weiter zusammenarbeiten. Diese kognitive Dissonanz ist doch nur
noch hochnotpeinlich und demonstriert, wie inkompetent sie sind und wie
sehr sie unter der Knute der Amerikaner stehen.
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Lächerlich #3: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, kurz FAZ,
demontiert sich gerade selber als seriöse Zeitung. Selbst dem dümmsten
Leser – geschweige denn den »klugen Köpfen« – muß auffallen, daß die FAZ
zur Zeit eine Kampagne zur Unterstützung des Transatlantischen
Handelsabkommens TTIP fährt. Nahezu jeden Tag erscheinen Artikel, in
denen das TTIP gepriesen und schöngeredet wird und die Gegner lächerlich
gemacht werden, indem zum Beispiel ihre Kritik auf das Chlorhühnchen
reduziert wird. Heute sind es diese beiden. Sagt mal, liebe FAZ, wieviel Geld bekommt Ihr denn dafür
von den TTIP-Lobbyisten?
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Cisco empört sich, daß ihre
Lieferungen vom US-Geheimdienst abgefangen werden und manipuliert werden.
Das zerstöre Vertrauen. Na klar! Und das ist auch gut so. Denn nur, wenn
das Business (massiv) leidet, besteht in diesem geldanbetenden Land
überhaupt eine Chance, daß sich etwas ändert.
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Das Big-Brother-Land Nr. 1 droht, die in der EU schwer erkämpfte Netzneutralität zu boykottieren,
da sie glauben, dann nicht mehr so gut zensieren zu können. Ich hoffe ja
auf einen fulminanten Sieg von Nigel Farage nächste Woche bei der
EP-Wahl, damit diese britischen Überwachungsfanatiker und Handlanger der
Amerikaner endlich aus der EU abhauen.
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Nach vorherigem Dementi von Merkel & Co.: Bundesregierung will doch mit Energie-Konzernen über Kostenübernahme
für AKW-Rückbau und Endlagerung durch die Steuerzahler reden. Gewinne
privatisieren, Verluste sozialisieren, dafür steht unsere
Bundesregierung. Und die CDU lernt von der SPD, wie man dem Bürger
schwungvoll in den Rücken fällt.
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Apropos Verräterpartei: Zwei SPD-Politiker sollen jeweils 5 Millionen Euro Bestechungsgelder
von der Rüstungsindustrie angenommen haben.
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Juli Zeh, eine Schriftstellerin, die sehr die Überwachung thematisiert
und letztes Jahr nach Beginn der Snowden-Enthüllungen einen Offenen Brief
an Merkel geschrieben hatte (und der auch viel Aufsehen erregt hatte),
wartet noch immer auf Antwort.
Deshalb hat sie jetzt einen zweiten Offenen Brief geschrieben. So
sehr ich das Engagement begrüße: Das ist vergebene Liebesmühe. Der
USA-hörigen Staatsratsvorsitzenden bleibt gar nichts anderes übrig, als
zu schweigen. Sie könnte eh nur lügen, ansonsten müßte sie gleich danach
zurücktreten.
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Eat your own dog food: Die Edathy-Affäre bringt zutage, daß es
im Bundestag soetwas wie eine Vorratsdatenspeicherung gibt. Das
Lustige daran ist, daß sich auch Politiker der Parteien darüber aufregen,
die uns Bürger schon mit der Vorratsdatenspeicherung beglückt haben und
es auch weiterhin wollen!
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Weil ich am Rande (wegen Edathy) bei der Kinderpornographie bin: Was
wird da immer nach Vorratsdatenspeicherung, nach Sperrfilter und
sonstiger Überwachung geschrien? Wie »groß« das Problem wirklich zu sein
scheint, läßt sich daran abschätzen, daß das BKA die Anzahl Planstellen
für derartige Verbrechen von 6,3 auf 3,5 reduziert. Das liegt zwar
angeblich an dem Funktionieren der von
den Sperrgegnern geforderten und schließlich umgesetzten Strategie
»Löschen statt Sperren«, aber auch die bisherigen 6,3 Stellen zeugen
nun nicht gerade von einem Massenphänomen, wie die Politiker und auch der
Chef des BKAs, Ziercke, das immer darzustellen versuchen.
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Wie gestern schon befürchtet, hat auch der
Bayrische Verfassungsgerichtshof die
ÖR-Zwangssteuer für rechtens bewertet. Laut einem Focus-Artikel will
der Mitkläger Rossmann jetzt durch die Bundes-Instanzen ziehen.
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Nach dem Google-Urteil des EuGH wollen offenbar besonders zwei
Personengruppen von dem zugestandenen Löschrecht Gebrauch machen:
Politiker und Pädophile. (hmm, irgendwie lustig, die beiden
Gruppen in einem Satz zu erwähnen, oder?)
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Den Grünen muß es schon wirklich arg schlecht gehen: Sie kramen den Widerling, Polizistenprügler und neoliberalen
Lobbyisten Joschka Fischer, der alles verraten hat, wofür die Grünen mal
vermeintlich standen, als Wahl-»Helfer« aus der Abstellkammer hervor.
Wenn es einen Politiker gibt, auf den der Pofalla-Spruch (»ich kann Deine
F..... nicht mehr sehen«) paßt, dann ist es der – noch vor Schröder. Ach,
hatte ich schon erwähnt, daß ich Fischer nicht ausstehen kann?
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Wer es immer noch nicht glaubt, daß hinter der Ukraine-Krise
hauptsächlich die Amerikaner stecken, die wieder nur ihren
wirtschaftlichen Interessen nachgehen, der sollte mal diesen Spiegel-Artikel lesen.
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Wenn Merkel, Gabriel und das ganze Pack wieder behaupten, TTIP sei für
den Mittelstand so toll – alles Lüge: Der Mittelstand glaubt selber nicht daran.
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Süddeutsche Zeitung mit einem »Insider«-Bericht:
»Mit welchen Tricks in Brüssel Politik
gemacht wird«.
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Greenwald zeigt nun Folien zu
dem Vorwurf, daß die NSA Sendungen mit Internet-Hardware vom Hersteller
zum Kunden abfängt und verwanzt.
Schlechte Nachrichten für alle Freunde des offenen Internets: Mozilla hat
sich dazu entschlossen, wie alle anderen Browser-Hersteller auch, den neuen
Standard des ebenfalls umgefallenen W3C zur Integration von
DRM-Technologien in HTML 5 im Firefox umzusetzen. (Original-Meldung Mozilla/technische Beschreibung, Ars Technica, Heise.de)
Mozilla versucht, bei der Implementierung die ganze DRM-Scheiße aus dem
eigentlichen Browser herauszuhalten: Einerseits will sie die DRM-Software
aus dem Browser auslagern und in einer sogenannten Sandbox laufen lassen,
die diese Software von Firefox und auch vom Betriebssystem trennt.
Andererseits will sie die Entwicklung der DRM-Software nicht selber
durchführen, sondern es Adobe überlassen, die auf diesem Gebiet ja auch
sehr aktiv sind. Letzteres muß sie auch, denn DRM-Software läßt sich
konzeptionell nicht als Open-Source-Software entwickeln (da sie zwangsweise
mit Geheimnissen arbeiten muß). Auch solle die DRM-Software standardmäßig
nicht mitinstalliert werden, sondern Firefox würde sie erst bei Bedarf und
nach Benutzerbestätigung von Adobe herunterladen und installieren.
Mozilla glaubt, das machen zu müssen, weil sonst ihr Browser vom Markt
gedrängt werden würde: Video-Streaming von DRM-geschützten Hollywood-Müll
sei die Internet-Anwendung der Zeit schlechthin geworden, und wenn der
Dumm-User das nicht anschauen könne, dann würde er zu anderen Browsern
wechseln und nicht mehr zurückkommen.
Falsche Signale
Die Art und Weise, wie Mozilla den DRM-Müll integrieren will und damit
sicherstellen will, daß Firefox weiterhin Open Source sein kann, mag zwar
ehrenhaft sein, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die
DRM-Unterstützung falsche Signale aussendet:
Erstens ist das ein Signal an die Content-Industrie, daß sie gewonnen
haben, daß DRM etabliert ist, daß der Nutzer letztendlich DRM und alle
damit verbundenen Nachteile akzeptiert habe, daß man Leute und Firmen von
Alternativlosigkeiten, die so garnicht bestehen, überzeugen kann und ihnen
das Zepter aus der Hand reißen kann (keiner will es, aber alle machen es,
weil es angeblich alle machen).
Zweitens ist das ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Firefox gerade
deshalb nutzen, weil er bislang für ein Internet der offenen Standards und
der Freiheit der Information stand. Wenn das für Mozilla nun jetzt nur noch
zweitrangig ist und die Unterstützung des kruden Geschäftsmodells hinter
DRM vorrangig ist, dann fällt für die nun ein gewichtiges
Alleinstellungsmerkmal weg, warum sie ihn weiter nutzen sollten. Er ist
dann nur noch ein Browser unter vielen, und Googles Chrome, Apples Safari
oder Microsofts Internet Explorer sind technisch und vom Komfort nicht
unbedingt schlechtere Browser. Ob sich letztendlich mit der Entscheidung
die Nutzerzahlen halten oder gar verbessern lassen, ist daher fraglich.
Es wäre schön, wenn sich im Internet ein Momentum aufbaut, um Mozilla von
dieser Idee wieder abzubringen und sie an die Werte, denen sich Mozilla
einst verpflichtet fühlte, zu erinnern. Bei der Angelegenheit um Mozillas
CEO Brendan Eich hatte es funktioniert. Allerdings habe ich meine Zweifel,
daß von den Massen die Offenheit des Internets genauso hoch geschätzt wird
wie anscheinend das grenzenlose Ausleben sexueller Orientierungen.
Lesenswerte Kritik zu dem Thema:
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Gestern noch von den Versuchen der Behörden berichtet, unliebsame
Dokumente per Urheberrecht sperren zu lassen und den Kampf dagegen – da
kommt eine überraschende Wendung auf den Tisch:
Ohne, daß die Aktivisten davon wußten,
haben schon zwei Instanzen geurteilt – und zwar im Sinne der
Aktivisten!.
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Neues Urteil vom Verfassungsgericht
Rheinland-Pfalz in Sachen Rundfunkgebühren gegen die Bürger und
Firmen. Was ich nicht nachvollziehen kann (neben anderem), ist die
Begründung, daß im Auto das Radio intensiver genutzt werde und daher die
Extrabelastung gerechtfertigt sei. Das widerspricht doch grundlegend dem
Ansatz der neuen Gebühr, daß sie von der tatsächlichen Nutzung unabhängig
sei und somit auch von denjenigen zu bezahlen sei, die weder Radio noch
Fernseher oder Computer besäßen. Naja, die Justiz ist in diesem unseren
Lande auch schon weitestgehend gleichgeschaltet, da kann man keine Logik
erwarten.
Übrigens: Das Urteil vom Bayrischen Verfassungsgerichtshof (u.a. mit
Ermano Geuer als Initiator der Klage und der Rossmann-Kette als weiterer
Kläger) wird am nächsten Donnerstag (15.5.2014) bekanntgegeben. Als geborener Pessimist
gehe ich mittlerweile davon aus, daß die ähnlich entscheiden werden.
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Quer durch die Presse ging heute das Urteil des EuGH, daß Google Suchergebnisse löschen muß. Man kann ja darüber
diskutieren, ob es ein Recht auf Löschen geben und wie weit es gehen
sollte (damit es nicht zur Zensur mißbraucht werden kann). Aber ich finde
in dem verhandelten Fall das Urteil für falsch: Google ist einfach
der falsche Adressat. Denn solange die Zeitung den inkriminierenden
Artikel auf seinen Webseiten veröffentlicht und nicht durch technische
Maßnahmen das Indizieren verhindert (d.h. durch robots.txt),
solange sollte der Artikel auch durch eine x-beliebige Suchmaschine
auffindbar sein. Der Kläger hätte meines Erachtens die Zeitung ins Visier
nehmen müssen statt Google.
Nachtrag (18.5.): Der Kläger hatte tatsächlich schon die Zeitung
verklagt, aber verloren! Das macht das noch schlimmer…
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Oh Graus: Die FAZ übt sich im Reinwaschen von TTIP durch einen »Faktencheck« –
Chlor-Hähnchen und Schiedsgerichte: alles halb so schlimm und nur böse
Propaganda. Ja, die FAZ, das war mal eine gute Zeitung für kluge Köpfe.
Die haben die FAZ aber schon lange beiseite gelegt…
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Was für eine Überraschung: Der neue NSA-Chef will seine dreckigen Spione weitermachen lassen wie
bisher.
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Ebenfalls nichts neues: EU hat Angst
vor Volksabstimmungen. Nicht ohne Grund gibt es in der EU nur nicht
bindende Volksbegehren und das auch nur mit ziemlich hohen
Hürden.
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Lange dauert es nicht mehr bis zur (direkten oder indirekten)
Enteignung in der Euro-Zone, glaubt man dem Focus.
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Wie schamlos mittlerweile die privaten Daten auch von sogenannten
seriösen Programmen abgegriffen werden, zeigt eine Tastatur-Applikation
für die Android-Plattform. Wie Golem.de berichtet, hat ein Nutzer entdeckt, daß die beliebte
Tastatur »Swype«, die das Schreiben von Wörtern ohne Abheben des Fingers
erlaubt, bis zu 4.000 mal pro Tag die GPS-Koordinaten des Nutzers abfragt
und nach Hause zum Hersteller schickt!
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Das war mir auch noch nicht bekannt: Die Banken müssen aufgrund einer
EU-Vorschrift bei Überweisungen den Text in dem Feld »Verwendungszweck«
nach Schlüsselwörtern durchsuchen und Verdachtsfälle an die Behörden
weiterleiten. Die Leute landen dann laut
Telepolis
für 10 Jahre auf einer Verdachtsliste, was dann diverse Repressalien zur
Folge haben kann.
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Es geht weiter in dem Streit, ob der Staat die Veröffentlichung
unangenehmer Papiere, die ihren Weg nach außen gefunden haben, mittels
des Urheberrechts unterbinden können oder nicht. Nachdem das
Bundesinnenministerium die Aktivisten, die ein kritisches Gutachten zur
3%-Hürde bei der EP-Wahl veröffentlicht hatten, abgemahnt und eine
Unterlassungserklärung eingefordert hatte, aber das nicht weiter verfolgt
hatte, haben jetzt diese laut
Heise.de eine negative
Feststellungsklage eingereicht, um das juristisch zu klären.
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Die Süddeutsche Zeitung hat ein interessantes Interview mit einem BGH-Richter a.D., der sagt, daß
die ganze Argumentation der Bundesregierung, warum Edward Snowden nicht
nach Deutschland kommen und hier befragt werden könne, eine reine
Verarschung der Bürger ist.
-
Ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung
kommentiert Heribert Prantl die
äußerst fragwürdige Anmaßung der Bundesregierung, alleinig das
»Staatswohl« zu definieren.
-
Auch Sascha Lobo macht die katastrophale Aufklärung der
Überwachungsaffäre zum Thema seiner Kolumne: »Tiefpunkt einer simulierten Aufklärung«.
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Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk unabhängig, kritisch und
investigativ? Quatsch mit Soße! Das sind alles Propagandasender!!!
Fefe hat ein unglaubliches
Beispiel ausgegraben, wie der ÖR der Regierung nach dem Mund redet.
Ein Gutes hat das Interview immerhin: Es zeigt auf, daß jede Kritik der
Bundesregierung am TTIP reinste Heuchelei ist: Zitat des
amerikanischen Unterhändlers:
Deutschland ist innerhalb der Europäischen Union einer der führenden
Verfechter des Freihandelsabkommens. Die Kanzlerin unterstützt die
transatlantische Wirtschaftskooperation persönlich und in hohem Maße.
Das hat sie gerade wieder in Washington getan.
-
In den deutschen Wäldern hängen geschätzt 100.000 Videokameras,
aufgehängt durch Jäger, um das Wild zu beobachten. Wie die DPA berichtet
(Spiegel-Artikel), fangen Datenschützer an, die Jäger zu
bestrafen, weil das Aufstellen von Kameras im öffentlichen Raum –
insbesonders ohne Schilder – eine Verletzung der Privatsphäre von
Spaziergängern ist. Daß die Jäger sauer sind und mit fadenscheinigen
Argumenten ankommen, verwundert nicht allzusehr. Viel schlimmer finde ich
allerdings die Uneinsichtigkeit der Foristen beim Spiegel – die Leute
haben den Datenschutz immer noch nicht kapiert.
-
Die Bundesregierung will laut
Heise.de die Datenhehlerei stärker
bekämpfen. Klammheimlich baut sie aber in die Gesetzestexte einen
Freibrief für sich selber ein: Sogar bei Ermittlungen wegen einfacher
Ordnungswidrigkeiten sollen die Beamten sich an der Hehlerei beteiligen
dürfen: § 202d StGB:
(5) Die Absätze 1 bis 4 gelten nicht für Handlungen, die
ausschließlich der Erfüllung gesetzlicher Pflichten durch Amtsträger
oder deren Beauftragte dienen. Die Absätze 1 bis 4 gelten ebenfalls
nicht für Handlungen von Amtsträgern oder deren Beauftragten, um Daten
ausschließlich der Verwertung in einem Besteuerungsverfahren, einem
Strafverfahren oder einem Ordnungswidrigkeitenverfahren
zuzuführen.
Was für eine Schweinerei! Wasser predigen und Wein trinken!
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Die Klette werden wir laut einem Forscher wohl nicht mehr los: Kosten der Wiedervereinigung: »Die Transfers in den Osten werden
nicht sinken«.
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In Ergänzung zu meinen Blogeinträgen zum Offenbarungseid der
Bundesregierung: Constanze Kurz vom Chaos Computer Club schreibt in der
FAZ über das Versagen Merkels in der Abhöraffäre.
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Big Brother’s Homeland: Ein ausführlicher Artikel in der FAZ, wie sich ein einst freigeistiges und
wehrhaftes Land in einen Polizeistaat verwandelt hat, aus dem es offenbar
kein Entrinnen mehr gibt!
-
Ein weiterer hochinteressanter Artikel
in der Süddeutschen Zeitung, wie der sogenannte Invesitionsschutz im
Transatlantischen Handelsabkommen die Demokratie in Europa und in USA
(falls es die dort überhaupt noch in Ansätzen gibt) aushebeln wird. Wenn
ich daran denke, daß unsere Staatsratsvorsitzende und von Industrie und
Banken ferngesteuerte Drohne namens Merkel all das unterstützt, wird mir
speiübel!
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Focus hat einen bissigen Artikel über die Pfeifen, die zur
EU-Parlamentswahl antreten und Europa führen wollen: »Schaumschläger bei der Europawahl: Wichtigtuer gegen Lügner - wen
wählen Sie?«
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Die Zeit bringt einen Artikel über die Glaubensgemeinschaft der Pastafari, die an das fliegende
Spaghetti-Monster glauben. Ich kenne die schon länger – schön, daß die es
auch mal in die Mainstream-Medien schaffen. Es geht um eine
Pseudo-Religion, die gegründet wurde, um die Frage zu stellen, was denn
eine »echte« Religion sei, um pseudotolerante Leute vorzuführen, und um
zu prüfen, wie weit der Säkularismus in den Ländern tatsächlich geht. Bei
diesem Artikel sind auch die Kommentare amüsierend, zumindest, soweit ich
sie gelesen habe.
Wie der Spiegel und viele andere Medien berichten, will die Regierung die Herausgabe von Dokumenten an den
NSA-Untersuchungsausschuß verweigern, obwohl sie eine
Mitwirkungspflicht gegenüber dem Ausschuß hat. Es geht u.a. um Dokumente im
Kontext des sogenannten No-Spy-Abkommens. Die Begründung ist sehr
abenteuerlich: Es handele sich um ein »laufendes Verfahren«. Moment!
Hat die Regierung nicht mehrfach erklärt, aus dem Abkommen werde nichts???
Ein weiterer Grund sei, daß es um einen »Kernbereich der exekutiven
Eigenverantwortung« gehe, der »verfassungsrechtlich geschützt«
sei. Rechtsfreier Raum im Kanzleramt? Das kann ja wohl nicht sein. Das hört
sich mehr nach einem Totschlagargument an.
Für mich ist mittlerweile klar: Die Bundesregierung, in Persona Merkel
und Gabriel, hat der Demokratie den Krieg erklärt!
Es kommt noch schlimmer!!! Die Bundesregierung versucht nicht nur,
eine Befragung von Snowden in Deutschland zu verhindern, sondern überhaupt
eine Befragung irgendwo. Mit Hilfe der amerikanischen Freunde versucht sie,
die Mitglieder des Untersuchungsausschusses zu kriminalisieren, und
zwar nicht nicht nur jene, welche die Befragung durchführen würden, sondern
auch schon die, die diese Befragung fordern und planen!
Wie der Spiegel berichtet, taucht die Bundesregierung mit einem
Rechtsgutachten einer wohl bekannten US-Kanzlei auf. Dieses Gutachten
untersucht die Strafbarkeit des Handelns der Mitglieder nach amerikanischen
Recht und geht der Frage, ob die Immunität, die für Abgeordnete in
Deutschland gilt, von USA anerkannt würde, wenn diese Leute in die USA
reisen würden. Wie das bei bestellten Gutachten so ist, kommt nahezu der
gewünschte Worst Case heraus.
Unklar ist in dem Artikel, wer dieses Gutachten letztendlich in Auftrag
gegeben hat. Waren es die Deutschen selber (d.h. die deutsche Botschaft in
Washington) oder war es ein Freundschaftsdienst der Amerikaner? Aber es ist
letztendlich egal, es ist eine absolute Sauerei, mit welchen schmierigen
Tricks Merkel & Co. hier arbeiten, das ist einer Demokratie
nicht würdig.
In diesem Zusammenhang sei auch ein Kommentar vom Spiegel erwähnt, der Merkels Reise in die USA als
politischen Fehler erklärt – sowohl für sich selbst als auch für die
Diskussion um den Datenschutz. Mit ersterem kann ich aber sehr gut
leben.
Passend dazu auch ein Beitrag im Satire-Blog Der Postillon:
»Merkel reist in USA, um sich bei Obama für NSA-Skandal zu
entschuldigen«. (Danke S.K.)
Nachtrag: Reaktion der Opposition.
Nachtrag 2: Bei Netzpolitik.org kann man sich das Gefälligkeitsgutachten
herunterladen. Aus dem Gutachten wird klar, daß die deutsche Botschaft
den Auftrag gegeben hat. In der Netzpolitik.org-Meldung gibt es auch
weitere Informationen und Links. So hat die Bundesregierung ein ähnliches
Gutachten auch in Großbritannien anfertigen lassen, mit umgekehrten
Ergebnis.