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Schwupp, und die Daten sind weg: Die britischen Patientendaten des NHS haben ihren Weg in die
amerikanische Google-Cloud gefunden (via Engadget). Irgendwie – das ist wohl noch unklar – sind die Daten
in die Hände einer Consultant-Firma gelangt, die sie dann zur Analyse auf
die Google-Server geladen haben. Da sieht man mal wieder, wie »sicher«
solche Datensammlungen sind. Soll mir irgendjemand noch erzählen, daß das
bei der eGK nicht genauso passieren wird!
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Zur Zeit läuft eine Diskussion um »Enzensbergers Regeln für die
digitale Welt«, erschienen am Freitag im Feuilleton der FAZ. Zwar ist einiges nicht wirklich korrekt, aber
für einen 84jährigen hat er m.E. dennoch einen Scharfsinn, von dem sich
so mancher Jüngere eine Scheibe abschneiden könnte. Interessant ist, daß
nicht wenige technikaffine Leute sich auf den Schlips getreten fühlen und
leider nicht mit guten Gegenargumenten kommen, sondern den Autor eher
plump diffamieren (Alter, »Neuland«, rückwärtsgewandt, realitätsfern
usw…).
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Die EU ist nicht nur mit den USA in Verhandlungen zu einem
Freihandelsabkommen, sondern auch mit Kanada. Das läuft unter dem Begriff
CETA, und es wird ähnlich geheim verhandelt wie beim TTIP – aus ähnlichen
Gründen. Die Piratenpartei ist an einen geheimen Zwischenstand gelangt
und hat ihn veröffentlicht, wie Netzpolitik.org berichtet. Die Inhalte sind, wie nicht anders zu
erwarten, wenig erfreulich.
Ergänzung: Heise.de hat auch noch einen
informativen Artikel dazu.
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Langsam bricht das Lügengebäude des Herrn M. zusammen. Leitende
Polizisten behaupten:
Mappus hat Wasserwerfereinsatz gegen die Stuttgart-21-Demo
angeordnet. Ich hätte nichts dagegen, wenn der Kerl bis zu seinem
Lebensende in einem Kerker unter »seinem« Bahnhof fristen müßte. Und die
anderen Befürworter wie Grube, Gönner, Merkel, Schäuble und wie sie alle
heißen gleich mit.
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In Sachen Terror-Netzwerk NSA begibt sich die Bundesregierung wieder so
langsam in Richtung des Endabschnitts des amerikanischen
Verdauungssystems: Minister der Umfallerpartei in den USA.
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Eigentlich brauche ich das gar nicht mehr zu verlinken, denn wer das
noch nicht mitbekommen hat, der muß im Tal der Ahnungslosen leben:
GCHQ spioniert Video-Streams aus. Ich glaube, ich muß mir langsam
einen Begriff für die GCHQ ausdenken, analog zum Terror-Netzwerk
NSA. Vielleicht UK-Stasi-HQ? Wobei mir der Vergleich mit der
Stasi da fast schon zu harmlos ist.
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Wie angekündigt, hat das EU-Parlament eCall abgesegnet. Die
Süddeutsche Zeitung und der Spiegel haben Artikel mit noch ein paar Hintergrundinformationen,
auch über das weitere Procedere in der EU, veröffentlicht. Aber mit eCall
ist das Ende der Überwachungsgier noch nicht erreicht. Demnächst mehr auf
diesem Kanal!
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Bei der Standardisierung von Protokollen und Schnittstellen gibt es
immer wieder Kräfte, die die Sicherheit aufweichen wollen, aus welchen
Gründen auch immer. Manchmal passiert das auch auf leisen Sohlen, wie ein
Google-Mitarbeiter entdeckt hat. Ein Vorschlag, der sich harmlos als
»Trusted Proxies« bezeichnet, würde faktisch jedoch das bislang als
sicher geltende »HTTPS«-Protokoll ausspionierbar machen, ohne daß dem
Benutzer das bewußt werden würde. Selbst wenn die Absichten so positiv
wären, wie in dem Entwurf beschrieben, so ließe sich das als Einfallstor
für die Schergen der Kategorie NSA und GCHQ mißbrauchen. Golem.de hat die
Story dazu.
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Google: Angriff auf
die Innenräume. Ich fände ja das alles durchaus interessant, würden
die Daten nicht gleich vom Google-Universum aufgesaugt werden.
Der Grantler freut sich. Das Bundesverfassungsgericht hat sich dazu
durchgerungen,
die
3%-Hürde bei der anstehenden Europaparlament-Wahl zu kippen. Allerdings
mit viel Mühe, u.a., weil der von Merkel im Senat plazierte saarländische
Ex-Ministerpräsident Peter Müller sich dagegen gesträubt hat und dies mit
einem »Sondervotum« auch im Urteil dokumentiert hat. Das gibt, nebenbei
bemerkt, denjenigen Nahrung, die behaupten, daß er von Merkel einen Auftrag
zur subversiven Unterwanderung des Gerichts habe.
Ich hatte die 3%-Hürde schon mal in einem früheren Beitrag thematisiert und erfreulicherweise recht behalten,
zumindest im Ergebnis. Weniger erfreulich sind die Reaktionen der an der 3%-Hürde beteiligten Parteien – von stumpfer
Wiederholung der vom Gericht abgewiesenen Argumente bis hin zu
undemokratischen Verhalten: Es werde »Splitterparteien und radikale
Kräfte aus Deutschland im Europäischen Parlament« geben. Hallo, Ihr
Zwangsdemokraten: Wenn sie mit ausreichend Stimmen gewählt wurden, dann
gehören sie ins Parlament. Das ist der demokratischer Wettbewerb! Wenn Ihr
die nicht drinhaben wollt, dann gebt den Wählern keinen Grund, die zu
wählen. Und wenn Ihr das nicht akzeptiert, dann seid Ihr nicht besser als
so Gestalten wie Janukowitsch.
Und wer sich noch ein bißchen amüsieren will, der lese das
SZ-Interview mit dem »Die
Partei«-Parteichef, Martin Sonneborn.
Laut einer Meldung vom Spiegel soll morgen das eCall-System für PKWs vom Europäischen
Parlament beschlossen werden. Der Artikel erwähnt, daß sich eine Mehrheit
dafür abzeichnet, das System nicht vom Inhaber abschaltbar zu machen.
Leider schreibt der Autor nichts darüber, in welchem Betriebszustand sich
der Mobilteil des Systems befinden muß, wenn kein Notfall vorliegt. Wenn es
sich aktiv in den Funkzellen anmelden muß, wird vom Telekomunternehmen
praktisch das Fahrzeug kontinuierlich verfolgt, und mit Hilfe der
Vorratsdatenspeicherung, wenn sie denn kommt, auch noch langfristig
gespeichert. Dann wäre es egal, ob das Gerät selber die GPS-Daten
mitzeichnet oder nicht. In der Vorlage für die morgige Abstimmung konnte ich diesbezüglich auf die
Schnelle nichts finden. Aber ich traue der EU prinzipiell nicht, aus
schlechter Erfahrung. Außerdem, ist die Hardware erstmal in allen Autos
installiert, so reicht ein Software-Update, um daraus eine fahrende Wanze
zu machen, wenn nicht schon von vorneherein Hintertürchen eingebaut werden.
Desweiteren bestätigt die Vorlage den Artikel zur Nichtabschaltbarkeit –
die Änderungsanträge, die das ermöglichen sollten, sind offenbar schon in
den Ausschüssen (wie auch in dem Innenausschuß) herausgeflogen.
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Der Bundestag hat endlich ein Gesetz gegen die Bestechung von Abgeordneten verabschiedet, wobei
ich nicht weiß, wie wirksam das sein wird, aber die deutsche Sektion von
Transparency International begrüßt zumindest das Gesetz.
Vielleicht muß man in diesem Licht die gleichzeitig beschlossene
Diätenerhöhung sehen – irgendwie muß der zu erwartende (Teil-) Ausfall an
Bestechungsgeldern kompensiert werden…
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Grube macht den Mehdorn? Mit der Bahn geht es bergab, berichtet die SZ. Wie wär’s, wenn
die Bahn all ihre zugekauften Firmen, seien es Schenker oder ausländische
Eisenbahnunternehmen, wieder verkauft, und die Einnahmen in die
Infrastruktur steckt? Die Bahn sollte sich auf sein Kerngeschäft, hier in
Deutschland, beschränken.
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Da wird die Bundesregierung vielleicht mal auf den Boden der Realität
zurückgeholt: Merkels Griechenland-Mann fiel auf die Feuerwehr herein.
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»Bananen-Rechtsstaat Deutschland«: Staatliche Hehlerei ist jetzt zumindest in Rheinland-Pfalz
legal.
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Focus hat die EU-Propaganda-Maschinerie angeschmissen: Sterben für und Streben nach Europa? Was für ein furchtbares
inhaltsleeres Geseiere: »Wir leben nicht im Paradies, aber so gut wie
an keinem anderen Platz der Welt«, »Heute geht es uns gut, morgen
noch besser.« und so weiter und so fort – Realitätsverweigerung par
excellence. Der Autor schimpft sich »Historiker« bei der
Bundeswehruniversität München. Ist das jetzt die Tarnbezeichnung für
einen Bundeswehrausbilder für die psychologische Kriegsführung? Ab,
Focus, in die Ecke, dafür, daß Du so einen Schund, der noch unter
Bildniveau ist, veröffentlichst.
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Weiter geht’s im Überwachunggskandal: GCHQ manipuliert und
diskreditiert, wie man es nur China und Nordkorea zutrauen würde:
FAZ, Spiegel, Heise. Ein völlig
moralbefreiter Sauhaufen!
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In diesem Zusammenhang: Wer so dumm ist wie unsere Bundeskanzlerin und
andere europäische Politiker und so ein Schwachsinn wie die "EU-Cloud"
propagiert, hier eine klare Ansage aus den USA: Eine Cloud außerhalb der USA ist kein Problem für das Terror-Netzwerk
NSA. Das bestätigt mich wieder: Cloud is out.
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Jetzt wird offensichtlich, was eigentlich schon lange auf der Hand
liegt: Erdoğan scheint integraler Teil der Korruptionsaffäre zu sein.
Hoffentlich stolpert er nun endlich, verdient hätte er es.
Auf Antrag der Linken und Grünen wurde im
Bundestag über die
Vorratsdatenspeicherung diskutiert (siehe auch Golem.de). Es war natürlich klar, daß die Edathy-Affäre hier gleich
von den Zwangsdemokraten am außeren rechten Rand, also von Abgeordneten der
CDU/CSU, instrumentalisiert wurde. »es gäbe kein Grundrecht, Bilder
sexuellen Mißbrauchs zu betrachten«. Also alle, die gegen die
Vorratsdatenspeicherung sind, wären für die Duldung dieser Schweinerei, so
die unterschwellige Botschaft.
Hört mal zu, Ihr Drecksäcke: Der Straftatbestand der Betrachtung von
Kinderpornographie ist weit weg von der Grenze, die das
Bundesverfassungsgericht zur Nutzung von Daten aus der
Vorratsdatenspeicherung gezogen hat. Nicht alles, was technisch möglich
ist, ist in einem Rechtsstaat auch erlaubt. MERKT EUCH DAS ENDLICH
MAL!!!
Also selbst, wenn wir sie hätten, dürfte sie nicht dafür eingesetzt
werden. Und nebenbei bemerkt ist der Edathy ganz und gar ohne
Vorratsdatenspeicherung, ohne die Rückverfolgung irgendwelcher IP-Adressen
aufgeflogen.
Die Vorratsdatenspeicherung wird auch immer wieder mit Einzelbeispielen
begründet, die sich nicht selten später als erlogen oder zurechtgebogen
herausstellen (z.B. daß Vorratsdaten genutzt wurden, aber nicht wirklich
ausschlaggebend waren). Für so ein Einzelbeispiel ist sich auch der
CSU-Abgeordnete Volker Ullrich nicht zu schade, denn wie Hans-Christian
Ströbele von den Grünen ihn korrigieren mußte, fällt sein Beispiel in eine
Zeit, in der es in Deutschland eben keine VDS gab. Dieser Einwand läßt
Ullrich völlig unbeeindruckt, wer will sich denn den Fakten stellen? Der
CSUler will auch einen neuen Euphemismus für die VDS etablieren:
»private Vorsorgespeicherung« (würg!) Pikant ist, daß gerade dieser
Politiker es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so ernst nimmt, wie
Fefe herausgefunden hat. Auf
Druck von Ullrich hin hat sich die Staatsanwaltschaft zu einer rechtswidrigen Durchsuchungsaktion bei der Augsburger Allgemeinen
hinreißen lassen.
Na ja, und die SPD? Die hat wieder Bauchschmerzen, wie üblich…
Die Vorgaben zur »Akzeptanz sexueller Vielfalt« gehen davon aus, daß
Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Gender-Forschung lehrt,
kein genetisches Schicksal. Das aber ist ziemlich genau das, was auch die
Vertreter der Konversionstherapie [Anm.: der Ultragegner] behaupten, die
Homosexualität für etwas halten, das nicht natürlich sei und das man
deshalb auch wieder ändern könne.
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Noch mehr zum Thema unausgewogener Berichterstattung unserer Medien aus
der Ukraine. Bei uns wird Klitschko als wichtige Figur des Widerstands
dargestellt und auch die Ausrichtung auf die EU als zentrales Ziel. Die
Piratin Marina Weisband, die offenbar ihre Wurzeln in Kiev hat und gerade
von einem Besuch des dortigen Maidans zurückgekehrt ist, erzählt dem Spiegel eine andere Sichtweise.
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Der Fraß in öffentlichen Einrichtungen ist in Großbritannien mal wieder
Gesprächstoff – ein Koch, der in einem Krankenhaus nur noch das matschige Essen
aufwärmen darf, packt aus. Hey, 69 Pence müssen doch bitteschön für
ein Mittagessen reichen!
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Überwachung der Zukunft: In Straßenlaternen und Lampen versteckte
Kameras, Mikrofone, RFID- und Mobiltelefonschnüffler und andere Sensoren
bauen ein totales Überwachungsnetzwerk auf.
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Thema Nr. 1 in der IT-Welt war heute der Aufkauf von WhatsApp durch
Facebook. Interessant war, daß viele Online-Medien wie die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, Heise oder
Golem binnen Stunden mit Artikeln über Alternativen aufschlugen.
So groß, besser gesagt, so gering, ist mittlerweile das Vertrauen in das
Fratzenbuch, daß dieses Pack nicht sofort auch noch das letzte Bit der
Daten, die WhatsApp in die Hände bekommt, gnadenlos aufsaugen, für immer
speichern und verwerten wird. Und das ist gut so. Hoffentlich tritt so
ein ähnlicher Effekt ein, wie damals nach dem Aufkauf von Napster durch
Bertelsmann, wo sich der Kundenstamm praktisch aufgelöst hatte.
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Warum ich kein Organspender bin: Ärzte erklären Patienten oft fälschlich für hirntot.
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Niedergang des Rechtsstaats: Don Alphonso: Päderastie und Totalüberwachung für den gebildeten
Mittelstand (via
Fefe).
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Nochmal Fefe:
Vorratsdatenspeicherung: Es
wird gelogen, daß sich die Balken biegen.
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Ich bin ja gegen Feminismus, weil er mir zu häufig in Richtung
Rassismus und Extremismus geht (Negativbeispiel Alice Schwarzer).
Nichtsdestotrotz bin ich für die Gleichberechtigung unter den
Geschlechtern, darum verlinke ich hier einen interessanten
Kurzfilm
(französisch, mit englischen Untertiteln), der zwar wohl schon fünf Jahre
alt, momentan aber sehr populär ist. Über den Inhalt verrate ich mal
nichts… (via
Stern)
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Merkels Beliebtheit sinkt. Nein, nicht wegen der schei… Politik,
die sie macht, sondern wegen der Krücken! Da sieht man, was für
die Leute wichtig ist.
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Unser täglichen NSA-Skandal gib uns heute:
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NSA lauscht auch US-amerikanische
Anwälte aus, die ausländische Regierungen vertreten.
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Die Amerikaner sind so dreist, daß
sie in Deutschland deutsches
Personal/Unternehmen zum Ausspionieren ihrer Landsleute suchen, weil
sie als Nicht-Muttersprachler nicht weiterkommen.
Puh, da hat sich viel angesammelt!
Zum Terror-Netzwerk NSA
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EU-Parlament kneift vor Sicherheitsgarantien für Snowden für eine
Aussage vor dem Parlament. Bei den Konservativen weiß man ja, daß sie
alle Zwangsdemokraten sind und totalitäre Strukturen lieben, da ist deren
Haltung im Prinzip nicht verwunderlich. Wobei solche Äußerungen wie
»Bei uns herrscht die Meinung vor, man sollte auf gar keinen Fall die
US-Partner noch mehr vergrätzen« (MEP Frank Engel) schon Fragen nach
deren geistigem Zustand aufkommen lassen. Wer bitteschön hat hier wen
»vergrätzt«??? Man stelle sich vor, ein verprügelter Mensch würde sagen
»nein, ich zeige den Prügler nicht an, ich will ihn nicht noch mehr
vergrätzen«.
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Dennoch denkt man im EU-Parlament darüber nach, sich zu wehren.
Immerhin etwas, auch wenn ich darauf wetten würde, was dabei
herauskommt.
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Bei uns in Deutschland sieht es auch nicht viel besser aus. Die
Regierungsparteien versuchen, den NSA-Untersuchungsausschuß untauglich zu
machen, zum Beispiel, indem sie
versuchen, die Rolle der eigenen Geheimdienste außen vor zu lassen.
Auch die Vernehmung Snowdens ist noch ungewiß – wobei ich mir sicher bin,
daß die Feigheit vor dem Feind da siegen wird…
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Ich glaube auch nicht, daß Snowden in Europa sicher wäre, selbst wenn
es »Garantien« gäbe. Dazu gibt es einfach zuviele Ar…kriecher und
Duckmäuser in Europa. In Südamerika ist er bestimmt besser aufgehoben,
zum Beispiel in Brasilien, wo mehr als 1,1 Millionen Bürger die Aufnahme Snowdens fordern.
Soetwas haben wir leider nicht hinbekommen.
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US-Amerikanischer Senator verklagt US-Präsident Obama wegen der
Rasterausforschung der NSA. Ich wünsche viel Erfolg!
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Sascha Lobo: Die Kriminiellen vom Geheimdienst.
Weiteres Netzpolitisches
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Thomas Jarzombek, ein CDU-»Netzpolitiker« und seit kurzem Sprecher des
Internetausschusses des Bundestages, demonstriert technologische
Ignoranz: Golem.de zitiert ihn: »[…] brauche […] Algorithmen, die keinen
Zweitschlüssel bei anderen Diensten oder in anderen Ländern hätten. ›Wir
müssen hier auf deutsche Forschung, deutsche Algorithmen
setzen.‹«
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Fällt der Justizminister Maas SPD-traditionell schneller um als ein
gefällter Baum? Im Rechtsausschuß soll
er gesagt haben, daß die Vorratsdatenspeicherung auf jeden Fall
kommt, auch wenn der EuGH die Vorratsdatenspeicherung kippt. Und dann
wieder diese unsägliche Realitätsverzerrung: »Wenn etwa kontrolliert
werde, wer welche Webseite besucht, führe dies zu einer Schere im Kopf
und bringe die Demokratie in Gefahr.« Bei so einem dummem
Geschwätz könnte ich richtig wütend werden! Wenn kontrolliert wird,
wer mit wem telefoniert oder wer mit wem SMS oder E-Mails austauscht, wie
bei der Vorratsdatenspeicherung, dann passiert das etwa nicht? Der
Armleuchter soll sich mal das BVerfG-Urteil durchlesen, denn genau das
hat das Gericht über die Vorratsdatenspeicheurng gesagt.
Bezüglich der ersten Aussage rudert man im Justizministerium wohl auch
schon wieder zurück, wie Golem.de berichtet (siehe »Nachtrag«).
And now something completely different…