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Die E-Mail-Provider Google, Microsoft, Yahoo und Apple schnüffeln regelmäßig in den
E-Mails ihrer Kunden. Das ist natürlich gaaanz was anderes,
als was die NSA treibt…
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Was haben wir bloß für ein Gschwerl an der Regierung: Die Twitter-Blockade in der Türkei ist für Merkel keine Zensur.
Ja bitte, was ist es dann? Wieder einmal ein Beispiel (leider nicht das
erste), daß auch für deutsche Politiker Rechte, insbesonders auch
Grundrechte, sehr dehnbar sind, wenn es politisch opportun ist. In diesem
Zusammenhang will ich noch einmal darauf hinweisen, daß bei uns erst gar
keine Filter-Infrastruktur entstehen darf, unter welchem Deckmäntelchen
auch immer! Sonst würde Merkel vielleicht genau wie Erdoğan »keine
Zensur« betreiben.
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Gegen die Dehnung der Grundrechte, u.a. auf informationelle
Selbstbestimmung, ins Unendliche geht es auch auf der nächsten Großdemo
gegen die Überwachung: #StopWatchingUs am 12. April 2014 in Köln. Ich hoffe, es
kommen ein paar mehr als zu den letzten Kölner Demos. Neben den jetzigen
guten Gründen, daran teilzunehmen, wird vermutlich am 8. April ein
weiterer hinzukommen: Dann wird das EuGH sein Urteil zur Vorratsdatenspeicherung bekanntgeben – und es sieht
eher schlecht aus.
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In was für einer Bananenrepublik wir leben, zeigt sich auch an dem
Gebaren des Bundeskriminalamts in der Edathy-Affäre. Selbst der erzkonservative Überwachungsfanatiker Bosbach glaubt nicht
mehr an den Verein und speziell nicht mehr an dessen Chef, der in
meinen Augen schon lange überfällige Ziercke.
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Die FAZ berichtet am Beispiel der EZB, wie sich die EU-Schergen gegenseitig
Privilegien, in diesem Fall Steuerprivilegien, zuschanzen.
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Nicht nur Schottland will selbständig werden, sondern auch Venetien hat die Schnauze voll von seinem Mutterstaat. Mal
schauen, wer sich in Deutschland als nächstes (nach Österreich – hehe)
separieren will. Wobei – können wir nicht auch Bundesländer proaktiv
herausschmeißen? Mir fallen da so notorische Geldschnorrer wie Berlin und
Bremen ein…
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Papst Franziskus greift die Mafia an wie nie ein Papst zuvor: »Ihr endet in der HÖLLE«. »Allein gegen die Mafia«
liegt da einem auf der Zunge, aber er hat ja seinen Gott zur
Unterstützung und auch eine Menge Italiener, die das Treiben langsam satt
haben. Der Artikel zeigt auch auf, wie die Kirche bislang von der Mafia
profitiert hat.
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Ein Medienwissenschaftler hat untersucht, wie durch unschöne
Verwicklungen von Journalisten in Schlüsselpositionen mit politischen
Organisationen die Gleichschaltung der Medien in Deutschland
funktioniert. Die
Nachdenkseiten und
Telepolis
berichten darüber.
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Wissenschaftlern ist es angeblich gelungen, rein aus DNA-Material die
Gesichtsform einer Person zu rekonstruieren. Der Bildvergleich ist schon
beeindruckend. NewScientist, via Slashdot.
Überwachung
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Die FAZ berichtet: Wie befürchtet, baut die Schweiz ihre
Vorratsdatenspeicherung aus und erleichtert zudem den Einsatz von
Trojanern auch bei kleineren Delikten wie Diebstahl und schwerer
Sachbeschädigung. Das Schlimme daran ist einerseits, daß die Schweiz
immer Sinnbild der Demokratie und Freiheit war, und andererseits, daß
dies ein weiterer Schritt in dem Teufelskreis ist, bei dem die Staaten
gegenseitig ihre Verschärfungen mit den Maßnahmen in den anderen Staaten
rechtfertigen, und somit die Tatsache aushebeln, daß es nur wenig bis gar
keine belastbaren Belege für die Nützlichkeit der Maßnahmen gibt.
Leider wird laut dem Artikel das Thema »Überwachung« in der Schweizer
Bevölkerung kaum wahrgenommen – das erschwert die Sensibilisierung und
Mobilisierung der Bevölkerung dagegen.
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Viele haben sich damals gewundert, daß in den Dementis der ganzen
Firmen wie Google, Facebook und Apple so betont wurde, man habe von
PRISM keine Ahnung, und es für einen rhetorischen Trick gehalten.
Sie hatten recht. Wie Heise.de und
andere berichten, hat ein Vertreter der NSA in einer Anhörung erklärt,
daß die Firmen sehr wohl wußten, daß die NSA ihre Server ausspioniert,
einzig der Name war nicht gefallen, da er bis zur Veröffentlichung nur
intern genutzt wurde. Altes Lückenpack.
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eCall schreitet voran. Noch
immer ist nicht klar, ob und wie groß die Überwachungmöglichkeiten sind,
da die aktualisierten technischen Anforderungen noch nicht vorliegen.
Ernährung
Der Spiegel berichtet, daß viele Geflügelzüchter, speziell aber
Wiesenhof und Rothkötter, aufgrund des Preiskampfes ihr Geflügel nur noch
mit billigem Gen-Soja füttern wollen. Der zugehörige Verband argumentiert
laut den Kritikern mit falschen Gründen – es gäbe auf dem Markt zu wenig
gentechnikfreies Soja und dieses sei zudem zu stark mit Gen-Soja
verunreinigt.
TTIP
Das Attac-Netzwerk hat eine Unterschriftenaktion gegen TTIP gestartet und dazu ein
tolles
Aufklärungsvideo produziert. Anschauen, mitmachen, verbreiten!
Der nicht zuordbare Rest…
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In der EU wird es wohl keine Netzneutralität geben. Stattdessen
zementiert der entsprechende EU-Parlamentsausschuß die
Zwei-Klassen-Internet-Gesellschaft: Pressemeldung Digitale Gesellschaft,
Heise.de. Wie es in der EU schon
Tradition ist, werden die Worte ausgehöhlt, sodaß am Ende zwar schöne
Begriffe drinstehen, sie aber praktisch keine Wirkung entfalten. Es
sollen sich in der Entschließung auch Hintertüren für mögliche
Netzsperren befinden.
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Datenschutz wird ja in der EU ganz groß geschrieben (obligatorischer
Witz: weil es ein Substantiv ist). Das EU-Parlament hat die Tage eine
Datenschutzreform beschlossen. Was
ich nur in dem Artikel vermisse, sind irgendwelche Aussagen, wie es um
den Datenschutz jenseits des privaten Sektors bestellt sein wird, also
inwieweit das für Behörden gelten wird. Meine Vermutung: GAR NICHT!
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Terror-Netzwerk NSA: Verschiedener Meldungen zufolge ist die NSA in der
Lage, sämtliche Telefongespräche eines Landes (also nicht nur
»Metadaten«) abzugreifen und 30 Tage zu speichern
(Heise.de, Spiegel Online, Zeit). Angeblich haben sie auch schon davon Gebrauch gemacht. Bei
welchem Staat, wurde verschwiegen – leider. Hoffentlich kommt es doch
noch heraus, die USA haben jeden außenpolitischen Skandal verdient.
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Google greift nach sog.
»Wearables«. Wer sich also noch mehr in die Klauen des Daten-Giganten
begeben will…
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Weil wir bei Google sind: Google
will das Ranking besser gegen Manipulationen schützen. Mittlerweile
lebt ja schon ein ganzer IT-Zweig von diesen großen und kleinen
Manipulationen, die sich hinter dem Euphemismus »Search Engine
Optimization« (SEO) verbergen. Da es da viele Versprechungen, aber nur
wenig Greifbares gibt und SEO mittlerweile den Status von Schlangenöl
besitzt, kann es eigentlich bei der Google-Aktion nur Gewinner geben (im
besten Fall der Benutzer).
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Golem.de berichtet: »Das BKA will in die Zukunft sehen«. Vielleicht sollte sie
erstmal lernen, die Suche nach Kinderpornographie zu beherrschen, statt
sie an private Unternehmen auszulagern, was manche als hochgradig
illegal betrachten.
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Was wirklich mit Flug MH370 passiert ist, ist noch völlig unklar. Die
Spekulationen schießen aus dem Boden. Die Huffington Post bringt sogar
einen Abschuß durch die US-amerikanischen Streitkräfte ins Spiel.
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Zum Hoeneß-Verfahren selbst ist bereits alles gesagt und geschrieben;
ein FAZ-Journalist zeigt in diesem Artikel auf, wie die Geschichte jetzt von einigen
Politikern instrumentalisiert wird.
Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Europäischen Rettungsschirm
(ESM) gebilligt, wie der Spiegel berichtet. Ohne Wenn und Aber. Ein schwarzer Tag für
Deutschland. Und der endgültige Beweis, daß Voßkuhle auch nur noch auf dem
Grundgesetz herumtrampelt und die Bürger entrechtet, genau wie unsere
verbrämten Politiker. Hauptsache, wir dürfen für die EU schuften. Was mit
unserem Geld geschieht, da sollen wir gefälligst unsere Klappe halten.
Bei aller Kritik an der Annektierung der Krim durch die Russen sollten
wir eins bedenken: Die Krim-Bürger sind wenigstens gefragt worden, ob sie
ihre Souveränität weitestgehend aufgeben wollen. Wir Deutsche sind im
Gegensatz zu denen nämlich nicht gefragt worden bei der schrittweisen
Bildung der Europäischen Union. Auch nicht indirekt über die
Bundestagswahlen, wie manche behaupten – mangels Alternativlosigkeit: Bis
auf für Demokraten unwählbare extremistische Parteien gab es keine Partei,
die die EU nicht wollte, trotz erheblicher Vorbehalte in der Mehrheit der
Bevölkerung, wie damalige Umfragen bezeugten. Den Mangel einer
Ja-Nein-Abstimmung, wie es beim Krim-Referendum kritisiert wurde, gibt es
bei uns daher genauso. Und mal ehrlich: Die EU ist in ihrem Verständnis
über ihre eigene Demokratie und über den Entzug der Souveränität bei den
Mitgliedsstaaten nicht besonders weit weg von dem System der Russischen
Föderation. Die Salamitaktik und ständige Hirnwäsche der Politik über
Jahrzehnte hinweg haben diese Tatsachen bloß erfolgreich verschleiert.
Darüber sollten diejenigen, die jetzt ihre Klappe wieder besonders weit
aufreißen, mal nachdenken.
Asigi Kikugawa, ein japanischer Journalist, der jahrelang in Deutschland
als Korrespondent tätig war, hat ein Buch darüber geschrieben und in Japan
veröffentlicht. Interessant ist, daß auch mal ein Außenstehender die
Meinung des umstrittenen Herrn S. aus B. vertritt, aber das wird das
Gutmenschentum in Deutschland auch nicht beeindrucken. Hier ist ein Interview mit dem Autor im japanischen Fernsehen zu
sehen, mit deutschen Untertiteln. Wer sich das Video nicht anschauen
will, aber dennoch wissen will, worum es geht, der lasse sich die
Überschrift mal von Google ins Deutsche übersetzen (der kann das,
schließlich hat er auch die Übersetzung ins Japanische geschafft).
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Reporter ohne Grenzen hat die amerikanischen und britischen
Geheimdienste NSA und GCHQ in die Liste der Organisationen aufgenommen,
die sie als »Feinde des Internets« betrachtet, wie
Heise.de berichtet. Nicht so
zaghaft, Leute: Mir fallen da gleich noch ein paar mehr ein,
insbesonders deutsche: CDU, CSU, SPD, BKA, BND.
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Wenn ich diesen Artikel lese,
dann fühle ich mich bestätigt, daß mein Begriff »Terror-Netzwerk NSA«
absolut richtig ist: Eigentlich müßte man den Begriff auf den ganzen
amerikanischen Staat ausdehnen, denn der duldet ja das offensichtlich. Es
geht in dem Artikel um die automatisierte Infiltration und Steuerung von
Millionen von Rechnern und Netzwerken. Vielleicht sind ja die ganzen
Bot-Netze von der NSA, und die spammen nur zur Tarnung herum.
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Die Schweizer Demokratie ist eine bessere als die unsrige. Das heißt
aber nicht, daß deren Politiker auch nur einen Deut besser wären als die
deutschen. Sehen kann man das zur Zeit an dem
Gesetzgebungsverfahren, mit dem die
dortige Vorratsdatenspeicherung von 6 Monate auf ein Jahr verlängert
werden soll. Es wird dabei genauso mit falschen Beispielen gelogen
wie bei uns – die Verlängerung sei wegen sonst nicht aufklärbarer
Verbrechen notwendig. Der Schweizer Datenschützer kennt aber kein
einziges Verbrechen, das wegen der aktuellen 6-Monats-Frist nicht
aufgeklärt wurde. Leider befürworten das alle vertretenen Parteien,
deshalb wird es wohl schwierig, ein Volksentscheid zu initiieren. Aber
ich drücke die Daumen.
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Es ist traurig zu sehen, daß bei manchen Firmen die
Überwachungsproblematik noch nicht angekommen ist. In dem verzweifelten
Versuch, sich neue Märkte zu erschließen, präsentiert die
Telekotz-Tochter T-Systems ein System, mit dem man in Alt-PKWs die
Orwell-Überwachung nachrüsten
kann. Die können wohl auf eCall nicht warten, oder?
T-Systems schafft hier Lösungen für Probleme, die gar nicht existieren.
Das System soll Telemetrie-Daten des Fahrzeugs zum Händler übertragen,
damit der dann je nach Abnutzung Wartungen vorschlagen kann.
Hallo? Sind nach dem Jahr 2000 noch Autos auf den Markt gekommen,
die zwar mit Elektronik vollgestopft sind (wie sie auch für das System
benötigt wird), aber noch keine Wartungsanzeige im Cockpit haben, die
genau das tun? Was soll die Lösung mehr können und wie die
Nachteile aufwiegen, angefangen von der kontinuierlichen Überwachung
(inklusive der Position, denn die Daten gehen ja schließlich wieder
über’s Mobilfunknetz) bis hin zu nervenden Händlern, die einen dann noch
mehr belatschen und mit Werbung zumüllen?
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Auch wenn es mit Tim Berners-Lee ein bekannter Kopf sagt, und er ist
wahrlich nicht der erste: Der Ruf nach einer »Magna Carta des Internets« wird wohl bei den Politikern soviel
Eindruck hinterlassen wie eine fallende Vogelfeder auf einem
Diamanten.
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Der CIA-Skandal weitet sich aus: Zwei Berichte von
Heise.de und der Süddeutschen Zeitung.
Fefe hat ein
Snowden-Interview des amerikanischen Fernsehsenders NBCnews ausgegraben,
in dem dieser den Skandal als »Merkel-Effekt« bezeichnete. Hintergrund
ist, daß die Senatorin Dianne Feinstein bislang eine Verfechterin der
Spitzelei der Geheimdienste war. Nur, weil es sie jetzt – wie damals
Merkel – plötzlich selber trifft, ist das für sie ein ungeheuerlicher
Skandal…
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Und wenn mal Überwachung sinnvoll ist, dann wird sie abgeschafft.
Diesmal geht es aber nicht um die Überwachung der Bürger, sondern um die
der Politiker. Bislang konnte sich jeder, insbesonders die Presse, vom
Bundesrechnungshof mittels des Informationsfreiheitsgesetzes Zugang zu
den Akten verschaffen, also damit auch feststellen, was der Rechnungshof
so moniert. Wie die Zeit und ein Stern-Reporter in seinem Blog (via Fefe) berichten, ist jetzt
aufgefallen, daß der Bundestag Mitte Juni 2013 (also in der letzten
Legislatur-Periode) klammheimlich, mitten in der Nacht, in 56
Sekunden, per Gesetzesänderung dem ein Riegel vorgeschoben hat. Das
erinnert doch stark an die skandalöse Verabschiedung des Meldegesetzes während der Fußball-EM
2012. Die Entscheidung wurde übrigens von allen Parteien, auch den
Grünen und den Linken, mitgetragen.
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Die Grünen haben ein vertrauliches
Papier zu den TTIP-Verhandlungen veröffentlicht. Sie haben das auf
einer eigenen Mini-Website publiziert und dieses Dokument auch
kommentiert. Das ist zwar schon mal ein guter Anfang, aber leider gibt
das Dokument nicht den Verhandlungsstand wieder, sondern stellt wohl nur
die Leitlinien der EU bei den Verhandlungen dar. Auch wenn es vage ist,
kann man jedoch sehen, was an Rechten der Bürger zu opfern die EU bereit
ist.
Nichtsdestotrotz könnte die Veröffentlichung helfen, denn zusätzlich zu
dem weiterhin anschwellenden Druck der Öffentlichkeit könnte damit die
Verhandlungsposition der EU geschwächt und somit das ganze Abkommen an
Attraktivität für die gekauften Politiker und deren Käufer, die
Lobbyisten, verlieren. Und vielleicht kommt auch noch mehr – es ist ja
offensichtlich, daß die Grünen damit für die EP-Wahl punkten wollen und
sie wollen daher bestimmt nicht ihr ganzes Pulver gleich am Anfang des
Wahlkampfes verschießen.
Der Spiegel hat auch einen Artikel dazu.
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Wie verfassungstreu sind unsere Verfassungsrichter? Ich las einen
Artikel im Spiegel über die anhaltende Kritik der »etablierten«
Parteien an dem 3%-Urteil des Bundesverfassungsgericht. Bei der folgenden
Aussage des Vorsitzenden des Bundesverfassungsgericht, Andreas Voßkuhle,
mußte ich tief schlucken:
Ich persönlich sehe mich als überzeugten Europäer und finde die Idee
eines europäischen Bundesstaates als Fernziel nach wie vor sinnvoll.
Das heißt also, der Verteidiger des Grundgesetzes wünscht nicht weniger
als dessen Abschaffung! Denn so weit das Grundgesetz auch schon ausgehöhlt
und verbogen worden ist, läßt es nach meinem Kenntnisstand den Grad der
Souveränitätsabgabe, wie er für ein »Vereinigte Staaten von Europa« nötig
wäre, nicht zu. Denn der Bundestag und die Bundesregierung müßten
elementare Rechte abgeben, was nicht geht. Das Grundgesetz müßte daher
abgeschafft und die Bundesrepublik aufgelöst werden.
Daß Herr Voßkuhle nicht wirklich an der Verteidigung der Rechte, die das
Grundgesetz der Bevölkerung gibt, interessiert ist, läßt sich in das dann
folgende Statement interpretieren: Er könne nicht erkennen, …
…, daß das Bundesverfassungsgericht mit seinen Entscheidungen die
europäische Integration an irgendeiner Stelle ernsthaft behindert
hätte.
War und ist also die Nichtbehinderung vorrangig bei der Urteilsfindung?
Arme Demokratie, das hast Du nicht verdient!
Ich glaube, die Kinder-/Jugendschützer, Überwachungsfetischisten und
Gegner der Rezeptionsfreiheit (Art. 5 GG) haben sich zusammengetan und sich
eine Medienstrategie ausgedacht, um Zensurfilter nach britischem Vorbild in
Deutschland schmackhaft zu machen. Reihum schreien die Chefs der
Landesmedienanstalten – im dosierten Abstand – nach den Opt-Out-Filtern, um
die armen Kinderchen vor dem bösen, bösen Internet zu schützen. Vor
drei Wochen der aus
Niedersachsen. Heute nun der aus Baden-Württemberg (berichtet von Golem.de).
Da wird nicht mit abenteuerlichen Vergleichen, Euphemismen und
Abwiegeleien gespart. Von »Entscheidungserleichterungen für einen
Erwachsenen« wird da geschwafelt. »Die Geräte [Anm.: PCs, Router,
Smartphones u.ä.] sollten von vornherein so konfiguriert sein, daß Eltern
die Jugendschutzsperren aufheben müssen«. Meine Fresse, die meisten
Geräte gelangen nicht in die Hände von Kindern. Sollen jetzt auch
Automobile, Flugzeugträger, Weltraumraketen und Atombomben mit
Kindersicherungen ausgestattet werden? Wenn jemand einen Vertrag über einen
Internetzugang abschließt, muß er voll geschäftsfähig sein, ansonsten
braucht er ja die Zustimmung der Eltern. Es kann also nicht sein, daß ein
Kind einen Internet-Zugang nutzt, ohne daß ein Erwachsener Kenntnis davon
hat. Und es ist daher einzig und allein dessen Verantwortung, wen er
diesen Internetzugang nutzen läßt und unter welchen Bedingungen. Alles
andere ist ZENSUR. Und wie schnell aus dem Opt-Out ein Zwang wird,
sieht man jetzt gerade in der Türkei. Die Software ist ja schon da. Ein
paar Einstellungen in der Konfiguration ändern – ZACK – ist der
Filter für jeden verbindlich.
Der Kerl beschwert sich auch, daß nur 23% der Eltern Filtersoftware
einsetzen würden. Hat er schon mal an die Möglichkeit gedacht, daß die
anderen Eltern vielleicht einfach nicht ihre Kinder bevormunden wollen? Ich
glaube nämlich nicht, daß die Generation Eltern, die minderjährige Kinder
hat, noch keine Ahnung vom Internet hat – »Neuland« ist das nur für so alte
Behörden-, Verwaltungs- und Politikersäcke.
Dann noch ein unsäglicher Vergleich mit Kneipen:
Ich würde es eher mit dem Alkoholverbot für Kinder in Gaststätten
vergleichen. Das ist allgemein akzeptiert und Deutschland wird dennoch
nicht als Land der Prohibition bezeichnet.
Nein, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! Denn das wäre so, wenn
ich als fast 50jähriger in der Kneipe erstmal meinen Personalausweis
hervorkramen und mich dann in eine Trinker-Ausnahmeliste eingetragen lassen
müßte, bevor ich ein Bier bestellen kann. Umgekehrt kann ich heute auch
Wein und Schnaps kaufen und meinen Kindern zu trinken geben, wenn ich es
wollte, davor hindert mich oder meine Kinder auch kein Mechanismus an den
Flaschen (bei bestimmten chemischen Reinigern gibt es ja
Kindersicherungen!).
Golem zitiert weiter:
Die Furcht vor der Zensur entspringe einem grundsätzlichen Mißtrauen
gegenüber dem Rechtsstaat, meint der Landesmediendirektor. Doch dieses sei
unbegründet, da es auch in anderen Bereichen Regelungen mit
Einspruchsmöglichkeiten gebe. Langheinrich: »Das ist doch das Gegenteil
von einer heimlichen staatlichen Überwachung, die es nicht im Rechtsstaat
geben darf.«
Nein, das ist kein Gegenteil, Zensur hat mit Überwachung überhaupt nichts
zu tun und ist daher auch nicht sinnvoll vergleichbar. Und als Bittsteller
zu irgendeiner Behörde oder Telco gehen zu müssen mit der Chance, daß mein
Einspruch gegen eine Zensur einer bestimmten Webseite abgelehnt wird, hat
nichts mit der Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes gemein. Außerdem
hat die Geschichte gezeigt, daß jede Form von Mißtrauen gegenüber unserem
Staat mehr als berechtigt ist.
Wie heißt es so schön? Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten
Vorsätzen. Aber ich unterstelle den Leuten, daß sie nicht einmal gute
Vorsätze haben. Filter auf der Seite der Internet-Provider sind der
Einstieg in eine Zensur. Da gibt es keinen Zweifel. Deshalb: Kein
Jota nachgeben!
Ein Artikel in
Telepolis beschreibt die Willkür, die Denkweise und die Machtstrukturen
innerhalb der Wikipedia, speziell der deutschen Sektion, die eben an die
Kirche erinnert. In einem Selbstversuch macht sich der Autor ans Werk, in
dem Eintrag zum Terroranschlag am 11.9.2001 in der deutschen Wikipedia u.a.
Fakten über die fragwürdige Aufarbeitung durch die eingerichtete Kommission
hinzuzufügen. Die kann er belegen, Quellen dazu angeben, sie sind auch fern
der diversen Verschwörungstheorien, aber sie entsprechen halt nicht der
offiziellen Linie, die die Wikipedia-Seilschaften sehen wollen. Um es
vorwegzunehmen: Der Autor rennt gegen eine undurchdringliche Wand.
Gekommen bin ich auf den Artikel über einen Forumseintrag zu der
Heise.de-Meldung, daß die Schreiber bei
Wikipedia in Massen weglaufen. Dort im Forum wird berichtet, daß die
Autoren teilweise derart wie Glucken über ihre Artikel wachen, daß sie
sogar Korrekturen offensichtlicher Rechtschreibfehler rückgängig machen!
Auch wird heftig das sogenannte Relevanzkriterium kritisiert – was den
ignoranten Administratoren nicht als relevant erscheint, wird binnen
Stunden wieder herausgeschmissen. Das ist praktisch die Hauptquelle der
Willkür, die dort herrscht.