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Neben der Open Rights Group (wie berichtet) wollen jetzt auch noch zwei
britische Abgeordnete gegen DRIP klagen, und zwar
mit Hilfe der Bürgerrechtsorganisation
Liberty. Angriffspunkt ist, neben dem inhaltlichen Widerspruch des
Gesetzes zu dem EuGH-Urteil, daß das Gesetz der EU hätte vorgelegt werden
müssen.
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Gute Vorbilder werden ignoriert, schlechte werden nachgemacht.
So kombiniert die französische
Regierung deutschen und britischen Mist: Die zweifelhafte
Gesetzgebung in Deutschland, die bereits Vorbereitungshandlungen für
schwere staatsgefährdende Gewalttaten (Googeln nach
Bombenbauanleitungen?) streng bestraft, dient unter anderem als Vorbild
für ein neues Gesetz, mit dem auch staatliche Überwachungsbefugnisse
massiv ausgebaut werden. Und von den Briten übernehmen sie gerade das
»Eilverfahren«, damit ihnen bloß niemand (kritische Abgeordnete, Presse,
Bevölkerung) dazwischenfunkt.
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Die US-Bürgerrechtsorganisation Human Rights Watch hat sich die
Terror-Attentatsversuche in den USA mal genauer angeschaut. Und was kommt
heraus? Überraschung: Hinter fast allen Delikten steht wer?
Al-Qaida? Nein! Das Federal Bureau of Investigation, besser
bekannt unter der Abkürzung FBI. Die Täter wurden angestiftet,
finanziert und ausgerüstet. Die Täter gaben bei Befragung an, daß sie von
sich aus nie den Versuch unternommen hätten, Pläne zu schmieden und sie
in die Tat umzusetzen. Das FBI hat gezielt Arme, Dumme und Kranke
ausgesucht. Der Guardian und Heise.de berichten.
Aber der Leser möge nicht glauben, daß das eine amerikanische
Besonderheit ist. Hinter dem
Oktoberfest-Attentat soll auch der BND stehen, und bei den
Sauerlandbombern gibt es ja auch viele Fragezeichen – so sind die nicht
funktionierenden Zünder angeblich vom CIA geliefert worden und auch der
Chemie-Cocktail, den sie brauen wollten, soll nach Angaben von Chemikern,
die von sich behaupten, sich damit auszukennen, völlig instabil und nicht
kontrollierbar sein. Demnach würden die Terroristen wahrscheinlich schon
bei der Herstellung in die Luft gehen, und wenn nicht, dann spätestens
beim Versuch des Transports zum geplanten Tatort. Daher gehen die
Verschwörungstheoretiker auch davon aus, daß ihnen das Rezept
untergeschoben wurde.
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Daß Microsoft so fleißig in USA gegen den Zugriff amerikanischer
Behörden auf im Ausland betriebene Rechenzentren amerikanischer
Unternehmen klagt, daran soll die Bundesregierung schuld sein. Laut
Heise.de hat sie Microsoft
klargemacht, daß unter der gängigen US-Praxis keine deutsche Behörde
Cloud-Dienste von Microsoft (oder anderen US-Unternehmen) benutzen
dürfe.
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Der tolle Porno-Filter der britischen Regierung wird von den meisten
Briten – abgeschaltet. Sechs von sieben Briten lassen ihn ausgeschaltet.
Das sei auch eine Folge des Overblockings. Engadget und Heise.de
berichten. Meiner Meinung nach wird die Konsequenz nicht sein, den Unsinn
einzustellen, sondern ich rechne damit, daß die britischen Zensur- und
Bevormundungsfanatiker die obligatorische Nutzung des Filters fordern
werden und das auch so umgesetzt wird.
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Ein amerikanischer Journalist von Ars Technica (siehe auch Bericht von Golem.de) findet heraus, welche Masse an Daten über ihn im Rahmen
des PNR (Passanger Name Record) von den amerikanischen Behörden
gespeichert werden, inklusive IP-Adressen, von denen er aus gebucht hat,
und Kreditkartennummern. Auch solche Daten, die die maximale gesetzlich
erlaubte Aufbewahrungsfrist bereits überschritten hätten. Willkommen in
der Welt der Untermenschen, d.h. der Nicht-Amerikaner. Er sollte sich
glücklich schätzen – im Gegensatz zum Rest der Welt erhält er wenigstens
Einblick in seine Daten…
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Dazu passen Artikel über das Regelwerk, welches festlegt, wie man auf
der No-Fly-Liste der US-Amerikaner landet und wie man wieder herunter
kommt. Kurze Zusammenfassung: Durch Willkür/Verdacht (eine dumme
Bemerkung auf Twitter oder Facebook kann schon reichen) hinauf bzw.
praktisch gar nicht herunter. Zum Selberlesen: The Intercept (Quelle), Ars Technica, Golem.de, Heise.de.
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Die FAZ analysiert den Irrsinn Inklusion. Lesenswert! Der Artikel
demaskiert das absurde Handeln der Betreiber der Inklusion.
Ich habe mich zu früh gefreut. Habe ich gestern früh noch die Presse
gelobt wegen der Abwesenheit von Jubelperser-Artikeln in der letzten Zeit –
bamm – taucht gestern abend genau ein solcher auf. Und wo? In der
FAZ, die diesbezüglich schon mehrfach negativ aufgefallen ist. Da wird bei
einer E-Mail-Aktion gegen TTIP schon von einer »Attacke« gesprochen und
auch sonst finden sich die üblichen Weichspüler wieder. Dazu noch ein paar
völlig belanglose Kommentare von Politikern, die den Müll unterstützen,
aber den Eindruck erwecken wollen, daß sie die Sorgen ernst nähmen. Wer
unbedingt diese politische Valium-Tablette schlucken will, der lese
hier).
Überwachung
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Die britische Bürgerrechtsgruppe Open Rights Group will gegen das neue britische Überwachungsgesetz DRIP klagen (via
Slashdot).
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Leider ist die Klage gegen das KFZ-Scanning nicht angenommen worden
wegen formaler Fehler. Da hilft es
erstmal wenig, wenn das BVerfG »gewichtige verfassungsrechtliche Fragen«
sieht.
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Langsam fragt sich auch die allgemeine Presse, wieso Bund und Länder – durchaus auch
sicherheitskritische – Aufträge an die Tochter des US-Unternehmens CSC
gibt, die im wesentlichen von der NSA lebt und ihr zuarbeitet.
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Sascha Lobo über die Spähsucht der Behörden.
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Peter Schaar, Ex-Bundesdatenschützer, sinniert über die
Europäischen
Grundrechte, die durch den Lissabon-Vertrag verankert wurden und die
letztendlich die Grundlage für das EuGH-Urteil gegen die
Vorratsdatenspeicherung bildete. Schade nur, daß sich die EU selbst und
die Mitgliedsstaaten in der Regel einen Sch…dreck um die Einhaltung
kümmern.
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Fortsetzung I: #BPjM-Leak: Netzpolitik.org versucht es mit einem
Interview mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Leider
nicht sonderlich ergiebig.
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Fortsetzung II: »Zensurheberrecht«: In der Angelegenheit um die
Veröffentlichung eines Gutachtens zur 3%-Hürde, das die Unrechtmäßigkeit
des damaligen Vorhabens der Bundesregierung/Bundestags vorhergesagt
hatte, knickt das Ministerium ein.
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Die australische
Wahlkommission verweigert die Herausgabe des Quelltextes der eingesetzten
Wahlmaschinen. Begründung: Das würde die Wahlmaschinen offen für’s
Hacken und für Manipulationen machen. Die haben wohl auch noch nicht
gehört, daß »security by obscurity« eine ganz schlechte Idee ist.
Vermischtes
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Wer bis jetzt immer noch der Meinung ist, bei dem eskalierten Konflikt
in Nahost wäre es jemals um die drei entführten und getöteten
Jugendlichen gegangen, der sollte das
Fundstück von Fefe mal
lesen: Es war nur ein zufälliges, passendes Ereignis, um eine
militärische Aktion/Eskalation zu rechtfertigen.
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Deutschland hat seit Februar ein Antikorruptionsgesetz für Politiker,
wie ich damals auch
schon berichtete. Daß es für die Politiker relativ ungefährlich ist,
ging damals schon die Runde.
Fefe hat nun einen
Zeit-Artikel gefunden, in dem der Vorsitzende Richter am BGH das
Gesetz näher beleuchtet: Sein Schluß: »Nur ein Abgeordneter, der sich
extrem dumm anstellt, kann überhaupt bestraft werden«.
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Wie pervers ist das denn? Erst macht der Seehofer mit seiner CSU das
Thema Maut zum Wahlthema Nr. 1 und fährt damit selbst Merkel in die
Karre, und jetzt will sein bayrische Landesminister für Inneres und
Verkehr Hermann Ausnahmeregelungen für die Maut wegen Dobrindts
Pläne, die Maut für alle Straßen gelten zu lassen! Die Zeit und mittlerweile viele andere berichten. Seehofer ist
natürlich not amused. Ob er noch in der Lage ist zu erkennen, wie
sehr er sich da verrannt hat? Wann kommt denn seine Opportunisten- und
Wendehalsfähigkeit wieder zum Einsatz?
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Zur Maut noch ein Kommentar von einem
Heise.de-Autor: Würde sich der
Staat um seine Forderungen gegen Toll Collect wegen der Einnahmeausfälle
durch den verspäteten Start kümmern, wären die antizipierten
PKW-Maut-Einnahmen für die nächsten 11 Jahre gedeckt!
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Wie fliegt man zukünftig billig? In Stehsitzen und auf Fahrradsatteln, kein Scherz! Da fällt mir
wieder der alte Trabi-Witz ein: Wieso ist der Trabi das leiseste Auto der
Welt? Weil man beim Fahren die Knie in den Ohren hat.
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Der Stern berichtet über eine Greenpeace-Kampagne gegen Lego, weil der Ölkonzern Shell mit
Legos Hilfe Greenwashing im Kinderzimmer betreibt.
Europäische Bürgerinitiative geplant
Rund 150 europäische Organisationen sind im Begriff, eine europäische
Bürgerinitiative zu starten. Es gilt, mehr als 1 Millionen Unterschriften
aus mindestens sieben EU-Staaten zu sammeln. Los gehen mit der Sammlung
soll es im September. Die offizielle Kampagnenseite im Netz ist wohl
stop-ttip.org, sie ist momentan noch
etwas leer, aber ich denke, daß da noch daran gearbeitet wird. Weitere
Informationen findet man auch z.B. bei den deutschen Teilnehmern, z.B.
Campact,
Mehr Demokratie
e.V. oder Attac.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet zu dem
Start der Initiative. Ein Problem ist wohl, daß speziell in den
südlichen EU-Staaten das Thema TTIP noch nicht die Aufmerksamkeit der
Bevölkerung hat, die es verdient.
Auch wenn es nur eine Bürgerinitiative ist und kein Bürgerentscheid (die
EU haßt ja Demokratie…), baut das doch erheblichen Druck auf. Ich werde
natürlich hier im Blog informieren, sobald die Möglichkeit zum Mitzeichnen
besteht.
TTIP & Medien
Trotz der Fußballweltmeisterschaft ist das Thema in den Medien nicht
unter die Räder gekommen. Interessanterweise sind mir in letzter Zeit auch
keine Jubelperser-Artikel mehr aufgefallen, bei denen der Geruch der
Käuflichkeit in der Luft liegt.
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Die Zeit hat einen
ausführlichen Artikel zum TTIP veröffentlicht. Hier sind auch
zwei Unternehmen beschrieben, ein amerikanisches und ein deutsches, die
sich von TTIP Vorteile erhoffen. Für mich klingen deren Hoffnungen
illusorisch und wenig faktenbasiert. Viel wichtiger ist jedoch die
Beleuchtung der Rolle der Schiedsgerichte in dem Artikel:
Genau das aber ist das Problem: TTIP soll den Unternehmen ermöglichen,
die staatlichen Gerichte zu umgehen und stattdessen vor sogenannte
Schiedsgerichte zu ziehen […].
Auch vor diesen Schiedsgerichten gibt es einen Kläger und einen
Beklagten, es treten Zeugen und Sachverständige auf, aber da sind die
Gemeinsamkeiten mit staatlichen Gerichten auch schon zu Ende. Die
Richter nämlich sind keine Beamten, nicht einmal Angestellte, sondern
private Anwälte, die von den Streitparteien für das jeweilige Verfahren
berufen werden. Sie treffen sich in einem Raum ohne Zuschauerbänke, denn
die Schiedsgerichte tagen unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Das Urteil
ist unabänderlich, es gibt praktisch keine Möglichkeit, Berufung oder
Revision einzulegen.
Das Kalkül hinter den Investitionsschutzabkommen ist leicht zu
erkennen: Ein Staat entmachtet ein Stück weit seine eigenen Gerichte in
der Hoffnung, dadurch mehr ausländische Investoren ins Land zu
locken.
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Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht einen
Gastbeitrag der ehemaligen
Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Auch dort ist die Entmachtung
des Bürgers durch die Schiedsgerichte der zentrale Punkt.
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Ebenfalls berichtet die Süddeutsche
Zeitung, wie laut einer Studie die Ölindustrie nur darauf wartet, daß
TTIP kommt, um mit den dort gegebenen Mitteln EU-Vorschriften zu
torpedieren – zum Beispiel für Fracking oder die Gewinnung von Öl aus
Teersand, welche bereits in Kanada zerstörte und verseuchte Landschaften
hinterläßt (schlimmer, als bei uns der Braunkohleabbau).
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Der Stern bringt 10 Fakten zum TTIP. Eher an Leser gerichtet, die noch nicht in
dem Thema drin sind. Also gut zum Weiterschicken an Freunde und
Verwandte, die im Tal der Ahnungslosen wohnen!
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Fefe hat einen Artikel
gefunden, in dem es darüber geht, wie Unternehmen bzw. deren Verbände
im US-Bundesstaat Vermont gegen ein neues Gesetz klagen, das zur
Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln verpflichtet.
Wie Fefe schon selbst sagt, hat das hat zwar mit TTIP nicht direkt zu
tun, aber es ist ein Vorgeschmack von genau dem, was mit TTIP kommen
würde: Das Klagerecht gegen Handelseinschränkungen, auch wenn es um den
Verbraucherschutz geht, das Ganze vor obskuren Schiedsgerichten (das
Problem hat hier Vermont noch nicht einmal) sowie mit enormen
finanziellen Risiken für den Staat (also uns Bürgern).
Georg Orwells Dystopie rückt immer näher. Die Briten haben nun
tatsächlich ihr »Notstandsgesetz« DRIP (Data Retention and Investigatory
Powers) im Eilverfahren im Parlament durchgepaukt. Es hat sich auch
bewahrheitet, daß das Eilverfahren dazu genutzt wurde, im Kleingedruckten
versteckt die Befugnisse deutlich auszubauen. Insbesonders können die
Behörden nun (Telekommunikations-) Unternehmen, die auch im nichtbritischen
Ausland tätig sind, zwingen, dort Kommunikationsmitschnitte und Metadaten
zu erstellen und an sie auszuliefern, also praktisch zur Auslandsspionage
gezwungen werden. Somit kann man Cameron klar als Lügner bezeichnen. Das
Zitat in der Überschrift stammt übrigens von einem der eher wenigen
Politiker, die gegen dieses Gesetz gestimmt haben.
Meldungen dazu:
Und noch mehr erinnert an 1984: Greenwald hat passend dazu Dokumente aus
Snowdens Fundus veröffentlicht, daß das GCHQ nicht nur bis zum Abwinken
Daten sammelt, sondern auch versucht, die öffentliche Meinungsbildung zu
beeinflussen, zum Beispiel, indem Online-Abstimmungen manipuliert werden.
Es berichten der Spiegel und die Süddeutsche
Zeitung.
Außerdem bauen die britischen Polizeibehörden die Gesichtserkennung aus –
nicht nur für die von den CCTV-Kameras geschossenen Bilder, sondern auch
von Kameras, die von Beamten am Körper getragen werden, wie Engadget berichtet. Big Brother is watching you!
Im Gegensatz zu dem britischen Politiker, der sich an einen Schurkenstaat
erinnert fühlt, bin ich der Meinung, daß Großbritannien in vielen
Aspekten ein Schurkenstaat ist. Daher:
Liebe Briten, haut doch endlich ab. Am besten nicht nur aus der EU,
sondern von der Erde! Zieht auf den Mond oder auf einen weiter entfernten
Planeten und baut dort Euer faschistoides Königreich auf!
Spionage-Affäre
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Peinliches Detail in der ersten Spionage-Affäre: Der Verfassungsschutz
bittet die amerikanischen Geheimdienste um Hilfe.
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Selbst ewiggestrige Überwachungsfanatiker wie CSU-Uhl haben langsam die Schnauze voll: »USA gleicht einer digitalen
Besatzungsmacht«.
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Während sich die Bundesregierung ziemlich in Schweigen hüllt bzw. mit
dieser absolut lächerlichen und oberpeinlichen Ausweisung
reagiert, fordern andere echte Konsequenzen, die den Amerikanern auch weh
tun. Zum Beispiel Leutheusser-Schnarrenberger in einem
Gastkommentar bei Heise.de. Die
SPD fordert auch ein bißchen, nämlich die
Unterbrechung (nicht den
Abbruch!) der TTIP-Gespräche. Aber die SPD hat sowieso als ewige
Umfaller- und Mittäterpartei keine Glaubwürdigkeit mehr, daher ist so ein
Statement auch ziemlich egal.
Snowden
Überwachung
-
Was macht man, wenn die Vorratsdatenspeicherung verboten wird? Man
macht einfach ein neues Gesetz, alter Wein in neuen Schläuchen. Das wird
gerade im Überwachungsstaat Nr. 1 (also Großbritannien) probiert, und die
dortige Opposition unterstützt dieses Gesetz, das im Eilverfahren
durchgepaukt werden soll, auch noch! Die ganze Panikmache wird wieder
aufgefahren, inklusive Kinderpornographie. Berichte bei Heise.de
(Vorabmeldung und
weitere Meldung) sowie bei
Golem.de. Ich hoffe nur, daß das nicht die deutschen
Überwachungsfanatiker auf dumme Ideen bringt…
-
Mit ähnlicher Panikmache verbieten jetzt die USA und Großbritannien
Personen das Fliegen, wenn sie Mobiltelefone und anderes elektronische
Equipment mit sich führen, deren Batterien leer sind. Die Batterien
könnten auch durch Sprengstoff ersetzt worden sein. Hmm, daß ihnen das
erst jetzt einfällt? Fefe hat
da so seine eigene Theorie. Allerdings sollten solche Spitzel doch
dann auch passende Ladegeräte zur Hand haben.
Egal, langsam geht es den Leuten auf den Wecker, wie zum Beispiel
diesem Heise.de-Redakteur. Der
Postillon hat auch schon einen Verbesserungsvorschlag.
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In Großbritannien muß ein Student für sechs Monate ins Gefängnis,
weil er das Paßwort für eine verschlüsselte Datei nicht
herausgibt. Um korrekt zu sein, er hat Paßwörter herausgegeben, 50
Stück, aber die waren alle falsch…
Netzpolitik
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Das »Recht auf Vergessen«, das von dem EuGH gewährt wurde, wird
zunehmend kritischer gesehen. Der FAZ-Artikel sieht das als Kampfansage an die Pressefreiheit.
Der Spiegel demonstriert dieses neue Recht an einem eigenen, konkreten Fall.
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Zensur in Deutschland? Gibt es nicht? Nein? Ein Hacker hat die per Hash
geschützte Datei mit vorgeblich jugendgefährdenden Websites der
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zum großen Teil
rekonstruiert und sie bei dem amerikanischen Webseiten-Anbieter Neocities
zur Verfügung gestellt. Etliche Newsticker (z.B. von Heise, Chip) und
Blogger haben daraufhin den Link zu dieser Liste veröffentlicht. Das
paßte der BPjM überhaupt nicht, und bedrohte alle mit der Kinderporno-Keule. Eigentlich darf die Liste gar keine
Kinderpornographie enthalten, denn wenn die Prüfstelle davon Kenntnis
hätte, müßte sie ja aktiv werden (Löschen statt Sperren heißt ja das
funktionierende(!) Prinzip). So sind sich auch ziemlich alle einig, daß
die Drohung nur als Druckmittel eingesetzt wird. Aber niemand will sich
verständlicherweise dem Risiko aussetzen. Also: Schere im Kopf!
Letztendlich müßte man das BPjM wegen übler Nachrede und Erpressung
anzeigen. Übrigens, wer den Hashtag der Aktion mit der Domain des Hosters
kombiniert, kann die URL leicht erraten.
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Max Schrems, der österreichische Datenschützer, der sich beim irischen
Datenschützer massiv, aber wegen dessen Blockadehaltung relativ erfolglos
über Facebook beschwert, will jetzt dessen Posten übernehmen. Die Iren schreiben nämlich
diesen Posten gerade neu aus. Viel Erfolg!
PKW-Maut
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Der Stern fragt sich, wer oder was die Maut noch stoppen könnte.
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Eine Instanz dafür wäre die EU. Die Zeit hat ein
Interview mit dem Europarechtler Volker Boehme-Neßler.
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Auch die Süddeutsche Zeitung bringt einen negativen Kommentar:
»Dobrindts Tragik«.
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Der Bund der Steuerzahler sieht die Maut wie ich: Einfallstor für weiter steigende Abgaben. Die Maut wird mit
Solidaritätszuschlag verglichen, der mittlerweile auch völlig
zweckentfremdet wird. Gut, da könnte man auch die Sektsteuer hernehmen –
an der kaiserlichen Kriegsflotte wird, so glaube ich, auch nicht mehr
gebaut…
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Polizisten wollen nicht von Dobrindt zu Maut-Preller-Kontrolleuren degradiert werden.
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Den Schuß nicht gehört hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann
von den Grünen. Wenn eine Maut – so meint er –,
sollte man doch ein hochtechnisches,
GPS-gestütztes Mautsystem aufbauen. HALLO? JEMAND ZUHAUSE
IM STÜBCHEN? Was für eine inkompetente Pfeife! So ein System würde
nicht nur die Aufzeichnung der Position bzw. der Fahrrouten möglich
machen (wie eCall), nein, sie müßte die Aufzeichnung erzwingen.
Vielleicht ist mal ein grüner Parteikollege so nett und erklärt ihm, wo
seine Partei vorgibt, beim Thema Datenschutz zu stehen!
anderes
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Im Focus berichtet die Neu-EU-Abgeordneten Ulrike Müller (Freie Wähler)
von ihren ersten Eindrücke im EU-Parlament. Drei neue Abgeordneten der
Grünen haben aus ähnlicher Motivation ein Video gedreht, aber dafür nur
Hohn und Spott geerntet (ich habe mir das erst gar nicht
angeschaut…).
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Ich hatte neulich schon davon berichtet, wie Islamisten in
Großbritannien versuchen, Einfluß in den Schulen zu bekommen. Wie nun die
Zeit berichtet, ist das nicht nur ein britisches Problem. Auch in Deutschland findet das statt. Das haben wir nun von der
Toleranz dieser ganzen weltfremden Gutmenschen!
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Der Islamismus ist aber nicht das einzige Problem an deutschen Schulen.
Das Lesen- und Schreiben-Lernen ist immer noch unter der Kontrolle
durchgeknallter Pädagogen mit verbrämten Ideen, was zunehmend in eine Bildungskatastrophe führt. Meine Theorie ist,
daß aber genau das von der Politik gewünscht ist. Mit schlechten Lese-
und Schreibfähigkeiten kann man sich zwar halbwegs durch’s Leben
schlagen, aber für den mündigen und kritischen Bürger reicht das dann
halt nicht mehr.
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Deutsch ist sowieso nicht mehr so wichtig. Das EuGH hat ein deutsches Gesetz gekippt, das nachziehende Ehegatten
aus dem Ausland verpflichtet, Deutsch zu lernen. Schuld an dem Urteil
ist allerdings eine Vereinbarung, die Deutschland vor vielen Jahren mit
der Türkei schloß.
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Es wurde ja schon gemutmaßt, daß die Fußballweltmeisterschaft von der
Politik genutzt wird, um zweifelhafte Beschlüsse und Gesetze ohne große
mediale Begleitung durchzuschleusen. Das ist jetzt geschehen: Das Bundeskabinett stimmt nun der vom ESM (also uns) finanzierten
Rettung südeuropäischer Banken zu. Bei dem Artikel handelt es sich um
einen Gastkommentar von Hans-Werner Sinn.
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Unser Geld werden wir sowieso verlieren: Die EZB will mal so schnell 1.000.000.000.000 Euro locker machen.
Das sind eine Billion Euro – für den, der solche großen Zahlen nicht
lesen kann. Damit wird der Euro zum Monopoly-Geld.
-
Der Bericht über die Folter der CIA muß so brisant sein, daß sich die
amerikanische Regierung im Moment nicht traut, ihn zu veröffentlichen. Man fürchte »Wut auf den arabischen
Straßen«.
Da sind sie nun, die Pläne zur Maut. Seehofers unterwürfigster Diener
Dobrindt hat heute geliefert. Dabei sind zwei neue Konzepte ans Tageslicht
getreten, die bislang so nicht bekannt waren:
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Die Maut soll für alle Straßen gelten, also nicht nur für Autobahnen,
und
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die Regelung ist in zwei Teile aufgeteilt, zum einen die Maut selber,
zum anderen die Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer.
Beides sind Katastrophen, wobei ich für mich noch nicht entschieden habe,
welche die größere dabei ist.
Daß die Maut für alle Straßen gelten soll, hat weitreichende
Implikationen. Ziel war angeblich gewesen, daß sich kein Ausländer der Maut
entziehen können soll, also zum Beispiel auf Bundesstraßen ausweichen kann.
Was für den Durchreiseverkehr und den Verkehr tief nach Deutschland hinein
irgendwo verständlich sein mag (wenn man von dem generellen Unsinn einer
Maut mal absieht), wirft aber natürlich massive Probleme für den
sogenannten »kleinen Grenzverkehr« auf. Ausländer aus Nachbargemeinden
jenseits der Grenze, die mal kurz in den deutschen Baumarkt, Bäcker,
Fleischer, Supermarkt wollen, brauchen plötzlich eine Eintrittskarte
für Deutschland. Mit mindestens 10€ wird aus einer Spontanentscheidung eine
wohlüberlegte Aktion – oder eben auch nicht.
Dadurch, daß Kommunal- und Landesstraßen nicht dem Bund gehören, wollen
die Länder und Kommunen ihren Obulus verlangen. Der eh schon mickrige Topf
müßte also viele Mäuler stopfen. Hinzu kommt wohl, daß der Bund den Ländern
nicht vorschreiben darf, wie diese Gelder zu nutzen seien. Daß das an die
Länder ausgezahlte Geld dann tatsächlich im Straßenbau landet, ist nicht
gesichert und meiner bescheidenen Meinung nach – bei den ewig klammen
Kassen – eher unwahrscheinlich. Damit wird aber auch gleich das Versprechen
gebrochen, daß das Geld ausschließlich für den Straßenbau verwendet werden
würde. Wobei dieses Versprechen sowieso nur Blendwerk ist, da der Bund
leicht den geringen Anteil, der aus der Mineralöl- und Kfz-Steuer (fast 50
Milliarden Euro laut Bund der Steuerzahler!!!) in den Straßenbau fließt,
weiter nach unten anpassen kann, sodaß selbst im Idealfall unterm Strich
nicht mehr für die Straßen herauskommen könnte. Außerdem wird die Maut von
Dobrindt jetzt als Infrastrukturabgabe bezeichnet. Nun, zur
Infrastruktur gehören aber natürlich auch das Schienennetz, die
Wasserstraßen und Flughäfen. Wenn der Begriff auch als Verwendungszweck so
im Gesetz landen sollte, dann ist der mißbräuchlichen Verwendung Tür und
Tor geöffnet – vielleicht für Stuttgart 21, den Berliner Flughafen oder den
neuen Bahnhof in Hamburg…
Zuletzt schafft eine für alle Straßen geltende Maut einen
Präzedenzfall. Soweit mir bekannt gibt es das in Europa und auch sonst auf
der Welt nicht. Neben Maut für Autobahnen gibt es zwar noch welche für
besondere Brücken und Tunnel, auch einige Städte (z.B. London) haben eine
Maut eingeführt, um des Verkehrskollaps Herr zu werden, aber das hat wohl
jeder als Sonderfälle betrachtet. Die vorgeschlagene Maut senkt die
Hemmschwelle für neue Mautideen. Warum sollten nicht nur Staaten eine Maut
einführen? Warum nicht einzelne Bundesländer, Regionen, Kreise oder Städte?
Es ist der Anfang vom Rückfall ins Mittelalter, eine Wiederauflage der
Wegelagerei. Das ist irgendwie diametral zu dem, was immer als Vision von
einem freien und offenen Europa gepriesen wird, oder nicht?
Die Aufteilung in zwei Gesetze kann man als geschickten politischen
Schachzug, ja, fast schon Gabelzug betrachten, zum Leidwesen der
Bundesbürger. Das ganze ist ja ein Konstrukt, um einerseits dem Versprechen
gegenüber den kleinkarierten, kindlich-naiven CSU-Wählern gerecht zu
werden, daß nur Ausländer von der Maut betroffen sein würden, und
andererseits der EU Genüge zu leisten, die eine Diskriminierung von
Ausländern verbietet. Vorgeblich sind die beiden Gesetze voneinander
unabhängig. Solle die EU – die ja nicht zu blöd ist zu erkennen, was da
gespielt wird – dem aus irgendeinem Kalkül heraus dennoch zustimmen, so
wäre die Bundesregierung später in der glücklichen Lage, das Mautgesetz zu
ändern und die Maut zu erhöhen, die Kfz-Steuer aber unverändert zu
belassen. Da diese – mit dem Segen der EU – ja bezugsfrei zur Maut wäre
(bzw. sein müßte), dürfte es keinen Automatismus geben, welcher die Steuer
weiter nach unten korrigiert und das Versprechen somit aufrecht läßt. Der
deutsche Autofahrer zahlt damit auch mehr.
Sollte andererseits die EU den Zeigefinger in die Höhe reißen und
Njet sagen, dann wäre vermutlich nur die Neuregelung der Kfz-Steuer
betroffen, nicht aber das Gesetz für die Maut. Die Maut würde also weiter
laufen, die Kompensation wäre dahin. Die Bundesregierung könnte dann auch
noch so dreist sein und mit dem Finger auf die EU zeigen, und damit
versuchen, den Zorn der Autofahrer dorthin zu lenken. Und so, wie ich die
Deutschen mittlerweile einschätze, würde ihr das auch gelingen.
Also wenn die Maut mit diesem Doppelgesetz verabschiedet wird, kann die
Bundesregierung gar nicht verlieren.
Heute sind ungewöhnlich viele Artikel dazu publiziert worden, deshalb
liste ich sie mal einfach (fast) ohne Kommentar auf:
Spiegel
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Süddeutsche Zeitung
Die Zeit
Stern
Beim Thema Verursachen und Gebühren ist noch viel Luft nach oben. Was
dem Bund recht ist, sollte Kommunen billig sein. Warum nicht gleich auch
noch eine Hamburg-, Stuttgart- und Berlin-Vignette? Und warum bei
Kraftfahrzeugen stehen bleiben? Die öffentlichen Wege werden schließlich
auch von Radfahrern und Fußgängern genutzt, ohne daß die einen Cent zum
Erhalt beitragen?
Focus
Überwachung
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Der NSA-Untersuchungsausschuß hat am heutigen Donnerstag die
US-amerikanischen Whistleblower William Binney und Thomas Drake befragt.
Zusammenfassungen kann man bei Heise
(Zwischenmeldung und
Bericht), Golem (Zwischenmeldung und Bericht), FAZ, Spiegel und Stern finden.
Ein Mitwirkender von Netzpolitik.org hat sich die Mühe gemacht,
als Zuschauer dabei zu sein und ein Wortprotokoll zu erstellen.
Es sind zwar ein paar Lücken und einige Tippfehler (mehr als bei mir…)
drin – letztere werden bestimmt noch korrigiert, da die Veranstaltung bis
spät in die Nacht (0:20 Uhr) ging –, aber das ganze ist hochgradig
interessant. Vielen Dank dafür! Für mich ist mittlerweile klar:
Die Amerikaner sind die Nationalsozialisten des 21. Jahrhunderts! Und so
weit weg ist diese Position gar nicht von den der beiden Zeugen…
Interessanterweise wohnten auf der Besuchertribüne auch einige
Abgeordnete des US-Kongresses der Befragung bei.
-
Wie William Binney in der Befragung auch schon zum Ausdruck gebracht
hat: Obama hat nicht im Geringsten vor, die Massenüberwachung
einzuschränken: Sein eingesetztes »Privacy and Civil Liberties Board«
gibt grünes Licht für die Tätigkeiten der NSA, wie ArsTechnica gestern berichtete. Also nicht nur für die gegen die
Untermenschen im Ausland, nein, auch gegen die amerikanischen Bürger
selbst. Heise.de hat das Thema heute
aufgegriffen.
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Durch die Medien (z.B. FAZ, Heise, nochmal
Heise, Golem) ging heute auch, daß ein Verzeichnisdienst für TOR, den
ein deutscher Student betreibt, explizites Ziel des NSA ist. Die nicht
ganz unerwartete Quintessenz ist: Jeder identifizierte Nutzer dieses
Servers wird als Extremist markiert.
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Der von den Amerikanern praktizierte Polizei- und Überwachungsstaat
inspiriert natürlich auch faschistoide Leute in der EU.
Die EU-Agentur für Polizeisysteme soll
expandieren. Es soll auch das geplante Ein-/Ausreisesystem umfassen,
wie Heise schreibt. Und wer drängt besonders? Die Deutschen.
Zitat:
Vor allem das deutsche Bundesinnenministerium drängt die
EU-Kommission, im Rahmen des Pakets "Intelligente Grenzen" ein
"Ein-/Ausreisesystem" (EES) nach US-Vorbild zu errichten. Darin sollen
von Reisenden aus Drittländern nicht nur Zeit und Ort von Ein- und
Ausreise erfaßt werden, sondern auch alle zehn Fingerabdrücke.
Sonstige Politik
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Töten per Joystick: Das wollen die CDU/CSU und – natürlich – die
Umfaller von der SPD, die Bundesbürger jedoch nicht: 80% lehnen
Kampfdrohnen ab. In unserer Scheindemokratie ist das aber egal. Die
Opposition darf sich ein bißchen im Bundestag austoben, wie
Heise berichtet. Die Argumentation
der Befürworter ist natürlich tumb wie eh und je – z.B. als Schutz für
Soldaten im Auslandseinsatz. Das ist die bekannte Salamitaktik, früher
oder später werden alle Schranken fallen, für die sich diese
ehrenwerten Politiker jetzt aussprechen. Die FAZ – offenbar mal
wieder im Lobbymodus – vermag das nicht zu sehen.
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PKW-Maut: Dobrindt konkretisiert zur Zeit Seehofers Schwachsinnseinfall
namens PKW-Maut. Die
Zeit
beleuchtet das. Sie erklärt das zum kompletten Unsinn, geht aber davon
aus, daß die Maut aus »Parteiräson« bis zum bitteren Ende durchgeprügelt
wird – das Ausblenden von Logik und Vernunft erinnert mich so fatal an
Stuttgart 21.
Unklar ist für mich noch die Position der EU. Der Focus interpretiert
die Äußerungen von dem zuständigen EU-Kommissar Kallas als Zustimmung. Das klang in Kallas’ Gastbeitrag in der FAZ vor
ein paar Tagen noch ganz anders.
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Personalien: Dirk Niebel (FDP) macht für seine eh schon am Boden
liegende Partei Negativschlagzeilen: Er wechselt zu einem Waffenkonzern.
Dummerweise saß er früher auch im Bundessicherheitsrat, der über
Waffenexporte entscheidet. Der ehemalige Innenminister Baum und andere
Kollegen werfen ihm Beschädigung der Partei vor.
Bei der CDU mißfällt der Mißfelder. Speziell der Besuch von Schröders
Party in Moskau, bei der auch Schröders Busenfreund Putin zugegen war,
stößt immer noch auf.
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Der Spiegel berichtet über einen neuen amerikanischen Dokumentarfilm
zum zweiten Irakkrieg und speziell darüber, daß Donald Rumsfeld all seine Lügen weiterhin aufrecht hält, in purer
Ignoranz der Faktenlage. Definitiv ein Kandidat für den Internationalen
Strafgerichtshof in Den Haag…
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TTIP: Der Lehrerverband VBE warnt vor Risiken für die Bildung durch das Transatlantische Handelsabkommen
TTIP. Auch die Kulturschaffenden haben mittlerweile Angst, daß
TTIP sich negativ auf ihre Arbeit auswirken wird.
Ich glaube mittlerweile, man sollte TTIP als Putschversuch der
Industrielobby und ihren Handlangern in der Politik gegen die westlichen
Demokratien betrachten.
Gesellschaft und anderes
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In den Medien – jenseits des politisch hyperkorrekten
Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, für den das ein Nicht-Thema war – wurde
in den letzten Tagen viel über das Urteil des Menschenrechtsgerichtshof
in Straßburg diskutiert. Dieser hat das französische Burka-Verbot für rechtens erklärt. Es setzt
damit Grenzen der Religionsfreiheit, die für mich noch viel enger sein
sollten (Stichwörter: Schächtung und Beschneidung). Die FAZ schreibt zur
Begründung des Gerichts:
Die Burka errichte eine Barriere zwischen ihrer Trägerin und der
Umwelt und untergrabe damit das Gefühl des Zusammenlebens in der
Gesellschaft. Das Verbot sei daher angemessen.
In den Foren entstand ein heftiger Austausch zwischen verklärten
moslemischen Agitatoren und sonstigen Gutmenschen auf der einen Seite und
Leuten, die in der Vermummungspflicht eine Unterdrückung der Frau sehen,
auf der anderen Seite.
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Finger weg von Paypal! Paypal hat jetzt schon mehrfach Projekten, die
über sogenanntes »Croud Funding« finanziert werden sollen, mit
fadenscheinigen Begründungen den Saft abgedreht, d.h. die Gelder
eingefroren, sodaß diese weder den Projekten zur Verfügung standen noch
den Spendern wieder zurücküberwiesen wurden. Diesmal trifft es ein
Projekt, welches ein abhörsicheres E-Mail-System entwickeln will. Als
Grund gab Paypal an, daß es Zweifel hätten, ob die Entwickler denn die
Erlaubnis von der US-Regierung hätten. WIE BITTE??? Mittlerweile
ist es zurückgerudert. Golem und Heise
berichteten.
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Die FAZ und der Spiegel berichten, daß die Amerikaner keine Hamburger mehr von
McDonald’s mögen. Burger King und KFC (bei Geflügel) ergeht es nicht
wesentlich besser in dieser Umfrage. Alles hat mal ein Ende. Nur die
Currywurst hat zwei. Oder wie geht das nochmal?
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Schwarz-Rot will also nun offiziell
Snowden nicht in Deutschland
befragen. Als Alibi haben sie jetzt die »Vernehmung« per Video
festgelegt, »von seinem zu diesem Zeitpunkt aktuellen
Aufenthaltsort«, obwohl Snowden das bekanntlich schon explizit
abgelehnt hat. Pikanterweise – oder sollte man besser sagen:
perfiderweise – haben sie den Termin auf den Jahrestag der Anschläge in
den USA gelegt. Wenn sie jetzt die Uhrzeit noch rund 100 Minuten nach
hinten schieben würden, dann würde die auch noch stimmen.
Ich hoffe insgeheim, daß sich Snowden, Greenwald und die Aktivisten
rund um die beiden für diesen Tag noch etwas Hübsches einfallen lassen,
z.B. indem sie etwas für den deutschen Staatsapparat sehr
Kompromittierendes veröffentlichen.
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Auch wenn’s nichts bringt: Schöne Protestaktion von Greenpeace, Electronic Frontier Foundation
und Tenth Amendment Center gegen die NSA.
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Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung
für verfassungswidrig erklärt, ebenso der Europäische Gerichtshof, das
ungarische und diese Woche [auch das österreichische
Verfassungsgericht](http://heise.de/-2240832](), bei der EU denkt niemand
mehr an eine Vorratsdatenspeicherung wegen der unmöglich einzuhaltenden
Schranken (wie berichtet), und was machen die deutschen Innenminister???
Sie halten sich die Ohren zu und fordern weiterhin die Vorratsdatenspeicherung (via
Fefe), weil die ja so
unheimlich wichtig für die Verbrechensbekämpfung sei. Welche Qualitäten
muß man nochmal vorweisen, um Minister zu werden? Keine?
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EU-Rat – nichts aus der NSA-Affäre gelernt, Transferleistung aus dem
EuGH-Urteil nicht erbracht, tritt Datenschutzrechte europäischer Bürger
weiterhin mit Füßen: EU-Rat besiegelt
neues Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada.
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Ein amerikanisches Gericht folgt nun dem Beispiel Großbritanniens, das
die Herausgabe privater Kryptoschlüssel mit dem Recht des Beschuldigten,
sich nicht selbst belasten zu müssen, für vereinbar hält. Ich kann die Argumentation nicht
nachvollziehen.
»The defendant is only telling the government what it already
knows«
Das erinnert mich irgendwie an Hexenprozesse. Der herangezogene
Vergleich mit einem Tresor trifft zwar eventuell (wobei die Kritiker auch
das schon bestreiten), aber die Argumentation, warum der Schlüssel zu
einem Tresor herausgegeben werden müsse, ist die gleiche Hexenjagd:
»For example, an individual can be forced to hand over a key to a
locked safe if the government already knows that’s your safe – the
documents in there have already been created«
Zudem könnten ja im Tresor auch noch andere Dokumente liegen, die
Beweise für Verbrechen darstellen, die den Strafverfolgungsbehörden noch
gar nicht bekannt sind oder bei denen zumindest der Beschuldigte nicht
als Täter verdächtigt wird. Dies würde wieder das obige Recht
verletzen.
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Ich hatte neulich
schon mal über den Irrsinn an amerikanischen Schulen berichtet, die
Sonnenschutzcreme als Gift deklarieren und verbieten. Die FAZ hat
offenbar ihren Artikel aufgemöbelt, recycled oder wie man es auch immer
nennen will, und bringt das in größerem Kontext. Das wird für die Amis nicht charmanter…
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Einige in der FDP meinen, die Partei habe ein Image-Problem (und kein
inhaltliches), und ein neuer Name würde es schon richten. Mal nachdenken … »DLP
– Deutsche Lobbyistenpartei« … »ELP – Ehemalige liberale Partei« … »PSF –
Parteispenden sind fruchtbar« … »BSE – Bürgerrechte sind egal« … »ÜPD –
Überflüssigste Partei Deutschlands«…
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Posse: USA düpieren China, indem sie den Platz vor der chinesischer Botschaft in Washington nach dem
Dissidenten Liu Xiaobo benennen. Die zitierten Vorschläge im Artikel
sind schon richtig: Die Chinesen sollten im Gegenzug die Straße vor der
amerikanischen Botschaft in Peking doch von »Anjialou Road« z.B. in
»Edward Snowden Road« umbenennen.
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Wir haben nicht nur einen Kriegstreiber im Lande: Von der Leyen will bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr.
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Weil mich der religiöse Fanatismus hin und wieder beschäftigt:
Eigentlich können die mordenden Islamisten nicht an die Allmacht ihres
Gottes glauben, denn ein wirklich allmächtiger Gott hätte Handlanger wie
sie gar nicht nötig. Aber Argumentieren hat bei solchen Leuten gar keinen
Zweck – entweder man bekommt krude Rechtfertigungen (z.B. »von Gott
beauftragt«) oder man wird gleich erschossen.
Und zwar mit Hilfe des
Bundesnachrichtendienstes. Die haben über Jahre Daten aus einem
Internet-Verteilknoten in Frankfurt (höchstwahrscheinlich DE-CIX)
abgeleitet und nahezu ungefiltert und in Rohform an die NSA
weitergeleitet.
Preisfrage: Wer hat das damals genehmigt? Gehard Schröder und
Frank-Walter Steinmeier. Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten! Ich
fordere hiermit den sofortigen Rücktritt von Steinmeier, diesem subversiven
Element! Und für Schröder die Streichung sämtlicher Apanagen.