Meine wenigen Leser beschweren sich darüber, daß ich sehr häufig den
gleichen Titel für meine Blogeinträge verwende. Das liegt halt in der
Tatsache begründet, daß ich meist über ein breiteres Spektrum grantle und
nicht über ein spezifisches Thema. Aber ich nehme ja Kritik auf, und
deshalb war ich jetzt mal hochgradig innovativ – zumindest in der Art und
Weise, wie deutsche Politiker die flachen, aus internationaler Sicht
bemitleidenswerten Ideen der deutschen IT-Großkonzerne bezeichnen.
Firefox
Mozilla hat seit der Umwandlung von Firefox (bzw. dessen Vorgänger
Netscape Navigator) in ein Open Source-Projekt Probleme, eine dauerhafte
solide Finanzierung hinzubekommen. Nun mußte sich Mozilla eingestehen, daß
eines der Projekte, aus dem am Ende auch ein bißchen Geld sprudeln sollte
und in das sie viel Energie gesteckt haben, letztendlich gescheitert ist.
Firefox OS sollte den Browser samt kompletter Laufzeitumgebung auf
Mobilgeräte, vornehmlich Smartphones, bringen.
Gründe für das Scheitern gibt es mehrere: einerseits war m.E. das Projekt
allgemein zu groß für Mozilla, zudem muß man technologisch die Frage
stellen, ob man wirklich krampfhaft versuchen muß, den Browser zum
Ökosystem eines ganzen Gerätes zu machen. Das erinnert mich so an den immer
wieder richtigen Spruch: Hast Du nur einen Hammer als Werkzeug, sieht
jedes Problem wie ein Nagel aus. Ein anderes Problem ist, daß mit
Android ebenfalls eine Plattform zur Verfügung steht, die für den
Hersteller auch mit wenig bis keinen Lizenzkosten verbunden ist. Vor diesem
Problem steht zum Beispiel Jolla mit ihrem
Sailfish ja auch. Die haben aber wenigstens geschafft,
Android-Applikationen unter ihrem Betriebssystem zum Laufen zu bekommen –
mir ist nicht bekannt, daß Mozilla ähnliches auf dem Radar hatte.
Aber egal, Firefox OS scheint ja Geschichte zu sein, ein Weiterleben gibt
es höchstens noch auf SmartTVs (zur Zeit bei Panasonic), wo es sich aber
auch mit anderen gescheiterten Betriebssystemen (wie WebOS) einen
Konkurrenzkampf liefert. Ich wollte auch eigentlich nicht über die
Geschichte schreiben, sondern über die Zukunft. Denn was macht Mozilla nach
dem Scheitern von Firefox OS? Es stürzt sich in neue, völlig ungewisse
Abenteuer. »Internet of Things«, was wohl das Buzzword des Jahres
2016 werden wird, muß es sein. Und wiederum soll die eigene Browser-Technologie im Zentrum stehen.
Aus Fehlern nichts gelernt?
Auch auf Slashdot wird heftig geschimpft: Mozilla sollte sich mehr
um den Browser selbst kümmern. Firefox mit seiner darunterliegende Layout
Engine »Gecko« war mal top-of-the-notch, aber die Welt dreht sich weiter,
und so kommt er ins Hintertreffen, speziell gegenüber Googles Chrome, aber
auch gegenüber Microsofts neuen Browser Edge. Die sind schneller beim
Rendern, können besser mit mehreren CPU-Cores umgehen und sind auch nicht
mehr so ressourcenhungrig. Ebenso steht in der Kritik, daß Mozilla die
Weiterentwicklung von Thunderbird praktisch eingestellt hat.
Eine Heise-Meldung ließ
aufhorchen: Mozilla wolle im Juni auf Basis ihres Forschungsprojekts
»Servo«, eine hochgradig parallelisierte Layout Engine, für die extra eine
eigene Programmiersprache namens »Rust« entwickelt wurde, im Juni als
Alpha-Version vorstellen. Hat Mozilla den Wink mit dem Zaunpfahl
mitbekommen? Offenbar nicht wirklich. Heise hat den Artikel mittlerweile
aktualisiert. Mozilla läßt verlauten, daß lediglich eine »Tech-Demo«
geplant es. Schade…
Zensur
-
Das »Recht auf Vergessen«, das sich ein Spanier vor dem EuGH erkämpft
hat und unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes da herkommt, entpuppt
sich immer mehr als ein Zensur-Mechanismus. Speziell die französische
Datenschutzbehörde CNIL treibt Google vor sich her (die sollte sich mal
lieber den eigenen Staat vorknöpfen…). Auf Druck hat Google schon den
Suchfilter auf allen Suchmaschinenadressen aktiviert, nicht nur von den
europäischen (also google.de, google.fr usw.) und
stattdessen den Filter anhand der
IP-Adressen ein- und ausgeschaltet (Geolocation/Geoblocking im
Neudeutsch). Das reicht CNIL aber nicht:
Sie droht mit Geldstrafen, sollte
Google den Suchfilter nicht global einschalten. Nicht nur, daß dieses
»Recht auf Vergessen« sowieso fragwürdig ist, öffnen sie aber mit dieser
Forderung die Büchse der Pandora: Sollte Google tatsächlich global
filtern müssen, wie könnten sich Google und die anderen Suchmaschinen
noch gegenüber anderen unfreieren Staaten argumentativ wehren, wenn von
dort die Forderungen nach der globalen Ausdehnung der dort schon
bestehenden Sperren kommen? Ich denke da so an Staaten wie China oder
Nordkorea und die ganzen islamischen Staaten.
-
Die Süddeutschen Zeitung diskutiert in einem Artikel, ob der Pressekodex in seiner jetzigen Form richtig ist oder
nicht. Auch von der Schere im Kopf ist die Rede. Sehr aufschlußreich
und erwähnenswert finde ich die zitierte Aussage von Kai Gniffke, Chef
von ARD-aktuell (und damit auch für die Tagesschau & Tagesthemen
zuständig):
…Schwierig werde es, wenn die Polizei im Netz mehr veröffentlicht, als
die Medien berichten würden. »Wir sind eben nicht mehr die alleinigen
Gatekeeper, die darüber befinden, was die Leute erfahren. Damit
müssen wir umgehen«
Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Sie maßen sich an,
Gatekeeper zu sein. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sieht sich
als Bestimmer darüber, was der Bürger erfahren darf! Solche Leute wie der
hätten auch im 3. Reich oder in der DDR Karriere gemacht…
-
Auch bei N-24 wird über den Pressekodex, speziell über Ziffer 12.1, die
das Nichterwähnen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Menschengruppe
fordert, diskutiert. Der Autor spricht sich für die Abschaffung dieses Absatzes im Kodex
aus.
-
Warum man keine ungeliebten, abgesägten Politiker in die
EU-Institutionen abschieben darf: Während Edmund Stoiber wenigstens
nichts kaputtmacht, hält es Monika Hohlkopf, äh, Hohlmeier, nicht so: Als
wenn es nicht schon gereicht hat, daß sie an der Zerstörung der deutschen
Schriftsprache mitgeholfen hat, fordert sie nun als Berichterstatterin im
EU-Parlament Websperren gegen Terrorismus
(Heise, Netzpolitik). Also nichts anderes also Zensur. Wie heute so
üblich (siehe auch Maas weiter unten), ist alles weit und schwammig
gefaßt, der Willkür Tor und Tür geöffnet. Willkommen im chinesischen
Internet. Aber das hat bei der CSU Tradition. Ich kann mich noch gut
erinnern, daß bei der Sperrdiskussion wegen Kinderpornographie der
Parteikollege Hans-Peter Uhl gefordert hatte, man solle sich doch China
als Vorbild nehmen…
Islamisierung
Flüchtlinge
-
Flüchtling begrapscht Mädchen im Schwimmbad. Weitere fünf
Flüchtlinge waren zugegen, deren Verwicklung in das Geschehen konnte
offenbar nicht ganz nachvollzogen werden.
-
Ein beißender Kommentar von Hendrik M. Broder zum Besuch von
Norbert Blüm in Idomeni, zu der Situation in Idomeni und zu der
Erwartungshaltung und mangelnde Verantwortung für die eigene Lage der
Flüchtlinge:
Dazu kommt noch etwas. Das Gefühl, für das eigene Schicksal
verantwortlich oder wenigstens mitverantwortlich zu sein, ist,
freundlich formuliert, extrem schwach entwickelt. Geht etwas schief,
sind immer andere schuld: der Kolonialismus, der Kapitalismus, der
Imperialismus, der Zionismus, der Westen an sich und die Unmoral, die er
überall verbreitet.
[…]
Auch die Eltern der Kinder, die uns jeden Tag aus großen traurigen
Augen hilfesuchend ansehen, fühlen sich für die Leiden ihrer Kinder
nicht verantwortlich. Schuld sind diejenigen, welche die Grenzen
dichtgemacht haben, die Grenzen zwischen Griechenland und Mazedonien,
Mazedonien und Serbien, Serbien und Kroatien, Kroatien und Slowenien,
Slowenien und Österreich, Österreich und Deutschland. Offenbar gehen die
meisten Flüchtlinge davon aus, daß das Recht, nach Deutschland kommen zu
können, sich in Deutschland niederlassen zu dürfen, ein unverhandelbares
Grundrecht ist. Und das hat nicht nur mit den Selfies der Kanzlerin zu
tun.
Es ist eine Frage der Ehre, die ebenso wie der Märtyrerkult zu den
Säulen der arabisch-islamischen Kultur gehört, daß man sich von
Ungläubigen nicht vorschreiben läßt, wie und wo man leben soll. Eine
Berlinerin, die sich seit Monaten in der Flüchtlingshilfe engagiert,
bringt es auf den Punkt: »Sie finden, daß wir ihnen dankbar sein
sollten, daß sie zu uns kommen.«
Letzteres wird auch noch von so doof-dämlichen Aussagen wie von
Göring-Eckhardt verstärkt, die sich freut, daß Deutschland dank der
Flüchtlinge religiöser werde (EKD-Synodale 2015). Wohin so eine Denkweise
führt, mußte man jetzt leider in Schottland beobachten: Gläubiger Muslim wünschte frohe Ostern – dafür wurde er erstochen
(mit Ergänzung).
-
Hieß es nicht, Flüchtlinge im speziellen und Ausländer im allgemeinen
seien nicht straffälliger als die Deutschen? Da hat das Gutmenschenblatt
Stern nicht aufgepaßt und einen Artikel veröffentlicht, in dem berichtet wird, daß
Ausländer dreimal so straffällig seien wie Deutsche, daß in den
Gefängnissen der Ausländeranteil 30% betrage und aufgrund der
Flüchtlingswelle die Plätze in den Untersuchungsgefängnissen knapp werden
würden. Kein weiterer Kommentar…
TTIP
Rundfunkgebühren
-
Leider hat auch das Bundesverwaltungsgericht die erste Klage gegen die
Haushaltsabgabe negativ beschieden. Weitere Klagen werden noch
verhandelt. Jetzt bleibt nur noch der Weg vor das
Bundesverfassungsgericht. Große Hoffnung hege ich allerdings nicht. Ich
habe letztens einiges über das Gericht und deren Richter gelesen, was
meine bisherige mäßige Achtung dieses Gerichts dahinschmelzen läßt (Macht
korrumpiert halt überall). Kombiniert mit der Tatsache, daß der
Vorsitzende des Ersten Senats und Vizepräsident des BVerfG, Ferdinand
Kirchhof, der Bruder des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Paul
Kirchhof ist, der die rechtliche Grundlage für die Haushaltsabgabe
formuliert hat, kommt mir unweigerlich der Spruch in den Sinn, daß eine
Krähe der anderen kein Auge aushackt…
-
Jetzt sind die Rundfunkgebühren schon exorbitant, und der Bayrische Rundfunk macht dennoch Schulden im dreistelligen
Millionenbereich! Jedes Privatunternehmen wäre bankrott.
Minister Mittelmaas
Nein, diese schöne Verballhornung stammt nicht von mir, sondern aus einer
Zeitung und bezog sich auf die Kompetenz dieses Herrn. Denn bei allem, was
er anpackt, kommt nur Mittelmäßiges heraus. Eine immer wieder vorgebrachte
Kritik ist übrigens, daß er mit seinen Gesetzen durch unklare
Formulierungen, durch Verwendung unscharf definierter Begriffe die
Rechtsunsicherheit fördert. Diese Rechtsunsicherheit hebelt aber die
Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit aus, weil ehrliche Leute dann lieber
das zu ihren Ungunsten auslegen, um einen Rechtsbruch zu vermeiden. Das ist
dann ein ähnlicher Effekt wie bei der Selbstzensur. Außerdem fördert sie
die Beweislastumkehr.
Aber vielleicht ist das gar nicht mal Inkompetenz, sondern Absicht.
Spätestens seit seiner 180-Grad-Drehung in Sachen Vorratsdatenspeicherung
ist klar, daß Heiko Maas keine moralischen Ansprüche an sich stellt,
sondern für jede Schandtat zur Verfügung steht. Und da bei der SPD die
Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit nur als Monstranz vor sich
hergetragen wird, aber nicht wirklich gelebt wird, ist sehr leicht möglich,
daß Maas nur Handlanger fremder Interessen – innerhalb und außerhalb der
Partei – ist. Beispiele gefällig?
-
Nach der Kölner Silvesternacht will Maas das Sexualstrafrecht
verschärfen. In der Zeit wird kritisiert, daß der Tatbestand zu weit gegriffen
und das Strafmaß überzogen ist. Selbst für ein überraschendes Grapschen
zwischen Ehepartnern könnte die Strafe doppelt so hoch werden wie für
einen Faustschlag ins Gesicht. Auch Sex zwischen dem/der Vorgesetzten und
der/dem Untergebenen, der aufgrund einer (auch vom Opfer nur implizit
angenommenen) Androhung einer Kündigung zustandekam, kann schlimmer
bestraft werden, als wenn, wie der Autor schreibt, er/sie ihr/ihm »die
Augen auskratzt, die Zähne ausschlägt und die Arme absägt«.
Auch wenn hier alles schön geschlechtsneutral definiert wurde, glaube
ich, man kann ohne Zweifel sagen, daß hier klar die Handschrift der
Radikalfeministen zu erkennen ist, die in jedem Mann ein Sexmonster
sehen.
-
Ein weiteres Feld, wo Maas seine Inkompetenz zeigt und verwüstete
Landstriche hinterläßt, ist die Reform des Urheberrechts. Nach
Überarbeitung des Entwurfs durch Maas – nach Kritik von den
Rechteverwertern – fühlt sich die Vertretung der Urheber verraten, wie
Heise berichtet.
-
Auch das Strafrecht bezüglich Mord will Maas reformieren. Offizieller
Anlaß ist, daß im aktuellen Gesetzestext noch Begrifflichkeiten und
Täterklassifizierungen vorkommen, deren Ursprung in der Gesetzgebung
während des Dritten Reichs liegen. Dabei will Maas aber den Mord
relativieren und nicht in allen Fällen die lebenslängliche
Freiheitsstrafe vorsehen (die ja sowieso schon lange nicht mehr
lebenslange Haft bedeutet). Laut Spiegel und Zeit sollen die Haftstrafen auf bis zu nur fünf Jahre
reduziert werden, und zwar, wenn der Täter
-
»aus Verzweiflung« handelte,
-
um »sich oder einen ihm nahestehenden Menschen aus einer ausweglos
erscheinenden Konfliktlage« zu befreien,
-
durch eine »schwere Beleidigung oder Mißhandlung (…) zum Zorn gereizt«
wurde oder
-
von einer »vergleichbar heftigen Gemütsbewegung« betroffen war
Als ich das las, mußte ich erstmal schlucken. Und wenn ich in die
Kommentare beim Spiegel und bei der Zeit hereinschaue, ging es anderen
genauso. Denn womit begründen Islamisten ihre Morde an Karikaturisten, die
Mohammed malen oder an sonstigen Kritikern des Islams? Richtig, mit
schweren Beleidigungen. Und mit was wird der Mord an Familienmitgliedern,
vorwiegend Töchter und Schwestern, die sich westlich orientieren oder die
»ungläubige« Partner haben? Auch richtig, eine gefühlte Ehrverletzung ist
doch eine mit der Beleidigung vergleichbare Gemütsbewegung. Auch
Rachemörder könnten mit der geplanten Regelung in den Genuß der
Vergünstigung kommen. Ich dagegen kann mir überhaupt keine Form von
Beleidigungen/Gemütsbewegung vorstellen, die eine Strafminderung bei Mord
rechtfertigen würde. Vielleicht sollte Maas noch eine Liste daranhängen,
damit jemand weiß, ob er/sie bei »Hurensohn« oder »Hure« schon das Messer
zücken und zustechen darf…
Ist das einfach nur unsägliche Dummheit oder auch nur wieder
Handlangertätigkeit, diesmal für die ganz linke Gutmenschenfraktion?
-
Auch die ganze Geschichte mit Maas und Facebook zur Zensur der
»Haß-Postings« ist äußerst fragwürdig. Hadmut Danisch berichtet in seinem
Blog von Versuchen, die Details der
Vereinbarung zwischen Maas und Facebook zu bekommen (Teil 1 und 2). Er beobachtet, daß weit mehr als nur Haß-Postings von
Facebook gelöscht werden und fragt sich, inwieweit da die Bundesregierung
bzw. Maas da mitmischen.
Euro & Bargeld
Flüchtlinge
Lügenpresse
-
Lügenpressevorwurf an ARD und ZDF, diesmal nicht von der AfD oder
Pegida, sondern von Horst Seehofer persönlich.
-
Ein weiteres Beispiel für die Lügenpresse konnte man jetzt beim Stern
beobachten. Es geht um die versuchte Vergewaltigung zweier jugendlicher
Mädchen durch einen Jugendlichen und einen Erwachsenen. Kein Wort fällt in dem Artikel vom Stern, daß es sich bei den
mutmaßlichen Tätern um zwei afghanische Flüchtlinge handelt,
wie aus
der Pressemitteilung der Polizei unmißverständlich hervorgeht. Ich
finde das schon interessant, daß nach den Ereignissen in der
Silvesternacht die Herkunft der Täter für den Stern irrelevant ist.
Berichtet der Stern dann auch nicht, wenn wieder Hallenbäder oder Diskos
Flüchtlinge aussperren wollen, was ja Reaktionen auf solche Vorfälle
sind?
Islamisierung
-
Die Universität Dortmund hat ihren »Raum der Stille« geschlossen.
Der war auf Wunsch der ASTA mal eingerichtet worden, damit er auch
zum Beten verwendet werden kann – von allen Konfessionen und von allen
Geschlechtern. Was ist aber passiert? Wie üblich: Gibt man den kleinen
Finger, wird die ganze Hand genommen. Sprich, die Moslems haben den Raum
für sich akquiriert, Nicht-Moslems herausgeekelt und Frauen in eine
dunkle, abgetrennte Ecke verbannt. Das ging der Uni dann doch zu weit.
Gleich wurde von den Moslems die Opferrolle eingenommen, was die
Unileitung dann zu einer öffentlichen Erklärung veranlaßte. Andere Unis – die Uni Essen mit ähnlichen Problemen wie Dortmund, oder die TU Berlin aus Gründen der Neutralität – sind jetzt Dortmund
gefolgt. Jedoch die Gutmenschen der Uni Köln meinen, gerade jetzt solch einen Raum einrichten zu müssen. Mißbrauch
wollen sie durch eine Nutzungsordnung verhindern – die haben das Memo
nicht gelesen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn aus obiger
Erklärung der TU Dortmund geht klar hervor, daß solch eine auch in
Dortmund existierte – und völlig ignoriert wurde.
-
Forscher glauben bei der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
nicht, daß es zu einer Islamisierung kommen wird.. Hierbei ist mit
Islamisierung allerdings gemeint, daß die islamische Bevölkerung so einen
großen Anteil habe, daß sie die Politik in Deutschland wesentlich
beeinflussen könne. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die den Effekt
der sich unterwerfenden Gutmenschen mitberücksichtigt haben, wegen denen
es z.B. kein Schweinefleisch mehr in vielen Kitas gibt und auch
christliche Bräuche dort nicht mehr gepflegt werden.
-
Die CDU in Schleswig-Holstein fordert, daß es in Kantinen auch
weiterhin Schweinefleisch angeboten werden soll, als Reaktion auf
Meldungen, daß einige Kindertagesstätten und Schulen komplett auf
Gerichte mit Schweinefleisch verzichten, mit Hinweis auf die Moslems und
auch unter dem Vorwand der Gesundheit (was völliger Quatsch ist). Einige
Pressefuzzies und Politiker wollten das absichtlich falsch verstehen als
Zwang, Schweinefleisch essen zu müssen, ähnlich, wie uns damals die
Grünen den Veggie-Day aufzwingen wollten. Unter ihnen auch Moraloberapostel der Grünen, Volker Beck. Na ja,
zu dem muß man ja nach dem Drogenfund nichts mehr sagen – außer, daß im
Netz Überlegungen kursieren, ob die Drogen gar nicht für ihn gewesen
seien, sondern als Bezahlung für Stricherjungen. Da kommen dann auch
gleich Becks Verwicklungen in das Pädophilen-Papier der Grünen aus
vergangenen Tagen zum Vorschein.
AfD
Brexit
Überwachung, Datenschutz und Internet-Zensur
-
»Privacy Shield«, der gewünschte Nachfolger des vom EuGH
abgeschmetterten »Safe Harbor«-Abkommens, ist massiv in der Kritik. Die
Einschätzungen, die Anfang Februar
geäußert wurden, haben sich nach der Veröffentlichung der geplanten
Vereinbarung bestätigt. Wie die Zeit schreibt, würde sich praktisch nichts ändern. Die USA wollen
sich weiterhin das uneingeschränkte Recht nehmen, die Daten abzugreifen
und jahrelang in ihren Systemen zu speichern. Auch
Heise und Golem wagen einen Blick in den Entwurf. Die Artikel verweisen
auch auf Max Schremms, der wohl von dem Entwurf alles andere als angetan
ist und »Privacy Shield« auch schon vor dem EuGH sieht (siehe auch
Netzpolitik). Auch die Origanisation Edri (European Digital
Rights) sieht in dem Entwurf nur eine unwesentliche Verbesserung, die
nichts an dem eigentlichen Problem ändert.
-
Da sie trotz des für nichtig erklärten Safe Harbor-Abkommens weiterhin
Daten in die USA geschickt haben, müssen deutsche Firmen erstmals
Bußgelder bezahlen – in bis zu sechsstelliger Höhe.
Heise und Golem berichten.
-
Das transatlantische Rahmenabkommen zum Datenschutz zwischen EU und
USA, welches schon etwas länger in Arbeit ist,
wird von dem Juristischen Dienst des
EU-Parlaments als rechtswidrig eingestuft – es sei unvereinbar mit den
europäischen Verträgen und Grundrechten. Frei nach Louis de Funès:
Nein … doch … oooh!
-
Die Musikindustrie hat einen Etappensieg gegen die Bürgerrechte
errungen. Der BGH hat geurteilt, daß
die Internet-Zugangsprovider zur Not Websperren einrichten
müssen.
-
Wenigstens hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
geurteilt, daß Nutzerkommentare ein Menschenrecht sind und daher die
Betreiber von Foren und Webseiten mit Kommentarfunktion nicht gezwungen
werden dürfen, eine Vorabzensur durchzuführen.
-
Ein Heise-Kommentar beleuchtet einen bislang nicht berücksichtigen
Aspekt der vernetzten Automobile:
Nicht nur die Autofahrer selbst,
sondern auch Anwohner und Passanten geraten ins Visier.
-
Laut Heise geistern neue Pläne um
eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung im Netz herum – unter dem
Vorwand der »Cybersecurity«. Die Akteure sind sich auch nicht zu
schade, den Spruch von Bejamin Franklin ins Gegenteil zu verkehren.
-
Wem es bis jetzt noch nicht klar ist, daß die Krankenkassen neben
unserem Geld auch alle unsere Krankendaten haben möchten, sollte sich die
beiden Artikel von der Süddeutschen Zeitung und DAZ.online durchlesen. Zitat:
In diesem Kontext gewinnen auch Aussagen von Josef Hecken,
unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), an
Brisanz. Seiner Meinung nach dürfe es nicht vom »good will« des
einzelnen Versicherten abhängen, ob Versorgungsdaten ausgewertet
werden können, sagte er auf der Tagung »Innovationen für mehr
Sicherheit« der Techniker Krankenkasse in der vergangenen Woche. »Wir
müssen eine Debatte darüber beginnen, ob der Patient der Sammlung seiner
Daten widersprechen kann.«
Solche Leute wie Hecken oder der TK-Chef Baas scheißen auf die
informationelle Selbstbestimmung und den Eid des Hippokrates.
-
Daß wir nicht warten müssen, bis unsere Krankendaten durch die eGK
mißbraucht wird, berichtet der Spiegel: Deutschlands größtes Apothekenrechenzentrum VSA hat
strengvertrauliche Verschreibungsdaten an Tochterunternehmen zwecks
Marketing weitergegeben.
-
Haben die Gegner das nicht schon immer vorhergesagt? Die Zahl der
Bankkontenabfragen steigt und steigt. 2015 waren es 31% mehr als in 2014 beziehungsweise sechsmal soviel
wie in 2010.
-
Niemand weiß im Moment so recht, was das »Internet der Dinge« wirklich
sein wird, aber daß das abgeschnorchelt werden muß, ist für US-Geheimdienstdirektor und nachgewiesenem Lügner James
Clapper eine Selbstverständlichkeit.
-
Gericht kippt Überwachungsverbot in
Hannoveraner Bussen und Straßenbahnen. Der Landesdatenschützer will
ggf. in die Berufung gehen.
-
Big-Brother-Staat Großbritannien:
Polizei will sich
nicht an die Vereinbarung halten und will Milliarden gescannter
Autokennzeichen nicht nach zwei Jahren löschen.
-
Big-Brother-Staat Großbritannien II: Das geplante britische
Überwachungsgesetz ist überarbeitet worden,
aber laut Heise nur unwesentlich.
Nicht nur, daß auf die Kritik, auch
vom Parlament, kaum eingegangen wurde, ist in dem neuen Entwurf die
Überwachungsmöglichkeit sogar in ein paar wenigen Punkten noch ausgebaut
worden.
-
Weiterer Big-Brother-Staat: Golem berichtet über die Zustände in Bahrein
-
Nachdem die Neuland-Kanzlerin die Direktive ausgegeben hat, daß Daten
die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts seien, machen sich ihre Lakaien ans
Werk, die Voraussetzungen zu schaffen, oder wie der
Staatssektretär Ole Schröder dies zu
fordern. Zitat: »Die Aussage: ›Meine Daten gehören mir‹ ist
Unsinn« […] »Wir müssen aufhören, den Fluß von Daten zu
schützen.«
Ähnlich argumentiert
Kanzleramtsminister Altmaier vor dem Europäischen Polizeikongreß:
»Wo Metadaten und persönliche Daten massenhaft anfallen, stoße der
Ansatz der ›Datensparsamkeit‹ an seine Grenzen«, soll er gesagt
haben. Nutzung von Mautdaten, internationaler Datenaustausch werden
natürlich gefordert. Stasi 4.0 halt. Auch Ole Schröder ist auf diesem
Kongreß wieder dabei.
-
Gegen die Breitseite aus der Politik und Wirtschaft erscheint der
Datenschützer aus Sachsen Anhalt, Harald von Bose, wie ein einsamer Rufer
im Wald: »Der Präventionsstaat sammelt
und sammelt.«
-
Hier noch ein paar Visionen zum
Automobil, natürlich immer die Vernetzung mit inbegriffen.
-
Der Bundestrojaner ist zurück, die Rechtmäßigkeit wird von
Datenschützern weiterhin bezweifelt. Meldungen bei
Heise, Golem, Süddeutsche Zeitung, Netzpolitik, Fefe.
Kommentar bei Heise von einem
ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts
und jetzigem Richter am Landesgericht Berlin
-
Auch das Thema »Smart Meter« schwelt weiter vor sich hin.
Ein neuer Regierungsentwurf wird von
der Opposition abgelehnt.. Redner der Regierungsparteien verweisen
auf vom BSI entwickelte Übertragungsstandards, lenken aber (absichtlich
oder aus Ignoranz) von dem eigentlichen Problem ab, nämlich, was mit den
Daten beim Stromversorger passiert. Laut Artikel könnte das neue Gesetz,
das den Smart Meter-Zwang enthält, noch in diesem Sommer beschlossen
werden.
TTIP, CETA & Co.
-
Die EU will den Gegenwind aus allen
Teilen der Gesellschaft mit Propaganda (»PR-Kampagne«) begegnen. Wäre
noch schöner, sich einfach dem demokratischen Willen zu beugen.
-
Durch TPP, der pazifischen Version von TTIP und CETA, verschärfen sich
die Strafen für Urheberrechtsverstöße erheblich. Selbst, wenn keinerlei Schaden entstanden ist, können die
Beschuldigten schwere Strafen bekommen.
-
Süddeutsche Zeitung: TTIP – das Endspiel beginnt.
-
Laut Newsletter planen Campact und andere Gruppen eine Demo gegen TTIP
während des Obama-Besuchs zur Hannover Messe. Details folgen.
-
Eine Gruppe von 20 NGOs verlangt nicht nur ein Ende von TTIP, TiSA, TPP
und CETA, sondern auch eine generelle
Abkehr von dieser Art von Handelsabkommen. Konstruktive Vorschläge
werden gemacht, wie Handelsverträge aussehen sollten.
-
Ein Zeit-Artikel erinnert daran, daß Schiedsgerichte auch ein zentraler Teil von CETA sind, und
dort außer minimalen Korrekturen bislang nichts geändert wurde. Auch
Heise berichtet von diesen
Korrekturen, die von Kritikern als Aktion zur Täuschung der
Öffentlichkeit bezeichnet werden.
Sonstiges
So schaut es zumindest im Moment aus.
Letzte Woche sickerten zwei Bestrebungen aus Regierungs- und EZB-Kreisen
durch, die das Bargeld betreffen – einerseits die Einführung einer
Obergrenze für Barzahlungen von 5.000€, andererseits die Abschaffung der
500€-Banknote. Das Ganze hat das Gschmäckle einer konzertierten Aktion, mit
der die Bundesregierung testen wollte, wie denn das so bei dem Bürger
ankommt.
Auch wenn nicht bestritten wurde, daß man diesen beiden Bestrebungen
positiv gegenübersteht, wurde dennoch versucht, das mehr als Gedankenspiel
darzustellen als ein konkretes Regierungsziel. Das stellt sich aber
mittlerweile als Blendwerk der Regierung dar, denn wie bekannt wurde,
versucht die Bundesregierung massiv auf die EU einzuwirken, daß diese eine
EU-weite Obergrenze einführt.
Dies wäre dann mal wieder das typische Spiel über Bande, das die
Bundesregierung und auch andere europäische Regierungen mittlerweile aus
dem Effeff beherrschen: Am Ende heben sie die abweisende Hände und
behaupten, sie hätten das nicht gewollt, oder zumindest nicht
so.
Wenn die Bundesregierung ein Feedback haben wollte, dann hat sie es auch
bekommen: Das Medienecho war erheblich, und zwar fast einhellig negativ.
Auch Umfragen zeigen eine breite Ablehnung in der Bevölkerung. Die von den
Befürwortern dargebrachten Argumente – Geldwäsche, Diebstahl, Falschgeld,
Schwarzarbeit, Terrorfinanzierung, Bestechung – haben nicht überzeugt.
Selbst Fachleute (jenseits der Ermittlungsbehörden) sehen die Maßnahmen
nicht als wirksam in der Bekämpfung dieser Taten an. Außerdem gehen ja
Kriminelle auch mit der Zeit und haben schon vielfach gezeigt, daß
elektronisches Geld nicht wirklich sicherer als Bargeld ist.
Daher ist zu befürchten, daß diese beiden Maßnahmen nur ein Auftakt für
die letztendliche Abschaffung des Bargelds sein könnte. Warum sollte die
Regierung das wollen? Zum einen zur totalen Überwachung des Bürgers, denn
die Spur des Geldes sagt mindestens soviel aus wie die
Kommunikationsspuren, wie sie zum Beispiel durch die
Vorratsdatenspeicherung erfaßt werden. Zweitens könnte man die Bürger
kinderleicht enteignen, die Bürger könnten sich nicht mehr dagegen wehren,
indem sie ihre Ersparnisse im Safe lagern. Beides wären natürlich harte
Einschnitte in die Freiheits- und Eigentumsrechte der Bürger, und schon die
beiden angedrohten Maßnahmen sehen Juristen und Bürgerrechtler bereits als
verfassungswidrig.
Grüne, FDP und AfD haben schon sich klar dagegen positioniert. Auch
einige CDU/CSU-Abgeordnete haben sich ablehnend geäußert. Von SPD- und
Linken-Politikern habe ich jetzt keine Kritik gelesen – vielleicht habe ich
das aber auch nur übersehen.
Interessanterweise kommt auch Kritik aus Bankenkreisen, obwohl die ja bei
elektronischen Transaktionen mitverdienen – im Gegensatz zu
Bargeldgeschäften. Allerdings könnte die Ablehnung auch andere Gründe
haben, wie Hans-Werner-Sinn vermutet: Ohne 500€-Schein könnten die Banken
dann nicht mehr soviel Geld bunkern und müßten Negativzinsen bei der EZB
zahlen. (Artikel siehe unten)
Meldungen und öffentliche Kritik
Von Schäuble kommen noch weitergehende Forderungen – wie
Heise berichtet: Darunter sind
Bankkontenregister für die gesamte EU mit Abrufmöglichkeiten, wie wir sie
schon haben, sowie Bitcoin-Kontrolle und Kontrolle und Beschränkung anderer
anonymer Zahlungsprodukte wie Prepaid-Karten.
Die EU nimmt diese Steilvorlage dankend
an.
Kommentare/Hintergrund/Analysen
Meinungsfreiheit, Tabus, Lügenpresse
-
In der FAZ gibt es noch einen weiteren Kommentar über die Schweigespirale der nordrhein-westfälischen Polizei und
Politik.
Weil in dem Artikel das Stichwort »Pressekodex« fällt, erinnere ich
mich an einen Beitrag (dessen Quelle ich mir leider nicht gemerkt habe),
daß der Hinweis auf den Pressekodex gerne von Journalisten als
Totschlagargument mißbraucht werde, zum Beispiel bei der Frage, ob die
Herkunft des Täters genannt werden dürfe oder nicht. Der Pressekodex
werde quasi als gottgegeben behandelt und gelte damit richtig und
unabänderlich, wie die Bibel und der Koran. Deshalb wäre es mit der
Argumentation dann automatisch Schluß! Tatsächlich ist er von Menschen
gemacht und damit sei nicht ausgeschlossen, daß der Kodex falsch ist.
-
Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht ja im Schußfeld der
»Lügenpresse«-Kritik, wobei ich nochmal darauf hinweisen möchte, daß es
(mir zumindest) bei dem Begriff darum geht, daß im Berichtteil
einer Nachricht Fakten unterdrückt, verfälscht oder gar verdreht werden,
um die Meinung der Öffentlichkeit zu steuern, und nicht um den Teil, in
dem ein Journalist für jeden erkennbar seine Einschätzung dazu abgibt.
Die Führungsetagen von ZDF und den ARD-Landesanstalten beteuern ja immer
wieder, daß das nicht stimme.
Inzwischen sind aber zwei Äußerungen durch die Presse gegangen, die
Gegenteiliges vermuten lassen, auch wenn diese Äußerungen nachträglich
zurückgenommen wurden. Die erste war von einer unbekannten freien WDR-Mitarbeiterin im Interview im niederländischen
Radio (siehe auch Spiegel), die zweite jedoch von dem deutlich bekannteren ehemaligen ZDF-Kulturmoderator
Wolfgang Herles. Ob das nun wahr ist oder sich diese Leute nur mal
profilieren wollten, möge jeder selber entscheiden. Ich für meinen Teil
glaube, daß es in dem Sinne vielleicht tatsächlich keine schriftlichen
Anweisungen gibt, aber gewollt ein entsprechendes Angst-Klima herrscht,
daß eine unerwünschte Äußerung ein Karriereknick oder gar -ende bedeuten
könnte.
-
Die Diskussion darüber, wer entscheidet, ob und wie Elefantenrunden zu
den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stattfinden,
zeigt doch, daß der ÖR faktisch nicht wirklich unabhängig ist, so wie er sein
sollte. Und gerade in Hinblick auf die massive deutsche Kritik an den
neuen Medienknebelgesetzen in Polen finde ich das ganze Thema ziemlich
doppelzüngig.
-
In Hessen ist jetzt herausgekommen, daß die Polizei Meldungen von
Straftaten von Personen mit Migrationshintergrund unterdrückt hat. Die
Polizei begründete das damit, daß kein öffentliches Interesse dagewesen
sei. Ha ha, dümmer geht’s nümmer! Fragt mal die rechte Hälfte
Deutschlands, ob sie das tatsächlich nicht wissen will… Der
Landesinnenminister versucht zu überzeugen, daß es keine politischen
Vorgaben gegeben habe und dies die Entscheidungen der lokalen Behörden
gewesen seien. Focus und FAZ berichten.
Flüchtlingskrise
Migrantenrealitäten
Nachdem die »Nachrichtensperre« weitestgehend gefallen ist, erfährt man
endlich, was in Deutschland so passiert.
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In Düsseldorf hat sich wohl über die Jahre ein marokkanisch geprägtes
Ghetto (»Maghreb-Viertel«) gebildet, das auch als Rückzugsgebiet
für die Kriminellen unter diesen Landsleuten dient. Um nach Köln mal
Flagge zu zeigen, hat die Düsseldorfer Polizei eine großangelegte Razzia
veranstaltet, wie Der Westen und RP-Online berichten. Es ist zu hoffen, daß sich das entwickelte
Engagement der Polizei auch eine Weile hält.
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Focus berichtet über die Erlebnisse einer Helferin in einer Hamburger
Erstaufnahmestelle, die am Ende ihrer Kräfte ist, zum Beispiel folgendes:
Viele der Asylbewerber seien extrem fordernd. »Kommen zu mir und
verlangen, daß ich ihnen jetzt sofort eine Wohnung und ein schickes Auto
und am besten auch gleich noch einen richtig guten Job beschaffe.« Wenn
sie ihnen versuche zu erklären, daß das nicht so schnell möglich sei,
würden die Bewohner der Erstaufnahmestelle oftmals laut und »auch mal
richtig aggressiv«.
Ich glaube, ich wiederhole mich, aber reagieren so Leute, die angeblich
bis vor kurzem noch von Hunger und Tod bedroht waren?
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Gibt es noch eine Steigerung des Verhaltens der Polizei in Köln? Aber
ja! Die Kieler Polizei hat auf Dienstanweisung Kleinkriminelle, die
mangels Dokumente nicht identifiziert werden konnten, einfach so laufen
lassen! Denn Personenfeststellungsverfahren seien zu aufwendig und
hätten nur geringe Erfolgsaussichten! Geht’s noch? Aus meiner Sicht sind
nicht nur die Festgenommenen kriminell, sondern auch die Polizei selbst.
Strafvereitelung im Amt nennt man so etwas.
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In München attackieren Flüchtlinge Frauen und Senioren in der
U-Bahn.
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In der Nähe einer Gewerbeschule in Hamburg gab es sexuelle Übergriffe
auf Schülerinnen. Der Weg vom S-Bahnhof zur Schule und zurück sei für
die Schülerinnen ein Spießrutenlauf gewesen. Den Täterbeschreibungen
zufolge ist es nicht unwahrscheinlich, daß es sich um Flüchtlinge aus
Afrika und dem Nahen Osten handelt.
Islamisierung
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Eine kleine dänische Stadt hat jetzt beschlossen, daß in den
städtischen Kantinen Schweinefleisch angeboten werden muß. Hintergrundinformationen dazu hat der Spiegel.
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Ein Informatikprofessor, der wohl von sich reden machen will, fordert
in einem Gastbeitrag in der gedruckten Zeit die Einführung des
Pflichtfachs Arabisch an allen deutschen Schulen bis zum Schulabschluß,
wie Spiegel, Focus und andere Medien berichten. Wenn der Mann als Begründung
jetzt geschrieben hätte, der arabische Wirtschaftsraum würde für
Deutschland in Zukunft so wichtig werden, dann könnte man das ja noch
abtun. Aber er schrieb, man würde damit anerkennen, daß Deutschland
ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft sei.
HALLO? Was ist das denn für eine Unterwerfungsgeste? Was kommt denn als
nächste Forderung von dem Trottel? Daß wir die Scharia einführen und die
Demokratie abschaffen? Kopftuchpflicht und Minirockverbot? Sollten wir
nicht als Anerkennung des Islams ein paar Kirchen für Moscheen spenden,
zum Beispiel den Kölner Dom? Oder in ein paar Steinbrüchen
Steinigungsplätze einrichten?
Die Flüchtlinge drängen sich UNS auf und WIR sollen uns anpassen? Tickt
der noch ganz richtig im Gebälk? Allein so ein Ansinnen ist doch für die
Leute die Einladung schlechthin, uns auf den Füßen herumzutrampeln. Naja,
wenigstens AfD und Pegida werden sich freuen, denn solche Äußerungen
mobilisieren bestimmt noch ein paar Leute, die bislang ruhig geblieben
sind.
Nachtrag: Ein Kommentar in der FAZ dazu.
Überwachung, Datenschutz und Netzneutralität
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Tja, Schweizer müßte man sein. Die dürfen noch ein wenig darüber
abstimmen, was ihr Staat so macht – und demnächst über die Frage,
wie weit ihr Geheimdienst beim Datenschnüffeln gehen darf. WIR
Deutsche müssen den Überwachungswahn unserer Regierung mehr oder weniger
(→ BVerfG) hinnehmen und dürfen uns auch noch die hohlen Lügen von denen
anhören.
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Nicht nur die EU, sondern auch der
Europarat sieht das mit der Netzneutralität nicht so eng. Das ist
schade, weil der Europarat in der Vergangenheit bei mir eigentlich als
bürgerfreundlicher galt.
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War etwas anderes zu erwarten? Natürlich verstärken deutsche Behörden die Handyüberwachung durch
sogenannte stille SMS. Nur ein bißchen, lediglich um den Faktor
fünf von 2014 auf 2015…
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Ein hochrangiger Vertreter der US-amerikanischen Homeland
Security-Behörde (ich verorte die immer so im Bereich der Gestapo…)
namens Erik Branett fordert die Abschaffung der Anonymität im Internet.
Berichte bei Slashdot und The Daily Dot (letzteres via
Fefe).
Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World-Wide-Webs, gibt ihm leider recht. Tiefer Griff ins Klo, Tim! Außerdem
bezweifele ich ganz stark, daß man technisch eine Lösung finden könnte,
bei der man nur in bestimmten Fällen die Anonymität aufheben kann. Das
ist so wie »ein bißchen schwanger sein«…
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Im US-Bundesstaat Kalifornien hat jetzt ein Politiker eine
Gesetzesinitiative gestartet, um den Verkauf von nicht abhörbaren Mobiltelefonen zu verbieten.
Als Vorwand dient diesmal der Menschenhandel.
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Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist von den
Mainstream-Medien relativ unbeachtet geblieben, wird aber von
Datenschützern und Bürgerrechtlern als äußerst bedeutend interpretiert.
Der Gerichtshof hat nämlich entschieden, daß eine anlaßlose Massenüberwachung eine Verletzung der
Menschenrechte darstellt. Damit sieht er das sehr ähnlich wie bisher
das BVerfG oder der EuGH.
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Nicht nur in Krisenregionen wie im Nahen Osten überwachen die
Amerikaner die Nutzung von Mobiltelefonen aus der Luft, nein, auch im eigenen Land.
Und was wird wohl die US-Drohne tun, die jetzt, wie angekündigt,
schon mehrfach Deutschland überflogen
hat und diese auch noch ein paarmal tun wird? Bestimmt nichts,
amerikanisches Ehrenwort, bei den Gebeinen der von den Weißen
umgebrachten Ureinwohnern! Darum hat die Bundesregierung die Genehmigung
auch um drei Monate verlängert. Als alter Verschwörungstheoretiker würde
es mich nicht wundern, wenn das demnächst auf unbegrenzt verlängert wird
und die Drohne weiter fliegt, auch wenn das Manöver schon lange zu Ende
ist, mit dem Versprechen, daß die deutschen Behörden ein paar Daten davon
abbekommen (oder auch nicht).
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Die nächsten zwei Verfassungsbeschwerden gegen die
Vorratsdatenspeicherung sind eingereicht.
Die erste kommt von dem SPD-nahen
Verein D64. Vielleicht ein Zeichen, daß sich die SPD-Führung von der
Basis entfremdet hat? Selbst wenn, die Herren Maas und Gabriel werden es
bestimmt nicht erkennen.
Die zweite wurde von der FDP
eingereicht, mit ein bißchen PR-Show. Braucht sie auch.
Jetzt fehlt noch die Klage des AK Vorrat. Vermutlich zögern sie es noch
ein bißchen heraus, um möglichst viele Unterschriften zu bekommen.
Eine Reaktion vom Bundesverfassungsgericht gab es jetzt auch schon.
Ein Antrag eines Beschwerdeführers auf
einstweilige Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung wurde abgewiesen.
Das Gericht betonte aber, daß das erstens keine Vorentscheidung sei und
zweitens ähnliche Anträge von anderen Beschwerdeführern davon nicht
berührt seien – es könne also einem anderen Antrag auch noch stattgegeben
werden.
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Selbst im britischen Parlament gibt
es große Kritik an den Big-Brother-Plänen der britischen
Regierung.
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Polen entwickelt sich weiter zum Schurkenstaat, auch, was die Überwachung seiner Bürger betrifft.
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Auch Österreich, Heimat von Adolf Hitler, um es mal wieder in
Erinnerung zu bringen, ist lernresistent und
weitet die Überwachungsbefugnisse des
Inlandgeheimdienstes (heißt noch nicht Gestapo) aus, trotz massiver
und anhaltender Kritik. Gegner wollen nun vor dem Verfassungsgerichtshof
klagen.
Safe Harbor
Das EuGH-Urteil zur Nichtigkeit des Safe Harbor-Abkommens hat seine
Folgen:
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Das EU-Parlament will nun
weitreichende Datenschutzänderungen im geplanten TISA-Abkommen.. Es
folgt damit der Empfehlung des
Handelsausschusses.
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EU und USA verhandelten fieberhaft über ein neues Abkommen, nachdem die
Datenschützer der EU eine Frist zum 1. Februar gesetzt hatten. Nicht ganz
pünktlich erklärten nun beide, sie hätten einen Kompromiß gefunden.
Tatsächlich ist das geplante neue Abkommen unter der »schmissigen«
Bezeichnung EU US Privacy Shield (kotz…) nur ein grober Entwurf
und die Kritik daran ist jetzt schon vernichtend, wie SZ, Zeit, Heise und Netzpolitik zu berichten wissen.
Ein besonderes Gimmick ist – wie die Zeit berichtet – das Detail, daß
sich die EU wohl auf ein Versprechen des US-Geheimdienstkoordinators
James Clapper stützen will, der nachweislich schon den US-Kongreß massiv
belogen hat. Wenn das nicht blindes Vertrauen ist…
TTIP
Übrigens lese ich jetzt schon zum wiederholten Male in Foren und
Nutzerkommentaren, daß TTIP mittlerweile tot sei, und zwar derart, daß die
Verhandlungen praktisch vor dem Abbruch stünden. Ich wäre da gaaanz
vorsichtig. Erstens glaube ich nicht, daß die Politik TTIP schon aufgegeben
hätte. Zweitens schätze ich die Profiteure von TTIP als äußerst hartnäckig
ein. Da wird bestimmt mit allen legalen und illegalen Mitteln gekämpft,
denn so eine Chance, die Regierungen und die Bevölkerungen zu entmachten,
wird sich sobald nicht wieder ergeben.
Automobiles (mit Datenschutz)
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Betrug nur bei den Verbrauchs- und Abgaswerten von Verbrennungsmotoren?
Nein, wieso sollte man bei neuen Technologien mit dem Lügen aufhören?
Laßt uns doch bei Elektroautos
weitermachen! Interessant ist übrigens noch die Aussage, daß die
günstigste Geschwindigkeit bei E-Autos bei 52 km/h (bei konventionellen
bei 65 km/h) liegt, also weit über den von Grünen und anderen Gutmenschen
propagierten 30 km/h für den Stadtverkehr.
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Beim Schutz von Daten, die von »smarten« Autos gesammelt werden,
brauchen wir auf die Überwachungsparteien CDU, CSU und SPD keine
Hoffnung setzen. Wie es scheint, expandieren sie ihre bisherige
Position, daß Daten der »Rohstoff des 21. Jahrhunderts« seien, auf das
Automobil. Man findet in dem Antrag zur »Förderung intelligenter
Mobilität« alles, was sich Industrie und Überwachungsfanatiker bisher zu
diesem Thema haben einfallen lassen.
Lustig finde ich die Verwunderung der CSU-Frau Dorothee Bär (eigentlich
die Einäugige unter den datenschutzblinden CxU-Politikern), daß bei den
Deutschen keine Begeisterung aufkommen will, und schlägt tatsächlich eine
Umbenennung von Big Data in Smart Data vor. Neue Begriffe
bringen aber selten etwas, die meisten Menschen sind nicht so dumm. Und
außerdem würde diese Umbenennung auch nicht helfen, denn
vermutlich bin ich nicht der einzige, bei dem das Adjektiv smart
eine sofortige Assoziation mit Schnüffelei durch die Industrie auslöst
(z.B. Smart Meter, Smart TV, Smart Phone, Smart Cards).
Die Grünen sehen – zu recht – die Regierung als Helfershelfer der
Industrie und kritisieren den Antrag
der Koalition scharf. Sie fordern schelmisch die Regierung auf, sich
erstmal um das »Analoge«, also marode Brücken und kaputte Straßen, zu
kümmern.
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Wo es um Überwachung geht, da ist die EU nicht weit. Natürlich will sie auch vernetzte Autos.
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Derweil diskutieren die
Datenschützer mit den Autobauern um den Datenschutz und was dabei
personenbezogene Daten sind. Ich habe aber schon meinen Glauben daran
verloren, daß der gläserne Autofahrer noch verhindert werden kann,
insbesonders daran, daß der Autobesitzer wird verhindern können, daß der
Staat und die Wirtschaft seine Fahrzeugbewegungen nachvollziehen
kann.
Sonstiges
Demnächst auf diesem Kanal: Das Ende des Bargelds naht!
Politik
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Es gibt ja immer noch Leute, die im Gegensatz zu mir
Bundestagspräsidenten Lammert noch als Verteidiger der Demokratie sehen.
Diese Ansicht verträgt sich aber meines Erachtens nicht mit der jüngsten
Aussage von ihm, daß die Redezeiten bei den Diskussionen um Gesetzentwürfen zu lang
seien und besser gekürzt werden sollten. Gut, mit dem Wissen, daß die
Gesetze sowieso fern des Parlaments entschieden und dann unter
Fraktionszwang von den Hinterbänklern, die auch bei der nächsten Wahl
wieder einen Listenplatz bekommen wollen, abgenickt werden, könnte man
auch ganz auf Aussprachen in diesem Schauspielhaus für die merkbefreite
Bevölkerung verzichten.
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Die von der Politik gerne so hoch gelobten Public-Private Partnerships
(zu deutsch laut Artikel wohl auch »ÖPP«, öffentlich-private
Partnerschaft genannt, klingt aber gleich weniger cool) zahlen
sich nicht aus. Zu dem Schluß kommt der Bundesrechnungshof, der mehrere PPP-Projekte
von Verkehrsminister Doofbrindt untersucht hat. Ich bin schon lange
der Meinung, daß man sich das an den Fingern abzählen kann: Die privaten
Unternehmen wollen Gewinn machen – und zwar satten. Dieses Geld kommt zu
den Kosten (die der Staat auch hätte, wenn er es selber machen würde)
noch oben drauf. Die vermeintlich höhere Effizienz der Unternehmen (wenn
es die überhaupt gibt), wird das sicher nicht kompensieren.
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Die FAZ sinniert über die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus
der EU.
Sex-Angriffe am Kölner Hauptbahnhof und andere Migrationsprobleme
Das Ereignis am Kölner Hauptbahnhof zum Jahreswechsel hat viele Facetten.
Von Political Correctness und Zensur bis zur Instrumentalisierung von
Überwachungsfanatikern und Feministinnen.
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Das Ereignis ist so »explosiv«, daß es die Mauer des Schweigens bei
Politik und Medien zum Einsturz gebracht hat. Der Versuch der Kölner
Polizei, die mittlerweile über 700 angezeigten Vergehen zu
vertuschen, weil einerseits die Nennung der arabisch-nordafrikanischen
Herkunft aller Tatverdächtigen als »politisch heikel« betrachtet wurde
und andererseits das eklatante Versagen offenkundig war, ist selbst für
viele (bis dato) Gutmenschen nicht mehr zu ertragen gewesen.
Nicht so aber beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das ZDF wollte erst
gar nicht davon berichten, und dann behauptete es noch eine Zeitlang, es
könnten auch Migranten und Flüchtlinge unter den möglichen Tätern sein,
während die Polizei selbst davon schon sprach, daß es sich
ausschließlich um solche handelte. Das ZDF wurde dafür auch massiv
kritisiert, zum Beispiel in der FAZ oder im Spiegel (+ Kommentar). Ein weiterer Artikel in der FAZ zeigt auf, wie im ÖR systematisch die Wahrheit
verfälscht wird, zum Beispiel, daß einem Fernsehgast unter Drohung des
Abbruchs der Aufzeichnung verboten wurde, das Wort »Flüchtling« in den
Mund zu nehmen.
Im Nachspiel des Ereignisses sind so einige gute Kommentare erschienen
wie z.B. in der FAZ. Dort schreibt der Autor:
Politisch gewollte Schweigespirale
Diese Schweigespirale […] war politisch gewollt, und zwar schon seit
Jahrzehnten. Alle demokratischen Parteien sind sich darin einig, daß
eine Stärkung der radikalen Kräfte vermieden werden muß.
Doch die aus dieser löblichen Absicht hervorgegangene Politik des
Schönredens, Bestreitens und Gesundbetens auf dem Feld der Ausländer-
und Einwanderungspolitik hat genau den gegenteiligen Effekt: Sie treibt
aufrechte Demokraten ins Nichtwählerlager und auf die Barrikaden. Dort
fühlen sie sich mit einem Äußerungsverbot belegt, als »Ausländerfeinde«
diffamiert und in »die rechte Ecke gestellt«, in der manche dann auch
landen.
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Die CDU wäre nicht die CDU, würde sie das Ereignis nicht für eine
Einschränkung unser aller Freiheit mißbrauchen. Natürlich will sie nicht
nur die schon lange offenliegenden Lücken im Ausländerrecht schließen
(z.B. endlich die kriminelle Energie eines Asylbewerbers entsprechend im
Asylverfahren würdigen), sondern natürlich auch den »starken Staat«
demonstrieren. Da darf die Nutzung der Vorratsdaten durch die
Verfassungsschutzbehörden nicht fehlen, nicht der Ruf nach (viel) mehr
Videoüberwachung, Bundestrojaner, die genaue Registrierung aller
Übertritte an den EU-Außengrenzen – halt das ganze Portfolio von
Maßnahmen, die bisher auch schon nichts gebracht haben, nochmal ausgebaut
(Details siehe Heise, FAZ, Golem, Spiegel). Auch in Äußerungen der Landesregierung NRW tauchen
einige der Begriffe auf, ist also nicht ein rein schwarzes Problem.
Leider stellt sich zudem heraus, daß
die Mehrheit der Deutschen beim Thema
Videoüberwachung genauso merkbefreit ist wie die Pappnasen von CDU,
CSU und SPD. Bisher hat noch keine Video-Kamera ein Verbrechen
verhindert, auch nicht durch Abschreckung.
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Eine weitere Instrumentalisierung geht von den Feministinnen aus: Die
Verallgemeinerung der Taten auf alle Araber oder alle moslemischen Männer
ist natürlich völlig unzulässig und fies. Das geht ja gar nicht. Wenn
schon, dann sind alle Männer potentielle Vergewaltiger. Da werden
schon mal zweihundert nicht angezeigte Vergewaltigungen auf der letzten
Wiesn aus dem Hut gezaubert, um zu zeigen, daß doch alle Männer dreckige
Schweine sind, auch wenn Polizei und Kriminalisten diese Aussage für
schlicht unhaltbar erklären. Vorne mit dabei ist natürlich diese
unsäglich verblendete Bloggerin Anne Wizorek, die damals den Shitstorm
beim FDP-Brüderle losgetreten hatte. Mehr dazu gibt es bei der FAZ, der Zeit, der NZZ und der SZ.
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Die Ereignisse aus Sicht beteiligter Polizeibeamter faßt die FAZ zusammen.
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Die WAZ behauptet, daß die Stimmung bei den Flüchtlingen in Essen
kippen würde. Auch wenn ich mir vorstellen kann, daß die Bedingungen
nicht schön sind, staune ich doch über die Erwartungshaltung der
Flüchtlinge. Die müßten doch selber wissen, in welchen Massen sie nach
Deutschland geströmt sind. Meinen die, hier stehen hunderttausende
Wohnungen leer oder sie würden mit einem Fingerschnipp entstehen?
Außerdem steht es ihnen wirklich frei, Deutschland wieder zu
verlassen.
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Die Proteste der Flüchtlinge waren für das Essener SPD-Ratsmitglied
Guido Reil wohl der Auslöser, mal Klartext darüber zu reden, daß die Integration in seiner Stadt scheitert – nicht nur die der
Flüchtlinge, die in der letzten Zeit gekommen sind, sondern auch von
denen, die seit Jahrzehnten da sind. Klar natürlich, daß sich die
Gutmenschen in seiner Partei davon distanzieren.
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Apropos Gutmensch. Das Wort ist jetzt von Darmstädter Sprachforschern
zum Unwort des Jahres 2015 gewählt worden. Wer sich allerdings näher mit
dieser Gruppe beschäftigt, wird feststellen, daß es bei dieser selber um
Gutmenschen handelt, bei denen die Political Correctness und Belehrung
der Massen oberstes Gebot ist. Daher war die Wahl wohl zwingend, auch
wenn der Begriff früher schon mal auf Platz 2 gewählt wurde.
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Eine weitere Untersuchung bestätigt, daß das Geschwafel der Bundesregierung um den hohen Bildungsstand der
Flüchtlinge (Stichwort »Fachkräftemangel«) nur heiße Luft war.
Tatsächlich sind die meisten nur für Helfertätigkeit geeignet.
Überwachung & Zensur
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32C3: Ist Microsoft Windows 10 überhaupt noch ein Betriebssystem? Oder
muß man es schon als Malware, Botnet, Schnüffelsoftware und dergleichen
betrachten? Manche Sicherheitsforscher
sind laut Heise schon dieser Ansicht.
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32C3: Den Überwachern einen Namen geben. Wie?
In den auf Jobportalen eingestellten
Lebensläufen nach bestimmten Einträgen durchforsten. Allerdings
könnten das auch gerade Leute sein, die aus diesem System ausbrechen
wollen.
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Die CSU vergißt mal wieder die Existenz des Grundgesetzes, speziell den
Artikel 5, Absatz 1, Satz 3: »Eine Zensur findet nicht statt.« Sie
fordert nämlich, Facebook, Twitter und Co. sollen die Texte vor der Veröffentlichung prüfen, ob es
«Haßbotschaften« seien (siehe auch
Heise). Von der technischen
Nichtmachbarkeit mal abgesehen ist das genau das Prinzip der Zensur.
Natürlich hat die CSU noch weitere
ganz tolle Ideen zur weiteren Ausspitzelung von uns Bürgern im
Gepäck.
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Mal etwas Positives, leider nicht aus Deutschland:
Die niederländische Regierung spricht
sich explizit gegen Hintertüren in Kryptosystemen aus.. Von unserer
Regierung gab es bislang kein so klares Nein dazu, auch wenn De Maizière
bislang schon zu verstehen gegeben hat, daß er sie auch ablehnt. Auf der
anderen Seite ist das BKA weiterhin in den Arbeitsgruppen gegen Anonymisierung und
Verschlüsselung aktiv.
Derweil gibt es massiven Protest gegen den Big-Brother-Wahn der Briten
von Bürgern und Technologie-Größen (Golem, Slashdot, Heise).
Ob der kleine Möchtegern-Napoleon aus Frankreich auch Hintertüren wie
die Briten haben möchte, ist derzeit nicht klar. The Register behauptet »ja«, Futurezone »nein«.
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Bundesjustizminister Heiko Maas bereitet die Bevölkerung wohl so
langsam auf seine zweite Lüge in Sachen Vorratsdatenspeicherung vor.
Hatte er vor der Verabschiedung des Gesetzes klar gesagt, daß die
Verfassungsschutzbehörden unter keinen Umständen Zugriff auf die Daten
erhalten sollen, windet sich mittlerweile sein Ministerium um eine Äußerung,
nachdem die bayrische Landesregierung verkündet hatte, seiner Behörde
eben dies per Gesetz erlauben zu wollen.
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Digital Courage berichtet von einer ihrer Aktionen zur
Vorratsdatenspeicherung – auch wenn sie nahezu vergebens war. Sie
hatte nämlich vor der Abstimmung alle Abgeordneten angeschrieben, die bei
der ersten, als verfassungswidrig erklärten Vorratsdatenspeicherung mit
»ja« gestimmt hatten, und an ihr Gewissen appelliert. Nun haben halt die
meisten eben keins…
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Der Menschrechtsgerichtshof hat ein
ungarisches Überwachungsgesetz für rechtswidrig erklärt, weil es
gegen Artikel 8 der Menschenrechtskonvention (Recht auf Achtung des
Privat- und Familienlebens) verstößt.
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In Großbritannien überlegt man, den Chefs der Technologiefirmen
einen Maulkorb unter
Gefängnisandrohungen anzulegen, damit sie bloß kein Wort über
Überwachungsbemühungen der britischen Behörden ausplaudern.
Datenschutz
Automobiles
Der Drang zur Vernetzung der Autos scheint unaufhaltsam. Bei manchen
zweifelhaften Vorschlägen und Plänen muß man sich ernsthaft fragen, ob es
nicht »Hidden Agendas«, also ganz andere, versteckte Ziele gibt – die
Erlangung von Informationen, die der Autofahrer normal nicht hergeben
würde. Speziell ist hier der Aufenthaltsort gemeint. Sowohl der Staat als
auch die Wirtschaft haben großes Interesse daran, aus unterschiedlichen
Motiven. Der Staat will überwachen, die
Automobilindustrie die Daten weiterverkaufen – vermutlich nicht zu
unserem Nutzen.
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Bosch will die Autos im Vorbeifahren automatisch Parklücken erkennen
und sie mit die Koordinaten weiterleiten. So könne man die
Parkplatzsuche in den Städten zeit- und spritsparender gestalten.
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Die für den Straßenverkehr
zuständige EU-Kommissarin will ein einheitliches Mautsystem für die
EU. Unbedingt erforderlich seien distanzabhängige Gebühren. Man
könnte natürlich stattdessen einfach den Spritpreis erhöhen. Der
Spritverbrauch ist einerseits entfernungsabhängig (echt!) und bestraft
zudem Spritschlucker, erfüllt also genau die vermeintlichen Ziele. Aber
erstens ist das zu einfach, und zweitens kann man dann ja die Bürger
nicht überwachen!
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Noch tollere Ideen hat die
amerikanische Regierung: Die Kommunikation von Autos mit ihrer
Umgebung soll ab 2020 verpflichtend werden. Neu bei diesem Konzept ist,
daß die Autos nicht nur mit anderen Autos und stationären Systemen (z.B.
Ampeln) kommunizieren können sollen, sondern auch mit Fußgängern,
speziell mit deren Mobiltelefonen, die dann mit entsprechenden Sendern
und Empfängern ausgestattet sein müßten. Der Artikel mutmaßt, daß auch
hier ein Zwang auferlegt werden könnte, und wenn es auch nur ein
faktischer wäre (z.B. Versicherungsnachteile/-verlust bei
Nichtnutzung).
Bei allen Snowden-Erkenntnissen muß man jetzt gar nicht seine
Verschwörungsphantasien sonderlich anregen, um sich eine
satellitengestützte Erfassung aller Signale durch die amerikanischen
Polizei- und Geheimdienste vorzustellen…
Gentechnik
TTIP
Sonstiges
Mehr als 300 Links habe ich in den letzten zwei Jahren gesammelt, aber
irgendwie nicht verwurstet, aus verschiedenen Gründen: Teils waren sie
thematisch nicht passend, teils von den Ereignissen überholt, teils einfach
zu viel zu einem Thema. Aber ich möchte sie eigentlich nicht so
mir-nichts-dir-nichts löschen.
Darum probiere ich heute etwas Neues, den Kehraus. Grob thematisch und
chronologisch sortiert, aber ohne Kommentar, meist mit der
Originalüberschrift des entsprechenden Artikels (in der Hoffnung, daß mir
die Leistungsschutzrecht-Mafia nicht in die Quere kommt).
Wer sich nicht die Mühe machen will, sich da durchzuarbeiten, möge das
einfach überspringen. Ich hoffe, das Interessanteste bereits in anderen
Artikeln verarbeitet zu haben.
Deutsche Politik
EU
Politik international
Griechenland / Finanzpolitik
TTIP, CETA, TISA usw.
Überwachung
Datenschutz
Vorratsdatenspeicherung
Internet / Computer
Meinungs- und Pressefreiheit, Meinungsmache und -diktatur
Medien
Geheimdienste
Urheberrecht
Automobiles
Religionen
Flüchtlinge / Ausländer
Demokratie
Bargeld
Ernährung
Medizin
Atomkraft
Vermischtes
Überwachung, Datenschutz, freie Meinungsäußerung & Co.
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Ob Maas nicht weiß, daß er verschissen hat? Oder ist es ein dreister
Versuch des Reinwaschens? In der Zeit schwafelt er von einer Internet-Charta, von »digitalen
Grundrechten«. Ich habe das erst gar nicht durchgelesen. Wird bestimmt
wieder heiße Luft sein. Wie bei seinem »Widerstand« gegen die
Vorratsdatenspeicherung. SPD-Mitglied und elendiger Verräter halt, dieser
Maas (Hoppla! Das ist ja schon ein Pleonasmus).
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Maas erhebt Facebook & Co. zu
Richtern in Sachen freie Meinungsäußerungen. Was strafbar ist, sollen
die Social Media-Plattformen selber entscheiden. Was mich daran besonders
stört, ist, daß das ganze klingt, als sei das nur gegen das »rechte Pack«
gerichtet. »Linke Bazillen«, um mal in dem Jargon zu bleiben, drohen und
beleidigen ja im Netz nicht weniger übel.
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Vorratsdatenspeicherung: Grüßonkel Gauck hat natürlich kritiklos
das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung unterschrieben – es waren ja nur
die DDR und die Stasi schlecht –, und so ist die Vorratsdatenspeicherung
jetzt offiziell in Kraft (Heise,
Golem). Wider allen Versprechen der Bundesregierung, an der ja
auch die CSU beteiligt ist, will zudem die bayrische Landesregierung dem
Landesverfassungsschutz Zugriff auf die Daten gewähren.
Allerdings ist auch schon die erste Verfassungsklage eingereicht
worden. Eine Kanzlei klagt wegen den unzureichenden Schutz von
Berufsgeheimnisträgern, zu denen Rechtsanwälte ja auch gehören.
Gleichzeitig haben sie eine Aussetzung des Gesetzes beantragt
(Heise, Golem). Da bin ich gespannt, wie das BVerfG darauf reagiert. Die
Massenbeschwerde des AK-Vorrats (und Verbündete) sowie andere
angekündigte Klagen stehen noch aus.
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EU-Datenschutzreform: Die Kritiker sehen die aktuelle
Entwicklung zur EU-Datenschutzreform verhalten positiv
(Bericht und
Kommentar bei Heise). Ich bin da
vorsichtig. Die EU hat noch nie etwas gemacht, was nicht am Ende einen
Pferdefuß hatte.
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Falls noch jemand eine positive Meinung von
US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben sollte (ein
Frauenbonus sollte ja spätestens seit Merkel der Geschichte angehören):
Sie würde am liebsten Kryptographie, bei der die Behörden nicht mitlesen
können, verbieten. Edward Snowden vergleicht ihre Pläne mit dem Manhatten-Projekt
(das war das US-amerikanische Projekt zur Entwicklung der Atombomben, die
Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleichgemacht hatten).
Generell sollen ihrer Meinung nach
US-Konzerne beim Bespitzeln der Bürger helfen.
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Die britischen Pläne zur Totalüberwachung stehen hart in der Kritik,
auch von den US-Internet-Giganten, da sie den Briten breiten Zugriff auf
die Daten der Kunden ermöglichen müßten. Speziell Apple prescht vor.
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Die britische Regierung versucht, eben diese Pläne den Bürgern
schmackhaft zu machen. Wow, sie schützt auch vor Online-Belästigung
und -Mobbing! Ja dann ist die Aufgabe jeglicher Privatsphäre ok, oder
etwa nicht???
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Der britische »Verbindungsstaatsanwalt« in den USA will noch mehr.
Suchmaschinen wie Google sollen unverzüglich melden,
wenn Surfer »verdächtige« Begriffe in
das Suchfeld eingeben. Da die Geheimdienste aber häufig eh schon auf
den Leitungen mitlauschen, lesen sie auch so die Suchabfragen mit.
Ein Schweizer hat das mal im Selbstversuch ausprobiert.
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Eigentlich ist die Gesetzgebung in Großbritannien überflüssig, denn es
stellt sich heraus, daß die britischen Geheimdienste seit 2001 massenhaft
Daten sammeln – illegal, versteht sich.
(Heise, The Register).
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In USA sind gerade mal wieder läppische 191.000.000 Datensätze abhanden
gekommen.
Sind ja bloß (praktisch) alle Wahlberechtigte der Wahl von 2012
mit Name, Anschrift, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer,
Rasse/ethnische Gruppe, Partei (ja, kann man beim Registrieren angeben!),
und, und, und… (siehe auch
Heise).
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Traue keinem, der Dir hochheilig verspricht, er würde schon nichts
speichern. Diesmal: Elektronische Fahrkarten in Berlin.
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Bei den Smart-Metern besteht noch ein bißchen Hoffnung, daß der Kelch
an uns Privatleute noch vorbeigeht. Der Bundesrat stellt sich zur Zeit
gegen die Pläne der Bundesregierung quer,
was die Zwangseinführung
betrifft.
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Die EU will es den USA nicht nur bezüglich der Fluggastdatenerfassung
nachmachen. Es schwirren auch Vorschläge herum
zum zwangsweisen Erfassen und Abgleich
der Fingerabdrücke beim Grenzübertritt (Ein- und Ausreise) für alle,
inklusive EU-Bürger.
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In der SPD gibt es Leute, die wollen die NPD und ähnliche Gruppierungen in der Abschaffung
rechtsstaatlicher Prinzipien noch rechts überholen.
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Nicht nur durch die Vorratsdatenspeicherung werden wir beobachtet, wo
wir uns aufhalten. Wenn man bei Android und iOS nicht alles abschaltet,
sendet Google Maps so allerhand an Positionsdaten nach Hause zu Mutti
Google (ich fürchte, vermutlich aber auch, wenn man es abschaltet…).
Google errechnet daraus nun die
Hauptstoßzeiten für Geschäfte.
Urheberrecht
Islamismus/Terrorismus
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Deutschland wartet auf den Anschlag. Zwei Drittel der Bürger sind davon überzeugt. Dank Merkels
offener Arme sind mindestens ein Dutzend Leute nach Deutschland
eingereist, deren gefälschte Pässe aus der gleichen Werkstatt stammen wie
die zweier Paris-Attentäter. Dank der hervorragenden Arbeit unserer
Behörden weiß man natürlich nicht, wo die verblieben sind, und
Fingerabdrücke hat man von den Leuten auch nicht, wie FAZ und Focus berichten.
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Ein Artikel in der Welt berichtet von dem angeblichen Erfolg der britischen Behörden bei der
Verhinderung von Terroranschlägen. Wie wahr das ist, möge jeder
selbst entscheiden. Davon abgesehen drängt sich der Vergleich mit der
Stasi auf, was die Durchdringung der Gesellschaft durch den
Überwachungsapparat betrifft.
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In Österreich gibt es islamische Kindergärten, und ein Gutachten hat zutage gebracht, was dort passiert – nichts,
was mit Integration zu tun hat. Im Gegenteil wird der Islamismus dort
gefördert, inklusive Hirnwäsche (siehe auch Huffington Post). Geradezu lustig finde ich ja die Einlassung des
Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Die
Studie sei »undemokratisch und auch unmenschlich« – nicht die Zustände
sind also problematisch, sondern der Bericht darüber???
-
Was Gott wohl
sagen würde…
Flüchtlinge
EU
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Noch ein Hintergrundartikel zum Thema Glyphosat. Er beschreibt,
wie die EU-Behörden von den Konzernen unterwandert sind. Mitarbeiter sind
sowohl für die Behörden als auch für Lebensmittelkonzerne tätig, und zwar
gleichzeitig. Überrascht mich irgendwie nicht.
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»Die Bürger kündigen der EU« – ein Artikel in der FAZ darüber, wie sich die Bürger unzufrieden
von der EU abwenden.
Sonstiges
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Die Panik um private Drohnen wird größer. Neben dem bereits bekannten Aktionismus von Bundesverkehrsminister
Doofbrindt (siehe auch Heise)
beginnen Schlösser, das Überfliegen zu verbieten, teils unter Androhung von
Bußgeldern, wobei im Heise-Forum die Rechtmäßigkeit solcher Verbote
stark bezweifelt wird. Befeuert wird das von der Aktion eines idiotischen
gewerblichen Piloten bei einem italienischen Slalom-Rennen, der sich über
die Regeln hinweggesetzt und beinahe mit seiner abstürzenden Drohne einen
Skifahrer getroffen hatte.
Das Tamtam ist speziell dann verlogen, wenn es um vermeintlichen Schutz
der Privatsphäre geht. Die Bundesregierung hat ja auch überhaupt keine
Probleme, daß die mit Sensortechnik
vollgestopften US-amerikanischen Drohnen über Deutschland fliegen.
Kotztüte bereithalten: »Da jedoch die schriftliche Bestätigung seitens
der USA als ausreichend bewertet wurde, ist ein nationaler Beobachter
nicht entsandt worden«. Soviel Selbstverleugnung und Unterwürfigkeit
ist in Anbetracht der ganzen Erkenntnisse zur US-Überwachung nur sehr,
sehr schwer zu ertragen.
-
Telekom-Chef Höttges ist für bedingungsloses Grundeinkommen. Wo
ist der Haken? Die »Internet-Wirtschaft« soll das bezahlen. Damit meint
er natürlich nicht die Telekom, sondern deren Widersacher, also
Google, Facebook, Apple & Co. Sehe nur ich das so, daß ein derartiges
PR-Manöver hochgradig primitiv und peinlich ist? Das ist doch
Sandkasten-Niveau!
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Ich dachte bislang, einige Städte in NRW seien die Hochburg für
kriminelle ausländische Familienclans, die die Polizei sich nicht mehr zu
bekämpfen traut. Glaubt man dem Focus, so versucht Berlin auch hier, den
Negativrekord zu holen.
Überwachung, Datenschutz & Co.
Die Terroranschläge von Paris beflügeln die Phantasien der
Überwachungsbefürworter.
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Die EU-Innenminister haben sich mittlerweile geeinigt, es muß noch das
EU-Parlament zustimmen (der
Innenausschuß hat es bereits): Jetzt sollen auch in Europa
Fluggastdaten gespeichert werden, wahrscheinlich auch für
innereuropäische Flüge. Fünf Jahre lang sollen sie in den Datenbanken
verweilen. Die Liste der Daten ist ähnlich lang wie bei den Amerikanern
und enthält weitreichende als auch wahnwitzige Informationen (wie den
Namen des Reisebüromitarbeiters, der das Ticket ausgestellt hat). Die
Grünen im EP wollen wohl vor dem EuGH gegen diese neue Art von
Vorratsdatenspeicherung klagen, falls es kommt. Zeit und Spiegel (mit Liste) berichten.
-
Auch, als hätte es das EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung nicht
gegeben, kommen die Forderungen nach einer solchen auf EU-Ebene – wider
den Tatsachen zur Sinnlosigkeit – wieder auf, wie bei Golem und Heise zu lesen
ist.
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Auch das Verbot/Aushebelung von Verschlüsselung schwirrt weiterhin in
EU-Köpfen herum, wie Netzpolitik berichtet.
-
Heise berichtet von den neuesten
Entwicklungen. So will ein deutscher, sogenannter »Innenexperte« der
SPD Gefährder mit Drohnen überwachen! Was für ein ausgemachter
Schwachsinn. Viel schlimmer dagegen und realistischer sind Überlegungen
in Frankreich, offene WLANs und TOR zu verbieten, Mietwagen zwangsweise
mit GPS-Ortung auszustatten usw. – da fallen gerade die letzten
Hemmungen…
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Ein Kommentar in der Zeit, warum mehr Überwachung falsch ist.
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Die feuchten Träume der Content-Industrie: Die Abschaffung der Anonymität im Internet, damit man die
»Raubmordkopierer« auch erwischt. Es ist schon toll, wenn diese
geldgeilen Knülche lieber die Basis der Demokratie aufgeben wollen, als
auch nur auf einen Cent zu verzichten. Dazu schlägt sich noch die
weitgehend erfolg- und mittlerweile bedeutungslose Grünenpolitikerin
Künast auf deren Seite. Wie peinlich.
In einem Kommentar bei Heise weist ein Richter die Leute mal ordentlich in die Schranken. Der
bekannte Internet-Rechtsanwalt Thomas Stadler schließt sich dessen Meinung an.
-
Immer wieder fordert die Content-Industrie Netzsperren gegen illegale
Download- und Streaming-Möglichkeiten. Der Bundesgerichtshof hat jetzt
ein Urteil gefällt, das Netzsperren nicht grundsätzlich ausschließt, aber
die Latte ziemlich hoch setzt. In den beiden verhandelten Fällen war die
Latte auf jeden Fall zu hoch, die Klagen wurden abgewiesen. Jetzt
reklamiert jede Seite für sich einen Sieg. Berichte bei
Heise, Spiegel, Golem, Zeit.
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Erstmals ist in den USA eine sog. Gag-Order gerichtlich aufgehoben
worden und der Empfänger kann erstmals berichten, wie er den Behörden Auskunft über seine Kunden geben mußte.
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Mit dem neuen Notrufsystemen wie eCall verpfeifen nun die Autos selber
Unfallflüchtige und nicht eventuell anwesende Zeugen, wie in den USA geschehen.
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Über die (noch) freiwillige Überwachung der Autofahrer durch die
Versicherung – in der zweifelhaften Hoffnung auf Rabatte – berichtet die Zeit. Sollte sich das auf lange Sicht durchsetzen,
befürchtet die Autorin, daß die »Normaltarife« für Verweigerer dann
merklich steigen werden.
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Einer Umfrage nach sind zwar Autofahrer durchaus an vernetzten Autos
interessiert, sie wollen aber nicht die Kontrolle über ihre Daten abgeben und auch
den Mist abschalten können.
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»Smart« ist der Euphemismus für’s Mitlauschen: Jetzt funken schon
smarte Rauchmelder, damit Vermieter/Verwalter von außen die
Funktionsfähigkeit testen können, ohne die Wohnung zu betreten. Leider
ist das Ding mit Sensoren ausgestattet, die es prinzipiell erlauben, die
Wohnung abzuhören. Ein Mann sieht da die Unverletzlichkeit seiner Wohnung bedroht und
will dagegen klagen.. Die Klage ist natürlich auch im Zusammenhang
mit den Smart-Metern wichtig.
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Smart-Home: Ein Selbstversuch zeigt, was die »Smart«-Geräte im Haus so alles
sammeln und was man daraus alles lesen kann.
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Bei den vernetzten Smart-Metern wird ja immer argumentiert, die
Verbraucher könnten damit Strom und Geld sparen. Golem berichtet von einer Studie, nach der letzeres im Regelfall
nicht gelingt. Was habe ich immer gesagt? Wenn die Stromkonzerne auch
nur einen Cent dadurch weniger einnehmen würden, dann stünden sie nicht
so dahinter.
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Etwas für die »wir haben nichts zu verbergen«- und »der Staat
mißbraucht keine Überwachungseinrichtungen«-Fraktionen:
Fefe hat mal wieder einen
»schönen« Fall von unverhältnismäßiger Nutzung von Telefondaten
gefunden.
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Unsere Krankendaten sind sicher? SAP
will die elektronische Patientenakte stärker anzapfen. Was soll da
schon schiefgehen? Ein Kommentator im Heise-Forum meinte zwar, das
beziehe sich auf Patientenakten in Krankenhäusern und nicht auf die
(unfertige) eGK. Aber erstens finde ich das genauso schlimm und zweitens
wird das mit den eGK-Patientenakten ebenso geschehen.
-
Die Landesdatenschutzbeauftragte
Thiel aus Niedersachsen beklagt die überhandnehmende Videoüberwachung in
öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem sieht sie
Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen, die notwendigerweise
Kfz-Kennzeichen erfassen müssen, kritisch.
Islam
-
Hamed Abdel-Samad, auf den ich auch schon mehrfach verwiesen habe, hat
der Zeit ein neues Interview gegeben. »Der Islam ist keine Religion des Friedens« lautet der Titel.
Wirklich lesenswert, ich würde es am liebsten zur Hälfte zitieren,
aber das hat ja keinen Sinn. Ach ja, auch der Westen bekommt sein
gehöriges Fett weg, einerseits wegen der vielen falschen militärischen
Aktionen im der arabischen Region, aber auch wegen des falschen Umgangs
mit dem Islam in Europa.
-
Ähnlich äußert sich die Islamkritikerin Sabatina James im Interview mit
dem Stern: »Mohammed ruft zur Gewalt auf und deshalb ruft auch der Islam zur
Gewalt auf«. Sie äußert sich auch über die üblen islam-bedingten
Verhältnisse in den Flüchtlingsheimen, bei denen sich ja die Gutmenschen
Augen und Ohren zuhalten – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
-
Ein Islam-Wissenschaftler meldet sich in der Süddeutschen Zeitung zu
Wort. Auch er sieht den Islam nicht als Religion des Friedens, wobei
er deutlich milder argumentiert als Abdel-Samad.
-
Die österreichische Supermarktkette Spar hat sich zwischen die
Fronten gebracht, indem sie "Halal"-Fleisch angeboten hat. Nach
massiven Protesten sind sie wieder davon abgekommen. Danach hat es
wiederum Proteste von Gutmenschen gegeben. Ich meide übrigens auch
Halal-Produkte und Restaurants, die mit Halal werben, denn für mich geht
Tierschutz vor Religionsfreiheit, insbesonders, weil Halal (und auch
Koscheres) auf rückständigen Regeln basiert, die in völliger Unkenntnis
biologischer/hygienischer Zusammenhänge formuliert wurden.
TTIP
Finanzen/Euro
Gentechnik
Sonstiges
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Bei Digital Courage gibt es einen Weihnachtskalender rund um die
»digitale Selbstverteidigung«
-
Die Verbotspartei macht wieder von sich reden: Auf rund 80km Autobahn will das von den Grünen geführte
Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg ein allgemeines Tempolimit
von 120 km/h einführen, also ohne verkehrstechnische Notwendigkeit.
Eigentlich haben die Landsleute die Grünen gewählt, um Stuttgart 21 den
Garaus zu machen und vermutlich nicht für so einen Schwachsinn, aber die
Grünen sind da bezüglich des Brechens von Versprechen keinen Deut besser
als die anderen Parteien. Der Bundesverkehrsminister hat übrigens
Bedenken, daß das überhaupt in die Kompetenz von dem
Landesverkehrsminister falle und rät, die Finger davon zu
lassen.
-
Die Online-Zeitung Der Westen berichtet über das Herrschen von libanesischen Clans in Gelsenkirchen und die
Hilflosigkeit der Polizei und Justiz. Ein klarer Kontrapunkt zu dem
verdrängenden Geschwafel des nordrhein-westfälischen Innenministers
Jäger.
-
Als würden wir uns mit den Flüchtlingen nicht schon genug Probleme ins
Land holen, so hat jetzt das Bundessozialgericht entschieden, daß
EU-Ausländer nach einem halben Jahr Anspruch auf Sozialhilfe haben – es
reiche, wenn sie den Anschein erwecken, in Deutschland arbeiten zu
wollen, konkrete Bemühungen seien aber nicht erforderlich. Geklagt hatte
ein Rumäne. Er und seine Familie werden jetzt etwa doppelt soviel Geld bekommen,
wie ein Arbeiter oder Beamter in seinem Heimatland.. Diese
Entscheidung wird sicherlich viele Leute aus den armen EU-Staaten in
unser Sozialsystem einwandern lassen, denn das wird sich herumsprechen.
Und das halbe Jahr Durststrecke kann man schon bei Verwandten
unterkommen…
-
Auf der anderen Seite hat jetzt ein Gericht die Abschiebung einer
Familie nach 17 Jahren Aufenthalt erlaubt, weil sich diese Familie nicht
integriert habe.
Überwachung, Terrorismus
-
Sascha Lobo bringt in seiner Spiegel-Kolumne mal wieder etwas
Interessantes zum Thema der Frankreich-Anschläge und Überwachung unter
dem Titel »Ausweitung der Überwachung: Geheimdienste lesen nicht mal
Zeitung«:
-
die Attentäter wurden fast alle in Frankreich geboren, trotzdem wird
wiederholt die Flüchtlingsdebatte mit dem Terrorismus verknüpft
-
die Attentäter waren fast alle (7 von 8) behördlich bekannte,
verdächtige Islamisten, trotzdem wird die Überwachung der Bevölkerung
intensiviert
-
die Attentäter haben offenbar unverschlüsselt kommuniziert, trotzdem
werden sie als Argument gegen Verschlüsselung mißbraucht
[...]
Am absurdesten aber wirkt die Debatte um überwacherische Maßnahmen
gegen den Terrorismus, wenn man sich »Dabiq« [Anm.: ein vom IS
herausgegebenes Hochglanzmagazin] anschaut. [...] Im Februar diesen
Jahres gab der Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud,
ein Interview. [...] Ja, der Planer der Anschläge von Paris hat Monate
vorher öffentlich damit angegeben, wie leicht es ist, den
Überwachungsapparat auszutricksen und vor Ort Anschläge zu planen. Er
hat seinen Wohnsitz Belgien bestätigt und angedeutet, daß ein neuer
Anschlag geplant ist. In einem für jeden zugänglichen Medium des IS.
Nebenbei bemerkt: Im Gegensatz zu Lobo halte ich die Verknüpfung mit
der Flüchtlingsdebatte durchaus für legitim: die Täter sind überwiegend
immigrierte, nicht integrierte Moslems, und Merkel & Co. sorgen hier
für kräftigen Nachschub!
-
So bröckelt auch der Widerstand im
EU-Parlament gegen die innereuropäische Fluggastdatenspeicherung.
Preisfrage: Wer kippt da wieder um? Die Sozialisten – immer die gleiche
Sch…e mit denen.
Juncker nutzt die Attentate auch gleich wieder aus. Seinem Mantra
entsprechend – die Ziele in so kleine Häppchen aufzuteilen, daß die
Bevölkerung sie möglichst nicht merkt – fordert er einen EU-Paß. Was soll
das denn bitte bringen? Noch mehr Überwachung, noch mehr zentrale
Speicherung unserer Daten? Die grausige Idee der vereinigten Staaten von
Europa zementieren?
Die Innenminister der EU-Staaten planen zudem noch weitere
Einschränkungen, wie Spiegel und Heise
berichten.
-
In Frankreich darf das Innenministerium jetzt Webseiten selbständig
sperren, ohne richterliche Anordnung. (Netzpolitik, Futurezone)
-
Nein, damit konnte ja niemand rechnen:
Fefe berichtet, daß der
niederländische Geheimdienst Zugriff auf die digitalen Patientenakten
haben möchte. Das kann UNS doch mit der elektronischen Gesundheitskarte
nicht passieren, oder?!?!
-
»Verbot von Verschlüsselung ist
kindischer Mist« meint der Journalist, der damals die
Echelon-Überwachung der Big-Five aufgedeckt hat. Heise berichtet von der
Security-Konferenz DeepSec in Wien, wo noch ähnliche Statements über den
Überwachungswahnsinn gefallen sein sollen.
-
Ex-CIA-Chef meint, man solle Snowden am nächsten Baum aufknüpfen und
zappeln lassen, bis der Tod eintritt. Und zwar – jetzt kommt’s –
wegen der Anschläge in Paris, an denen ER schuld sei. Wie schräg ist das
denn? Typischer Fall der »Haltet den Dieb«-Strategie und/oder totaler
Realitätsverweigerung. Wenn, dann gehörten mal ein paar CIA-Leute
aufgeknüpft für die vielen Staatsstreiche rund um die Welt, inklusive der
Unterstützung von hochkriminellen Subjekten wie Saddam Hussein oder Bin
Laden. (via Slashdot)
-
Ehemalige US-Drohnenpiloten geben in einem offenen Brief dem Obama und
seiner Regierung die Mitschuld an dem Terrorismus. Die hohe Zahl der
zivilen Opfer schüre den Haß und wirke wie ein Rekrutierungsprogramm für
den IS. (Spiegel, Zeit, Focus)
Es sei von meiner Seite daran erinnert, daß der
Friedensnobelpreisträger Obama den Drohnenkrieg massiv ausgebaut hat…
-
In unserer durch die EU entmündigten Demokratie muß das neue VDS-Gesetz
der EU vorgelegt werden – mit Begründung. Netzpolitik hat sich diese
durchgelesen und festgestellt, daß die Zweifel der Kritiker dort eher bestätigt als zerstreut
werden.
Datenschutz
-
Der deutsche Michel kann sich von Merkel in keinem Bereich mehr etwas
erhoffen (wer hat die eigentlich gewählt???) So auch nicht in Sachen
Datenschutz. Denn die am Rand des Neulands stehende Merkel glaubt, in den
Daten der Bürger den Rohstoff des 21. Jahrhunderts entdeckt zu haben,
nachdem ihr das vermutlich jemand eingeflüstert hat. Deshalb meinen sie
und ihr Scherge Dobrindt im Kontext des »Nationalen IT-Gipfels«, einer
offensichtlichen Lobbyveranstaltung der deutschen IT-Großindustrie, daß
Datenschutz bloß stört. Das Ganze zielt auch auf die Diskussion um die
EU-Datenschutzverordnung, wo sich das EU-Parlament noch ein bißchen gegen
laxe Regelungen sträubt (aber wie bei der Netzneutralität wohl nicht mehr
allzu lange). Golem, Heise.
-
Einzig ein einsamer, machtloser
EU-Datenschützer hat etwas gegen die Ausbeutung des neuen
»Rohstoffs«.
-
Zwei weitere Heise-Artikel zum Thema Smart-Meter:
»Verbraucherschützer untermauern ihre
Kritik an intelligenten Stromzählern« (mit Umfrageergebnissen) und
»Schweiz: Ungeklärte Fragen zur
Einführung von Smart Metern«
-
Heise berichtet, wie die
Geschäftsmodelle hinter dem vernetzten Auto aussehen können.
Stichwort: Werbung, neudeutsch Marketing. Als würde der Werbemüll im
Internet, in der Glotze und im wöchentlichen Kasbladel noch nicht
reichen…
EU – Sonstiges
Flüchtlinge
-
Die Obergrenze für Flüchtlinge wird in Kürze kommen, da bin ich mir
jetzt ganz sicher. Warum? Weil der Zentralrat der Juden das gefordert
hat. (Zeit, Spiegel).
»Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des ›Islamischen
Staates‹ und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber
entstammen sie Kulturen, in denen der Haß auf Juden und die Intoleranz
ein fester Bestandteil ist«, so Schuster. »Denken Sie nicht nur an die
Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den
Umgang mit Homosexuellen.«
Wehe, die Pegida oder die AfD hätten das gesagt. Wär da wieder ein
Aufschrei durchs Land gegangen.
Meine Wenigkeit denkt da auch nicht nur an die Juden, sondern auch an
die anderen »Ungläubigen«, an »westliche« Lebensweise und andere
Errungenschaften der Aufklärung, wie zum Beispiel Atheismus.
-
Integration, wie sie wirklich stattfindet: Kriminelle Familienclans aus dem Nahen Osten werden in die
Finanzhaushalte von Bund, Länder und Gemeinden integriert. So gut,
daß sie sogar den Drogenhandel dafür aufgeben. Vielen Dank, Frau
Merkel!
-
Ein Erklärungsversuch, warum es in Flüchtlingsheimen zu sexueller
Gewalt gegen Frauen kommt. Kurzfassung: Alleinstehende Frauen haben
keine Ehre, und mit Menschen ohne Ehre kann man nach deren Weltbild
machen, was man will, die gehen eh nicht zur Polizei.
-
Interview mit einem Zuwanderungsforscher: »Migration produziert mehr Migration«.Darin sind ein paar
interessante Statements enthalten. Haben wir uns heute eigentlich schon
bei Merkel bedankt?
-
Gauweiler verlangt in einem Schreiben nun hochoffiziell von
Bundestagspräsident Lammert, eine Abstimmung der Abgeordneten über die
Flüchtlingsfrage herbeizuführen. Er sieht die Rechte des Bundestags
verletzt und droht mit dem Bundesverfassungsgericht. Dabei werden ihm
gute Chancen zugerechnet, weil das BVerfG in einem ähnlichen Fall analog
entschieden hatte. Aber andererseits wäre das eh nur ein Pyrrhus-Sieg,
denn womit kann man unsere Marionetten-Demokratie denn noch bloßstellen?
(Artikel und Wortlaut bei der Welt).
Sonstiges
-
In den USA hat die für Lebensmittel zuständige Bundesbehörde einen
genmanipulierten Lachs zum Verzehr freigegeben. In das Erbgut des Lachses
ist ein Gen eines anderen Fisches eingebaut worden, das den Lachs doppelt
so schnell wachsen läßt (= doppelter Profit!) Das i-Tüpfelchen bei der
Entscheidung ist, daß der Lachs nicht einmal als genmanipuliert
gekennzeichnet werden muß! Dieser »Frankenfish« (wie er in Anlehnung an
Frankensteins Geschöpf getauft wurde) stößt selbst vielen Amerikanern
übel auf. (Engadget, Spiegel, erster und zweiter Stern-Artikel).
Und ratet mal, welches Stichwort ich in dem ersten Leserkommentar zu
einem der deutschen Artikel gelesen habe? TTIP natürlich. Ist mir auch
sofort in den Sinn gekommen. Gemäß der Doktrin müßte der auch hier in
Europa verkauft werden dürfen, natürlich auch ohne Kennzeichnung.
-
Weil gerade das Stichwort fällt: Merkel will TTIP unter anderem,
weil es unsere Autoindustrie auch
will. Merkel ist ja offenbar jedem hörig, nur nicht den Bürgern.
-
Und zu Fisch und TTIP paßt
Fefes Fundstück: Die World
Trade Organization (WTO) will den USA die Kennzeichnung von
Thunfisch-Dosen (als Qualitätsmerkmal) verbieten, daß deren Inhalt mit
delphinschonenden Methoden gefangen wurde. Warum? Handelshemmnis für
mexikanische Fischer, die nicht mit solchen Fangmethoden arbeiten.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – ein altes Sprichwort und immer noch
wahr. So wird meine interne Liste von Ärgernissen immer länger,
gleichzeitig steigt meine Unlust, darüber zu granteln, denn leider baut das
meinen Frustrationsgrad nicht in dem Maße ab, wie eigentlich erwünscht:
Manchmal erreicht es sogar genau das Gegenteil, wenn ich dann den Unsinn
dieser Welt so geballt sehe!
Überwachung
Ein leider immer mehr umsichgreifender Schwachsinn ist die Überwachung
der Bürger, primär bei der Kommunikation, aber nicht nur. Trotz eben dieser
trifft der zweite Terroranschlag in Paris die Behörden völlig
unvorbereitet. Die ganze Überwachung, von Vorratsdatenspeicherung über das
Analysieren von Social Networks bis hin zum Abschnorcheln aller
Daten an den Datenleitungen, wie sie in Frankreich praktiziert wird – völlig für die Katz! Da
muß man sich schon fragen, was in dem Herr Jörg Radek von der Gewerkschaft
der Polizei vorgeht, wenn er was fordert? Ja!
Den massiven Ausbau der
Vorratsdatenspeicherung! Entweder hat der Mann einen IQ von 10, oder er
hat eine Hidden Agenda, deren Schnittmenge mit dem Grundgesetz, mit
Demokratie, mit Bürgerrechten und Freiheit wohl leer ist. Leider ist Radek
aber nicht allein, wie ein Artikel in der Zeit zeigt. Und in Großbritannien nutzt Cameron
den Terrorakt, um seine Überwachungsphantasien (s.u.) möglichst schnell und
ohne große Diskussion durchzudrücken (Wired, via
Fefe).
-
Bundesrat winkt
Vorratsdatenspeicherung durch. Meiner Rechnung nach hätte die VDS im
Bundesrat keine Mehrheit gehabt, wenn sich alle Länder, in denen die
Grünen, Linken und die FDP beteiligt sind, enthalten hätten. Soviel zur
Glaubwürdigkeit der Parteien.
-
Natürlich winken die Parteisoldaten
von CDU und SPD die Verlängerung der Anti-Terror-Befugnisse durch.
Genauso wenig unerwartet, daß sie hier und da auch noch ein bißchen
»verbessern«.
-
Inzwischen ist man sich einig, daß das Greulich-Gutachten zu den
NSA-Selektorenlisten nichts wert ist (Netzpolitik, Heise,
Zeit). Ich schätze mal, die Opposition wird den Klageweg zur
Einsichtnahme durch die Abgeordneten/Ausschußmitglieder selbst
weiterverfolgen.
-
Big Brother wird Wirklichkeit, genau da, wo Orwell es beschrieben
hat. Die britische Regierung plant ein neues
Bürgerbespitzelungsgesetz namens »Investigatory Powers Bill«, das
tief in die Privatsphäre eingreift. Es sollen nicht nur wie bisher
Metadaten aufgezeichnet werden, sondern auch vollständige URLs
sämtlicher besuchter Websites. Ein Feigenblatt, nein, -blättchen,
sorgt dafür, daß nicht jede Behörde die vollständige URL sehen kann,
sondern nur den Domainnamen.
Das ist aber noch nicht alles. Inländische Diensteanbieter müssen
Möglichkeiten schaffen, bei Bedarf auch verschlüsselte Kommunikation
mitzuschneiden, nicht durch Hintertüren in der Kryptographie, sondern
durch geeignete Konzeption darumherum. Für Anordnungen zum Mitschneiden
jedweder Kommunikation soll für alle Beteiligten eine generelle
Schweigepflicht gelten (»Gag Order«), die selbst in Gerichtsverfahren
nicht aufgehoben werden soll. Angeklagte, deren Anwälte, ja nicht einmal
die Richter selbst würden so Kenntnis von dem Einsatz erhalten. Das
hebelt nach Ansicht der Kritiker nicht nur die Rechtsstaatlichkeit aus,
sie macht auch eine (qualifizierte) Diskussion darüber praktisch
unmöglich. Man fühlt sich an das Neusprech von 1984 erinnert! Es lauern
in den mehreren hundert Seiten starken Werk noch viel mehr Schweinereien,
z.B. das legale Hacken von Computern, Routern usw.
Die Gesetzesinitiative wurde übrigens um den Guy Fawkes Day (5.
November) herum vorgestellt. Und die Opposition beklatscht auch noch den
Entwurf. Da kann sich jetzt jeder so seine Gedanken machen…
Hier ein paar Links dazu:
-
Es wurde erst dementiert, daß so ein Gesetz kommt (die Links spare
ich mir), dann aber doch offiziell vorgestellt, wie z.B. von
Heise berichtet. Natürlich wird
der Eingriff in die Privatsphäre heruntergespielt. Einige Details sind
zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt. Weitere Details dann u.a. bei
Netzpolitik. Im Heise-Wochenrückblick wird u.a. die Speicherung der URLs
erläutert.
-
Kritik an dem neuen Überwachungsgesetz bei Heise.
-
Ein FAQ zu dem Entwurf bei The Register, den ich aber für zu unkritisch halte (Google muß
mal wieder herhalten als Vergleich und ist am Ende der Bösere). Die
Leser im Kommentarbereich sehen das wohl ähnlich. Ich bin von ElReg in
letzter Zeit auch etwas enttäuscht – für TPP fanden die nur positive
Worte. Das paßt so überhaupt nicht zu ihrem früheren Image.
-
Ein Artikel beim Telegraph, wie die britische Regierung
inländische Firmen zu Abhörschnittstellen zwingen will, via
Fefe. Ebenfalls via
Fefe ein Blogeintrag, was die Schweigepflicht für Konsequenzen hat.
-
Kommentar von Patrick Beuth/Zeit: »Eben noch Skandal, morgen schon normal«
-
Ein britischer Sicherheitsforscher
demonstriert an sich selbst,
was die URL-Aufzeichnung bedeutet (via
Heise)
-
Auch Europol will mehr Überwachung,
speziell von Social Networks. Und die Bundesregierung hat natürlich
auch nichts dagegen.
-
Selber will die Bundesregierung auch noch mehr ausspionieren, nämlich mit einer eigenen Abhörbehörde.
-
Auch die Industrie will alles ausspionieren und macht selbst vor
kleinen Kindern nicht Halt. Trotz der massiven Kritik (wie berichtet)
bringt jetzt Mattel ihre sprechende
und vor allem lauschende Barbie-Puppe auf den Markt,
rechtzeitig vor Weihnachten. Ich fürchte, viele Eltern sind ignorant
genug und kaufen ihren Töchtern diesen Dreck.
-
Continental (früher mal primär Reifenhersteller) will mit seinem
Produkt eHorizon die Autos
untereinander und mit der Cloud vernetzen, natürlich nur zum
Wohle aller. Dazu sollen alle Autos über Mobilfunk mit den
Autoherstellern und über die dann mit dem Rest der interessierten Welt
kommunizieren. Für Datenschutz und Anonymisierung sollen die
Autohersteller sorgen. Und was mache ich, wenn ich denen nicht
traue? Continental meint, jedes Auto bräuchte eine Bandbreite von
1 MBit pro Sekunde, das sind bloß, warte mal, rund ein halbes
Gigabyte pro Stunde!!! Uns soll vorgegaukelt werden, daß man das für
die Übertragung des Straßenzustands, Positionen von Schildern usw.
bräuchte. Da scheint mir aber noch Übertragungskapazität drin zu sein für
vielfältige Überwachung der Insassen (ja, auch mit der Konnotationen
gemeint) – jenseits des Standorts, der natürlich in so einem System
selbstverständlich ist. Verkehrspolizei, Überwachungsbehörden und
Versicherungen reiben sich bestimmt schon die Hände.
Noch sind die Autofahrer einigermaßen skeptisch.
Die Hersteller glauben allerdings, die
Vorbehalte schwinden zu sehen. Hoffentlich täuschen sie sich.
Außerdem hoffe ich, daß das Bundesverfassungsgericht da noch ein Wörtchen
mitredet. Auf den Bundestag brauchen wir aus bisheriger Erfahrung heraus
ja nicht zu setzen.
-
Nach der EU will jetzt auch die Bundesregierung ein Register für
ferngesteuerte Drohnen jeglicher Größe. Begründet wird dies mit
Sicherheitsrisiken für Personen allgemein, Schutz der Privatsphäre,
Behinderung von Flugzeugen und Hubschraubern, letzteres speziell auch im
Notfalleinsatz, Schadenregulierung. Modellflieger im Heise-Forum
schreiben allerdings, daß die geltenden rechtlichen Regelungen schon
völlig ausreichen. Vielleicht – so sagt der Verschwörungstheoretiker in
mir – möchte die Bundesregierung auch einfach nicht, daß Drohnen zum
Aufdecken von Skandalen der Politik und Industrie eingesetzt werden, z.B.
bei illegalen Polizeiaktionen während Demonstrationen.
-
»Intelligente« Stromzähler: Bundestag will die Lauscher in die Haushalte bringen und will den
Energiekonzernen auch teilweise die Möglichkeit geben, diese gegen den
Willen der Endkunden einzusetzen.
Wieviel der versprochene Datenschutz wert ist, damit beschäftigt sich
ein langer, lesenswerter Artikel bei Golem:
Bei Haushalten, die weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr
verbrauchen, soll der Einbau einer Kommunikationsschnittstelle zudem
nicht verpflichtend werden. Allerdings können die Meßstellenbetreiber
nach eigenem Ermessen ein solches Gateway einbauen und ihre Kunden daran
anschließen.
Dann bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, den
Stromverbrauch sekündlich abzulesen und an eine externe Stelle zu
übertragen. Rein technisch sind die Geräte dazu in der Lage. Doch
gesetzlich ist das nicht erlaubt. Bislang sieht der Entwurf vor, daß die
Smart Meter Gateways nur alle 15 Minuten den Verbrauchswert erfassen
sollen.
Jetzt kann sich jeder selbst überlegen, ob bis zur Verabschiedung des
Gesetzes diese Schranke noch fällt, und falls nicht, ob sie nicht
illegalerweise ignoriert oder nicht einfach ein paar Jahre später
»gelockert« wird. Und inwieweit dort noch Backdoors für Polizei & Co.
eingearbeitet werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn was sagt
das schöne Sprichwort, das ich neulich gelesen habe?
Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Sonstiges aus dem Internet
-
Netzneutralität: Kaum hat das EU-Parlament entschieden (Spiegel, Netzpolitik, FAZ), rückt die Telekotz mit ihren Vorstellungen heraus: Wie von
den Kritikern befürchtet, will sie jetzt auch von den Dienstleistern
kassieren (Golem, Spiegel, FAZ). Massive Kritik kommt postwendend zurück (Spiegel, Heise, Netzpolitik, nochmal Spiegel).
Und mittlerweile ist es offiziell:
Die Bundesregierung will auch keine
Netzneutralität. Damit es ist auch klar, daß die Bundesregierung bei
der EU-Entscheidung die Fäden (mit-) gezogen hat. Telekom-Lobbyismus at
it’s best!
-
Leistungsschutzrecht: In der EU sind Diskussionen über das
Urheberrecht in Gang gekommen. Noch ist alles sehr vage und nichts
wirklich greifbar. Allerdings lassen ein paar gefallene Aussagen die
einzige Piratin im EU-Parlament aufschrecken: Sie befürchtet, die EU
könne Gefallen am deutschen und spanischen Leistungsschutzrecht finden,
und es gar soweit ausdehnen, daß selbst eine Verlinkung auf Artikel zustimmungspflichtig sein
könnte. Das wäre ein Frontalangriff auf das Grundprinzip des World
Wide Webs. Außerdem hat wohl der EuGH in einem Urteil schon mal
entschieden, daß Links keine Urheberrechtsverletzungen sind. Unglaublich,
diese EU-Dumpfbacken und Lobbyh…ren. Meinen Blog müßte ich dann wohl
zumachen. (siehe auch Original-Blog-Beitrag von der Piratin Julia Reda)
Flüchtlingskrise
-
Einer Allensbach-Umfrage zufolge trauen sich 45% der Bürger nicht mehr,
offen ihre Meinung zur Flüchtlingskrise zu sagen. Und welche Meinung sie
sich nicht trauen, öffentlich zu sagen, gibt der Artikel auch ziemlich
klar her…
-
55% der Bürger lehnen Merkels Flüchtlingspolitik ab.. Das war vor
dem zweiten Terroranschlag in Paris. Ich traue mich zu wetten, daß dieser
Wert in den nächsten Tagen um etliche Prozentpunkte steigen wird.
-
Interview mit dem Chef einer in Braunschweig gegründeten Soko zur
Kriminalität von Flüchtlingen.. Mag sich jeder selber ein Urteil
darüber bilden. Traurig für mich aber auf jeden Fall die Aussage, daß wir
straffällig gewordene Flüchtlinge praktisch nicht loswerden.
-
Tausende Flüchtlinge verschwinden auf ihrem Transport innerhalb
Deutschlands oder aus ihren Flüchtlingsunterkünften, berichtet der
Focus. Und die Behörden stehen da wie mit heruntergelassenen
Hosen: Sie wissen nicht, wo sie abgeblieben sind. Aber für Merkel ist ja
alles in Ordnung.
-
Flüchtlinge in einer Hamburger Unterkunft haben bei einer
Polizeiaktion die Polizisten angegriffen und gegen die Polizeihunde
getreten. Macht nur weiter so…
-
Schweden, das Vorzeigeland in Sachen Asyl, erklärt offiziell die
Kapazitäten für erschöpft (Spiegel, Süddeutsche Zeitung). Ach, schickt sie doch einfach nach
Deutschland, wir haben ja laut Merkel unendliche Kapazitäten…
-
Nein, doch, ooooh! Erkenntnis des Innenministeriums: »Dienstleister« verkaufen im Nahen Osten den Flüchtlingen
All-In-One-Lösungen mit gefälschten Pässen und Zeugnissen, speziell
für Deutschland zugeschnitten.
-
Der Bundestag bereitet sich schon mal auf die Islamisierung vor und
publiziert alles in Arabisch.
Tatsächlich sind das aber lediglich Informationsseiten, die unsere
Demokratie beschreiben (so, wie sie sein sollte, aber tatsächlich nicht
ist). Ich habe das stichprobenartig durch Rückübersetzung ins Deutsche
via Google getestet. Nichtsdestotrotz hinterläßt das bei mir einen
ziemlich faden Nachgeschmack, daß daneben nur noch Englisch und
Französisch angeboten wird…
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In Duisburg fordert der Integrationsrat gesonderte Schwimmzeiten für
Muslime in den Bädern. Das soll Integration sein? Da haben
selbst die Stadtoberen gezweifelt und dem eine Absage erteilt.
Politik
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Cameron stellt neue Forderungen, inklusive Sonderrechte für
Großbritannien, um in der EU zu bleiben. Liebe Briten, es reicht! Haut
doch endlich ab, vor allem mit Eurem Überwachungswahn Orwellscher
Dimension, und zwar lieber gestern als morgen.
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Der Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens spitzt sich weiter zu,
das katalonische Parlament hat eine Resolution zur Abspaltung
verabschiedet. Ich finde das Thema deshalb so interessant, weil es
die Frage aufwirft, wie weit das Selbstbestimmungsrecht, das Europäer für
alle anderen fordern, denn nun in unseren eigenen Reihen geht. In Bayern
gibt es übrigens angesichts der innerdeutschen Ungerechtigkeit bei der
Flüchtlingsverteilung auch schon erste Politiker, die eine Abspaltung
Bayern fordern.
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Wer sind die nervigsten Lobbyisten zur Aufweichung der
EU-Datenschutzreform? Unter anderem Arvato, eine Bertelsmann-Tochter.
Wenn es bei Euch nicht klingelt: Arvato ist das Unternehmen, dem die
Gematik die Speicherung aller Daten im Zusammenhang mit der
elektronischen Gesundheitskarte anvertrauen will. Gibt es da draußen
einen Bürger, der noch an die Sicherheit dieser Daten glaubt???
Umwelt/Gentechnik
TTIP
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Ein FAZ-Artikel beschwert sich, daß die TTIP-Gegner kein Interesse an
einem Dialog hätten. Kritiker schlügen regelmäßig Einladungen vom
Wirtschaftsministerium zu Hintergrundgesprächen aus. Ja, was sollen
sie denn auch da? Sich von der Sigmar-Gabriel-Propaganda zumüllen
lassen? Zudem kann das Wirtschaftsministerium gar keine Kritik
aufnehmen – wenn es überhaupt dazu bereit wäre –, denn es ist an den
Verhandlungen höchstens indirekt beteiligt. So kann man dann auch
schwerlich von einem Dialog sprechen, liebe FAZ.
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Malmström reagiert wohl ein bißchen auf den Gegenwind und dringt jetzt auf anspruchsvolle Verbraucherstandards. Moment mal,
hieß es nicht dauernd, die Standards würden durch TTIP nicht gesenkt?
Dann ist das doch jetzt das Eingeständnis, daß das alles Lüge war, wie
die Gegner eh schon vermutet hatten. Daher wird das den Widerstand auch
nicht abschwächen können.
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TPP, die pazifische Variante des TTIPs und dessen Vorbild, ist jetzt
veröffentlicht worden, und es scheint so schlimm zu sein wie befürchtet.
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Wie schon mehrfach geschrieben, es gibt bald niemanden mehr aus der
Zivilgesellschaft, der nicht vor TTIP warnt: Nun sind es
Sicherheitsforscher, die ihre Forschung durch die erweiterte Proklamierung von
»Geschäftsgeheimnissen« – durch TTIP möglich gemacht – gefährdet
sehen.
Sonstiges
So, das war’s für dieses Mal – auch, wenn ich immer noch nicht den
ganzen Rückstand abgearbeitet habe!