Überwachung
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Still und leise hat der EU-Rat eCall durchgewinkt. Zwar wird
immer noch von Seiten der EU beteuert, daß keine Überwachung/Tracking
möglich sei, aber wer will das heutzutage noch glauben? Den ersten
Bericht fand ich bei TheRegister, später einen weiteren bei
Heise.de. Beim erfolglosen Googeln
nach Details kamen mir noch zwei Hintergrundartikel bei
ZDNET und Zeit.de über den Weg, die das große Interesse der Industrie an
der Mitbenutzung der eCall-Technik beschreiben. Es wird offensichtlich,
daß die EU mal wieder völlig lobby-getrieben gearbeitet hat. Ein Grund
mehr, den Beteuerungen nicht zu glauben.
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Ein netter Vergleich, den die Zeit macht: Zombies sind offenbar nicht
nur im Film und in Computerspielen populär, sondern auch in der Politik.
In diesem Fall hat der Zombie sogar einen Namen, nämlich
Vorratsdatenspeicherung. Wie von Netzpolitik.org berichtet, denkt die EU-Kommission gar nicht
daran, sich vom EuGH-Urteil beeindrucken zu lassen, und plant eine neue.
Dabei gehe es nicht um das »ob«, sondern nur noch um das »wie«. Golem.de und die Zeit greifen den Artikel auf.
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»Porn Wall« in Großbritannien: Während die Sperren schon bei ihrer
offiziellen Aufgabe versagen, weil sie nicht mit nachvollziehbarer Logik,
sondern nach dem Gusto der konservativen Regierung (siehe Golem.de) arbeiten, werden sie auch mehr und mehr zur politischen
Kontrolle mißbraucht.
Das mußte nun auch der Chaos-Computer-Club feststellen: Die Anmelde-
und Informationsseiten zu dem jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr
stattfindenden Chaos Communication Congress werden in Großbritannien gesperrt. Das ist Zensur wie in
China!
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Der Drang zur Überwachung geht auch bei den Flugpassagier-Daten weiter.
Netzpolitik.org berichtet vom Status quo.
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Mal etwas Positives: Das Berliner Abgeordnetenhaus hat eine
Pflicht der Staatsanwaltschaft zur
Benachrichtigung aller von Funkzellenabfragen betroffenen
Mobilfunknutzer beschlossen. Besser wäre es natürlich, wenn diese m.E.
verfassungswidrige Rasterfahndung erst gar nicht durchgeführt werden
würde.
Deutsche Politik
Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann. Das zieht sich als
roter Faden durch deutsche Parteibüros und den von dort gesteuerten
Regierungen.
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LKW-Maut: Dobrindt verlängert gesetzeswidrig (wegen fehlender
Ausschreibung) den Vertrag mit Toll Collect. Nein, natürlich nicht
einfach verlängern! Das geht ja nicht! Da muß schon für Toll Collect noch
ein bißchen mehr – auf Kosten der Bürger – herausspringen. Wie
Heise.de erläutert, ist das jedoch
nicht nur »etwas«, sondern ziemlich viel mehr. Was mag Dobrindt dazu
bewogen haben? Vielleicht ein schöner weicher Sessel bei Toll Collect,
Mercedes oder Telekotz nach Ende der Amtszeit? Laut Heise ist der Spiegel
im Besitz einer Kopie des Vertrags. Ich hoffe, der leckt mal ins Netz.
Auch die Opposition fordert Aufklärung.
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Lobbygetriebene Regelungen haben ja die Eigenschaft, daß sie sich
irgendwann im Laufe der Zeit – mal früher, mal später – als Schwachsinn
offenbaren. Bei dem Leistungsschutzrecht ist es wohl früher. Bei einer
Anhörung von Experten vor einem Bundestagsausschuß wurde kein Blatt vor
den Mund genommen und das LSR im speziellen und das Urheberrecht im
allgemeinen zerpflückt, wie
Heise.de und Golem.de zu berichten wissen.
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Die Bundesregierung fällt auch weiterhin den 90% der Bürger in den
Rücken, die gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen (leider ist ein
Teil von denen so blöd und wählt die immer wieder…), wie die
Süddeutsche schreibt. Nein, das hat
mit der Gentechnik-Lobby mit Sicherheit nichts zu tun…
Natürlich ist nicht jeder Schwachsinn lobby-getrieben. Den schaffen die
Politiker auch alleine:
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PKW-Maut: Nein! Doch! Ohhh! Da schreibt Schäuble in seinen Teil
des Gesetzentwurfes zur Maut herein, daß die 1-zu-1 Entlastung bei der
KFZ-Steuer im Gegenzug für die Maut kein Junktim ist (FAZ,
[Zeit](http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-12/maut-kfz-steuer-autofahrer-belastung
http://www.sueddeutsche.de/auto/gesetzentwurf-pkw-maut-kann-auch-deutsche-treffen-1.2245877)).
Die Folge? Die Schnellmerker der SPD schreien plötzlich auf! Die CSU wiederum regt sich auf, daß Schäuble das Offensichtliche laut
ausspricht (bzw. schreibt) – Dem Rest der Republik war es sowieso von
vorneherein klar, daß der Spruch mit der nicht zusätzlichen Belastung für
die deutschen Autofahrer eine glatte Lüge ist.
Da rettet auch der nachgeschobene Erklärungsversuch nichts, welcher
diese Regelung als Notwendigkeit für die EU-Zustimmung darstellt,
verbunden mit dem großen Ehrenwort erster Kajüte (gültig bis zum Ende des
Aussprechen eben dieses Ehrenwortes), daß nie nicht bis in alle Ewigkeit
diese Unabhängigkeit zwischen der Entlastung und der Maut ausgenutzt
werden würde! Die Süddeutsche vergleicht
das mit einem ähnlichen Versprechen, dem Solidariätszuschlag.
Schäuble hat übrigens inzwischen den Satz wieder streichen
lassen. Das kann aber höchstens SPD- und CSU-Dumpfbacken
beruhigen.
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Da regen sich die alteingessenen Parteien künstlich über die AfD auf,
wie diese sich mit Goldverkäufen finanziert und damit auch noch
zusätzliche Mittel vom Bund einstreicht. Die FAZ ist der Verlogenheit
dieser Aufregung nachgegangen und hat mal geforscht, wie sie es selber machen.
Die Partei »Die Partei« hat das System der AfD jetzt übrigens aufgegriffen und perfektioniert (via
Fefe).
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Mal wieder ein lesenswerter Kommentar von Sascha Lobo: Angela Merkels Digitalpolitik: Unter dieser Frau kein Anschluß –
wie Merkel uns zum digitalen Schlußlicht in Europa macht.
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Ein Scheiß-Vertuschungs- und Verheimlichungspack haben wird da:
Aufklären: nein, Wistleblower bekämpfen: ja.
Sonstiges
TTIP/CETA
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Die Verräterpartei ist wieder am Werk. Wie der Spiegel (siehe auch Süddeutsche
Zeitung) berichtet, will Gabriel bei CETA für Deutschland in der EU
uneingeschränkt zustimmen. Daß er dabei einen Parteibeschluß der SPD, der
die Schiedsgerichte ablehnt, einfach vom Tisch fegt und die große
Mehrheit der Deutschen, die CETA und TTIP ablehnen, ignoriert, entspricht
halt voll und ganz dem über Jahrzehnte gepflegten Image seiner Partei,
die A sagt und das meist diametrale B tut, die dem kleinen Bürger und
Arbeiter, den sie vorgibt zu vertreten, in den Rücken fällt.
Schlimm ist natürlich, daß die Argumentation Gabriels völlig faktenfrei
und polemisch ist. Daß Europa ohne CETA von Asien abgehängt werde, ist
nicht belegbar, genau wie das Gegenteil, also daß mit CETA es nicht
passieren würde. Auch so Sprüche wie »Wenn der Rest Europas dieses
Abkommen will, (...) dann wird Deutschland dem auch zustimmen« sind
völlig abstrus. Zum einen insofern, daß bei einer demokratischen
Entscheidung jeder seine Position vertritt (und nicht die
vermeintlichen der anderen) und daß dann die Mehrheit bestimmt. Zum
anderen tut er so, als wollten die anderen europäischen Staaten
CETA. Aber ist das nicht nur eine Behauptung? Das niederländische
Parlament hat zum Beispiel vorgestern Schiedsgerichte bei CETA abgelehnt,
wie Stop-TTIP berichtet.
Zudem ist die Diskreditierung der Gegner (»Unwohlsein«,
»Bauchnabelschau«) natürlich auch unter aller Sau. Liebe SPD,
kickt diesen Armleuchter und Möchtegern-Schröder aus der Partei.
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EU will TTIP-Verhandlungen
transparenter machen.. Wer’s glaubt, wird selig. Die werden sich
nicht vom gemeinen Bürger ins Handwerk pfuschen lassen.
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Attac-Newsletter zu TTIP & Co..
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Falls es immer noch Leute aus dem Tal der Ahnungslosen gibt: Noch ein
Artikel gegen TTIP vom Focus: »Die dunkle Seite des Freihandelsabkommens – wie TTIP unsere Rechte
aushebeln wird, ohne daß wir es mitbekommen«
Gen-Fraß
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Auch bei der Gentechnik im Essen wird wieder falsches Spiel gespielt.
Die Bundesregierung, vertreten durch den CSU-Landwirtschaftsminister,
will einem EU-Gesetz zustimmen, das Monsanto & Co. starken Einfluß
gibt und uns Rechte entzieht. Mehr dazu bei
Campact. BITTE MITMACHEN!!!
Datenschutz & Überwachung
Fracking
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Die Deutschen machen auch jeden Scheiß mit. Als ob man aus der
Atomkraft nichts gelernt hätte, siegt die Gier mal wieder. Neben der
nicht geringen Gefahr einer nicht-reversiblen Umweltverschmutzung, die in
USA nicht nur Theorie, sondern verbreitete Realität ist, wird von den
Kritikern behauptet, daß die Vorkommen in Deutschland tatsächlich viel zu
gering seien und deshalb Fracking völliger Blödsinn sei. U.a. berichten
die FAZ, der Spiegel und die Zeit über die geplante wachsweiche Regelung, die Hintertüren
sperrangelweit offenläßt. Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen
kann!
Die Süddeutsche Zeitung glaubt
allerdings, der Bürgerwiderstand würde in konkreten Fällen die Bohrungen
verhindern, und deshalb sei die Gesetzesvorlage nicht so schlimm. Zu
wünschen wäre es, aber es ist nicht das Prinzip einer (wirklichen)
Demokratie, daß der Mehrheitswille sich so durchsetzen muß.
Urheberrecht
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Linke und Grüne wollen den Unsinn des »Lex Axel Springer«, d.h. des
völlig idiotischen Leistungsschutzrechts, beenden und bringen ein Gesetz
zur Abschaffung des Leistungsschutzrechts in den Bundestag ein, wie
Heise.de berichtet.
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Es gibt Streit um die Creative Commons-Lizenz zwischen einem
Bildautor und Deutschlandradio. Nebenbei kommt das Gericht – offenbar
völlig geistesabwesend und/oder weltfremd – zu der Erkenntnis, die
Nutzung durch den Öffentlich-Rechtlichen Schundfunk sei nicht
kommerziell, weil die beanstandete Webseite kostenlos und ohne
Werbung sei. Ach, die monatliche Rundfunkgebühr ist … nichts???
Wenn ich eine Telefon-Flatrate habe, dann rufe ich wohl auch kostenlos
an? Wenn ich in einem Freizeitpark einen Pauschalpreis zahle, dann sind
die Fahrgeschäfte auch kostenlos? Was für Pfeifen!!!
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Tja, Kleingedrucktes nicht gelesen:
Yahoo verkauft Flickr-Bilder, ohne die
Bildautoren zu beteiligen, und zwar legal. Alles hat seinen Preis,
auch die Nutzung von Cloud-Diensten.
Sonstiges
Leute, baut die Schlösser aus Euren Häusern und Autos aus! Ihr braucht
keine Angst zu haben, daß bei Euch eingebrochen wird, denn das ist
gesetzlich verboten.
Ja, in einem so öbszönen Tenor verhöhnen die Richter des
Bundessozialgerichts einen Kläger, der offenbar gegen das Bild auf der
Gesundheitskarte geklagt hat und wohl auch gegen die zentrale Speicherung
der Anamnese durch die Gematik – was in meinen Augen der deutlich
wichtigere und kritischere Aspekt ist, da dies massiv die ärztliche
Schweigepflicht einschränkt, aber von den Medien meist vernachlässigt wird.
(Heise.de,
Süddeutsche Zeitung, Ärzteblatt).
Die freiwilligen, vom Einverständnis des Betroffenen abhängigen
Anwendungen der eGK begegnen keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Das
Recht schützt bereits die betroffenen Daten vor unbefugtem Zugriff Dritter
und vor mißbräuchlicher Nutzung.
Es kommt noch besser:
Daß die Datensicherheit faktisch unzulänglich ist, läßt sich zudem zur
Zeit nicht feststellen: Die Telematikinfrastruktur ist noch im
Teststadium.
Das ist doch die Mustervorlage für den Gesetzgeber: Alles einfach als »im
Teststadium« bezeichnen, dann darf man alles – Vorratsdatenspeicherung,
Bundestrojaner, Maut-Kennzeichenerfassung: wir kommen!!!
Ich hoffe bei dieser geballten Ladung Ignoranz und Weltfremdheit bzw.
Realitätsverweigerung nach den Snowden-Enthüllungen (wenn man den Richtern
nicht gar Käuflichkeit als einzig mögliche Alternative unterstellen will),
daß es noch einen Weg zum Bundesverfassungsgericht gibt.
TTIP
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Wer hätte das gedacht: Gutachten kommt zum Schluß, daß
TTIP den Weg für Gentechnik im Essen
ebnet.
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Die Organisationen hinter der Unterschriftensammlung gegen TTIP (Stand:
mittlerweile mehr als 900.000 Unterschriften!) haben jetzt ihre Klage
gegen die Ablehnung der Genehmigung des EU-Volksbegehrens eingereicht.
(Zeit, Heise.de)
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Welcher Propagandist setzt die Behauptung in die Welt, Merkel würde
Meinungsumfragen machen lassen und sich davon beeinflussen lassen? Das
kann ja nur eine Lüge sein, wenn man das hier liest und von dem großen Widerstand in der Bevölkerung
gegen TTIP weiß.
Überwachung
Sonstiges
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Fragen an die Bundeskanzlerin sind wohl für unsere Antidemokraten
Majestätsbeleidigung: Die CDU/CSU hat nun erfolgreich verhindert, daß
sich Merkel im Bundestag Fragen stellen lassen muß.
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Zwei Drittel der Bevölkerung finden die Höhe der Zwangsabgaben an den Öffentlich-Rechtlichen Schundfunk für
zu hoch.
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»Edathy«-Gesetz: Die aus der Edathy-Affäre geborene, umstrittene
Verschärfung der Kinderpornographie-Gesetze ist zumindest in den
schlimmsten Punkten korrigiert worden, bevor sie verabschiedet wurde.
(Heise.de, FAZ, Golem.de, Zeit und nochmal Heise.de
zur Verabschiedung durch den Bundestag, mit Kritik von den Linken und den
Grünen).
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Ich bin total entsetzt, was selbst in der »anspruchsvollsten« Schulform, den Gymnasien, so
abgeht. »Pauken von Vokabeln – megaout«, so schreibt der Autor, sodaß
sich englischsprachige Dozenten beschweren, die mit den Schulabgängern
konfrontiert werden: »Die Studenten reden und schreiben durchweg in einem
extrem restringierten Code, stützen sich auf einen Minimalwortschatz und
verstehen flüssig gesprochenes Englisch nicht.«. Über eine mit der Note 1
bewertete Biologiearbeit schreibt der Autor: »Die Lehrerin hat sechs
Fehler angestrichen, 22 weitere ignoriert und in ihren Aufgaben acht
eigene fabriziert.«
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Statt sich um Lesen, Schreiben und Rechnen zu kümmern, steht bei den
Pädagogen das Thema Sexualisierung der Kinder wohl immer noch als
wichtigstes Thema auf der Tagesordnung, mit anhaltender Kritik, wie die
FAZ in zwei Artikeln diskutiert.
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In der Zeit macht sich ein Gastkommentator Sorgen um das Vertrauen der Bürger in die Medien. Sicher hat der Autor recht,
daß eine pauschale Schelte nicht gerechtfertigt ist. Aber vielleicht
müßten die Medien sich auch selber mehr um die schwarzen Schafe in ihren
eigenen Reihen kümmern. Das gilt auch für die Zeit, siehe Joffe/Bittner gegen »Die Anstalt« (ZDF).
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Der Focus will mit der von den Moslems gestreuten Behauptung, der Islam
sei eine friedliche Religion, aufräumen.
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Neue Wendungen in Sachen Leistungsschutzrecht: Unter großem Wehklagen
(»Diskriminierung«) und Ruf nach der Politik
knickt der Axel
Springer-Verlag ein und gestattet Google die kostenlose Nutzung von
Snipplets (siehe auch Zeit), nachdem der von Google kostenlos auf ihre Seiten gelenkte
Verkehr eingebrochen ist. Wohlgemerkt: Nur Google. Alle andere
Suchmaschinen sollen bezahlen, wie der Blogger Stefan Niggemeier schreibt. Das ruft jetzt das deutsche Patent- und Markenamt auf den Plan – wegen
Diskriminierung. Kleine Aufgabe an den Leser und den Axel
Springer-Verlag: Finde den Fehler!
(Leider etwas verspätet, ich hatte die ganze Woche über keine
Zeit…)
Die Katze ist aus dem Sack, und siehe da, es ist eine sehr häßliche.
Dobrindt hat nun offiziell den Gesetzesentwurf zur Maut vorgelegt, und es
stellt sich heraus, daß diese auf Ausländerfeindlichkeit, Neid, Ignoranz
und Kleinkariertheit basierende Maut selber das kleinere Problem
darstellt.
Wichtigster Punkt ist, daß Dobrindt von dem »Pickerl« oder »Vignette«
(wie heißt das eigentlich auf Bürokratendeutsch?) abgekommen ist und durch
ein elektronisches System ersetzen will. Dabei sollen deutschlandweit 300
Mautbrücken plus mobile Scanner eingesetzt werden, die nicht nur
Kennzeichen, Ort und Zeit, sondern auch ein Foto von dem Auto samt Fahrer
und Beifahrer aufzeichnen.
Erklärbar wird diese 180°-Wendung, wenn man Dobrindts Behauptungen, es
gäbe den bestmöglichen Datenschutz und die Daten würden unmittelbar
gelöscht, sofern es sich nicht um einen Mautpreller handele, als falsch und
frech gelogen betrachtet.
Es haben sich, unabhängig voneinander, zwei Juristen den Gesetzesentwurf
angeschaut (siehe Links) und kommen jetzt zum gleichen Schluß:
Tatsächlich werden die Daten aller Autofahrer, auch aller, die mit in
Deutschland angemeldeten Fahrzeuge fahren, erfaßt und bis zu 13 Monate
gespeichert. Also Vorratsdatenspeicherung im Straßenverkehr, und
nach Meinung der Juristen klar verfassungswidrig.
Warum, könnte man sich fragen, werden denn auch die deutschen Autos
gespeichert, wo doch alle deutsche Autobesitzer zwangsweise die Maut zahlen
müssen? Weil dem nicht ganz so ist. Theoretisch kann jemand die Maut
zurückverlangen mit der Behauptung, daß er keine mautpflichtigen Straßen
benutzt habe – so steht es wohl in dem Entwurf drin. Ja, und damit man ihm
das Gegenteil beweisen kann, wenn er am Ende des Jahres den Antrag stellt,
muß man natürlich die Daten über das ganze Jahr sammeln. Und um zu
verhindern, daß solche Anträge nicht wirklich im großen Umfang passieren,
gilt die Maut für die Deutschen auch auf Bundesstraßen (was auch eine
Diskriminierung der Inländer darstellt und in der EU verboten ist).
Man muß schon sehr naiv sein, wenn man glaubt, daß dieses Konstrukt nur
per Zufall in den Entwurf Einzug gehalten hat. Ich gehe davon aus, daß hier
das Innenministerium, die vielen Polizeibehörden und Geheimdienste und die
ganze Law-and-Order-Mischpoke Einfluß genommen hat. Echte
Verschwörungstheoretiker gehen noch einen Schritt weiter. Sie sind der
Meinung, daß die gewünschte Verkehrsüberwachung die einzige Motivation der
Maut ist, genährt durch die Tatsache, daß sich die durch die Autofahrer
generierten Einnahmen gerade mal um lächerliche 1% (in Worten: ein
Prozent) erhöhen. Das ganze Gerede um die Papiervignette sei ein
einziges Ablenkungsmanöver gewesen, um die Hidden Agenda zu
verschleiern. Unter dieser Sichtweise könnte man die Forderung Zierkes nach
dem Zugriff auf die Daten und unmittelbare Zurückweisung durch Dobrindt
auch als abgemachtes Schauspiel zwischen den beiden betrachten, um die
möglichen Zweifel der Zuschauer, äh, Wähler, vom Tisch zu fegen.
Links
Das Gesetz und Analysen dazu
Zeitungsmeldungen
Kritik von Politikern, Amtsträgern, Parteien und Institutionen
Kommentare von Zeitungen, Journalisten und Blogs
Sonstiges
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Die dumme Dobrindt-Maut kommt
voran, die EU sieht plötzlich weniger Probleme. Warum eigentlich? Ich
habe in dem Artikel nichts gefunden, was sich grundlegend zu der ersten
Idee geändert hätte. Einzige Hoffnung: Die Höhe der erwarteten Einnahmen
werden nochmal nach unten geschraubt. Das macht das noch sinnloser als
bisher. Allerdings: Hat das schon jemals einen Politiker gestört? Da
müssen die Aussichten schon massiv in den Abgrund zeigen, wie damals bei
den Transrapid-Projekten. Davon dürfte das aber leider weit entfernt
sein.
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Jetzt weiß ich endlich, wo die ganzen Pädophilen unterkommen. In den
Familien- und Schulministerien, wo sie sich um die Aufklärung von Kindern
in den Schulen kümmern. Die FAZ berichtet, was da so auf den Stundenplan kommt. Für mich ist
da die Grenze zum Kindesmißbrauch überschritten.
Nachtrag: Der Spiegel bringt zu dem Thema einen Kommentar von Jan Fleischhauer. Er resümiert: »Der abweichende
Lebensentwurf wird zur Norm erklärt […] Das Ziel sei es, Heterosexualität
und Kernfamilie zu ›entnaturalisieren‹. […] Nur eine Kleinfamilie mit
Mutter, Vater und Kind sucht man bei ihr [Anm.: der modernen
Sexualpädagogik] vergeblich.«
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Ein moslemischer Deutsch-Türke hat den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen
Beschimpfung von Religionsgemeinschaften angezeigt, weil dieser
ein paar Wahrheiten über den Islam kundgetan hat. Auf YouTube gab es eine
Zusammenstellung, die der Auslöser sein soll, sie ist aber
mittlerweile gelöscht worden. Von der ganzen Sache hätte wohl niemand so
wirklich Kenntnis genommen, wenn nicht die Osnabrücker Zeitung diesem
Kerl mit einem ziemlich tendenziösem Artikel auf der Titelseite eine
Plattform gegeben hätte, kurz vor Nuhrs Auftritt gerade in Osnabrück.
Nuhrs Statement dazu: »Ein Land, das solche Zeitungen hat, braucht keine
Islamisten.« Erste Fremdmeldungen zu dem Vorgang kamen z.B. beim Focus oder der FAZ.
Der Deutsch-Türke versucht sich übrigens als Lokal-Politiker,
allerdings mit wenig Erfolg, und steht wohl nicht weit weg von den
Islamisten. Ein von ihm verfaßtes Pamphlet legt nahe, daß er die Demokratie gerade noch als
temporären Zustand akzeptiert, bis die Partei der Anhänger eines
Gottesstaats die Mehrheit erlangt. Es sei natürlich auch die Pflicht
eines jeden Moslems, solch eine Partei zu wählen.
Während das Medienecho groß ist, sei hier noch auf ein Interview mit Nuhr in der Welt und einen
Kommentar in der Süddeutschen
Zeitung verwiesen.
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Auch in Österreich gibt es einen Big-Brother-Award, und der wurde jetzt für 2014 verliehen. Mit dabei als Preisträger ist
wieder die EU mit meinem »Lieblingsprojekt« eCall, der zwangsweise
verordneten Überwachungswanze in allen zukünftigen Autos.
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In der bayrischen FDP, offenbar im Gegensatz zu den anderen
Landesverbänden und dem Bundesverband, schlägt noch ein bißchen das
Bürgerrechts-Herz. Sie will wegen der
Datenweitergabe der deutschen Behörden an die NSA vor dem
Bundesverfassungsgericht klagen.. Dazu paßt auch noch
diese tolle Meldung, daß die
Bundesregierungen 44 Genehmigungen an US-Firmen erteilt haben, in
Deutschland Daten schnüffeln zu dürfen. Skandal!
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Das Bundesverwaltungsgericht hat leider
das Kfz-Kennzeichen-Scannen in Bayern
für legal erklärt. Die Gegner wollen jetzt vor das
Bundesverfassungsgericht ziehen. Das Urteil ruft natürlich gleich wieder
die Trolle von der GdP auf den Plan, die zum x-ten Male
Zugriff auf die Daten der
Mautbrücken verlangen.
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Dazu passend: Nicht nur die Polizei scannt Kennzeichen: Viele private
Unternehmen registrieren Kennzeichen und speichern sie ewig, besonders
Parkhäuser. Datenschutzbeauftragte
wollen jetzt dagegen vorgehen.
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Polizei rät von Zivilcourage ab.
Sanitäter hatte sich in einen Streit zwischen einer Gruppe von
Jugendlichen und einem älteren Mann eingemischt und ist verprügelt
worden. Er hätte lieber die Polizei rufen sollen, so die Polizei. Toller
Ratschlag, echt!
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Auch die Wasserstraßen gehen kaputt, Bootsfahrer sollen auch bald Maut zahlen, und zwar für Schleusen.
Ist aber völliger Unsinn, mehr als ein symbolischer Beitrag wird da nicht
herauskommen, so der Artikel.
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Es gibt eine neue
Smartphone-Applikation (siehe auch
Engadget),
damit die Schüler noch dümmer werden. Mit ihr kann man eine mathematische
Formel abfotografieren, die dann von dem Programm erkannt und berechnet
wird. Auch der Lösungsweg wird angezeigt. So richtig praktisch in einer
Klassenarbeit…
Nachtrag: Hier gibt es ein
Werbevideo dazu.
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Leistungsschutzrecht: Die meisten Verlage kapitulieren, selbst der Axel-Springer-Verlag
– zumindest teilweise.
Fefe hat den Link zur
Original-Presse-Mitteilung der VG-Media.
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Das Gezeter der VG Media um das sog. Leistungsschutzrecht wird immer
peinlicher. Da Google lieber die Trefferanzeige reduziert, als sich von denen auspressen zu
lassen, flennt und stampft VG Media nun herum wie ein kleines Kind,
das seinen Willen nicht durchgesetzt bekommt, und ruft nach dem
Bundeskartellamt. Und das, obwohl das Bundeskartellamt schon ziemlich
deutlich hat durchblicken lassen, daß sie Google nicht in der Pflicht
sieht, den Forderungen nachzukommen. FAZ, Golem.de und Heise.de
berichten.
Die FAZ erwähnt, daß in Ermangelung eines Erfolges bei Google die VG
Media sich nun an den kleineren Nutzern zu schaffen macht, wie zum
Beispiel der Suchmaschine Tersee, die
mir bislang unbekannt war. Die will aber laut
firmeneigenem Blog auch keine Lizenzgebühren abtreten, sondern
fordert stattdessen die VG Media auf, ihr zu erklären, wie denn die nach
Gesetz zulässige (kostenlose) Zitierung via »einzelner Wörter und
kürzester Textausschnitte« konkret aussieht. Ich bin gespannt!
Golem.de berichtet zudem, daß die SPD-Pfeife Gabriel auf der Seite der
gierigen Medienunternehmer steht. Na ja, Sachverstand war noch nie eine
SPD-Stärke.
Nachtrag: Die FAZ berichtet von einer Reaktion seitens Google auf die Beschwerde.
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Die Finanzpolitik der EZB ist vielen, insbesonders deutschen Bürgern,
ein Dorn im Auge, denn sie fürchten sich um ihr Erspartes. Beim
Europäischen Gerichtshof wird nun seit wenigen Tagen über die Kompetenzen
der EZB bzw. deren Grenzen verhandelt. Ausgangspunkt ist die Klage gegen
den ESM vor dem Bundesverfassungsgericht. Der hat zwar schon geurteilt
(und betrachtet das aktuelle Handeln für außerhalb des Rechtsrahmens),
hat aber gleichzeitig das EuGH angerufen. FAZ und Spiegel berichten, wobei Spiegel auch noch über mögliche Ausgänge
und deren Konsequenzen spekuliert.
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Während 250 Organisationen noch Unterschriften gegen TTIP sammeln – und
das nach meinem Eindruck sehr erfolgreich –, tagt in Berlin der
Petitionsausschuß über eine Petition gegen TTIP (die ich übrigens mitgezeichnet habe). Dabei
kommt auch die Bundesregierung zu Wort, wie
Heise.de berichtet. Sie wurde
vertreten durch die ehemalige Justizministerin Zypries und diese
glänzte nur durch den üblichen Propaganda-Müll und die
Herabwürdigung der Gegner via »diffuser Ängste«, obwohl deren Ängste
eigentlich sehr konkret sind (Gen-Dreck, Chlor-Huhn und mit Medikamenten
und Hormonen vollgestopftes Fleisch, Fracking, Privatisierung von Wasser,
Schiedsgerichte usw.). Heise-Foristen erinnern übrigens an die
Schandtaten dieser Frau, als sie Ministerin war, z.B. als Lobbyh… der
Muskindustrie, bei Software-Patenten und Internet-Sperren, ohne zu wissen, was ein
Browser ist. Allgemein sind die Forumsbeiträge zu diesem
Heise-Artikel sehr lesenswert.
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Der Spiegel hat sich gefragt, was aus der Medienzensur in Ungarn geworden ist. Bei den
öffentlich-rechtlichen Medien funktioniert sie schon ganz hervorragend,
und im Moment sind die privaten Medien im Visier! Und was macht die
EU? Nichts! Werden so die immer so beschworenen »gemeinsamen Werte«
und die »Freiheit« in Europa verteidigt? Eine Schande ist das!
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Forscher haben erfolgreich ein Modell eines Smart-Meter gehackt, das in Spanien millionenfach eingesetzt
wird. Was kann man damit schönes machen? Zum Beispiel den Nutzer,
aber auch dessen Nachbarn ausspionieren, wieviel Strom sie gerade
verbrauchen, und daraus schließen, ob sie da sind (für Einbrecher
bestimmt hochinteressant). Oder einfach die Kennung fälschen, sodaß der
Strom von anderen Nutzern bezahlt wird.
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Ich hatte neulich schon vom Chef des FBIs, James Comey, berichtet und
seiner Abneigung gegen die bald obligatorische Verschlüsselung bei Apple-
und Google-Telefonen. Nun hat er diese Position wohl offenbar noch
ausgeweitet und verlangt laut Zeit offiziell Hintertüren und zwar überall, nicht nur bei
Mobiltelefonen.
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Die US-Amerikaner verhandeln ja nicht nur mit Europa über
»Handelsabkommen«, sondern zum Beispiel auch mit dem asiatischen Raum.
Dort heißt es TTP, und
Heise.de berichtet, was dort so
auf deren Wunschliste steht: Kriminalisierung privater
Copyright-Verstöße, 100 Jahre Schutzfrist(!) nach Tod des Werkschöpfers
(d.h. es könnten dann noch drei Nachfolgegenerationen davon leben!),
verlängerte Patente, Trivialpatente, »Export von Hackerparagraphen«.
Alles, wovon Großunternehmen profitieren.
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Manchmal haben Regierungen und Parlamente lichte Momente, in denen sie
richtungsweisende Gesetze verabschieden. So zum Beispiel Frankreich, wo
die sogenannte
geplante Obsoleszenz nun als Betrug gewertet wird (via
Fefe). Hierbei geht es um
die absichtliche Fehlkonstruktion von Produkten, z.B. der Einbau von
Schwachstellen/Sollbruchstellen, durch die Hersteller, damit die Produkte
früher als eigentlich notwendig kaputtgehen und ersetzt werden müssen,
was letztendlich zu mehr verkauften Einheiten führt.
Damit soetwas Positives aber nicht zur Gewohnheit wird, hat Frankreich
diese Tage auch ein deftiges
Anti-Terror-Paket verabschiedet. Pässe können eingezogen werden,
heimliche Online-Durchsuchungen, inklusive der Manipulation von Rechnern,
sind erlaubt und die Herausgabe von Paßwörtern kann erzwungen werden.
Bürgerrechtler kritisieren das Paket heftig, sie sehen die gesamte
Bevölkerung zu Terrorverdächtigen gemacht.
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Da kann die CDU/CSU natürlich nicht nachstehen.
Auch sie plant ein neues
Anti-Terror-Paket. Neue Ideen haben sie aber nicht wirklich.
An alle meine (zwei? drei?) Leser: Bitte am kommenden Samstag, dem
11. Oktober 2014, mitmachen und gegen TTIP und CETA unterschreiben,
entweder in der realen Welt, z.B. bei den Aktivisten und Freiwilligen von
Campact
(Karte
mit Standorten), oder im Internet, z.B. bei
Attac oder auch bei
Campact. Auch kann man sich dort Unterschriftenlisten herunterladen,
ausdrucken und dann selber sammeln, wenn man will.
Hintergrund: Wie schon in diesem Blog berichtet, haben sich in der
EU 250 Nichtregierungsorganisationen (wie die beiden oben erwähnten)
zusammengeschlossen, um eine EU-Bürgerinitiative gegen TTIP zu starten. Die
EU-Kommission hat aber dieser Bürgerinitiative mit recht zweifelhaften
Argumenten vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht und sie nicht
zugelassen. Während die Organisationen diese Entscheidung juristisch vor
dem EuGH anfechten, haben sie eine eigene Unterschriften-Aktion gestartet.
Am obigen Stichtag, also am 11. Oktober, wollen die 250 Organisationen in
allen EU-Ländern zusammen eine Millionen Unterschriften sammeln und
natürlich auch gerne mehr, um ein Zeichen zu setzen. An Euch liegt es
nun, daß das gelingt!
Datenschutz & Überwachung
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Kennwort Eikonal: Neues im Überwachungsskandal, und SPD-Fatzke
Steinmeier mittendrin. Wie jetzt die
Süddeutsche Zeitung aufgedeckt hat,
hat der BND nun doch beim DE-CIX massiv Daten abgegriffen und teilweise
ungefiltert an die Amis weitergegeben. Und das wurde von Steinmeier in
seiner Zeit als Kanzleramtsminister abgenickt. Die SZ hat dazu auch noch
einen weiteren Artikel
veröffentlicht sowie einen Kommentar
von Heribert Prantl, der hier einen klaren Verstoß gegen die
Grundrechte sieht. Laut Golem.de ist die Weitergabe dann eingeschlafen, weil dann der BND
doch angefangen hat zu filtern (und die NSA vielleicht zwischenzeitlich
bessere Quellen hatte).
Aber da die Medien und die Politik mittlerweile abgestumpft sind, ist
das Thema leider nach ein paar Tagen auch schon wieder aus der
öffentlichen Wahrnehmung verschwunden, außer vielleicht bei den üblichen
»Verdächtigen« wie Sascha Lobo. Man kann nur hoffen, daß die Linken und die Grünen
im NSA-Untersuchungsausschuß sich Eikonal auf ihre Arbeitsliste gesetzt
haben…
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Schöne neue Big-Brother-Welt der Elektromobilität. Als Fahrer eines
gewöhnlichen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor habe ich mich schon immer
gefragt, wie das mit der Abrechnung bei gelegentlich zu findenden
Ladesäulen funktioniert: Offenbar gibt es einen
Standard, mit dem sich das Auto bei
der Ladesäule identifiziert. Zusammen mit der geringen Reichweite
dieser Fahrzeuge und der damit verbundenen Notwendigkeit, diese möglichst
oft dort anzustöpseln, ergibt sich jenseits von eCall und anderem
mobilfunkgestützten Auto-Equipment eine weitere Möglichkeit des
Trackings. Nutzer sollten alarmiert sein und sind es – laut Artikel –
auch. Ein Grund weniger, sich soetwas zu kaufen.
Politik
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Wie zu erwarten, blockt die Koalition Versuche der Opposition, den Bundestag transparenter zu machen. Die SPD demonstriert hier
auch wieder das typische Verhalten aller Parteien, beim Wechsel
von der Oppositions- auf die Regierungsbank ihre Ansichten um 180° zu
drehen. Liebe Wähler, behaltet immer im Hinterkopf, daß letztendlich 95%
aller politischen Positionen – egal ob bei Schwarz, Grün, Gelb oder Rot –
Verhandlungsmasse oder gar nur Blendwerk mit nichts dahinter sind.
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Daß Politiker keine Vorbilder sind, ist hinlänglich bekannt. Wenn aber
ein Verfassungsorgan sich selber nicht an Recht und Gesetz hält, ist das
schon ein Skandal. Wie sich jetzt herausstellt, hat die Verwaltung des
Bundestages die Leute, die die Besucher durch den Bundestag führen,
illegal als (Schein-) Selbständige
beschäftigt. Die Rentenversicherung fordert jetzt vom Bundestag
Nachzahlungen in Millionenhöhe.
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Ein weiterer kritischer Kommentar zu dem umstrittenen geplanten Gesetz
gegen Kinderpornographie von Justizminister Maas ist in der FAZ erschienen.
Sonstiges
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Salafisten greifen demonstrierende Kurden an. Wenn der Spiegel
nichts weggelassen hat, können also hier in Deutschland Salafisten mit
schweren Eisenstangen und Macheten Teilnehmer einer angemeldeten
Demonstration angreifen, ohne dafür festgenommen zu werden. Wo leben
wir denn? Meiner Meinung ist es überfällig, daß die salafistische
»Glaubensrichtung« vom Verfassungsschutz als terroristische und
verfassungsfeindliche Vereinigung klassifiziert wird und deren
Anhänger entsprechend behandelt werden. Aber bei unseren Weicheiern und
Gutmenschen in der Politik wird das nicht passieren. Denn im Namen der
Religion darf man hier ja alles – von Tierquälerei durch Schächtung bis
zur Verstümmelung von Jungen bei der Beschneidung.
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Mehr zum Salafismus: Während die Gutmenschen es mit Sarrazin leicht
haben, da er nicht unbedingt ein Sympathieträger ist und sich teilweise
etwas weit aus dem Fenster gelehnt hat, gelingt ihnen das mit Buschkowsky
hoffentlich nicht. Hinter seinen Aussagen zu der islamischen
Parallelgesellschaft steht seine jahrelange Erfahrung als
SPD-Bezirksbürgermeister in Berlin-Neukölln. Der Focus bringt ein
Interview in Zusammenhang mit seinem neuen Buch »Die andere
Gesellschaft«. Er warnt: »Salafisten wollen uns ins frühe Mittelalter zurückbeamen«.
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Endlich fängt mal eine Stadt an, gegen diese unsäglichen Laubbläser
vorzugehen.. Sie sind nicht nur laut, sondern schaden auch Flora und
Fauna, sie produzieren selber ungesunde Abgase und wirbeln viel Feinstaub
auf.
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Vorboten für CETA, TTIP & Co? EU macht kanadisches Öl, das aus Teersand gewonnen wird,
hoffähig. Wem das nichts sagt: Die Gewinnung von Öl aus Teersand ist
eine riesen Umweltsauerei, die große verseuchte Landstriche hinterläßt,
auf denen nichts mehr wächst.
Der Pfuscher im Verkehrsministerium, Dobrindt, will nach jüngsten
Berichten der DB AG mit einem »Lex Stuttgart 21« helfen, ein juristisches
und finanzielles Fiasko zu vermeiden. Speziell geht es darum, daß vor
dem geplanten Abriß des alten Kopfbahnhofs dieser und die dazugehörenden
Zulaufstrecken erstmal entwidmet werden müssen. Dies geht aber nur, wenn
niemand mehr daran interessiert ist, was aber nicht der Fall ist. Es hat
sich zwischenzeitlich ein Bündnis privater Eisenbahnunternehmen gebildet,
das Bedarf angemeldet hat, weil die Unternehmen sich durch den neuen
»Kellerbahnhof« benachteiligt sehen – wegen der geringeren Kapazitäten (was
immer noch offiziell bestritten wird, aber als bewiesen gilt) und der
Tatsache, daß der zukünftige Bahnhof und die Tunnel nicht mit
Dieselfahrzeugen befahren werden dürfen, sondern nur mit elektrischen. Das
Bündnis hat angekündigt, das notfalls auch juristisch durchzusetzen, und
die Erfolgsaussichten werden allgemein als gut bis sehr gut betrachtet.
Neben der juristischen Niederlage hätte das für die DB AG erhebliche
finanzielle Konsequenzen: Sie müßte einerseits die Infrastruktur
weiterbetreiben und andererseits den schon eingestrichenen Verkaufserlös
samt Zins und Zinseszins zurückzahlen – ein hoher dreistelliger
Millionenbetrag.
Der Plan von Dobrindt sieht vor, die Verfahren zur Stillegung von
Strecken und Bahnhöfen massiv zu vereinfachen. Das Unternehmen, dem die
Infrastruktur gehört, benötigt dann keine Genehmigung vom
Eisenbahnbundesamt mehr, welches zur Zeit den Nichtbedarf der Infrastruktur
prüfen muß, sondern soll die Stillegung lediglich dort anzeigen müssen.
Neben dem offensichtlichen »Nutzen« für Stuttgart 21 sehe ich aber auch
noch einen erheblichen Kollateralschaden. Die DB AG ist bekannt dafür, daß
sie die Eisenbahn eigentlich nicht mag und Kunden schon gleich gar nicht.
Sie will lieber asiatische Container-Terminals kaufen und sonstwie im
internationalen Transport-Business agieren, statt den heimischen
Eisenbahnverkehr zu einer Erfolgsgeschichte zu machen – so wie es die
Schweizer demonstrieren. Mit diesem Gesetz würde die Bundesregierung dieser
fatalen Handlungsweise Tür und Tor öffnen. Nebenstrecken und
Industrieanschlüsse sind aus der kurzsichtigen Sicht der DB AG unrentabel,
vermutlich kein »Shareholder Value«. Ähnlich wie sich kleine Quellen zu
reißenden Strömen zusammenfügen, sind sie jedoch nicht unerhebliche
Zulieferer für den Personen- und Güterfernverkehr auf den Magistralen,
deshalb muß man sie aus meiner Sicht auch erhalten, wenn sie für sich
gesehen defizitär sind. Auch würde das Gesetz den Ausbau von Weichen, den
Abbau von Ausweichgleisen und den Rückbau auf eingleisige Strecken noch
erheblich beschleunigen und damit das tägliche Chaos auf den Schienen noch
deutlich vergrößern.
Ich bin mittlerweile schon soweit, daß ich mir den Ramsauer
zurückwünsche. Das war zwar auch eine große Pfeife, aber Dobrindt fährt
unsere Infrastruktur, ob Bahn oder Straße, mit durchgetretenem Gaspedal vor
die Wand.
Nachtrag: In einem Eisenbahnforum fand ich eine
Diskussion über den Gesetzentwurf. Ein Forist hat offenbar
Insider-Kenntnisse, zitiert die Änderungen und bestätigt, daß Stuttgart 21
die Triebfeder ist. Was für eine Bananenrepublik!