28. März 2017
März 201728

Türkei verliert die Demokratie? Deutschland auch!

Bürgerrechte sind die elementare Basis für Demokratie. Dazu gehört die Meinungsfreiheit, das Recht auf Anonymität und die Privatsphäre.

Alle drei werden auch in Deutschland abgeschafft. Nicht so offensichtlich wie in der Türkei, aber hier und jetzt. Im Eilverfahren. Mit Pro-Forma-Anhörungen von Fachleuten, wo von vorneherein klar ist, daß deren Meinungen von der Politik ignoriert wird. Mit den drei notwendigen Abstimmungen in einer Woche, zwei davon spätnachts mit einer Handvoll Abgeordneter.

Und die »ehrenwerten« Journalisten interessiert das alles nicht. Es geht kein Aufschrei durch die Presse, auf keiner Titelseite findet sich etwas dazu. Lediglich die üblichen Verdächtigen – Heise-Verlag, Golem und IT-Resort-Journalisten großer Tageszeitungen berichten – und gehen in der Masse anderer Meldungen unter. Und der Staatsfunk wird sowieso nicht berichten, erst hinterher, wenn alles gelaufen ist, dann natürlich regierungswohlwollend mit einem Halbsatz, daß es auch Kritik gab – als Alibi für die »kritische Berichterstattung«.

Wohlgemerkt berichten natürlich die diversen NGOs sehr ausführlich und gut, aber halt mit geringer Reichweite in der Bevölkerung.

Zensur

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit und Anonymität, zumindest im Netz, ist das Hauptziel des SPD-Sunnyboys und Mr. Inkompetenz Heiko Maas. Er bringt zur Zeit ein Gummigesetz auf den Weg, das Social Media wie Facebook und Twitter zwingt, unliebsame Beiträge ihrer Nutzer herauszufiltern. Auf Zuruf müssen sie auch die Identität von Nutzern preisgeben. Vordergründig geht es um sogenannte Haß-Postings, ein tatsächlich unschönes Phänomen, das mit der Nutzung des Internets quer durch die Gesellschaft enorm zugenommen hat.

Aber hier kommen wir auch schon zum Kernproblem der Sache. Was, bitteschön, ist Haß genau? Es gibt natürlich die rechtswidrige oder strafbare Beleidigung und üble Nachrede bei Einzelpersonen, sowie Beleidigung von Personengruppen, Amsträgern und Verfassungsorganen, Volksverhetzung usw. Aber wann jetzt die Grenze zwischen einer vielleicht üblen, aber durch die Meinungsfreiheit gedeckten Beschimpfung und einer rechtswidrigen oder strafbaren Äußerung überschritten wurde, das war bislang die Aufgabe von Richtern. Das ist der Gewaltenteilung, das Fundament der Demokratie und des Rechtsstaats, geschuldet.

Dieses Prinzip der Gewaltenteilung wird jetzt – zumindest für die Social Media-Dienste – abgeschafft. Der Richter ist demnächst Facebook und Twitter selber. Nicht freiwillig, sondern aufgezwungen. Und damit sie parieren, drohen hohe, wirklich hohe – bis in den Millionenbereich – Geldbußen für die Unternehmen, wenn sie ihrer Pflicht – aus Sicht der Behörden – nicht nachkommen, und zwar schnell, innerhalb von 24 Stunden. Und da ist die Crux: Die Unternehmen werden also zu Handlangern der Exekutive. Und wenn sie sonst nicht den Kopf aus der Schlinge bekommen, werden sie ihre Aufgabe übererfüllen, damit sie ja nicht in die Gefahr kommen, Bußgelder zahlen zu müssen.

Neben der Einschränkung der Meinungsfreiheit kommt auch noch die Aufhebung der Anonymität. Die Social Media-Unternehmen sollen nämlich zusätzlich auf Zuruf die Identität (Name, Adresse usw.) eines vermeintlichen Haßschreibers preisgeben müssen. War dies bisher im Rahmen eines Strafverfahrens auf richterliche Anordnung schon möglich, geht dies demnächst völlig ohne richterliche Kontrolle. Privatleute sowie Behörden sollen die Identität einfach anfordern können. Es reicht, sich in seinen Rechten verletzt zu sehen.

Wer sich nicht gerade unter falschen Namen und Adresse bei diesen Diensten angemeldet hat, kann also nicht sicher sein, daß seine Identität nicht an Dritte weitergegeben wird, auch wenn er sich nach deutschem Recht absolut nichts hat zu Schulden kommen lassen! Und selbst mit gefälschten Daten könnte seine Identität noch über seine IP-Adressen ermittelt werden, über die er die Dienste nutzt.

Welche Konsequenzen das haben wird, ist nicht abzusehen, auch in Hinblick auf die Selbstzensur (der sogenannten Schere im Kopf). Kritiker befürchten unter anderem, daß speziell in den Grabenkriegen zwischen Links und Rechts, zwischen Feministen und ihren erklärten Feinden, Türken versus Kurden usw. dieses neue Recht zu Denanonymisierung mißbraucht werden wird, um dem Gegner im realen Leben Schaden zuzufügen (Anschwärzen im sozialen Umfeld und beim Arbeitgeber, Sachbeschädigung vom Eigentum des Betroffenen bis hin zum körperlichen Angriff).

Prima, oder?

Privatsphäre und Datenschutz

Ich habe ja schon mehrfach berichtet, daß das neue Credo der Bundesregierung, speziell Merkel und der Unionsminister, ist, daß Datensparsamkeit ein Relikt des letzten Jahrtausend ist und daß Daten das Öl des 21. Jahrhunderts seien. Zweifel bestehen, ob sie wirklich wissen, was sie da erzählen – ist ja sowieso alles Neuland –, und sie nur wieder Handlanger der (IT-) Großindustrie sind (mit der BITCOM als Lobbyverein).

Mit der anstehenden Umsetzung der EU-Datenschutzreform bietet sich nun endlich die Gelegenheit, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Die EU-Datenschutzreform selbst ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei und kommt wohl auch nicht an den bisherigen deutschen Datenschutz heran, aber Datenschützer verreißen sie zumindest nicht völlig.

Ein Teil der Datenschutzreform ist als Verordnung formuliert – dieser Teil tritt automatisch ohne Zutun der Mitgliedsstaaten an einem Stichtag in Kraft. Ein anderer Teil ist eine Richtlinie und muß von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Das Problem jedoch ist, daß die EU bei dieser Umsetzung jede Menge Freiheitsgrade erlaubt. Und unsere Bundesregierung hat sich in ihrem Gesetzentwurf die jeweils für den Bürger übelste Variante entschieden. Schlimmer noch: Laut Kritikern überschreiten sie dabei noch vielfach die von der EU gesetzten Grenzen bei diesen Freiheitsgraden. Damit wird Deutschland gegen EU-Recht verstoßen (gibt uns wenigstens noch eine Chance, daß das Ganze vor dem EuGH landet – vom BVerfG können wir m.E. nichts mehr erwarten).

Was bedeutet das für uns? Kurz zusammengefaßt: die Zweckbindung der Daten wird häufig aufgehoben und die bisherigen Auskunftsrechte der Bürger stark eingeschränkt. Dazu kommt auch noch eine erhebliche Ausdehnung der Videoüberwachung, auch von Unternehmen.

Das ist nicht alles…

Insgesamt versucht die Große Koalition zur Zeit, alle möglichen unmöglichen Gesetze im Eilverfahren durchzubringen, so wie letzte Woche die Maut oder wie demnächst wohl das Autobahnprivatisierungsgesetz (der Bundesregierung wird bestimmt noch ein ähnlich euphemistischer Titel wie bei der Maut einfallen…). Die (faktisch nicht notwendige) Eile ist besonders interessant und ich muß zugeben, daß ich daraus noch nicht völlig schlau geworden bin. Geht es nur darum, die Gesetze schnell durchzubekommen, um sicherzugehen, daß unsere völlig verschnarchte Presse nicht vielleicht doch mal aufwacht und Wind macht? Will man Fakten schaffen, die eine (möglicherweise anders strukturierte) Nachfolgeregierung gar nicht oder nur schwer wieder zurückdrehen kann? Was hätte dann aber die mitmachende SPD davon? Oder will man sich schnell noch die Mittel in die Hand geben, die Bundestagswahl im eigenen Sinne manipulieren zu können und die kleinen, inbesonders die AfD, unbedeutend bleiben? So wie Erdoğan?

2. März 2017
02

Dies & Das

Datenschutz, Überwachung, Zensur, Bevormundung

Grüne Politik

Die Grünen haben wohl keine Lust mehr auf Bundestag und Landtage. Sie arbeiten intensiv darauf hin, die 5%-Hürde zu unterschreiten.

Islam

28. Februar 2017
Februar 201728

Die Entrechtung der Bürger

Es vergeht wirklich kein Tag mehr, an dem nicht aus Berlin oder Brüssel neue Vorstöße kommen, um uns zu entrechten. Wenn man das sagt, und wenn man speziell sagt, das passiere mit System, dann gilt man ja gleich bei vielen als Verschwörungstheoretiker. Aber ist man das wirklich?

Normalerweise ist YouTube furchtbar schlecht darin, mir Vorschläge anhand meiner bisher geschauten Videos zu machen – 90% der Videos habe ich schon einmal gesehen. Neulich aber schlug er mir das folgende Video vor, obwohl ich in dem Bereich wirklich selten schaue (da lese ich viel mehr auf regulären Seiten, und das auch mit einem anderen Browser).

Das Video, auf das ich mich beziehe, ist ein Vortrag eines Professors Rainer Mausfeld. Sein Fachbereich ist Allgemeine Psychologie. Titel seines Vortags ist »Die Angst der Machteliten vor dem Volk«. Er beschreibt, wie wir seit Jahrzehnten von der sogenannten Elite manipuliert werden und wie uns mit der sogenannten repräsentativen Demokratie unser Freiheitsdrang befriedigt wird, ohne uns wirklich Freiheit zu geben. Und damit es keine Verschwörungstheorie bleibt, liefert er Referenzen, um das zu belegen.

Der Vortrag dauert leider über 1½ Stunden, und könnte auch fünf Minuten kürzer sein, wenn der Professor seine Kunstpausen weggelassen hätte. Nichtsdestotrotz ist das Video jede Minute wert, gesehen zu werden. Warum?

Es öffnet Augen, es gibt Momente der Erkenntnis!

Wenn man die Welt unter dem Blickwinkel des Herr Mausfeld sieht, dann wird plötzlich vieles klar, was zur Zeit geschieht, ob Überwachung, drohender Bargeldentzug, CETA/TTIP und und und…

Bitte, bitte schaut Euch das an!

Ihr könnt gerne Euren Unmut mir gegenüber zum Ausdruck bringen, wenn Ihr danach der Meinung seid, es wäre Zeitverschwendung gewesen.

26. Februar 2017
26

Dies & Das

Ach, es haben sich schon wieder soviele Meldungen auf meiner Merkliste angehäuft. Als Zwischenstand hier ein paar Meldungen, die ich vor gut einer Woche schon aufbereitet hatte…

Diverses

Islam

19. Januar 2017
Januar 201719

Dies & Das

Mal wieder ein paar Links, auf die ich größtenteils gerne verzichtet hätte.

Ich habe noch die Worte von Merkel und der ganzen Rasselbande im Ohr, daß »wir« uns durch den Terrorismus nicht unseren Lebensstil kaputtmachen lassen würden. Aber genau das passiert. Jeden Tag ein bißchen mehr. Und das sehe nicht nur ich so. Amnesty International kommt zu dem Schluß, daß sich viele EU-Länder kaum noch von Überwachungsstaaten unterscheiden lassen würden.

Deutschland wird da auch erwähnt. Und daß wir uns wieder einem totalitären Staat (ohne Zutun von AFD und NPD) nähern, möge man auch daran erkennen, daß die Bundesregierung ein Gesetz gegen Fake-News plant. Soetwas gab es zuletzt bei uns in der Nazi-Zeit, als das Verbreiten von Falschmeldungen unter Strafe gestellt wurde. Daß ein Herr Sensburg von der CDU dann auch noch den Einsatz von Netzsperren gegen Fake-News wünscht, ist dann nur noch die logische Konsequenz des braunen Kerns unter der schwarzen Kruste.

Auch eine andere Partei tut sich mit ihrer Farbe schwer: Kretschmann läßt Schäubles Schwiegersohn gewähren. Er und seine grün-schwarze Koalition wollen deshalb im »Ländle« aufrüsten und alle Möglichkeiten der Vorratsdatenspeicherung und Kommunikationsüberwachung nutzen. Grüne und Datenschutz? Grüne und Bürgerrechte? Das war einmal. Aber Deutschland geht es so gut, das kann sich sogar zwei Verräterparteien leisten! Wobei die Grünen ja schon damals die Hosen heruntergelassen hatten, als sie einem widerrechtlichen Angriffskrieg zugestimmt hatten. Tja, ein Heise-Forist schrieb so schön: »Bananenpartei: Erst grün, dann gelb und inzwischen sind sie schwarz.« Ja, und nach Schwarz kommt auch hier Braun…

In meinem heutigen Blog-Eintrag sind die Flüchtlinge/Migranten/Islamisten ja ganz zu kurz gekommen. Aber einen schönen Link habe ich noch. Danisch hatte ihn gefunden. Ein wahres Statement eines Bloggers zur Thematik.

6. Januar 2017
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Das totale Bewegungsprofil kommt

Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Dank Vorratsdatenspeicherung weiß der Staat schon, wo sich jeder Mobiltelefonnutzer aufhält. Bei den Autos tun das zukünftige eCall-System, vernetzte Autos und Kennzeichenscanner (Maut, BKA) ihr übriges. Ob jemand zuhause ist, weiß man bald dank SmartMeter. Bundesverkehrsminister Doofbrindt will jetzt die »Digitalisierung im Nahverkehr« voranbringen und will ein »eTicket« einführen, natürlich nur zum Vorteil der Nutzer (siehe auch Heise). Papiertickets soll es nicht mehr geben, es sollen stattdessen Mobiltelefone und Chipkarten verwendet werden.

Von den gewünschten »Nebenwirkungen« sagt er nichts und in unserer obrigkeitshörigen Presse liest man auch nichts dazu: Bei der Nutzung von Mobiltelefonen ist sowieso eine Zuordnung der Identität des Reisenden möglich, bei der Chipkarte dann auch, wenn elektronisch bezahlt wird (was zu einem späteren Zeitpunkt auch durchaus erzwungen werden könnte). Selbst bei anonymen Karten läßt sich durch Korrelation der gefahrenen Routen mit anderen Daten die Identität aufdecken, wie Forschungen schon ergeben haben. Die heutige Anonymität ist dann dahin.

Die Einrichtung einer zentralen Abrechnungsstelle ist im Prinzip die logische Konsequenz, und ein Verband von Verkehrsunternehmen, der ein bundesweites eTicket fördert, geht auch offen von einer solchen aus. Dessen Chef spricht sogar von Mobilitätssanktionen, die darüber möglich wären (fragt sich nur, gegen wen? Schwarzfahrer? Asylanten/Flüchtlinge? Kriminelle? Politisch Andersdenkende?).

Eine zentrale Datenbank weckt natürlich auch Interessen, vorrangig von Behörden (Polizei, Nachrichtendienste, Zoll (z.B. Schwarzarbeit)), aber natürlich auch von der Privatwirtschaft. Die Standleitungen kann man gleich mit einplanen.

Übrigens: Belgien möchte jetzt – ähnlich wie beim Fliegen – für internationale Bahnreisen in der EU auch Personendaten (PNR) erfassen. Für ihr eigenes Land haben sie bereits ein Gesetz verabschiedet (Details der zu sammelnden Daten hier) und wollen jetzt auf EU-Ebene für eine EU-weite Regelung werben. Für diesen Zweck wird übrigens der Anschlag in Berlin instrumentalisiert. Ich könnte kotzen…

7. Dezember 2016
Dezember 201607

Fefes tiefer Griff ins Klo

Oh, eine Adelung, ich bin auf Fefes Blockliste gelandet. Warum? Ich hatte ihn wegen seines Posting angeschrieben, in dem er auf ein Interview eines Herrn Pfeiffer verlinkt. Dieser sagt dort, daß die Flüchtlinge gar nicht krimineller als die Deutschen seien (in Hinblick auf die Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin in Freiburg, wie weiter unten berichtet), da ja die Zahl der Vergewaltigungen und Morde in letzten Jahren kontinuierlich gesunken seien, trotz der Flüchtlinge. Er nennt dazu auch ein paar Zahlen.

Ganz stolz, die anderen mal richtig vorzuführen, übernimmt Fefe die Aussage und die Zahlen.

Es mag ja sein, daß die Flüchtlinge nicht krimineller sind, nur kann man das aus diesen Zahlen nicht ableiten. Ich habe das Fefe sogar an einem abstrakten Beispiel vorgerechnet.

Die Antwort kam ein paar Stunden später, ich will sie Euch nicht vorenthalten (es sind dort auch Teile meiner E-Mail enthalten):

NUR: Die Zahlen, die der Herr Pfeiffer da nennt, sagen GAR NICHTS. Nur, weil allgemein die Zahlen heruntergegangen sind, heißt das doch NICHT, daß die Flüchtlinge NICHT krimineller als die Deutschen sind.

Komm, husch, ab, zurück unter deinen Stein, zum Ku-Klux-Klan-Treffen mit den anderen "AfD-Sympathisanten".

Diesen Schluß kann man nicht daraus ziehen.

Oder man kann daraus den Schluss ziehen, dass widerliche Schweine-Populisten wie du hier auf Biegen und Brechen versuchen, eine Kriminalitätsbedrohung durch Flüchtlinge herbeizukonstruieren, um ihr widerwärtiges abartiges versifftes Nazinarrativ zu stützen, das ansonsten keinerlei Fundament in der Realität hat.

Oder liege ich falsch? Ich lasse mich gerne korrigieren

Schon deine Fragestellung war falsch.

Nein, ich will keine Mails mehr von dir kriegen. Geh weg.

Wow. Hatespeech vom Feinsten, inklusive dem typischen Godwin-Trigger – wenn Du nicht meiner Meinung bist, bist Du ein Nazi. Ach halt, Fefe ist ja eher dem linken Milieu zuzuordnen, dann ist das natürlich kein Haß. Er gehört also in die gleiche Kategorie wie ein Herr Maas, eine Frau Schramm oder eine Frau Kahane von der selbsternannten Internet-Hatespeech-Zensurbehörde (auch als Amadeu-Antonio-Stiftung bekannt).

Als ich dann seinem Wunsch nicht entsprach und ihm in einer weiteren E-Mail das obige dann noch vorgeworfen hatte, natürlich mich nicht auf sein Sprachniveau herablassend, kam noch eine kleine weitere Beleidigung hinterher:

Das wäre deine Chance gewesen, in Würde abzutreten. Aber nein, du musstest nochmal den Beweis antreten, dass ich Recht hatte.

+1 für die "die sind halt alle doof"-Hypothese.

und ich war auf seiner Sperrliste. Prima, mit Beleidigungen um sich werfen und dann die Diskussion für beendet erklären. Das ist also der Pluralismus und die Diskussionkultur, wie sie ein Herr Felix von Leitner versteht.

Ich wollte ihm eigentlich noch viel Spaß in seiner Filterblase wünschen, aber die E-Mail kam nicht mehr an.

Nachtrag: Oh, jetzt rudert er – irgendwie – zurück, will sich die Aussage des Herrn Pfeiffer doch nicht ganz zu eigen machen. Nichtsdestotrotz noch ein Nazi-Rundumschlag hinterher an alle, die ihn angeschrieben haben (ich war wohl nicht der einzige). Was für ein armseliger Charakter.

4. Dezember 2016
04

Dies & Das

CETA, TTIP, TiSA

Überwachung, Datenschutz und Co. – Deutschland

Überwachung, Datenschutz und Co. – EU

Überwachung, Datenschutz und Co. – Welt

Kulturbereicherung

Autobahn

Sonstiges

30. Oktober 2016
Oktober 201630

EU-Institutionen: Korrupt bis ins Mark

Ich hatte schon berichtet, daß nicht Kanada die treibende Kraft hinter den Schiedsgerichten bei CETA sei. Magnette hatte dies in einem Interview erwähnt. Ein Hintergrund-Artikel eines Herrn Häring, der inzwischen vielfach geteilt wurde (was ihn allerdings nicht wahrer macht), hat die interessante These entwickelt, daß die Amerikaner dahinter stünden, die massiv Druck auf die EU ausgeübt hätten (womit eigentlich???). Wie schon die Kritiker beklagten, besitzen die meisten US-Großunternehmen Töchter in Kanada und wären damit in der Lage zu klagen. Die USA hätten dann kein Problem, wenn die Schiedsgerichte nicht Teil von TTIP werden würden – sie könnten offiziell ihre Hände in Unschuld waschen und stünden nicht als Buhmann bei den verklagten Europäern da…

Eine völlig andere, aber mindestens genauso korrupte EU-Institution wie die Kommission ist die EZB, die leider momentan etwas aus dem Fokus geraten ist. Es ist ja bekannt, daß Draghi angefangen hat, Firmenanleihen zu kaufen. Was das bringen soll, ist ja gänzlich unklar, zumal es sich um Großfirmen handelt. Die haben eigentlich keine Probleme, an Geld heranzukommen (vor allem auch, weil sie eigene Mittel besitzen).

Der Focus hat gestern zwei Details zu dem Aufkaufprogramm der EZB veröffentlicht, die mir bislang nicht bekannt waren: Zum einen die Höhe, nämlich atemberaubende 36 Milliarden Euro, zum anderen, daß die EZB auch Unternehmensanleihen von z.B. Nestlè, Roche, Novartis oder Glencore gekauft hat. Was das Besondere daran ist? Es sind Schweizer Firmen, und die Schweiz ist bekanntermaßen kein EU-Mitglied (die Glücklichen). Ist das nicht eine absolute Sauerei? Da braucht man nicht lange zu überlegen, daß das von dem Mandat nicht mehr gedeckt ist. Aber die EZB wurde ja von unseren ach so schlauen Politikern wissentlich und gegen Warnungen von Kritikern unangreifbar angelegt, und so kann Draghi schalten und walten, wie er will.

Laut Artikel will nun ein Jurist und Professor für öffentliche Finanzwirtschaft und Wirtschaftspolitik versuchen, per Verfassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht die EZB zu stoppen. Ich wünsche daher dem Kläger viel Glück. Denn bei unserem feigen Verfassungsgericht (gerade in EU- und EZB-»Rettungs«-Fragen) wird er das brauchen.

Nachtrag: Sachliche Fehler, auf die mich ein Leser hinwies, habe ich korrigiert.

27. Oktober 2016
27

CETA: Beschluß der Belgier

Es ist momentan extrem schwer, an den innerbelgischen Kompromiß in Sachen CETA heranzukommen. Angeblich soll ein Link vom belgischen stellvertretenden Premierminister Didier Reynders per Twitter veröffentlicht worden sein, aber ich habe in seinen Tweets nichts gefunden. Auch die Medien berichten nicht über die Inhalte mit der Ausnahme, daß das Thema Schiedsgerichte dem EuGH vorgelegt werden soll.

Einzig in einem Artikel der Financial Post (am Ende) habe ich eine relativ detaillierte Liste der Beschlüsse gefunden. Bei manchen Punkten bin ich mir noch nicht ganz klar, ob sich das nur auf Belgien bezieht. Es wäre natürlich besser, wenn sich das auf alle Regionen Europas beziehen würde.

Noch besser wäre es allerdings gewesen, wenn CETA an dieser Stelle schon endgültig gescheitert wäre…