Überwachung, Zensur, Datenschutz
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Die Meldung ging praktischerweise in der Flüchtlings-Nachrichtenflut
unter: Über einen längeren Zeitraum
hat der BND der CIA direkten Zugriff auf die innerdeutsche
Telekommunikation gegeben.
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Deutschland ist ein strikter Gegner der Netzneutralität bei den
Verhandlungen auf EU-Ebene, und kommt wie auch EU-Kommissar Oettinger
immer mit dem Argument der autonomen Fahrzeuge, die eine priorisierende
Infrastruktur bräuchten. Golem hat bei der Politik um Details nachgefragt und
festgestellt, daß das wie vermutet nur heiße Propaganda-Luft ist.
Konkrete Szenarien, wo und wie dies benötigt würde, konnten nicht benannt
werden.
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Jemand hat sich die Mühe gemacht, eine Zeitleiste zur Entwicklung der Vorratsdatenspeicherung von der
ersten Idee bis heute mit allen Ereignissen auf deutscher und
europäischer Ebene zu erstellen. Lohnenswert, sich das mal anzuschauen
(via Netzpolitik). Ich fände es sowieso nicht schlecht, wenn alle
Überwachungsmaßnahmen, staatlich und kommerziell, von den Gegnern mal
zentral dokumentiert werden würde. Vielleicht würde das den vielen
Datenschutz-Agnostikern, die dumpf auf ihrem Handy herumtippend durch die
Welt spazieren, mal die Augen öffnen.
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»Daten gehören in die Hände der
Nutzer«, so lautet der Tenor des Manifests, das die Free Software
Foundation aufgestellt hat. Ich fürchte, das wird in der Gesellschaft
leider untergehen wie ähnliche Versuche zuvor. Es fehlt das Bewußtsein
(siehe vorherigen Punkt).
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Wenn die Daten schon mal da sind, dann kommt die Versuchung. Das ist,
was die Datenschützer immer sagen. Und so passiert es auch, wie jetzt in
Ungarn mit den biometrischen Daten der
Bürger.
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Nein, doch, ohhh! IT-Industrie unterstützt TiSA. Moral ist halt nichts für den
Kapitalismus. Und aus diesem Grund
lehnt die IT-Industrie auch die
EU-Datenschutzreform ab.
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Maas fordert von Facebook
Zensur. Ja, selbst zu mir ist schon gedrungen, welche wirklich
widerlichen Kommentare da abgesetzt wurden und werden, aber dafür ist das
Strafrecht zuständig. Und wie man lesen kann, wurde tatsächlich jetzt ein
Facebook-Nutzer wegen seiner Hetze mit einer Geldstrafe belegt.
Maas hat sich mittlerweile dermaßen diskreditiert, daß ich auf eine
Abfuhr hoffe, wenn er sich bei der nächsten Bundestagswahl als Kandidat
aufstellen läßt, wie er kürzlich verkündete.
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Merkel wieder mal beim Lügen erwischt:
Die Landesverratsanzeige war entgegen
Aussagen schon seit April bekannt.
EU-Geldpolitik
Im Schatten der Berichterstattung über die Flüchtlinge wird eifrig von
den EU-Schergen weiter konspiriert. Während Draghi weiterhin illegal
Staatsanleihen aufkauft, bereiten andere schon mal die EU-Transferunion mit eigenem Finanzkommissariat vor, mit dem der Euro »unumkehrbar« gemacht
werden soll. Und damit die Bürger an der Wahlurne nicht ihrer Meinung
entsprechend reagieren, sollen die Verhandlungen (mit denen das Vorhaben in
die breite öffentliche Wahrnehmung tritt) erst nach den nächsten Wahlen in
Deutschland und Frankreich beginnen. Vor den darauffolgenden Wahlen soll
dann schon alles unter Dach und Fach sein. Soviel Mühe bräuchten die sich
zumindest in Deutschland gar nicht machen, denn bei den Mainstream-Partien
in Deutschland ist das sowieso wieder alternativlos und nicht wert, in
einem Referendum darüber entschieden zu werden, wie bei allen anderen
EU-Richtungsentscheidungen auch.
Urheberrecht
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Heise berichtet von einer
Expertengruppe, die das verkorkste
Urheberrecht neu ordnen möchte. Zentraler Punkt scheint zu sein, die
Urheber zu stärken und die Verwerter zu schwächen. Idee ist, die
Verwertungsrechte ähnlich wie Patentrechte zeitlich zu beschränken und
immer teurer werden zu lassen. Danach soll der Urheber seine
Verwertungsrechte zurückbekommen, falls er sie exklusiv abgetreten hatte.
Und das ist schon das Todesurteil für diesen Vorschlag, egal, ob er nun
gut oder schlecht ist, denn gegen die Lobbymacht der Abkassierer wird er
keine Chance haben.
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Die Einsetzung des Verwerter-Vertreters Dieter Gorny als
Digitalbeauftragten der Bundesregierung durch Wirtschaftsminister Gabriel
stellt sich zunehmend als untragbaren
Skandal dar.
Propaganda
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Telepolis geht der Frage nach, wie die Flüchtlinge wohl zu den DIN-A3-Hochglanz-Fotos von Merkel
gekommen sind und hat bei den entsprechenden Presseagenturen nachgefragt.
Von dort haben sie aber keine klaren Antworten bekommen - die Fotografen
bestreiten, das inszeniert zu haben. Zu Recht ist es ziemlich
zweifelhaft, daß die Flüchtlinge hochauflösende DIN-A3-Prints von ihrem
Ausgangspunkt in Syrien oder sonstwo mit sich führen und sie auch noch so
pflegen, daß sie bis Ungarn knitterfrei überstehen. Das hätte schon
Anbetungscharakter, und Merkel wäre die erste Heilige im Islam!
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Geschichtsklitterung in texanischen Schulbüchern, im Namen der
Religion: Die Väter der amerikanischen Verfassung hätten sich von der Bibel
inspirieren lassen…
Gender-Schwachsinn
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An der Uni Kassel gibt es einen Streit um die »Gender Studies« zwischen AStA/Universität Kassel
und einem honorigen und in der Evolutionstheorie sehr bewanderten
Biologie-Professor, der über die eklatante Unwissenschaftlichkeit der
»Gender Studies« herzieht. Der hätte in die Neuauflage der »Hart
aber fair«-Sendung, die am 7. September ausgestrahlt wird, eingeladen
werden müssen (die alte Sendung ist übrigens wieder zurück in der
ARD-Mediathek!).
Sonstiges
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Ein Gericht hat jetzt erstmals ein Urteil gefällt, wie lange ein
»Elefantenrennen«, also ein Überholmanöver eines LKW auf der Autobahn
dauern darf: 45 Sekunden. Gut zu wissen, dann werde ich ab jetzt ab
Sekunde 46 in Dauerhupen übergehen… ;-)
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Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, daß Teile des Koran schon vor Mohammed existiert haben sollen. Laßt
das bloß nicht die Salafisten hören.
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Der Auftritt der »Scharia-Polizei« in Wuppertal scheint endlich
juristische Konsequenzen zu haben. Der Focus schreibt von bis zu zwei Jahren Haft, die den Leuten drohen. Aber wie ich
unsere Justiz kenne, kommt da ein Urteil heraus, über die sich die Täter
totlachen werden.
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Ja, schon ein paar Tage alt: ARD will sich das von den Zwangskunden
zuviel gezahlte Geld, das auf einem Sperrkonto liegt, ziemlich unverblümt
unter den Nagel reißen, und selbst das reicht denen nicht (Spiegel mit Kommentar, Heise, Welt).
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Clans in den No-Go-Areas werden immer aggressiver. Daran, bzw.
die Zunahme solcher Zustände werden wir uns gewöhnen müssen:
»Kriminalität welcome« heißt es doch, oder verwechsele ich da gerade
etwas? (Irgendjemand hatte mal in einem Forum die Frage gestellt,
woher wir wüßten, daß ein hier ankommender syrischer Flüchtling in
Opferrolle in seiner Heimat nicht seinen Nachbar umgebracht hat, weil der
eine andere Meinung hatte – ich zumindest weiß es nicht! Zudem bringen
nicht wenige kriminelle Energie mit – angefangen von Geschäften mit
Schleusern, illegaler Einreise, Vernichten von Papieren bis hin zum Kauf
von gefälschten Papieren)
Ist die Welt sowieso schon verrückt, dann potenziert sich das in
diesen Tagen…
Meinungsdiktatur
Es ist wieder soweit: War letztens jeder, der nicht uneingeschränkt den
Euro und Griechenland retten wollte, ein Anti-Europäer und ein Nationalist,
so findet im Moment die gleiche Schwarz-Weiß-Malerei in der
Flüchtlingsdebatte statt. Das fängt damit an, daß die Politik und die
Medien sich an ihrer selbsterklärten »Willkommenskultur« für die nach
Deutschland einströmenden Ausländer hochziehen – ja, ich möchte schon fast
sagen – aufgeilen: Ach, was sind wir bloß für gute Menschen!
Damit ihr Hochgefühl nicht getrübt wird, werden die Leute, die das in
irgendeiner Form kritisch sehen, marginalisiert und stigmatisiert.
Zweit- und drittklassige Politiker, Musiker und Stars wie Sigmar Gabriel,
Campino, Til Schweiger, Joko und Klaas und Oliver Kalkofe packen alle
Kritiker, vom Facebook-Kommentierer bis zum Steinewerfer und Brandstifter,
in einen Topf und beschimpfen sie mit einem ähnlichen Haß, wie der, den sie
diesen Leuten vorwerfen. Und genauso, wie jeder glaubte, an der Ice Bucket
Challange mitmachen oder »Je Suis Charlie« twittern zu müssen, so rufen sie
heute »Refugees welcome« in die Kamera oder ins Mikrofon.
In einem Tagesschau-Kommentar, den ich mit ansehen mußte, wurde völlig
ohne Beleg behauptet, die schweigende Mehrheit würde das Fallen der letzten
Schranken, das Aufheben des Dublin-Abkommens, die faktische Einladung an
die Welt, nach Deutschland zu kommen, uneingeschränkt unterstützen
(eingebettet war das in ein Loblied über Merkel, das eine nordkoreanische
Nachrichtensprecherin vor Neid erblassen ließe).
Aber irgendwie findet hier eine massive Realitätsverzerrung statt.
Ein nur bedingt kritischer Kommentar in der FAZ von Jasper von
Altenbockum zu Merkels »wir schaffen das«-Blabla zum Beispiel wird von
den Lesern heftig kommentiert. In den mittlerweile hunderten
Leser-Kommentaren stellt sich eine Meinung dar, die diametral zu der
öffentlich verbreiteten steht. Ich kann wirklich nur empfehlen, da ein
bißchen herumzulesen! Ähnliche Realitätsverzerrungen gab es wohl auch in
der »Hart aber fair«-Sendung zu diesem Thema.
In vielen Kommentaren werden interessante Fragen gestellt. Zum Beispiel,
wie das mit der Demokratie vereinbar ist, daß die Deutschen keine
Möglichkeit haben, zu entscheiden, was passiert, dafür eine fremde
Menschenmenge uns ihren Willen aufdrängt. Oder die Frage, wer denn die
kaputten Länder, aus denen die Menschen zu uns kommen, wieder aufbauen
sollen, wenn die »Fachkräfte« dauerhaft in Deutschland bleiben. Viele sind
auch überzeugt, daß das erstmal die Vorhut ist – Ehefrauen, Kinder,
Geschwister und Eltern warten nur darauf, irgendwie nachzukommen. Daß dies
keine unbegründete Furcht ist, wird auch immer wieder in den Interviews
deutlich, die die Presse bringt, z.B. hier. Da kann sich die Zahl leicht vervielfachen. Viele Deutsche
fühlen sich auch als Bürger zweiter Klasse. Schulen verkommen seit vielen
Jahren, aber mit den Flüchtlingen ist plötzlich Geld da. Viele sehen eine
massive Diskrepanz zwischen dem, was behauptet wird und was sie selber mit
den Flüchtlingen erleben. Die Leute fühlen sich von den etablierten
Parteien im Stich gelassen, was der neuen AfD Freude bringen könnte.
Hier noch weitere Artikel:
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Bericht aus NRW: »Das derzeitige System wird kollabieren«
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Die Flüchtlinge wollen nach Deutschland, weil es hier die beste
Verpflegung gibt und auch das meiste Geld. Die britische Zeitung The
Economist hat ein paar Länder in ihrer Asylpolitik verglichen. (via Zeit)
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Für die abgebrannte Turnhalle wurde in allen Medien die rechte Szene
verantwortlich gemacht. Daß aber sehr wahrscheinlich spielende Kinder eines benachbarten Flüchtlingsheimes das Feuer
gelegt haben, wird dann aber von vielen Medien nicht mehr
berichtet.
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Reaktionen im europäischen Ausland: Viele Länder loben oder verfluchen
Deutschland – so oder so. Ich denke, das Lob kommt gerade aus den
Ländern, die als alternative Ziele für die Flüchtlinge gelten – nach dem
Motto: Jeder, der nach Deutschland kommt, geht nicht zu ihnen. Die
anderen – zum Beispiel Tschechen und Slowaken oder Ungarn (auch hier) beschweren sich, weil sie bislang kaum Flüchtlinge
aufnehmen und fürchten, daß die EU sie dazu zwingen wird, und schieben
die Verantwortung auf Deutschland ab. Zu Recht, wie ich meine –
Deutschland hat m.E. mit seinem Verhalten den Treck erst richtig
angekurbelt. Serbien beschwert sich zum Beispiel, daß die Flüchtlinge in Deutschland mehr Geld bekommen, als man
durchschnittlich in Serbien verdient (580 Euro vs. 400 Euro!).
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Das Flüchtlingsdrama allgemein und speziell am Channel Tunnel in Calais könnte den EU-Austritt Großbritanniens wahrscheinlicher machen. Nicht nur,
daß die Stimmung im Land wegen der EU-Flüchtlingspolitik immer schlechter
wird, es könnte auch der Versuch Camerons scheitern, mit dem Referendum
im Rücken bei der EU irgendwelche Zugeständnisse herauszuholen und damit
die britischen Bürger zu einem Verbleib zu bewegen. Aufgrund der
Blockadehaltung Großbritanniens in der Flüchtlingsfrage entsteht bei den
anderen EU-Ländern eine reflexartige Blockadehaltung gegenüber eben
etwaiger Zugeständnisse.
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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine Beschreibung des Asylrechts auf seiner Homepage. Dort steht
explizit:
Allgemeine Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen
oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung
grundsätzlich ausgeschlossen.
Demnach wären ziemlich viele Flüchtlinge nicht asylberechtigt. Zwar
steht da noch etwas von staatlicher und quasi-staatlicher Verfolgung,
aber ich gehe davon aus, daß der IS Moslems selbst nicht systematisch
verfolgt. Somit stelle ich mir die Frage, ob Deutschland mit seiner
»Willkommenskultur« nicht deutsches Recht bricht bzw. brechen will.
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Langsam bricht allerdings die Meinungsdiktatur der Gutmenschen wieder
ein bißchen auf, wie z.B. in dem Fleischhauer-Kommentar auf Spiegel-Online.
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Wie schon berichtet, wird mit den Flüchtlingen mittlerweile massiv Profit gemacht. Die Schlepper
dagegen beschimpft man…
Integrationsfähigkeit islamischer Flüchtlinge
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Haben wir in Deutschland jetzt schon in Ghettos lebende Subkulturen,
die sich nicht integrieren lassen wollen, so wird das mit den nun
eintreffenden Flüchtlingen erheblich problematischer, wie de Maizière
eingesteht. Mit Verweis auf vier Millionen Muslime in Deutschland mit vorwiegend
türkischen Migrationshintergrund sagte er:
»Jetzt werden wir Hunderttausende arabisch geprägte Muslime bekommen,
und das ist, nach allem, was mir mein französischer Kollege sagt, ein
erheblicher Unterschied in Sachen Integration.«
Davon abgesehen erwähnt er, daß wohl 15-20% Analphabeten sind (unter
allen Flüchtlingen). Fachkräfte sind das schon mal nicht, es ist eher
davon auszugehen, daß die auf unseren Taschen liegen werden, sollten sie
hierbleiben dürfen.
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Wie integrationsbereit die Anhänger der Haß-Religion sind, konnten wir
neulich in Suhl sehen. Der Focus hat ein neues Video veröffentlicht, das die Randale
innerhalb des Gebäudes zeigt – mit den schon erwähnten »Allahu
akbar«-Rufen und ziemlicher Gewalt.
Die Welt hat einen längeren Artikel über das Flüchtlingsheim in Suhl
veröffentlicht und schreibt im Titel »Durch Religion und Testosteron
ist die Krise Alltag«. Es wird dort auch der Hintergrund der Randale
ausführlich beschrieben. Demnach wurde ein zum Christentum gewechselter
Afghane von den Muslimen gemobbt und keiner wollte ein Zimmer mit ihm
teilen. Das eskalierte dann zu einem Streit, der in das Herausreißen von
Seiten aus dem Koran mündete.
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Ja, ich schreibe Haß-Religion, weil mir keine andere Religion bekannt
ist, die sich so sehr mit »Ungläubigen«, Abtrünnigen oder bloß Kritikern
oder Zweiflern und der Bestrafung all dieser, bis hin zu deren
Vernichtung, beschäftigt und die auch einen dermaßen ausgeprägten
inhärenten Haß gegenüber Frauen besitzt. Und ich sehe mich in dieser Studie bestätigt, die vom Spiegel mit »jung, muslimisch,
brutal« zusammengefaßt wird.
In diesem Zusammenhang muß ich mich über die Grünen wundern, die sich
in Hinblick auf Homosexualität und die Rechte der Frauen ihre eigenen
Todfeinde ins Land holen wollen. Das ist entweder multiple
Persönlichkeitsstörung – oder Masochismus.
Ich frage mich, ob es zuviel verlangt ist, daß jemand, der eine
Gastfreundschaft annimmt, sich auch wie ein Gast benimmt, also lokale
Sitten und Gebräuche akzeptiert – und bei einem permanenten Aufenthalt,
sich auch integriert, also diese Sitten und Gebräuche auch praktiziert. Für
Deutschland gehört dazu, das Grundgesetz und auch die Freiheit eines jeden
(auch der Frauen) uneingeschränkt anzuerkennen und seinen Glauben hinten
anzustellen.
In eigener Sache
Ich bin froh, daß ich in meinem Blog keine Kommentarfunktion habe. Selbst
wenn man mich nicht beschimpfen und in die rechte Ecke stellen würde, denke
ich, mir würde man zumindest Herzlosigkeit vorwerfen. Aber ich halte es
einfach für falsch, was da gerade passiert. Die Menschen müssen ihre
Konflikte selber lösen und nicht in die Welt tragen. Und Europa und die
anderen Großmächte müssen helfen – nicht nur mit Millionen- und
Milliarden-Beträgen, Nahrung und Medizin für die Flüchtlinge vor Ort,
sondern auch generell mit einer Wirtschaftspolitik, die den Menschen das
Leben in ihren Ländern ermöglicht und die Entwicklung einer prosperierenden
Wirtschaft und einer Zivilisationskultur in ihren Ländern erlaubt. Dazu
gehört beispielsweise, in Afrika die lokalen Nahrungsmittelproduzenten
nicht länger mit billigen europäischen Produkten kaputtzumachen, das
Abfischen vor den afrikanischen Küsten zu unterlassen und die
unverarbeiteten Ressourcen (Erze, Öl, Kaffee, Kakao usw.) nicht unfair
billig abzukaufen. Und sollten unter den Flüchtlingen tatsächlich
Fachkräfte sein, wie immer behauptet wird, werden die in ihren Ländern
gebraucht, um sie (wieder) aufzubauen. Der sonst stattfindende »Brain
Drain« wäre nur eine weitere Facette des desaströsen Neo-Kaptialismus, der
für viele Flüchtlingsgeschichten ursächlich ist.
Überwachung & Co.
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Ein Ex-Bundesverfassungsrichter
warnt eindringlich vor der Wiedereinführung der
Vorratsdatenspeicherung, spricht von einem »Neustart der
Geisterfahrer« und davon, daß die Bundesregierung bis heute nicht die
angeblichen Schutzlücken nennen kann, die durch die
Vorratsdatenspeicherung geschlossen werden sollen. Es handelt sich dabei
um Kurt Graulich, also genau um den Mann, der für den
NSA-Untersuchungsausschuß die NSA-Selektorenliste bewerten soll. Ein
schöner Affront. Und es schafft bei mir etwas Vertrauen, auch wenn
natürlich das ganze Verfahren um die Selektorenliste eine absolute Farce
ist!
Nachtrag: Bei Netzpolitik hat Graulich einen langen (juralastigen) Artikel veröffentlicht, in dem er seine
Kritik Punkt für Punkt erläutert. Das wird bestimmt dem AK-Vorrat
nützlich sein.
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Der Rechtsausschuß hat die Beteiligten der netzpolitik.org-Affäre
eingeladen. Maasen und de Maizière sind erst gar nicht gekommen, Range
und Maas widersprechen sich in der Frage, ob die Einstellung mit der
Drohung von Ranges Entlassung erzwungen wurde. Letztendlich wohl keine
neuen Erkenntnisse. (Heise,
Golem)
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Durch die Vernetzung werden Automobile plötzlich angreifbar, und die
Autobauer fangen erst langsam an, sich überhaupt mit Sicherheitsaspekten
zu befassen. Das berichtet ein Artikel bei Golem. Bosch ist allerdings noch nicht so weit –
ein Manager tut das noch als rein akademisches Problem ab.
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Nachdem nun bekannt ist, daß AT&T höchst bereitwillig und auch
gegen die US-Gesetze mit dem NSA zusammengearbeitet hat – und es
vermutlich auch noch tut, da nichts Gegenteiliges bekannt ist, entsteht
demnächst eine neue Gefahr für Autofahrer. Verschiedene
Automobilhersteller (von Audi, Ford, Volvo und Tesla ist die Rede) sind
offenbar dabei, Rahmenverträge mit AT&T zu schließen für die Kommunikation
zwischen Auto und Hersteller. Die NSA kann dann so auch genau
erfahren, wo sich die Fahrzeuge aufhalten. Die Identifikation der
Fahrzeuge und Korrelation mit dem Halter dürfte für die NSA nur ein
kleineres Problem sein. Auch wenn AT&T in Europa keine Funknetze
betreiben sollte (da bin ich nicht so informiert), wird das für
europäische Autofahrer zum Problem werden, denn die Zentralen, z.B. von
BMW, sind über AT&T vernetzt.
Flüchtlinge
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Eine Islamisierung findet nicht statt. Wer meint, daß mit den
Flüchtlingen nur ein toleranter Islam nach Deutschland käme, weil das ja
alles Opfer des Islamischen Staats (IS) oder Al-Qaida und deren
Verbündete sind, der irrt: In den Flüchtlingsunterkünften kommt es immer
wieder zu Auseinandersetzungen wegen Glaubensfragen, wie zum Beispiel im thüringischen Suhl: Dort haben bis zu 50
Flüchtlinge einen Mann angegriffen, der angeblich Seiten aus dem Koran
gerissen und in der Toilette weggespült haben soll (siehe auch
FAZ, Zeit). Nein, deren Islam ist ähnlich borniert, frauenfeindlich
und rückwärtsorientiert wie der des IS & Co. – nur ist er halt nicht
deckungsgleich und somit fühlen sich die Leute bedroht und flüchten. In
einem mittlerweile vom MDR zensierten Video
(momentan noch auf
YouTube zu sehen) kann man hören, wie die Flüchtlinge quasi im Chor
»allahu akbar« rufen, wie die IS-Leute, wenn sie gerade mal wieder einem
Menschen den Kopf abgeschnitten haben. Wir werden es dank unserer
Politiker und Medien wohl nie erfahren, was den einen Flüchtling bewegt
hat, den Koran zu zerreißen und die Seiten die Toilette hinunterzuspühlen
– könnte ja sein, daß jemand Verständnis dafür aufbringt. So hat der Ministerpräsident Ramelow auch sofort diese Aktion –
politisch korrekt – für nicht tolerierbar erklärt, hat aber wohl
großes Verständnis dafür, daß die Flüchtlinge – mit offensichtlichen
Respekt und Dankbarkeit gegenüber dem Gastgeber – nicht nur auf das
Opfer, sondern auch auf den Sicherheitsdienst, die Polizei und auf die
MDR-Reporter (ebenfalls in dem obigen Video zu sehen) mit Eisenstangen
und ähnlichem losgehen.
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Mutti meint, das Flüchtlingsproblem wie alle anderen Probleme aussitzen
zu können. Jedoch werden die Zahlen nach oben korrigiert, und wir sind
schon bei Schätzungen von 800.000 Leuten für dieses Jahr, was langsam
auch ziemlich ins Geld geht, von allen anderen Problemen abgesehen.
Von 10 Mrd. Euro ist die Rede, wobei natürlich die Summen unterschlagen
werden, die für die Flüchtlinge aus den vorhergehenden Jahren aufgebracht
werden müssen. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Ende der
Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Die Geschichten von den Ländern,
wo Milch und Honig fließen, ohne arbeiten zu müssen, wo man seinen
Familienclan nachholen kann, wenn man es »geschafft« hat, breitet sich
weiterhin wie ein Lauffeuer aus.
Auch die Äußerungen aller anderen Politiker, die meinen, etwas sagen
zu müssen, zeugen von Planlosigkeit und »man muß…«-Forderungen. Über
die Existenz des Flüchtlingsstroms und wie man das Problem an der bzw.
den Wurzeln (Nahost-Politik, Stop der ausbeuterischen Wirtschaftspolitik
gegenüber afrikanischen Staaten usw., inkl. finanzieller Unterstützung)
lösen könnte, wird natürlich gar nicht geredet.
Zensur
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Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird ja gerne als Lügenpresse
beschimpft, und wie es sich jetzt mal wieder herausstellt, zu recht.
Alles, was nicht der Staatsdoktrin entspricht, wird unterdrückt, ja,
zensiert.
Der jüngste Fall ist die Entfernung einer Folge des
ARD-/WDR-Polit-Talks »Hart, aber fair«. Konkret geht es um eine Sendung
über die unglaublichen Auswüchse des Feminismus, betitelt mit »Nieder mit
dem Ampelmännchen«. In dieser Sendung, die im Mai dieses Jahres lief,
wurden die Vertreter des Feminismus – die Bloggerin und Feministin Anne
Wizorek (die damals die #Aufschrei-Pöbelei im Netz gegen FDP-Brüderle
wegen seiner mißglückten Anmache losgetreten hatte) und der
Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter, ziemlich demaskiert und
lächerlich gemacht. Die Vertreter der staatlich geförderten Inkarnation
des Rassismus namens Feminismus konnten offenbar nicht ertragen, daß
diese Demütigung noch über die Seiten (Mediathek) des ARD abrufbar war,
und haben sich – vorerst mit Erfolg – beim WDR-Rundfunkrat beschwert, der
dann die Entfernung beschloß. Meldungen bei Stern, Focus, Spiegel und Heise. Die
Sendung kann man übrigens auf
YouTube noch
finden.
Die drei Kontra-Teilnehmer, FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, die
Journalistin Birgit Kelle und die Schauspielerin Sophia Thomalla drückten
ihr Unverständnis aus. Kubicki fordert die Rückgängigmachung der
Entscheidung. Thomalla gab dem Stern ein Interview zu dem Vorfall.
Im Heise-Forum fand ich Beiträge, die zeigen, daß das kein Einzelfall
ist. Zum einen wurde, wie weiter oben schon erwähnt, ein MDR-Bericht über den Krawall in dem Suhler Flüchtlingsheim
wegzensiert, in dem man u.a. »Allahu akbar«-Chöre hörte und
miterleben mußte, wie ein Kameramann vor den mit Stangen um sich
schlagenden Flüchtlingen flüchten mußte. Zweitens wollte »Aktenzeichen-XY ungelöst« einen Fall aus Dortmund
zuerst nicht senden (Welt-Artikel), weil der gesuchte Vergewaltiger eine schwarze
Hautfarbe haben soll und das Phantombild der Polizei folglich einen
schwarzen Mann zeigt. Auch ein Heute-Journal-Bericht über das
Milliardär-Brüder-Paar Charles G. und David H. Koch in den USA, das mit
einem Milliardenbetrag massiv in die US-Politik, inklusive Wahlkampf,
eingreift, soll verschwunden sein – offiziell ein Verwertungsrechtsproblem
(YouTube).
Verschwörungstheoretiker sehen da andere Gründe.
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In Spanien ist eine Frau zu einer deftigen Geldstrafe verurteilt
worden, weil sie ein auf einem Behinderten-Parkplatz stehendes Polizeiauto
fotografiere und das Bild dann im Internet veröffentlichte – mit
entsprechenden Kommentar. Zum Einsatz kam dabei ein kürzlich
verabschiedetes Gesetz, das als Knebelgesetz zur massiven Einschränkung
der Demonstrationsfreiheit und der Freiheit der Berichterstattung heftig
kritisiert wird. Laut Polizei soll das Fahrzeug natürlich nur aus Eile
bei einem dringenden Einsatz wegen Vandalismus dort abgestellt worden
sein…
TTIP
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Auch eine Form von Zensur ist das Geheimhalten der
TTIP-Vertragsentwürfe, die ja letztendlich uns alle betreffen. Nach den
diversen durchgesickerten Dokumenten und der geplanten Belohnung von
Wikileaks wollte die EU die Schrauben anziehen und die
Einsichtsmöglichkeiten selbst für EU-Abgeordnete massiv einschränken
(Leseraum unter Aufsicht und so…) (Süddeutsche Zeitung mit
Kommentar, Ars Technica). Jedoch war die Kritik so groß (selbst TTIP-Dickie hatte die Chance ergriffen im vergeblichen Versuch,
sich positiv darzustellen), daß Cecilia Malmström nun wieder zurückrudert
und von Transparenz spricht (Zeit, Süddeutsche Zeitung). Daß das mehr als heiße Luft ist, glaube ich
jedoch nicht. Das wäre bei Malmström mal etwas neues.
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Apropos Wikileaks: Julian Assange sagt in einem Interview im gedruckten
Spiegel (Vorankündigung):
»Die Abkommen folgen einem großangelegten strategischen und
ideologische Ansatz, der eine neue ökonomische und rechtliche Aufteilung
der Welt schaffen soll, in dessen Zentrum die USA und ihre Verbündeten
stehen […] Die USA versuchen, eine Festung zu bauen, um ihre
Vormachtstellung zu sichern.«
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ernährung
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Glyphosat ist zum Glück weiterhin in der Diskussion. Die angebliche
Unbedenklichkeit des Pestizids wird von den EU- und deutschen Behörden
mit einer Studie begründet, die aber nicht veröffentlicht wird.
Warum? Weil die Studie Geschäftsgeheimnisse enthalte und es kein
öffentliches Interesse an der Veröffentlichung gebe. Ja, das
Geschäftsgeheimnis wird wohl sein, daß die Studie von Monsanto & Co.
finanziert und manipuliert ist. Und daß kein öffentliches Interesse
bestünde, ist schlichtweg eine unverschämte Lüge.
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Die EU will uns nicht nur mit Glyphosat vergiften, sondern will den Nahrungskreislauf reaktivieren, der uns damals BSE
gebracht hat. Hey, was sind schon ein paar Menschen, die jämmerlich
krepieren (von den Rindern ganz zu schweigen), wenn die Industrie Profit
machen kann!
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Wer immer noch nicht weiß, daß die Aromen für ein Erdbeerjoghurt oder
einen Vanillepudding nie eine Erdbeere oder eine Vanille-Schote gesehen
haben, der sollte sich diesen Stern-Artikel mal zu Gemüte ziehen – möglichst aber nicht direkt
vor oder nach einem Essen. Bon Appétit!
Sonstiges
Netzpolitik.org
Da kommt man ja gar nicht mehr nach, bei den vielen Artikeln, die
mittlerweile erschienen sind und bei den Geschehnissen. Offiziell ist das
Verfahren wegen Landesverrats nun eingestellt und Generalbundesanwalt Range
mußte seinen Hut nehmen. Auch wenn er wegen erwiesener Unfähigkeit – die
Nichtermittlung in der NSA-Affäre (oder war es doch die NASA, wie er in der
Pressekonferenz sagte???) – wohlverdient gehen mußte, ist er dennoch nur
das Bauernopfer. Die beiden involvierten Minister Maas und de Maizière
sowie der Verfassungsschutzpräsident Maaßen verdienen es m.E. nicht
weniger, abgesägt zu werden.
Ein Kollege machte mich darauf aufmerksam, daß Maaßen große Schuld daran
gehabt haben soll, daß der von den US-Amerikanern nach Guantanamo entführte
Murat Kurnaz – ein Türke mit unbegrenzter Aufenthaltsgenehmigung in
Deutschland – nicht nach Deutschland zurückkehren konnte, nachdem selbst
die Amerikaner ihn für unschuldig erklärt hatten. Maaßen hatte wohl in
seiner damaligen Funktion im Innenministerium einen juristischen Winkelzug
gefunden: Kurnaz habe sich länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten
und damit seine Aufenthaltsgenehmigung verwirkt. Mit dem Auslandsaufenthalt
gemeint ist die Folterhaft in Guantanamo!!! (Details habe ich dazu bei der
Zeit und bei
Wikipedia
gefunden.) Soviel zu dem miesen Charakter von dem Herrn Maaßen…
Politik
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Die Staatsratsvorsitzende hat ihren Handlanger Volker Kauder gegen die
eigenen Abgeordneten bellen lassen und damit ihre Abneigung gegen
demokratische Grundprinzipien zur Schau gestellt – auch wenn es die
Treudoofen unter den Deutschen (sprich, Merkelwähler) bestimmt nicht
wahrhaben wollen: Wer dem dritten Hilfspaket für Griechenland nicht
zustimmt, werde aus allen Ausschüssen herausfliegen, die irgendetwas mit
Europa zu tun haben. Das ist natürlich ein grober Widerspruch zu dem, was
da in diesem komischen Wisch – wie heißt der doch gleich – Moment – ach
ja – Grundgesetz! – unter Artikel 38 im zweiten Satz des ersten Absatzes
drinsteht. Abgeordnete beschweren sich öffentlich, nur noch Stimmvieh für
die Parteizentrale zu sein. Auch die Presse sieht das mehrheitlich als
unerträglich an, obgleich ein paar Merkel-treue Journalisten, wie zum
Beispiel vom Focus oder von der Welt, den verfassungswidrigen
Fraktionszwang auch noch verteidigen. Berichte bei FAZ, Zeit und Spiegel, sowie eine Presseschau beim Spiegel. Inzwischen rudert natürlich das ganze
CDU-Politbüro zurück, um den Schaden zu begrenzen.
Daß das Ganze keine reine Theorie ist, sondern auch schon so
praktiziert wurde, offenbart ein Spiegel-Interview mit dem Griechenland-Rettungsgegner Klaus-Peter
Willsch aus den Reihen der CDU. (Hier noch ein zweites Interview mit dem Focus)
-
Ein weiteres vom Merkel-Regime aufrechtgehaltenes Prinzip totalitärer
Staaten ist das permanente Belügen der Bevölkerung, auch zwecks
Vertuschung eigener Untaten bzw. eigener Inkompetenz. Eine Aussage, die
seit Wochen verbreitet wird, stellt sich nun als fette Lüge dar und
könnte sich zum nächsten Skandal entwickeln: Wie jetzt aus dem Dunstkreis
von Obama verlautet wird, hat die USA die Freigabe der Selektorenlisten im NSA-Skandal an den
Untersuchungsausschuß und G-10-Kommission gar nicht blockiert. Die
Amerikaner geben zwar zu, daß sie das wegen ihres geringen Vertrauens in
die Geheimhaltung durch die Bundestagsabgeordneten nicht gerne sehen
würden, aber ein Verbot habe man nicht ausgesprochen!
Tja, und wäre die SPD nicht so eine Waschlappen- und
Arschkriecherpartei, dann könnten endlich mal Konsequenzen gezogen
werden!
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Der Spiegel berichtet über eine Studie, daß die Euro-Gegner gar
nicht so uninformiert sind, wie die EU-verblendete Presse sie immer gerne
darstellt – schon allein mit dem im Artikel verwendeten Begriff des
Euro-»Skeptikers«, der ja mehr ein nicht begründbares »Bauchgefühl«
suggeriert. Im Gegenteil, je mehr sich die Leute mit den Fakten
beschäftigen, desto eher werden sie zu Kritikern. Man könnte jetzt auch
einen Umkehrschluß für die Presse formulieren…
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Es gibt tatsächlich auch noch Amerikaner, die erkannt haben, daß die
Demokratie in den USA nur noch eine leere Hülle ist und dringender
Korrekturen bedarf. Ein solcher, nämlich der Juraprofessor und Erfinder
der Creative Commons-Lizenzen Lawrence Lessig, will sich mit diesem Ziel bei den Demokraten für die Präsidentschaft
bewerben. Und falls er gewählt werden sollte, dann will er in dem
Moment zurücktreten, wenn er seine Re-Demokratisierungsbemühungen durch
die Häuser gebracht hat.
Unsere Demokratie hätte es auch nötig, speziell, wenn der
Bundestags-Obermufti Lammert zum wiederholten Male mit der gleichen
fadenscheinigen Begründung fordert, die Legislaturperiode im Bundestag von vier auf fünf Jahre zu
erhöhen. Dafür erfährt er von allen ach so demokratischen Parteien
Zustimmung, auch wenn ich fairerhalber erwähnen muß, daß SPD und Grüne
als Ausgleich Plebiszite auf Bundesebene (Volksentscheide oder nur
-begehren?) verlangen, was natürlich von dem Vorzeigedemokraten umgehend
zurückgewiesen wird.
Gesellschaft
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In Nordrhein-Westfalen eskalieren die Clan-Streitereien untereinander
und mit der Polizei. Meist windet sich die Presse, um möglichst
nichts über die Herkunft und Motivation der Leute zu schreiben, weil das
der politisch korrekte Pressekodex so vorgibt. Aber offensichtlich nimmt
das immer groteskere Züge an, sodaß die FAZ beispielsweise mal doch ins Detail geht, was von wem und
warum angezettelt wird.
-
Unsere naiven Politiker meinen ja, man bräuchte nur Islam-Unterricht an
den Schulen einführen, und dann werde ja schon ein tolerantes Weltbild
vermittelt. Forscher haben den von Ditib aufgestellten Lehrplan für die
hessischen Schulen untersucht und kommen zu dem Schluß: »Eine
Auseinandersetzung mit problematischen Koranversen findet nicht statt«.
Also alles erfolgloser – vielleicht sogar kontraproduktiver –
Aktionismus. Wie nicht anders zu erwarten, wird die Kritik vom hessischen
Kultusminister zurückgewiesen.
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Nein – doch – oooh: Mittlerweile ist eine Flüchtlingsindustrie in
Deutschland entstanden, die Milliarden verdient – und wir Steuerzahler zahlen natürlich
das alles.
Am Beispiel einzelner Kommunen läßt sich ablesen, daß dort etwa die
Hälfte des Geldes direkt an die Asylbewerber ausgezahlt wird. Die andere
Hälfte wird für Unterbringung, Betreuung, Verwaltung, Arztbesuche und
weitere Leistungen ausgegeben. Es geht um Milliarden, und von diesem
Kuchen wollen nicht nur Hoteliers etwas abhaben: Baufirmen,
Heimbetreiber, Planungsbüros, Sicherheitsfirmen, Wohlfahrtsverbände –
die Liste der Profiteure ließe sich fortsetzen.
Die sind auch nicht wirklich besser als die Schlepperbanden, die die
Flüchtlinge nach Europa schleusen.
Auch der Stern berichtet über die Geschäftemacherei mit den
Flüchtlingen.
Computer, Internet und Überwachung
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Der rückgratlose Wendehals Maas ist ja angeblich sooo davon überzeugt,
daß seine Vorratsdatenspeicherung allen Anforderungen genügt. Da ist aber
sein Ministerium ganz anderer Ansicht. Ein nun an die Öffentlichkeit
geratenes Papier teilt die Bedenken der Kritiker, insbesonders, daß die
vom EuGH geforderte Beschränkung in Bezug auf den Zeitraum, Ort,
Personenkreis und Anlaß nicht gegeben ist. Berichte bei Golem und Heise.
-
Microsoft Windows 10: Nur wenige Tage nach der offiziellen Freigabe und
Verfügbarkeit von Windows 10 ist das einzige Thema in den Medien, wie
sehr die Standardeinstellungen von Windows 10 zum völligen Ausspionieren
des Nutzers führen, und an welchen Schaltern man drehen muß, um
wenigstens etwas Privatsphäre zurückzubekommen. Ich würde das als
PR-Desaster bezeichnen…
Das britische News-Portal TheRegister veröffentlicht in diesem Kontext
einen Kommentar, der die 180°-Wende in Sachen Privatsphäre
zwischen Windows 8 und Windows 10 (»clumsy 3GB keylogger«)
beleuchtet.
-
Wie erwartet, wird eCall zum Einfallstor für Versicherungen in
Zusammenarbeit mit den Autoherstellern, um den Autofahrer auszuspionieren. Noch haben sie ein bißchen
Scham, aber das wird sich – wie man jetzt bei Windows 10 sieht – sicher
noch legen. Heise berichtete diese Tage auch schon über
das Thema der Überwachung des
Autofahrers durch die Versicherungen, auch wenn es dabei noch nicht
um die Mitverwendung der eCall-Technik ging, sondern um separate
Boxen.
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Heise hat ein kleines Update zum Thema Stromzähler. Summa summarum sehe ich da aber nichts neues –
weiterhin kein Datenschutz, weiterhin kein Vorteil für den Stromkunden,
sondern letztendlich nur Abzockerei.
Nachtrag: Das hat Heise wohl übersehen: Golem schreibt, daß offenbar die Regierung ihr Versprechen nicht
einhält (oh Wunder!) und auch Kleinverbraucher unter Bedingungen zur
Installation gezwungen werden können.
-
Immer mehr Hacker sind der Meinung:
Das freie Internet ist tot.
Sonstiges
-
Jetzt habe ich es endlich schriftlich: Die Deutschen sind beim
Autofahren Blinkmuffel Nummer eins. Rund ein Drittel der Autofahrer
blinkt selten oder gar nicht. Das deckt sich durchaus mit meiner
subjektiven Empfindung. Berichtet wird das von der Süddeutschen Zeitung in einer Sammlung über Verkehrsmythen, die sich in den Köpfen der
Autofahrer festgesetzt haben sollen. Was mich bei dem Artikel ärgert,
ist, daß er quasi die nervenden Mittelspurfahrer auch noch in ihrer
Praxis motiviert, nur weil irgendwelche OLG-Richter offenbar auch so
Schnarchnasen sind.
Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Netzpolitik.org
Die Medien (z.B. Süddeutsche Zeitung, Zeit) berichten, daß die Bundesanwaltschaft gegen Netzpolitik.org
wegen Landesverrat ermittelt, weil der Blog geheime, inkriminierende
Papiere des Verfassungsschutzes veröffentlicht hat, was im Rahmen der
Pressefreiheit sein gutes Recht ist. Zum Glück bekommt Netzpolitik.org
volle Unterstützung von den großen
Zeitungen und den Journalistenverbänden.
Schande jedoch über die Bundesanwaltschaft, die hier plötzlich
eifrig agiert, während sie bei dem NSA-Skandal selbst nach öffentlichen
Fußtritten nichts außer Scheinaktivitäten hinbekommen hat. DAS ist für
mich echter Landesverrat!!!
Nachtrag: noch weitere Presseberichte/Kommentare/Stellungnahmen:
Spiegel + 2. Artikel + Kommentar von Gerhard Baum, Zeit + 2. Artikel, Süddeutsche Zeitung + 2. Artikel + 3. Artikel (Zusammenfassung Reaktionen), Golem,
Chaos
Computer Club, Ars Technica, Stern.
Nachtrag 2: Generalbundesanwalt läßt Ermittlungen erstmal ruhen
Computer, Vernetzung, Überwachung
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Der USA-Präsident Obama fordert von
seinen Behörden die Entwicklung von Exa-Flops-Supercomputern, d.h.
Rechner, die 1.000.000.000.000.000.000 Gleitkomma-Berechnungen pro
Sekunden ausführen können. Leider schreibt der Artikel nicht, was Obama
damit vorhat. Vielleicht will er jeden Menschen auf der Erde in Echtzeit
simulieren lassen, bzw. noch schneller, um zu wissen, was diese planen.
Mit zur Zeit rund 7,3 Milliarden Menschen stünden bei so einem Rechner
immerhin noch rund 137 Millionen Rechenschritte pro Mensch und Sekunde
zur Verfügung…
-
Der Wendehals Maas legt mit seinen lächerlichen
Rechtfertigungsversuchen seine eh schon nicht mehr vorhandene Reputation
vollends für die nächsten Jahre auf Grund: Einerseits sei er schon immer
für die Vorratsdatenspeicherung gewesen, mit seinem absoluten Nein nach
den Anschlägen in Frankreich habe er nur ein schnelles Durchpeitschen
einer neuen, unausgegarten VDS verhindern wollen. Und was macht die Groko
jetzt? Natürlich einen unausgegarten, höchst kritisierten Entwurf
durchpeitschen!
Außerdem gibt er zu, die Vorratsdatenspeicherung aus puren
Opportunismus einführen zu wollen – oder wie ist die folgende Aussage zu
verstehen? »Ich habe gemerkt – nicht nur in der Politik, auch in der
Bevölkerung –, daß im Lichte eines solchen Ereignisses
Sicherheitsargumente plötzlich an Schlagkraft gewinnen. Das muß nicht
immer rational sein – aber es ist so«
Ist das nicht peinlich? So ein Mensch ist doch als Minister
nicht mehr tragbar. Minister Maas: zurücktreten!
(Berichte bei Heise und Golem)
-
In
Frankreich sind die neuen drakonischen Überwachungsgesetze wirksam.
Die Regierung feiert das mit den üblichen Lügen (nach dem Motto der
Wahrung der Freiheiten), nachdem das französische Verfassungsgericht das
noch durchgewinkt hat. Die französische Bürgerrechtsorganisation
Quadrature du Net will jetzt vor dem Europäischen
Menschenrechtsgerichtshof klagen.
Nachtrag: Bericht bei Netzpolitik.org.
-
Auch die neuen kanadischen Überwachungsgesetze stehen weiterhin massiv
in der Kritik. Jetzt haben sich selbst die Vereinten Nationen dazu sehr negativ
geäußert und fordern Änderungen.
-
Auch arme Länder haben noch genügend Geld, um die Aushöhlung der
Bürgerrechte in den demokratischen Industriestaaten nachzumachen, so wie
Peru. Irgendwelche zweifelhafte Begründungen für die Einführung
werden sich auch da finden.
-
Wer plant – oder schon den Fehler begangen hat –, sich Windows 10
herunterzuladen oder zu kaufen, es zu installieren, in diesem Zuge sich
einen Account bei Microsoft zu besorgen und seine Windows-Installation
damit zu verknüpfen, der sollte mal diese Seite durchlesen, wie er sich damit vor
Microsoft (und seinen Geschäftspartnern sowie letztendlich den
US-Behörden) nackig auszieht (via
Fefe). Das geht über das
Abgreifen von Inhalten privater Kommunikation hinaus sogar so weit, daß
der Schlüssel, mit dem man seine Festplatte verschlüsselt hat, in die
Microsoft-Cloud hochgeladen wird! NSA und FBI bedanken sich! Einen
weiteren Artikel zu der Privatsphären-Problematik kann man
hier
finden. Linux rulez, by the way…
Sonstiges
Und wenn man seine Hände in die Taschen legt und alles verdrängt wie
unsere Politiker, muß man sich nicht mehr wundern, daß die Bürger selber aktiv werden – ob es rechtens ist oder nicht.
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Der ehemalige Kultusminister Zehetmair gibt zu, daß die Rechtschreibreform ein großer Fehler war. Er war zwar
bekanntermaßen nie ein großer Freund der Reform, nichtsdestotrotz ist das
besonders heuchlerisch, weil er nicht nur zusammen mit seinen
Amtskollegen als Kultusminister für die Einführung verantwortlich war,
sondern auch zehn Jahre (oder so) dem sogenannten Rechtschreibrat
vorstand, der offiziell die Rechtschreibreform kritisch begleiten sollte,
tatsächlich aber nichts anderes als eine Alibi-Aktion war und sich
praktisch nur regelmäßig zum Kaffeekränzchen getroffen hat.
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Apropos Schreiben: Wer den Standard-Blindtext »lorem ipsum…« nicht mehr
sehen kann, für den gibt es jetzt
Minions-Versionen davon.
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Obama warnt die Briten vor einem Austritt aus der EU (auch
hier). Natürlich nicht, weil er meint, das sei für die Briten
schlecht. Nein, weil er meint, das sei für die USA schlecht. Völlig
uneigennützig, die Amerikaner, wie immer…
-
Ein amerikanischer Astrophysiker, der sich auch dadurch einen Namen
gemacht hat, komplexe Sachverhalte verständlich darzustellen, hat
zusammen mit anderen einen tollen
Videoclip produziert über die Entwicklung vom Urknall bis zum
Menschen (via Engadget).
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Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, ein wichtiger Baustein in
Monsantos teuflischer Gentechnik-Abhängigkeitsspirale, gerät immer weiter
in Verdacht, krebserregend und auch für Fehlbildungen von Föten
verantwortlich zu sein. In Deutschland braut sich diesbezüglich langsam
ein Skandal zusammen, weil das zuständige Bundesamt für Risikobewertung
diese Studien nachweislich kannte, aber – auch gegenüber dem Bundestag –
eine mögliche Gefährdung für den Menschen kategorisch ausschloß. Berichte
bei der Zeit und der Süddeutschen Zeitung.
Wahnsinn! Neben all dem Schrecklichen, was wir schon über TTIP
wissen, kommt es jetzt hammerhart. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist jetzt folgendes ans
Tageslicht gekommen: Ein mit dem TTIP geschaffenes Gremium soll die
Möglichkeit erhalten, TTIP wesentlich zu ändern und zu ergänzen,
ohne daß irgendeine Regierung das ratifizieren müßte. So könnten
schwächere Grenzwerte, aber auch ganz neue Regelungen, die aus
Akzeptanzgründen nicht in das initiale Abkommen hineinkommen, später
eingeführt werden – weitere Details in dem Artikel. Deutschland, Frankreich
und Großbritannien sehen darin eine Teilentmachtung der Europäischen Union.
Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen, daß erst die EU
uns die Demokratie nimmt, und dann TTIP der EU.
Summa summarum: STOPPT DIESEN DRECK! SOFORT!
Internet, Überwachung, Datenschutz
-
Das Sammeln und jahrelange Aufbewahren von Fluggastdaten ist
letztendlich nichts anderes als eine Vorratsdatenspeicherung – halt nicht
der Telefon- und Internet-Nutzung, sondern der Nutzung von Flugzeugen.
Daher ist es sehr bedauerlich, daß das EU-Parlament trotz des deutlichen
EuGH-Urteils die Fluggastdatenspeicherung auf den Weg bringt. Da hilft es
auch wenig, wenn die Daten für innereuropäische Flüge (vorerst) nicht
erfaßt werden sollen. Die EU-Grünen wollen vor dem EuGH klagen, falls das
verabschiedet werden sollte. Außerdem ist dort immer noch eine Klage
gegen die Weitergabe solcher Daten an Drittstaaten anhängig. Berichte bei
Heise, Zeit und Netzpolitik.
-
Apropos Vorratsdatenspeicherung:
Noch ein Landesdatenschutzbeauftragter
erklärt die Vorratsdatenspeicherung für nicht machbar.
-
Die geplante, zweifelhafte Netzneutralität in der EU scheint auch vom
EU-Parlament nicht aufgehalten zu werden, wie
Heise berichtet.
-
Ja, ja, da versucht einer, seinen schändlichen Verrat zu kaschieren:
Justizminister Maas warnt vor der
Überwachung des Autofahrers durch das »vernetzte« Auto. Das ist
absolut heuchlerisch, wenn man gleichzeitig die Vorratsdatenspeicherung
vorantreibt. Von mir aus kann daher Maas seinen »Aus«-Knopf für sich
und seinen dicken Chef und drücken!
Ein »Aus«-Knopf impliziert natürlich, daß der Mist standardmäßig
eingeschaltet ist, was bei der immer noch vorherrschenden
Überwachungsignoranz der Bürger dann im Regelfall auch so bleibt.
Außerdem, wie ich die Autobauer so kenne, wird das System beim Anlassen
ganz magisch wieder aktiv sein.
Wie eher unkritisch die Leute gegenüber der neuen Schnüfeltechnik sind,
sieht man zum Beispiel bei dem Stern-Bericht über den »OnStar«-Fahrerassistenten bei neueren
Opel-Fahrzeugen. Erst ziemlich am Ende, nach einer großen Euphorie über
den Assistenten, wird das Problem des Datenschutzes thematisiert. Aber
immerhin – ich befürchtete beim Lesen schon, daß es überhaupt nicht
erwähnt werden würde.
-
Der britische High-Court erklärt die
britische Vorratsdatenspeicherung für ungesetzlich, da gegen EU-Recht
verstoßen werde. Leider kritisiert das Gericht aber lediglich die
unklare Bestimmungen, wer wann und wie auf die Daten zugreifen kann. Mit
der Überwachung an sich scheint das Gericht keine Probleme zu haben.
Orwell wußte schon, warum er 1984 in England spielen läßt.
-
Die Amerikaner spionieren zwar massiv, wußten aber trotzdem nicht, wie
tief Merkel schon in ihrem Hintern steckt. Sie waren überrascht über die geringen Reaktionen der deutschen Regierung
nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes der amerikanischen Spionage in
Deutschland.
-
Das deutsche Leistungsschutzrecht steht auf der Kippe, weil das
Gesetz im Gesetzgebungsverfahren nicht der EU vorgelegt wurde. Das ist
aber nicht aus Versehen passiert, sondern mit Absicht, weil man es
unbedingt noch in der letzten Legislaturperiode verabschieden wollte. Der
Artikel erwähnt übrigens, daß Österreich seine Pläne für ein viel
drastischeres Leistungsschutzrecht wohl auf Eis gelegt haben soll – man
befürchtet wohl, das gar inhaltlich bei eben dieser »Notifizierung der
EU« nicht durchzubekommen.
TTIP
-
Bei der FAZ versucht mal wieder jemand, TTIP schönzureden. Mir reichen die Nachteile, um mich für die
angeblichen Vorteile nicht mehr zu interessieren – tatsächlich werden uns
in dem Artikel neben den bekannten Lügen »Einzelschicksale« aufgetischt,
die für die Wirtschaft und die Bevölkerung völlig irrelevant sind.
-
Als Gegengewicht zu obigem berichten Netzpolitik und ein Blogeintrag bei der Zeit über Analysen, wieviel Einfluß die
Industrie auf die TTIP-Verhandlungen nimmt. Von paradiesischen Zuständen
wird geschrieben. Und da soll noch jemand glauben, für den Bürger käme
etwas Positives heraus? Wie blauäugig müßte man da sein?
Griechenland
-
In einem Interview mit der FAZ schlägt der Ökonom Clemens Fuest vor, den
Soli zur Finanzierung der Griechenland-Misere zu erhöhen. Ich finde das
gut, unter der Voraussetzung, daß das dann eurozonen-weit gemacht wird.
Dann ist nämlich der Grexit ganz schnell da.
Berlin will von diesem Vorschlag natürlich nichts wissen. Das zu
zahlende Geld wird bestimmt in anderen Steuererhöhungen versteckt.
-
Endlich fordert mal einer das Aus für den Euro in Europa, den man nicht
gleich in die deutsch-nationale Ecke stellen kann: Oskar Lafontaine.
-
Ein Alternativvorschlag von einem Ex-IWF-Direktor, der mir auch
gefällt: Gerxit statt Grexit.
-
Dieter Nuhr hat einen Shitstorm erlebt, weil er in Twitter in Hinblick
auf die Griechenlandrettung ironisch schrieb: »Meine Familie hat
demokratisch abgestimmt: Der Hauskredit wird nicht zurückgezahlt. Ein
Sieg des Volkswillens!« In der FAZ beschwert er sich – zu recht – darüber und vergleicht das mit
Lynchjustiz und Hexenverbrennung im Mittelalter.
Politik, Demokratie & Co.
Sonstiges
-
Das Feuilleton der FAZ diskutiert die aktuelle Schulpolitik, bei
dem unter dem Bildungsideal »Gleichheit« die Bildung immer weiter
vereinfacht wird, bis die Kinder nichts mehr richtig lernen. Die Autorin
kommt zum Schluß, daß dies letztendlich gar undemokratisch sei.
-
Wie steigert man das Wort Korruption?
Erste Steigerungsform: Ronald Pofalla agiert als Kanzleramtschef
für die DB AG und wird dafür mit einem Vorstandsposten belohnt.
Zweite Steigerungsform: Ronald Pofalla soll Vorstand für Datenschutz werden. Damit kennt er sich ja aus –
siehe NSA-Affäre.
Dritte Steigerungsform: Ronald Pofalla wird als Grube-Nachfolger gehandelt.
Ja, tief durchatmen! Das hilft ein bißchen. Ich warte jetzt
darauf, daß Pofalla den Datenschutz für beendet erklärt…
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Martin Sonneborn berichtet mal wieder aus dem europäischen Tollhaus (via
Fefe).
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In der Zeit ist ein Artikel erschienen, der versucht, den ganzen Gender-Wahn zu
verniedlichen und die Schuld bei den Kritikern sucht, warum der Müll bei
den Bürgern nicht ankommt. Das kommt mir vor wie der Versuch, den Islam
als friedliche Religion darzustellen. Für mich hat der dahinterstehende
Feminismus sowieso deutliche Parallelen zum Rassismus, und als Ideologie
zum Islamismus. Den Artikel besser auseinandernehmen als ich können aber
die Kommentatoren unter dem Artikel, die u.a. feststellen, daß die
Autorin aus dem Gender-Dunstkreis kommt, aber wohl die Aktivitäten der
Extremistinnen unter ihnen, speziell an den Lehrstühlen und politischen
Schaltstellen, aus Ignoranz oder Absicht unter den Tisch fallen läßt.
Ein Kommentar enthielt auch einen Link zu dem Blog von Hadmut Danisch,
den ich schon länger kenne, aber leider viel zu selten besuche, denn
Hadmut Danisch schreibt gute Beiträge. Er ist offenbar auch ein großer
»Freund« des Gender-Wahns und hat dementsprechend obigen Artikel ebenfalls – in seiner üblichen Direktheit –
kommentiert.
Beim weiteren Blättern in seinem Blog fiel mir ein Beitrag auf, den ich hier noch erwähnen möchte: Wir haben im
Bundesverfassungsgericht eine Richterin namens Susanne Baer sitzen, die
nicht nur Jura-Professorin ist, sondern zehn Jahre an der
Humboldt-Universität »Gender Studies« gelehrt und Wissenschaftliches
produziert hat – bzw. haben will. Denn gerade was sie dort gemacht hat,
das will mit allen Mitteln – auch juristischen – Hadmut Danisch bei der
Uni und beim Berliner Senat seit vielen Monaten herausbekommen – und
erhält bislang schlichtweg keine vernünftige Antwort. Ein (weiteres)
Stück aus dem Tollhaus Deutschland!
Und noch ein Fundstück aus dem Kommentaren: Wie der Gender-Wahn bei der
UNO dazu führt, daß bei drohenden Massakern Frauen und Mädchen, nicht aber Männer und Jungen
geschützt werden.
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Ars Technica berichtet von »Schlangenöl-Verkäufern«, diesmal von
Leuten, die »audiophile« Ethernet-Kabel verkaufen – für
lächerliche 4.500 bzw. 10.000 US-Taler für ein 8m bzw. 12m langes Kabel.
Möge früher bei analoger Übertragung die Qualität der Stecker und der
Kabel noch eine wesentliche Rolle gespielt haben, ist das bei der
digitalen Übertragung natürlich grober Unfug. Ethernet-Kabel, die die
Spezifikationen einhalten, gibt es für ein paar Euro oder Dollar. Das
Ganze erinnert mich auch wieder an die teuren CD- und DVD-Reinigungskits,
die ein runderen Klang und ein schärferes Bild versprechen…
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»Eine Islamisierung findet nicht statt«. Deutscher Islam-Verband fordert islamische Pflegeheime. Das ist
zudem bestimmt sehr integrativ…
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Passend zur Integrationsfrage gibt es im Ruhrgebiet immer mehr
Ausländer-Ghettos mit No-Go-Status, in denen sich die Polizei nur
noch im Großaufgebot hintraut. Da im politisch korrektem Deutschland
nicht sein kann, was nicht sein darf, dementiert der nordrhein-westfälische Justizminister das
umgehend. So eine Geisteshaltung führt natürlich auch dazu, daß die
personellen Ressourcen der Polizei nicht aufgestockt werden und sich
die Städte schon untereinander aushelfen müssen, um wenigstens
ein bißchen Ordnung zu schaffen.
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Mantra-artig wiederholt aber Merkel, daß der Islam zu Deutschland gehöre. Ex-Muslime sehen das aber komischerweise anders, die übrigens
auch ihre eigene Organisation
haben…
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Nachdem in der Schweiz auf dreispurigen Autobahnen ein Mindesttempo von
100 km/h auf der linken Spur eingeführt wurde, um den Verkehrsfluß zu
verbessern, wird dies nun auch in Deutschland diskutiert. Ich bin aber
prinzipiell dagegen. Nicht die absolute Geschwindigkeit ist entscheidend,
sondern die relative. Wenn jemand links mit 135 km/h jemanden auf der
Mittelspur mit 130 km/h überholt, existiert im Prinzip das gleiche
Problem. Ich sehe auch immer wieder den Effekt, daß sich durch solche
Überholer andere Langsamfahrer animiert fühlen, sich auf die linke Spur
zu zwängen, wodurch es dann zu einer Bremswelle im rückwärtigen Verkehr
kommt.
Und zudem ist eigentlich das in §5 der Straßenverkehrsordnung auch
schon hinreichend geregelt:
(2) Überholen darf nur, wer übersehen kann, daß während des ganzen
Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist.
Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit
als der zu Überholende fährt.
Man könnte höchstens noch präzisieren, daß dieser Satz auch für
Autobahnen gilt.
Hier nun meine »Aufräumaktion«, was TTIP-Meldungen betrifft – in
halbwegs chronologischer Reihenfolge.
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In »Tempolimit für Turbo-Schweine« berichtet die Süddeutsche Zeitung
über die Zulassung von Fleisch und anderen Lebensmitteln aus den USA, die
mit problematischen Methoden produziert werden (u.a. Gentechnik, Einsatz
von Hormonen und Chemie). Was die Amerikaner noch so Horror-Ideen haben,
kann man in dem Heise-Artikel »Gentechnik für den Kuhstall«
(Teaser im Newsticker, voller Artikel bei Technology Review) nachlesen.
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Im Oktober 2014 hat die EU das
Mandat bzw. die Leitlinien veröffentlicht, unter denen die EU die
TTIP-Verhandlungen (vorgeblich!) betreibt.
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Spiegel berichtet über Verzögerungen bei den TTIP-Verhandlungen, auch wegen der
anhaltenden Proteste.
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Bericht über den weltweiten
Protesttag gegen TTIP & Co. am 20. April 2015 mit mehr als
100.000 Teilnehmern.
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Umfangreicher Artikel aus dem FOCUS Magazin zum Thema TTIP: »Der neue COWBOY-Kapitalismus«. Es kommen hier auch
Mentalitätsunterschiede zwischen USA und Europa, speziell Deutschland,
zur Sprache, und warum dadurch ein Freihandelsabkommen uns massiv schaden
wird.
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Die Zeit berichtet, wie durch TTIPs kanadische Variante CETA bald
»bayrisches« Bier aus Kanada kommen könnte.
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Widerstand auch in Kanada: Das Magazin Cicero interviewt eine kanadische Aktivistin zu CETA und
TTIP. Auch die negativen Auswirkungen von NAFTA, dem
Freihandelsabkommen zwischen USA, Kanada und Mexiko, kommen zur
Sprache.
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Ein Heise-Artikel beschreibt den
potentiellen Einfluß der Industrie auf die Gesetzgebung am Beispiel der
Gentechnik: Das kürzlich in der EU verabschiedete Gesetz zum
Genfood-Opt-Out wäre mit TTIP so nicht durchgekommen (obwohl dieses
auch schon sehr industriefreundlich und konsumentenfeindlich ist, wie ich
anmerken möchte). Die Angst vor zu starker Einflußnahme auf die
Gesetzgebung gibt es aber auch auf der amerikanischen Seite. Ich fürchte
nur, daß die Amis die besseren Verhandlungspartner sind und für sich
bessere Regelungen erkämpfen.
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Während die TTIP-Gegner die Schiedsgerichtsbarkeit komplett ablehnen,
versucht Oberverräter Gabriel, das Thema dadurch zu entschärfen, eigene
Gerichte mit festen, unabhängigen Richtern zu etablieren (Süddeutsche Zeitung mit Kommentar, FAZ Die Zeit). Wieviel besser das sein soll, erschließt sich mir
nicht wirklich. Nach welchem »Recht« sollen die denn urteilen? Einzig und
allein entlang des TTIP-Vertrags, europäische und nationale Gesetze
ausblendend? Nein danke!
-
Auch die EU-Kommission nimmt die Idee eines eigenen Gerichtshof auf,
wie die FAZ berichtet (mit ein bißchen Hintergrundinformation, die
allerdings den meisten schon bekannt sein dürfte). Bilateral,
multilateral, weiß der Henker was – und am Ende kommt nur ein zweites
WIPO heraus, welches nach meiner Kenntnis nicht sonderlich beliebt
ist.
-
Im Haushaltsausschuß des EU-Parlaments kippt
der dortige Berichterstatter von
seiner ablehnenden Haltung langsam auf diesen Vorschlag um.
Preisfrage: Von welcher Partei stammt dieser Herr Lange?
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Griechenland hat angekündigt, CETA nicht zu unterschreiben, wenn nicht der Feta-Käse geschützt
wird. Nach jüngsten Entwicklungen in Griechenland dürfte allerdings
der Feta das kleinste Problem sein (oder auch nicht? Vielleicht ist es ja
bald die wichtigste Divisenquelle, wenn der Grexit eintritt!?!)
-
Auch die Kulturschaffenden sorgen sich um negative Auswirkungen von TTIP in ihrem
Bereich.
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Wegen Druck der Amerikaner bei den TTIP-Verhandlungen knickt die EU ein
und hebt das Verbot bestimmter Pestizide auf, die im Verdacht stehen,
Krebs und Unfruchtbarkeit zu auszulösen, wie der Guardian berichtet (via
Fefe). Daß sich darüber
auch der deutsche Gift-Konzern BASF freut, soll nicht unerwähnt
bleiben.
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Was Netzaktivisten schon immer befürchtet haben: Die Amerikaner wollen
mit TTIP den
europäischen Datenschutz aushebeln. Mit so Pflaumen wie Oettinger
als Kommissare schafft die EU den aber auch schon vorher selber ab.
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Nicht nur bei den Pestiziden werfen die Handelsabkommen ihren Schatten
voraus, auch bei Umwelt- und Nahrungsmittel-Regeln
schwächt
die EU im Vorfeld von CETA und TTIP die bisherigen Standards ab.
Falls noch nicht klar sein sollte, welcher Gedanke hinter dieser
Methodik steckt: Man versucht, schon im Vorfeld die Standards zu
erniedrigen – möglichst ohne großes Aufsehen –, weil nach der Einführung
von CETA & TTIP eine Erhöhung auf für Bevölkerung und Natur »gesunde«
Niveaus praktisch ausgeschlossen ist – das wären ja verbotene
Handelshemmnisse! Man sichert sich also damit diese niedrigen Standards
bis in alle Ewigkeit, egal, was für kritische Regierungen in Europa und
USA auf den Plan treten könnten.
-
Daß unsere wirtschafts- und USA-hörige Staatsratsvorsitzende Merkel
TTIP mit voller Begeisterung unterstützt und es möglichst schnell abschließen will, ist eigentlich keine
Neuigkeit, die ich hier erwähnen müßte. Aber vielleicht ist unter den
Lesern doch der eine oder andere CDU/CSU-Wähler, dem man daran erinnern
muß, welche Politik er gewählt hat!
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Die Dienstleistungsvariante von TTIP, das ganz geheim verhandelte TISA,
soll ein weiteres Handelshemmnis beseitigen – Open Source Software: Bei
Ausschreibungen soll dann nicht mehr gefordert werden dürfen, daß die
Software quelloffen sein muß. (Golem, Heise)
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Gabriel versucht weiter, den TTIP-Gegnern Sand in die Augen zu streuen
und erzählt die Märchen von den
gewahrten Standards. ICH KANN DIESE LÜGEN NICHT MEHR
HÖREN!!!
-
Wikileaks veröffentlicht
Geheimpapiere zu TISA. Der Heise-Artikel sinniert darüber, ob als
Konsequenz der offengelegten Forderungen ausländische Provider
Vorratsdaten auch außerhalb Deutschlands speichern dürften, was dem
aktuellen Entwurf des neuen Vorratsdatenspeicherungsgesetzes diametral
widerspricht. Das wäre natürlich dann auch für die amerikanischen
Geheimdienste besonders schön, könnten sie doch unsere Daten gleich in
ihrem Heimatland abgreifen!
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Ein sehr interessanter Artikel in der FAZ beleuchtet TTP, TTIP
und andere Abkommen aus den Perspektiven diverser Akteure, inklusive
Obama und Merkel.
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Zwei weitere Artikel in der Frankfurter Allgemeinen befassen sich mit dem Schutz bzw.
Nichtschutz von Regionalbezeichnungen bei TTIP.
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Heise berichtet von neuen
Erkenntnissen, wie stark die Industrie in den Verhandlungen zu TTP
und TTIP eingebunden sind. Sie bestätigen leider alle Befürchtungen.
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Bernd Lucke fordert die freie Entscheidung über eigene Gesetze in der
EU. Mit der Neuorientierung der AfD und dem Ausscheiden Luckes ist
das wohl als Makulatur zu betrachten, auch wenn er vermutlich
EU-Parlamentarier bleibt (was ich auch richtig finde, denn er ist für das
Programm gewählt worden, das die AfD damals vertreten hat).
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24. Juni 2015: Stand der
Verhandlungen bei CETA und TTIP. CETA soll noch dieses Jahr
beschlossen werden, für TTIP ist 2016 erwünscht.
-
Die
Zeit macht einen Besuch bei den TTIP-Gegnern.
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Julian Assange über TTP:
Von den 29 Kapiteln beschäftigen sich nur fünf mit dem traditionellen
Handel. Die anderen regeln auf verschiedene Arten das Internet – und das
bestimmt nicht zum Vorteil der Bürger.
-
Im EU-Parlament gibt es eine Abstimmung zu einer Stellungnahme zu den
TTIP-Verhandlungen der EU-Kommission. Auch das Schlichtungsverfahren war
wieder ein Thema. Ratet mal, welcher Name da wieder negativ auffällt? Ja,
Bernd Lange. Heise, Spiegel, Zeit und Süddeutsche berichten.
Dieser Beschluß ist natürlich auch wieder mal ein Tiefpunkt
europäischer Demokratie. Daß sich mittlerweile über 2,3 Millionen
Bürger gegen TTIP und CETA unterschrieben haben, scheint der Mehrheit
der Parlamentarier am Allerwertesten vorbeizugehen!
-
Auf solche Journalisten haben die TTIP-Freunde gehofft: »Jetzt
haben sich EU-Parlament und Kommission ein bißchen bewegt, jetzt wird
alles gut.« Nein, erstens sind die Schiedsgerichte nicht abgeschafft,
und zweitens sind sind nur ein Teil des Übels. Der vermutlich viel
größere Teil des Übels – die Macht der Industrie über die Gesetzgebung
des »Souveräns«, die Absenkung von Standards auf den kleinsten
gemeinsamen Nenner, das Verbot von »Handelhemmnissen«, wie zum Beispiel
Verbraucher- und Naturschutz – ist noch unverändert drin. Daher:
STOPPT TTIP!
EU: Netzneutralität adé
Man mag es kaum glauben: Das Land Nummer eins in Sachen
Raubtierkapitalismus und lobbygetriebener Politik, die vereinigten Staaten
von Amerika, bekommt die Netzneutralität hin. Und die EU? Natürlich
nicht!
Wie Netzpolitik und Heise
berichten, wurde der erste Entwurf zur Neuregelung des digitalen
Binnenmarktes, der sowieso schon als löchrig hinsichtlich der
Netzneutralität angesehen wurde, im zweiten Entwurf praktisch ad absurdum
zusammengestrichen. Sogar der Begriff Netzneutralität taucht nicht mehr auf
und ist durch ein undefiniertes und damit beliebig dehnbares »offene
Internet« ersetzt worden. Das ist genau der gleiche »Trick« wie bei der
Einschränkung der Privatsphäre und der informationellen Selbstbestimmung,
wo neuerdings euphemistisch von einem »modernen Datenschutz« gesprochen
wird (z.B. bei der Vorratsdatenspeicherung oder auf EU-Ebene das neue
Daten»schutz«abkommen, wie berichtet).
Netzneutralität zu verhindern ist dabei nicht das einzige negative Ziel:
Deep Packet Inspection soll nun erlaubt werden, genauso wie der Einsatz von
bevormundenen Filtern, wie sie z.B. zur Zeit in Großbritannien in Form der
sogenannten »Porno-Filter« zum angeblichen Schutz der Jugend appliziert
werden. Das Tor zu all dem Unfug, der schon zu Zensursulas Zeiten in den
Köpfen der Feinde der Freiheit herumgeisterte, wird nun wieder ein deutlich
weiter aufgestoßen.
Und damit der dumme Bürger das nicht merkt, wedelt man im Vordergrund mit
dem Fähnchen des Verbots inner-eu-licher Roaming-Gebühren, von dem 99% der
Bürger, wenn sie nicht gerade auf Malle im Urlaub sind, eh nichts
haben.
Wenn ich das wieder lese, zusammen mit der Datenschutzneuregelung und dem
ganzen Griechenland-Rettungs-Scheiß, wünsche ich mir sehnlich, daß diese
verdammte Europäische Union endlich in sich zusammenfällt.
Nachtrag: Hierzu paßt gut der Artikel über die Lobby-Empfänglichkeit von Günther Oettinger, der
für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar und ausgewiesener
Gegner der Netzneutralität, der sich zudem nicht schämt, Terrorvergleiche
(»talibanartig«) gegen die Verfechter zu nutzen. (Siehe auch
Heise, Lobby-Bericht von Transparency International (PDF)).
Freiheit im Netz
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Das Unvermögen der Gegner der Vorratsdatenspeicherung im SPD-Konvent,
diese SPD-seitig zu stoppen, wurde natürlich von den Führungskadern der
SPD herablassend beklatscht. Die Krone
setze dabei der badenwürttembergische Landesinnenminister Reinhold Gall
auf, der sich mit dem Tweet
»Ich verzichte gerne auf vermeintliche Freiheitsrechte[,] wenn wir
einen Kinderschänder überführen«
entblödete. Er löste bei Twitter eine Welle der Empörung aus, die er
auch nicht durch ein unglaubwürdiges Rückrudern zwei Tage später
beruhigen konnte. Er ist mit obigen Spruch auch Sascha Lobo derart auf
die Füße getreten, daß dieser sich in seinem Blog ausführlich mit Galls Verballmüll beschäftigte. Danke!
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Nicht nur die Vorratsdatenspeicherung soll kommen, sondern auch die
Befugnisse der Geheimdienste sollen neu definiert werden. Nach Meinung
der Experten schießt auch hier die
verfassungsfeindliche Bundesregierung weit über das Ziel hinaus (via
Fefe).
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Nicht nur in Großbritannien treibt der Jugendschutz seine Blüten. Auch
in Deutschland versuchen verbrämte Leute immer wieder, aus dem Internet
ein Kindernet zu machen und deren Nutzer – ob klein oder groß – zu
bevormunden. Das hat in Deutschland nun die Konsequenz,
daß jugendgefährdende E-Books nur noch
zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens verkauft werden dürfen
(siehe auch Golem). Wie verblödet sind eigentlich die Leute, die soetwas
entscheiden?
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War zu vermuten: NSA & GCHQ
spionieren Antivirenhersteller aus um herauszufinden, wie sie ihre
Schnüffelsoftware vor dem Entdecken schützen können. (Siehe auch Engadget)
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Der Focus nennt fünf Gründe, Smartmetern möglichst fernzubleiben. Einer ist das
Ausspionieren durch die Energieunternehmen.
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Durch die geplante Neurregelung des Urheberrechts in der EU sehen
Aktivisten die Panorama-Freiheit bei Bildern gefährdet.
Maut
Nachdem die EU offiziell ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen der Ausländer-PKW-Maut
eingeleitet hat, verschiebt Doofbrindt die Maut erstmal um ein Jahr. Die Kommentatoren (z.B.
Spiegel, SZ und nochmal SZ) sind sich nicht klar darüber, warum er so darauf reagiert.
Vermutet wird u.a., daß er die Umsetzung der Maut (mit Ausschreibung usw.)
bis 1.1.2016 garnicht geschafft hätte und ihm das gelegen kam. Davon
abgesehen tritt Doofbrindt aber
öffentlich noch ein bißchen nach, wohl um die eigene Klientel zu
befriedigen.
Sonstiges
So also. Wie befürchtet, konnten die Gegner der Vorratsdatenspeicherung
sich auf dem SPD-Konvent nicht durchsetzen. Eine knappe Mehrheit hat dem Antrag der Parteispitze für die VDS
zugestimmt: Spiegel kommentiert ganz richtig: Feigheit geht vor Freiheit.
Und damit es ein bißchen so aussieht, als hätte die Parteispitze auf die
Basis gehört, gibt es jetzt einen »Kompromiß« – der es allerdings
keineswegs wert ist, so genannt zu werden. Dieser »Kompromiß« sieht derart
aus, daß die Vorratsdatenspeicherung nach zwei Jahren »evaluiert« werden
soll. Das heißt aber natürlich nicht, daß das Gesetz befristet sein soll,
wie es vor Wochen SPD-Abgeordnete gefordert hatten – nein, wo kämen wir
denn da hin? Man kann sich natürlich auch jetzt schon ausmalen, wie das
Ergebnis so einer Evaluierung aussehen wird: alles in Butter, hat toll
geholfen (ohne das beweisen zu können oder gar zu wollen), die Menschen
merken ja garnichts von dem Grundrechtseingriff, und die Firmen und der
Bund hätten doch jetzt schon alles aufgebaut und bezahlt usw.
Dabei ist, wie ein Forumsteilnehmer im Heise-Forum richtig bemerkte, eine
Evaluierung gar nicht notwendig. Die Vorratsdatenspeicherung ist bereits
evaluiert – und zwar die Originalform mit sechs Monaten und mehr und
nicht die geplante, nun stärker eingeschränkte Variante mit logischerweise
auch geringerem Nutzen. Einerseits hatte die damalige EU-Kommissarin und
Überwachungsfanatikerin Cecilia Malmström in einer EU-Evaluierung (ich
meine im Vorfeld des EuGH-Verfahrens) europaweit händeringend die
Mitgliedsstaaten nach Beweisen für den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung
gefragt – und keine bekommen. Andererseits hat das Attentat auf
Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt klar gezeigt, daß die
französische Vorratsdatenspeicherung absolut nichts genutzt hatte – weder
konnte sie es verhindern, noch hatte sie zur Aufklärung beigetragen, denn
die Attentäter und das soziale Umfeld waren sowieso schon längst unter viel
umfangreicherer Beobachtung, weil die Attentäter schon durch Islamismus und
Straftaten aufgefallen waren! Und ich will nochmal daran erinnern, um die
Perversität der SPD-Führung zu demonstrieren: Gerade dieses
drastische Beispiel der Nutzlosigkeit ist der vorgebliche Grund bei der
SPD, bei der Vorratsdatenspeicherung die 180°-Kurve zu nehmen.
Nebenbei ist es auch deshalb kein echter erkämpfter »Kompromiß«, weil
Gabriel den schon vor zwei Wochen mit de Maizière ausgemacht hat. Für die
restlichen verbliebenen Wahldrohnen der SPD wird das Blendwerk wohl
reichen, auch wenn ich die Hoffnung nicht verliere, daß die SPD mal richtig
für ihre ständiges Lügen, Täuschen, Verraten, Umfallen und ihre Machtgier
um jeden Preis abgestraft wird, so, wie die FDP es erfahren mußte.
Ansonsten: Bundesverfassungsgericht, mach Dich bereit, wir kommen!