Überwachung, Terrorismus
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Sascha Lobo bringt in seiner Spiegel-Kolumne mal wieder etwas
Interessantes zum Thema der Frankreich-Anschläge und Überwachung unter
dem Titel »Ausweitung der Überwachung: Geheimdienste lesen nicht mal
Zeitung«:
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die Attentäter wurden fast alle in Frankreich geboren, trotzdem wird
wiederholt die Flüchtlingsdebatte mit dem Terrorismus verknüpft
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die Attentäter waren fast alle (7 von 8) behördlich bekannte,
verdächtige Islamisten, trotzdem wird die Überwachung der Bevölkerung
intensiviert
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die Attentäter haben offenbar unverschlüsselt kommuniziert, trotzdem
werden sie als Argument gegen Verschlüsselung mißbraucht
[...]
Am absurdesten aber wirkt die Debatte um überwacherische Maßnahmen
gegen den Terrorismus, wenn man sich »Dabiq« [Anm.: ein vom IS
herausgegebenes Hochglanzmagazin] anschaut. [...] Im Februar diesen
Jahres gab der Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud,
ein Interview. [...] Ja, der Planer der Anschläge von Paris hat Monate
vorher öffentlich damit angegeben, wie leicht es ist, den
Überwachungsapparat auszutricksen und vor Ort Anschläge zu planen. Er
hat seinen Wohnsitz Belgien bestätigt und angedeutet, daß ein neuer
Anschlag geplant ist. In einem für jeden zugänglichen Medium des IS.
Nebenbei bemerkt: Im Gegensatz zu Lobo halte ich die Verknüpfung mit
der Flüchtlingsdebatte durchaus für legitim: die Täter sind überwiegend
immigrierte, nicht integrierte Moslems, und Merkel & Co. sorgen hier
für kräftigen Nachschub!
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So bröckelt auch der Widerstand im
EU-Parlament gegen die innereuropäische Fluggastdatenspeicherung.
Preisfrage: Wer kippt da wieder um? Die Sozialisten – immer die gleiche
Sch…e mit denen.
Juncker nutzt die Attentate auch gleich wieder aus. Seinem Mantra
entsprechend – die Ziele in so kleine Häppchen aufzuteilen, daß die
Bevölkerung sie möglichst nicht merkt – fordert er einen EU-Paß. Was soll
das denn bitte bringen? Noch mehr Überwachung, noch mehr zentrale
Speicherung unserer Daten? Die grausige Idee der vereinigten Staaten von
Europa zementieren?
Die Innenminister der EU-Staaten planen zudem noch weitere
Einschränkungen, wie Spiegel und Heise
berichten.
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In Frankreich darf das Innenministerium jetzt Webseiten selbständig
sperren, ohne richterliche Anordnung. (Netzpolitik, Futurezone)
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Nein, damit konnte ja niemand rechnen:
Fefe berichtet, daß der
niederländische Geheimdienst Zugriff auf die digitalen Patientenakten
haben möchte. Das kann UNS doch mit der elektronischen Gesundheitskarte
nicht passieren, oder?!?!
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»Verbot von Verschlüsselung ist
kindischer Mist« meint der Journalist, der damals die
Echelon-Überwachung der Big-Five aufgedeckt hat. Heise berichtet von der
Security-Konferenz DeepSec in Wien, wo noch ähnliche Statements über den
Überwachungswahnsinn gefallen sein sollen.
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Ex-CIA-Chef meint, man solle Snowden am nächsten Baum aufknüpfen und
zappeln lassen, bis der Tod eintritt. Und zwar – jetzt kommt’s –
wegen der Anschläge in Paris, an denen ER schuld sei. Wie schräg ist das
denn? Typischer Fall der »Haltet den Dieb«-Strategie und/oder totaler
Realitätsverweigerung. Wenn, dann gehörten mal ein paar CIA-Leute
aufgeknüpft für die vielen Staatsstreiche rund um die Welt, inklusive der
Unterstützung von hochkriminellen Subjekten wie Saddam Hussein oder Bin
Laden. (via Slashdot)
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Ehemalige US-Drohnenpiloten geben in einem offenen Brief dem Obama und
seiner Regierung die Mitschuld an dem Terrorismus. Die hohe Zahl der
zivilen Opfer schüre den Haß und wirke wie ein Rekrutierungsprogramm für
den IS. (Spiegel, Zeit, Focus)
Es sei von meiner Seite daran erinnert, daß der
Friedensnobelpreisträger Obama den Drohnenkrieg massiv ausgebaut hat…
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In unserer durch die EU entmündigten Demokratie muß das neue VDS-Gesetz
der EU vorgelegt werden – mit Begründung. Netzpolitik hat sich diese
durchgelesen und festgestellt, daß die Zweifel der Kritiker dort eher bestätigt als zerstreut
werden.
Datenschutz
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Der deutsche Michel kann sich von Merkel in keinem Bereich mehr etwas
erhoffen (wer hat die eigentlich gewählt???) So auch nicht in Sachen
Datenschutz. Denn die am Rand des Neulands stehende Merkel glaubt, in den
Daten der Bürger den Rohstoff des 21. Jahrhunderts entdeckt zu haben,
nachdem ihr das vermutlich jemand eingeflüstert hat. Deshalb meinen sie
und ihr Scherge Dobrindt im Kontext des »Nationalen IT-Gipfels«, einer
offensichtlichen Lobbyveranstaltung der deutschen IT-Großindustrie, daß
Datenschutz bloß stört. Das Ganze zielt auch auf die Diskussion um die
EU-Datenschutzverordnung, wo sich das EU-Parlament noch ein bißchen gegen
laxe Regelungen sträubt (aber wie bei der Netzneutralität wohl nicht mehr
allzu lange). Golem, Heise.
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Einzig ein einsamer, machtloser
EU-Datenschützer hat etwas gegen die Ausbeutung des neuen
»Rohstoffs«.
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Zwei weitere Heise-Artikel zum Thema Smart-Meter:
»Verbraucherschützer untermauern ihre
Kritik an intelligenten Stromzählern« (mit Umfrageergebnissen) und
»Schweiz: Ungeklärte Fragen zur
Einführung von Smart Metern«
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Heise berichtet, wie die
Geschäftsmodelle hinter dem vernetzten Auto aussehen können.
Stichwort: Werbung, neudeutsch Marketing. Als würde der Werbemüll im
Internet, in der Glotze und im wöchentlichen Kasbladel noch nicht
reichen…
EU – Sonstiges
Flüchtlinge
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Die Obergrenze für Flüchtlinge wird in Kürze kommen, da bin ich mir
jetzt ganz sicher. Warum? Weil der Zentralrat der Juden das gefordert
hat. (Zeit, Spiegel).
»Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des ›Islamischen
Staates‹ und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber
entstammen sie Kulturen, in denen der Haß auf Juden und die Intoleranz
ein fester Bestandteil ist«, so Schuster. »Denken Sie nicht nur an die
Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den
Umgang mit Homosexuellen.«
Wehe, die Pegida oder die AfD hätten das gesagt. Wär da wieder ein
Aufschrei durchs Land gegangen.
Meine Wenigkeit denkt da auch nicht nur an die Juden, sondern auch an
die anderen »Ungläubigen«, an »westliche« Lebensweise und andere
Errungenschaften der Aufklärung, wie zum Beispiel Atheismus.
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Integration, wie sie wirklich stattfindet: Kriminelle Familienclans aus dem Nahen Osten werden in die
Finanzhaushalte von Bund, Länder und Gemeinden integriert. So gut,
daß sie sogar den Drogenhandel dafür aufgeben. Vielen Dank, Frau
Merkel!
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Ein Erklärungsversuch, warum es in Flüchtlingsheimen zu sexueller
Gewalt gegen Frauen kommt. Kurzfassung: Alleinstehende Frauen haben
keine Ehre, und mit Menschen ohne Ehre kann man nach deren Weltbild
machen, was man will, die gehen eh nicht zur Polizei.
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Interview mit einem Zuwanderungsforscher: »Migration produziert mehr Migration«.Darin sind ein paar
interessante Statements enthalten. Haben wir uns heute eigentlich schon
bei Merkel bedankt?
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Gauweiler verlangt in einem Schreiben nun hochoffiziell von
Bundestagspräsident Lammert, eine Abstimmung der Abgeordneten über die
Flüchtlingsfrage herbeizuführen. Er sieht die Rechte des Bundestags
verletzt und droht mit dem Bundesverfassungsgericht. Dabei werden ihm
gute Chancen zugerechnet, weil das BVerfG in einem ähnlichen Fall analog
entschieden hatte. Aber andererseits wäre das eh nur ein Pyrrhus-Sieg,
denn womit kann man unsere Marionetten-Demokratie denn noch bloßstellen?
(Artikel und Wortlaut bei der Welt).
Sonstiges
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In den USA hat die für Lebensmittel zuständige Bundesbehörde einen
genmanipulierten Lachs zum Verzehr freigegeben. In das Erbgut des Lachses
ist ein Gen eines anderen Fisches eingebaut worden, das den Lachs doppelt
so schnell wachsen läßt (= doppelter Profit!) Das i-Tüpfelchen bei der
Entscheidung ist, daß der Lachs nicht einmal als genmanipuliert
gekennzeichnet werden muß! Dieser »Frankenfish« (wie er in Anlehnung an
Frankensteins Geschöpf getauft wurde) stößt selbst vielen Amerikanern
übel auf. (Engadget, Spiegel, erster und zweiter Stern-Artikel).
Und ratet mal, welches Stichwort ich in dem ersten Leserkommentar zu
einem der deutschen Artikel gelesen habe? TTIP natürlich. Ist mir auch
sofort in den Sinn gekommen. Gemäß der Doktrin müßte der auch hier in
Europa verkauft werden dürfen, natürlich auch ohne Kennzeichnung.
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Weil gerade das Stichwort fällt: Merkel will TTIP unter anderem,
weil es unsere Autoindustrie auch
will. Merkel ist ja offenbar jedem hörig, nur nicht den Bürgern.
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Und zu Fisch und TTIP paßt
Fefes Fundstück: Die World
Trade Organization (WTO) will den USA die Kennzeichnung von
Thunfisch-Dosen (als Qualitätsmerkmal) verbieten, daß deren Inhalt mit
delphinschonenden Methoden gefangen wurde. Warum? Handelshemmnis für
mexikanische Fischer, die nicht mit solchen Fangmethoden arbeiten.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – ein altes Sprichwort und immer noch
wahr. So wird meine interne Liste von Ärgernissen immer länger,
gleichzeitig steigt meine Unlust, darüber zu granteln, denn leider baut das
meinen Frustrationsgrad nicht in dem Maße ab, wie eigentlich erwünscht:
Manchmal erreicht es sogar genau das Gegenteil, wenn ich dann den Unsinn
dieser Welt so geballt sehe!
Überwachung
Ein leider immer mehr umsichgreifender Schwachsinn ist die Überwachung
der Bürger, primär bei der Kommunikation, aber nicht nur. Trotz eben dieser
trifft der zweite Terroranschlag in Paris die Behörden völlig
unvorbereitet. Die ganze Überwachung, von Vorratsdatenspeicherung über das
Analysieren von Social Networks bis hin zum Abschnorcheln aller
Daten an den Datenleitungen, wie sie in Frankreich praktiziert wird – völlig für die Katz! Da
muß man sich schon fragen, was in dem Herr Jörg Radek von der Gewerkschaft
der Polizei vorgeht, wenn er was fordert? Ja!
Den massiven Ausbau der
Vorratsdatenspeicherung! Entweder hat der Mann einen IQ von 10, oder er
hat eine Hidden Agenda, deren Schnittmenge mit dem Grundgesetz, mit
Demokratie, mit Bürgerrechten und Freiheit wohl leer ist. Leider ist Radek
aber nicht allein, wie ein Artikel in der Zeit zeigt. Und in Großbritannien nutzt Cameron
den Terrorakt, um seine Überwachungsphantasien (s.u.) möglichst schnell und
ohne große Diskussion durchzudrücken (Wired, via
Fefe).
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Bundesrat winkt
Vorratsdatenspeicherung durch. Meiner Rechnung nach hätte die VDS im
Bundesrat keine Mehrheit gehabt, wenn sich alle Länder, in denen die
Grünen, Linken und die FDP beteiligt sind, enthalten hätten. Soviel zur
Glaubwürdigkeit der Parteien.
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Natürlich winken die Parteisoldaten
von CDU und SPD die Verlängerung der Anti-Terror-Befugnisse durch.
Genauso wenig unerwartet, daß sie hier und da auch noch ein bißchen
»verbessern«.
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Inzwischen ist man sich einig, daß das Greulich-Gutachten zu den
NSA-Selektorenlisten nichts wert ist (Netzpolitik, Heise,
Zeit). Ich schätze mal, die Opposition wird den Klageweg zur
Einsichtnahme durch die Abgeordneten/Ausschußmitglieder selbst
weiterverfolgen.
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Big Brother wird Wirklichkeit, genau da, wo Orwell es beschrieben
hat. Die britische Regierung plant ein neues
Bürgerbespitzelungsgesetz namens »Investigatory Powers Bill«, das
tief in die Privatsphäre eingreift. Es sollen nicht nur wie bisher
Metadaten aufgezeichnet werden, sondern auch vollständige URLs
sämtlicher besuchter Websites. Ein Feigenblatt, nein, -blättchen,
sorgt dafür, daß nicht jede Behörde die vollständige URL sehen kann,
sondern nur den Domainnamen.
Das ist aber noch nicht alles. Inländische Diensteanbieter müssen
Möglichkeiten schaffen, bei Bedarf auch verschlüsselte Kommunikation
mitzuschneiden, nicht durch Hintertüren in der Kryptographie, sondern
durch geeignete Konzeption darumherum. Für Anordnungen zum Mitschneiden
jedweder Kommunikation soll für alle Beteiligten eine generelle
Schweigepflicht gelten (»Gag Order«), die selbst in Gerichtsverfahren
nicht aufgehoben werden soll. Angeklagte, deren Anwälte, ja nicht einmal
die Richter selbst würden so Kenntnis von dem Einsatz erhalten. Das
hebelt nach Ansicht der Kritiker nicht nur die Rechtsstaatlichkeit aus,
sie macht auch eine (qualifizierte) Diskussion darüber praktisch
unmöglich. Man fühlt sich an das Neusprech von 1984 erinnert! Es lauern
in den mehreren hundert Seiten starken Werk noch viel mehr Schweinereien,
z.B. das legale Hacken von Computern, Routern usw.
Die Gesetzesinitiative wurde übrigens um den Guy Fawkes Day (5.
November) herum vorgestellt. Und die Opposition beklatscht auch noch den
Entwurf. Da kann sich jetzt jeder so seine Gedanken machen…
Hier ein paar Links dazu:
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Es wurde erst dementiert, daß so ein Gesetz kommt (die Links spare
ich mir), dann aber doch offiziell vorgestellt, wie z.B. von
Heise berichtet. Natürlich wird
der Eingriff in die Privatsphäre heruntergespielt. Einige Details sind
zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt. Weitere Details dann u.a. bei
Netzpolitik. Im Heise-Wochenrückblick wird u.a. die Speicherung der URLs
erläutert.
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Kritik an dem neuen Überwachungsgesetz bei Heise.
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Ein FAQ zu dem Entwurf bei The Register, den ich aber für zu unkritisch halte (Google muß
mal wieder herhalten als Vergleich und ist am Ende der Bösere). Die
Leser im Kommentarbereich sehen das wohl ähnlich. Ich bin von ElReg in
letzter Zeit auch etwas enttäuscht – für TPP fanden die nur positive
Worte. Das paßt so überhaupt nicht zu ihrem früheren Image.
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Ein Artikel beim Telegraph, wie die britische Regierung
inländische Firmen zu Abhörschnittstellen zwingen will, via
Fefe. Ebenfalls via
Fefe ein Blogeintrag, was die Schweigepflicht für Konsequenzen hat.
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Kommentar von Patrick Beuth/Zeit: »Eben noch Skandal, morgen schon normal«
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Ein britischer Sicherheitsforscher
demonstriert an sich selbst,
was die URL-Aufzeichnung bedeutet (via
Heise)
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Auch Europol will mehr Überwachung,
speziell von Social Networks. Und die Bundesregierung hat natürlich
auch nichts dagegen.
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Selber will die Bundesregierung auch noch mehr ausspionieren, nämlich mit einer eigenen Abhörbehörde.
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Auch die Industrie will alles ausspionieren und macht selbst vor
kleinen Kindern nicht Halt. Trotz der massiven Kritik (wie berichtet)
bringt jetzt Mattel ihre sprechende
und vor allem lauschende Barbie-Puppe auf den Markt,
rechtzeitig vor Weihnachten. Ich fürchte, viele Eltern sind ignorant
genug und kaufen ihren Töchtern diesen Dreck.
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Continental (früher mal primär Reifenhersteller) will mit seinem
Produkt eHorizon die Autos
untereinander und mit der Cloud vernetzen, natürlich nur zum
Wohle aller. Dazu sollen alle Autos über Mobilfunk mit den
Autoherstellern und über die dann mit dem Rest der interessierten Welt
kommunizieren. Für Datenschutz und Anonymisierung sollen die
Autohersteller sorgen. Und was mache ich, wenn ich denen nicht
traue? Continental meint, jedes Auto bräuchte eine Bandbreite von
1 MBit pro Sekunde, das sind bloß, warte mal, rund ein halbes
Gigabyte pro Stunde!!! Uns soll vorgegaukelt werden, daß man das für
die Übertragung des Straßenzustands, Positionen von Schildern usw.
bräuchte. Da scheint mir aber noch Übertragungskapazität drin zu sein für
vielfältige Überwachung der Insassen (ja, auch mit der Konnotationen
gemeint) – jenseits des Standorts, der natürlich in so einem System
selbstverständlich ist. Verkehrspolizei, Überwachungsbehörden und
Versicherungen reiben sich bestimmt schon die Hände.
Noch sind die Autofahrer einigermaßen skeptisch.
Die Hersteller glauben allerdings, die
Vorbehalte schwinden zu sehen. Hoffentlich täuschen sie sich.
Außerdem hoffe ich, daß das Bundesverfassungsgericht da noch ein Wörtchen
mitredet. Auf den Bundestag brauchen wir aus bisheriger Erfahrung heraus
ja nicht zu setzen.
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Nach der EU will jetzt auch die Bundesregierung ein Register für
ferngesteuerte Drohnen jeglicher Größe. Begründet wird dies mit
Sicherheitsrisiken für Personen allgemein, Schutz der Privatsphäre,
Behinderung von Flugzeugen und Hubschraubern, letzteres speziell auch im
Notfalleinsatz, Schadenregulierung. Modellflieger im Heise-Forum
schreiben allerdings, daß die geltenden rechtlichen Regelungen schon
völlig ausreichen. Vielleicht – so sagt der Verschwörungstheoretiker in
mir – möchte die Bundesregierung auch einfach nicht, daß Drohnen zum
Aufdecken von Skandalen der Politik und Industrie eingesetzt werden, z.B.
bei illegalen Polizeiaktionen während Demonstrationen.
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»Intelligente« Stromzähler: Bundestag will die Lauscher in die Haushalte bringen und will den
Energiekonzernen auch teilweise die Möglichkeit geben, diese gegen den
Willen der Endkunden einzusetzen.
Wieviel der versprochene Datenschutz wert ist, damit beschäftigt sich
ein langer, lesenswerter Artikel bei Golem:
Bei Haushalten, die weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr
verbrauchen, soll der Einbau einer Kommunikationsschnittstelle zudem
nicht verpflichtend werden. Allerdings können die Meßstellenbetreiber
nach eigenem Ermessen ein solches Gateway einbauen und ihre Kunden daran
anschließen.
Dann bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, den
Stromverbrauch sekündlich abzulesen und an eine externe Stelle zu
übertragen. Rein technisch sind die Geräte dazu in der Lage. Doch
gesetzlich ist das nicht erlaubt. Bislang sieht der Entwurf vor, daß die
Smart Meter Gateways nur alle 15 Minuten den Verbrauchswert erfassen
sollen.
Jetzt kann sich jeder selbst überlegen, ob bis zur Verabschiedung des
Gesetzes diese Schranke noch fällt, und falls nicht, ob sie nicht
illegalerweise ignoriert oder nicht einfach ein paar Jahre später
»gelockert« wird. Und inwieweit dort noch Backdoors für Polizei & Co.
eingearbeitet werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn was sagt
das schöne Sprichwort, das ich neulich gelesen habe?
Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Sonstiges aus dem Internet
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Netzneutralität: Kaum hat das EU-Parlament entschieden (Spiegel, Netzpolitik, FAZ), rückt die Telekotz mit ihren Vorstellungen heraus: Wie von
den Kritikern befürchtet, will sie jetzt auch von den Dienstleistern
kassieren (Golem, Spiegel, FAZ). Massive Kritik kommt postwendend zurück (Spiegel, Heise, Netzpolitik, nochmal Spiegel).
Und mittlerweile ist es offiziell:
Die Bundesregierung will auch keine
Netzneutralität. Damit es ist auch klar, daß die Bundesregierung bei
der EU-Entscheidung die Fäden (mit-) gezogen hat. Telekom-Lobbyismus at
it’s best!
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Leistungsschutzrecht: In der EU sind Diskussionen über das
Urheberrecht in Gang gekommen. Noch ist alles sehr vage und nichts
wirklich greifbar. Allerdings lassen ein paar gefallene Aussagen die
einzige Piratin im EU-Parlament aufschrecken: Sie befürchtet, die EU
könne Gefallen am deutschen und spanischen Leistungsschutzrecht finden,
und es gar soweit ausdehnen, daß selbst eine Verlinkung auf Artikel zustimmungspflichtig sein
könnte. Das wäre ein Frontalangriff auf das Grundprinzip des World
Wide Webs. Außerdem hat wohl der EuGH in einem Urteil schon mal
entschieden, daß Links keine Urheberrechtsverletzungen sind. Unglaublich,
diese EU-Dumpfbacken und Lobbyh…ren. Meinen Blog müßte ich dann wohl
zumachen. (siehe auch Original-Blog-Beitrag von der Piratin Julia Reda)
Flüchtlingskrise
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Einer Allensbach-Umfrage zufolge trauen sich 45% der Bürger nicht mehr,
offen ihre Meinung zur Flüchtlingskrise zu sagen. Und welche Meinung sie
sich nicht trauen, öffentlich zu sagen, gibt der Artikel auch ziemlich
klar her…
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55% der Bürger lehnen Merkels Flüchtlingspolitik ab.. Das war vor
dem zweiten Terroranschlag in Paris. Ich traue mich zu wetten, daß dieser
Wert in den nächsten Tagen um etliche Prozentpunkte steigen wird.
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Interview mit dem Chef einer in Braunschweig gegründeten Soko zur
Kriminalität von Flüchtlingen.. Mag sich jeder selber ein Urteil
darüber bilden. Traurig für mich aber auf jeden Fall die Aussage, daß wir
straffällig gewordene Flüchtlinge praktisch nicht loswerden.
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Tausende Flüchtlinge verschwinden auf ihrem Transport innerhalb
Deutschlands oder aus ihren Flüchtlingsunterkünften, berichtet der
Focus. Und die Behörden stehen da wie mit heruntergelassenen
Hosen: Sie wissen nicht, wo sie abgeblieben sind. Aber für Merkel ist ja
alles in Ordnung.
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Flüchtlinge in einer Hamburger Unterkunft haben bei einer
Polizeiaktion die Polizisten angegriffen und gegen die Polizeihunde
getreten. Macht nur weiter so…
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Schweden, das Vorzeigeland in Sachen Asyl, erklärt offiziell die
Kapazitäten für erschöpft (Spiegel, Süddeutsche Zeitung). Ach, schickt sie doch einfach nach
Deutschland, wir haben ja laut Merkel unendliche Kapazitäten…
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Nein, doch, ooooh! Erkenntnis des Innenministeriums: »Dienstleister« verkaufen im Nahen Osten den Flüchtlingen
All-In-One-Lösungen mit gefälschten Pässen und Zeugnissen, speziell
für Deutschland zugeschnitten.
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Der Bundestag bereitet sich schon mal auf die Islamisierung vor und
publiziert alles in Arabisch.
Tatsächlich sind das aber lediglich Informationsseiten, die unsere
Demokratie beschreiben (so, wie sie sein sollte, aber tatsächlich nicht
ist). Ich habe das stichprobenartig durch Rückübersetzung ins Deutsche
via Google getestet. Nichtsdestotrotz hinterläßt das bei mir einen
ziemlich faden Nachgeschmack, daß daneben nur noch Englisch und
Französisch angeboten wird…
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In Duisburg fordert der Integrationsrat gesonderte Schwimmzeiten für
Muslime in den Bädern. Das soll Integration sein? Da haben
selbst die Stadtoberen gezweifelt und dem eine Absage erteilt.
Politik
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Cameron stellt neue Forderungen, inklusive Sonderrechte für
Großbritannien, um in der EU zu bleiben. Liebe Briten, es reicht! Haut
doch endlich ab, vor allem mit Eurem Überwachungswahn Orwellscher
Dimension, und zwar lieber gestern als morgen.
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Der Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens spitzt sich weiter zu,
das katalonische Parlament hat eine Resolution zur Abspaltung
verabschiedet. Ich finde das Thema deshalb so interessant, weil es
die Frage aufwirft, wie weit das Selbstbestimmungsrecht, das Europäer für
alle anderen fordern, denn nun in unseren eigenen Reihen geht. In Bayern
gibt es übrigens angesichts der innerdeutschen Ungerechtigkeit bei der
Flüchtlingsverteilung auch schon erste Politiker, die eine Abspaltung
Bayern fordern.
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Wer sind die nervigsten Lobbyisten zur Aufweichung der
EU-Datenschutzreform? Unter anderem Arvato, eine Bertelsmann-Tochter.
Wenn es bei Euch nicht klingelt: Arvato ist das Unternehmen, dem die
Gematik die Speicherung aller Daten im Zusammenhang mit der
elektronischen Gesundheitskarte anvertrauen will. Gibt es da draußen
einen Bürger, der noch an die Sicherheit dieser Daten glaubt???
Umwelt/Gentechnik
TTIP
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Ein FAZ-Artikel beschwert sich, daß die TTIP-Gegner kein Interesse an
einem Dialog hätten. Kritiker schlügen regelmäßig Einladungen vom
Wirtschaftsministerium zu Hintergrundgesprächen aus. Ja, was sollen
sie denn auch da? Sich von der Sigmar-Gabriel-Propaganda zumüllen
lassen? Zudem kann das Wirtschaftsministerium gar keine Kritik
aufnehmen – wenn es überhaupt dazu bereit wäre –, denn es ist an den
Verhandlungen höchstens indirekt beteiligt. So kann man dann auch
schwerlich von einem Dialog sprechen, liebe FAZ.
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Malmström reagiert wohl ein bißchen auf den Gegenwind und dringt jetzt auf anspruchsvolle Verbraucherstandards. Moment mal,
hieß es nicht dauernd, die Standards würden durch TTIP nicht gesenkt?
Dann ist das doch jetzt das Eingeständnis, daß das alles Lüge war, wie
die Gegner eh schon vermutet hatten. Daher wird das den Widerstand auch
nicht abschwächen können.
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TPP, die pazifische Variante des TTIPs und dessen Vorbild, ist jetzt
veröffentlicht worden, und es scheint so schlimm zu sein wie befürchtet.
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Wie schon mehrfach geschrieben, es gibt bald niemanden mehr aus der
Zivilgesellschaft, der nicht vor TTIP warnt: Nun sind es
Sicherheitsforscher, die ihre Forschung durch die erweiterte Proklamierung von
»Geschäftsgeheimnissen« – durch TTIP möglich gemacht – gefährdet
sehen.
Sonstiges
So, das war’s für dieses Mal – auch, wenn ich immer noch nicht den
ganzen Rückstand abgearbeitet habe!
»Der hohe Zuzug von Menschen aus anderen Weltteilen wird zur
Instabilität unseres Landes führen. […] Wir produzieren durch diese
Zuwanderung Extremisten, die bürgerliche Mitte radikalisiert sich, weil
sie diese Zuwanderung mehrheitlich nicht will und ihr dies von der
politischen Elite aufgezwungen wird. […] Wir werden eine Abkehr vieler
Menschen von diesem Verfassungsstaat erleben.«
Nein, diese Sätze stammen nicht von einer Pegida-Demonstration. Sondern,
laut Welt, von sog. Sicherheitsberatern. Auch wenn sie es
bestreitet, Fakt ist, daß »Mutter«, »Tante« oder »Oma« Merkel, wie sie von
den Flüchtlingen genannt wird, eine Migrationswelle losgetreten hat, deren
Ende noch nicht abzusehen ist. Ein »wir schaffen das« nimmt ihr niemand
mehr ab, die gesamte Regierung irrt planlos umher, aber das darf unter
keinen Umständen zugegeben werden, es würde dem Image der
Staatsratsvorsitzenden schaden. Aber das – die Beschädigung ihres Images –
ist es, was meiner Meinung als allererstes passieren muß: Genauso, wie sich
Merkels »kommt doch, ihr Beladenen« wie ein Lauffeuer verbreitet hat, muß
jetzt die gegenteilige Message verbreitet werden, so klar und einfach, daß
auch derjenige das versteht, der kein Wort Deutsch kann. Und das geht nur
durch einen Rücktritt Merkels, oder, wenn sie nicht freiwillig geht, durch
ein Absägen, unabhängig davon, wieviele Formen ihrer Inkompetenz und die
ihre Junta noch Gründe obendrauf liefern.
Was mich bei der Flüchtlingskrise ganz narrisch macht, ist, daß dauernd
von den syrischen und irakischen Asylanten geredet wird. Wenn man
sich Artikel 16a des Grundgesetzes ansieht, steht dort drin, daß
politisch Verfolgte Asyl genießen. Das sehe ich bei den allermeisten
syrischen und irakischen Flüchtlinge nun wirklich nicht. Sie fliehen vor
dem Krieg, vor den Bomben- und Granatenangriffen, aber nicht, weil sie
individuell von Assad oder vom IS verfolgt werden. Selbst, wenn man es auf
die religiöse Verfolgung ausdehnt, was nicht explizit im Grundgesetz
steht, trifft es bis auf die nicht-moslemischen Minderheiten nicht zu.
Sogar das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge schreibt auf ihren Webseiten:
Allgemeine Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen
oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung
grundsätzlich ausgeschlossen.
Natürlich muß den Menschen aus der Region geholfen werden. Aber es muß
klar unterschieden werden zwischen Asylberechtigten und Flüchtlingen. Es
muß allen Beteiligten klargemacht werden, daß die Syrer, Iraker und
Afghanen Flüchtlinge sind und eben keine Asylberechtigten und sie
daher nicht automatisch ein ewiges Bleiberecht in Deutschland erhalten,
sondern wieder zurück in ihre Länder müssen, wenn die Konflikte befriedet
sind und es gilt, die Länder wieder aufzubauen.
Das wäre übrigens auch eine Möglichkeit, innenpolitisch viel Wind aus den
Segeln zu nehmen, mit dem viele Bürger in die rechte Verzweifelung
getrieben werden. Aber sowohl die Bundesregierung als auch die Opposition
im Bundestag sind entweder zu dumm, diese Unterscheidung zu treffen, oder
sie wollen es nicht, aus welchen Gründen auch immer. Einzig die FDP-APO vertritt ein ähnliches Konzept.
Meldungen zum Thema:
Wir werden belogen!
Um das Problem mit den Flüchtlingen kleinzuhalten, schreckt man auch vor
der Lüge nicht zurück. Hier ein paar Beispiele:
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Die Zahl der Flüchtlinge, die von Anfang September bis Anfang in
Oktober in Deutschland angekommen sind, beträgt nicht, wie offiziell
angegeben, 164.000 Menschen, sondern mit 376.000 mehr als doppelt soviel. Das ist doch eine
verzeihbare Zählungenauigkeit, oder etwa nicht?
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Nicht nur in Thüringen werden Vorwürfe laut, daß die Polizei versucht,
Straftaten, die von Flüchtlingen begangen werden, zu verheimlichen.
Das scheint wohl in Schleswig-Holstein auch zu passieren. Das
ging wohl sogar soweit, daß die Polizei Kieler Nachrichten aufgefordert
haben soll, nicht über die Erkenntnisse der Polizei über die
Flüchtlingskriminalität zu berichten.
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Nach dem Attentat auf die Kölner Bürgermeisterkandidaten Henriette
Reker berichtete das Staatsfernsehen, daß die Bevölkerung daraufhin zu den Wahlurnen geströmt wären, um ein
Zeichen zu setzen. Alles gelogen. Tatsächlich haben die Kölner ein
anderes Zeichen gesetzt: nämlich, daß sie nicht mehr an die Demokratie
glauben: Gerade mal 40% haben gewählt.
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Die ARD räumt ein, daß sie bei der Tagesschau und den Tagesthemen bei den Flüchtlingen
vorwiegend Frauen und Kinder zeigen, was aber nicht den tatsächlichen
Verhältnissen entspricht – es ist unbestritten, daß rund 90% der
Flüchtlinge junge Männer sind.
Selbsterkenntnis ist ja angeblich der erste Schritt zur Besserung. Die
Meldung ist jetzt rund eine Woche alt, und stellt Euch mal vor, was ich
gestern in der Tagesschau gesehen habe: Flüchtlinge, natürlich vorwiegend
Frauen und kleine, traurig dreinschauende Kinder. Da fällt mir wirklich
nur noch dieses eine Wort ein: Lückenpack.
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Das ging durch die Medien, wie der Deutsch-Türke Akif Pirinçci auf der
Pegida-Versammlung zum einjährigen Bestehen bedauert habe, daß die KZs
nicht mehr in Betrieb seien. Dabei wurde bei der Berichterstattung kein
Zweifel daran gelassen, daß er die Flüchtlinge dort habe sehen wollen.
Stimmt halt nur absolut nicht, wie dann hinterher klar wurde, nachdem auch die davor gesagten Sätze
bekannt wurden. Nicht, daß der Vergleich dadurch besser wird. Aber in
den Köpfen vieler Leute ist nun die Falschaussage verankert, und das muß
man der Presse in der Tat vorwerfen!
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Auch IFO-Präsident Werner Sinn entkräftet klar und deutlich die Lüge,
wir könnten mit den Flüchtlingen den angeblichen Fachkräftemangel
beheben. »Er braucht halt Fließband-Arbeiter. Die sozialen Kosten
überläßt er der Gemeinschaft.« sagt Sinn in Hinblick auf eine
entsprechende Äußerung von Mercedes-Chef Zetsche.
Die wahren Absichten werden nun deutlich, wenn die Industrie und die
geschmierten Abgeordneten jetzt anfangen, offen den Mindestlohn in Frage stellen: Druck auf den
Arbeitsmarkt produzieren, um möglichst billig an Arbeitskräfte
heranzukommen. Aufstockungen für die Flüchtlinge und Hartz4 für
gescheiterten Existenzen unter den Bürgern wären die Folgen – dafür
müßten dann wir über die Steuern und Beiträge aufkommen. Neokapitalismus
pur halt.
Und sonst noch…
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Da kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschagen: Merkel
reist in die Türkei und macht einen Deal mit Erdoğan: Er sorgt dafür, daß
weniger Flüchtlinge kommen. Aber für welchen Preis? Erstmal für viel
Geld, dann für eine Eintrittskarte in die EU, und zu schlechterletzt
Erleichterungen für Türken, nach Deutschland zu kommen. Das wird
natürlich unheimlich die Bürger beruhigen, die sich um den Einfluß des
Islams in Deutschland sorgen. Und die EU braucht zudem noch mehr so
Vorzeigedemokraten wie Erdoğan, der
mal ganz schnell mit einem Fingerschnipp einen kritischen Medienkonzern
plattmacht (siehe auch Spiegel). Da wird der Teufel mit dem Belzebub
ausgetrieben! Davon abgesehen hilft dieser Besuch in Selbstdemütigung
auch noch Erdoğan innenpolitisch bei der anstehenden Wahl. Merkel hat – wie
immer – fast alles komplett falsch gemacht. Vielen Dank!
Kommentar dazu auch in der Welt.
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Mal wieder ein Interview mit dem ehemaligen SPD-Bürgermeister von
Neukölln in Berlin: Es gilt das Recht des Stärkeren . Bei dem in dem Artikel
erwähnten Kopftuchstreit kann man zum Beispiel beim Tagesspiegel nachlesen (bitte anschnallen: die Islamistin
versucht tatsächlich, das Tragen des Kopftuchs als Freiheit und
feministische Selbstverwirklichung zu verkaufen!)
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Im Gegensatz zu den vielen Gutmenschen aus der Upper Class, die
abgeschottet in den Villenvierteln bedingungslose und unbegrenzte
Hilfsbereitschaft fordern, kommt von Peter Maffei, der selber einen
Migrationshintergrund besitzt, eine klare Ansage in Richtung der
Flüchtlinge: »Nur wer die Werte der westlichen Gesellschaft akzeptiere, sei
willkommen.«
-
Von den 160.000 in Italien und Griechenland gestrandeten Asylanten, die
auf andere Länder verteilt werden sollen, sind gerade mal 19 in einer PR-Aktion ausgeflogen worden.
-
Schon beginnen die Verteilungskämpfe zwischen den sozial Schwachen und
den Flüchtlingen: Dachauer Tafel will Flüchtlingen kein Essen mehr gegen, da sie im
Gegensatz zu den bedürftigen Bürgern vom Staat mit Essen versorgt
werden.
-
Die Flüchtlinge sind ein Bombengeschäft für die Inhaber abgewrackte
Hotels.
Spiegel-TV ist dieser Sache mal nachgegangen. Anscheinend kann
man in Köln mit einem einzigen heruntergekommenen 40m²-Zimmer, in dem
zwei Eltern mit fünf Kindern hausen, leicht 5.000 Euro pro Monat machen.
Und bei den Bildern sieht es mir nicht danach aus, als gäbe es Room
Service…
-
Welche kulturelle »Bereicherung« Migranten mitbringen, sollten sich speziell die Grünen mal anschauen, die ja sonst so
für die Frauenrechte eintreten. Hirnspagat, kann ich nur dazu sagen…
-
Ein Buchautor schreibt beim Focus, wieso Toleranz gegenüber dem inhärent intoleranten Islam völlig
falsch ist. Er bezieht sich auch auf den Ruf des Muezzin, wie ihn die
Stadt Gladbeck (neben einigen anderen) erlaubt hat:
Der Ruf des Muezzin aber ist weniger »Religionsausübung« als
Herrschaftsanspruch. Er ist das gesungene Glaubensbekenntnis der Muslime
– »Allah ist der Allergrößte. Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer
Allah gibt. Ich bezeuge, daß Muhammad der Gesandte Allahs ist. Kommt her
zum Gebet. Kommt her zum Heil. Allah ist der Allergrößte« – und damit im
Unterschied zu den Kirchenglocken weder eine Zeitansage noch eine
nonverbale Einladung zum Gottesdienst.
-
Die Stadt Hardheim hat einen Leitfaden für die Flüchtlinge
herausgegeben (FAZ, Spiegel). Offenbar haben die Flüchtlinge auf ihrer Flucht so
einige Errungenschaften der Zivilisation verloren, daß das nötig ist (ich
will ihnen ja nicht unterstellen, daß sie sie nie gehabt haben). Man kann
das auch an den unglaublichen Müllbergen sehen, die die Migranten überall
auf ihrem Weg hinterlassen.
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Der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (wegen seiner
Überwachungsphantasien ein »Liebling« von mir), läßt auf N24 seinen Frust über die Flüchtlinge los, der aber sicher nicht
erfunden ist – die Vorwürfe decken sich ja mit anderen Berichten.
-
Ich hatte schon mal von dem Vorschlag der SPD berichtet, daß der Staat
den Flüchtlingen Fahrunterricht bezahlen solle. Die Fahrlehrer nehmen diesen Vorschlag begeistert auf. Ja klar!
Diese Dumpfbacken bei der SPD…
Vorratsdatenspeicherung: When will they learn?
Tja, es wäre ein Wunder gewesen, wäre die Entscheidung am Freitag im
Bundestag anders ausgefallen. Immerhin haben nicht alle SPDler, im
Gegensatz zu den CDU- und CSU-Abgeordneten, ihr Hirn an der Pforte
abgegeben: 50 haben mit Nein abgestimmt oder sich enthalten. Eine Ohrfeige
für Gabriel und Maas, aber halt nicht ausreichend.
Natürlich wurde im Bundestag »debattiert«, aber die Verfechter der
Vorratsdatenspeicherung haben natürlich nur wieder ihre üblichen Lügen
aufgetischt. Wer sich das antun will, kann sich den Live-Blog von Netzpolitik durchlesen. Für einen Befürworter aus den
Reihen der SPD mußte selbst das Charlie-Hebdo-Attentat herhalten, das
sicherlich vieles belegen kann, aber mit Sicherheit nicht den Nutzen
der Vorratsdatenspeicherung (zur Erinnerung: die Täter waren bekannt und
wurden wegen ihres Verhaltens bereits total abgehört – und selbst das hat
kein einziges Leben gerettet. Und zur Aufklärung wurden die bei der
Totalüberwachung aufgezeichneten Daten verwendet und nicht irgendwelche
Vorratsdaten).
Nun muß halt die Vorratsdatenspeicherung wieder vor das
Bundesverfassungsgericht. Mindestens drei Klagen sind in Arbeit: Eine vom
AK-Vorrat, digital courage und anderen Bürgerrechtsorganisationen (man kann
hier mitzeichnen, aber der Server hat evtl. noch Lastprobleme).
Zudem wollen die Grünen klagen sowie Wolfgang Kubiki von der FDP. Bei letzterer Klage könnte ich mir
vorstellen, daß da auch noch ein paar FDP-Kollegen (Baum?
Leutheusser-Schnarrenberger?) mitwirken, aber nicht die FDP als
Partei. Laut einem Heise-Artikel ist
sie wohl immer noch auf der Suche nach einer Position in Sachen VDS, die
Parteiführung ist sich da wohl nicht einig. Verwunderlich ist das ja nicht,
waren die Bürgerrechte bei den Liberalen schon in der letzten
Legislaturperiode mehr Verhandlungsmasse als inhärenter Bestandteil der
Parteigrundsätze.
Bis auf polizeinahe Kreise, denen die nun beschlossene
Vorratsdatenspeicherung nicht weit genug geht, wird die Entscheidung massiv
kritisiert. Heise faßt Stimmen
zusammen.
Weitere Meldung:
-
Zur Verwirrung hat eine Meldung geführt, nach der bei SMS auch die
Inhalte gespeichert werden würden, weil sie angeblich nicht von den
Metadaten zu trennen seien. Unter anderem berichteten die Süddeutsche Zeitung und
Heise. Später kam
Widerspruch von den
Telekommunikationsunternehmen.
Technisch halte ich es für einen ziemlichen Quatsch, daß die Inhalte
sich nicht trennen lassen würden. Andererseits halte ich es nach den
jüngsten Meldungen zu der monatelangen Speicherung von Metadaten »zu
Abrechnungszwecken« für durchaus möglich, daß die Telcos es trotzdem
tun.
-
Die Datenschützer werfen der
EU-Kommission Schizophrenie in Sachen Vorratsdatenspeicherung vor.
Nach dem EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätten sie Deutschland
entsprechend in die Mangel nehmen müssen, haben sie aber nicht. Wundern
tut mich das Verhalten ja nicht: An Recht und Gesetz halten die sich
schon lange nicht mehr, und außerdem sind sie ja klare Befürworter der
Vorratsdatenspeicherung.
EU-Netzneutralität kommt … nicht
Datenschützer sprechen schon von einem Schwarzen Oktober für die
Bürgerrechte. Nach dem Beschluß zur Vorratsdatenspeicherung steht am 27.
Oktober auf EU-Ebene ein Beschluß bevor zur Netzneutralität – oder auch
nicht. Laut Aktivisten ist der Entwurf durch die lobbygetriebene
Kommission und Abgeordneten soweit verwässert worden, daß von der
Neutralität nicht mehr viel übrigbleibt. Mittels vieler Schlupflöcher und
absichtlicher Unklarheiten kann die finanzielle Ausbeutung des Kunden und
des Diensteanbieters (YouTube, Facebook usw.) durch die Netzbetreiber
beginnen. Auch durch die Nichtanrechnung der eigenen Dienste auf die
Datenmenge kann ein Telekommunikationsunternehmen die eigenen Dienste
bevorzugen.
Außerdem legalisiert der Entwurf Internetsperren, die nicht einmal durch
Gesetz oder Gericht festgelegt sein müssen. Das öffnet den Weg nicht nur zu
Porno-Sperren wie in Großbritannien, sondern erlaubt nach meinem
Verständnis auch die Sperrung von Download-Sites auf Zuruf der
Content-Industrie. Vielleicht versteht die EU das unter einem »offenen
Internet«…
Wer sich informieren will oder auch noch aktiv werden will, der sollte
unbedingt »Save the Internet«
besuchen. Dort gibt es auch ein tolles Video (auch direkt bei
YouTube zu sehen), das die
Problematik sehr schön erklärt. Titel des Videos ist übrigens
»Netzneutralität tötet«. Das ist ein u.a. vom EU-Kommissar Oettinger
vorgebrachtes Argument, das sich bei näherer Betrachtung nicht unerwartet
als völlig abstrus herausstellt.
Hintergrund-Artikel gibt es auch bei Futurezone, Golem und Heise.
TTIP
-
Was sagt die EU-Kommissarin Cecilia Malmström, in deren Ressort TTIP
fällt, zu der Demo mit 250.000 Teilnehmern? Festhalten bitte:
»I do not take my mandate from the European people.« Tja, von wem
dann? Aber allemal ein Schlag in unser aller Gesicht! (Independent, via
Fefe)
-
Auch unser TTIP-Minister Gabriel bereitet Deutschland schon mal für
TTIP vor. Er will den Kommunen verbieten, zum Zwecke des
Eigenbetriebs von Energienetzen Konzessionen an die eigenen Stadtwerke
direkt zu vergeben. Stattdessen sollen Ausschreibungen notwendig werden.
Privatisierung der Daseinsvorsorge, wie TTIP es will!
Sonstiges aus dem Internet
-
Eat your own dog food: Das zuständige Gericht hat entschieden, daß
die Polizei, GCHQ und andere britische
Schnüffler sehrwohl auch britische Abgeordnete abhören dürfen. Eine
vor Jahrzehnten getroffene Vereinbarung wurde für ungültig erklärt. Ja,
liebe Abgeordnete, wenn IHR das nicht ändern könnt, wer dann?
-
Datenschützer machen bei Safe Harbor Druck: Der schleswig-holsteinische
Datenschutzbeauftragte mahnt die Unternehmen im Bundesland an, sich
Alternativen zu suchen. Auch auf
EU-Ebene mahnen die Datenschützer eine
Lösung des Problems an.
-
Auch in Australien ist die Vorratsdatenspeicherung beschlossen
worden.
-
Einige haben es kapiert:
Mittelständische Unternehmer speichern
ihre Daten lieber auf eigenen Servern als in der Cloud. Dabei spielt
wohl nicht nur der Sicherheitsgedanke eine Rolle, sondern auch die
Kosten. Hmm, war das nicht immer das Argument der
Cloud-Apostel?
-
Die Franzosen sind ja mittlerweile in einem ähnlichen Überwachungswahn
wie die Amerikaner und Briten, und wollen alle anderen auch noch damit
beglücken: Sie schlagen eine weltweite Datenbank für biometrische Daten der Bürger vor! Ganz
prima Idee, Ihr Idioten! Das spielt dann der EU wieder in die Hände, die
ja eine Fluggastdatenspeicherung mit fünf Jahren Speicherfrist plant.
-
Nicht erst seit dem Flüchtlingszustrom gibt es Haßäußerungen auf
Facebook & Co. sowie im realen Leben, aber sie haben in letzter Zeit
wohl stark zugenommen, was Kleingeister wie Justizminister Maas zum Ruf
nach Verfolgung verleiten läßt. Die ehemalige Richterin des
Menschengerichtshofs, Francoise Tulkens, meint hingegen, die
Demokratie müsse das aushalten, und
warnt, daß die Kriminalisierung von Haßäußerungen, die nicht direkt zu
Taten aufufen, die Meinungsfreiheit aushöhle.
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Wenn Business-Modelle einfach schlecht sind: Der Stern berichtet, wie
Zalando sich mit seinen kundenfreundlichen Regelungen, mit denen sie sich
Marktanteile sichern wollen, selber zugrunde richtet.
Die Presse zerreißt sich gerade das Maul darüber, daß auf der letzten
Pegida-Demonstration ein Teilnehmer einen Galgen mit sich führte, daran
zwei Stricke mit Schildern, die deren Bestimmung für Merkel und Gabriel
erklärten. Von Aufruf zum Mord bis hin zur Volksverhetzung wird von der
Presse da geschrieben. Ich glaube, da gehen einigen die Gäule durch. Wie
das darin eindeutig und gerichtsfest herauszulesen ist, bleibt mir ein
Rätsel. Schließlich sind wir (noch) nicht im Islam, und das war keine
Fatwa. (Falls es jemand tatsächlich noch nicht mitbekommen haben sollte:
Spiegel, FAZ.)
Ich bin gegen Gewalt und ich glaube auch nicht, daß es wirklich etwas
bringen würde, Merkel und Gabriel aufzuhängen. Aber auf der anderen Seite
sehe ich, genau wie dieser Demonstrant, nicht ein, daß Politiker in
Regierungsverantwortung überhaupt nicht für ihre Taten haften. Sei es,
Soldaten für eine völlig illegitime Sache in den Tod zu schicken (z.B.
Afghanistan), Grundrechte deutscher Bürger zu verletzen (z.B.
Vorratsdatenspeicherung), Amtseide zu brechen (Nichtstun bzw. Koorperation
mit einem offensichtlichen Angreifer in der NSA-Affäre), deutsche und
europäische Gesetze brechen (z.B. Griechenland-»Rettung«), die Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit und das Grundgesetz auszuhebeln (Machtübertragung an
die EU, Zustimmung zu Handelsabkommen, die in die Legislative und
Judikative eingreifen wie CETA und TTIP) oder uns sonst wie zu verraten und
zu verkaufen – welche Konsequenzen, ja, welche Haftung droht denn
einem Politiker? Höchstens das vorzeitige Ende ihres Amts (natürlich mit
Erhalt aller bis dahin akkumulierten Versorgungsansprüchen) und vielleicht
einen Makel für den Rest ihres Daseins (so wie bei Schröder), mit dem aber
jeder hartgesottene Politiker leben kann.
Ich kann mich noch gut an einen höchst arroganten Herrn Fischer von den
Grünen erinnern, der in einem Untersuchungsausschuß sinngemäß gesagt hat:
»Schreiben Sie ins Protokoll, der Fischer übernimmt die volle
Verantwortung« – wohlwissend, daß es für ihn nicht die geringste Konsequenz
haben werde. Für alle anderen Menschen – im begrenzten Umfang selbst für
die Bonzen der Großindustrie – gilt: sie müssen für ihre Fehler einstehen,
mit ihrem Vermögen und/oder gar mit ihrer Freiheit. Dieses Ungleichgewicht,
welches die Politiker für sich geschaffen haben, sorgt bei sehr vielen
Menschen für Verdruß, auch bei mir. Deshalb habe ich auch kein Mitleid,
wenn »Spitzen«-Politiker durch solch eine Aktion mal ein bißchen
aufgeschreckt werden und realisieren, daß das alles kein Brettspiel ist –
im Gegensatz zu Kommunalpolitiker müssen sie ja nicht wirklich um ihr Leben
fürchten mit dem ganzen Polizeiapparat um sie herum.
PS: Ich hoffe, die Politik versucht jetzt nicht, in ihrem Kontrollwahn
das bei Kindern beliebte Galgenmännchen-Spiel verbieten zu wollen…

TTIP-Demo Berlin
Wow. Das war schon gigantisch. Laut Veranstaltern eine Viertelmillion,
laut Polizei, die Demos immer kleinzählt, bloß 150.000 Teilnehmer. Aber
selbst das wäre immer noch dreimal soviel, wie am Anfang geschätzt. Die
Wahrheit wird wohl eher in Richtung Veranstalter sein – von der Siegessäule
bis zum Brandenburger Tor soll alles voll gewesen sein, und das ist schon
ein ganz schönes Stück Weg. Daneben gab es noch schönes, sonniges Wetter
und eine herbstliche Stimmung. Da haben sich das Aufstehen um 4 Uhr morgens
und 1.000km Fahrerei doch gelohnt…
Der einzige wirklich üble Moment war wohl der Redebeitrag von Gesine
Schwan am späten Nachmittag. Ich habe ihn leider/zum Glück nicht gesehen,
da ich da schon wieder in Richtung Heimat unterwegs war. Als Mitglied einer
SPD-Kommission hat sie einen Standpunkt vertreten, der auch aus dem Mund
von Gabriel hätte stammen können – im wesentlichen ein Ja zu TTIP und CETA
mit ein paar kleinen Änderungen. Zwar haben auch manch andere Redner nicht
unbedingt ein Ende von der Verhandlungen gefordert, aber im Gegensatz zu
Schwan doch nicht mit herber Kritik gespart. Entsprechend wurde sie
ausgebuht und nach ein paar Irritationen ihrerseits hat sie dann schnell
mit ihrer Rede schlußgemacht. Selbst mit Wulff und Gauck im Hinterkopf
können wir nur in die Hände klatschen, daß dieser Kelch – Schwan als
Bundespräsidentin – an uns vorbeigegangen ist. Wer sich den Redebeitrag
antun will, kann sich ihn auf
YouTube
anschauen.
Auch wenn TTIP bislang geheim ist und außer Industrievertretern und ein
paar Antidemokraten aus der europäischen und deutschen Regierungsbürokratie
niemand Details kennt, zeigen andere ähnliche »Freihandels«-Abkommen die
klare Richtung auf. Dank einem Wistleblower und Wikileaks wissen wir jetzt
zumindest, was in einem Kapitel von TPP, dem transpazifischen Bruder von
TTIP, drinsteht. Es geht hierbei um Urheberrechte/»Intellectual
Properties«. Erste Analysen zeigen, daß
sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten: Das amerikanische
Urheberrecht, Ergebnis jahrzehntelanger Lobbyarbeit von MPAA & Co. im
korrupten und unterwanderten amerikanischen Regierungssystem, wird allen
anderen an TPP beteiligten Staaten praktisch übergestülpt. Es ist nicht
gerade unwahrscheinlich, daß dies in den anderen Teilen von TPP so ähnlich
aussieht. Neuerdings nennt man das übrigens Lawfare, wie ich
kürzlich gelernt habe – ein Kofferwort aus »Law« und »Warfare« für die
Kriegsführung mit juristischen Mitteln.
Vorratsdatenspeicherung
Festhalten, liebe Leute, diese Woche soll laut Golem (siehe auch Netzpolitik, Heise) die
kranke Vorratsdatenspeicherung durch das Parlament gejagt werden, dank
Sigmar Gabriel und seinem Lakaien Heiko Maas. Von den gleichgeschalteten
Parteisoldaten im Bundestag ist wie üblich kein nennenswerter Widerstand zu
erwarten. Trotz der massiven Kritik aus allen Teilen der Gesellschaft,
trotz offensichtlicher Verfassungswidrigkeit und Verstoß gegen EU-Recht
sind nur ein paar unwesentliche Änderungen an dem originalen Entwurf
gemacht worden – ein wahrlich »vorbildliches« Gesetzgebungsverfahren. Wir
singen: Wer hat uns
verraten…
Ich hoffe inständig, daß der AK-Vorrat, Grüne und Linke ihre Klagen schon
fertig haben. Schön wäre es, wenn die Gegner einen Eilantrag stellen und
das Bundesverfassungsgericht mitspielt. Nachdem Deutschland so viele Jahre
ohne Vorratsdatenspeicherung ausgekommen ist, sollte es ihm bei der
Abwägung nicht schwerfallen, das Gesetz erst einmal auszusetzen, zudem das
Bundesverfassungsgericht wohl auch nicht sonderlich mag, wenn die Regierung
sein Urteil dermaßen ignoriert.
Sonstiges aus der IT-Welt
-
Netzpolitik hat einen großartigen Pressespiegel mit dutzenden
Artikeln und Kommentaren aus Deutschland und Europa zu der Absage des
Europäischen Gerichtshof an das Safe Harbor-Abkommen zwischen EU und USA
publiziert.
-
Angeblich hat Obama Abstand von einer Zwangshintertür für die
Geheimdienste bei kryptographischen Algorithmen genommen.
Nichtsdestotrotz drängt seine Administration auf eine »freiwillige
Zusammenarbeit« der US-Großkonzerne wie Google, Apple, Fratzenbuch und
Microsoft mit den Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden – und
meiner Ansicht nach werden die auch gehorchen. Berichte bei
Heise und Engadget.
-
Sonst nerven sie bis zum Abwinken, aber wenn mal das Einschreiten
deutscher Behörden gebraucht wird, versagen sie. So haben sie und auch
diverse Kinderschutzorganisationen die Einspruchsfrist bei ICANN gegen
die neue Top-Level-Domain von dem Süßigwarengiganten Ferrero schlichtweg
verschlafen, sodaß es demnächst schön
viel Werbung für Nutella, Überraschungseier, Schokoriegel und –bonbons
unter .kinder geben wird.
TTIP
DEMO AM NÄCHSTEN SAMSTAG IN BERLIN – 11:00 UHR HAUPTBAHNHOF
50.000 Demonstranten werden erwartet. Damit das erreicht wird, müßt auch
Ihr dorthin kommen! Alle Informationen
hier! Laut Veranstaltern soll der
BDI rund um den Demonstrationsbereich Plakatflächen angemietet haben und
mit Pro-TTIP-Plakaten beklebt haben lassen. Peinliche und vor allem unnütze
Aktion – wer sich die Mühe macht, zur Demo zu kommen, wird sich von ein
paar dümmlichen Plakaten nicht beeindrucken lassen.
-
Bei der Unterschriftenaktion wurden mittlerweile 3,2 Millionen
Unterschriften gesammelt. Am Mittwoch, den 7.10. – ein Jahr nach dem
Start der Aktion – wurden die
Unterschriften symbolisch der Kommission übergeben. Ob sie und die
Demo eine Wirkung haben, wird sich zeigen.
-
Bei der Zeit versucht sich ein Autor mit Panikmache. Der Plot:
Jetzt, wo die Verhandlungen über das amerikanisch-australisch-asiatische
TTP abgeschlossen sind, gerät Europa ins Hintertreffen, wenn es nicht
TTIP abschließt. Tatsächlich nur dummes Blabla. Die Leser-Kommentare sind
mal wieder deutlich interessanter als der Artikel selbst.
Datenschutz: Der »Sichere Hafen« wurde vom EuGH-Tsunami weggespült!
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Safe Harbor-Abkommen der EU
mit den USA gekippt, es ist null und nichtig. Das Gericht hat sich der
Meinung des Generalanwalts angeschlossen. Die Entscheidung ist wie eine
Bombe eingeschlagen; man ist dabei, die Konsequenzen abzuschätzen. Die
EU-Kommission, Facebook & Co. versuchen, das herunterzuspielen, dagegen
wittern nicht nur Datenschützer eine Chance: Letztendlich könnte das auch
enormen negativen Einfluß auf die CETA-, TTIP- und TISA-Verhandlungen
haben. Speziell bei letzterem Abkommen wird ja gemutmaßt, daß es u.a. den
uneingeschränkten Datenfluß zwischen den Kontinenten und zwischen
Unternehmen ohne Rücksicht auf den Datenschutz erzwingen soll.
An dieser Stelle meinen Dank an Max Schrems und (wiederholt) an Edward
Snowden, was immer auch jetzt für Konsequenzen gezogen werden (oder
auch nicht)!
-
Erste Meldungen: Spiegel, Heise, Golem, Netzpolitik
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Die EU-Kommission wiegelt ab:
Man sei ja sowieso dabei, den Datenschutz zu verbessern und alle könnten
so weitermachen wie bisher. Hallo?
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Natürlich auch Facebook.
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Die Vereinigten Staaten sind
zutiefst enttäuscht, daß es in Europa noch Bürgerrechte gibt.
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Der Spiegel sieht in dem EuGH-Urteil auch eine Blamage für
Merkel, weil sie nach den Snowden-Enthüllungen die Hände in den Schoß
gelegt und nichts für den Schutz der Bürger getan hat.
Der Gerichtshof verweist in seiner Mitteilung in seltener Klarheit auf
Grundrechtsverletzungen durch die US-Geheimdienste: Sowohl der
massenhafte Zugriff auf personenbezogene Daten als auch die Tatsache,
daß EU-Bürger nicht einmal juristisch dagegen vorgehen können,
verletzten »den Wesensgehalt« von gleich zwei Grundrechten.
Aber ihr Maul in der Flüchtlingsdebatte aufreißen und dort mit den
Grundrechten wedeln, das kann sie…
-
Die Heise-Redaktion beschäftigt das Thema sehr, vier Beiträge sind dazu
bislang erschienen:
-
Patrick Beuth von der Zeit schreibt von einem Monster, das das EuGH erschaffen habe. In
seinem eigentlich ganz guten Artikel meint er, daß das Urteil die
Wirtschaft vor unlösbare Probleme stellt. Meiner bescheidenen Meinung
nach hat er damit prinzipiell schon recht, nichtsdestotrotz verwechselt
er Ursache und Wirkung. Das Monster sind die, die jahrzehntelang auf den
Bürgerrechten herumgetrampelt haben, und das EuGH hat denen nun offiziell
die Maske entrissen, obwohl es eh jeder wußte – der Kaiser ist nackt…
Vorratsdatenspeicherung
Still im Hintergrund, verdeckt erst durch die Griechenland- und jetzt
durch die Flüchtlingsdebatte, kocht das giftige Süppchen weiter.
-
Im Bundestag gab es eine Anhörung von Experten zur
Vorratsdatenspeicherung. Die Mehrheit dieser Experten waren dafür. Wie
kommt das? Die Experten werden von den Parteien vorgeschlagen, und die
Anzahl der Vorschläge hängt natürlich von der Fraktionsgröße ab. Und jede
Partei wählt natürlich solche Experten, die auf ihrer Linie sind.
Nichtsdestotrotz hat sich Netzpolitik viel Mühe gemacht und ein
detailliertes Protokoll dieser Anhörung erstellt. Heise
betrachtet trotz der beschriebenen Majorität
die Luft für die
Vorratsdatenspeicherung als sehr dünn. Hoffen wir, daß sie zu dünn
ist.
-
Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung brauchen wir eigentlich nicht,
denn wir haben sie schon. Der Spiegel hat herausgefunden, daß die Mobilfunkunternehmen teilweise die Verbindungsdaten
(inklusive Aufenthaltsort) bis zu sechs Monate speichern, um
untereinander die geführten Gespräche zwischen Nutzern aus verschiedenen
Netzen abrechnen zu können. Davon unabhängig ist, ob der Anrufer eine
Flat-Rate hat oder nicht. Und die Behörden dürfen darauf auch noch
zugreifen! Eine
Übersicht zeigt die Speicherdauern bei den deutschen Providern.
In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, daß die
Bundesdatenschützerin Voßhoff mit dieser exzessiven Speicherung keine
Probleme hat – im Gegensatz zu ihrem Vorgänger. Das macht die
zwischenzeitlich aufgekeimte Hoffnung in ihre Kompetenz wieder zunichte.
Denn für mich als Verbraucher ist es unerheblich, auf welcher
Rechtsgrundlage die Behörden auf meine Daten zugreifen können. Man kann
nicht gegen die VDS sein, aber das hier akzeptieren!
(Heise-Meldung hier, aber
ohne nennenswerten Informationsgewinn)
-
Ein Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung geht auf das
zusätzliche Gesetz gegen Datenhehlerei ein, das im Gesetzespaket
enthalten ist, aber mit der Vorratsdatenspeicherung eigentlich relativ
wenig zu tun hat. Der Autor – ein ehemaliger wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts – sieht darin den Versuch, ein
Anti-Whistle-Blower-Gesetz durch den Bundestag zu schmuggeln, und
betrachtet das als gefährlichen Angriff auf Demokratie und
Pressefreiheit.
-
Es gibt bald niemanden mehr – außer den Polizeigewerkschaften –, der
sich nicht gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen hat. Hier ein Protest der Berliner Berufskammern.
Überwachung allgemein, Bürgerrechte
-
EU-Datenschützer lehnt europäische
Fluggastüberwachung (PNR) ab. Leider hat der aber auch nur ähnlich
wenig Einfluß wie seine deutschen Kollegen…
-
Ein Artikel bei Heise geht auf die Datengier und Vorgehensweise des
britischen GCHQ ein und bezeichnet es als
»weltgrößte
Überwachungsmaschine«.
-
Eine US-amerikanische Organisation, »Committee to Protect Journalists«
sieht die Pressefreiheit in Europa
bedroht. Der Quellenschutz sei in Gefahr (bei uns auch durch die
geplante VDS, siehe oben). Was sie auch sagt: Man kann den Mangel an
Pressefreiheit in totalitären Staaten nicht anprangern, wenn man sie
selber nicht in vollem Umfang gewährt.
-
Selbst der Europarat erkennt, daß unsere Geheimdienste völlig außer Kontrolle sind – nur unsere
Regierungen nicht. So hat der
Bundesrat gerade erst neue Geheimdienstbefugnisse beschlossen. Danke,
Ihr I…
-
Golem berichtet: Die meisten Deutschen (77%) wollen kein »vernetztes«
Auto, bei dem Nutzerdaten zu den Autokonzernen geschickt werden, wie eine Umfrage ergab. Das ist auch den Konzernen klar, deshalb
fordern sie vom Staat eine Verpflichtung zur Weitergabe der Daten. Ich
glaube, das wird ein weiteres Beispiel, bei dem wir den großen Einfluß
der Wirtschaft in der Politik erleben dürfen. Noch sträuben sich die
Politiker, aber wie sieht das in ein paar Monaten, Jahren aus? Bei der Vernetzungspflicht als solche gibt es schon
Teilerfolge.
Weiteres aus der Computerwelt
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Apple schmeißt eine Applikation aus ihrem App-Store, die Informationen
zu Drohnenangriffen der USA darstellt. Wie pervers und degeneriert ist
ein Unternehmen, das die Taten des eigenen Landes als so anstößig
betrachtet und deshalb die Wahrheit wegzensiert? Das sind
Verhältnisse wie in China, Nordkorea, Iran oder Saudi Arabien. Bericht
bei Golem.
-
Nicht nur der Bundestag, auch der Bundesrat steht unter der Knute der
Lobbyisten: Dieser versucht, die Abschaffung des Router-Zwangs zu
verhindern.
-
Kann man sich in USA damit brüsten? Charly Fiorina, Ex-Chefin von HP und nun Präsidentschaftskandidatin,
ist stolz auf ihre Unterstützung der NSA während ihrer Zeit als
CEO.
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75% der Deutschen sind für Netzneutralität, so eine Umfrage von Abgeordnetenwatch. Somit ist wiedermal
bewiesen, daß unser Vertreter in der Regierung wieder mal alles tun,
außer uns zu vertreten. Denn mit aller Vehemenz versuchen sie – inklusive
der Marionette Oettinger (auch vom IQ her) –, im Aufrag von Telekom &
Co. die Netzneutralität auf EU-Ebene zu verhindern.
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Leistungsschutzrecht: Oh my god! Das Deutsche Patent- und Markenamt hat jetzt die Anzahl Wörter
festgelegt, die noch kostenfrei zitiert werden dürfen: Sieben, unter
Ausschluß der Suchbegriffe. Der von VG Media geforderte Tarif sei zudem
zu hoch und wurde etwa halbiert (siehe auch Heise). VG Media glaubt jetzt ernsthaft, von Google Geld zu bekommen. Aber die
Signale von Google sind relativ eindeutig: Sie werden nicht zahlen.
Derweil erscheint am Horizont die Silhouette einer europäischen Variante des Leistungsschutzrechts (mit freundlicher
Unterstützung der Großverlage). Noch ist da aber nichts entschieden.
-
Urheberrecht: Offenbar greift die
Bundesregierung die Ideen der Expertengruppe zur Reformierung des
Urheberrechts auf, über die Heise neulich berichtet hatte (siehe mein
Posting vom 6. September). Nicht unerwartet maulen die Verleger kräftig
herum, geht es schließlich an ihre Pfründe.
-
Mit der Umorganisation von Google und Gründung des Dachunternehmens
»Alphabet« ändert Google nun auch sein Motto. Es heißt jetzt nicht mehr
»don't be evil«, sondern »do the right thing« (Engadget, Golem). Was »richtig« ist, ist natürlich deutlich dehnbarer, als
was »nicht böse« ist. Aber Google behauptet, daß das alte Motto sowieso immer falsch verstanden wurde und nur aus
einem Witz heraus entstanden sei.
Sonstiges
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Nun steht auch Frau Doktor von der Leyen im Visier der
Plagiatsjäger. Ja, wer immer so g'scheit und geleckt auftritt wie
sie, zieht diese Leute magisch an. Ich gönne es ihr.
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Es gibt eine Menge, was mich an Rauchern stört. Eine Sache ist, daß die
meisten ihre Kippen überall in die Walachei schmeißen (was sie ja
sicherlich bei sich zuhause auch nicht tun). Neben der Brandgefahr im
Sommer ist es einfach eine Sauerei, nicht zuletzt, weil die Stummel
ziemlich langsam verrotten, und, wie ich in dem folgenden Artikel gelesen
habe, dabei auch noch Gifte in den Boden und das Grundwasser abgeben.
Deshalb finde ich gut, daß Paris drakonische Strafen – 68 Euro – für Kippenwegwerfer
einführt. Sollte man überall machen.
-
Selten hat es jemand so klar gesagt wie der Anwalt des Axel Springer
Verlags in einem Verfahren gegen Browser-Adblocker: Die wirklichen Kunden von Bild & Co. sind die Werbekunden, nicht
die Leser. Der Primitivtext und die Bildchen barbusiger Frauen
(»Journalismus« im Sprachgebrauch des Anwalts) sind lediglich ein Vehikel
für das Geschäftsmodell. Aber bei vielen anderen Verlagen wird es nicht
anders sein.
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Gentechnik: 19 EU-Staaten wollen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
verbieten, einschließlich Deutschland. Dank der lobbygetriebenen
Gesetzgebung in der EU dürfen sich die Monsantos dieser Welt entscheiden,
ob sie sich fügen oder nicht. Soviel zur Souveränität in Europa… Ach ja,
das Verbot heißt natürlich nicht, daß bei uns der Genfraß nicht auf den
Tisch kommt (siehe Link am Ende des Artikels).
-
Wiedervereinigung: Offiziell wurde die DDR aufgelöst und in die
Bundesrepublik integriert. War es tatsächlich vielleicht doch
andersherum? Es gibt offenbar ein paar mehr Leute, die diese These
beschäftigt, als ich dachte. Einen Stern-Autor gehört dazu, und er hat jede Menge Indizien dafür
sammeln können.
-
Warum sollte in Sachen Klüngelei die EZB in der EU eine Ausnahme sein?
Karriere macht, wer Vitamin-B hat.
Das Sommermärchen ist vorbei. Bei nicht wenigen Bürgern verschwindet die
(wie auch immer geartete) Euphorie und sie kommen langsam wieder auf den
Boden der Realität zurück. Manche Journalisten wollen sich das aber immer
noch schönreden, wie zum Beispiel im Stern. Anläßlich der 25 Jahre
Wiedervereinigung schrieb dort einer, man müsse das, was man bei der
Wiedervereinigung geleistet habe, wiederholen. Aber erstens hatten wir die
gleiche Sprache, die gleiche Kultur und (fast) die gleiche Geschichte –
etwas, was für das Verhältnis zwischen Deutschen und Flüchtlingen überhaupt
nicht zutrifft. Und zweitens sind wir selbst nach 25 Jahren nicht
wiedervereinigt – das Ost-West-Denken ist auf beiden Seiten noch tief
verwurzelt. Drittens haben wir Immigrierte, die schon viel länger im Land
sind als 25 Jahre und die sich nicht integriert haben, sondern sich
stattdessen hier ihre Parallelgesellschaften aufgebaut haben, weil sie mit
den Deutschen an sich gar nichts zu tun haben wollen. Die Befürchtung, daß
viele Flüchtlinge das auch nicht wollen, ist nicht unbegründet. Soetwas gab
es bei der Wiedervereinigung jedoch nirgendwo.
Meldungen zu dem Thema:
-
Mittlerweile ist eine knappe Mehrheit der Bürger unzufrieden mit der
Situation und hat Angst. (siehe auch Focus). Das sind 33% bzw. 13 Prozentpunkte mehr als vor drei
Wochen. Was die Integrierbarkeit in den Arbeitsmarkt betrifft, gehen aber
viele Deutsche noch der Staats- und Industrie-Propaganda auf den Leim:
58% meinten, daß die Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt gebraucht würden.
Die haben noch nichts davon gehört, daß mindestens 90% der Flüchtlinge auf Hartz IV angewiesen sein
werden (siehe auch Meldungen weiter unten).
-
Allein im September sind 280.000 Flüchtlinge ins Land gekommen
(siehe auch Welt). Bei unserer Propagandasendung Tagesschau wurde natürlich
nur die untere Grenze von 200.000 genannt – klingt gleich halb so
schlimm, oder?
-
Die Bild-Zeitung will ein geheimes Regierungspapier in die Hand
bekommen haben (Paywall, daher Alternativquelle). Demnach rechnet man mittlerweile mit 1,5
Millionen Flüchtlingen dieses Jahr. Das halte ich allerdings für zu
wenig. Laut Aussage kommen zur Zeit täglich 6.000‒10.000 Flüchtlinge über
die Grenze. Wenn das bis zum Jahresende so weitergeht, dann sind das
allein im vierten Quartal eine halbe bis eine ganze Millionen
Flüchtlinge.
Auch gibt es erstmals eine Aussage über den potentiellen Nachzug. Man
rechnet mit vier bis acht Familienmitgliedern, die pro anerkannten
Flüchtling zusätzlich ins Land kommen. Müssen wir also mit einer
zweistelligen Millionenzahl rechnen, Frau Merkel?
Die Aussagen wurden zwar von der Bundesregierung nicht bestätigt, aber
auch nicht dementiert.
-
Eine weitere Studie demaskiert das Lügenmärchen von den gut
ausgebildeten Flüchtlingen, das uns wochenlang mantra-artig
eingetrichtert wurde: »Die meisten Kriegsflüchtlinge haben keine Berufsausbildung«,
heißt es darin. Die Qualifikation ist nicht nur deutlich niedriger als
der Deutschen, sondern auch viel niedriger als die der in Deutschland
lebenden Ausländern.
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Ein Beitrag in der FAZ schließt an die Problematik an und fragt
ironisch, ob die ankommenden Syrer, Pakistani usw. den Berliner Flughafen fertig bauen und Deutschland wieder den
Anschluß an die Hochtechnologie, z.B. bei Computern, Kameras und Telefone
bringen werden. Es bleibt aber nicht bei der Ironie, es ist ein
kritischer Artikel gegen die Regierung und Industrie.
Zum Thema Selbstverständnis der Flüchtlinge und das Verhältnis
Islam/Grundgesetz gibt es ein massives Ansteigen von Meldungen.
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Selbst Innenminister de Maizière klagt über das schlechte Benehmen
und Undankbarkeit der Flüchtlinge. Ebenso halten er und andere
Politiker es für notwendig zu sagen, daß bei uns das Grundgesetz über der
Religion steht (Welt, Spiegel).
Wenn ein Innenminister das tun muß, dann gehe ich mal davon aus,
daß die tatsächliche Lage noch viel schlimmer ist und das nur die Spitze
des Minare…, äh, Eisbergs ist.
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Nach der öffentlichen Entrüstung der CDU-Politikerin Klöckner über
einen Imam, der ihr nicht die Hand reichen wollte, meldeten sich Hunderte
von Frauen bei ihr, die sich auch von Moslems diskriminiert fühlen und ähnliche
Mißachtungen erlebt haben.
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Dazu paßt die Meldung, daß eine Flüchtlingsfamilie lieber in der
Notunterkunft bleibt, als sich von einer Maklerin bei der Wohnungssuche helfen zu
lassen. Da die Maklerin auch gleichzeitig eine CDU-Lokalpolitikerin
ist, mußte sie sich anschließend von den Gutmenschen im Netz als Nazi-Schlampe beschimpfen lassen. Aber das ist sicherlich etwas
ganz anderes als die Haß-Postings der Gegner, über die sich Minister Maas
& Co aufregen.
-
Es gilt ja als politisch inkorrekt, als Deutscher dem Islam etwas
anderes als Friedfertigkeit zu attestieren. Und wenn er es doch tut, wird
ihm die Unkenntnis und Fehlinterpretation des Koran vorgeworfen (neben
rechter Gesinnung). Da ist es doch immer wieder erfrischend, wenn Leute,
die im islamischen Kulturkreis aufgewachsen sind, kein Blatt vor den Mund
nehmen. So auch der Ägypter Hamed Abdel-Samad, der in einem lesenswerten
Interview mit der Welt den Werdegang Mohammeds beschreibt und letztendlich zum Schluß kommt,
daß er ein Massenmörder und kranken Tyrann sei. Die mordenden
Terroristen könnten sich daher zu recht auf ihn und seine Religion
berufen, sagt er.
In einem TV-Interview, daß er N24 gegeben hat, bezweifelt er zudem, daß die angekommenen Flüchtlinge sich überhaupt
integrieren wollen.
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Der ach so friedvolle Islam in den Flüchtlingsunterkünften:
Christen unter den Flüchtlingen trauen sich nicht mehr, sich zu ihrem
Glauben zu bekennen, werden zum Gebet an Allah und Frauen zusätzlich zum
Tragen von Kopftüchern genötigt.
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Weiteres Beispiel für eskalierende Zustände: Hamburg
Nachtrag: Weiter geht’s! Wieder in Hamburg und neu in Braunschweig. Mehrere Hundert Flüchtlinge prügeln sich.
Festgenommen werden jedoch nur wenige.
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Polizeigewerkschaft beklagt Respektlosigkeit der Flüchtlinge vor der
Polizei und befürchtet Bildung von Clans (wie wir sie schon von
»etablierten« Immigranten, z.B. in Duisburg Marxloh, kennen).
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Leute haben Ortschilder mit Aufklebern überklebt, auf denen arabischen
Begriffe stehen sowie »ehemals ‹Ortsname›« darunter. Der Stern-Artikel sowie andere Artikel, die ich gelesen habe, geben
nicht her, was die arabischen Texte bedeuten – ob es eine
lautschriftliche Umschreibung des Ortsnamen ist oder etwas anderes. Auf
den Aufklebern befindet sich zudem ein »Refugees welcome«-Logo. Man kann
nun nur mutmaßen, ob das eine Aktion verbrämter Gutmenschen ist oder eine
False-Flag-Aktion der anderen Seite…
-
Niederländischer Moslem initiiert Petition gegen das Oktoberfest, weil es intolerant und
anti-islamisch sei. Der Focus hält es wohl eher für einen Scherz. Na hoffentlich…
-
Wow. Fefe würde jetzt schreiben, daß der Zensor wohl gerade pinkeln
war. Das Staatsfernsehen (ARD) zeigt »zur Einstimmung« Merkel im
Tschador im Hintergrund. Das hätte ich von Merkels Steigbügelhalter
Rainald Becker nicht erwartet. Wahrscheinlich ist Merkel für ihn
mittlerweile zu weit links.
Regierung ist natürlich not amused…
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Interview von N24 mit Politologen Werner Patzelt: »Nie gefragt, ob wir Einwanderungsland werden wollen«.
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Captain Obvious: Wo eine Not ist, da gibt es Leute, die das ausnutzen:
Wohn-Container-Hersteller verzehnfachen ihre Preise.
-
Zwangskündigungen zur Unterbringung von Flüchtlingen: Neben dem
sozialen Sprengstoff, der sich darin verbirgt, betrachten die meisten
Juristen das als illegal. Ein Anwalt beantwortet dem Focus häufige Fragen.
Überwachung & Co.
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Ja, endlich. Die Opposition hat sich nun entschieden, die Herausgabe
der Selektorenliste gerichtlich zu erzwingen, wie
Heise und Golem berichten. Da die Klage viel als geheim eingestuftes
Material beinhaltet, ist die öffentliche Version stark geschwärzt. Die
Klage mußte deshalb auch persönlich einem Verfassungsrichter übergeben
werden.
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Durch Lobbyarbeit hätte der niederländische Chiphersteller NXP (der aus
dem Philips-Konzern ausgegliedert wurde) beinahe erreicht, daß jedes
»Internet-of-Things«-Gerät staatlich eine eindeutige und unveränderliche
ID bräuchte, angeblich der Sicherheit wegen, was aber natürlich sofort
auch eine Überwachungsmöglichkeit wäre. Und NXP würde die Chips dazu
liefern. »Ein Ausweis für jeden vernetzten Toaster?« tituliert Zeit-Autor
Kai Biermann, der regelmäßig hervorragende Artikel schreibt. (via
Netzpolitik).
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Ein Update zu den Smart-Metern: So wie es aussieht,
wird die angebliche Nicht-Pflicht zum
Einsatz dieser Überwachungs- und Geldabsauggeräte von Gabriels
Ministerium immer weiter aufgeweicht. In einem Kommentar im Forum las
ich zudem, daß im Gegensatz zu den alten Ferrariszählern die
elektronischen Zähler statt 16 Jahre nur 8 Jahre Eichfrist haben, und
diese nicht wie bei den alten durch eine »Gruppeneichung« (was immer das
auch ist) verlängert werden kann. Sie müssen dann ausgetauscht werden.
Und wer wird es bezahlen? WIR!
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Wie Heise berichtet, bahnt sich
in USA eine Entscheidung des Präsidenten an, ob amerikanische Unternehmen
gezwungen werden, Hintertüren in kryptographischen Produkte
einzubauen.
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Davon abgesehen baut die USA den Überwachungsstaat weiter aus:
Die Behörden fangen an, massiv
biometrische Daten ihrer eigenen Bürger zu sammeln. Fingerabdrücke
bekommen sie durch Hintergrundchecks, die bei vielen Jobbewerbungen von
den Firmen gemacht werden. Auch Fotos, die zur Gesichtserkennung genutzt
werden können, werden nun verstärkt gesammelt.
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Wie Einschränkungen bei Kryptographie aussehen könnten, das zeigte sich
gerade in Indien. Dort sollte die Nutzung von Kryptographie nur noch zusammen mit einer
90 Tage währenden Speicherpflicht für die Klartexte erlaubt werden.
Bevor ich das jedoch bloggen konnte, kam die Meldung herein
(Heise, Netzpolitik), daß die indische Regierung aufgrund massiver
Proteste dieses Vorhaben erstmal zurückgezogen hat.
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Wieder einmal hat der BND ganz versehentlich wichtige, höchst wahrscheinlich
kompromittierende Daten gelöscht, die Teil einer einer öffentlichen
Untersuchung war. Diesmal sind’s – ratet mal! – Selektorenlisten. Noch
schlimmer ist, daß die damit durchkommen werden!
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Österreich hat, wie hier auch schon berichtet, vor nicht allzu langer
Zeit Netzsperren gegen Sites, die urheberrechtlich geschütztes Material
illegal anbieten, eingeführt. Das Online-Magazin Futurezone kommt zum
Schluß: »Verlierer auf allen Fronten«. Einzig Rechtsanwälte würden sich
freuen…
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Safe Harbour nennt sich das Abkommen zwischen der EU und den
USA, das amerikanischen Unternehmen – unter Auflagen – erlaubt, Daten
europäischer Nutzer in den USA zu speichern. Von Datenschützern wurde das
von Anfang an kritisiert, aber spätestens seit der NSA-Affäre ist klar,
daß das ein reines Placebo zum Täuschen der europäischen Öffentlichkeit
ist und absolut nichts schützt. Bei dem mittlerweile beim EuGH
angekommenen Verfahren eines Österreichers gegen Facebook spricht der
Generalanwalt das erstmals direkt aus und nennt das Abkommen ungültig.
Sollte sich das Gericht dem anschließen, müßten dann endlich die
Konsequenzen gezogen werden, vor denen sich sowohl die deutsche Regierung
als auch die EU in ihrem Duckmäusertum gedrückt hatten. Berichte bei
Heise, Süddeutscher Zeitung und FAZ.
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Weil wir gerade bei den Amerikanern sind: Die Großunternehmen tun ja
ständig so, als stünden sie auf Seiten der abgehorchten Bürger. Ist aber
nicht so. Stattdessen lobbyieren sie gerade ein Gesetz namens
CISA, das ihnen Immunität für
eine Zusammenarbeit mit den Staatsorganen geben soll. Mit dabei sind
Apple (die ja immer besonders kundenorientiert tun), Microsoft, Adobe,
Symantec und IBM. (via
Fefe)
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Wenn Politiker einmal eine Richtung eingeschlagen haben, dann legen sie
Scheuklappen an und lassen sich von nichts und niemanden mehr vom Kurs
abbringen. Diesmal bei dem stark kritisierten
WLAN-Gesetz (siehe auch Golem, Zeit).
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Den Ochs in seinem Lauf… Was für das erwähnte WLAN-Gesetz oder
auch die Maut und und und gilt, gilt natürlich im besonderen auch für die
Vorratsdatenspeicherung. Die EU stößt sich einerseits an dem Verbot der
Datenspeicherung im Ausland, aber auch bürgerrechtsbezogen u.a. an der
Miterfassung der Kommunikationsdaten von Berufsgeheimnisträgern, an dem
fehlenden Nachweis des Nutzens und an der unklaren Regelung zur Nutzung
der Daten. Aber da die EU ja insgeheim ein Freund der Überwachung ist,
will sie nicht dagegen klagen. Und die Bundesregierung schert sich
sowieso einen Dreck um die Kritik. Golem, Netzpolitik, Heise.
Flüchtlinge
-
Die Kirchen sind ja auffällig unauffällig im Flüchtlingsgeschehen. Die
Zeit meint, die Kirche könnte da deutlich mehr tun aufgrund ihres Reichtums –
natürlich, wenn man zu den Gutmenschen zählt, was die Kirchenvertreter
i.a. sind.
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Ich finde es immer wieder gut, wenn Politiker auf die
Lebenswirklichkeiten treffen, und zwar unerwartet: Imam verweigert der CDU-Politikerin Julia Klöckner den
Handschlag. Gut, würde ich auch tun, aber nicht, weil sie eine Frau
ist. Damit es klar ist: der Imam ist nicht einer der Flüchtlinge, sondern
gehört zu einer islamischen Gemeinde, die bei den Flüchtlingen mithilft.
Man kann an den Fingern abzählen, welches Weltbild diese Gemeinde den
islamischen Flüchtlingen vermitteln will. Das schafft selbst Klöckner und
fordert jetzt ein Gesetz zur Integrationspflicht (was immer sie auch
darunter versteht).
-
Es hat sich sogar schon bis zum Bund herumgesprochen, daß sich viele
Flüchtlinge als Syrer ausgeben, nachdem sie ihre Papiere entsorgt haben
und sich ggf. sogar neue, gefälschte Papiere besorgt haben (Reporter haben das selbst in 40 Stunden für 750€ geschafft).
Angeblich will die Bundesregierung im Asylverfahren genau prüfen,
ob die Asylbewerber tatsächlich Syrer sind, wie sie vorgeben. Dazu sollen sogar Fachleute herangezogen werden, die Sprechproben
analysieren. Nachdem aber die Politik jetzt erst in Erwägung zieht,
einen Täuschungsversuch des Bewerbers als Disqualifikation zu werten,
ordne ich das mehr in die Schublade »Beruhigungspropaganda« ein. Weitere
Berichte im Kontext auch bei der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel.
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Wie schon berichtet, gibt es in Deutschland eine Menge Profiteure der
Flüchtlingskrise. Der Spiegel hat eine kleine Übersicht zusammengestellt.
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Die spinnen, die Sozen! Die Schwachmaten von der SPD fordern ernsthaft
von Verkehrsminister Dobrindt, daß Flüchtlinge ihren Führerschein auf Arabisch machen können sollen.
Das ist einerseits kontraproduktiv, denn es gibt kaum jemanden, der die
Beherrschung der deutschen Sprache nicht als oberste Priorität ansieht,
und so ein Angebot torpediert das und fördert gerade das Entstehen von
Parallelgesellschaften. Andererseits stellt sich die Frage, warum die
gerade eingetroffenen Flüchtlinge Führerscheine brauchen und wer ihnen
das finanzieren soll. Wir Steuerzahler als Willkommensgeschenk? Und ein
Auto gleich dazu, oder wie?
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Mal ein seltener Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sein
Geld vermutlich wert ist: Eine halbstündige Sendung beschäftigt sich mit
Parallelgesellschaften und Nicht-Akzeptanz des Grundgesetzes unter dem
Titel »Massenflucht – Toleranz für
reaktionären Islam(ismus)? – Ein Staat – Zwei Welten?«.
-
Apropos ÖR: Die GEZ will mal wieder Beiträge von gerade angekommenen Flüchtlingen
kassieren.
-
Ein kanadischer Fernsehkommentar
zu Merkels Antwort, wie man der Islamisierung Deutschlands begegnen
kann (das war der – fahle – Witz, doch mehr in die Kirche zu gehen).
Selbsthaß, Selbstpeinigung für die Taten der Nazis – das ist die
Schlußfolgerung des Kommentators. Er wundert sich auch, daß die deutschen
Medien das mehr oder weniger einfach so im Raum stehen lassen. Auch wenn
der Kommentator sich als Jude outet und damit eine natürliche Antipathie
gegenüber Moslems nicht unwahrscheinlich ist, finde ich die Argumentation
durchaus nachvollziehbar.
-
Allerdings versagen die Medien in Deutschland nicht gänzlich. So gibt
es doch durchaus kritische Artikel, z.B. beim Spiegel (»Die Vertrauensfrage«), bei der Welt (»Merkel ruiniert Europa«) oder bei der FAZ (»Merkels Worte und Taten«, »Es gilt das Grundgesetz«). Und die Zahl solcher Artikel
wächst.
-
Auch in Frankreich ärgert man sich massiv über Merkel, sowohl in der
Politik als auch im Volk, wie die Süddeutsche Zeitung zu berichten weiß.
-
Die FAZ versucht sich in einer Zusammenfassung der Fakten über die
Flüchtlingskrise. Aber viel neues bringt sie nicht, unter anderem
auch deshalb, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die
Flüchtlingszahlen wie Staatsgeheimnisse behandele, wie der Autor
schreibt. Dann kann man ja davon ausgehen, daß alles noch viel schlimmer
ist, oder warum haben sie sonst etwas zu verbergen?
-
Willkommensgruß von der Zeit an die Flüchtlinge – in Deutsch, Englisch
– und
Arabisch. Ist es eine Frage der Zeit, wann das Blatt
hauptsprachlich in Arabisch erscheint? (pun intented…) Foristen
bemängeln an diesem Gastkommentar eines muslimischen Weltenwanderers so
einiges, insbesonders die fehlende Ermahnung, daß Frauen, inklusive
Ehefrauen, Töchter und Schwestern, hier in Deutschland gleichberechtigt
sind.
-
Was es doch für »nette« Zeitgenossen unter den Flüchtlingen gibt:
Sie nutzen geschickt die Unkenntnis ihrer Leidensgenossen am
Fahrkartenautomaten aus und ziehen ihnen das Geld aus der Tasche.
Noch ein bißchen schlimmer? Ok: 13jähriges Flüchtlingsmädchen wird im Flüchtlingsheim
vergewaltigt. Solche Leute heißt Merkel willkommen…
Dagegen ist es ja schon absolut harmlos, einfach mal die Notbremse im Zug zu ziehen, weil man ein anderes Ziel
hat und sich der Registrierung entziehen will.
Im Fall der Vergewaltigung wollte die Polizei sogar verhindern, daß die
Presse Wind davon bekommt. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
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Allgemein sind wohl Übergriffe von Männern auf Frauen und Mädchen in
den Flüchtlingsheimen an der Tagesordnung, wie ein ernüchternder Artikel im Focus schreibt. Weiter berichtet
er:
…»Die Leute sind so ganz anders als wir«, sagt eine der beiden
freiwilligen Helferinnen. Viele Dinge würden sie ganz anders betrachten,
manche Regeln bei uns ignorieren, und irgendeine Form von Dankbarkeit
sei auch nicht zu verspüren…
Klar, wieso sollte man auch den Ungläubigen dankbar sein!
…daß junge Männer aus Afrika nachmittags beim Fußballtraining der
Mädchen zuschauen und obszöne Gesten zu den Kindern machen, ohne daß
irgendeine Behörde einschreitet…
…Viele kommen ohne jegliche berufliche Qualifikation…
-
Was die staatliche Täuschung über die tatsächlichen Verhältnisse
betrifft: In München werden bald viel weniger Flüchtlinge ankommen. Ebbt
der Strom etwa ab? Nein, es wird jetzt von der Bundespolizei anders
gezählt!
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Die Bundesregierung spricht ja geflissentlich auch nur von der Zahl der
Flüchtlinge, die dieses Jahr in Deutschland ankommen. Die EU hat
jetzt aber die Katze aus dem Sack gelassen: Sie geht davon aus, daß mindestens 5 Millionen in die EU kommen werden. Bei
den jetzigen Verteilungsverhältnissen kann man sich ja ausrechnen, was
das für Deutschland bedeutet.
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De Maizière hat eine weitere, ewig wiederholte Behauptung der Politik
als Lüge enttarnt. Ist schon die Blase geplatzt, daß die Flüchtlinge
den angeblichen Fachkräftemangel beheben könnten, erklärt er nun, daß die
Flüchtlinge auch nicht das demographische Problem der Überalterung und
Schrumpfung der Bevölkerung lösen könne.
-
Noch ein Offenbarungseid, der die bisherigen Eingeständnisse nochmal in
den Schatten stellt: Arbeitsministerin Nahles rechnet mit gerade mal 10% der
Flüchtlinge, die qualifiziert genug sind, um sich in die Arbeitswelt
integrieren zu lassen. Und in diesen 10% sind noch die jungen
Menschen dabei, die eine Ausbildung beginnen könnten, also der
Gesellschaft auf Sicht nur Geld kosten. Effektiv also eine einstellige
Prozentzahl. Damit wird das ganze Gerede von dem positiven Effekt für die
Wirtschaft und die Altersstruktur (aus dem das Rentenproblem entsteht)
endgültig als völlig haltlos demaskiert.
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Die Zustimmung zu Merkels Flüchtlingspolitik scheint zu kippen. Waren
es letztens zwei Drittel der Bevölkerung, die das ganz toll fanden,
so ist jetzt der Anteil auf unter die Hälfte gefallen.
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Auch innerparteilich kommt Merkel immer weiter in Kritik. Laut einem
Tweet reagiert diese mittlerweile ziemlich patzig:
Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind
sie halt da.
Mal sehen, ob das dem Bürger auch egal ist…
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Die Stimmung weiter anheizen werden die ersten nun stattfindenden
Verteilungskämpfe, die schon länger vorhergesagt, aber bislang immer
bestritten wurden. Nicht nur die Enteignung von leerstehenden gewerblichen Immobilien steht
unmittelbar bevor, sondern es wurden jetzt auch den ersten Mietern von Sozialwohnungen gekündigt, damit dort
Flüchtlinge einziehen können (befragte Rechtsanwälte sehen das jedoch als
illegal an – mal sehen, was die Gerichte sagen werden).
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Von FDP-Lindner kommt nach langem Schweigen auch mal ein klares Wort
als Entgegnung auf die blöden Sprüche der Gutmenschen, daß sich
Deutschland verändern müsse, und positioniert sich damit irgendwo in der
Mitte.
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Wie die EU so langsam an dem Flüchtlingsproblem zerbricht…
TTIP
Wohl auf Druck der Gegner will Cecilia
Malmström bei den Schiedsgerichten nachbessern und ein unabhängiges
Gericht mit zwei Instanzen schaffen. Einerseits ist jedoch die Zustimmung
der amerikanischen Seite völlig unklar, andererseits lassen sich die Gegner
davon nicht beeindrucken oder gar spalten. Sie fordern zu recht weiterhin
das sofortige Einstampfen von TTIP & CETA.
Auf nach Berlin am 10. Oktober!
Sonstiges
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Tja, das von den Bürgern noch hochgeschätzte Bundesverfassungsgericht
ist auch nicht mehr, das, was es einmal war, wie wir jetzt schon mehrfach
schmerzlich feststellen mußten. Das setzt sich leider fort: Die Linke forderte mehr Oppositionsrechte bei Vermittlungsausschüssen
ein und verlor. Auch die ÖDP klagte, und zwar gegen die
Parteienfinanzierung, und verlor. Laut Stern-Blog das Kernargument der Richter: »Die ÖDP habe
die von ihr angegriffene Praxis ja ›jahrelang hingenommen‹, ihre Klage
komme zu spät.« Wow!
-
Womit Genderisten sich so beschäftigen: Mit dem Ausschluß von Leuten
aus den eigenen Reihen. Wenn man versucht, die Begründung syntaktisch und
semantisch zu lesen (was die Welt getan hat), sieht man, wie durchgeknallt die
sind.
-
Nachdem kürzlich der Schriftdesigner Hermann Zapf starb, ist jetzt ein
anderer großer (bzw. noch größerer) Schriftdesigner von uns gegangen:
Adrian Frutiger.
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Mit welchen kranken Hirnen der Westen – auch Deutschland – Geschäfte
macht, wird mal wieder überdeutlich: Saudi Arabien will einen jungen Mann köpfen und kreuzigen, weil er
mit 17 Jahren an einer Demonstration teilgenommen hat.
-
Ich hatte ja schon mehrfach von dem Jura-Professor geschrieben, der
amerikanischer Präsident werden will, um die USA demokratischer zu
machen. Hier ein Interview mit Ars Technica.
Flüchtlingsdrama
-
Merkel läßt sich von den Flüchtlingen feiern wie ein Popstar,
Selfies mit inbegriffen. Und dann der Spruch: »Das Grundrecht auf Asyl
kennt keine Obergrenze« – oh doch, es gibt sie – siehe Edward
Snowden!
Blödes Geschwätz! Das ist soetwas von opportunistisch und einfach nur
noch widerlich. Sie muß es ja nicht zahlen, und sie wird auch für die
anderen Konsequenzen nie zur Rechenschaft gezogen werden (außer einer
Abwahl vielleicht). Außerdem kann man damit wunderbar von allen anderen
Problemen, wie die Griechenlandkrise oder die NSA-Affäre, ablenken. Da
kommt natürlich so ein Spruch leicht von den Lippen.
Aber angeblich steht ja die Mehrheit der Deutschen dahinter. Aber was
heißt das schon? Solche Begeisterung – wenn auch in anderer Richtung –
hatten wir ja schon mal. Das ist wohl das Wesen des Deutschen.
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So ähnlich sieht das der Kabarettist und Deutsch-Türke Serdar Somuncu
(bekannt auch aus der Heute-Show): Er rechnet mit der Politik und den
Gutmenschen ab und bezeichnet das als Selbstdarstellungsspektakel.
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Interessant ist, daß selbst der Zentralrat der Muslime die Einwanderung
der arabischen Glaubensbrüder und -schwestern kritisch sieht. Sein
Vorsitzender, Aiman Mazyek, findet ziemlich klare Worte:
»Aber was ist mit denen, deren Einbürgerung noch in ferner Zukunft
liegt? Auch die sollten schnell lernen, wie ich eine Fahrkarte ziehe,
mein Kind in der Schule anmelde, aber auch, was ein Rechtsstaat mit
Religionsfreiheit ist, und daß der respektvolle Umgang mit der großen
Gruppe der Nichtgläubigen eine völlige Selbstverständlichkeit
ist.«
»So wie wir sagen, daß rechtsradikale Gewaltexzesse nicht zu
Deutschland gehören, müssen und werden die Flüchtlinge die
elementaren Spielregeln unseres Landes verinnerlichen, sonst gehören sie
auf Dauer nicht hierher. Dazu gehört, daß Konflikte aus den
Heimatländern hier nicht ausgetragen werden. Das ist existenziell, um
den Frieden zu sichern.«
(Ich störe mich zwar an dem Begriff »Nichtgläubiger«, aber sei’s
drum!)
In einem Zeit-Artikel wird er ähnlich zitiert: »Jene, die meinen, hier
in Deutschland ihre Konflikte auszutragen, die haben sofort ihr Recht,
hier zu weilen in Deutschland, verwirkt. Die haben hier nichts zu
suchen.«. Es müßten klare Regeln für die Neuankömmlinge aufgestellt
werden.
Er hat auch angeregt, das Grundgesetz ins Arabische zu übersetzen und
es den Flüchtlingen in die Hand zu drücken. Ersteres ist wohl nicht
nötig, wie die Zeit anmerkt, denn es ist beim Bundestag bestellbar. Das
hilft aber nicht, wenn es dort liegenbleibt.
Ich weiß ja beim Mazyek nie so recht, woran ich bin, wenn er mal im
Fernsehen an einer Talkrunde teilnimmt. Meint er es mit seinen eher
liberalen Äußerungen ernst oder ist er bloß ein Wolf im Schafspelz? Egal
wie, ich glaube, die Äußerungen sind nicht ganz uneigennützig. Denn es
ist klar, daß wenn es hier rund geht, dann wird nicht mehr groß
unterschieden.
Solche klaren Worte hätte ich übrigens auch von unserer Bundesregierung
erwartet. Aber es wird lediglich ein bißchen im Bundestag darüber – mit ein
paar »man muß«-Statements – debattiert, was aber bei den Flüchtlingen
definitiv nicht ankommt, da sie weder Bundestags-TV sehen noch Spiegel,
FAZ oder die Zeit lesen. Der Artikel erwähnt übrigens, daß den Grünen
jetzt das Licht aufgeht, von dem ich in meinem vorletzten Blogeintrag
schrieb: Nämlich, daß das Verständnis der herbeigesehnten Flüchtlinge für
Gleichberechtigung und Homosexualität wohl diametral zu dem der Grünen
stehen wird.
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Mit der Frage, wie man die syrischen Moslems zur Staatstreue statt zur
Religionstreue bewegen kann, beschäftigt sich auch dieser Zeit-Artikel. Es werden u.a. muslimische Sozialarbeiter
vorgeschlagen, aber es schwingt da ein gehöriges Maß Mißtrauen mit – ob
man damit nicht den Bock zum Gärtner macht…
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Um die Chancen für ein Asyl in Europa zu erhöhen, konvertieren viele Syrier vor ihrer Abreise noch schnell zum
Christentum, bevor sie sich auf den Weg machen, denn dann sind sie ja
religiös verfolgt. Hmm, und wenn Asyl gewährt wurde, was dann? Kommt dann
die Rolle rückwärts?
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Flüchtlinge: Goldrausch in Deutschland.
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Die Linke ist bedauerlicherweise manchmal die einzige Partei, die
Wahrheiten ausspricht: USA sind der Hauptverursacher des Syrienkonflikts. Aber Moral ist
ja eh kein Ding der USA, deshalb werden auch nur ein paar Tausend Flüchtlinge aufgenommen. Der Artikel
schreibt noch von ein paar Hundert, aber mittlerweile hat die USA die
Zahl etwas erhöht. Nichtsdestotrotz bleibt das ein lächerliches
Feigenblatt und ein Armutszeugnis.
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Dazu paßt eine
Verschwörungstheorie von Fefe
zu dem Syrienkonflikt., auch wenn ich sie nicht wirklich glaube
(außer den Teil mit der Pipeline).
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Der Spiegel versucht der Frage nachzugehen, warum die Flüchtlingszahlen gerade so hoch sind.
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Über einen Forumsbeitrag bei der Zeit habe ich diesen Kommentar über das Flüchtlingsdrama gefunden. Ich weiß
zwar nicht, wo der Autor politisch steht, aber ich kann seiner Kritik
weitestgehend zustimmen – wie das Drama von unseren Politikern
ausgeschlachtet und gar forciert wird – was er als Rechtsbruch sieht –,
wie die Medien das auch noch unterstützen und wie das auch von dem IS
ausgenutzt werden könnte.
Letzteres finde ich auch einen nicht uninteressanten Aspekt. Man kann
die Islamisierung, wie sie im Koran geboten wird, auch so vorantreiben,
indem man sie zur Flucht in die Diaspora treibt. Die eingebürgerten
Flüchtlinge zu radikalisieren und die Machtübernahme vorzubereiten, kann
man sich für später aufheben.
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Ramelow will den Solidaritätszuschlag für die Flüchtlinge
ausgeben. Wie schön man doch das Geld der anderen ausgeben kann…
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Langsam rasten sie völlig aus. Alle Vorschriften und Verordnungen, mit denen der Staat uns Bürger
seit Jahren quält, werden plötzlich irrelevant. Und studieren wollen,
aber kein Zeugnis (mehr) haben? Kein Problem! Also: Beim Abi
durchgefallen? Ab unter die Sonnenbank, Haare schwarz färben, kaputte
Klamotten anziehen und in München Pasing in die S-Bahn Richtung
Hauptbahnhof einsteigen. Dann klappt das schon mit dem
Medizinstudium!!!
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Angeblich versehentlich hat die Bundesregierung eine Quasi-Amnestie bis Ende des Jahres für Vergehen gegen das Asyl- und
Aufenthaltsrecht geschaffen. Einmal mit Profis arbeiten!
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Merkels uneingeschränktes Gutmenschentum geht langsam der CSU auf den
Geist (siehe auch hier):
Am deutlichsten äußerte sich Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich:
Die Entscheidung, Flüchtlinge aus Ungarn unkontrolliert und
unregistriert ins Land zu lassen, sei »eine beispiellose politische
Fehlleistung« der Bundesregierung und werde »verheerende
Spätfolgen« haben, sagte der CSU-Politiker der »Passauer Neuen
Presse«.
Angesichts Zehntausender Flüchtlinge, die sich unkontrolliert und
unregistriert durch Deutschland und Europa bewegten, beklagte der
frühere Bundesinnenminister: »Wir haben die Kontrolle verloren.«
Friedrich warnte davor, daß IS-Kämpfer und islamistische Schläfer
mit den Flüchtlingen unbemerkt ins Land kommen könnten. »Ich bin
jedenfalls überzeugt, daß kein anderes Land der Welt sich so naiv und
blauäugig einer solchen Gefahr aussetzen würde«, kritisierte
Friedrich.
Ich mag Friedrich zwar nicht sonderlich, aber da muß ich ihm recht
geben.
-
Das ZDF macht jetzt bei der Schmierenkommödie mit. »Weitere
Sendungen wie diese brauchen wir nicht«, schreibt der Kommentator…
Nachtrag: Noch deutlicher ist die Kritik der FAZ, wobei der ZDF-Spezial-Abend letztendlich nur ein
Aufhänger für eine umfassende Kritik an Merkels scheinheiliger
Asylpolitik ist.
Interessante Positionen:
TTIP
Überwachung, Datenschutz & Co.
-
Presseverbände und TV-Sender
protestieren gemeinsam gegen die Vorratsdatenspeicherung und
Kriminalisierung von Wistleblowern. Was meinen Sie dazu, Frau Merkel?
Was? Sie müssen weg? Ein neuer Flüchtling ist gerade in München
angekommen?
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In einer (unverbindlichen) Resolution fordern die EU-Parlamentarier ein
Ende der Massenüberwachung und den Schutz von Wistleblowern, wie The Register berichtet.
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Datenschutzabkommen mit den USA zum Austausch von Ermittlungsdaten
unterschriftsreif. Erstmals sollen Europäer Klagerecht in den USA
bekommen. Ich fürchte aber, daß da vieles Negative drinsteht, was uns
nicht erzählt wird. Denn die Amerikaner gehen nicht aus Verhandlungen,
ohne daß sie einen großen Vorteil für sich herausgeholt haben.
Nachtrag: Artikel von Heise: »Keine Höchstspeicherfristen, aber Einschränkungen
bei der Einsichtnahme«.
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Wie schon mehrfach berichtet, kämpft Microsoft darum, in Irland
gespeicherte Daten nicht an die amerikanische Justiz bzw. Geheimdienste
weitergeben zu müssen. Jetzt ist das Berufungsverfahren offiziell
eröffnet worden (Ars Technica, Politico, Heise).
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Ähnlich versucht Apple, Daten nicht
herausgeben zu müssen, die sie auch gar nicht hat, weil die Daten auf
den Endgeräten ver- und entschlüsselt werden und Apple die
kryptographischen Schlüssel nicht kennt. Letztendlich führt das zu der
Frage, ob amerikanische Unternehmen gezwungen werden können,
Hintertürchen in die Applikationen und Protokolle für den amerikanischen
Überwachungsstaat einzubauen.
-
Die schweizer Regierung will die Überwachungsbefugnisse ihrer
Geheimdienste stark ausweiten. Dagegen regt sich Widerstand, eine
Kampagne für ein Referendum ist geplant.
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Leistungsschutzrecht: Die VG Media hat vor dem Bundeskartellamt
die nächste Abfuhr erhalten, wie
Heise und Golem berichten. Googles Verhalten sei nachvollziehbar und
legitim. Für den vorgebrachten Wettbewerbsnachteil sei nicht Google
verantwortlich, sondern das Leistungsschutzrecht. Allerdings hätte wohl
das Bundeskartellamt Bedenken gehabt, hätte Google die durch VG Media
vertretenen Verlage komplett ausgelistet.
Sonstiges
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Opferrolle: Muslimische Flugbegleiterin fühlt sich diskriminiert, weil sie
wegen ihrer religiös motivierten Weigerung, alkoholische Getränke an die
Fluggäste auszuschenken, suspendiert wurde. Zufällig gleichzeitig
berichtet Fefe von einem
Papier, das über den Wandel von einer »Ehrenkultur« über eine
»Würdekultur« zu einer »Opferkultur«, wie sie im obigen Fall gerade
gepflegt wird (Feministen sind darin auch ganz stark), referiert.
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Nachlese zu dem Hart-aber-fair-Aufguß zur Genderdebatte von Jan
Fleischhauer: »Unsere deutschen Kreationisten«
-
In letzter Zeit wird ja häufiger über Facebook-Kommentare berichtet,
die Flüchtlinge (aber nicht nur) auf die übelste, menschenverachtenste
Art und Weise beschimpfen. Als Gegenbewegung ist jetzt ein Trend der
»Gutmenschen« entstanden, der menschlich nicht besser ist. In einer Form
von Mobbing-Lynch-Justiz werden die Autoren der Haß-Kommentare demaskiert
und bei ihren Arbeitgebern angeschwärzt mit dem Ziel, daß sie ihren
Arbeitsplatz verlieren. Fefe
berichtet von dem mir bislang unbekannten Phänomen und bringt auch
noch einen Link zu einem Interview mit Udo Vetter (Lawblog) über diesen Schwachsinn.
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Ein weiteres Gutachten wirft dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen
Marktverzerrung und Preisabsprachen vor. Es geht es um die
Tochterfirmen von ARD und ZDF, die den freien Markt kaputtmachen.
Korruption ohne Ende in diesem Sauhaufen.
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Lawrence Lessig hat genug Geld gesammelt für seine
Präsidentschaftskandidatur (über die ich berichtete).
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Der Brexit wird wahrscheinlicher, die Stimmung ist gekippt. Das Flüchtlingsdrama dürfte daran
beteiligt sein und das wird sich bis zur geplanten Abstimmung nächstes
Jahr nicht entschärfen lassen.