Vorratsdatenspeicherung: When will they learn?
Tja, es wäre ein Wunder gewesen, wäre die Entscheidung am Freitag im
Bundestag anders ausgefallen. Immerhin haben nicht alle SPDler, im
Gegensatz zu den CDU- und CSU-Abgeordneten, ihr Hirn an der Pforte
abgegeben: 50 haben mit Nein abgestimmt oder sich enthalten. Eine Ohrfeige
für Gabriel und Maas, aber halt nicht ausreichend.
Natürlich wurde im Bundestag »debattiert«, aber die Verfechter der
Vorratsdatenspeicherung haben natürlich nur wieder ihre üblichen Lügen
aufgetischt. Wer sich das antun will, kann sich den Live-Blog von Netzpolitik durchlesen. Für einen Befürworter aus den
Reihen der SPD mußte selbst das Charlie-Hebdo-Attentat herhalten, das
sicherlich vieles belegen kann, aber mit Sicherheit nicht den Nutzen
der Vorratsdatenspeicherung (zur Erinnerung: die Täter waren bekannt und
wurden wegen ihres Verhaltens bereits total abgehört – und selbst das hat
kein einziges Leben gerettet. Und zur Aufklärung wurden die bei der
Totalüberwachung aufgezeichneten Daten verwendet und nicht irgendwelche
Vorratsdaten).
Nun muß halt die Vorratsdatenspeicherung wieder vor das
Bundesverfassungsgericht. Mindestens drei Klagen sind in Arbeit: Eine vom
AK-Vorrat, digital courage und anderen Bürgerrechtsorganisationen (man kann
hier mitzeichnen, aber der Server hat evtl. noch Lastprobleme).
Zudem wollen die Grünen klagen sowie Wolfgang Kubiki von der FDP. Bei letzterer Klage könnte ich mir
vorstellen, daß da auch noch ein paar FDP-Kollegen (Baum?
Leutheusser-Schnarrenberger?) mitwirken, aber nicht die FDP als
Partei. Laut einem Heise-Artikel ist
sie wohl immer noch auf der Suche nach einer Position in Sachen VDS, die
Parteiführung ist sich da wohl nicht einig. Verwunderlich ist das ja nicht,
waren die Bürgerrechte bei den Liberalen schon in der letzten
Legislaturperiode mehr Verhandlungsmasse als inhärenter Bestandteil der
Parteigrundsätze.
Bis auf polizeinahe Kreise, denen die nun beschlossene
Vorratsdatenspeicherung nicht weit genug geht, wird die Entscheidung massiv
kritisiert. Heise faßt Stimmen
zusammen.
Weitere Meldung:
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Zur Verwirrung hat eine Meldung geführt, nach der bei SMS auch die
Inhalte gespeichert werden würden, weil sie angeblich nicht von den
Metadaten zu trennen seien. Unter anderem berichteten die Süddeutsche Zeitung und
Heise. Später kam
Widerspruch von den
Telekommunikationsunternehmen.
Technisch halte ich es für einen ziemlichen Quatsch, daß die Inhalte
sich nicht trennen lassen würden. Andererseits halte ich es nach den
jüngsten Meldungen zu der monatelangen Speicherung von Metadaten »zu
Abrechnungszwecken« für durchaus möglich, daß die Telcos es trotzdem
tun.
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Die Datenschützer werfen der
EU-Kommission Schizophrenie in Sachen Vorratsdatenspeicherung vor.
Nach dem EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätten sie Deutschland
entsprechend in die Mangel nehmen müssen, haben sie aber nicht. Wundern
tut mich das Verhalten ja nicht: An Recht und Gesetz halten die sich
schon lange nicht mehr, und außerdem sind sie ja klare Befürworter der
Vorratsdatenspeicherung.
EU-Netzneutralität kommt … nicht
Datenschützer sprechen schon von einem Schwarzen Oktober für die
Bürgerrechte. Nach dem Beschluß zur Vorratsdatenspeicherung steht am 27.
Oktober auf EU-Ebene ein Beschluß bevor zur Netzneutralität – oder auch
nicht. Laut Aktivisten ist der Entwurf durch die lobbygetriebene
Kommission und Abgeordneten soweit verwässert worden, daß von der
Neutralität nicht mehr viel übrigbleibt. Mittels vieler Schlupflöcher und
absichtlicher Unklarheiten kann die finanzielle Ausbeutung des Kunden und
des Diensteanbieters (YouTube, Facebook usw.) durch die Netzbetreiber
beginnen. Auch durch die Nichtanrechnung der eigenen Dienste auf die
Datenmenge kann ein Telekommunikationsunternehmen die eigenen Dienste
bevorzugen.
Außerdem legalisiert der Entwurf Internetsperren, die nicht einmal durch
Gesetz oder Gericht festgelegt sein müssen. Das öffnet den Weg nicht nur zu
Porno-Sperren wie in Großbritannien, sondern erlaubt nach meinem
Verständnis auch die Sperrung von Download-Sites auf Zuruf der
Content-Industrie. Vielleicht versteht die EU das unter einem »offenen
Internet«…
Wer sich informieren will oder auch noch aktiv werden will, der sollte
unbedingt »Save the Internet«
besuchen. Dort gibt es auch ein tolles Video (auch direkt bei
YouTube zu sehen), das die
Problematik sehr schön erklärt. Titel des Videos ist übrigens
»Netzneutralität tötet«. Das ist ein u.a. vom EU-Kommissar Oettinger
vorgebrachtes Argument, das sich bei näherer Betrachtung nicht unerwartet
als völlig abstrus herausstellt.
Hintergrund-Artikel gibt es auch bei Futurezone, Golem und Heise.
TTIP
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Was sagt die EU-Kommissarin Cecilia Malmström, in deren Ressort TTIP
fällt, zu der Demo mit 250.000 Teilnehmern? Festhalten bitte:
»I do not take my mandate from the European people.« Tja, von wem
dann? Aber allemal ein Schlag in unser aller Gesicht! (Independent, via
Fefe)
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Auch unser TTIP-Minister Gabriel bereitet Deutschland schon mal für
TTIP vor. Er will den Kommunen verbieten, zum Zwecke des
Eigenbetriebs von Energienetzen Konzessionen an die eigenen Stadtwerke
direkt zu vergeben. Stattdessen sollen Ausschreibungen notwendig werden.
Privatisierung der Daseinsvorsorge, wie TTIP es will!
Sonstiges aus dem Internet
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Eat your own dog food: Das zuständige Gericht hat entschieden, daß
die Polizei, GCHQ und andere britische
Schnüffler sehrwohl auch britische Abgeordnete abhören dürfen. Eine
vor Jahrzehnten getroffene Vereinbarung wurde für ungültig erklärt. Ja,
liebe Abgeordnete, wenn IHR das nicht ändern könnt, wer dann?
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Datenschützer machen bei Safe Harbor Druck: Der schleswig-holsteinische
Datenschutzbeauftragte mahnt die Unternehmen im Bundesland an, sich
Alternativen zu suchen. Auch auf
EU-Ebene mahnen die Datenschützer eine
Lösung des Problems an.
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Auch in Australien ist die Vorratsdatenspeicherung beschlossen
worden.
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Einige haben es kapiert:
Mittelständische Unternehmer speichern
ihre Daten lieber auf eigenen Servern als in der Cloud. Dabei spielt
wohl nicht nur der Sicherheitsgedanke eine Rolle, sondern auch die
Kosten. Hmm, war das nicht immer das Argument der
Cloud-Apostel?
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Die Franzosen sind ja mittlerweile in einem ähnlichen Überwachungswahn
wie die Amerikaner und Briten, und wollen alle anderen auch noch damit
beglücken: Sie schlagen eine weltweite Datenbank für biometrische Daten der Bürger vor! Ganz
prima Idee, Ihr Idioten! Das spielt dann der EU wieder in die Hände, die
ja eine Fluggastdatenspeicherung mit fünf Jahren Speicherfrist plant.
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Nicht erst seit dem Flüchtlingszustrom gibt es Haßäußerungen auf
Facebook & Co. sowie im realen Leben, aber sie haben in letzter Zeit
wohl stark zugenommen, was Kleingeister wie Justizminister Maas zum Ruf
nach Verfolgung verleiten läßt. Die ehemalige Richterin des
Menschengerichtshofs, Francoise Tulkens, meint hingegen, die
Demokratie müsse das aushalten, und
warnt, daß die Kriminalisierung von Haßäußerungen, die nicht direkt zu
Taten aufufen, die Meinungsfreiheit aushöhle.
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Wenn Business-Modelle einfach schlecht sind: Der Stern berichtet, wie
Zalando sich mit seinen kundenfreundlichen Regelungen, mit denen sie sich
Marktanteile sichern wollen, selber zugrunde richtet.
Die Presse zerreißt sich gerade das Maul darüber, daß auf der letzten
Pegida-Demonstration ein Teilnehmer einen Galgen mit sich führte, daran
zwei Stricke mit Schildern, die deren Bestimmung für Merkel und Gabriel
erklärten. Von Aufruf zum Mord bis hin zur Volksverhetzung wird von der
Presse da geschrieben. Ich glaube, da gehen einigen die Gäule durch. Wie
das darin eindeutig und gerichtsfest herauszulesen ist, bleibt mir ein
Rätsel. Schließlich sind wir (noch) nicht im Islam, und das war keine
Fatwa. (Falls es jemand tatsächlich noch nicht mitbekommen haben sollte:
Spiegel, FAZ.)
Ich bin gegen Gewalt und ich glaube auch nicht, daß es wirklich etwas
bringen würde, Merkel und Gabriel aufzuhängen. Aber auf der anderen Seite
sehe ich, genau wie dieser Demonstrant, nicht ein, daß Politiker in
Regierungsverantwortung überhaupt nicht für ihre Taten haften. Sei es,
Soldaten für eine völlig illegitime Sache in den Tod zu schicken (z.B.
Afghanistan), Grundrechte deutscher Bürger zu verletzen (z.B.
Vorratsdatenspeicherung), Amtseide zu brechen (Nichtstun bzw. Koorperation
mit einem offensichtlichen Angreifer in der NSA-Affäre), deutsche und
europäische Gesetze brechen (z.B. Griechenland-»Rettung«), die Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit und das Grundgesetz auszuhebeln (Machtübertragung an
die EU, Zustimmung zu Handelsabkommen, die in die Legislative und
Judikative eingreifen wie CETA und TTIP) oder uns sonst wie zu verraten und
zu verkaufen – welche Konsequenzen, ja, welche Haftung droht denn
einem Politiker? Höchstens das vorzeitige Ende ihres Amts (natürlich mit
Erhalt aller bis dahin akkumulierten Versorgungsansprüchen) und vielleicht
einen Makel für den Rest ihres Daseins (so wie bei Schröder), mit dem aber
jeder hartgesottene Politiker leben kann.
Ich kann mich noch gut an einen höchst arroganten Herrn Fischer von den
Grünen erinnern, der in einem Untersuchungsausschuß sinngemäß gesagt hat:
»Schreiben Sie ins Protokoll, der Fischer übernimmt die volle
Verantwortung« – wohlwissend, daß es für ihn nicht die geringste Konsequenz
haben werde. Für alle anderen Menschen – im begrenzten Umfang selbst für
die Bonzen der Großindustrie – gilt: sie müssen für ihre Fehler einstehen,
mit ihrem Vermögen und/oder gar mit ihrer Freiheit. Dieses Ungleichgewicht,
welches die Politiker für sich geschaffen haben, sorgt bei sehr vielen
Menschen für Verdruß, auch bei mir. Deshalb habe ich auch kein Mitleid,
wenn »Spitzen«-Politiker durch solch eine Aktion mal ein bißchen
aufgeschreckt werden und realisieren, daß das alles kein Brettspiel ist –
im Gegensatz zu Kommunalpolitiker müssen sie ja nicht wirklich um ihr Leben
fürchten mit dem ganzen Polizeiapparat um sie herum.
PS: Ich hoffe, die Politik versucht jetzt nicht, in ihrem Kontrollwahn
das bei Kindern beliebte Galgenmännchen-Spiel verbieten zu wollen…

TTIP-Demo Berlin
Wow. Das war schon gigantisch. Laut Veranstaltern eine Viertelmillion,
laut Polizei, die Demos immer kleinzählt, bloß 150.000 Teilnehmer. Aber
selbst das wäre immer noch dreimal soviel, wie am Anfang geschätzt. Die
Wahrheit wird wohl eher in Richtung Veranstalter sein – von der Siegessäule
bis zum Brandenburger Tor soll alles voll gewesen sein, und das ist schon
ein ganz schönes Stück Weg. Daneben gab es noch schönes, sonniges Wetter
und eine herbstliche Stimmung. Da haben sich das Aufstehen um 4 Uhr morgens
und 1.000km Fahrerei doch gelohnt…
Der einzige wirklich üble Moment war wohl der Redebeitrag von Gesine
Schwan am späten Nachmittag. Ich habe ihn leider/zum Glück nicht gesehen,
da ich da schon wieder in Richtung Heimat unterwegs war. Als Mitglied einer
SPD-Kommission hat sie einen Standpunkt vertreten, der auch aus dem Mund
von Gabriel hätte stammen können – im wesentlichen ein Ja zu TTIP und CETA
mit ein paar kleinen Änderungen. Zwar haben auch manch andere Redner nicht
unbedingt ein Ende von der Verhandlungen gefordert, aber im Gegensatz zu
Schwan doch nicht mit herber Kritik gespart. Entsprechend wurde sie
ausgebuht und nach ein paar Irritationen ihrerseits hat sie dann schnell
mit ihrer Rede schlußgemacht. Selbst mit Wulff und Gauck im Hinterkopf
können wir nur in die Hände klatschen, daß dieser Kelch – Schwan als
Bundespräsidentin – an uns vorbeigegangen ist. Wer sich den Redebeitrag
antun will, kann sich ihn auf
YouTube
anschauen.
Auch wenn TTIP bislang geheim ist und außer Industrievertretern und ein
paar Antidemokraten aus der europäischen und deutschen Regierungsbürokratie
niemand Details kennt, zeigen andere ähnliche »Freihandels«-Abkommen die
klare Richtung auf. Dank einem Wistleblower und Wikileaks wissen wir jetzt
zumindest, was in einem Kapitel von TPP, dem transpazifischen Bruder von
TTIP, drinsteht. Es geht hierbei um Urheberrechte/»Intellectual
Properties«. Erste Analysen zeigen, daß
sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten: Das amerikanische
Urheberrecht, Ergebnis jahrzehntelanger Lobbyarbeit von MPAA & Co. im
korrupten und unterwanderten amerikanischen Regierungssystem, wird allen
anderen an TPP beteiligten Staaten praktisch übergestülpt. Es ist nicht
gerade unwahrscheinlich, daß dies in den anderen Teilen von TPP so ähnlich
aussieht. Neuerdings nennt man das übrigens Lawfare, wie ich
kürzlich gelernt habe – ein Kofferwort aus »Law« und »Warfare« für die
Kriegsführung mit juristischen Mitteln.
Vorratsdatenspeicherung
Festhalten, liebe Leute, diese Woche soll laut Golem (siehe auch Netzpolitik, Heise) die
kranke Vorratsdatenspeicherung durch das Parlament gejagt werden, dank
Sigmar Gabriel und seinem Lakaien Heiko Maas. Von den gleichgeschalteten
Parteisoldaten im Bundestag ist wie üblich kein nennenswerter Widerstand zu
erwarten. Trotz der massiven Kritik aus allen Teilen der Gesellschaft,
trotz offensichtlicher Verfassungswidrigkeit und Verstoß gegen EU-Recht
sind nur ein paar unwesentliche Änderungen an dem originalen Entwurf
gemacht worden – ein wahrlich »vorbildliches« Gesetzgebungsverfahren. Wir
singen: Wer hat uns
verraten…
Ich hoffe inständig, daß der AK-Vorrat, Grüne und Linke ihre Klagen schon
fertig haben. Schön wäre es, wenn die Gegner einen Eilantrag stellen und
das Bundesverfassungsgericht mitspielt. Nachdem Deutschland so viele Jahre
ohne Vorratsdatenspeicherung ausgekommen ist, sollte es ihm bei der
Abwägung nicht schwerfallen, das Gesetz erst einmal auszusetzen, zudem das
Bundesverfassungsgericht wohl auch nicht sonderlich mag, wenn die Regierung
sein Urteil dermaßen ignoriert.
Sonstiges aus der IT-Welt
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Netzpolitik hat einen großartigen Pressespiegel mit dutzenden
Artikeln und Kommentaren aus Deutschland und Europa zu der Absage des
Europäischen Gerichtshof an das Safe Harbor-Abkommen zwischen EU und USA
publiziert.
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Angeblich hat Obama Abstand von einer Zwangshintertür für die
Geheimdienste bei kryptographischen Algorithmen genommen.
Nichtsdestotrotz drängt seine Administration auf eine »freiwillige
Zusammenarbeit« der US-Großkonzerne wie Google, Apple, Fratzenbuch und
Microsoft mit den Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden – und
meiner Ansicht nach werden die auch gehorchen. Berichte bei
Heise und Engadget.
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Sonst nerven sie bis zum Abwinken, aber wenn mal das Einschreiten
deutscher Behörden gebraucht wird, versagen sie. So haben sie und auch
diverse Kinderschutzorganisationen die Einspruchsfrist bei ICANN gegen
die neue Top-Level-Domain von dem Süßigwarengiganten Ferrero schlichtweg
verschlafen, sodaß es demnächst schön
viel Werbung für Nutella, Überraschungseier, Schokoriegel und –bonbons
unter .kinder geben wird.
TTIP
DEMO AM NÄCHSTEN SAMSTAG IN BERLIN – 11:00 UHR HAUPTBAHNHOF
50.000 Demonstranten werden erwartet. Damit das erreicht wird, müßt auch
Ihr dorthin kommen! Alle Informationen
hier! Laut Veranstaltern soll der
BDI rund um den Demonstrationsbereich Plakatflächen angemietet haben und
mit Pro-TTIP-Plakaten beklebt haben lassen. Peinliche und vor allem unnütze
Aktion – wer sich die Mühe macht, zur Demo zu kommen, wird sich von ein
paar dümmlichen Plakaten nicht beeindrucken lassen.
-
Bei der Unterschriftenaktion wurden mittlerweile 3,2 Millionen
Unterschriften gesammelt. Am Mittwoch, den 7.10. – ein Jahr nach dem
Start der Aktion – wurden die
Unterschriften symbolisch der Kommission übergeben. Ob sie und die
Demo eine Wirkung haben, wird sich zeigen.
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Bei der Zeit versucht sich ein Autor mit Panikmache. Der Plot:
Jetzt, wo die Verhandlungen über das amerikanisch-australisch-asiatische
TTP abgeschlossen sind, gerät Europa ins Hintertreffen, wenn es nicht
TTIP abschließt. Tatsächlich nur dummes Blabla. Die Leser-Kommentare sind
mal wieder deutlich interessanter als der Artikel selbst.
Datenschutz: Der »Sichere Hafen« wurde vom EuGH-Tsunami weggespült!
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Safe Harbor-Abkommen der EU
mit den USA gekippt, es ist null und nichtig. Das Gericht hat sich der
Meinung des Generalanwalts angeschlossen. Die Entscheidung ist wie eine
Bombe eingeschlagen; man ist dabei, die Konsequenzen abzuschätzen. Die
EU-Kommission, Facebook & Co. versuchen, das herunterzuspielen, dagegen
wittern nicht nur Datenschützer eine Chance: Letztendlich könnte das auch
enormen negativen Einfluß auf die CETA-, TTIP- und TISA-Verhandlungen
haben. Speziell bei letzterem Abkommen wird ja gemutmaßt, daß es u.a. den
uneingeschränkten Datenfluß zwischen den Kontinenten und zwischen
Unternehmen ohne Rücksicht auf den Datenschutz erzwingen soll.
An dieser Stelle meinen Dank an Max Schrems und (wiederholt) an Edward
Snowden, was immer auch jetzt für Konsequenzen gezogen werden (oder
auch nicht)!
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Erste Meldungen: Spiegel, Heise, Golem, Netzpolitik
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Die EU-Kommission wiegelt ab:
Man sei ja sowieso dabei, den Datenschutz zu verbessern und alle könnten
so weitermachen wie bisher. Hallo?
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Natürlich auch Facebook.
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Die Vereinigten Staaten sind
zutiefst enttäuscht, daß es in Europa noch Bürgerrechte gibt.
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Der Spiegel sieht in dem EuGH-Urteil auch eine Blamage für
Merkel, weil sie nach den Snowden-Enthüllungen die Hände in den Schoß
gelegt und nichts für den Schutz der Bürger getan hat.
Der Gerichtshof verweist in seiner Mitteilung in seltener Klarheit auf
Grundrechtsverletzungen durch die US-Geheimdienste: Sowohl der
massenhafte Zugriff auf personenbezogene Daten als auch die Tatsache,
daß EU-Bürger nicht einmal juristisch dagegen vorgehen können,
verletzten »den Wesensgehalt« von gleich zwei Grundrechten.
Aber ihr Maul in der Flüchtlingsdebatte aufreißen und dort mit den
Grundrechten wedeln, das kann sie…
-
Die Heise-Redaktion beschäftigt das Thema sehr, vier Beiträge sind dazu
bislang erschienen:
-
Patrick Beuth von der Zeit schreibt von einem Monster, das das EuGH erschaffen habe. In
seinem eigentlich ganz guten Artikel meint er, daß das Urteil die
Wirtschaft vor unlösbare Probleme stellt. Meiner bescheidenen Meinung
nach hat er damit prinzipiell schon recht, nichtsdestotrotz verwechselt
er Ursache und Wirkung. Das Monster sind die, die jahrzehntelang auf den
Bürgerrechten herumgetrampelt haben, und das EuGH hat denen nun offiziell
die Maske entrissen, obwohl es eh jeder wußte – der Kaiser ist nackt…
Vorratsdatenspeicherung
Still im Hintergrund, verdeckt erst durch die Griechenland- und jetzt
durch die Flüchtlingsdebatte, kocht das giftige Süppchen weiter.
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Im Bundestag gab es eine Anhörung von Experten zur
Vorratsdatenspeicherung. Die Mehrheit dieser Experten waren dafür. Wie
kommt das? Die Experten werden von den Parteien vorgeschlagen, und die
Anzahl der Vorschläge hängt natürlich von der Fraktionsgröße ab. Und jede
Partei wählt natürlich solche Experten, die auf ihrer Linie sind.
Nichtsdestotrotz hat sich Netzpolitik viel Mühe gemacht und ein
detailliertes Protokoll dieser Anhörung erstellt. Heise
betrachtet trotz der beschriebenen Majorität
die Luft für die
Vorratsdatenspeicherung als sehr dünn. Hoffen wir, daß sie zu dünn
ist.
-
Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung brauchen wir eigentlich nicht,
denn wir haben sie schon. Der Spiegel hat herausgefunden, daß die Mobilfunkunternehmen teilweise die Verbindungsdaten
(inklusive Aufenthaltsort) bis zu sechs Monate speichern, um
untereinander die geführten Gespräche zwischen Nutzern aus verschiedenen
Netzen abrechnen zu können. Davon unabhängig ist, ob der Anrufer eine
Flat-Rate hat oder nicht. Und die Behörden dürfen darauf auch noch
zugreifen! Eine
Übersicht zeigt die Speicherdauern bei den deutschen Providern.
In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, daß die
Bundesdatenschützerin Voßhoff mit dieser exzessiven Speicherung keine
Probleme hat – im Gegensatz zu ihrem Vorgänger. Das macht die
zwischenzeitlich aufgekeimte Hoffnung in ihre Kompetenz wieder zunichte.
Denn für mich als Verbraucher ist es unerheblich, auf welcher
Rechtsgrundlage die Behörden auf meine Daten zugreifen können. Man kann
nicht gegen die VDS sein, aber das hier akzeptieren!
(Heise-Meldung hier, aber
ohne nennenswerten Informationsgewinn)
-
Ein Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung geht auf das
zusätzliche Gesetz gegen Datenhehlerei ein, das im Gesetzespaket
enthalten ist, aber mit der Vorratsdatenspeicherung eigentlich relativ
wenig zu tun hat. Der Autor – ein ehemaliger wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts – sieht darin den Versuch, ein
Anti-Whistle-Blower-Gesetz durch den Bundestag zu schmuggeln, und
betrachtet das als gefährlichen Angriff auf Demokratie und
Pressefreiheit.
-
Es gibt bald niemanden mehr – außer den Polizeigewerkschaften –, der
sich nicht gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen hat. Hier ein Protest der Berliner Berufskammern.
Überwachung allgemein, Bürgerrechte
-
EU-Datenschützer lehnt europäische
Fluggastüberwachung (PNR) ab. Leider hat der aber auch nur ähnlich
wenig Einfluß wie seine deutschen Kollegen…
-
Ein Artikel bei Heise geht auf die Datengier und Vorgehensweise des
britischen GCHQ ein und bezeichnet es als
»weltgrößte
Überwachungsmaschine«.
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Eine US-amerikanische Organisation, »Committee to Protect Journalists«
sieht die Pressefreiheit in Europa
bedroht. Der Quellenschutz sei in Gefahr (bei uns auch durch die
geplante VDS, siehe oben). Was sie auch sagt: Man kann den Mangel an
Pressefreiheit in totalitären Staaten nicht anprangern, wenn man sie
selber nicht in vollem Umfang gewährt.
-
Selbst der Europarat erkennt, daß unsere Geheimdienste völlig außer Kontrolle sind – nur unsere
Regierungen nicht. So hat der
Bundesrat gerade erst neue Geheimdienstbefugnisse beschlossen. Danke,
Ihr I…
-
Golem berichtet: Die meisten Deutschen (77%) wollen kein »vernetztes«
Auto, bei dem Nutzerdaten zu den Autokonzernen geschickt werden, wie eine Umfrage ergab. Das ist auch den Konzernen klar, deshalb
fordern sie vom Staat eine Verpflichtung zur Weitergabe der Daten. Ich
glaube, das wird ein weiteres Beispiel, bei dem wir den großen Einfluß
der Wirtschaft in der Politik erleben dürfen. Noch sträuben sich die
Politiker, aber wie sieht das in ein paar Monaten, Jahren aus? Bei der Vernetzungspflicht als solche gibt es schon
Teilerfolge.
Weiteres aus der Computerwelt
-
Apple schmeißt eine Applikation aus ihrem App-Store, die Informationen
zu Drohnenangriffen der USA darstellt. Wie pervers und degeneriert ist
ein Unternehmen, das die Taten des eigenen Landes als so anstößig
betrachtet und deshalb die Wahrheit wegzensiert? Das sind
Verhältnisse wie in China, Nordkorea, Iran oder Saudi Arabien. Bericht
bei Golem.
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Nicht nur der Bundestag, auch der Bundesrat steht unter der Knute der
Lobbyisten: Dieser versucht, die Abschaffung des Router-Zwangs zu
verhindern.
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Kann man sich in USA damit brüsten? Charly Fiorina, Ex-Chefin von HP und nun Präsidentschaftskandidatin,
ist stolz auf ihre Unterstützung der NSA während ihrer Zeit als
CEO.
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75% der Deutschen sind für Netzneutralität, so eine Umfrage von Abgeordnetenwatch. Somit ist wiedermal
bewiesen, daß unser Vertreter in der Regierung wieder mal alles tun,
außer uns zu vertreten. Denn mit aller Vehemenz versuchen sie – inklusive
der Marionette Oettinger (auch vom IQ her) –, im Aufrag von Telekom &
Co. die Netzneutralität auf EU-Ebene zu verhindern.
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Leistungsschutzrecht: Oh my god! Das Deutsche Patent- und Markenamt hat jetzt die Anzahl Wörter
festgelegt, die noch kostenfrei zitiert werden dürfen: Sieben, unter
Ausschluß der Suchbegriffe. Der von VG Media geforderte Tarif sei zudem
zu hoch und wurde etwa halbiert (siehe auch Heise). VG Media glaubt jetzt ernsthaft, von Google Geld zu bekommen. Aber die
Signale von Google sind relativ eindeutig: Sie werden nicht zahlen.
Derweil erscheint am Horizont die Silhouette einer europäischen Variante des Leistungsschutzrechts (mit freundlicher
Unterstützung der Großverlage). Noch ist da aber nichts entschieden.
-
Urheberrecht: Offenbar greift die
Bundesregierung die Ideen der Expertengruppe zur Reformierung des
Urheberrechts auf, über die Heise neulich berichtet hatte (siehe mein
Posting vom 6. September). Nicht unerwartet maulen die Verleger kräftig
herum, geht es schließlich an ihre Pfründe.
-
Mit der Umorganisation von Google und Gründung des Dachunternehmens
»Alphabet« ändert Google nun auch sein Motto. Es heißt jetzt nicht mehr
»don't be evil«, sondern »do the right thing« (Engadget, Golem). Was »richtig« ist, ist natürlich deutlich dehnbarer, als
was »nicht böse« ist. Aber Google behauptet, daß das alte Motto sowieso immer falsch verstanden wurde und nur aus
einem Witz heraus entstanden sei.
Sonstiges
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Nun steht auch Frau Doktor von der Leyen im Visier der
Plagiatsjäger. Ja, wer immer so g'scheit und geleckt auftritt wie
sie, zieht diese Leute magisch an. Ich gönne es ihr.
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Es gibt eine Menge, was mich an Rauchern stört. Eine Sache ist, daß die
meisten ihre Kippen überall in die Walachei schmeißen (was sie ja
sicherlich bei sich zuhause auch nicht tun). Neben der Brandgefahr im
Sommer ist es einfach eine Sauerei, nicht zuletzt, weil die Stummel
ziemlich langsam verrotten, und, wie ich in dem folgenden Artikel gelesen
habe, dabei auch noch Gifte in den Boden und das Grundwasser abgeben.
Deshalb finde ich gut, daß Paris drakonische Strafen – 68 Euro – für Kippenwegwerfer
einführt. Sollte man überall machen.
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Selten hat es jemand so klar gesagt wie der Anwalt des Axel Springer
Verlags in einem Verfahren gegen Browser-Adblocker: Die wirklichen Kunden von Bild & Co. sind die Werbekunden, nicht
die Leser. Der Primitivtext und die Bildchen barbusiger Frauen
(»Journalismus« im Sprachgebrauch des Anwalts) sind lediglich ein Vehikel
für das Geschäftsmodell. Aber bei vielen anderen Verlagen wird es nicht
anders sein.
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Gentechnik: 19 EU-Staaten wollen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
verbieten, einschließlich Deutschland. Dank der lobbygetriebenen
Gesetzgebung in der EU dürfen sich die Monsantos dieser Welt entscheiden,
ob sie sich fügen oder nicht. Soviel zur Souveränität in Europa… Ach ja,
das Verbot heißt natürlich nicht, daß bei uns der Genfraß nicht auf den
Tisch kommt (siehe Link am Ende des Artikels).
-
Wiedervereinigung: Offiziell wurde die DDR aufgelöst und in die
Bundesrepublik integriert. War es tatsächlich vielleicht doch
andersherum? Es gibt offenbar ein paar mehr Leute, die diese These
beschäftigt, als ich dachte. Einen Stern-Autor gehört dazu, und er hat jede Menge Indizien dafür
sammeln können.
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Warum sollte in Sachen Klüngelei die EZB in der EU eine Ausnahme sein?
Karriere macht, wer Vitamin-B hat.
Das Sommermärchen ist vorbei. Bei nicht wenigen Bürgern verschwindet die
(wie auch immer geartete) Euphorie und sie kommen langsam wieder auf den
Boden der Realität zurück. Manche Journalisten wollen sich das aber immer
noch schönreden, wie zum Beispiel im Stern. Anläßlich der 25 Jahre
Wiedervereinigung schrieb dort einer, man müsse das, was man bei der
Wiedervereinigung geleistet habe, wiederholen. Aber erstens hatten wir die
gleiche Sprache, die gleiche Kultur und (fast) die gleiche Geschichte –
etwas, was für das Verhältnis zwischen Deutschen und Flüchtlingen überhaupt
nicht zutrifft. Und zweitens sind wir selbst nach 25 Jahren nicht
wiedervereinigt – das Ost-West-Denken ist auf beiden Seiten noch tief
verwurzelt. Drittens haben wir Immigrierte, die schon viel länger im Land
sind als 25 Jahre und die sich nicht integriert haben, sondern sich
stattdessen hier ihre Parallelgesellschaften aufgebaut haben, weil sie mit
den Deutschen an sich gar nichts zu tun haben wollen. Die Befürchtung, daß
viele Flüchtlinge das auch nicht wollen, ist nicht unbegründet. Soetwas gab
es bei der Wiedervereinigung jedoch nirgendwo.
Meldungen zu dem Thema:
-
Mittlerweile ist eine knappe Mehrheit der Bürger unzufrieden mit der
Situation und hat Angst. (siehe auch Focus). Das sind 33% bzw. 13 Prozentpunkte mehr als vor drei
Wochen. Was die Integrierbarkeit in den Arbeitsmarkt betrifft, gehen aber
viele Deutsche noch der Staats- und Industrie-Propaganda auf den Leim:
58% meinten, daß die Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt gebraucht würden.
Die haben noch nichts davon gehört, daß mindestens 90% der Flüchtlinge auf Hartz IV angewiesen sein
werden (siehe auch Meldungen weiter unten).
-
Allein im September sind 280.000 Flüchtlinge ins Land gekommen
(siehe auch Welt). Bei unserer Propagandasendung Tagesschau wurde natürlich
nur die untere Grenze von 200.000 genannt – klingt gleich halb so
schlimm, oder?
-
Die Bild-Zeitung will ein geheimes Regierungspapier in die Hand
bekommen haben (Paywall, daher Alternativquelle). Demnach rechnet man mittlerweile mit 1,5
Millionen Flüchtlingen dieses Jahr. Das halte ich allerdings für zu
wenig. Laut Aussage kommen zur Zeit täglich 6.000‒10.000 Flüchtlinge über
die Grenze. Wenn das bis zum Jahresende so weitergeht, dann sind das
allein im vierten Quartal eine halbe bis eine ganze Millionen
Flüchtlinge.
Auch gibt es erstmals eine Aussage über den potentiellen Nachzug. Man
rechnet mit vier bis acht Familienmitgliedern, die pro anerkannten
Flüchtling zusätzlich ins Land kommen. Müssen wir also mit einer
zweistelligen Millionenzahl rechnen, Frau Merkel?
Die Aussagen wurden zwar von der Bundesregierung nicht bestätigt, aber
auch nicht dementiert.
-
Eine weitere Studie demaskiert das Lügenmärchen von den gut
ausgebildeten Flüchtlingen, das uns wochenlang mantra-artig
eingetrichtert wurde: »Die meisten Kriegsflüchtlinge haben keine Berufsausbildung«,
heißt es darin. Die Qualifikation ist nicht nur deutlich niedriger als
der Deutschen, sondern auch viel niedriger als die der in Deutschland
lebenden Ausländern.
-
Ein Beitrag in der FAZ schließt an die Problematik an und fragt
ironisch, ob die ankommenden Syrer, Pakistani usw. den Berliner Flughafen fertig bauen und Deutschland wieder den
Anschluß an die Hochtechnologie, z.B. bei Computern, Kameras und Telefone
bringen werden. Es bleibt aber nicht bei der Ironie, es ist ein
kritischer Artikel gegen die Regierung und Industrie.
Zum Thema Selbstverständnis der Flüchtlinge und das Verhältnis
Islam/Grundgesetz gibt es ein massives Ansteigen von Meldungen.
-
Selbst Innenminister de Maizière klagt über das schlechte Benehmen
und Undankbarkeit der Flüchtlinge. Ebenso halten er und andere
Politiker es für notwendig zu sagen, daß bei uns das Grundgesetz über der
Religion steht (Welt, Spiegel).
Wenn ein Innenminister das tun muß, dann gehe ich mal davon aus,
daß die tatsächliche Lage noch viel schlimmer ist und das nur die Spitze
des Minare…, äh, Eisbergs ist.
-
Nach der öffentlichen Entrüstung der CDU-Politikerin Klöckner über
einen Imam, der ihr nicht die Hand reichen wollte, meldeten sich Hunderte
von Frauen bei ihr, die sich auch von Moslems diskriminiert fühlen und ähnliche
Mißachtungen erlebt haben.
-
Dazu paßt die Meldung, daß eine Flüchtlingsfamilie lieber in der
Notunterkunft bleibt, als sich von einer Maklerin bei der Wohnungssuche helfen zu
lassen. Da die Maklerin auch gleichzeitig eine CDU-Lokalpolitikerin
ist, mußte sie sich anschließend von den Gutmenschen im Netz als Nazi-Schlampe beschimpfen lassen. Aber das ist sicherlich etwas
ganz anderes als die Haß-Postings der Gegner, über die sich Minister Maas
& Co aufregen.
-
Es gilt ja als politisch inkorrekt, als Deutscher dem Islam etwas
anderes als Friedfertigkeit zu attestieren. Und wenn er es doch tut, wird
ihm die Unkenntnis und Fehlinterpretation des Koran vorgeworfen (neben
rechter Gesinnung). Da ist es doch immer wieder erfrischend, wenn Leute,
die im islamischen Kulturkreis aufgewachsen sind, kein Blatt vor den Mund
nehmen. So auch der Ägypter Hamed Abdel-Samad, der in einem lesenswerten
Interview mit der Welt den Werdegang Mohammeds beschreibt und letztendlich zum Schluß kommt,
daß er ein Massenmörder und kranken Tyrann sei. Die mordenden
Terroristen könnten sich daher zu recht auf ihn und seine Religion
berufen, sagt er.
In einem TV-Interview, daß er N24 gegeben hat, bezweifelt er zudem, daß die angekommenen Flüchtlinge sich überhaupt
integrieren wollen.
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Der ach so friedvolle Islam in den Flüchtlingsunterkünften:
Christen unter den Flüchtlingen trauen sich nicht mehr, sich zu ihrem
Glauben zu bekennen, werden zum Gebet an Allah und Frauen zusätzlich zum
Tragen von Kopftüchern genötigt.
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Weiteres Beispiel für eskalierende Zustände: Hamburg
Nachtrag: Weiter geht’s! Wieder in Hamburg und neu in Braunschweig. Mehrere Hundert Flüchtlinge prügeln sich.
Festgenommen werden jedoch nur wenige.
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Polizeigewerkschaft beklagt Respektlosigkeit der Flüchtlinge vor der
Polizei und befürchtet Bildung von Clans (wie wir sie schon von
»etablierten« Immigranten, z.B. in Duisburg Marxloh, kennen).
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Leute haben Ortschilder mit Aufklebern überklebt, auf denen arabischen
Begriffe stehen sowie »ehemals ‹Ortsname›« darunter. Der Stern-Artikel sowie andere Artikel, die ich gelesen habe, geben
nicht her, was die arabischen Texte bedeuten – ob es eine
lautschriftliche Umschreibung des Ortsnamen ist oder etwas anderes. Auf
den Aufklebern befindet sich zudem ein »Refugees welcome«-Logo. Man kann
nun nur mutmaßen, ob das eine Aktion verbrämter Gutmenschen ist oder eine
False-Flag-Aktion der anderen Seite…
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Niederländischer Moslem initiiert Petition gegen das Oktoberfest, weil es intolerant und
anti-islamisch sei. Der Focus hält es wohl eher für einen Scherz. Na hoffentlich…
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Wow. Fefe würde jetzt schreiben, daß der Zensor wohl gerade pinkeln
war. Das Staatsfernsehen (ARD) zeigt »zur Einstimmung« Merkel im
Tschador im Hintergrund. Das hätte ich von Merkels Steigbügelhalter
Rainald Becker nicht erwartet. Wahrscheinlich ist Merkel für ihn
mittlerweile zu weit links.
Regierung ist natürlich not amused…
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Interview von N24 mit Politologen Werner Patzelt: »Nie gefragt, ob wir Einwanderungsland werden wollen«.
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Captain Obvious: Wo eine Not ist, da gibt es Leute, die das ausnutzen:
Wohn-Container-Hersteller verzehnfachen ihre Preise.
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Zwangskündigungen zur Unterbringung von Flüchtlingen: Neben dem
sozialen Sprengstoff, der sich darin verbirgt, betrachten die meisten
Juristen das als illegal. Ein Anwalt beantwortet dem Focus häufige Fragen.
Überwachung & Co.
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Ja, endlich. Die Opposition hat sich nun entschieden, die Herausgabe
der Selektorenliste gerichtlich zu erzwingen, wie
Heise und Golem berichten. Da die Klage viel als geheim eingestuftes
Material beinhaltet, ist die öffentliche Version stark geschwärzt. Die
Klage mußte deshalb auch persönlich einem Verfassungsrichter übergeben
werden.
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Durch Lobbyarbeit hätte der niederländische Chiphersteller NXP (der aus
dem Philips-Konzern ausgegliedert wurde) beinahe erreicht, daß jedes
»Internet-of-Things«-Gerät staatlich eine eindeutige und unveränderliche
ID bräuchte, angeblich der Sicherheit wegen, was aber natürlich sofort
auch eine Überwachungsmöglichkeit wäre. Und NXP würde die Chips dazu
liefern. »Ein Ausweis für jeden vernetzten Toaster?« tituliert Zeit-Autor
Kai Biermann, der regelmäßig hervorragende Artikel schreibt. (via
Netzpolitik).
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Ein Update zu den Smart-Metern: So wie es aussieht,
wird die angebliche Nicht-Pflicht zum
Einsatz dieser Überwachungs- und Geldabsauggeräte von Gabriels
Ministerium immer weiter aufgeweicht. In einem Kommentar im Forum las
ich zudem, daß im Gegensatz zu den alten Ferrariszählern die
elektronischen Zähler statt 16 Jahre nur 8 Jahre Eichfrist haben, und
diese nicht wie bei den alten durch eine »Gruppeneichung« (was immer das
auch ist) verlängert werden kann. Sie müssen dann ausgetauscht werden.
Und wer wird es bezahlen? WIR!
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Wie Heise berichtet, bahnt sich
in USA eine Entscheidung des Präsidenten an, ob amerikanische Unternehmen
gezwungen werden, Hintertüren in kryptographischen Produkte
einzubauen.
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Davon abgesehen baut die USA den Überwachungsstaat weiter aus:
Die Behörden fangen an, massiv
biometrische Daten ihrer eigenen Bürger zu sammeln. Fingerabdrücke
bekommen sie durch Hintergrundchecks, die bei vielen Jobbewerbungen von
den Firmen gemacht werden. Auch Fotos, die zur Gesichtserkennung genutzt
werden können, werden nun verstärkt gesammelt.
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Wie Einschränkungen bei Kryptographie aussehen könnten, das zeigte sich
gerade in Indien. Dort sollte die Nutzung von Kryptographie nur noch zusammen mit einer
90 Tage währenden Speicherpflicht für die Klartexte erlaubt werden.
Bevor ich das jedoch bloggen konnte, kam die Meldung herein
(Heise, Netzpolitik), daß die indische Regierung aufgrund massiver
Proteste dieses Vorhaben erstmal zurückgezogen hat.
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Wieder einmal hat der BND ganz versehentlich wichtige, höchst wahrscheinlich
kompromittierende Daten gelöscht, die Teil einer einer öffentlichen
Untersuchung war. Diesmal sind’s – ratet mal! – Selektorenlisten. Noch
schlimmer ist, daß die damit durchkommen werden!
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Österreich hat, wie hier auch schon berichtet, vor nicht allzu langer
Zeit Netzsperren gegen Sites, die urheberrechtlich geschütztes Material
illegal anbieten, eingeführt. Das Online-Magazin Futurezone kommt zum
Schluß: »Verlierer auf allen Fronten«. Einzig Rechtsanwälte würden sich
freuen…
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Safe Harbour nennt sich das Abkommen zwischen der EU und den
USA, das amerikanischen Unternehmen – unter Auflagen – erlaubt, Daten
europäischer Nutzer in den USA zu speichern. Von Datenschützern wurde das
von Anfang an kritisiert, aber spätestens seit der NSA-Affäre ist klar,
daß das ein reines Placebo zum Täuschen der europäischen Öffentlichkeit
ist und absolut nichts schützt. Bei dem mittlerweile beim EuGH
angekommenen Verfahren eines Österreichers gegen Facebook spricht der
Generalanwalt das erstmals direkt aus und nennt das Abkommen ungültig.
Sollte sich das Gericht dem anschließen, müßten dann endlich die
Konsequenzen gezogen werden, vor denen sich sowohl die deutsche Regierung
als auch die EU in ihrem Duckmäusertum gedrückt hatten. Berichte bei
Heise, Süddeutscher Zeitung und FAZ.
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Weil wir gerade bei den Amerikanern sind: Die Großunternehmen tun ja
ständig so, als stünden sie auf Seiten der abgehorchten Bürger. Ist aber
nicht so. Stattdessen lobbyieren sie gerade ein Gesetz namens
CISA, das ihnen Immunität für
eine Zusammenarbeit mit den Staatsorganen geben soll. Mit dabei sind
Apple (die ja immer besonders kundenorientiert tun), Microsoft, Adobe,
Symantec und IBM. (via
Fefe)
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Wenn Politiker einmal eine Richtung eingeschlagen haben, dann legen sie
Scheuklappen an und lassen sich von nichts und niemanden mehr vom Kurs
abbringen. Diesmal bei dem stark kritisierten
WLAN-Gesetz (siehe auch Golem, Zeit).
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Den Ochs in seinem Lauf… Was für das erwähnte WLAN-Gesetz oder
auch die Maut und und und gilt, gilt natürlich im besonderen auch für die
Vorratsdatenspeicherung. Die EU stößt sich einerseits an dem Verbot der
Datenspeicherung im Ausland, aber auch bürgerrechtsbezogen u.a. an der
Miterfassung der Kommunikationsdaten von Berufsgeheimnisträgern, an dem
fehlenden Nachweis des Nutzens und an der unklaren Regelung zur Nutzung
der Daten. Aber da die EU ja insgeheim ein Freund der Überwachung ist,
will sie nicht dagegen klagen. Und die Bundesregierung schert sich
sowieso einen Dreck um die Kritik. Golem, Netzpolitik, Heise.
Flüchtlinge
-
Die Kirchen sind ja auffällig unauffällig im Flüchtlingsgeschehen. Die
Zeit meint, die Kirche könnte da deutlich mehr tun aufgrund ihres Reichtums –
natürlich, wenn man zu den Gutmenschen zählt, was die Kirchenvertreter
i.a. sind.
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Ich finde es immer wieder gut, wenn Politiker auf die
Lebenswirklichkeiten treffen, und zwar unerwartet: Imam verweigert der CDU-Politikerin Julia Klöckner den
Handschlag. Gut, würde ich auch tun, aber nicht, weil sie eine Frau
ist. Damit es klar ist: der Imam ist nicht einer der Flüchtlinge, sondern
gehört zu einer islamischen Gemeinde, die bei den Flüchtlingen mithilft.
Man kann an den Fingern abzählen, welches Weltbild diese Gemeinde den
islamischen Flüchtlingen vermitteln will. Das schafft selbst Klöckner und
fordert jetzt ein Gesetz zur Integrationspflicht (was immer sie auch
darunter versteht).
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Es hat sich sogar schon bis zum Bund herumgesprochen, daß sich viele
Flüchtlinge als Syrer ausgeben, nachdem sie ihre Papiere entsorgt haben
und sich ggf. sogar neue, gefälschte Papiere besorgt haben (Reporter haben das selbst in 40 Stunden für 750€ geschafft).
Angeblich will die Bundesregierung im Asylverfahren genau prüfen,
ob die Asylbewerber tatsächlich Syrer sind, wie sie vorgeben. Dazu sollen sogar Fachleute herangezogen werden, die Sprechproben
analysieren. Nachdem aber die Politik jetzt erst in Erwägung zieht,
einen Täuschungsversuch des Bewerbers als Disqualifikation zu werten,
ordne ich das mehr in die Schublade »Beruhigungspropaganda« ein. Weitere
Berichte im Kontext auch bei der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel.
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Wie schon berichtet, gibt es in Deutschland eine Menge Profiteure der
Flüchtlingskrise. Der Spiegel hat eine kleine Übersicht zusammengestellt.
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Die spinnen, die Sozen! Die Schwachmaten von der SPD fordern ernsthaft
von Verkehrsminister Dobrindt, daß Flüchtlinge ihren Führerschein auf Arabisch machen können sollen.
Das ist einerseits kontraproduktiv, denn es gibt kaum jemanden, der die
Beherrschung der deutschen Sprache nicht als oberste Priorität ansieht,
und so ein Angebot torpediert das und fördert gerade das Entstehen von
Parallelgesellschaften. Andererseits stellt sich die Frage, warum die
gerade eingetroffenen Flüchtlinge Führerscheine brauchen und wer ihnen
das finanzieren soll. Wir Steuerzahler als Willkommensgeschenk? Und ein
Auto gleich dazu, oder wie?
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Mal ein seltener Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sein
Geld vermutlich wert ist: Eine halbstündige Sendung beschäftigt sich mit
Parallelgesellschaften und Nicht-Akzeptanz des Grundgesetzes unter dem
Titel »Massenflucht – Toleranz für
reaktionären Islam(ismus)? – Ein Staat – Zwei Welten?«.
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Apropos ÖR: Die GEZ will mal wieder Beiträge von gerade angekommenen Flüchtlingen
kassieren.
-
Ein kanadischer Fernsehkommentar
zu Merkels Antwort, wie man der Islamisierung Deutschlands begegnen
kann (das war der – fahle – Witz, doch mehr in die Kirche zu gehen).
Selbsthaß, Selbstpeinigung für die Taten der Nazis – das ist die
Schlußfolgerung des Kommentators. Er wundert sich auch, daß die deutschen
Medien das mehr oder weniger einfach so im Raum stehen lassen. Auch wenn
der Kommentator sich als Jude outet und damit eine natürliche Antipathie
gegenüber Moslems nicht unwahrscheinlich ist, finde ich die Argumentation
durchaus nachvollziehbar.
-
Allerdings versagen die Medien in Deutschland nicht gänzlich. So gibt
es doch durchaus kritische Artikel, z.B. beim Spiegel (»Die Vertrauensfrage«), bei der Welt (»Merkel ruiniert Europa«) oder bei der FAZ (»Merkels Worte und Taten«, »Es gilt das Grundgesetz«). Und die Zahl solcher Artikel
wächst.
-
Auch in Frankreich ärgert man sich massiv über Merkel, sowohl in der
Politik als auch im Volk, wie die Süddeutsche Zeitung zu berichten weiß.
-
Die FAZ versucht sich in einer Zusammenfassung der Fakten über die
Flüchtlingskrise. Aber viel neues bringt sie nicht, unter anderem
auch deshalb, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die
Flüchtlingszahlen wie Staatsgeheimnisse behandele, wie der Autor
schreibt. Dann kann man ja davon ausgehen, daß alles noch viel schlimmer
ist, oder warum haben sie sonst etwas zu verbergen?
-
Willkommensgruß von der Zeit an die Flüchtlinge – in Deutsch, Englisch
– und
Arabisch. Ist es eine Frage der Zeit, wann das Blatt
hauptsprachlich in Arabisch erscheint? (pun intented…) Foristen
bemängeln an diesem Gastkommentar eines muslimischen Weltenwanderers so
einiges, insbesonders die fehlende Ermahnung, daß Frauen, inklusive
Ehefrauen, Töchter und Schwestern, hier in Deutschland gleichberechtigt
sind.
-
Was es doch für »nette« Zeitgenossen unter den Flüchtlingen gibt:
Sie nutzen geschickt die Unkenntnis ihrer Leidensgenossen am
Fahrkartenautomaten aus und ziehen ihnen das Geld aus der Tasche.
Noch ein bißchen schlimmer? Ok: 13jähriges Flüchtlingsmädchen wird im Flüchtlingsheim
vergewaltigt. Solche Leute heißt Merkel willkommen…
Dagegen ist es ja schon absolut harmlos, einfach mal die Notbremse im Zug zu ziehen, weil man ein anderes Ziel
hat und sich der Registrierung entziehen will.
Im Fall der Vergewaltigung wollte die Polizei sogar verhindern, daß die
Presse Wind davon bekommt. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
-
Allgemein sind wohl Übergriffe von Männern auf Frauen und Mädchen in
den Flüchtlingsheimen an der Tagesordnung, wie ein ernüchternder Artikel im Focus schreibt. Weiter berichtet
er:
…»Die Leute sind so ganz anders als wir«, sagt eine der beiden
freiwilligen Helferinnen. Viele Dinge würden sie ganz anders betrachten,
manche Regeln bei uns ignorieren, und irgendeine Form von Dankbarkeit
sei auch nicht zu verspüren…
Klar, wieso sollte man auch den Ungläubigen dankbar sein!
…daß junge Männer aus Afrika nachmittags beim Fußballtraining der
Mädchen zuschauen und obszöne Gesten zu den Kindern machen, ohne daß
irgendeine Behörde einschreitet…
…Viele kommen ohne jegliche berufliche Qualifikation…
-
Was die staatliche Täuschung über die tatsächlichen Verhältnisse
betrifft: In München werden bald viel weniger Flüchtlinge ankommen. Ebbt
der Strom etwa ab? Nein, es wird jetzt von der Bundespolizei anders
gezählt!
-
Die Bundesregierung spricht ja geflissentlich auch nur von der Zahl der
Flüchtlinge, die dieses Jahr in Deutschland ankommen. Die EU hat
jetzt aber die Katze aus dem Sack gelassen: Sie geht davon aus, daß mindestens 5 Millionen in die EU kommen werden. Bei
den jetzigen Verteilungsverhältnissen kann man sich ja ausrechnen, was
das für Deutschland bedeutet.
-
De Maizière hat eine weitere, ewig wiederholte Behauptung der Politik
als Lüge enttarnt. Ist schon die Blase geplatzt, daß die Flüchtlinge
den angeblichen Fachkräftemangel beheben könnten, erklärt er nun, daß die
Flüchtlinge auch nicht das demographische Problem der Überalterung und
Schrumpfung der Bevölkerung lösen könne.
-
Noch ein Offenbarungseid, der die bisherigen Eingeständnisse nochmal in
den Schatten stellt: Arbeitsministerin Nahles rechnet mit gerade mal 10% der
Flüchtlinge, die qualifiziert genug sind, um sich in die Arbeitswelt
integrieren zu lassen. Und in diesen 10% sind noch die jungen
Menschen dabei, die eine Ausbildung beginnen könnten, also der
Gesellschaft auf Sicht nur Geld kosten. Effektiv also eine einstellige
Prozentzahl. Damit wird das ganze Gerede von dem positiven Effekt für die
Wirtschaft und die Altersstruktur (aus dem das Rentenproblem entsteht)
endgültig als völlig haltlos demaskiert.
-
Die Zustimmung zu Merkels Flüchtlingspolitik scheint zu kippen. Waren
es letztens zwei Drittel der Bevölkerung, die das ganz toll fanden,
so ist jetzt der Anteil auf unter die Hälfte gefallen.
-
Auch innerparteilich kommt Merkel immer weiter in Kritik. Laut einem
Tweet reagiert diese mittlerweile ziemlich patzig:
Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind
sie halt da.
Mal sehen, ob das dem Bürger auch egal ist…
-
Die Stimmung weiter anheizen werden die ersten nun stattfindenden
Verteilungskämpfe, die schon länger vorhergesagt, aber bislang immer
bestritten wurden. Nicht nur die Enteignung von leerstehenden gewerblichen Immobilien steht
unmittelbar bevor, sondern es wurden jetzt auch den ersten Mietern von Sozialwohnungen gekündigt, damit dort
Flüchtlinge einziehen können (befragte Rechtsanwälte sehen das jedoch als
illegal an – mal sehen, was die Gerichte sagen werden).
-
Von FDP-Lindner kommt nach langem Schweigen auch mal ein klares Wort
als Entgegnung auf die blöden Sprüche der Gutmenschen, daß sich
Deutschland verändern müsse, und positioniert sich damit irgendwo in der
Mitte.
-
Wie die EU so langsam an dem Flüchtlingsproblem zerbricht…
TTIP
Wohl auf Druck der Gegner will Cecilia
Malmström bei den Schiedsgerichten nachbessern und ein unabhängiges
Gericht mit zwei Instanzen schaffen. Einerseits ist jedoch die Zustimmung
der amerikanischen Seite völlig unklar, andererseits lassen sich die Gegner
davon nicht beeindrucken oder gar spalten. Sie fordern zu recht weiterhin
das sofortige Einstampfen von TTIP & CETA.
Auf nach Berlin am 10. Oktober!
Sonstiges
-
Tja, das von den Bürgern noch hochgeschätzte Bundesverfassungsgericht
ist auch nicht mehr, das, was es einmal war, wie wir jetzt schon mehrfach
schmerzlich feststellen mußten. Das setzt sich leider fort: Die Linke forderte mehr Oppositionsrechte bei Vermittlungsausschüssen
ein und verlor. Auch die ÖDP klagte, und zwar gegen die
Parteienfinanzierung, und verlor. Laut Stern-Blog das Kernargument der Richter: »Die ÖDP habe
die von ihr angegriffene Praxis ja ›jahrelang hingenommen‹, ihre Klage
komme zu spät.« Wow!
-
Womit Genderisten sich so beschäftigen: Mit dem Ausschluß von Leuten
aus den eigenen Reihen. Wenn man versucht, die Begründung syntaktisch und
semantisch zu lesen (was die Welt getan hat), sieht man, wie durchgeknallt die
sind.
-
Nachdem kürzlich der Schriftdesigner Hermann Zapf starb, ist jetzt ein
anderer großer (bzw. noch größerer) Schriftdesigner von uns gegangen:
Adrian Frutiger.
-
Mit welchen kranken Hirnen der Westen – auch Deutschland – Geschäfte
macht, wird mal wieder überdeutlich: Saudi Arabien will einen jungen Mann köpfen und kreuzigen, weil er
mit 17 Jahren an einer Demonstration teilgenommen hat.
-
Ich hatte ja schon mehrfach von dem Jura-Professor geschrieben, der
amerikanischer Präsident werden will, um die USA demokratischer zu
machen. Hier ein Interview mit Ars Technica.
Flüchtlingsdrama
-
Merkel läßt sich von den Flüchtlingen feiern wie ein Popstar,
Selfies mit inbegriffen. Und dann der Spruch: »Das Grundrecht auf Asyl
kennt keine Obergrenze« – oh doch, es gibt sie – siehe Edward
Snowden!
Blödes Geschwätz! Das ist soetwas von opportunistisch und einfach nur
noch widerlich. Sie muß es ja nicht zahlen, und sie wird auch für die
anderen Konsequenzen nie zur Rechenschaft gezogen werden (außer einer
Abwahl vielleicht). Außerdem kann man damit wunderbar von allen anderen
Problemen, wie die Griechenlandkrise oder die NSA-Affäre, ablenken. Da
kommt natürlich so ein Spruch leicht von den Lippen.
Aber angeblich steht ja die Mehrheit der Deutschen dahinter. Aber was
heißt das schon? Solche Begeisterung – wenn auch in anderer Richtung –
hatten wir ja schon mal. Das ist wohl das Wesen des Deutschen.
-
So ähnlich sieht das der Kabarettist und Deutsch-Türke Serdar Somuncu
(bekannt auch aus der Heute-Show): Er rechnet mit der Politik und den
Gutmenschen ab und bezeichnet das als Selbstdarstellungsspektakel.
-
Interessant ist, daß selbst der Zentralrat der Muslime die Einwanderung
der arabischen Glaubensbrüder und -schwestern kritisch sieht. Sein
Vorsitzender, Aiman Mazyek, findet ziemlich klare Worte:
»Aber was ist mit denen, deren Einbürgerung noch in ferner Zukunft
liegt? Auch die sollten schnell lernen, wie ich eine Fahrkarte ziehe,
mein Kind in der Schule anmelde, aber auch, was ein Rechtsstaat mit
Religionsfreiheit ist, und daß der respektvolle Umgang mit der großen
Gruppe der Nichtgläubigen eine völlige Selbstverständlichkeit
ist.«
»So wie wir sagen, daß rechtsradikale Gewaltexzesse nicht zu
Deutschland gehören, müssen und werden die Flüchtlinge die
elementaren Spielregeln unseres Landes verinnerlichen, sonst gehören sie
auf Dauer nicht hierher. Dazu gehört, daß Konflikte aus den
Heimatländern hier nicht ausgetragen werden. Das ist existenziell, um
den Frieden zu sichern.«
(Ich störe mich zwar an dem Begriff »Nichtgläubiger«, aber sei’s
drum!)
In einem Zeit-Artikel wird er ähnlich zitiert: »Jene, die meinen, hier
in Deutschland ihre Konflikte auszutragen, die haben sofort ihr Recht,
hier zu weilen in Deutschland, verwirkt. Die haben hier nichts zu
suchen.«. Es müßten klare Regeln für die Neuankömmlinge aufgestellt
werden.
Er hat auch angeregt, das Grundgesetz ins Arabische zu übersetzen und
es den Flüchtlingen in die Hand zu drücken. Ersteres ist wohl nicht
nötig, wie die Zeit anmerkt, denn es ist beim Bundestag bestellbar. Das
hilft aber nicht, wenn es dort liegenbleibt.
Ich weiß ja beim Mazyek nie so recht, woran ich bin, wenn er mal im
Fernsehen an einer Talkrunde teilnimmt. Meint er es mit seinen eher
liberalen Äußerungen ernst oder ist er bloß ein Wolf im Schafspelz? Egal
wie, ich glaube, die Äußerungen sind nicht ganz uneigennützig. Denn es
ist klar, daß wenn es hier rund geht, dann wird nicht mehr groß
unterschieden.
Solche klaren Worte hätte ich übrigens auch von unserer Bundesregierung
erwartet. Aber es wird lediglich ein bißchen im Bundestag darüber – mit ein
paar »man muß«-Statements – debattiert, was aber bei den Flüchtlingen
definitiv nicht ankommt, da sie weder Bundestags-TV sehen noch Spiegel,
FAZ oder die Zeit lesen. Der Artikel erwähnt übrigens, daß den Grünen
jetzt das Licht aufgeht, von dem ich in meinem vorletzten Blogeintrag
schrieb: Nämlich, daß das Verständnis der herbeigesehnten Flüchtlinge für
Gleichberechtigung und Homosexualität wohl diametral zu dem der Grünen
stehen wird.
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Mit der Frage, wie man die syrischen Moslems zur Staatstreue statt zur
Religionstreue bewegen kann, beschäftigt sich auch dieser Zeit-Artikel. Es werden u.a. muslimische Sozialarbeiter
vorgeschlagen, aber es schwingt da ein gehöriges Maß Mißtrauen mit – ob
man damit nicht den Bock zum Gärtner macht…
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Um die Chancen für ein Asyl in Europa zu erhöhen, konvertieren viele Syrier vor ihrer Abreise noch schnell zum
Christentum, bevor sie sich auf den Weg machen, denn dann sind sie ja
religiös verfolgt. Hmm, und wenn Asyl gewährt wurde, was dann? Kommt dann
die Rolle rückwärts?
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Flüchtlinge: Goldrausch in Deutschland.
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Die Linke ist bedauerlicherweise manchmal die einzige Partei, die
Wahrheiten ausspricht: USA sind der Hauptverursacher des Syrienkonflikts. Aber Moral ist
ja eh kein Ding der USA, deshalb werden auch nur ein paar Tausend Flüchtlinge aufgenommen. Der Artikel
schreibt noch von ein paar Hundert, aber mittlerweile hat die USA die
Zahl etwas erhöht. Nichtsdestotrotz bleibt das ein lächerliches
Feigenblatt und ein Armutszeugnis.
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Dazu paßt eine
Verschwörungstheorie von Fefe
zu dem Syrienkonflikt., auch wenn ich sie nicht wirklich glaube
(außer den Teil mit der Pipeline).
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Der Spiegel versucht der Frage nachzugehen, warum die Flüchtlingszahlen gerade so hoch sind.
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Über einen Forumsbeitrag bei der Zeit habe ich diesen Kommentar über das Flüchtlingsdrama gefunden. Ich weiß
zwar nicht, wo der Autor politisch steht, aber ich kann seiner Kritik
weitestgehend zustimmen – wie das Drama von unseren Politikern
ausgeschlachtet und gar forciert wird – was er als Rechtsbruch sieht –,
wie die Medien das auch noch unterstützen und wie das auch von dem IS
ausgenutzt werden könnte.
Letzteres finde ich auch einen nicht uninteressanten Aspekt. Man kann
die Islamisierung, wie sie im Koran geboten wird, auch so vorantreiben,
indem man sie zur Flucht in die Diaspora treibt. Die eingebürgerten
Flüchtlinge zu radikalisieren und die Machtübernahme vorzubereiten, kann
man sich für später aufheben.
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Ramelow will den Solidaritätszuschlag für die Flüchtlinge
ausgeben. Wie schön man doch das Geld der anderen ausgeben kann…
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Langsam rasten sie völlig aus. Alle Vorschriften und Verordnungen, mit denen der Staat uns Bürger
seit Jahren quält, werden plötzlich irrelevant. Und studieren wollen,
aber kein Zeugnis (mehr) haben? Kein Problem! Also: Beim Abi
durchgefallen? Ab unter die Sonnenbank, Haare schwarz färben, kaputte
Klamotten anziehen und in München Pasing in die S-Bahn Richtung
Hauptbahnhof einsteigen. Dann klappt das schon mit dem
Medizinstudium!!!
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Angeblich versehentlich hat die Bundesregierung eine Quasi-Amnestie bis Ende des Jahres für Vergehen gegen das Asyl- und
Aufenthaltsrecht geschaffen. Einmal mit Profis arbeiten!
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Merkels uneingeschränktes Gutmenschentum geht langsam der CSU auf den
Geist (siehe auch hier):
Am deutlichsten äußerte sich Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich:
Die Entscheidung, Flüchtlinge aus Ungarn unkontrolliert und
unregistriert ins Land zu lassen, sei »eine beispiellose politische
Fehlleistung« der Bundesregierung und werde »verheerende
Spätfolgen« haben, sagte der CSU-Politiker der »Passauer Neuen
Presse«.
Angesichts Zehntausender Flüchtlinge, die sich unkontrolliert und
unregistriert durch Deutschland und Europa bewegten, beklagte der
frühere Bundesinnenminister: »Wir haben die Kontrolle verloren.«
Friedrich warnte davor, daß IS-Kämpfer und islamistische Schläfer
mit den Flüchtlingen unbemerkt ins Land kommen könnten. »Ich bin
jedenfalls überzeugt, daß kein anderes Land der Welt sich so naiv und
blauäugig einer solchen Gefahr aussetzen würde«, kritisierte
Friedrich.
Ich mag Friedrich zwar nicht sonderlich, aber da muß ich ihm recht
geben.
-
Das ZDF macht jetzt bei der Schmierenkommödie mit. »Weitere
Sendungen wie diese brauchen wir nicht«, schreibt der Kommentator…
Nachtrag: Noch deutlicher ist die Kritik der FAZ, wobei der ZDF-Spezial-Abend letztendlich nur ein
Aufhänger für eine umfassende Kritik an Merkels scheinheiliger
Asylpolitik ist.
Interessante Positionen:
TTIP
Überwachung, Datenschutz & Co.
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Presseverbände und TV-Sender
protestieren gemeinsam gegen die Vorratsdatenspeicherung und
Kriminalisierung von Wistleblowern. Was meinen Sie dazu, Frau Merkel?
Was? Sie müssen weg? Ein neuer Flüchtling ist gerade in München
angekommen?
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In einer (unverbindlichen) Resolution fordern die EU-Parlamentarier ein
Ende der Massenüberwachung und den Schutz von Wistleblowern, wie The Register berichtet.
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Datenschutzabkommen mit den USA zum Austausch von Ermittlungsdaten
unterschriftsreif. Erstmals sollen Europäer Klagerecht in den USA
bekommen. Ich fürchte aber, daß da vieles Negative drinsteht, was uns
nicht erzählt wird. Denn die Amerikaner gehen nicht aus Verhandlungen,
ohne daß sie einen großen Vorteil für sich herausgeholt haben.
Nachtrag: Artikel von Heise: »Keine Höchstspeicherfristen, aber Einschränkungen
bei der Einsichtnahme«.
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Wie schon mehrfach berichtet, kämpft Microsoft darum, in Irland
gespeicherte Daten nicht an die amerikanische Justiz bzw. Geheimdienste
weitergeben zu müssen. Jetzt ist das Berufungsverfahren offiziell
eröffnet worden (Ars Technica, Politico, Heise).
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Ähnlich versucht Apple, Daten nicht
herausgeben zu müssen, die sie auch gar nicht hat, weil die Daten auf
den Endgeräten ver- und entschlüsselt werden und Apple die
kryptographischen Schlüssel nicht kennt. Letztendlich führt das zu der
Frage, ob amerikanische Unternehmen gezwungen werden können,
Hintertürchen in die Applikationen und Protokolle für den amerikanischen
Überwachungsstaat einzubauen.
-
Die schweizer Regierung will die Überwachungsbefugnisse ihrer
Geheimdienste stark ausweiten. Dagegen regt sich Widerstand, eine
Kampagne für ein Referendum ist geplant.
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Leistungsschutzrecht: Die VG Media hat vor dem Bundeskartellamt
die nächste Abfuhr erhalten, wie
Heise und Golem berichten. Googles Verhalten sei nachvollziehbar und
legitim. Für den vorgebrachten Wettbewerbsnachteil sei nicht Google
verantwortlich, sondern das Leistungsschutzrecht. Allerdings hätte wohl
das Bundeskartellamt Bedenken gehabt, hätte Google die durch VG Media
vertretenen Verlage komplett ausgelistet.
Sonstiges
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Opferrolle: Muslimische Flugbegleiterin fühlt sich diskriminiert, weil sie
wegen ihrer religiös motivierten Weigerung, alkoholische Getränke an die
Fluggäste auszuschenken, suspendiert wurde. Zufällig gleichzeitig
berichtet Fefe von einem
Papier, das über den Wandel von einer »Ehrenkultur« über eine
»Würdekultur« zu einer »Opferkultur«, wie sie im obigen Fall gerade
gepflegt wird (Feministen sind darin auch ganz stark), referiert.
-
Nachlese zu dem Hart-aber-fair-Aufguß zur Genderdebatte von Jan
Fleischhauer: »Unsere deutschen Kreationisten«
-
In letzter Zeit wird ja häufiger über Facebook-Kommentare berichtet,
die Flüchtlinge (aber nicht nur) auf die übelste, menschenverachtenste
Art und Weise beschimpfen. Als Gegenbewegung ist jetzt ein Trend der
»Gutmenschen« entstanden, der menschlich nicht besser ist. In einer Form
von Mobbing-Lynch-Justiz werden die Autoren der Haß-Kommentare demaskiert
und bei ihren Arbeitgebern angeschwärzt mit dem Ziel, daß sie ihren
Arbeitsplatz verlieren. Fefe
berichtet von dem mir bislang unbekannten Phänomen und bringt auch
noch einen Link zu einem Interview mit Udo Vetter (Lawblog) über diesen Schwachsinn.
-
Ein weiteres Gutachten wirft dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen
Marktverzerrung und Preisabsprachen vor. Es geht es um die
Tochterfirmen von ARD und ZDF, die den freien Markt kaputtmachen.
Korruption ohne Ende in diesem Sauhaufen.
-
Lawrence Lessig hat genug Geld gesammelt für seine
Präsidentschaftskandidatur (über die ich berichtete).
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Der Brexit wird wahrscheinlicher, die Stimmung ist gekippt. Das Flüchtlingsdrama dürfte daran
beteiligt sein und das wird sich bis zur geplanten Abstimmung nächstes
Jahr nicht entschärfen lassen.
Überwachung, Zensur, Datenschutz
-
Die Meldung ging praktischerweise in der Flüchtlings-Nachrichtenflut
unter: Über einen längeren Zeitraum
hat der BND der CIA direkten Zugriff auf die innerdeutsche
Telekommunikation gegeben.
-
Deutschland ist ein strikter Gegner der Netzneutralität bei den
Verhandlungen auf EU-Ebene, und kommt wie auch EU-Kommissar Oettinger
immer mit dem Argument der autonomen Fahrzeuge, die eine priorisierende
Infrastruktur bräuchten. Golem hat bei der Politik um Details nachgefragt und
festgestellt, daß das wie vermutet nur heiße Propaganda-Luft ist.
Konkrete Szenarien, wo und wie dies benötigt würde, konnten nicht benannt
werden.
-
Jemand hat sich die Mühe gemacht, eine Zeitleiste zur Entwicklung der Vorratsdatenspeicherung von der
ersten Idee bis heute mit allen Ereignissen auf deutscher und
europäischer Ebene zu erstellen. Lohnenswert, sich das mal anzuschauen
(via Netzpolitik). Ich fände es sowieso nicht schlecht, wenn alle
Überwachungsmaßnahmen, staatlich und kommerziell, von den Gegnern mal
zentral dokumentiert werden würde. Vielleicht würde das den vielen
Datenschutz-Agnostikern, die dumpf auf ihrem Handy herumtippend durch die
Welt spazieren, mal die Augen öffnen.
-
»Daten gehören in die Hände der
Nutzer«, so lautet der Tenor des Manifests, das die Free Software
Foundation aufgestellt hat. Ich fürchte, das wird in der Gesellschaft
leider untergehen wie ähnliche Versuche zuvor. Es fehlt das Bewußtsein
(siehe vorherigen Punkt).
-
Wenn die Daten schon mal da sind, dann kommt die Versuchung. Das ist,
was die Datenschützer immer sagen. Und so passiert es auch, wie jetzt in
Ungarn mit den biometrischen Daten der
Bürger.
-
Nein, doch, ohhh! IT-Industrie unterstützt TiSA. Moral ist halt nichts für den
Kapitalismus. Und aus diesem Grund
lehnt die IT-Industrie auch die
EU-Datenschutzreform ab.
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Maas fordert von Facebook
Zensur. Ja, selbst zu mir ist schon gedrungen, welche wirklich
widerlichen Kommentare da abgesetzt wurden und werden, aber dafür ist das
Strafrecht zuständig. Und wie man lesen kann, wurde tatsächlich jetzt ein
Facebook-Nutzer wegen seiner Hetze mit einer Geldstrafe belegt.
Maas hat sich mittlerweile dermaßen diskreditiert, daß ich auf eine
Abfuhr hoffe, wenn er sich bei der nächsten Bundestagswahl als Kandidat
aufstellen läßt, wie er kürzlich verkündete.
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Merkel wieder mal beim Lügen erwischt:
Die Landesverratsanzeige war entgegen
Aussagen schon seit April bekannt.
EU-Geldpolitik
Im Schatten der Berichterstattung über die Flüchtlinge wird eifrig von
den EU-Schergen weiter konspiriert. Während Draghi weiterhin illegal
Staatsanleihen aufkauft, bereiten andere schon mal die EU-Transferunion mit eigenem Finanzkommissariat vor, mit dem der Euro »unumkehrbar« gemacht
werden soll. Und damit die Bürger an der Wahlurne nicht ihrer Meinung
entsprechend reagieren, sollen die Verhandlungen (mit denen das Vorhaben in
die breite öffentliche Wahrnehmung tritt) erst nach den nächsten Wahlen in
Deutschland und Frankreich beginnen. Vor den darauffolgenden Wahlen soll
dann schon alles unter Dach und Fach sein. Soviel Mühe bräuchten die sich
zumindest in Deutschland gar nicht machen, denn bei den Mainstream-Partien
in Deutschland ist das sowieso wieder alternativlos und nicht wert, in
einem Referendum darüber entschieden zu werden, wie bei allen anderen
EU-Richtungsentscheidungen auch.
Urheberrecht
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Heise berichtet von einer
Expertengruppe, die das verkorkste
Urheberrecht neu ordnen möchte. Zentraler Punkt scheint zu sein, die
Urheber zu stärken und die Verwerter zu schwächen. Idee ist, die
Verwertungsrechte ähnlich wie Patentrechte zeitlich zu beschränken und
immer teurer werden zu lassen. Danach soll der Urheber seine
Verwertungsrechte zurückbekommen, falls er sie exklusiv abgetreten hatte.
Und das ist schon das Todesurteil für diesen Vorschlag, egal, ob er nun
gut oder schlecht ist, denn gegen die Lobbymacht der Abkassierer wird er
keine Chance haben.
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Die Einsetzung des Verwerter-Vertreters Dieter Gorny als
Digitalbeauftragten der Bundesregierung durch Wirtschaftsminister Gabriel
stellt sich zunehmend als untragbaren
Skandal dar.
Propaganda
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Telepolis geht der Frage nach, wie die Flüchtlinge wohl zu den DIN-A3-Hochglanz-Fotos von Merkel
gekommen sind und hat bei den entsprechenden Presseagenturen nachgefragt.
Von dort haben sie aber keine klaren Antworten bekommen - die Fotografen
bestreiten, das inszeniert zu haben. Zu Recht ist es ziemlich
zweifelhaft, daß die Flüchtlinge hochauflösende DIN-A3-Prints von ihrem
Ausgangspunkt in Syrien oder sonstwo mit sich führen und sie auch noch so
pflegen, daß sie bis Ungarn knitterfrei überstehen. Das hätte schon
Anbetungscharakter, und Merkel wäre die erste Heilige im Islam!
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Geschichtsklitterung in texanischen Schulbüchern, im Namen der
Religion: Die Väter der amerikanischen Verfassung hätten sich von der Bibel
inspirieren lassen…
Gender-Schwachsinn
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An der Uni Kassel gibt es einen Streit um die »Gender Studies« zwischen AStA/Universität Kassel
und einem honorigen und in der Evolutionstheorie sehr bewanderten
Biologie-Professor, der über die eklatante Unwissenschaftlichkeit der
»Gender Studies« herzieht. Der hätte in die Neuauflage der »Hart
aber fair«-Sendung, die am 7. September ausgestrahlt wird, eingeladen
werden müssen (die alte Sendung ist übrigens wieder zurück in der
ARD-Mediathek!).
Sonstiges
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Ein Gericht hat jetzt erstmals ein Urteil gefällt, wie lange ein
»Elefantenrennen«, also ein Überholmanöver eines LKW auf der Autobahn
dauern darf: 45 Sekunden. Gut zu wissen, dann werde ich ab jetzt ab
Sekunde 46 in Dauerhupen übergehen… ;-)
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Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, daß Teile des Koran schon vor Mohammed existiert haben sollen. Laßt
das bloß nicht die Salafisten hören.
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Der Auftritt der »Scharia-Polizei« in Wuppertal scheint endlich
juristische Konsequenzen zu haben. Der Focus schreibt von bis zu zwei Jahren Haft, die den Leuten drohen. Aber wie ich
unsere Justiz kenne, kommt da ein Urteil heraus, über die sich die Täter
totlachen werden.
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Ja, schon ein paar Tage alt: ARD will sich das von den Zwangskunden
zuviel gezahlte Geld, das auf einem Sperrkonto liegt, ziemlich unverblümt
unter den Nagel reißen, und selbst das reicht denen nicht (Spiegel mit Kommentar, Heise, Welt).
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Clans in den No-Go-Areas werden immer aggressiver. Daran, bzw.
die Zunahme solcher Zustände werden wir uns gewöhnen müssen:
»Kriminalität welcome« heißt es doch, oder verwechsele ich da gerade
etwas? (Irgendjemand hatte mal in einem Forum die Frage gestellt,
woher wir wüßten, daß ein hier ankommender syrischer Flüchtling in
Opferrolle in seiner Heimat nicht seinen Nachbar umgebracht hat, weil der
eine andere Meinung hatte – ich zumindest weiß es nicht! Zudem bringen
nicht wenige kriminelle Energie mit – angefangen von Geschäften mit
Schleusern, illegaler Einreise, Vernichten von Papieren bis hin zum Kauf
von gefälschten Papieren)
Ist die Welt sowieso schon verrückt, dann potenziert sich das in
diesen Tagen…
Meinungsdiktatur
Es ist wieder soweit: War letztens jeder, der nicht uneingeschränkt den
Euro und Griechenland retten wollte, ein Anti-Europäer und ein Nationalist,
so findet im Moment die gleiche Schwarz-Weiß-Malerei in der
Flüchtlingsdebatte statt. Das fängt damit an, daß die Politik und die
Medien sich an ihrer selbsterklärten »Willkommenskultur« für die nach
Deutschland einströmenden Ausländer hochziehen – ja, ich möchte schon fast
sagen – aufgeilen: Ach, was sind wir bloß für gute Menschen!
Damit ihr Hochgefühl nicht getrübt wird, werden die Leute, die das in
irgendeiner Form kritisch sehen, marginalisiert und stigmatisiert.
Zweit- und drittklassige Politiker, Musiker und Stars wie Sigmar Gabriel,
Campino, Til Schweiger, Joko und Klaas und Oliver Kalkofe packen alle
Kritiker, vom Facebook-Kommentierer bis zum Steinewerfer und Brandstifter,
in einen Topf und beschimpfen sie mit einem ähnlichen Haß, wie der, den sie
diesen Leuten vorwerfen. Und genauso, wie jeder glaubte, an der Ice Bucket
Challange mitmachen oder »Je Suis Charlie« twittern zu müssen, so rufen sie
heute »Refugees welcome« in die Kamera oder ins Mikrofon.
In einem Tagesschau-Kommentar, den ich mit ansehen mußte, wurde völlig
ohne Beleg behauptet, die schweigende Mehrheit würde das Fallen der letzten
Schranken, das Aufheben des Dublin-Abkommens, die faktische Einladung an
die Welt, nach Deutschland zu kommen, uneingeschränkt unterstützen
(eingebettet war das in ein Loblied über Merkel, das eine nordkoreanische
Nachrichtensprecherin vor Neid erblassen ließe).
Aber irgendwie findet hier eine massive Realitätsverzerrung statt.
Ein nur bedingt kritischer Kommentar in der FAZ von Jasper von
Altenbockum zu Merkels »wir schaffen das«-Blabla zum Beispiel wird von
den Lesern heftig kommentiert. In den mittlerweile hunderten
Leser-Kommentaren stellt sich eine Meinung dar, die diametral zu der
öffentlich verbreiteten steht. Ich kann wirklich nur empfehlen, da ein
bißchen herumzulesen! Ähnliche Realitätsverzerrungen gab es wohl auch in
der »Hart aber fair«-Sendung zu diesem Thema.
In vielen Kommentaren werden interessante Fragen gestellt. Zum Beispiel,
wie das mit der Demokratie vereinbar ist, daß die Deutschen keine
Möglichkeit haben, zu entscheiden, was passiert, dafür eine fremde
Menschenmenge uns ihren Willen aufdrängt. Oder die Frage, wer denn die
kaputten Länder, aus denen die Menschen zu uns kommen, wieder aufbauen
sollen, wenn die »Fachkräfte« dauerhaft in Deutschland bleiben. Viele sind
auch überzeugt, daß das erstmal die Vorhut ist – Ehefrauen, Kinder,
Geschwister und Eltern warten nur darauf, irgendwie nachzukommen. Daß dies
keine unbegründete Furcht ist, wird auch immer wieder in den Interviews
deutlich, die die Presse bringt, z.B. hier. Da kann sich die Zahl leicht vervielfachen. Viele Deutsche
fühlen sich auch als Bürger zweiter Klasse. Schulen verkommen seit vielen
Jahren, aber mit den Flüchtlingen ist plötzlich Geld da. Viele sehen eine
massive Diskrepanz zwischen dem, was behauptet wird und was sie selber mit
den Flüchtlingen erleben. Die Leute fühlen sich von den etablierten
Parteien im Stich gelassen, was der neuen AfD Freude bringen könnte.
Hier noch weitere Artikel:
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Bericht aus NRW: »Das derzeitige System wird kollabieren«
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Die Flüchtlinge wollen nach Deutschland, weil es hier die beste
Verpflegung gibt und auch das meiste Geld. Die britische Zeitung The
Economist hat ein paar Länder in ihrer Asylpolitik verglichen. (via Zeit)
-
Für die abgebrannte Turnhalle wurde in allen Medien die rechte Szene
verantwortlich gemacht. Daß aber sehr wahrscheinlich spielende Kinder eines benachbarten Flüchtlingsheimes das Feuer
gelegt haben, wird dann aber von vielen Medien nicht mehr
berichtet.
-
Reaktionen im europäischen Ausland: Viele Länder loben oder verfluchen
Deutschland – so oder so. Ich denke, das Lob kommt gerade aus den
Ländern, die als alternative Ziele für die Flüchtlinge gelten – nach dem
Motto: Jeder, der nach Deutschland kommt, geht nicht zu ihnen. Die
anderen – zum Beispiel Tschechen und Slowaken oder Ungarn (auch hier) beschweren sich, weil sie bislang kaum Flüchtlinge
aufnehmen und fürchten, daß die EU sie dazu zwingen wird, und schieben
die Verantwortung auf Deutschland ab. Zu Recht, wie ich meine –
Deutschland hat m.E. mit seinem Verhalten den Treck erst richtig
angekurbelt. Serbien beschwert sich zum Beispiel, daß die Flüchtlinge in Deutschland mehr Geld bekommen, als man
durchschnittlich in Serbien verdient (580 Euro vs. 400 Euro!).
-
Das Flüchtlingsdrama allgemein und speziell am Channel Tunnel in Calais könnte den EU-Austritt Großbritanniens wahrscheinlicher machen. Nicht nur,
daß die Stimmung im Land wegen der EU-Flüchtlingspolitik immer schlechter
wird, es könnte auch der Versuch Camerons scheitern, mit dem Referendum
im Rücken bei der EU irgendwelche Zugeständnisse herauszuholen und damit
die britischen Bürger zu einem Verbleib zu bewegen. Aufgrund der
Blockadehaltung Großbritanniens in der Flüchtlingsfrage entsteht bei den
anderen EU-Ländern eine reflexartige Blockadehaltung gegenüber eben
etwaiger Zugeständnisse.
-
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine Beschreibung des Asylrechts auf seiner Homepage. Dort steht
explizit:
Allgemeine Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen
oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung
grundsätzlich ausgeschlossen.
Demnach wären ziemlich viele Flüchtlinge nicht asylberechtigt. Zwar
steht da noch etwas von staatlicher und quasi-staatlicher Verfolgung,
aber ich gehe davon aus, daß der IS Moslems selbst nicht systematisch
verfolgt. Somit stelle ich mir die Frage, ob Deutschland mit seiner
»Willkommenskultur« nicht deutsches Recht bricht bzw. brechen will.
-
Langsam bricht allerdings die Meinungsdiktatur der Gutmenschen wieder
ein bißchen auf, wie z.B. in dem Fleischhauer-Kommentar auf Spiegel-Online.
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Wie schon berichtet, wird mit den Flüchtlingen mittlerweile massiv Profit gemacht. Die Schlepper
dagegen beschimpft man…
Integrationsfähigkeit islamischer Flüchtlinge
-
Haben wir in Deutschland jetzt schon in Ghettos lebende Subkulturen,
die sich nicht integrieren lassen wollen, so wird das mit den nun
eintreffenden Flüchtlingen erheblich problematischer, wie de Maizière
eingesteht. Mit Verweis auf vier Millionen Muslime in Deutschland mit vorwiegend
türkischen Migrationshintergrund sagte er:
»Jetzt werden wir Hunderttausende arabisch geprägte Muslime bekommen,
und das ist, nach allem, was mir mein französischer Kollege sagt, ein
erheblicher Unterschied in Sachen Integration.«
Davon abgesehen erwähnt er, daß wohl 15-20% Analphabeten sind (unter
allen Flüchtlingen). Fachkräfte sind das schon mal nicht, es ist eher
davon auszugehen, daß die auf unseren Taschen liegen werden, sollten sie
hierbleiben dürfen.
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Wie integrationsbereit die Anhänger der Haß-Religion sind, konnten wir
neulich in Suhl sehen. Der Focus hat ein neues Video veröffentlicht, das die Randale
innerhalb des Gebäudes zeigt – mit den schon erwähnten »Allahu
akbar«-Rufen und ziemlicher Gewalt.
Die Welt hat einen längeren Artikel über das Flüchtlingsheim in Suhl
veröffentlicht und schreibt im Titel »Durch Religion und Testosteron
ist die Krise Alltag«. Es wird dort auch der Hintergrund der Randale
ausführlich beschrieben. Demnach wurde ein zum Christentum gewechselter
Afghane von den Muslimen gemobbt und keiner wollte ein Zimmer mit ihm
teilen. Das eskalierte dann zu einem Streit, der in das Herausreißen von
Seiten aus dem Koran mündete.
-
Ja, ich schreibe Haß-Religion, weil mir keine andere Religion bekannt
ist, die sich so sehr mit »Ungläubigen«, Abtrünnigen oder bloß Kritikern
oder Zweiflern und der Bestrafung all dieser, bis hin zu deren
Vernichtung, beschäftigt und die auch einen dermaßen ausgeprägten
inhärenten Haß gegenüber Frauen besitzt. Und ich sehe mich in dieser Studie bestätigt, die vom Spiegel mit »jung, muslimisch,
brutal« zusammengefaßt wird.
In diesem Zusammenhang muß ich mich über die Grünen wundern, die sich
in Hinblick auf Homosexualität und die Rechte der Frauen ihre eigenen
Todfeinde ins Land holen wollen. Das ist entweder multiple
Persönlichkeitsstörung – oder Masochismus.
Ich frage mich, ob es zuviel verlangt ist, daß jemand, der eine
Gastfreundschaft annimmt, sich auch wie ein Gast benimmt, also lokale
Sitten und Gebräuche akzeptiert – und bei einem permanenten Aufenthalt,
sich auch integriert, also diese Sitten und Gebräuche auch praktiziert. Für
Deutschland gehört dazu, das Grundgesetz und auch die Freiheit eines jeden
(auch der Frauen) uneingeschränkt anzuerkennen und seinen Glauben hinten
anzustellen.
In eigener Sache
Ich bin froh, daß ich in meinem Blog keine Kommentarfunktion habe. Selbst
wenn man mich nicht beschimpfen und in die rechte Ecke stellen würde, denke
ich, mir würde man zumindest Herzlosigkeit vorwerfen. Aber ich halte es
einfach für falsch, was da gerade passiert. Die Menschen müssen ihre
Konflikte selber lösen und nicht in die Welt tragen. Und Europa und die
anderen Großmächte müssen helfen – nicht nur mit Millionen- und
Milliarden-Beträgen, Nahrung und Medizin für die Flüchtlinge vor Ort,
sondern auch generell mit einer Wirtschaftspolitik, die den Menschen das
Leben in ihren Ländern ermöglicht und die Entwicklung einer prosperierenden
Wirtschaft und einer Zivilisationskultur in ihren Ländern erlaubt. Dazu
gehört beispielsweise, in Afrika die lokalen Nahrungsmittelproduzenten
nicht länger mit billigen europäischen Produkten kaputtzumachen, das
Abfischen vor den afrikanischen Küsten zu unterlassen und die
unverarbeiteten Ressourcen (Erze, Öl, Kaffee, Kakao usw.) nicht unfair
billig abzukaufen. Und sollten unter den Flüchtlingen tatsächlich
Fachkräfte sein, wie immer behauptet wird, werden die in ihren Ländern
gebraucht, um sie (wieder) aufzubauen. Der sonst stattfindende »Brain
Drain« wäre nur eine weitere Facette des desaströsen Neo-Kaptialismus, der
für viele Flüchtlingsgeschichten ursächlich ist.
Überwachung & Co.
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Ein Ex-Bundesverfassungsrichter
warnt eindringlich vor der Wiedereinführung der
Vorratsdatenspeicherung, spricht von einem »Neustart der
Geisterfahrer« und davon, daß die Bundesregierung bis heute nicht die
angeblichen Schutzlücken nennen kann, die durch die
Vorratsdatenspeicherung geschlossen werden sollen. Es handelt sich dabei
um Kurt Graulich, also genau um den Mann, der für den
NSA-Untersuchungsausschuß die NSA-Selektorenliste bewerten soll. Ein
schöner Affront. Und es schafft bei mir etwas Vertrauen, auch wenn
natürlich das ganze Verfahren um die Selektorenliste eine absolute Farce
ist!
Nachtrag: Bei Netzpolitik hat Graulich einen langen (juralastigen) Artikel veröffentlicht, in dem er seine
Kritik Punkt für Punkt erläutert. Das wird bestimmt dem AK-Vorrat
nützlich sein.
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Der Rechtsausschuß hat die Beteiligten der netzpolitik.org-Affäre
eingeladen. Maasen und de Maizière sind erst gar nicht gekommen, Range
und Maas widersprechen sich in der Frage, ob die Einstellung mit der
Drohung von Ranges Entlassung erzwungen wurde. Letztendlich wohl keine
neuen Erkenntnisse. (Heise,
Golem)
-
Durch die Vernetzung werden Automobile plötzlich angreifbar, und die
Autobauer fangen erst langsam an, sich überhaupt mit Sicherheitsaspekten
zu befassen. Das berichtet ein Artikel bei Golem. Bosch ist allerdings noch nicht so weit –
ein Manager tut das noch als rein akademisches Problem ab.
-
Nachdem nun bekannt ist, daß AT&T höchst bereitwillig und auch
gegen die US-Gesetze mit dem NSA zusammengearbeitet hat – und es
vermutlich auch noch tut, da nichts Gegenteiliges bekannt ist, entsteht
demnächst eine neue Gefahr für Autofahrer. Verschiedene
Automobilhersteller (von Audi, Ford, Volvo und Tesla ist die Rede) sind
offenbar dabei, Rahmenverträge mit AT&T zu schließen für die Kommunikation
zwischen Auto und Hersteller. Die NSA kann dann so auch genau
erfahren, wo sich die Fahrzeuge aufhalten. Die Identifikation der
Fahrzeuge und Korrelation mit dem Halter dürfte für die NSA nur ein
kleineres Problem sein. Auch wenn AT&T in Europa keine Funknetze
betreiben sollte (da bin ich nicht so informiert), wird das für
europäische Autofahrer zum Problem werden, denn die Zentralen, z.B. von
BMW, sind über AT&T vernetzt.
Flüchtlinge
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Eine Islamisierung findet nicht statt. Wer meint, daß mit den
Flüchtlingen nur ein toleranter Islam nach Deutschland käme, weil das ja
alles Opfer des Islamischen Staats (IS) oder Al-Qaida und deren
Verbündete sind, der irrt: In den Flüchtlingsunterkünften kommt es immer
wieder zu Auseinandersetzungen wegen Glaubensfragen, wie zum Beispiel im thüringischen Suhl: Dort haben bis zu 50
Flüchtlinge einen Mann angegriffen, der angeblich Seiten aus dem Koran
gerissen und in der Toilette weggespült haben soll (siehe auch
FAZ, Zeit). Nein, deren Islam ist ähnlich borniert, frauenfeindlich
und rückwärtsorientiert wie der des IS & Co. – nur ist er halt nicht
deckungsgleich und somit fühlen sich die Leute bedroht und flüchten. In
einem mittlerweile vom MDR zensierten Video
(momentan noch auf
YouTube zu sehen) kann man hören, wie die Flüchtlinge quasi im Chor
»allahu akbar« rufen, wie die IS-Leute, wenn sie gerade mal wieder einem
Menschen den Kopf abgeschnitten haben. Wir werden es dank unserer
Politiker und Medien wohl nie erfahren, was den einen Flüchtling bewegt
hat, den Koran zu zerreißen und die Seiten die Toilette hinunterzuspühlen
– könnte ja sein, daß jemand Verständnis dafür aufbringt. So hat der Ministerpräsident Ramelow auch sofort diese Aktion –
politisch korrekt – für nicht tolerierbar erklärt, hat aber wohl
großes Verständnis dafür, daß die Flüchtlinge – mit offensichtlichen
Respekt und Dankbarkeit gegenüber dem Gastgeber – nicht nur auf das
Opfer, sondern auch auf den Sicherheitsdienst, die Polizei und auf die
MDR-Reporter (ebenfalls in dem obigen Video zu sehen) mit Eisenstangen
und ähnlichem losgehen.
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Mutti meint, das Flüchtlingsproblem wie alle anderen Probleme aussitzen
zu können. Jedoch werden die Zahlen nach oben korrigiert, und wir sind
schon bei Schätzungen von 800.000 Leuten für dieses Jahr, was langsam
auch ziemlich ins Geld geht, von allen anderen Problemen abgesehen.
Von 10 Mrd. Euro ist die Rede, wobei natürlich die Summen unterschlagen
werden, die für die Flüchtlinge aus den vorhergehenden Jahren aufgebracht
werden müssen. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Ende der
Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Die Geschichten von den Ländern,
wo Milch und Honig fließen, ohne arbeiten zu müssen, wo man seinen
Familienclan nachholen kann, wenn man es »geschafft« hat, breitet sich
weiterhin wie ein Lauffeuer aus.
Auch die Äußerungen aller anderen Politiker, die meinen, etwas sagen
zu müssen, zeugen von Planlosigkeit und »man muß…«-Forderungen. Über
die Existenz des Flüchtlingsstroms und wie man das Problem an der bzw.
den Wurzeln (Nahost-Politik, Stop der ausbeuterischen Wirtschaftspolitik
gegenüber afrikanischen Staaten usw., inkl. finanzieller Unterstützung)
lösen könnte, wird natürlich gar nicht geredet.
Zensur
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Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird ja gerne als Lügenpresse
beschimpft, und wie es sich jetzt mal wieder herausstellt, zu recht.
Alles, was nicht der Staatsdoktrin entspricht, wird unterdrückt, ja,
zensiert.
Der jüngste Fall ist die Entfernung einer Folge des
ARD-/WDR-Polit-Talks »Hart, aber fair«. Konkret geht es um eine Sendung
über die unglaublichen Auswüchse des Feminismus, betitelt mit »Nieder mit
dem Ampelmännchen«. In dieser Sendung, die im Mai dieses Jahres lief,
wurden die Vertreter des Feminismus – die Bloggerin und Feministin Anne
Wizorek (die damals die #Aufschrei-Pöbelei im Netz gegen FDP-Brüderle
wegen seiner mißglückten Anmache losgetreten hatte) und der
Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter, ziemlich demaskiert und
lächerlich gemacht. Die Vertreter der staatlich geförderten Inkarnation
des Rassismus namens Feminismus konnten offenbar nicht ertragen, daß
diese Demütigung noch über die Seiten (Mediathek) des ARD abrufbar war,
und haben sich – vorerst mit Erfolg – beim WDR-Rundfunkrat beschwert, der
dann die Entfernung beschloß. Meldungen bei Stern, Focus, Spiegel und Heise. Die
Sendung kann man übrigens auf
YouTube noch
finden.
Die drei Kontra-Teilnehmer, FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, die
Journalistin Birgit Kelle und die Schauspielerin Sophia Thomalla drückten
ihr Unverständnis aus. Kubicki fordert die Rückgängigmachung der
Entscheidung. Thomalla gab dem Stern ein Interview zu dem Vorfall.
Im Heise-Forum fand ich Beiträge, die zeigen, daß das kein Einzelfall
ist. Zum einen wurde, wie weiter oben schon erwähnt, ein MDR-Bericht über den Krawall in dem Suhler Flüchtlingsheim
wegzensiert, in dem man u.a. »Allahu akbar«-Chöre hörte und
miterleben mußte, wie ein Kameramann vor den mit Stangen um sich
schlagenden Flüchtlingen flüchten mußte. Zweitens wollte »Aktenzeichen-XY ungelöst« einen Fall aus Dortmund
zuerst nicht senden (Welt-Artikel), weil der gesuchte Vergewaltiger eine schwarze
Hautfarbe haben soll und das Phantombild der Polizei folglich einen
schwarzen Mann zeigt. Auch ein Heute-Journal-Bericht über das
Milliardär-Brüder-Paar Charles G. und David H. Koch in den USA, das mit
einem Milliardenbetrag massiv in die US-Politik, inklusive Wahlkampf,
eingreift, soll verschwunden sein – offiziell ein Verwertungsrechtsproblem
(YouTube).
Verschwörungstheoretiker sehen da andere Gründe.
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In Spanien ist eine Frau zu einer deftigen Geldstrafe verurteilt
worden, weil sie ein auf einem Behinderten-Parkplatz stehendes Polizeiauto
fotografiere und das Bild dann im Internet veröffentlichte – mit
entsprechenden Kommentar. Zum Einsatz kam dabei ein kürzlich
verabschiedetes Gesetz, das als Knebelgesetz zur massiven Einschränkung
der Demonstrationsfreiheit und der Freiheit der Berichterstattung heftig
kritisiert wird. Laut Polizei soll das Fahrzeug natürlich nur aus Eile
bei einem dringenden Einsatz wegen Vandalismus dort abgestellt worden
sein…
TTIP
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Auch eine Form von Zensur ist das Geheimhalten der
TTIP-Vertragsentwürfe, die ja letztendlich uns alle betreffen. Nach den
diversen durchgesickerten Dokumenten und der geplanten Belohnung von
Wikileaks wollte die EU die Schrauben anziehen und die
Einsichtsmöglichkeiten selbst für EU-Abgeordnete massiv einschränken
(Leseraum unter Aufsicht und so…) (Süddeutsche Zeitung mit
Kommentar, Ars Technica). Jedoch war die Kritik so groß (selbst TTIP-Dickie hatte die Chance ergriffen im vergeblichen Versuch,
sich positiv darzustellen), daß Cecilia Malmström nun wieder zurückrudert
und von Transparenz spricht (Zeit, Süddeutsche Zeitung). Daß das mehr als heiße Luft ist, glaube ich
jedoch nicht. Das wäre bei Malmström mal etwas neues.
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Apropos Wikileaks: Julian Assange sagt in einem Interview im gedruckten
Spiegel (Vorankündigung):
»Die Abkommen folgen einem großangelegten strategischen und
ideologische Ansatz, der eine neue ökonomische und rechtliche Aufteilung
der Welt schaffen soll, in dessen Zentrum die USA und ihre Verbündeten
stehen […] Die USA versuchen, eine Festung zu bauen, um ihre
Vormachtstellung zu sichern.«
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ernährung
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Glyphosat ist zum Glück weiterhin in der Diskussion. Die angebliche
Unbedenklichkeit des Pestizids wird von den EU- und deutschen Behörden
mit einer Studie begründet, die aber nicht veröffentlicht wird.
Warum? Weil die Studie Geschäftsgeheimnisse enthalte und es kein
öffentliches Interesse an der Veröffentlichung gebe. Ja, das
Geschäftsgeheimnis wird wohl sein, daß die Studie von Monsanto & Co.
finanziert und manipuliert ist. Und daß kein öffentliches Interesse
bestünde, ist schlichtweg eine unverschämte Lüge.
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Die EU will uns nicht nur mit Glyphosat vergiften, sondern will den Nahrungskreislauf reaktivieren, der uns damals BSE
gebracht hat. Hey, was sind schon ein paar Menschen, die jämmerlich
krepieren (von den Rindern ganz zu schweigen), wenn die Industrie Profit
machen kann!
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Wer immer noch nicht weiß, daß die Aromen für ein Erdbeerjoghurt oder
einen Vanillepudding nie eine Erdbeere oder eine Vanille-Schote gesehen
haben, der sollte sich diesen Stern-Artikel mal zu Gemüte ziehen – möglichst aber nicht direkt
vor oder nach einem Essen. Bon Appétit!
Sonstiges