Der Petitionsausschuß hat nach starkem Druck und mittlerweile über 60
eingereichten Petitionen nun doch nachgegeben und eine der Petitionen zum
Mitzeichnen freigegeben. Daß es keine der Petitionen der bekannten
Persönlichkeiten ist, ist zu verschmerzen. Hier ist der Link:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_11/_01/Petition_85565.nc.html
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BITTE MITZEICHNEN!
PS: scheint momentan etwas überlastet zu sein. Zur Not später
versuchen!
PPS: Fast wie auf Bestellung erscheinen heute, ein Tag danach, weitere
Artikel, warum das alles Lügen seien, was die Gegner behaupten (Tip:
selber lesen). Selbst der UN-Vizehochkommissar für Flüchtlinge wird
zur Auskunft herangezogen. Wobei das so sinnvoll ist, wie den Papst nach
der Existenz Gottes zu fragen…
Herr S. hält sich zur Zeit in Südafrika auf und ist begeistert: »Das
Zusammenleben in Vielfalt ist auch etwas, wofür die Welt Ihr Land
bewundert«, und weiter: »Der Traum der Regenbogennation ist ein Traum, für
den es sich zu kämpfen lohnt! Ein Traum, der andere inspiriert – auch
uns!«
Nun, Herr S. läßt sich in der Tat inspirieren. Darum hat er, so heißt es,
sich auch intensiv für die Schaffung solcher Verhältnisse in Deutschland
engagiert. Da er zwischenzeitlich auf der Leiter der Erleuchtung weiter
nach oben geklettert ist, führte Herr M. die Planung des internationalen
Projekts weiter. Es soll in Kürze in Marrakesch schlüpfen und dann anfangen
zu gedeihen – bei uns, unseren Nachbarn und anderen reichen
Industrienationen. Zusammen mit den glorreichen Taten der Frau M. sind wir
aber hier in Deutschland auch heute schon diesem Traum ein Stückchen näher.
Man kann es mittlerweile fast jeden Tag in der Zeitung lesen (noch, bis das
durch das Projekt zensiert wird).
Ich meine: Herrn S. geht es nicht gut. Er braucht Hilfe. Viel Hilfe.
Solche, wie man sie in einem Landeskrankenhaus bekommt. Tabletten. Diese
netten Hemden…
Falls mein Geschreibsel keinen Sinn zu ergeben scheinen sollte, bitte
diesen Link klicken. Und wem das immer noch nicht hilft, sollte mal
ein bißchen googeln. Südafrika zusammen mit Kriminalität, weiße Farmer,
Mord, Vergewaltigung.
Es reicht nicht, daß man als Dieselfahrer von der Regierung im Stich
gelassen wird, indem sie sich auf die Seite der Autobauer schlägt und alles
tut, damit diese keinen Cent zahlen müssen für die Entschädigung ihres
Betrugs, und ihnen sogar noch hilft, daraus Kapital zu schlagen durch
perfide »Umtauschprogramme«.
Es reicht nicht, daß die Regierung die Deutsche Umwelthilfe mit Millionen
Euros unterstützt, um Fahrverbote in Innenstädten und sogar Autobahnen
durchzusetzen, die völlig nutzlos sind, da Feinstaub und Stichoxide zu
nicht unwesentlichen Teilen aus ganz anderen Quellen kommen.
Nein, die Regierung nutzt das auch noch schamlos aus, um klammheimlich
die totale Videoüberwachung aller Verkehrsteilnehmer (und nicht nur der
»bösen« Dieselfahrer, die illegal in die Fahrverbotszonen einfahren) mit
automatischer Nummernschilderkennung und Fahrer-Erfassung durchzusetzen,
weil ihr offenbar die Überwachungsmaßnahmen, die sie im Rahmen der Maut
plant, nicht ausreicht.
Wer so eine Regierung hat, braucht keine Feinde.
Offenbar hatte die Regierung versucht, das lautlos, möglichst ohne großes
Aufsehen, durchzuziehen. Der ausgearbeitete Gesetzentwurf liegt schon beim
Bundestag zur Beratung! Zum Glück ist das doch noch bekanntgeworden und
trifft auf ordentlichen Widerstand, sogar von den Städten selbst. Auch
Datenschützer wähnen das Vorhaben weit jenseits der Verhältnismäßigkeit
(außer unserer Bundesdatenschützerin, die mal wieder absolut linientreu
ist).
Beim Surfen bin ich über einen Leserkommentar in der Zeit gestolpert:
Dickundfett #2.16
@ Charles... Sie haben Recht. Das Grundgesetz ist außerordentlich
völkerrechtsfreundlich. Gem. Art. 25 GG verdrängt Völkerrecht Bundesrecht.
Hier der Link:
https://dejure.org/gesetz...
Wenn der Pakt von vielen Staaten unterschrieben wird, wird er entweder
als Völkergewohnheitsrecht oder als multilaterales Völkervertragsrecht
entgegenstehendes Bundesrecht verdrängen.
Was steht in Artikel 25 drin?
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes sind Bestandteil des
Bundesrechtes. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und
Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.
Wenn die Völkerrechtlicher recht haben und der Pakt früher oder später zu
Völkerrecht bzw. Völkergewohnheitsrecht wird, dann ist es letztlich egal,
ob 1) die Bundesregierung den Pakt unterzeichnet und 2) ihn umsetzt, denn
es wird automatisch zu deutschem Recht, es steht über dem Gesetz
selber. Jemand braucht nur zum Gericht zu gehen und, auf das
Völkerrecht verweisend, klagen. Im Prinzip steht es dann auch über den
anderen Artikeln des Grundgesetzes, da diese ja meist nur über daraus
abgeleitete Gesetze überhaupt ihre Wirkung entfalten.
Armes Deutschland…
Im Focus (ja, warum im Focus und nicht in der BILD?) gibt eine
CSU-Politikerin Antworten auf die Fragen, die die BILD-Zeitung gestellt hat (siehe
meinen früheren Beitrag »BILD wacht auf«). Wie zu erwarten, gibt sie
ihre Interpretation wieder, in der alles kein Problem ist. Manchmal
möchte ich solche Leute fragen, ob ich sie erschießen darf, wenn's am Ende
nicht stimmt…
Gerade noch gelästert, jetzt habe ich eine Umfrage gefunden. Kurze Zusammenfassung: Rund je ein Drittel
dafür, dagegen und unentschieden, wobei es bei der letzten Gruppe eine
Tendenz gegen den Pakt gibt. Also kein Mandat zur
Unterschrift.
Ich bin ja schon lange der Meinung, daß wir eine weitestgehend entkernte
Demokratie hier in Deutschland haben – mehr Schein als Sein. Hierzu gehört
auch das Petitionsrecht, welches als solches ja schon irgendwie sonderbar
daher kommt: Der Souverän bitte höflichst und untertänigst, der Vertreter
möge etwas für ihn tun? Nun, wenn man die Petition als Möglichkeit des
Hilfeschreis einer kleinen Gruppe oder eines einzelnen sieht, dann mag es
einen Sinn haben.
Wäre ja soweit so gut oder so schlecht, je nachdem wie man das sehen mag.
Wäre da nicht das Online-Portal. Dieses ermöglicht Dritten, Petitionen
einzusehen und sie elektronisch »mitzuzeichnen«. Alle Petitionen? Natürlich
nicht, und hier beginnt die große Sauerei. Die Damen und Herrn vom
Petitionsausschuß selektieren, für welche Petitionen das möglich ist. Oh
wie verwunderlich ist es – oder auch nicht –, daß hier nach Parteiideologie
entschieden wird. Themen, die der Regierung nicht passen, kommen da nicht
da durch. Ich hatte selber schon das Problem, als ich vor vielen Jahren
eine Petition gegen Smartmeter und die damit zusammenhängende Gefahr der
Überwachung eingereicht hatte. Ich weiß aber auch, daß schon dies bei
wirklich großen anderen Themen, ob Zensursula-Internet-Filter,
Vorratsdatenspeicherung und CETA/TTIP es so gehandhabt wurde.
Wenig überraschend ist es natürlich, daß das bei Petitionen gegen den
Migrationspakt es auch passiert. Laut Junger Freiheit sind es angeblich schon 19 solcher
Petitionen, die blockiert werden. Eine davon ist die von der
Bürgerrechtlerin
Vera Lengsfeld (Hintergrund zur Petition), die bei dem Ende der DDR mitgewirkt hat
und mittlerweile in öffentliche Ungnade gefallen ist, weil sie es wagt,
auch heute noch ihren Mund aufzumachen.
Das ist doch gelebte Demokratie, oder?
Daher mein Rat: Vergeßt Petitionen, verschwendet keine Energie dafür,
sondern nutzt sie auf anderen Wegen! Nichtsdestotrotz habe ich mir erlaubt,
die Petition von Vera Lengsfeld selber nochmal einzureichen – als Ersatz
für die verweigerte Möglichkeit, ihre mitzeichnen zu können.
Wie erwartet, spielen alle Parteien ihre Rollen.
Tendenziöse Berichterstattung in unterschiedlichen Graden bei
»Leitmedien« – habe ich aber auch nicht anders erwartet. Natürlcih kommen
auch weitere Beschwichtigungsartikel. Focus bringt es soweit, einen
Ex-Merkel-Berater zu zitieren, der auch den Türkei-Deal »erfunden« haben
soll. Na, das ist doch mal eine tolle Reputation für eine glaubwürdige
Aussage!!!
Die anderen Parteien tragen auch nichts zur Wahrheitsbildung bei,
verbreiten auch nur ihre nicht weniger fragwürdigen Behauptungen über den
Pakt. Gerade zum Thema Verbindlichkeit – der Dreh- und Angelpunkt – gibt es
renommierte Völkerrecht-Experten, die die Position der AfD unterstützen.
Diese Position als Lüge zu bezeichnen ist genau die Unredlichkeit, die sie
der AfD vorwerfen.
(wird bei Bedarf ergänzt)
Hatte die BILD noch vor ein paar Tagen in das gleiche Horn wie die
anderen Gutmensch-Publikationen wie Focus und Spiegel geblasen,
veröffentlicht sie heute am Tag der Bundestagsdebatte über den Pakt
16 kritische Fragen, angefangen mit der Frage, auf welchen Fakten
die Aussage basiere, daß Migration grundsätzlich etwas positives sei
(»[…] schon immer Quelle des Wohlstands, der Innovation und der
nachhaltigen Entwicklung«). Finde ich gut, speziell bei der immer noch
großen Reichweite des Blatts.
Bisher war eigentlich die BILD als linientreu zu Merkel bekannt. Läßt man
auch hier Merkel so langsam fallen? Verlassen sprichwörtlich die Ratten das
sinkende Schiff?
Die Google-Übersetzung dieses Artikels läßt erahnen, daß auch in der niederländischen
Politik der Pakt ein Thema ist. Wie überall sind die Verbindlichkeit des Pakts und der Eingriff in die nationale
Souveränität zentrales Thema.
Die Schweiz zieht es mittlerweile in Erwägung, die Unterschrift unter dem Pakt zumindest zu verschieben. Auch gibt
es Forderungen nach einer Volksabstimmung.
Derweil haben sich ein paar deutsche CDU-Abgeordnete als Gegner geoutet.
Das paßt wohl den Führungen der Groko-Parteien nicht und sie planen, in der
Parlamentsdiskussion am 8. November einen eigenen Antrag für den Pakt zu stellen. Das
parteieigene, hirnlose Stimmvieh soll's nun richten. Hat sich ja bei ESM,
Griechenlandrettungen, CETA usw. schon hervorragend bewährt.
Ich bin ja mal gespannt, wann die erste Meinungsumfrage zu dem Thema
kommt und wie sie ausgeht. Würde mich ja nicht wundern, wenn sie schon
gelaufen ist, sie aber keiner veröffentlichen will.
Übrigens: Ein paar Leute glauben, die AfD könne im nächsten Jahr bei den
Landtagswahlen im Osten sich durchaus die absolute Mehrheit holen. Das kann
ich nicht abschätzen. Aber sollte der Migrationspakt von Deutschland
unterschrieben werden – und ich gehe leider davon aus –, dann wird das
nochmal einen ordentlichen Anschub geben. Wer nicht hören will, muß fühlen,
und die Groko-Parteien stellen sich weiterhin besonders taub.