Das Wochenblatt Junge Freiheit
hat in einem YouTube-Video den Medienanwalt Joachim Steinhöfel
interviewt, der in den letzten Monaten durch sein erfolgreiches
Vorgehen gegen Facebook, YouTube, Twitter & Co. bekannt wurde. Die
Aussagen sind teilweise erschreckend. Unter anderem hat Facebook Tommy
Robinson (English Defense League) und Martin Sellner (Identitäre
Österreich) zu nicht existierenden Personen erklärt. Jedes Posting, das
diese Namen enthält, egal, in welchem Kontext, einschließlich Kritik,
werden automatisiert und ohne weitere Prüfung gelöscht und der Benutzer mit
einer Sperre belegt. Das von dem schmierigen Heiko Maas initiierte
Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) betrachtet er viel schlimmer als
befürchtet. Auch an dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk läßt er kein gutes
Haar. Interessante, empfehlenswerte 24 Minuten.
Jede Äußerung einer Person oder einer Institution zum Thema Tempolimit,
und sei sie auch noch so dämlich oder belanglos, wird von den Online-Medien
genutzt, um darüber zu berichten. Besonders froh sind natürlich solche, die
Online-Foren betreiben, denn dann geht es mal wieder so richtig rund. Das
bringt Klicks, das bringt Werbeeinnahmen. Der Heise-Verlag, der zwar
hauptsächlich auf IT ausgerichtet ist, aber auch ein Automagazin
veröffentlicht, macht da gerne mit. Ich habe in den letzten Wochen immer in
Diskussionen hereingeschaut, weil ich sehen wollte, wie so argumentiert
wird. Ich mußte aber feststellen, daß mich das doch nicht unerheblich
frustriert hat.
Eine wirkliche Diskussion findet dort nicht mehr statt. Speziell von den
Tempolimit-Befürwortern werden Extrempositionen vertreten und Haß
verbreitet. Jeder, der sich gegen ein Tempolimit ausspricht oder auch nur
für ein höheres Tempolimit als 130 km/h, wird angefeindet wie AfD-Politiker
von den Antifa-Terroristen und -Sympathisanten. Sie werden als Irre
dargestellt, die grob fahrlässig über die Autobahnen rasen, auffahren,
drängeln, rechts überholen und jedes Risiko in Kauf nehmen, dabei auf die
anderen, »braven«, umweltschützenden Autofahrer wie die Befürworter
keinerlei Rücksicht nehmend.
Das ist völlig überzogen, das ist nur noch blanker Haß. Ich selbst habe
ein schnelles Auto, und wenn sich die Gelegenheit bietet und ich Lust dazu
habe, dann fahre ich auch schneller und manchmal auch richtig schnell. Im
Berufsverkehr schneller als 130 km/h, aber deutlich unter 200 km/h, auf
Fernfahrten um 200 km/h und machmal bei drei Spuren und wenig Verkehr auch
mal bis 250 km/h. Ich halte mich also viel auf der linken Spur auf und sehe
auch was passiert. Natürlich gibt es unter den Schnellfahrern schlechtere
Fahrer und auch Idioten – die gibt es jedoch bei den Langsamfahrern
genauso. Und wenn es eine Korrelation zwischen präferierter Geschwindigkeit
und schlechten Fahrerqualitäten geben sollte, dann sehe ich die eher bei
den Langsamfahrern, weil hier einfach mehr unerfahrene (im wahrsten Sinne
der Wortes…) und auch ängstliche Menschen darunter sind. Die beschleunigen
nicht, bevor sie auf die nächste linke Spur wechseln, die können keine
Geschwindigkeiten abschätzen, die drängeln sich in die noch so kleine Lücke
herein. Man muß auch nur mal die Fahrerqualitäten jenseits der Autobahn
beobachten. Wie oft wird nicht geblinkt, wie oft werden Straßenmarkierungen
mißachtet und so weiter – das geht quer durch alle Fahrzeugklassen,
Altersklassen und Geschlechter.
Jenseits der wenigen Idioten sind die Schnellfahrer aber im großen und
ganzen meiner Meinung nach vorsichtige und auch vorausschauende Fahrer,
schon allein im eigenen Interesse. Jeder, der nicht ganz blöd ist, weiß,
daß bei höheren Geschwindigkeiten (und da gehören 130 km/h auch schon dazu)
Unfallfolgen groß sind und die Wahrscheinlichkeiten, da völlig gesund
wieder herauszukommen, eher gering sind. Und daher müssen sie sich
konzentrieren, das Verhalten der anderen Fahrer abschätzen und prüfen.
Natürlich werden die Tempolimit-Gegner nicht nur wegen der Unfallgefahr
übelst beschimpft, sondern auch wegen des CO₂-Ausstoßes – Stichwort
Umweltsau. Das ist ja der aktuelle Aufhänger des schon lange schwelenden
Streits. Interessanterweise wird der Aussage der Gegner, daß der
zusätzliche Ausstoß der über-130-km/h-Fahrer nur lächerliche 0,5% des
Gesamtausstoßes CO₂ des Straßenverkehrs ausmacht, nie sachlich
widersprochen. Die einzige darauf folgende Argumentation ist dann, daß es
auf die Menge, die eingespart werden würde, gar nicht so ankäme,
Hauptsache, man würde einsparen. Das ist genauso absurd wie die
Argumentation, Tempolimit müsse sein, auch wenn man nur einen Verkehrstoten
weniger hätte (wo zudem die meisten Toten jenseits der Autobahnen zu
beklagen sind). Das erinnert mich an die damalige Diskussion um die
dramatischen Eingriffe ins Internet gegen die Verbreitung
kinderpornographischer Bilder, bei der ja die Befürworter meinten, jede
Aktion sei gerechtfertigt, wenn auch nur ein Kind vor dem Mißbrauch
gerettet wäre (wobei selbst das noch nicht mal gewährleistet ist, weil die
Verbreitung häufig eine Folge und nicht die Ursache des Mißbrauchs
ist).
Unter Berücksichtigung dieser Beobachtung komme ich zum Schluß, daß den
Tempolimit-Befürwortern echte Argumente im wesentlichen fehlen und ihre
Motivation woanders steckt, und zwar im Neid. Nicht der positive Neid, der
Menschen motiviert, anderen, die etwas erreicht haben, nachzueifern,
sondern der böse Neid, der anderen nicht gönnt, was man selber nicht kann
oder nicht will. Das wäre so, wenn ich als Reisemuffel anderen, die zweimal
im Jahr möglichst weit weg in den Urlaub jetten wollen, das nicht gönne und
daher verlange, daß jeder Deutsche daher nur noch ein Jahresbudget von 500
Flugkilometern bekommen sollte, natürlich schön unter dem Vorwand des
Klimaschutzes. Das mache ich aber nicht. Sollen sie das machen. Und ich
möchte halt auch mal schneller fahren als 130 km/h, wenn ich will und
kann.
Die Tempolimit-Befürworter halten sich für besonders modern und
aufgeschlossen. Ich denke aber, daß sie eigentlich nur die miese urdeutsche
Traditionen der Mißgunst und der Übellaunigkeit aufrechterhalten, solche,
die sie kurioserweise gerne den konservativen Mitbürgern attributieren.
Heute ist Brexit. Herzlichen Glückwunsch, liebe Briten. Ich beneide Euch.
Nigel Farage hat
seine letzte Rede im EU-»Parlament« gehalten – eine Ohrfeige der
feinsten Art in Richtung EU. Ich kann jedem Wort zustimmen. Und die
Reaktion der Dame oberpeinlich – und verlogen (bezüglich des angeblichen
»Hasses«).
Draghi soll das Bundesverdienstkreuz bekommen (siehe auch hier). Ja, genau der, der das Sparen kaputtgemacht hat,
unser Geld entwertet hat, Banken und Lebens- und Rentenversicherungen zum
Verzweifeln gebracht hat und so Millionen Deutscher in eine ungewisse
finanzielle Zukunft geschickt hat, speziell im Rentenalter. Man sieht, was
die Staatsratsvorsitzende Merkel und ihr Zentralkomittee wirklich denken.
Es zeigt, daß die neuerliche Kritik von Merkels Finanzminister Scholz an
dem Negativzins für Bürger nur leeres Geschwätz war. Ich weiß nicht, wessen
Interessen Merkel wirklich vertritt. Aber sicher nicht die des Bürgers.
Ja, so weit sind wir mittlerweile. Fanatische Anhänger der Church of Gretology wollen, daß YouTube keine
Empfehlungen mehr für Videos macht, die ihrem Glauben widersprechen.
Hat man nicht bis vor ein paar Jahren genau soetwas als Faschismus
bezeichnet? Offenbar sind die Klimaterroristen schon länger so drauf, wie
ein Heise-Forist mit Links belegt. »Klimaleugner« einsperren oder
gleich umbringen.
Nebenbei: YouTube macht meines Wissens seine Vorschläge anhand des Such-
und Sehverhaltens seiner Nutzer und nicht anhand des Inhalts.
Die AfD berichtet auf YouTube über die
Diskussion im
Petitionsausschuß zur Petition gegen den Globalen Pakt für Migration,
über den ich ja schon x-mal geschrieben habe. Die in der Petition
formulierte Kritik und die Initiatorin (Vera Lengsfeld) wurden offenbar von
den anderen Parteien übelst diffamiert und die Einwände der AfD trotz
Offensichtlichkeit bestritten. Das bestätigt vollumfänglich meine Meinung,
daß die Petitionsmöglichkeit mittlerweile nur noch ein Vehikel ist, um die
Wut der Bürger zu kanalisieren und ins Leere laufenzulassen, wenn es nicht
schon immer so war. Vorgaukeln demokratischer Partizipation. Paßt zu dem
unterirdischen Theaterprogramm, das uns im Bundestag geboten wird.
Vera Lengsfeld hat in ihrem Blog einen Beitrag dazu veröffentlicht. Aufgrund ihrer schlechten Erfahrung
fordert sie nun eine Änderung im Petitionsrecht – in einer weiteren Petition (auf
change.org). In unser aller Interesse wünsche ich ihr Erfolg, glaube aber
nicht daran. Echte Demokratie ist in diesem Land nicht erwünscht.
Ich kann diese Klimahysteriker nicht mehr ertragen. Sie klagen jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht. Wenn man sich
anschaut, wieviel Handlungsspielraum das Gericht der Bundesregierung und
dem Bundestag in Geldangelegenheiten (EZB, Euro-Rettung) gegeben hat und
das Recht des Bürgers auf Eigentum – immerhin auch ein Grundrecht – durch
die legalisierte faktische Geldentwertung mit Füßen getreten hat, sollte
man meinen, daß diese Klage nicht die geringste Chance auf Erfolg hat. Aber
das würde voraussetzen, daß das Gericht noch rechtsstaatlich arbeiten
würde. Mittlerweile ist es aber rot-grün-feministisch völlig unterwandert,
besetzt mit Leuten ohne wirkliche Qualifikation und Erfahrung, was nicht
zuletzt das Urteil zum sogenannten dritten Geschlecht (was es nicht ist)
gezeigt hat. Wenn man so die Urteilsbegründungen der letzten Urteile
durchliest, fällt sogar einem Nichtjuristen wie mir auf, daß hier
konstruierte Gründe an den Haaren herbeigezogen werden, um das
politisch-ideologisch motivierte Urteil zu untermauern. Insofern befürchte
ich, daß sie in großen Teilen recht bekommen.
Nachtrag: Hadmut Danisch hat in seinem Blog die Klage genüßlich zerlegt. Seiner Meinung nach hätte die Klage
nicht die geringste Chance, wenn das BVerfG noch seine Arbeit korrekt
erfüllen würde, was aber nicht mehr der Fall ist.
Spiegel und Spiegel Online werden eins, und ein neues Layout gibt es
obendrein. Was der Verlag als etwas neues, positives darstellen will, ist
letztendlich nur eine Konsolidierung. Inhaltlich wird es weiter bergab
gehen. Mehr Artikel hinter der Paywall, und die Qualität auch nicht besser.
Einer ihrer Einführungstexte in das neue Spiegelzeitalter offenbart zwischen
den Zeilen, daß sie den heute gängigen und von noch klar denkenden Leuten
stark kritisierten Meinungsjournalismus weiter betreiben wollen. Sie wollen
nicht informieren, sondern »Orientierung« geben. Relotius-Affäre, war da
was? Problem waren ja nicht nur die Lügen des Herren, sondern daß die
tendenziöse Berichterstattung erwünscht war. Sie schreiben auch nicht von
Neutralität, sondern von Unabhängigkeit. Das sind zwei Paar Stiefel. Nein
Danke! So einen Mist brauche ich und viele Leser, die sich in den
Kommentarspalten geäußert haben, nicht.
Auch das Design und Nutzbarkeit der neuen Seiten kann offenbar nicht
überzeugen. Man sieht nicht mehr das Ressort, zu dem ein Artikel gehört,
und die Darstellung auf großen Monitoren ist Platzverschwendung, der
lesenswerte Text kommt nur in einem schmalen Streifen daher. Im Gegenzug
kommt die Schrift bei vielen Nutzern zu klein daher (für meinen Firefox
kann ich das bestätigen, da gibt es auch noch funktionale Probleme,
vermutlich wegen abgeschalteter Cookies). Die verwendeten Serifen-Schriften
– offenbar dem Prinz-Produkt geschuldet – werden zudem auch kritisiert. Ich
kann dazu noch beisteuern, daß sie offenbar nicht einmal für den Bildschirm
optimiert sind. Fehlende oder schlechte »Hints« führen dazu, daß einzelne
Buchstaben vertikal aus der Reihe tanzen. Auch die Darstellung auf den
Mobiltelefonen scheint nicht zu überzeugen. Die ebenfalls erneuerte »App«
stellt wohl in einigen Bereichen auch einen Rückschritt dar.
Das Abspecken der Kommentarfunktion wird ebenfalls kritisiert. Einerseits
gibt es zwar jetzt endlich hierarchische Kommentare, aber andererseits gibt
es keinen eigenständigen Forenbereich und auch keine eigenständige
Darstellung zu einem Artikel mehr. Die Kommentare sind offenbar nur noch
als Overlay am rechten Rand (kein Wortspiel beabsichtigt) zu
sehen.
Summa summarum: Der Spiegel hat seine beste Zeit hinter sich. Muß
irgendwann im letzten Jahrtausend gewesen sein. Und es wird sich offenbar
auch nicht mehr ändern.
Nachtrag: Wie der Spiegel im Sinne der links-grünen Agenda zu
manipulieren versucht, kann man an diesem Artikel gut beobachten. Seit Tagen geht durch die alternativen
Medien die Meldung, daß in Australien fast 200 Leute in Zusammenhang mit
den Feuern festgenommen wurden. Spiegel versucht das damit
herunterzuspielen, daß nur 24 absichtlich Feuer gelegt hätten.
Selbst, wenn es so wäre, ist das aber völlig irrelevant. Überhaupt nicht
angesprochen wird der Vorwurf, daß die große Ausdehnung der Feuer stark
dadurch begünstigt wird, daß das Unterholz im Winter nicht mehr
kontrolliert abgebrannt werden darf – etwas, was schon die Aborigines
gemacht haben und von den weißen Farmern übernommen wurde.
Kardinal Marx überweist 50.000 Euro an »United4Rescue«-Bündnis.
Aus seinem Privatvermögen, spendabel, dachte ich… Weit gefehlt. »Das
Geld stamme aus Mitteln des Erzbistums, die dem Kardinal aus dem Haushalt
zur Verfügung stünden, sagte ein Sprecher des Bistums am Dienstag der
Nachrichtenagentur epd.«, so schreibt die Zeitung. Was für ein edler Mensch
der Herr Marx doch ist. Hat irgendetwas von seinem Namensvetter Karl.
Dessen Gefolgsleute geben auch immer das Geld der anderen aus, nie ihr
eigenes. Christlich ist das zumindest nicht.
Leider habe ich es doch getan und mir das merkelsche Geschwafel zum neuen
Jahr angehört. Ein Schwall leerer Phrasen. Am Ende dankt sie
verschiedensten Personengruppen. Nur einer nicht. Dem Bürger, der für
mageren Lohn arbeitet und von diesem noch einen erheblichen Teil an den
Staat abdrücken darf, damit sie und ihresgleichen es mit vollen Hände
herausschmeißen können, für die EU, für die Rettung des Euros, damit er
nicht schon morgen, sondern erst übermorgen implodiert, für das angebliche
Aufhalten des angeblich menschengemachten Klimawandels, für sinnlose
Bundeswehr-Auslandseinsätze, für das Durchfüttern Millionen
arbeitsunfähiger und -unwilliger Migranten, die sie ins Land geschleust
hat, für die Schwachsinnsprojekte der mitregierenden SPD, für
Beratungsunternehmen, für das grandiose Versagen ihres Verkehrsministers
und und und.