Es ist doch wirklich interessant. Ich habe in den letzten Tagen mich mit
ganz anderen Themen beschäftigt (meinen Hobbies) und habe mich daher im
wesentlichen nur aus den sogenannten Mainstream-Medien »informiert«. Ich
schreibe das in Anführungszeichen, weil so richtig informiert fühle ich
mich nicht mehr. Mir ist zufällig ein
kleines Video von
YouTube vorgeschlagen worden. Es zeigt Bilder eine Demo in Zittau zwischen
Weihnachten und Silvester. Ja, es wird berichtet, daß es einige Demos gäbe.
Aber über die Größe dann schon beispielsweise nichts mehr. Wenn ich mir das
Ende anschaue, dann ist da leicht eine vierstellige Zahl auf dem Markplatz.
Und das bei nur rund 25.000 Einwohnern der Stadt (ja, der werden auch aus
Nachbarstädten und -Dörfern paar Leute gekommen sein). Das finde ich dann
schon erheblich und berichtenswert. Ansonsten reichen dem
öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Handvoll unterdrückter Frauen, Moslems
oder Leute sonst einer angeblichen Minderheit zehntausende Kilometer von
Deutschland entfernt, um darüber minutenlang zu berichten.
Warum ein Teil des Durchbruchs bei der aus ein paar Polizisten
bestehenden Straßensperre Szenen herausgeschnitten wurden, ist fraglich,
aber vielleicht wollte man auch einfach nur die Leute schützen, die an
forderst er Front beteiligt waren. Es ist ja bekannt, daß die Polizei auch
gerne die Social Media zur Identifizierung heranzieht.
Interessant ist auch, daß der eine oder andere Polizist noch versucht,
die durchlaufenden Leute durch Beinstellen zu Fall zu bringen.
Um zum Titel des Blogeintrags zu kommen: Ich sehe da Parallelen. Wie
damals in der DDR wird das von Politik und Medien kleingeredet oder
gleich kriminalisiert und zu Staatsfeinden erklärt, wenn überhaupt erwähnt.
Bei der »Wende« hatten die Ossis letztendlich nur etwas für sich getan.
Vielleicht tun sie jetzt gerade etwas, wofür auch ich Wessi später mal
dankbar sein kann. Im Vergleich zu den Ostdeutschen ist es ja an der
Corona-Front im Großteil von Westdeutschland eher ruhig. Hier und da gibt
es zwar auch in meiner Gegend im Pott mal »Spaziergänge« (die dann von dem
lokalen Käsblatt natürlich auch verteufelt werden) aber das scheint, soweit
ich das überblicken kann (möge ich mich irren!), im Umfang nicht
vergleichbar zu sein.
Mal sehen, wie das ausgeht: Ein Bundeswehrsoldat ruft zum Widerstand
gegen die Regierung auf und beruft sich dabei auf
Artikel 20
Absatz 4, um die demokratische Ordnung in Deutschland wieder
herzustellen. Dann wird er festgenommen. Die offizielle Begründung der Polizei ist laut Bild noch nicht
genannt, das Bundesverteidigungsministerium spricht von »Drohungen
gegen den Rechtsstaat«. Nun, wenn der Soldat sich auf den Absatz beruft,
dann ist er offenbar der Meinung, daß dieser Rechtsstaat gar nicht mehr
existiert.
Ich hoffe nur, der Mann hat einen guten Anwalt, oder besser mehrere, die
wird er jetzt brauchen. Aber vielleicht kann jetzt endlich mal geklärt
werden, was dieser Artikel nun wirklich wert ist. Manche Fachleute sagen
ja, daß er sinnlos sei: Wenn die subjektive Einschätzung zutrifft, hilft er
nicht (denn es gibt ja dann den Rechtsstaat nicht mehr, der ihn vor einer
Bestrafung schützen würde), wenn nicht, ist der Täter im Unrecht, und er
hilft auch nicht.
Nachtrag: Laut Welt ist der Soldat vorerst wieder auf freiem Fuß (was zu erwarten
war). Wie dumm unsere Politiker sind, zeigt sich beim Geschwafel der
Verteidigungsministerin Lambrecht:
Die Bundeswehr braucht reflektierte und aufrechte Menschen, die fest auf
dem Boden unseres Grundgesetzes stehen. Wer das nicht teilt, hat in
unserer Bundeswehr nichts verloren!
Ich bin mir sicher, daß der Soldat aus seiner Sicht genau das ist: ein
reflektierender (»reflektierter« ist falsches Deutsch…) und aufrechter
Mensch, der fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Also genau das, was
Frau Lambrecht will…
Christian »Wendehals« Lindner, seines Zeichens Bundesfinanzminister,
redet in einem Gastbeitrag bei der Welt – offenbar in einem Akt der
Verzweiflung – den Euro schön. Da ich mich nicht ärgern wollte, habe ich
den Text nur überflogen. Da wimmelt es nur so von Buzzwörtern und leeren
Phrasen, inklusive der »wir müssen dafür sorgen, daß…«-Phrase, die
anzeigt, daß er überhaupt keinen Plan hat, wie er seine Ziele erreichen
will. Und um der Schwafelei mehr Pseudo-Gewicht zu geben, hat er ihn von
seinen EU-Euro-Kollegen mit unterschreiben lassen. Lächerlich! Die sitzen
alle im gleichen Boot, und zwar in einem, das schon ziemlich leckgeschlagen
hat. Vielleicht sollten sie (bildlich) lieber nicht so mit den Armen
herumfuchteln; das bringt das Boot nur noch schneller zum Sinken…
Wie so oft bei solchen Artikeln ist es interessanter, die Leserkommentare
zu lesen. Ich glaube, da steckt auch mehr Kompetenz drin. Nicht wenige
machen sich über Lindner lustig, daß er über die nächsten 20 Jahre des Euro
redet. Sie sind der Meinung, daß der Euro so lange nicht mehr existieren
wird. Das sehe ich auch so, insbesonders, wenn jetzt Macron und Draghi das
noch andauernde politische Vakuum in Deutschland auszunutzen versuchen,
wie der Focus schreibt – Stichwort Schuldenunion.
Irgendwie haben die alle einen Knall. In Schleswig-Holstein müssen 820 Disco-Besucher in Quarantäne, weil
bei einem Besucher die Omikron-Variante nachgewiesen wurde. Es galt die
2G+-Regel. Alle also »geimpft oder genesen«.
Konsequenzen? Zumindest schreibt der Artikel nichts davon.
Da wird am laufenden Band Panik über Omikron geschürt, man glaubt selber
nicht an den Impfschutz (wozu sonst die Quarantäne?) und läßt gleichzeitig
solche Etablissements weiterlaufen. Rational kann man das nicht mehr
verstehen.
Zwei Videos zum Thema Gendersprache, die eigentlich mehr Podcasts sind
(zu sehen gibt es außer einem Spaziergang durch japanische Tempelanlagen
nichts). Teil 1
und Teil 2,
zusammen rund 35 Minuten lang. Wesentliche Quelle der Videos ist offenbar
ein Buch von Holger Schmitt, »Das Framing der Linken« (Amazon).
Ach, wieder einmal ein schönes Beispiel des Framings. Der
Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber wurde befragt, was er in seiner
Funktion von einem zentralen Impfregister hält. Die impfgeile Presse meldet
natürlich: »Bundesdatenschutzbeauftragter hält Impfregister für möglich«.
Tatsächlich hat er gesagt, daß er ein Impfregister nicht für
unmöglich halte. Das ist schon etwas anderes. »Allerdings müsse die
Politik zunächst konkret die Ziele benennen, die sie mit der Impfpflicht
erreichen wolle, sodaß man beurteilen könne, ob ein zentrales Impfregister
notwendig sei – oder eine andere Maßnahme besser geeignet sei« – so
zitiert ihn die Morgenpost. Dies hat die Politik seiner Meinung nach offenbar noch
nicht getan. Auch knüpft er da noch ein paar andere Bedingungen daran.
Aber das, was beim Leser hängen bleiben soll, ist klar: alles kein
Problem!
Gelegentlich schaue ich aus Neugier, was auf Twitter los ist. Da zofft
man gerade heftig über eine Äußerung, daß offene Grenzen und Sozialstaat
nicht zusammenpassen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie wird seit Jahren
von den Gegnern der ungezügelten Migration Unqualifizierter und Unwilliger
verbreitet. Neu ist – und deshalb der Aufschrei der Gutmenschen und das
Entzücken der anderen –, daß diese Äußerung von Kaare Dybvad Bek kommt, der
einerseits Innenminister von Dänemark ist und andererseits ein
Sozialdemokrat, und er damit die strikte Migrationspolitik verteidigt, die
sein Land seit ein paar Jahren erfolgreich fährt. Er muß wohl auch noch
andere interessante Sachen gesagt haben, zum Beispiel, daß Deutschland
zunehmend mit seiner Migrationspolitik in der EU isoliert sei, aber leider ist der Artikel hinter der Paywall der Welt.
Manchmal frage ich mich ja, ob solche Artikel extra von Anfang an oder
dann möglichst schnell hinter einer Paywall versteckt werden, damit man
nicht soviel Ärger mit den systemtreuen Kollegen und den regierenden
Parteien bekommt, die über jegliche Kritik an der deutschen
Migrationspolitik erhaben sind.