15. Juli 2023
Juli 202315

Noch zum Genderstern und Rechtschreibrat

Ich kam gestern nicht mehr dazu. Die Entscheidung ist zwar positiv, hat aber natürlich einen Pferdefuß. Erstmal zum Positiven: Einerseits dadurch, daß der Rechtschreibrat von seiner Position von vor drei Jahren im Prinzip nicht abgewichen ist, verfestigt sich diese Haltung. Kombiniert mit einem Rückschwung des politischen Pendels vom ultralinken, woken Rand zurück zur echten Mitte (also nicht die Mitte, wie sie die Linken verstehen) besteht Hoffnung, daß sich der Genderstern (oder seine Varianten) nicht etabliert.

Das gilt aber nicht unbedingt für die »abgeschwächte« Formen des Genderns, wie die ständige Ergänzung mit der weiblichen Form (»Bürgerinnen und Bürger«) oder die substantivierten Partizipien (»Studierende«, »Fahrradfahrende«, »Zufußgehende«). Auf diese Varianten ziehen sich solche Leute und Firmen zurück, die einerseits woke sein, aber nicht im ständigen Kreuzfeuer der Diskussionen stehen wollen. Die Käsblattproduzenten der Funke Mediengruppe machen zum Beispiel verstärkt Gebrauch davon, und mir wird jedesmal schlecht davon.

Dagegen müssen die Gendergegner weiter arbeiten, überhaupt auch daran, daß es eine »gendergerechte« Form der deutschen Sprache brauche, was einzig auf der völligen Unfähigkeit der Gendeeristen betrifft, irgend etwas von Linguistik zu verstehen. Denn gerade die generischen Formen sind omniinklusiv. So kann beispielsweise ein Pferd, ein Blindenhund oder ein autonomes Fahrzeug mit KI auch ein Verkehrsteilnehmer sein. Nach Genderideologie wäre das bloß und ausschließlich ein männlicher Mensch! Aber in der heutigen Zeit braucht man auch nichts mehr zu verstehen – man muß sich nur als Opfer identifizieren und lauthals herumheulen und -maulen.

Nun zum Pferdefuß: Um die Genderisten unter den Mitgliedern des Rates zu besänftigen, hat der Rat die Empfehlung ausgesprochen, das offizielle Regelwerk um einen Abschnitt »Sonderzeichen« zu ergänzen, in dem Genderstern, –doppelpunkt usw. erläutert werden, der aber nach meinem Verständnis nicht Bestandteil des Regelwerks selber sein soll. Die Nutzung gilt daher weiterhin als falsch im Sinne des Regelwerks. Prinzipiell könnte das natürlich ein Einfallstor sein, aber mit der gleichzeitigen Erneuerung des bisherigen Standpunkts ist schwer, mit dieser Ergänzung zu argumentieren. Mal abwarten, wie sie formuliert wird und wie sich das weiterentwickelt.

14. Juli 2023
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Genderstern: Rechtschreibrat entscheidet

Der Rechtschreibrat entscheidet heute wohl, ob das Gendersternchen in die offizielle Rechtschreibung aufgenommen wird. Bislang gab es nur eine Empfehlung, und die lautete, es besser nicht zu verwenden.

Wird der Rat wenigstens einmal eine richtige Entscheidung treffen? Werden die berücksichtigen, daß 70-80% der Deutschen diesen Schmarrn ablehnen? Wobei, die große Ablehnung hat ja bei der Rechtschreibreform auch nicht gestört.

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben, und die heißt Nein. Nun, ich bin ja bekennender Pessimist und fürchte aber das Schlimmste, mindestens jedoch irgendeinen faulen Kompromiß.

Nachtrag: Ich glaub's nicht: Rechtschreibrat sagt tatsächlich Nein! Siehe auch FAZ, Focus, Welt, Zeit.

13. Juli 2023
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13. Juli 2023
12. Juli 2023
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Eine Antidemokratin weniger

Heide Simonis ist gestorben. Ich trauere der Frau keine Träne nach. Ich erinnere mich noch gut daran, wie unter ihrer Regierung der erfolgreiche Volksentscheid in Schleswig-Holstein gegen die fürchterliche Rechtschreibreform nach nur einem Jahr rückgängig gemacht wurde. Insofern ist sie die Vorreiterin von dem, was Merkel in Thüringen angerichtet hat. Ja, natürlich kann ein Volksentscheid nicht ewige Wirkung haben – aber er sollte meiner Meinung nach zumindest genauso lange Gültigkeit besitzen, wie die Wahl der entsprechenden Regierung. Bemerkenswert ist noch, daß bei der damaligen Abstimmung alle Abgeordneten gegen die Bevölkerung, für die Rückgängigmachung des Volksentscheids gestimmt haben. Es gab keine Gegenstimmen, nicht mal Enthaltungen, auch nicht von der Opposition: Ein kräftiger Tritt in den Hintern der Demokratie. Insofern freut es mich, daß sie letztlich bei ihrer Wiederwahl als Ministerpräsidentin an der Demokratie gescheitert ist.

Mit bei der Abstimmung war übrigens auch der Sonnyboy der ach so liberalen FDP, Wolfgang Kubicki. Auch das werde ich nicht vergessen und ihm nicht verzeihen.

12. Juli 2023
12. Juli 2023

Zustände in Berliner Freibädern

Gut, daß sich seit meiner Jugend keinen Drang mehr verspüre, in Freibäder zu gehen. In Berlin eskaliert mittlerweile die Lage in den Freibädern aufgrund von Migranten, in einem Brandbrief beschreiben die Mitarbeiter die untragbaren Zustände, beklagen mangelnde Unterstützung. Junge Freiheit und Focus schreiben darüber, der Quelle ist wohl ein Artikel im Tagesspiegel hinter der Paywall.

11. Juli 2023
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11. Juli 2023
10. Juli 2023
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Folgen des digitalen Geldes

Hadmut Danisch hat auch die Sprüche des WEF-Mitglieds mitbekommen und mal extrapoliert, was das bei der Geisteshaltung der jetzigen Regierung denn für die verschiedenen Personengruppen bedeuten würde: Geld wird nur noch zu einem Bezugsschein, der nach politischer Gesinnung, Geschlecht und Herkunft vergeben wird. Was das für die alten weißen Männer bedeutet, die womöglich noch kritisch sind, sollte klar sein.

Ein ähnlich totalitärer Ansatz – warum ich das hier auch erwähne –, ist eine Meldung, von der er berichtet. Demnach ist jetzt das Paßgesetz so geändert worden, daß die Behörden leichter Leuten den Paß entziehen können, damit sie nicht mehr ausreisen können – Mauerbau wie zu DDR-Zeiten. Natürlich sind die Kriterien schwammig wie heute üblich. Wer ist denn heute ein »Extremist«? Nach den Grünen alle, die nicht eine links-grüne Gesinnung haben. Er fragt sich, ob er als Blogger demnächst auch nicht mehr ausreisen darf.