Gestern ging eine Schlagzeile durch die Online-Medien: Ein Berliner
Gericht habe ein Urteil gegen die Grenzbeschlüsse des Innenministers
Dobrindt gefällt – sie seien illegal. Und das Urteil sei unanfechtbar. Das
machte mich schon nachdenklich. In der Diskussion mit einem Kollegen hatte
ich dann nochmal richtig nachgeschaut. Tatsächlich handelt es sich
nicht um ein Urteil, sondern um eine Eilentscheidung.
Das ist meines Wissens so etwas ähnliches wie eine Einstweilige Verfügung,
wo es primär um den vorläufigen Rechtsschutz geht. Es ist auf jeden Fall
auch eine Einzelentscheidung und hat keine Allgemeingültigkeit. Das wurde
aber in der Presse anders dargestellt. Ob es dann wie bei einer
Einstweiligen Verfügung noch zu einem Hauptverfahren kommt, dazu reichen
meine marginalen juristischen Kenntnisse vom Verwaltungsrecht nicht
aus.
Die Systempresse und leider auch die alternativen Medien haben den
Begriff Urteil brav übernommen, ohne darüber nachzudenken. Nachdem die Bild
heute wieder vom »Urteil« schrieb, habe ich die mal kontaktiert, und siehe
da, sie haben die Überschriften und auch den bemängelten Artikel selbst angepaßt (man kann den Begriff
»Urteil« noch in der URL lesen). Auch andere Artikel wurden noch geändert.
Ich maße mir allerdings jetzt nicht an, daß das allein auf meine Beschwerde
hin passiert ist. Die allgemeine Mißinformation ist auch anderen
aufgefallen, wie zum Beispiel dem Blogger Danisch. Vielleicht haben sich daher auch noch andere Leser
beschwert.
Sei's drum, das Interessante kommt jetzt noch: Nius hat jetzt aufgedeckt, wie es zu dieser Entscheidung kam. Das
war ein gut durchorganisiertes Werk von zwei Migrations-NGOs. Die haben die
drei Migranten in Polen abgefangen und instruiert an die Grenze
weitergeschickt. Sie haben auch dafür gesorgt, daß der Fall beim richtigen
Gericht landet, wo ein grüner Richter die Entscheidungen fällt. So läuft
das in dem besten Deutschland, das es je gab (Zitat Bundespräsident
Steinmeier)!
Nachtrag: Siehe auch Kommentar bei Apollo News.
Nachtrag 2: Der Blogger Hadmut Danisch findet noch heraus, daß
der grüne Richter eigentlich gar nicht für den Fall zuständig
war.
Daß man einem Polizisten gedenkt, der andere vor einem Islamisten
schützen wollte und dabei selber von diesem getötet wurde, ist wichtig und
absolut richtig. Die Art, auf die das geschieht, ist allerdings ein
Sinnbild dafür, was in diesem Land schiefläuft.
Große Reden wurden in Mannheim geschwungen, vom Bundesinnenminister
Alexander Dobrindt, vom Landesinnenminister Thomas Strobl, vom
Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und anderen. Laut Nius wurde jedoch mit keinem Wort darüber geredet, wen der Moslem
eigentlich umbringen wollte: Michael Stürzenberger, der Mahner vor dem
Islam. Er und seine Mitstreiter von dem Verein Pax Europa, die teils
schwere Verletzungen und bleibende Schäden erleiden mußten, sind es wohl
nicht würdig. Vermutlich sind sie in deren Sicht nicht einmal Opfer zweiter
Klasse, sondern sie haben den Täter provoziert. Wie die Minirock tragenden
Frauen, die vergewaltigt werden. Die Perversität gipfelt dann noch in einem
»interreligiösem Friedensgebet«.
Diese Gedenkveranstaltung ist ein Machwerk der Mitschuldigen, seien es
die Politiker, die die Verbreitung des Islams dulden oder gar fördern, die
die Einreise von Islamisten ermöglichen oder dulden, sei es der Islam
selbst, der in seiner Schrift den Haß auf Andersdenkende, Andersgläubige
und Atheisten fördert und fordert, und seine Vertreter, die als Imame
diesen Haß in die Köpfe der Gläubigen einhämmern. Auch über die Details des
Anschlags, unter anderem, ob die Kollegen vielleicht Fehler begangen haben,
wird der Mantel des Schweigens gelegt.
Schlimm ist auch, daß die Bild (und vermutlich andere
»Mainstream«-Medien) bei dieser Verlogenheit mitmachen. Das zeigt, wie
dringend wir alternative, nein, »neue« Medien wie Nius, Apollo News, Tichys
Einblick und die freien Kommentatoren, ob in eigenständigen Blogs oder auf
Social Media, brauchen. Und wie stark wir uns gegen Zensur wehren müssen,
die auch in diesem Fall aktiv wird, wie ein
YouTuber
berichtet.
Weil ich es wirklich wichtig finde, spendiere ich heute einen regulären
Artikel statt wie sonst nur einen Videolink:
Professor Rieck
befaßt sich heute mit dem geplanten digitalen Euro der Europäischen
Zentralbank, der Ende des Jahres erstmal als Pilotprojekt eingeführt
werden soll.
Ihn stören zwei Dinge ganz massiv: Zum einen, daß er – anders als Bargeld
– keine Anonymität mit sich bringen wird. Der Staat kann und wird sich
anschauen, wer wem etwas bezahlt. Die zweite negative Eigenschaft ist die
Programmierbarkeit. Digitales Geld kann ausgezeichnet werden, sodaß es
zeitlich, räumlich oder in der Nutzbarkeit beschränkt ist. Bei dem ersten –
die Nachverfolgbarkeit – ist es wohl sehr sicher, daß das kommen wird
(tatsächlich ist es technologisch sehr schwierig, anonymes digitales Geld
zu entwickeln). Bei dem zweiten, der Programmierbarkeit, meint er, daß das
noch nicht final wäre. Es könne auch sein, daß man das einbauen wird, aber
vorerst nicht nutzen wird. Allerdings ist er genauso wenig blauäugig wie
wir und ist auch der Meinung, daß wenn es einmal eingebaut ist, es früher
oder später auch genutzt werden wird. Er fordert alle dazu auf, dagegen
anzukämpfen.
Wer aussieht wie ein Kaninchen, riecht wie ein Kaninchen, ist ein
Kaninchen. Ähnliches gilt auch für Sozialisten. So eine ist die neue
Familienministerin Karin Prien. Um ihre Demokratie (= Sozialismus) zu retten, will sie Lügen unter
Strafe stellen. Sie sollte aber eigentlich mitbekommen haben, daß das
Bundesverfassungsgericht klar auch die Lüge unter die Meinungsfreiheit
gestellt hat. Daher sind solche Leute, die vorsätzlich gegen das
Grundgesetz arbeiten, die wahren Feinde der freiheitlich-demokratischen
Grundordnung.
Daß ich nicht lache! Heise hat einen Artikel zu einer Präsentation der BSI-Präsidentin
zum Thema des von der Bundesregierung geplanten E-Wallets unter der
Zielsetzung der EU einer »digitalen Identität« (EUDI).
Dort fiel der Spruch, der den Titel dieses Artikels bildet. Ich denke
gerade an das Desaster um die elektronische Patientenakte. Davon abgesehen,
daß sie zur Zeit mehr schlecht als recht funktioniert, ist sie nun wirklich
nicht ein Aushängeschild für den Datenschutz. Apotheken können auf alle
Daten zugreifen, sie werden zwangsweise an die Industrie »zur Forschung«
weitergegeben, der Staat darf die Daten beschlagnahmen.
Zudem muß man sich eins klarmachen: Weder die EU noch die Bundesregierung
sind wirklich am Datenschutz interessiert. Ob bei der Patientenakte oder
beim digitalen Euro. Das ist die explizit ausgegebene Devise – der
»Datenreichtum«, den man ausschöpfen will. Der neue Digitalminister
schwadroniert darüber im Bundestag. Zudem muß der Bürger für den Staat
vollständig transparent sein. Ob Vorratsdatenspeicherung,
Eigentumsregister, Kontozugriff und Transaktionsüberwachung oder
Reiseüberwachung.
Wieso sollte es beim E-Wallet auch nur einen Deut anders sein? Ich
betrachte die Sprüche als heiße Luft. Dazu das Gerede von dem Einsatz von
Hardware Security Modules (HSMs). Was für Schlüssel sollen denn darauf
gespeichert werden? Definitiv nicht die der Bürger. HSMs mit einer
Kapazität von 80 Millionen Schlüsseln gibt es meines Wissens nicht. Das ist
nicht nur obige heiße Luft, sondern Sand in die Augen.
Nachtrag: Dieser Artikel von Apollo News paßt wie die Faust auf's Auge: Statt
den Datenschutz zu stärken, schränkt das Gesundheitsministerium die
Möglichkeit bei der elektronischen Patientenakte für den Patienten ein, den
Zugriff auf einzelne Einträge zu unterbinden.
Nachtrag 2: Ein etwas vertiefenderer Artikel bei Heise. Die HSM-Geschichte zur
Speicherung der eigenen Schlüsseldaten wird wiederholt. Lustig die
Argumentation, das sei sicherer als die im Mobiltelefon eingebauten
kryptographischen Komponenten. Das erzeugt bei mir Stirnrunzeln.