Die Vorgaben zur »Akzeptanz sexueller Vielfalt« gehen davon aus, daß
Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Gender-Forschung lehrt,
kein genetisches Schicksal. Das aber ist ziemlich genau das, was auch die
Vertreter der Konversionstherapie [Anm.: der Ultragegner] behaupten, die
Homosexualität für etwas halten, das nicht natürlich sei und das man
deshalb auch wieder ändern könne.
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Noch mehr zum Thema unausgewogener Berichterstattung unserer Medien aus
der Ukraine. Bei uns wird Klitschko als wichtige Figur des Widerstands
dargestellt und auch die Ausrichtung auf die EU als zentrales Ziel. Die
Piratin Marina Weisband, die offenbar ihre Wurzeln in Kiev hat und gerade
von einem Besuch des dortigen Maidans zurückgekehrt ist, erzählt dem Spiegel eine andere Sichtweise.
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Der Fraß in öffentlichen Einrichtungen ist in Großbritannien mal wieder
Gesprächstoff – ein Koch, der in einem Krankenhaus nur noch das matschige Essen
aufwärmen darf, packt aus. Hey, 69 Pence müssen doch bitteschön für
ein Mittagessen reichen!
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Überwachung der Zukunft: In Straßenlaternen und Lampen versteckte
Kameras, Mikrofone, RFID- und Mobiltelefonschnüffler und andere Sensoren
bauen ein totales Überwachungsnetzwerk auf.
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Thema Nr. 1 in der IT-Welt war heute der Aufkauf von WhatsApp durch
Facebook. Interessant war, daß viele Online-Medien wie die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, Heise oder
Golem binnen Stunden mit Artikeln über Alternativen aufschlugen.
So groß, besser gesagt, so gering, ist mittlerweile das Vertrauen in das
Fratzenbuch, daß dieses Pack nicht sofort auch noch das letzte Bit der
Daten, die WhatsApp in die Hände bekommt, gnadenlos aufsaugen, für immer
speichern und verwerten wird. Und das ist gut so. Hoffentlich tritt so
ein ähnlicher Effekt ein, wie damals nach dem Aufkauf von Napster durch
Bertelsmann, wo sich der Kundenstamm praktisch aufgelöst hatte.
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Warum ich kein Organspender bin: Ärzte erklären Patienten oft fälschlich für hirntot.
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Niedergang des Rechtsstaats: Don Alphonso: Päderastie und Totalüberwachung für den gebildeten
Mittelstand (via
Fefe).
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Nochmal Fefe:
Vorratsdatenspeicherung: Es
wird gelogen, daß sich die Balken biegen.
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Ich bin ja gegen Feminismus, weil er mir zu häufig in Richtung
Rassismus und Extremismus geht (Negativbeispiel Alice Schwarzer).
Nichtsdestotrotz bin ich für die Gleichberechtigung unter den
Geschlechtern, darum verlinke ich hier einen interessanten
Kurzfilm
(französisch, mit englischen Untertiteln), der zwar wohl schon fünf Jahre
alt, momentan aber sehr populär ist. Über den Inhalt verrate ich mal
nichts… (via
Stern)
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Merkels Beliebtheit sinkt. Nein, nicht wegen der schei… Politik,
die sie macht, sondern wegen der Krücken! Da sieht man, was für
die Leute wichtig ist.
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Unser täglichen NSA-Skandal gib uns heute:
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NSA lauscht auch US-amerikanische
Anwälte aus, die ausländische Regierungen vertreten.
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Die Amerikaner sind so dreist, daß
sie in Deutschland deutsches
Personal/Unternehmen zum Ausspionieren ihrer Landsleute suchen, weil
sie als Nicht-Muttersprachler nicht weiterkommen.
Puh, da hat sich viel angesammelt!
Zum Terror-Netzwerk NSA
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EU-Parlament kneift vor Sicherheitsgarantien für Snowden für eine
Aussage vor dem Parlament. Bei den Konservativen weiß man ja, daß sie
alle Zwangsdemokraten sind und totalitäre Strukturen lieben, da ist deren
Haltung im Prinzip nicht verwunderlich. Wobei solche Äußerungen wie
»Bei uns herrscht die Meinung vor, man sollte auf gar keinen Fall die
US-Partner noch mehr vergrätzen« (MEP Frank Engel) schon Fragen nach
deren geistigem Zustand aufkommen lassen. Wer bitteschön hat hier wen
»vergrätzt«??? Man stelle sich vor, ein verprügelter Mensch würde sagen
»nein, ich zeige den Prügler nicht an, ich will ihn nicht noch mehr
vergrätzen«.
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Dennoch denkt man im EU-Parlament darüber nach, sich zu wehren.
Immerhin etwas, auch wenn ich darauf wetten würde, was dabei
herauskommt.
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Bei uns in Deutschland sieht es auch nicht viel besser aus. Die
Regierungsparteien versuchen, den NSA-Untersuchungsausschuß untauglich zu
machen, zum Beispiel, indem sie
versuchen, die Rolle der eigenen Geheimdienste außen vor zu lassen.
Auch die Vernehmung Snowdens ist noch ungewiß – wobei ich mir sicher bin,
daß die Feigheit vor dem Feind da siegen wird…
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Ich glaube auch nicht, daß Snowden in Europa sicher wäre, selbst wenn
es »Garantien« gäbe. Dazu gibt es einfach zuviele Ar…kriecher und
Duckmäuser in Europa. In Südamerika ist er bestimmt besser aufgehoben,
zum Beispiel in Brasilien, wo mehr als 1,1 Millionen Bürger die Aufnahme Snowdens fordern.
Soetwas haben wir leider nicht hinbekommen.
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US-Amerikanischer Senator verklagt US-Präsident Obama wegen der
Rasterausforschung der NSA. Ich wünsche viel Erfolg!
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Sascha Lobo: Die Kriminiellen vom Geheimdienst.
Weiteres Netzpolitisches
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Thomas Jarzombek, ein CDU-»Netzpolitiker« und seit kurzem Sprecher des
Internetausschusses des Bundestages, demonstriert technologische
Ignoranz: Golem.de zitiert ihn: »[…] brauche […] Algorithmen, die keinen
Zweitschlüssel bei anderen Diensten oder in anderen Ländern hätten. ›Wir
müssen hier auf deutsche Forschung, deutsche Algorithmen
setzen.‹«
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Fällt der Justizminister Maas SPD-traditionell schneller um als ein
gefällter Baum? Im Rechtsausschuß soll
er gesagt haben, daß die Vorratsdatenspeicherung auf jeden Fall
kommt, auch wenn der EuGH die Vorratsdatenspeicherung kippt. Und dann
wieder diese unsägliche Realitätsverzerrung: »Wenn etwa kontrolliert
werde, wer welche Webseite besucht, führe dies zu einer Schere im Kopf
und bringe die Demokratie in Gefahr.« Bei so einem dummem
Geschwätz könnte ich richtig wütend werden! Wenn kontrolliert wird,
wer mit wem telefoniert oder wer mit wem SMS oder E-Mails austauscht, wie
bei der Vorratsdatenspeicherung, dann passiert das etwa nicht? Der
Armleuchter soll sich mal das BVerfG-Urteil durchlesen, denn genau das
hat das Gericht über die Vorratsdatenspeicheurng gesagt.
Bezüglich der ersten Aussage rudert man im Justizministerium wohl auch
schon wieder zurück, wie Golem.de berichtet (siehe »Nachtrag«).
And now something completely different…
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Das Bundesverfassungsgericht verkündet am 26. Februar das
Urteil zu der
3%-Hürde bei der nächsten EU-Wahl. Ich gehe stark davon aus, daß das
eine schallende Ohrfeige für den alten Bundestag (parteiübergreifend)
sein wird, siehe auch meinen früheren Beitrag zu diesem Thema.
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Die Koalition ist groß, da kann man sich auch großzügig bedienen:
Bezüge sollen auf 9.000€ steigen (Deutsche Wirtschaftsnachrichten). Die SZ fragt, ob sie dann weniger korrupt seien. Nein, die sind noch nicht
korrupt, oder? Da bricht für mich eine Welt zusammen…
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Massiver Protest wegen Tötung einer jungen Giraffe im Zoo von
Kopenhagen. Kann ich schon irgendwo verstehen. Wenn man Tiere aus
ihrer natürlichen Umgebung reißt, dann hat man auch gewisse moralische
Verpflichtungen. Da kann man nicht einfach so die Tiere töten, wenn sie
einem plötzlich nicht mehr ins Konzept passen.
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Wenn jemand wissen möchte, warum ich Obama als Massenmörder betrachte,
dann möge er oder sie diesen Artikel lesen. Basiert auf alten Erkenntnissen und auf
neuen, die jetzt auf der neuen Medienplattform »The Intercept«, an der auch Greenwald
mitarbeitet, veröffentlicht wurden.
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Weil wir gerade bei den Amerikanern sind: Man braucht sich nur
dystopische Science-Fiction-Filme anschauen, dann weiß man, wie die
Zukunft aussehen wird, auf jeden Fall in USA – wobei ich kaum Zweifel
hege, daß die Welt früher oder später nachziehen wird.
Hier geht es um permanente
Videoüberwachung von Städten mitsamt Tracking von Personen und
Fahrzeugen, bislang nur im Nachhinein, aber das gibt sich auch noch.
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Und weil wir gerade bei Videoüberwachung sind: Auch in Deutschland gibt
es immer neue Wünsche. Wobei ich
dieses durchaus wirklich verstehen kann. Graffiti ist wirklich eine
Plage, und ich wünsche diesen geistenkranken Sprayern nur das
allerschlechteste.
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Wer in Pakistan gegen Drohnenangriffe ist, der verschwindet schon mal schnell. Hmm, wer könnte wohl etwas
dagegen haben, daß der Mensch in Europa herumreist und mit
Regierungsvertretern, Gerichten und Bürger- und Menschenrechtlern
spricht? Mal scharf nachdenken! Nein – die Amerikaner doch nicht, das
wäre ja völlig an den Haaren herbeigezogen!
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Die nächste deutsche Dumpfbacke
kommt daher und will die britische »Pornwall« kopieren. Die ganze
Diskussion zum Zensursula-Filter ist wohl schon wieder vergessen. Und
dann noch vom Chef einer Landesmedienanstalt. Will sich da jemand neue
Zuständigkeiten für das Internet herdefinieren, wie wir das ja schon beim
Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk erlebt haben?
Für mich ist Merkel die größte Antidemokratin in Deutschland (allerdings
dicht gefolgt von Schäuble). Das hat sie heute mal wieder an der von ihr
durchgedrückten Enthaltung im EU-Ministerrat bei der Entscheidung für oder
wider Gen-Mais 1507 von Dupont-Pioneer gezeigt. Laut diverser Berichte ist
sie persönlich die treibende Kraft für ein »Ja« der CDU in der sogenannten
»grünen Gentechnik«, was die Enthaltung zur Folge hatte. Aber hat sie ein
Mandat vom Wähler dafür?
Wie man auch rechnet, es kommt ein klares NEIN zum Vorschein. Die von
Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ergab eine Mehrheit
von 88% für die Genmais-Gegner. Wenn man also von 12% Befürwortern und
Enthaltern ausgeht und annimmt, all diese hätten die CDU/CSU gewählt, dann
ergibt sich bei einem Stimmenanteil von 41,5% bei der Bundestagswahl immer
noch eine überwältigende Mehrheit bei den CDU/CSU-Wählern von mindestens
71% gegen den Genmais. Wenn man die CSU, die sich ja auch eher zu den
Gegnern positioniert hat, wegnimmt, dann sind bei 34,1% Stimmanteil
immerhin noch mindestens 65% der CDU-Wähler Genmais-Gegner. Im allerbesten
Fall könnte sich als Merkel auf 35% ihrer Wähler berufen, tatsächlich
dürfte der Wert deutlich kleiner sein.
Nun könnte jemand auf die kürzliche Entscheidung des Bundestags
hinweisen, den Antrag der Grünen gegen den Genmais abzulehnen, aber das
wäre mehr als lächerlich. Weiß doch heute ein jedes Kind, daß soetwas das
primitive Schauspiel eines Marionetten-Theaters ist.
Sie hat also kein Mandat, nicht einmal innerhalb ihrer Wählerschaft. Und
den Koalitionsvertrag bricht sie auch wissentlich, wie in einem früheren
Posting schon thematisiert. Was ist ihr also so wichtig, daß sie das
durchzieht?
Vielleicht glaubt sie an ihre zivilisatorische Weitsicht, aber dann wäre
sie reif für die Klapse, denn das Gegenteil hat sie ja schon mal grandios
bewiesen: Leider von der regierungsverbandelten Presse nie wirklich
thematisiert worden, hat sie in früheren Zeiten als Umweltministerin unter
Kohl zu verantworten, daß im Bergwerk Asse Fässer mit radiokativem Material
in senkrecht gebohrte Schächte hinabgeworfen wurden, die dann verfüllt
wurden. Klingelts? Ja, das ist genau die Asse, aus der jetzt mit Milliarden
Euro Kosten das radioaktive Material geborgen werden muß, weil Wasser
eindringt. Und gerade die von Merkel genemigte Aktion trägt zu den
Schwierigkeiten und somit zu der Kostenexplosion bei. Generell war ihre
Atompolitik von Uneinsichtigkeit geprägt und einzig politisches Kalkül hat
zu ihrer 180°-Drehung nach der Fukushima-Katastrophe geführt.
Ich glaube stattdessen ernsthaft, daß Merkel einerseits, aufgewachsen in
einer sozialismus-begeisterten Familie in einem pseudo-demokratischen
Staat, ein wirklich schräges (und dem Grundgesetz widersprechendes)
Verständnis der Demokratie innehat, und daß sie andererseits eine Menge
falsche »Freunde« besitzt aus der Wirtschaft, aus den Regierungen
benachbarter Staaten, dem EU-Politik-Zirkus sowie aus ihrem eigenen Stab,
von denen sie gnadenlos manipuliert wird. Man denke als Beispiel nur mal an
Josef Ackermann, der sie in der Finanzkrise dazu gebracht hatte, alle
großen Banken als »systemrelevant« zu betrachten, worüber er sich später
halböffentlich amüsierte).
Eine dritte Komponente befindet sich im Bereich der
Verschwörungstheorien, nämlich, daß Merkel unter einer Reihe von Zwängen
aus Geheimverträgen mit den ehemaligen Alliierten stehen könnte, und daß
sie auch von den Amerikanern erpreßt werden könnte mit Geschichten aus
ihrer DDR-Zeit, die die Amerikaner in den Stasi-Archiven entdeckt haben und
die ein jähes Ende ihrer Karriere bedeuten würden. Letzteres ist bislang
für mich die einzige glaubwürdige Theorie, weshalb sie den Amerikanern –
bar jeglicher Vernunft – so aus der Hand frißt, sei es nun ihre
Befürwortung der Gentechnik oder des Transatlantischen Handelsabkommens
oder ihre Handlungsstarre in dem NSA-Skandal.
Hier noch ein paar Links zu der heutigen Enthaltung:
-
Berichte: Zeit:
»Genmais 1507 steht vor der Zulassung in der EU«, Spiegel:
»Abstimmung in Brüssel: EU-Agrarminister winken US-Genmais durch«,
Süddeutsche Zeitung: »Europas Lavieren bringt Genmais in die EU«.
-
Kritik/Kommentar: Süddeutsche Zeitung: »Deutschland schiebt die Verantwortung gen Brüssel«, Deutsche
Wirtschaftsnachrichten: »Agrar-Industrie jubelt: Gen-Mais in Europa nicht mehr
aufzuhalten«
-
Ein paar Hintergrundinformationen zu EFSA, das ist die EU-Behörde, die
den Genmais 1507 für unbedenklich eingestuft hat, bei Lobbypedia und in einem älteren Artikel vom Kopp-Verlag, der mir untergekommen ist. Fazit: hochgradig von der
Gentechnik-Lobby unterwandert, wie man es halt von einer EU-Behörde
erwartet! Das schafft Vertrauen!
-
Natürlich gibt es auch nichtablehnende Kommentare, halbwegs objektive
wie in der Süddeutschen Zeitung »Bauern warnen vor ›Gentechnikkrieg auf den Dörfern‹«, aber auch
welche, wo man die Lohnschreiberei schon von weitem riecht. Letzere kann
sich jeder selber suchen…
Zum Abschluß: Um noch eins klarzustellen: Ich bin nicht grundsätzlich
gegen Gentechnik, aber folgende Sachen sind für mich der absolute
»No-Go«:
-
gentechnisch veränderte Pflanzen im freien Anbau: auch nur die
geringste Gefahr der Auskreuzung und der unkontrollierten Ausbreitung muß
verhindert werden
-
gentechnisch veränderte Tiere/Menschen
-
gentechnisch veränderte Pflanzen/Organismen in jedweder Nahrungskette
(nicht nur der menschlichen)
-
Die Schweizer haben mit einer knappen Mehrheit sich für eine
Kontigentierung des Zuzugs von Ausländern entschieden. Ja, liebe
Regierungen, das passiert, wenn man jahre- oder gar jahrzehntelang die
Bedenken der Bürger und die gefühlten oder echten Probleme mit Ausländern
einfach so in den Wind schlägt und die Bürger mit hohlen Phrasen
abspeist. Nebenbei bemerkt finde ich es gut, daß die Schweizer sich in
ihrer Entscheidung nicht von der EU beeindrucken lassen, die jetzt
natürlich schon wieder mit Drohgebärden anfängt. Das mitschwingende »Fuck
you, EU« (wie es die US-Diplomatin Victoria Nuland diese Tage kurz und
bündig formulierte) kann ich nur voll unterstützen.
-
Die Zeit veröffentlicht eine weitere Replik auf den unsäglichen Artikel
von Berlins Justizsenator Thomas Heilmann, »Vorratsdatenspeicherung ist Datenschutz«. Diesmal kommt Berlins
Datenschutzbeauftragter Alexander Dix zu Wort. Er betont auch nochmal
ausdrücklich, daß die VDS laut Bundesverfassungsgericht keinesfalls für
einfache Delikte wie den von Heilmann zitierten, sogenannten Enkeltrick
eingesetzt werden dürfe und damit die Argumentation ins Leere greift.
-
Türkische Jugend empört sich gegen Internet-Zensur und
-Vorratsdatenspeicherung (2 Jahre): auf die lustige Art und auf der Straße mit schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Leider hat
Erdoğan in der Türkei eine genauso große und dumbe Stammwählerschaft
hinter sich wie die Merkel bei uns, aber liebe junge und moderne Türken,
ich drücke Euch die Daumen.
-
In den USA ist die Abschaffung der Netzneutralität schon ein großes
Stück weiter als in Deutschland und in der EU. Nachdem die amerikanische
Aufsichtsbehörde FCC einen Prozeß verloren hat, steht dem Ende der
Netzneutralität kaum noch etwas in dem Weg, außer, der amerikanische
Staat ändert Gesetze und stärkt der FCC den Rücken, soweit ich das
verstanden habe. Zu der ganzen Thematik gibt es ein nettes
Mobilisierungsvideo. (Via netzpolitik.org).
-
In Limburg scheint alles noch viel schlimmer zu sein als gedacht.
Einerseits ist offenbar mit den bisher bekannten 31 Millionen Euro noch
lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, andererseits muß das wohl
auch noch strafrechtlich bewertet werden. Focus und andere Nachrichtenportale haben mehr dazu.
Für die noch ausstehende Entscheidung im Prozeß um den ESM (der ja als
solcher durchgewunken wurde), bei der es um die Kompetenzen der
Europäischen Zentralbank (EZB) geht, hat das Bundesverfassungsgericht einen
Verkündungstermin veröffentlicht (hier Meldung der FAZ). Der eigentliche Hammer ist jedoch, daß das
Gericht den Europäischen Gerichtshof anrufen will. Damit zieht das
Bundesverfassungsgericht endgültig den Schwanz ein und definiert sich weg.
Ich habe noch so große Sprüche im Ohr, daß sich das Gericht als letzte
Instanz sieht und als letzte Bastion des Grundgesetzes. Pustekuchen, das
war jetzt einmal.
Die Kommentare dazu in der FAZ, »Die Angst der Verfassungsrichter«, und in der Zeit, »Karlsruhe drückt sich« sind entsprechend, natürlich auch von den
Klägern, »Das Verfassungsgericht hat de facto abgedankt«.
Besonders kritisiert wird, daß zwar das Bundesverfassungsgericht eine
negative Bewertung getroffen hat, diese aber durch die Weitergabe des
Verfahrens an den EuGH praktisch bedeutungs- und wirkungslos ist, da alle
davon ausgehen, daß der EuGH das wie üblich völlig anders sehen wird: der
EuGH wird ja als gnadenlose Triebfeder der sog. »europäischen Integration«
betrachtet, frei nach dem Motto »EU geht vor«.
Ähnlich schlimm sind die Mindermeinungen zweier Richter: die Klage hätte
abgewiesen werden müssen, da das Gericht im Erfolgsfall der Regierung bzw.
dem Bundestag »positive Handlungspflichten« aufzuerlegen hätte. Das geht in
unserer sogenannten »Demokratie« natürlich gar nicht. Der gemeine Bürger
müsse sich mit dem zufrieden geben, was Bundestag und -regierung für
richtig halten.
-
Gauck ruft indischen Bürgerrechtlern zu: »Ihr seid das Volk!« Ich kann mich nicht entsinnen, daß er das
nach der Wende irgendeinem deutschen Bürger oder gar einem
Bürgerrechtsaktivisten mal zugerufen hätte…
-
Fakten schaffen für den europäischen Überwachungsstaat: EU-Kommission baut EU-Fluggast-Sammlung (PNR) auf, ohne
Mandat!
-
…da kommt die EU-SPD-Arroganz Martin Schulz gerade recht. Man merkt,
daß Wahlen anstehen – es werden wieder tolle Reden geschwungen und man
stellt sich selber als Bürgerversteher dar: Hier als Kämpfer gegen die Totalüberwachung durch Indusdrie und
Staat. Alles nur heiße Luft mit nichts dahinter, meinen netzpolitk.org und auch Katharina Nocun von den Piraten, die in
ihrem Blog mal das
Abstimmverhalten von Schulz ins Visier nimmt und zu keinem guten Ergebnis
kommt. Mein Résumé: Schulz ist halt ein mustergültiges Mitglied seiner
Verräterpartei.
-
Die Türkei führt unter fadenscheinigen Vorwänden obligatorische
Websperren ein, die nicht richterlich überprüft werden – im Prinzip kann
alles gesperrt werden, was dem Erdoğan nicht gefällt. Und da gibt es für
den Möchtegern-Alleinherrscher bestimmt vieles, zum Beispiel die
Opposition, die Kurden, die Meinungsfreiheit oder der westliche
Lebensstil (Berichte siehe z.B. Stern, Süddeutsche Zeitung). Na, damit paßt die Türkei ja hervorragend
in die EU.
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Da werden sich die Amerikaner in die Hose machen – vor Lachen:
SPD-Politiker will als Antwort auf die Spionage des Terror-Netzwerks
NSA Gegenspionage betreiben. Die Opposition greift das natürlich
auch gerne auf. Einfach nur peinlich, diese SPD!
-
Fake News:
NSA beklagt mangelhafte deutsche Rechtschreibung im
E-Mail-Verkehr.
Man hat’s geahnt, es wäre ja auch mal eine Überraschung gewesen.
Natürlich hat die Bundesregierung auf taub gestellt und jeglichen Protest,
zum Beispiel die 175.000 Unterschriften, die Campact in zwei Tagen
gesammelt hat, ignoriert, und entschieden, sich bei der
EU-Gen-Mais-Abstimmung zu enthalten, was faktisch einer Zustimmung
entspricht. (Meldungen z.B. bei Campact, BUND, Zeit, Spiegel).
Sie haben nicht nur die 80% der Bürger ignoriert, sie haben auch ihren
eigenen Koalitionsvertrag verraten, in dem sie versprachen, eben genau
diese 80% nicht zu ignorieren.
Antidemokraten bei CDU/CSU
Dabei ist keine Partei besser als die andere. Bei der CDU/CSU herrscht,
so wie ich das mal gelesen habe, mehrheitlich die Ansicht, daß mit der Wahl
die Souveränität vom Bürger auf den Abgeordneten übergeht (es gibt wohl
eine umstrittene Staatsrechtstheorie dazu). Deshalb haben die auch keine
Probleme damit, etwas anderes zu machen, als sie vorher versprochen haben;
sie fühlen sich nicht rechenschaftspflichtig. So kann man sich auch
ziemlich unbeschwert nach den Lobbyisten oder den »amerikanischen Freunden«
ausrichten und den Wählern den blanken Hintern zeigen.
Umfaller-/Verräterpartei SPD
Wie die SPD es mit der Souveränität hält, weiß ich nicht. Auf jeden Fall
fährt sie ihre übliche Verräterstrategie. Bis kurz vor knapp wird
behauptet, man sei ja voll dagegen, und man wird dafür sorgen, daß auch so
entschieden wird. Und dann kommt die 180°-Wende und sie fallen ihren
Wählern in den Rücken. Natürlich werden hinterher irgendwelche gewichtigen
Scheinargumente gebracht, warum es so sein mußte. So hat zum Beispiel der
Abgeordnete Stefan Zierke bei der letzten Bundestagsentscheidung für den
Gen-Mais abgestimmt, obwohl er ein nach eigener Aussage ein Gegner sei. Die
Begründung ist,
daß ihm
der Koalitionsfriede wichtiger sei!!! Zitat:
Im Gegensatz zu den Unionsparteien, hat die SPD bei den
Koalitionsverhandlungen auf eine klare Linie im Umgang mit Grüner
Gentechnik gepocht, da wir die enormen Vorbehalte der Bevölkerung kennen
und auch selbst teilen.
Ja, ganz toll, und, was hat es genutzt, Du Dummschwätzer?
Mein Abstimmungsverhalten steht für den verantwortungsvollen Umgang
zwischen Koalitionspartnern. Dazu gehört auch, daß Anträge und
Gesetzentwürfe gemeinsam entwickelt und nach außen dokumentiert werden.
Davon kann sich auch die SPD als Regierungskoalition nicht vollständig
lösen.
Um dennoch meine persönliche Haltung zum Einsatz von Gentechnik in der
Landwirtschaft zum Ausdruck zu bringen, habe ich zusammen mit 70 weiteren
SPD-Abgeordneten eine persönliche Erklärung unterschrieben, in der ich
festhalte, daß ich den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut weder
für notwendig, noch für sinnvoll halte.
Meine Fresse, der Kerl sitzt nicht im Bundestag, um sein Gewissen in
persönlichen Erklärungen zu formulieren, sondern entsprechend bei
Entscheidungen abzustimmen!
Dümmer geht’s immer
Mindestens genauso blöd ist auch die Aussage eines Sprechers des
CSU-geführten Bundeslandwirtschaftsministeriums (siehe Zeit-Artikel), daß
ein »Nein« auch nichts an der EU-Entscheidung ändern würde. Ja, wenn es
denn so wäre, wieso ist es dann ein Problem, mit »Nein« abzustimmen?
Das ist doch alles nur noch eine Farce, oder nicht?