Ach, wieder einmal ein schönes Beispiel des Framings. Der
Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber wurde befragt, was er in seiner
Funktion von einem zentralen Impfregister hält. Die impfgeile Presse meldet
natürlich: »Bundesdatenschutzbeauftragter hält Impfregister für möglich«.
Tatsächlich hat er gesagt, daß er ein Impfregister nicht für
unmöglich halte. Das ist schon etwas anderes. »Allerdings müsse die
Politik zunächst konkret die Ziele benennen, die sie mit der Impfpflicht
erreichen wolle, sodaß man beurteilen könne, ob ein zentrales Impfregister
notwendig sei – oder eine andere Maßnahme besser geeignet sei« – so
zitiert ihn die Morgenpost. Dies hat die Politik seiner Meinung nach offenbar noch
nicht getan. Auch knüpft er da noch ein paar andere Bedingungen daran.
Aber das, was beim Leser hängen bleiben soll, ist klar: alles kein
Problem!
Gelegentlich schaue ich aus Neugier, was auf Twitter los ist. Da zofft
man gerade heftig über eine Äußerung, daß offene Grenzen und Sozialstaat
nicht zusammenpassen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie wird seit Jahren
von den Gegnern der ungezügelten Migration Unqualifizierter und Unwilliger
verbreitet. Neu ist – und deshalb der Aufschrei der Gutmenschen und das
Entzücken der anderen –, daß diese Äußerung von Kaare Dybvad Bek kommt, der
einerseits Innenminister von Dänemark ist und andererseits ein
Sozialdemokrat, und er damit die strikte Migrationspolitik verteidigt, die
sein Land seit ein paar Jahren erfolgreich fährt. Er muß wohl auch noch
andere interessante Sachen gesagt haben, zum Beispiel, daß Deutschland
zunehmend mit seiner Migrationspolitik in der EU isoliert sei, aber leider ist der Artikel hinter der Paywall der Welt.
Manchmal frage ich mich ja, ob solche Artikel extra von Anfang an oder
dann möglichst schnell hinter einer Paywall versteckt werden, damit man
nicht soviel Ärger mit den systemtreuen Kollegen und den regierenden
Parteien bekommt, die über jegliche Kritik an der deutschen
Migrationspolitik erhaben sind.
Eigentlich will ich zu dem Thema gar nichts schreiben. Es nervt nur noch
unentwegt. Aber zwei Punkte möchte ich doch mal herausgreifen:
Erstens: Für mich ist es unbegreiflich, daß nach fast 7 Millionen
Infektionen in Deutschland (laut
Worldometer) man offenbar immer noch nicht weiß:
-
wie sich die Leute mehrheitlich anstecken
-
wo (räumlich) sich die Leute mehrheitlich anstecken
-
ob es spezielle Personengruppen gibt (soziale, ethnische oder sonst
irgendwie geartete Unterscheidung, Alter, Geschlecht, Haarfarbe oder
sonst ein körperliches Merkmal)
Anders ist für mich der weiterhin völlig ungeordnete Aktionismus um
Boostern, Impfpflicht, Lockdown, 3G, 2G, 2G+, 2G++ usw. überhaupt nicht
erklärbar. Wie kommen manche zum Beispiel darauf, daß Masketragen in
Geschäften plötzlich nicht mehr ausreiche, obwohl das in der ersten Welle
offensichtlich kein Problem war? Haben die irgendwelche Belege dafür, daß
sich nun plötzlich Leute vermehrt in Geschäften anstecken? Entweder sie
wissen es tatsächlich nicht, oder die Wahrheit ist nicht genehm und
geeignete Gegenmaßnahmen politisch unerwünscht.
Zweitens: Ganz zu Anfang der Pandemie wurde schon vorhergesagt, daß das
Virus mutieren werde und ältere Varianten verdrängen werde, was es dann ja
auch brav getan hat. Die Aussage war, daß dabei das Virus seine
Aggressivität verlieren werde, weil es evolutionsmäßig unvorteilhaft ist,
seine Wirte umzubringen, und daher das Virus letztendlich vielleicht
ansteckender, aber im Ergebnis harmloser, ähnlich einem normalen
Grippevirus, werden würde. Nun, die Frage ist: Ist die Omikron-Variante
genau so eine Mutation? Erste Hinweise deuten darauf hin. Selbst der ÖR brachte einen
Beleg, obwohl die Nachrichten wie üblich eigentlich Panik schüren wollten:
Ich weiß nicht mehr, ob ARD oder ZDF, auf jeden Fall berichteten sie, daß
in den USA schon Dreiviertel aller Neuansteckungen die Omikron-Variante
sei, und (jetzt kommt's!) bereits ein(!) Mensch daran gestorben sei. Also,
wenn es sich nun so verhält, sollte man nicht das Virus kontrolliert
gewähren lassen, anstatt hier Panik zu veranstalten und die Leute bald
monatlich mit der wirkungslosen mRNA-Suppe vollzupumpen?
Ich hatte den Spruch hier schon mal zitiert, aber er kann nicht oft genug
gesagt werden: Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt
sich. Im Dritten Reich wurden die Nazis von der Industrie, besonders
der Großindustrie unterstützt, nicht nur finanziell, auch ideologisch. Und
heute reihen sich namhafte Firmen nahtlos in die Staatspropaganda ein.
Unter dem Hashtag #ZusammenGegenCorona wandeln sie ihre Werbesprüche ab,
sodaß sie nicht ihre Produkte, sondern das Impfen glorifizieren. Sich so
zum Handlanger des Staates zu machen ist widerlich und verwerflich.
Der Publizist Markus Langemann hat auf seinem hochprofessionell gestalteten
YouTube-Kanal diese
Perversität zusammengestellt.
PS: Mein Blog hat übrigens heute seinen achten Geburtstag. Über 700
Beiträge sind in der Zeit entstanden!
Nun hat es die FDP geschafft: Sie sitzt im Bundestag ab jetzt weiter links, zwischen CDU und Grünen,
statt zwischen CDU und AfD, Damit hat sie letztendlich optisch das
nachgezogen, was sie politisch schon länger praktiziert – sie folgt seit
einigen Jahren immer mehr linker Ideologie. Und sie wird auch genauso
verlogen und verräterisch. Kaum im Amt, wird das hochheilige
Wahlversprechen, gegen eine Impfpflicht zu sein, gebrochen. Auf den
Gegenwind, der der FDP ins Gesicht bläst, nachdem sie für eine Impfpflicht
im Plege- und Klinikbereich gestimmt hat, versucht ein Teil der Fraktion
mit einem Antrag gegen die allgemeine Impfpflicht zu reagieren und zu
retten, was zu retten ist. Aber das ist so, wenn man im Laden das Diebesgut
wieder in das Regal zurücklegt, während der Kaufhausdedektiv schon neben
einem steht.
Ganz im Sinne von Franz Müntefering, der sich mal darüber echauffierte,
daß man nach der Wahl die SPD an den Wahlversprechen vor der Wahl messe,
macht auch der neue FDP-Justizminister Buschmann die Rolle rückwärts: War
vor der Wahl das Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG), das sich immer mehr als
Zensurgesetz herauskristallisiert, in der Schußlinie der FDP, so posaunt er
jetzt hinaus, man müsse das Gesetz härter gegen Provider, speziell gegen
Kommunikationsdienst Telegram, durchsetzen. Das ist schon deshalb
pervers und doppeldenk-verdächtig, weil andererseits der nach Dubai vor
Putin geflüchtete Dienst dafür gelobt wird, daß er Oppositionellen ein
vertrauliches Kommunikationsmedium bietet. Da wünscht man sich eine
Leutheusser-Schnarrenberger zurück, die auch selber im Amt einer Ausweitung
staatlicher Kontrolle klar widersprach und sogar dasselbige dafür
aufgab.
Tja, so schnell korrumpiert die Macht. Aber das war klar. Wer den
FDP-Chef Lindner beobachtet, weiß, daß er ein elendiger Opportunist ist.
Und ebensolche Leute hat er offenbar um sich versammelt. Deshalb ist das
kein Versehen, sondern pure Absicht. Aber vielleicht merken sich das die
betrogenen Wähler, die dachten, die FDP würde als Gouvernante uns vor
linksgrünem Unfug schützen, genauso wie damals nach der
Hotelsteuergeschichte.
Ich habe mich noch nicht überwinden können, das Urteil und die Begründung
selbst durchzulesen. Aber der Kenntnisstand des Bundesverfassungsgerichts
muß wohl der sein, daß sich die Corona-Viren nachts hinter Bäumen und
Sträuchern verstecken und hinterlistig arglos vorbeischlendernde Personen,
speziell einzelne Menschen oder zusammenlebende Pärchen, überfallen und
infizieren. Anders ist es nicht erklärbar, daß das Gericht die nächtliche
Ausgangsperre, die damals verhängt wurde, für einen verhältnismäßigen
Grundrechtseingriff betrachtet.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über dieses inkompetente
Gericht nur noch lauthals lachen!