Was für ein Dreckshaufen. Als ich heute in der Mittagspause mal in
YouTube hereingeschaut habe, ist mir der
Livestream des
Bundestags angeboten wurden. Habe ich dann mal angeklickt und traute
meinen Augen nicht. Ich bin mitten in die Debatte um die »Konferenz zur
Zukunft Europas« gestolpert (12:55-14:10). Huch, was ist das denn? Diese
von einem Redner euphemisch genannte »partizipative Demokratie« ist
der gleiche Scheiß, den Merkel schon
betrieben hat, und hat mit Demokratie genauso wenig zu tun wie die
sozialistischen Räterepubliken. Ursula von der Leyen hat sich diese
simulierte Demokratieveranstaltung von ihrer Ziehmutter Merkel abgekupfert:
Eine »zufällige« Auswahl von Bürger wird eingeladen, Vorschläge für »die
Weiterentwicklung der EU« zu machen und sie zu diskutieren. Das ganze läuft
schon seit Mitte letzten Jahres und sei nach
Aussage der
Staatsministerin im Auswärtigen Amt, die Grüne Lührmann, ist dieses
»Experiment zur besseren Beteiligung der Bürger« ein voller Erfolg. Ein
anderer Redner der Regierungskoalition (leider vergessen, wer das war)
sprach von der begeisterten Annahme dieses Prozesses durch die Bürger in
der EU, was ich für einen billigen Schwindel halte. Ich schätze mal, daß
99,99% dieser Bürger genauso wenig Kenntnis von diesem Mist haben wie ich
bis dato hatte.
Wie der
AfD-Politiker
Kleinwächter in seiner Rede darlegt, kann man das Ergebnis jetzt schon
voraussehen, denn zumindest seiner Behauptung nach sind diese »Bürger«
alles anderes als zufällig ausgewählt, sondern stammen von NGOs, die
inhaltlich mit dem Plan der EU zu einem zentralistischen Superstaat
übereinstimmen. Und dann wird noch behauptet werden, das sei das Votum der
Mehrheit der Bürger in der EU. Ein einziges großes Täuschungsmanöver. Ich
könnte kotzen.
Oh, ich habe gerade den Fehler gemacht, einen Spiegel-Artikel und die
Leserkommentare dazu zu lesen. Es geht um die Aufstellung des einfachen CDU-Mitglieds und aktuellen
Vorsitzenden der Werteunion Max Otte als Kandidat für das Amt des
Bundespräsidenten durch die AfD.
Es ist wirklich schlimm, daß es überhaupt nicht um die Eignung von Max
Otte als Bundespräsidenten geht – was ja durchaus diskutabel ist –, sondern
einzig und allein darum, daß er sich von der AfD hat aufstellen lassen. Wo
ist das Problem? Betrachten die Leute den Bundespräsidenten als Marionette
der Partei, die ihn nominiert hat? Was sagt das über Steinmeier und all
seine Vorgänger aus?
Das ist genauso unreflektiert, wie wenn die Presse ohne mit der Wimper zu
zucken davon spricht, die Parteien wollten den (verfassungswidrigen)
»Fraktionszwang« bei einer möglichen Abstimmung über die Impfpflicht
aufheben.
Wir sind so meilenweit von eine demokratischen, freiheitlichen,
unabhängigen Gesellschaft entfernt, wie man nur denken kann.
In kleinen Schritten baut die EU eine Zensur-Infrastruktur auf.
Unter dem Vorwand, etwas gegen die Dominanz amerikanischer Dienstleister
unternehmen zu wollen, schreibt gerade die EU den Betrieb eines eigenen
DNS-Resolvers aus. Der DNS-Resolver ist der Dienst, der für Endgeräte die
Umwandlung von Domainnamen wie z.B. »www.grantler-blog.de« in numerische
IP-Adressen durchführt. Über die IP-Adressen werden dann letztendlich die
Datenpakete rund um den Globus geschickt. Normalerweise betreibt jeder
Zugangsprovider wie 1&1, Telekom, Vodafone usw. selber Resolver. Wenn
man seinen Router nicht speziell konfiguriert, werden die auch verwendet.
Jedem Nutzer steht es aber frei, diesen Dienst nicht zu nutzen, sondern
einen anderen (wie z.B. den von Google oder Cloudflare) oder, so wie ich,
selber einen Resolver zu betreiben. Natürlich könnte man dann auch die
Server der EU benutzen, wenn man tatsächlich wollte.
Klingt doch alles wie in Butter, oder? Die Crux liegt natürlich wieder im
Detail. Die deutschen Provider unterliegen natürlich deutschem Recht, und
Urheberrechtsinhaber bzw. derer Vertreter haben sich nun schon mehrfach
erstritten, daß die großen Provider ihre Resolver so ändern müssen, daß sie
für gewisse Webseiten gefälschte Antworten liefern. Die Besucher werden auf
eine von den Urheberrechtsinhabern betriebene Warnseite umgelenkt. Damit
wird übrigens denen auch die IP-Adresse des Besuchers bekannt. Was sie
damit machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber daß man damit etwas
machen kann, liegt auf der Hand. Ich habe das auch mal bei meinem Provider
(1&1) ausprobiert mit einer Adresse, die in den Kommentaren zu dem
Golem-Artikel stand, und tatsächlich wird mir auch eine falsche Adresse
geliefert.
Nun, das ist natürlich aufwendig, so eine Seite zu sperren. Die Provider
machen das ja nicht freiwillig und einfach auf Zuruf. Daher wäre es ja viel
einfacher, wenn die Provider gar nichts mehr damit zu tun hätten. Viel
schöner wäre es, wenn man sich das Erstreiten der gerichtlichen Titel
ersparen könnte und als Urheber dann nur noch gegenüber der EU glaubhaft
machen müßte, daß seine Rechte verletzt wären. Das ist sicherlich ein
Motivationsgrund der EU. Sie möchte die Provider am liebsten dazu bringen,
gar keinen eigenen Resolver mehr anzubieten, sondern einfach die Adresse
des EU-Resolvers an die Kunden weiterzugeben.
Und natürlich sind Urheberrechtsverstöße nur der Anfang. Man muß sich ja
nur daran erinnern, wer an der Spitze der EU steht: Ursula von der Leyen,
auch als Zensursula bekannt. Vor vielen Jahren hatte sie, damals als
Familienministerin, ja schon mal versucht, mit dem Vorwand der Bekämpfung
von Kinderpornographie hier in Deutschland genau so eine Filterstruktur
einzuführen, was aber vereitelt wurde. Das Thema Kinderporographie steht
bei dem EU-Projekt daher auch auf der Agenda. Weiter geht's dann mit dem
Kampf gegen »Haß und Hetze«, sprich, jeder, der Webseiten mit Kritik gegen
die EU oder die Regierungen bereibt, ist da im Fadenkreuz. Zur Zeit wären
da mit Sicherheit auch alle Gegner der Corona-Politik, ganz vorne dran auch
die Querdenker, mit dabei. Das ganze nennt sich dann »Lawful filtering« (Punkt 12). »Lustig«
ist da der Einschub »e.g. based on court orders«. Das läßt Spielraum
offen. Auch bei Punkt 7, »Security«, kann man flexibel sein, was man
darunter versteht.
Auch wenn das durch relativ einfache Mittel umgangen werden kann,
beispielsweise, indem man in seinem Rechner oder Browser einen Browser
außerhalb der EU konfiguriert, dabei gegebenenfalls auf DNS-over-HTTPS
(DOH) oder DNS-over-TLS (DOT) zurückgreift, ist die Frage, ob hier nicht
schon Grundrechte der Bürger verletzt werden. Richtig schlimm wird es dann
aber erst, wenn die Provider dazu verpflichtet werden, Zugänge zu den
Alternativen zu sperren, und wir dann chinesische oder russische
Verhältnisse haben. Noch ist allerdings nicht die Rede davon. Es könnte
auch sein, daß sich die EU damit zufrieden gibt, daß sie so zumindest den
Zugriff der »breiten Masse«, die unerfahren genug ist, auf die
»schädlichen« Inhalte zu verhindern. Aber sind wir doch mal ehrlich:
Niemand von uns möchte doch die Hand dafür ins Feuer legen, daß es nicht
soweit kommt. Oder?
Siehe auch: Hadmut Danisch: DNS4EU: Die EU will DNS filtern, Heise: Digitale Souveränität: EU-Kommission schreibt europäischen
DNS-Resolver aus
Ergänzungsartikel: EU-Pläne für eigene DNS-Resolver: Kritiker befürchten fragmentiertes
Netz
Eine Ärztin bei »Hart aber fair« vom 11. Januar 2022:
Ein Kollege, der jünger ist als ich, ist über Weihnachten, zweimal
geimpft, an Corona erkrankt und vorletzte Woche verstorben. […] Das
geht nahe, wenn man sieht, daß man das Ganze vermeiden könnte, wenn
einfach jeder geimpft wäre.
YouTube,
Bild-Zitat
Der Impfstoff muß doch auch das Hirn angreifen, anders ist das nicht mehr
erklärbar…
Ist das jetzt wieder ein Mauerbau?
Wir haben wieder DDR-Verhältnisse, zumindest in den Köpfen unserer neuen
Minister. Ihnen paßt es nicht, daß sie Telegram nicht unter ihre Kontrolle
bringen können, und wollten nötigenfalls die deutschen Internet-Provider
zwingen, den Dienst zu sperren. Das wäre technisch nicht ganz leicht,
denn mit dem Filtern von Domainnamen aus irgendwelchen DNS-Resolvern ist ja
nicht getan. Und Telegram hat ja auch schon mit Blockadeversuchen von
anderen totalitären Staaten seine Erfahrungen gemacht, sodaß
Trivialmaßnahmen da bestimmt nicht greifen. Aber die Geisteshaltung zählt
hier: Das ist der Beginn der Wiedererrichtung der DDR-Mauer, wohl nach dem
Vorbild der Chinesen, die ihre Great Firewall im Sinn ihrer Großen Mauer
aufgebaut haben.
Übergriffig und unverhältnismäßig wäre das zudem auch, denn im Gegensatz
zu den illegalen Streaming-Sites, über die urheberrechtlich geschützte
Filme abgerufen werden können, ist die meiste Nutzung des Dienstes auch
nach deutschem Recht völlig legal. Selbst der eigentliche Vorfall, der die
Minister getriggert hat, hat mit Telegram eigentlich so gut wie nichts zu
tun.
Generell wirft dieses Thema ja schon länger die Frage auf, auf welcher
Grundlage ein Land A (in diesem Fall Deutschland) Vefügungsgewalt über ein
Unternehmen, das ausschließlich in Land B (die diesem Fall die Vereinigten
Arabischen Emirate) angesiedelt ist, haben soll. Sollen jetzt zum Beispiel
China, Rußland oder Irak im Gegenzug vom ZDF, von der FAZ oder Spiegel
verlangen können, Artikel oder Beiträge aus ihren Online-Auftritten zu
nehmen, weil es nach deren Recht illegal ist und auch, weil sie in diesen
Ländern gar keine Sende-/Presse-Lizenz besitzen? Wollen die das wirklich?
Aber ich glaube, die kapieren einfach nicht die Tragweite ihres primitiven
Denkens und die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. Allein die Formulierungen
zeugen ja schon völliger technischer Unkenntnis. Abschalten… Ein
paar Bomben auf Dubai schmeißen oder auf alle Rechenzentren weltweit, in
denen deren Server stehen? Oder sollen Bundeswehrsoldaten (und natürlich
auch Soldatinnen, wie konnte ich das vergessen…) in die Rechenzentren
eindringen und dort die Stecker ziehen oder was?
Nachtrag: Selbst beim linken Spiegel lachen sich die Leser über die geistigen Tiefflüge
von Faeser einen ab.
Neues zu Frauen und Mathematik: Wir haben uns bei der Inflation verrechnet
Wobei, hier ist Mehrfachversagen am Werk. Bitte nach Belieben
auswählen: Inkompetenz, Ignoranz, kriminielle Energie, Korruption,
Überheblichkeit & Selbstüberschätzung, Frauenquote, Elitendenken.
Geht gerade durch die Main-Stream-Presse. Eine Inderin sei mit ihrem
Begleiter bei einer angeblichen Reklamation in einem ostdeutschen Kaufland
rassistisch beleidigt worden und leicht unsanft aus dem Laden entfernt
worden. Ein Video gibt es auch, aber natürlich nur von dem Rausschmiß. So
ein Pech aber auch. Da hätte man ja sonst erfahren können, was wirklich
passiert ist. Und wenn das an Zufall nicht ausreicht: Die Frau namens
Srruthi Lekha bezeichnet sich auf Twitter als »Human rights activist.
Development and international cooperation consultant. UN Representative to
the UN Office of Geneva«. Na, war da die Aktivistin vielleicht doch ein
bißchen aktiv und hat das gestellt und provoziert? Erinnert ein wenig so an
die Geschichte von Gil Ofarim und dem Hotel.
Irgendwie glaube ich der Erzählung auch nicht. Wieso sollte
Kaufland erst einfachen Ersatz für die angeblich kaputte Milch angeboten
haben, dann aber plötzlich 30€? Hat sich da ein Mitarbeiter einschüchtern
lassen? Und der zweite eben nicht? Bin gespannt, was da herauskommt, wenn
überhaupt. Na ja, Kaufland hat erstmal öffentlich den Schwanz
eingezogen.