Das Opfer Autofahrer

Es reicht nicht, daß man als Dieselfahrer von der Regierung im Stich gelassen wird, indem sie sich auf die Seite der Autobauer schlägt und alles tut, damit diese keinen Cent zahlen müssen für die Entschädigung ihres Betrugs, und ihnen sogar noch hilft, daraus Kapital zu schlagen durch perfide »Umtauschprogramme«.

Es reicht nicht, daß die Regierung die Deutsche Umwelthilfe mit Millionen Euros unterstützt, um Fahrverbote in Innenstädten und sogar Autobahnen durchzusetzen, die völlig nutzlos sind, da Feinstaub und Stichoxide zu nicht unwesentlichen Teilen aus ganz anderen Quellen kommen.

Nein, die Regierung nutzt das auch noch schamlos aus, um klammheimlich die totale Videoüberwachung aller Verkehrsteilnehmer (und nicht nur der »bösen« Dieselfahrer, die illegal in die Fahrverbotszonen einfahren) mit automatischer Nummernschilderkennung und Fahrer-Erfassung durchzusetzen, weil ihr offenbar die Überwachungsmaßnahmen, die sie im Rahmen der Maut plant, nicht ausreicht.

Wer so eine Regierung hat, braucht keine Feinde.

Offenbar hatte die Regierung versucht, das lautlos, möglichst ohne großes Aufsehen, durchzuziehen. Der ausgearbeitete Gesetzentwurf liegt schon beim Bundestag zur Beratung! Zum Glück ist das doch noch bekanntgeworden und trifft auf ordentlichen Widerstand, sogar von den Städten selbst. Auch Datenschützer wähnen das Vorhaben weit jenseits der Verhältnismäßigkeit (außer unserer Bundesdatenschützerin, die mal wieder absolut linietreu ist).

Migrationspakt und der Artikel 25 Grundgesetz

Beim Surfen bin ich über einen Leserkommentar in der Zeit gestolpert:

Dickundfett #2.16

@ Charles... Sie haben Recht. Das Grundgesetz ist außerordentlich völkerrechtsfreundlich. Gem. Art. 25 GG verdrängt Völkerrecht Bundesrecht. Hier der Link:

https://dejure.org/gesetz...

Wenn der Pakt von vielen Staaten unterschrieben wird, wird er entweder als Völkergewohnheitsrecht oder als multilaterales Völkervertragsrecht entgegenstehendes Bundesrecht verdrängen.

Was steht in Artikel 25 drin?

Die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes sind Bestandteil des Bundesrechtes. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.

Wenn die Völkerrechtlicher recht haben und der Pakt früher oder später zu Völkerrecht bzw. Völkergewohnheitsrecht wird, dann ist es letztlich egal, ob 1) die Bundesregierung den Pakt unterzeichnet und 2) ihn umsetzt, denn es wird automatisch zu deutschem Recht, es steht über dem Gesetz selber. Jemand braucht nur zum Gericht zu gehen und, auf das Völkerreicht verweisend, klagen. Im Prinzip steht es dann auch über den anderen Artikeln des Grundgesetzes, da diese ja meist nur über daraus abgeleitete Gesetze überhaupt ihre Wirkung entfalten.

Armes Deutschland…

Migrationspakt: Antworten auf die BILD-Fragen

Im Focus (ja, warum im Focus und nicht in der BILD?) gibt eine CSU-Politikerin Antworten auf die Fragen, die die BILD-Zeitung gestellt hat (siehe meinen früheren Beitrag »BILD wacht auf«). Wie zu erwarten, gibt sie ihre Interpretation wieder, in der alles kein Problem ist. Manchmal möchte ich solche Leute fragen, ob ich sie erschießen darf, wenn's am Ende nicht stimmt…

Migrationspakt: Umfrage

Gerade noch gelästert, jetzt habe ich eine Umfrage gefunden. Kurze Zusammenfassung: Rund je ein Drittel dafür, dagegen und unentschieden, wobei es bei der letzten Gruppe eine Tendenz gegen den Pakt gibt. Also kein Mandat zur Unterschrift.

Demokratie-Farce »Petition«

Ich bin ja schon lange der Meinung, daß wir eine weitestgehend entkernte Demokratie hier in Deutschland haben – mehr Schein als Sein. Hierzu gehört auch das Petitionsrecht, welches als solches ja schon irgendwie sonderbar daher kommt: Der Souverän bitte höflichst und untertänigst, der Vertreter möge etwas für ihn tun? Nun, wenn man die Petition als Möglichkeit des Hilfschreis einer kleinen Gruppe oder eines einzelnen sieht, dann mag es einen Sinn haben.

Wäre ja soweit so gut oder so schlecht, je nachdem wie man das sehen mag. Wäre da nicht das Online-Portal. Dieses ermöglicht Dritten, Petitionen einzusehen und sie elektronisch »mitzuzeichnen«. Alle Petitonen? Natürlich nicht, und hier beginnt die große Sauerei. Die Damen und Herrn vom Petitionsausschuß selektieren, für welche Petitionen das möglich ist. Oh wie verwunderlich ist es – oder auch nicht –, daß hier nach Parteiideologie entschieden wird. Themen, die der Regierung nicht passen, kommen da nicht da durch. Ich hatte selber schon das Problem, als ich vor vielen Jahren eine Petition gegen Smartmeter und die damit zusammenhängende Gefahr der Überwachung eingereicht hatte. Ich weiß aber auch, daß schon dies bei wirklich großen anderen Themen, ob Zensursula-Internet-Filter, Vorratsdatenspeicherung und CETA/TTIP es so gehandhabt wurde.

Wenig überraschend ist es natürlich, daß das bei Petitionen gegen den Migrationspakt es auch passiert. Laut Junger Freiheit sind es angeblich schon 19 solcher Petitionen, die blockiert werden. Eine davon ist die von der Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld (Hintergrund zur Petition), die bei dem Ende der DDR mitgewirkt hat und mittlerweile in öffentliche Ungnade gefallen ist, weil sie es wagt, auch heute noch ihren Mund aufzumachen.

Das ist doch gelebte Demokratie, oder?

Daher mein Rat: Vergeßt Petitionen, verschwendet keine Energie dafür, sondern nutzt sie auf anderen Wegen! Nichtsdestotrotz habe ich mir erlaubt, die Petition von Vera Lengsfeld selber nochmal einzureichen – als Ersatz für die verweigerte Möglichkeit, ihre mitzeichnen zu können.

Migrationspakt: Nichts neues aus dem Bundestag

Wie erwartet, spielen alle Parteien ihre Rollen.

Tendenziöse Berichterstattung in unterschiedlichen Graden bei »Leitmedien« – habe ich aber auch nicht anders erwartet. Natürlcih kommen auch weitere Beschwichtigungsartikel. Focus bringt es soweit, einen Ex-Merkel-Berater zu zitieren, der auch den Türkei-Deal »erfunden« haben soll. Na, das ist doch mal eine tolle Reputation für eine glaubwürdige Aussage!!!

Die anderen Parteien tragen auch nichts zur Wahrheitsbildung bei, verbreiten auch nur ihre nicht weniger fragwürdigen Behauptungen über den Pakt. Gerade zum Thema Verbindlichkeit – der Dreh- und Angelpunkt – gibt es renommierte Völkerrecht-Experten, die die Position der AfD unterstützen. Diese Position als Lüge zu bezeichnen ist genau die Unredlichkeit, die sie der AfD vorwerfen.

(wird bei Bedarf ergänzt)

Migrationspakt: BILD wacht auf

Hatte die BILD noch vor ein paar Tagen in das gleiche Horn wie die anderen Gutmensch-Publikationen wie Focus und Spiegel geblasen, veröffentlicht sie heute am Tag der Bundestagsdebatte über den Pakt 16 kritische Fragen, angefangen mit der Frage, auf welchen Fakten die Aussage basiere, daß Migration grundsätzlich etwas positives sei (»[…] schon immer Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung«). Finde ich gut, speziell bei der immer noch großen Reichweite des Blatts.

Bisher war eigentlich die BILD als linientreu zu Merkel bekannt. Läßt man auch hier Merkel so langsam fallen? Verlassen sprichwörtlich die Ratten das sinkende Schiff?

Migrationspakt: Auch die Niederlande diskutiert

Die Google-Übersetzung dieses Artikels läßt erahnen, daß auch in der niederländischen Politk der Pakt ein Thema ist. Wie überall sind die Verbindlichkeit des Pakts und der Eingriff in die nationale Souveränität zentrales Thema.

Die Schweiz zieht es mittlerweile in Erwägung, die Unterschrift unter dem Pakt zumindest zu verschieben. Auch gibt es Forderungen nach einer Volksabstimmung.

Derweil haben sich ein paar deutsche CDU-Abgeordnete als Gegner geoutet. Das paßt wohl den Führungen der Groko-Parteien nicht und sie planen, in der Parlamentsdiskussion am 8. November einen eigenen Antrag für den Pakt zu stellen. Das parteieigene, hirnlose Stimmvieh soll's nun richten. Hat sich ja bei ESM, Griechenlandrettungen, CETA usw. schon hervorragend bewährt.

Ich bin ja mal gespannt, wann die erste Meinungsumfrage zu dem Thema kommt und wie sie ausgeht. Würde mich ja nicht wundern, wenn sie schon gelaufen ist, sie aber keiner veröffentlichen will.

Übrigens: Ein paar Leute glauben, die AfD könne im nächsten Jahr bei den Landtagswahlen im Osten sich durchaus die absolute Mehrheit holen. Das kann ich nicht abschätzen. Aber sollte der Migrationspakt von Deutschland unterschrieben werden – und ich gehe leider davon aus –, dann wird das nochmal einen ordentlichen Anschub geben. Wer nicht hören will, muß fühlen, und die Groko-Parteien stellen sich weiterhin besonders taub.

Migrationspakt: Verweigert auch die Schweiz die Unterschrift?

In der Schweiz gibt es wohl heftigere Diskussionen, ob sie den Globalen Migrationspakt unterzeichnen soll oder nicht. Eine Staatspolitische Kommission hat empfohlen, den Pakt nicht zu unterzeichnen, weil sie ihn unvereinbar mit dem schweizer Recht sieht. Das interpretiere ich jetzt so, daß sie wie die Österreicher und andere Verweigerer in dem Pakt einen Eingriff in die Souveränität sehen.

Auch einzelne Abgeordnete fordern, daß das Parlament nicht übergangen werden dürfe und eine Abstimmung durchgeführt werden müsse. Der Bundesrat – die schweizer Regierung – hält aber bisher noch weiter an dem Pakt fest. Mal schauen, wie sich das noch entwickelt…

Nachdem hier in Deutschland das Totschweigen des Themas in den Medien nicht mehr funktioniert, eilt die linke Mainstream-Presse den migrationsfördernden Parteien der Regierung und Opposition weiter zur Hilfe. In langen Artikeln erklären sie, daß die AfD Verschwörungstheorien in die Welt setzen und mit Halbwahrheiten um sich werfen würde.

Wie früher schon geschrieben, selber lesen macht schlau. Etliche Male kommt der Begriff der Verpflichtung (als Substantiv, Verb, Adjektiv oder Adverb) vor. Jemand hat wohl nachgezählt und kommt auf eine Zahl von rund 80. Ich habe das nicht geprüft, aber gefühlt könnte das stimmen.

Wie kann etwas verpflichtend sein, wenn es angeblich nicht verpflichtend ist – oder auch umgekehrt? Wie ich schon schrieb, ist die angebliche Unverbindlichkeit einer der vielen Taschenspielertricks der Politiker und Diplomaten, um Gegnern vor der uninformierten und unerfahrenen Öffentlichkeit den Wind aus den Segeln zu nehmen. In einem der Artikel, die ich dazu gelesen habe, wurde von einem Völkerrechtler die Meinung vertreten, daß selbst nichtverpflichtende Vereinbahrungen der UNO (wie der Pakt) früher oder später bindende Wirkung entfalten könnten, da es angeblich im Völkerrecht soetwas wie ein Gewohnheitsrecht gäbe. Das sei dann als internationales Völkerrecht einklagbar, egal, ob der Souverän das in nationales Recht umgesetzt hätte oder eben dies verweigert hätte.

Hier noch ein weiterer interessanter Artikel: »UN Migrationspakt: Für wie dumm halten Politiker eigentlich ihre Bevölkerung?« auf Science Files.

Bei Philosophia Perennis gibt es auch einige Artikel. Dort steht auch, daß am 8. November auf Antrag der AfD der Pakt für eine Stunde im Bundestag diskutiert wird. Ich finde es gut, aber ausgehen wird es so wie damals die Diskussionen um die Griechenlandrettung, ESM usw.: Die Kritiker werden lächerlich gemacht und nicht ernstgenommen, alle Kritik vom Tisch gefegt. Wo wir doch heute wissen, daß alles genau so gekommen ist…

Migrationspakt

Noch ein umfangreicher Artikel zum Migrationspakt bei Tichys Einblick. Lesenswert für alle, die noch nicht bescheid wissen.

Österreich hat übrigens heute als vierter Staat (neben USA, Ungarn und Dänemark) erklärt, den Pakt nicht unterzeichnen zu wollen. Tu felix austria! Das von den dämlichen Gutmenschen beherrschte Deutschland wird zu blöd sein für diesen richtigen Schritt und vermutlich die Unterzeichnung auch noch bejubeln.

Natürlich wird der Pakt in den deutschen Leitmedien so gut wie gar nicht darüber berichtet/diskutiert, außer mit solchen Meldungen wie heute über Österreich. Der Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke soll sinngemäß auf einer Podiumsdiskussion zwischen ÖR und AfD gesagt haben, daß sie berichten würden, wenn er unterschrieben sei…

PS: Focus und Bild »klären auf« und sagen die »Wahrheit« über den Migrationspakt. Sie setzen also schon mal das Ziel 17 des Migrationspakts, die positive Berichterstattung in den Medien, um. Bravo! Bravo!

Ich kann wirklich nur empfehlen, das Dokument zu lesen, und jeden Satz, jedes Wort kritisch zu prüfen, zwischen den Zeilen zu lesen, die schlechtest mögliche Konsequenz zu bedenken. Da sind ein paar Sätze eingestreut, um den naiven Leser zu beruhigen, aber die harsche Kritik halte ich für voll berechtigt!

PPS: Daß man es auch besser als Focus und Bild machen kann, zeigt der nicht unkritische Artikel in der Welt.