2. Januar 2022
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Wie vor 32 Jahren

Es ist doch wirklich interessant. Ich habe in den letzten Tagen mich mit ganz anderen Themen beschäftigt (meinen Hobbies) und habe mich daher im wesentlichen nur aus den sogenannten Mainstream-Medien »informiert«. Ich schreibe das in Anführungszeichen, weil so richtig informiert fühle ich mich nicht mehr. Mir ist zufällig ein kleines Video von YouTube vorgeschlagen worden. Es zeigt Bilder eine Demo in Zittau zwischen Weihnachten und Silvester. Ja, es wird berichtet, daß es einige Demos gäbe. Aber über die Größe dann schon beispielsweise nichts mehr. Wenn ich mir das Ende anschaue, dann ist da leicht eine vierstellige Zahl auf dem Markplatz. Und das bei nur rund 25.000 Einwohnern der Stadt (ja, der werden auch aus Nachbarstädten und -Dörfern paar Leute gekommen sein). Das finde ich dann schon erheblich und berichtenswert. Ansonsten reichen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Handvoll unterdrückter Frauen, Moslems oder Leute sonst einer angeblichen Minderheit zehntausende Kilometer von Deutschland entfernt, um darüber minutenlang zu berichten.

Warum ein Teil des Durchbruchs bei der aus ein paar Polizisten bestehenden Straßensperre Szenen herausgeschnitten wurden, ist fraglich, aber vielleicht wollte man auch einfach nur die Leute schützen, die an forderster Front beteiligt waren. Es ist ja bekannt, daß die Polizei auch gerne die Social Media zur Identifizierung heranzieht.

Interessant ist auch, daß der eine oder andere Polizist noch versucht, die durchlaufenden Leute durch Beinstellen zu Fall zu bringen.

Um zum Titel des Blogeintrags zu kommen: Ich sehe da Parallelen. Wie damals in der DDR wird das von Politik und Medien kleingeredet oder gleich kriminalisiert und zu Staatsfeinden erklärt, wenn überhaupt erwähnt. Bei der »Wende« hatten die Ossis letztendlich nur etwas für sich getan. Vielleicht tun sie jetzt gerade etwas, wofür auch ich Wessi später mal dankbar sein kann. Im Vergleich zu den Ostdeutschen ist es ja an der Corona-Front im Großteil von Westdeutschland eher ruhig. Hier und da gibt es zwar auch in meiner Gegend im Pott mal »Spaziergänge« (die dann von dem lokalen Käsblatt natürlich auch verteufelt werden) aber das scheint, soweit ich das überblicken kann (möge ich mich irren!), im Umfang nicht vergleichbar zu sein.