25. Januar 2026
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W – wie woker Witz!

Ich weiß nicht, ob Ihr das mitbekommen habt: Bei dem Treffen von Rang und Namen in Davos hat die EU bekanntgegeben, eine Alternative von dem Social Media-Kurznachrichten-Dienst X zu finanzieren. »W« soll sie heißen und soll schon in wenigen Monaten online gehen. In das englisch ausgesprochene »We« werden diverse Begrifflichkeiten angeheftet. Kernpunkte sollen sein, daß es eine Identitätspflicht für die Nutzer gibt und der Inhalt moderiert sein soll – damit kein böses Wort und vermutlich vor allem nichts, was der links-grünen EU-Ideologie widerspricht, dort erscheint. Tichys Einblick hat einen Artikel veröffentlicht, der noch ein paar tiefere Einblicke in dieses Vorhaben verschafft. Und die machen es nicht besser!

Das Gute daran ist, daß die EU völlig ahnungslos ist, wie die Dynamik von solchen Diensten ist. Die glauben offenbar tatsächlich, daß sich die Leute darauf stürzen würden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das nicht passieren wird. Es gibt schon zwei woke Kurznachrichten-Dienste, Mastodon und Bluesky. Nach anfänglicher Begeisterung und Zustrom sind die Nutzerkurven mittlerweile stark abgeflacht und liegen weit unter der von X. W wird kein anderes Klientel als von diesen beiden bedienen. Wer die Hitze von X nicht aushält, ist schon dort gelandet. Und ob sie dieses Klientel, die sich dort jetzt mehr oder weniger etabliert hat, zu sich herüberziehen können wird, halte ich für zweifelhaft. Die Identitätspflicht könnte zudem auch für linke Kreise ein No-Go sein. Kurz und knapp: Das ist eine Totgeburt!