17. Juni 2026
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Gentechnik: EU öffnet Schleusentore

Ich habe ja nicht wirklich viele Überschneidungspunkte mit den Grünen, ich möchte fast sagen: nahezu keine. Ein Punkt ist aber die Gentechnik. Nicht, daß ich die Gentechnik per se verteufele. Gerade viele Medikamente, speziell für chronisch Kranke, werden mit Hilfe von Gentechnik produziert. Aber ich sehe zwei Gefahren: Daß genmanipulierte Pflanzen, die in unserer Nahrungskette verwendet werden, unbekannte Nebeneffekte entwickeln, die sich vielleicht erst dann zeigen, wenn ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung (und auch Tiere) diese konsumiert haben. Wie verantwortungslos die Branchen hier arbeiten, haben wir ja bei den Corona-Impfstoffen gesehen. Was wurde da großflächig herumgelogen, wie sicher und unbedenklich sie sind. Und heute leiden Tausende unter den Nebenwirkungen, wenn sie nicht gar gestorben sind. Die zweite Gefahr ist, daß die genmanipulierten Pflanzen sich unkontrolliert verbreiten, andere Arten verdrängen, sich mit ihnen kreuzen und eventuell auch hier Nebeneffekte entwickeln. Wir spielen Gott, wir spielen mit unserer Lebensgrundlage. Ja, es mag unter den Gentech-Firmen auch ein paar mit guten Absichten geben, aber machen wir uns nichts vor, das Hauptziel und möglicherweise das einzige Ziel sind Milliardengewinne.

Die Hoffnung, daß das noch aufgehalten werden kann, sind nun endgültig perdu, denn die EU hat nun die Schleusen geöffnet. Viele genmanipulierte Pflanzen müssen nicht mehr zugelassen und auch nicht mehr in Produkten gekennzeichnet werden. Bedingung ist, wenn ich das richtig verstanden habe, daß die eingefügten Gensequenzen natürlichen Ursprungs sein müssen, also von irgendwelchen anderen Pflanzen kommen müssen und die Manipulation mit Hilfe der »Genschere« (CRISPR) durchgeführt wurden. Diese Gruppe wird nun herkömmlichen Züchtungsverfahren gleichgestellt. Komplexere Genmanipulationen unterliegen der bisherigen Regelungen mit komplexen Zulassungsverfahren.

Tichys Einblick berichtet hier, wobei der Autor im Gegensatz zu mir ein glühender Verfechter der jüngsten Regeländerung der EU zu sein scheint. Hätte ich jetzt für dieses Medium nicht erwartet.