Gebt dem Unrecht ein Gesicht
Eigentlich wollte ich nicht darüber schreiben, weil es vermutlich eh schon jeder mitbekommen hat. In Deutschland ist mal wieder ein Urteil gefällt worden, das der allergrößte Teil der Bevölkerung nicht versteht und auch nicht akzeptiert. Von einem Skandalurteil ist die Rede.
Was war passiert? Ein Deutschtürke überfällt eine Tankstelle mit einem Messer. Als der erste Polizist auftaucht, entreißt er ihm dessen Waffe und schießt ihn mit etlichen Schüssen nieder. Manche Presseartikel vergleichen das mit einer Exekution aus Mafia-Filmen.
Der Mann ist jetzt verurteilt worden. Nicht wegen Mordes, nicht einmal wegen Totschlags, sondern nur wegen Raubes. Als hätte er gar nicht geschossen und einen Menschen umgebracht. Der Mann sei in einem psychischen Ausnahmezustand gewesen und nicht Herr seiner Handlung. Er kommt auch nicht ins Gefängnis, sondern in die Psychiatrie. Nicht für immer, wie man aus der Einleitung eines Bild-Bezahlartikels entnehmen kann. Die Richterin ist übrigens sogar unter dem Antrag der Verteidigung geblieben!
Neben den vielen Artikeln, die in den verschiedensten Medien erschienen sind, hat auch die Junge Freiheit berichtet und zudem diesen Kommentar geschrieben. Er ist inhaltlich nicht schlecht und zustimmungswürdig, aber auch nicht außergewöhnlich. Gut finde ich aber, und deshalb nenne ich ihn, daß der Artikel ein Bild und den Namen der Richterin, die das Urteil gefällt hat, zeigt und nennt. Das sollte man öfter machen. Nicht, um die Leute gegen die Person aufzuhetzen. Sondern weil ich es als richtig empfinde, daß Leute, die solche Urteile fällen, sich der Öffentlichkeit stellen müssen. Es geht ja schließlich nicht um Kleinigkeiten, sondern um Verantwortung. So ein Urteil sendet auch Signale aus, und zwar schlechte.
Nebenbei hoffe ich, daß die Staatsanwaltschaft in Berufung geht. Gelesen habe ich allerdings davon nichts.