Digitaler Euro: zweifelhafte Verbesserungen
Heise berichtet, daß sich bei den Verhandlungen zwischen EU-Kommission und -Parlament Änderungen an den Plänen ergeben haben, die als »Verbesserungen« dargestellt werden. Allein, mir fehlt der Glaube. Nichtverfolgbare »Offline«-Transaktionen in begrenzter Höhe, d.h. die nicht über die Server der EZB laufen, sollen nun möglich werden. Leser vom Heise-Forum haben da auch Zweifel. Es gibt da nämlich ein Grundproblem, dessen sich Politiker nicht mit einem Federstrich entledigen können. Wie verhindert man, daß Geld mehrfach ausgegeben werden kann? Während physikalische Zahlungsmittel wie Geldstücke und -Scheine sich nicht einfach duplizieren lassen, geht das mit Daten beliebig. Und was heißt schon wirklich »offline«? Irgendwann verbindet sich das Mobiltelefon am Ende doch wieder mit dem Server. Wer sagt denn dann, daß nicht alle im Offline-Modus getätigten Transaktionen feinsäuberlich hochgeladen werden? Egal wie, im Online-Modus wird es keine Anonymität geben, und daher wird der digitale Euro kein Ersatz für das Bargeld. Das ist illusorisch und da hilft auch keine Propaganda. Ich muß mal schauen, was die Kritiker zu dem Kompromiß sagen.