17. April 2026
April 202617

Die Zensur-Schlinge zieht sich zu…

…und die wenigsten begreifen es. In einer skurrilen Presseverantstaltung erklärte Ursula von der Leyen, daß die App zur Alterskontrolle nun fertig sei. Und die Software sei ja open-source, daher könne jeder nachprüfen, daß da nichts Böses passiert, absolut sicher! Es hat aber gerade einen Tag gedauert, bis Sicherheitsexperten erste schwerwiegende Probleme gefunden haben.

Skurril wurde sie durch die Vergleiche, die von der Leyen zog: Die App verglich sie mit der Corona-App, die ja so wichtig, gut und sicher war. Und die Notwendigkeit, Jugendliche vor unliebsamen Meinungen zu schützen, verglich sie mit dem Schutz der Jugend vor Alkohol und Tabakwaren. Ja, das entsetzte wirklich viele Kommentatoren: Meinungsfreiheit auf der gleichen Stufe wie Drogen! Was für ein Verständnis von Menschenrechten und den Verfassungen der europäischen Staaten. Kritiker wenden auch ein, daß der Jugendschutz eh nur ein Vehikel sei, um das Internet zu überwachen und gleichzeitig die Meinungsfreiheit einzuschränken. Auch sind die meisten sich einig, daß hier wieder die erfolgreiche Salamitaktik angewendet wird: Angefangen mit harmlosen Spielereien werden mit der Zeit dann die Schrauben immer weiter angezogen – auch, aber nicht nur, weil das Mittel ungeeignet ist, das Problem zu lösen. In Australien zeigt sich gerade, daß die dort schon eingeführte Sperre von Social Media für Jugendliche wirkungslos ist. Aber vermutlich sind die Mittel absichtlich so gewählt – eben, um für Verschärfungen Argumente zu haben. Ein Prinzip, das ja aber bei der sogenannten »Klimarettung« angewendet wird!

Was vermutlich auch den meisten nicht bewußt ist, daß das Ziel eben die Erwachsenen sind. Sie müssen diese Alterverifikation durchführen, nicht die Jugendlichen. Denn die scheitern daran, beziehungsweise sollten.

Die neuen Medien reagieren schon darauf, die alten Systemmedien schlafen noch kräftig. Der Staatsfunk berichtete zwar von der Leyen-Veranstaltung (hätte beinahe Laien… geschrieben…), natürlich nur mit positiven Framing – irgendwo hatte ich einen Tagesschau-Schnipsel aufgeschnappt, grausam!

Irgendwie spielen sie gerade weltweit verrückt, als hätten sie sich abgesprochen. Selbst im amerikanischen Kongreß haben ein Demokrat und ein Republikaner zusammen ein Gesetzesentwurf eingebracht, das Betriebssystemhersteller zum Erfassen und Berichten des Benutzergeburtsdatum verpflichten soll. Anders als bei uns, wo das alles im Hintergrund durch die Parteien koordiniert wird, ist allerdings in USA es alles andere als sicher, ob so ein Gesetz durchkommt. Wollen wir für die Amerikaner und letztlich auch für uns hoffen, daß es scheitert. Der Blogger Danisch hat noch eine ganze Liste verrückter Meldungen in diesem Kontext zusammengestellt.

Weitere Quellen:

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