Wahrheit = Rassismus?

…man solle lieber jährlich zwanzig Kraftwerke in Afrika finanzieren. Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.*

* Quelle für das Zitat ist Wikipedia. Eine verlinkbare, originäre Quelle muß ich bei Gelegenheit nochmal versuchen zu finden. Aber das Zitat stimmt mit Zitaten aus anderen Quellen überein.

Man kann die Wortwahl von Clemens Tönnies für nicht ideal halten – sie erinnert an die Äußerung 2001 von Gloria von Thurn und Taxis über schnackselnde Schwarze – und, da der Herr mir sonst unbekannt ist, weiß ich nicht, was er für ein Mensch ist –, aber diese Äußerung als rassistisch zu bezeichnen, zeigt, wie kaputt dieses Land mittlerweile ist.

Es ist doch hoffentlich unbestritten, daß die Bevölkerungsexplosion in Asien und eben in Afrika verursacht wird, und diese Explosion eine wichtige Ursache der Umweltprobleme auf diesem Planeten ist und in Zukunft immer stärker sein wird. Es sollte daher selbstverständlich sein, auch darüber zu sprechen.

Aber in den Diskussionen in den Mainstream-Medien ist dies ein Punkt, der bislang dort einfach nicht vorkommt. In den alternativen Medien ist dies schon aufgefallen, und sie fragen sich, warum das so ist. Ich bin der Meinung, daß dies einfach nicht in das Narrativ der Umwelt- und Klima-Aktivisten, Kirchen, sonstige Gutmenschen und Nutznießer paßt. Ich schätze mal, daß bei denen die Angst vorherrscht, daß eine Verlagerung des Fokus auf Afrika und Asien im Westen nicht die gewünschten Geldströme erzeugen würde, die sie abgreifen wollen, und bei den Grünen, daß sie nicht als neue Heilsbringer mehr verstanden werden würden. Die Geschäftsmodelle könnten also zusammenbrechen – der Worst Case! Und deshalb wird aus der Mücke ein Elefant gemacht und die ganz, ganz große Rassismuskeule herausgeholt. Widerlich. Schade, daß Tonnies so schnell eingeknickt ist, aber in unserem mittlerweile repressiven System, in dem keine andere Meinung mehr geduldet wird und die Meinungsfreiheit nur noch auf dem Papier steht, kann ich es verstehen.

Nachtrag: Auch wenn die Gutmenschen-Presse weiter hetzt, erwähnt sie wenigstens, daß der »Afrika-Berater der Bundeskanzlerin«, Günte Nooke, das so ähnlich wie Tonnies sieht (Leipziger Volkszeitung, Focus). Der wird aber wegen anderer Aussagen auch schon beschimpft.

Nachtrag 2: Ich habe eine Quelle gefunden, die auch eine Tonaufnahme beinhaltet. Haarspalter kritisieren richtigerweise, daß von »Afikanern« im direkten Sinne gar nicht die Rede ist und somit die in Umlauf gebrachte Aussage nicht ganz korrekt ist. Es mag aber jeder für sich entscheiden, ob das wichtig ist oder nicht.

»Und wenn wir zwischen 20 und 27 Milliarden Euro investieren, um ein Beispiel zu geben, in die Welt hinaus, um 0,0016 Prozent CO2, bezogen auf den Globus, zu verändern: Warum gehen wir eigentlich nicht her und geben das Geld dem Gerd Müller, unserem Entwicklungsminister, und der spendiert jedes Jahr 20 große Kraftwerke nach Afrika?

Dann hören die auf, die Bäume zu fällen, hören auf, wenn's dunkel ist, wenn wir sie nämlich elektrifizieren, Kinder zu produzieren.

Ich bin in Sambia gewesen, dort gibt es 14,6 Kinder pro Pärchen. Ja, was machen die, wenn's dunkel ist?«