Tempolimit und die links-grünen Dumpfbacken

Die SPD versucht sich ja gerade nach der Mitglieder-Neuwahl ihres Parteivorstands in Aktionismus – ein kläglicher Versuch der Daseinsberechtigung. Ein Thema, mit dem sie zu punkten versucht (bei wem eigentlich?), ist mal wieder das Tempolimit auf Autobahnen. Dabei werden wieder die Argumente hervorgebracht, die nachweislich falsch sind. Die Reduzierung von CO₂ ist marginal, weil nur verhältnismäßig wenig Autokilometer tatsächlich mit hohen Geschwindigkeiten gefahren werden und hier nur das Delta an CO₂ zu dem Tempolimit gerechnet werden darf. Ich bin mal so frei, die Frage in den Raum zu stellen, ob die grüne Verkehrspolitik in Städten mit 30er Zonen, Rechts-vor-Links-Kreuzungen, einspurigen Verengungen und anderen Hindernissen, die zu ständigem Anfahren und Fahren in emissionsungünstigen Drehzahlen führen, mehr CO₂ produziert als durch ein solches Tempolimit erspart werden würde. Die Frage der Relevanz von CO₂ für das Klima halte ich zudem noch für ungeklärt, aber das ist ein Thema für sich.

Ein anderes Argument, das immer wieder hervorgekramt wird, ist, daß es weniger Verkehrstote geben würde. Kann man aber so nicht ableiten. Ein Leser von Zeit Online hat in den Kommentaren einen interessanten Link veröffentlicht: Todesfälle auf Autobahnen im Europa-Vergleich. Trotz unbegrenzter Geschwindigkeit gibt es in Deutschland nur 35% der Unfälle von Litauen, das ein Limit von 130 km/h besitzt. Norwegen z.B. hat mit 90 km/h mehr als doppelt soviele Unfälle wie Dänemark mit 130 km/h. Allgemein kann man also aus der Statistik ablesen, daß es keine Korrelation zwischen der maximal zugelassenen Geschwindigkeit und der Anzahl Unfälle gibt. Die Ursachen liegen offenbar ganz woanders.

Ich glaube aber, daß die Linksgrünen, egal, ob sie nun SPD, Grüne oder Linke sind, einfach zu blöd sind, das zu kapieren. Würde zudem auch ihr derzeitges Geschäftsmodell kaputtmachen…