Noch mehr neue Deutsche…

…und neue alte Traditionen. Ich hatte vorletztes Mal schon über die »neuen Deutschen« berichtet. Danisch hat jetzt die Tage einen Link veröffentlicht, der in die gleiche Richtung geht – hoch drei.

Für den Deutschlandfunk – also einer der Propagandasender der Bundesregierung – schreibt ein gewisser Eren Güvercin über den Ramadan und erklärt dem Leser, daß dieser ein alter deutscher Brauch sei. Er sei »hier länger verbreitet als das Oktoberfest«. Weil er sich als Deutscher betrachtet, wird irgendein obskurer Ritus seiner Religion zu einer alten deutschen Tradition? Der Kerl muß im Hirn ein bißchen falsch verdrahtet sein (man kann auch »durchgeknallt« sagen), um solche wirren Schlüsse hinbiegen zu können.

Zu einer alten deutschen Tradition würde gehören, daß sie schon lange auf deutschem Boden ausgeübt wird und auch als deutsche Kultur von der Mehrheit der Deutschen (die seit Generationen hier leben) betrachtet wird. Deshalb wird auch aus dem zitierten Haloween keine deutsche Tradition, genauso wenig, wie aus dem Ramadan.

Der Autor ist übrigens auch Autor des Buches Neo-Moslems: Porträt einer deutschen Generation, zu denen er sich offenbar auch zählt. Man sollte diese Rezension lesen, um einen Eindruck über diesen erzkonservativen Islamisten zu bekommen.