Jedem Regime seine Propagandafilme

Die Nazis hatten ihre, die SED-Diktatur hatte welche, warum sollte das Merkel-Regime nicht auch seine Propagandafilme haben?

Auf YouTube wurde mir als Werbung heute ein Film namens »Contra« vorgestellt, in dem sich ein Professor, der von dem mir eigentlich nicht ungeschätzten Christoph Maria Herbst gespielt wird, vor allen Studenten gegenüber einer arabischen Studentin (und vermutlich Neubürgerin) »rassistisch« äußert und wegen des folgenden Shitstorms vom Rektor verdonnert wird, als Wiedergutmachung eben diese Studentin auf einen Debattenwettstreit vorzubereiten. Das »rassistisch« habe ich in Anführungszeichen geschrieben, weil zumindest in dem gezeigten Ausschnitt der Professor sie zwar ziemlich niedermacht, ich darin nicht wirklich Rassismus erkennen mag – vielleicht reicht aber heute schon der Hinweis auf die deutsche Pünktlichkeit aus, die Schneeflöckchen zu triggern?

Davon abgesehen, daß Pünktlichkeit der Studenten schon zu meiner Studienzeit kein Thema war, mir Debattenwettstreite nur aus dem anglikanischen Raum bekannt sind und somit der Aufhänger schon gekünstelt ist, legen die weiteren Ausschnitte nahe, daß hier diverse Stereotypen und Klischees aus linker Perspektive bedient werden und der Film zum politisch korrekten Ende kommen wird. Damit wird er sich sicherlich auch für das Absahnen diverser staatlicher Fördergelder qualifizieren. Genug linke Hirnwäsche auf jeden Fall, daß ich mir solch einen Film nicht anschauen würde, nicht einmal kostenlos, auch wenn C. M. Herbst in der Regel eine gewisse Komik verspricht.