Ist von der Leyen Merkels Sockenpuppe?

In meinem vorherigen Beitrag ging es um die Personenkennziffer, mit der die Bundesregierung uns beglücken will. Ich las gestern auf Norbert Härings Seite (ich war dort, weil es wohl in seinem Verfahren um die Bargeldzahlung der GEZ-Gebühren nächsten Dienstag beim EuGH weitergeht), daß von der Leyen genau solch eine Personenkennziffer auch auf EU-Ebene vorantreibt. Welch ein Zufall! Da hat die Merkel schon die Backup-Lösung in Petto, wenn sie hier an der SPD oder am Verfassungsgericht scheitern sollte.

Allerdings glaube ich nicht mehr an solche Zufälle in der Politik. Das nährt einen Verdacht. Merkel hat von der Leyens A…, äh, Popöchen, gerettet, indem sie sie von der Verteidigungsministerin zur Kommissionspräsidentin befördert hatte. Nun ist sie ihr zumindest zur Dankbarkeit verpflichtet, wenn nicht mehr. Es würde mich nicht wundern, wenn Merkel noch etwas in der Hand hätte, damit von der Leyen genau so hüpft, wie sie will.

Da ich Merkel allerdings für hochintrigant halte, wenngleich auch für manipulierbar aus ihrem persönlichen Umfeld heraus (seien es Berater oder so »Freunde« wie Macron oder Ackermann), frage ich mich, ob Merkel von der Leyen deshalb zur Verteidigungsministerin gemacht hatte, weil sie damals schon wußte, daß die völlig inkompetente Schwätzerin in diesem Job mit Sicherheit scheitern würde. Damals allerdings nur mit der Absicht, sie als mögliche Kanzlerkonkurrentin aus dem Weg zu räumen. Die Situation mit dem Posten des Kommissionspräsidenten war aus meiner Sicht nicht vorherzusehen. Das war eine glückliche Fügung – für Merkel wohlgemerkt, nicht für die in der EU lebenden Menschen. Jetzt kann Merkel gleichzeitig Kanzlerin und Kommissionspräsidentin sein! Vielleicht ist das ja auch Motivation, nochmal anzutreten. Wenn ich mir so anschaue, was für ein jämmerliches Bild alle Aspiranten so abgeben, kann ich mir leider inzwischen tatsächlich vorstellen, daß Merkel »zur Rettung der Nation« nochmal einspringt.