Grüne wollen indisches Kastenmodell einführen

Klingt komisch, ist aber so. Das Grundgesetz basiert – bislang – auf dem Prinzip des Individualrechts gegenüber dem Staat, also ein Mensch zieht seine Ansprüche allein aus sich selbst, und das unter dem Grundsatz der Gleichheit, der Nichtdiskriminierung, als der Nicht-Unterscheidung anhand von Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Hautfarbe, sexueller Orientierung und so weiter. Alle Menschen sind dem Ideal nach vor dem Gesetz gleich (auch wenn das tatsächlich noch nie stimmte).

Nach jüngsten Wahnvorstellungen der Grünen soll das aber nicht länger gelten. Laut eines Papiers, das unter anderen Claudia Roth und die bayrische Dummquatsch-Quasselstrippe Katharina Schulze unterzeichnet haben, wollen sie das Grundgesetz do ändern, daß Menschen Privilegien dadurch bekommen, daß sie einer bestimmten Gruppe angehören, wie auch immer die geartet ist. Wobei die Grünen natürlich schon konkrete Vorstellungen haben: zum Beispiel Frauen, Migranten, Nicht-Heterosexuelle. So soll es im Grundgesetz verklausuliert heißen:

Der Staat gewährleistet Schutz gegen jedwede gruppenbezogene Verletzung der gleichen Würde aller Menschen und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

»Verletzung«, »Würde«, »Nachteile« – alles sehr unbestimmte und dehnbare Begriffe. Ist es nicht eine Verletzung der Würde, wenn nicht alle Migranten vom Staat mit einem Einfamilienhaus und einem Porsche ausgestattet werden? Ja, natürlich ist das überzogen, aber wir sehen ja schon bei dem sogenannten Gender-Pay-Gap – die dahergelogene Behauptung, Frauen würden im Durchschnitt über 20% schlechter bezahlt als die Männer – wie hier künstlich Benachteiligungen erzeugt werden, und welche irren Konsequenzen, z.B. Frauenquoten in Vorständen und Aufsichtsräten, das nach sich zieht. Und die Grünen und andere Linke, Social Justice Warriors sind extrem kreativ darin, Benachteiligungen aus dem Hut zu zaubern.

Damit das alles nicht reine Gesetzestheorie bleibt, was sie ins Grundgesetz schreiben wollen, soll dann ein neu zu schaffendes Ministerium mit der orwellschen Doppelsprech-Bezeichnung »Ministerium für gesellschaftlichen Zusammenhalt« auch diese Privilegienverteilung steuern und überwachen.

Und so würde ein Kastensystem entstehen. Am unteren Ende stünden dann die (alten) weißen Männer, die wie die Unberührbaren in Indien als einzige keine Sonderrechte genießen und die Fußabstreifer sind, dafür jedoch die Hauptlast der Gesellschaft (Arbeit, Steuern, Bruttosozialprodukt) tragen.

Wer wählt soetwas?

Quellen: Tichys Einblick, Stern, Junge Freiheit