Ekelhaftes Framing

Ein Bild geht durch die Welt: Bei einer Demonstration rettet ein Schwarzer einen Weißen, als er sein Bewußtsein verlor. Die Rettung ist offenbar echt, ich will auch die Hilfe des Protagonisten nicht schmälern, aber der Rest ist aber ekelhaftes Framing, nicht nur vom Stern, sondern auch auch anderen deutschen Medien. Der Weiße ist natürlich ein »Rechtsextremer«. Weil er sich mit anderen schützend um Statuen gestellt hat, damit diese nicht dem Vandalismus der Demonstranten im Kontext der »Black Lives Matter«-Demos zum Opfer fallen? Es wird nichts erwähnt, was ihn sonst dazu qualifizieren würde. Zum Eigenschutz des Sterns wird da noch ein »wohl« oder "mutmaßlich" davorgesetzt, aber es muß natürlich ein Rechtsextremer sein, was sonst. Alle, die bei den Anti-Rassismusdemos nicht mitlaufen, die nicht »Black Lives Matter« schreien, sind ja Rechte und Rechtsextreme.

Auch wird erst später geschrieben, daß der Weiße nicht einfach umgekippt ist. Nein, er wurde geschlagen. Und als er schon auf dem Boden lag, haben sie nicht aufgehört, sondern versucht, weiter ihn zu treten. Alles Mitdemonstranten des Schwarzen, die natürlich nicht als »›Schwarz‹-Extreme«, »Gewalttäter«, »Horde« oder ähnlichem bezeichnet wurden. Nein, das ist ja alles bloß »Aktivisten«, brave, friedliche Leute, die halt ein bißchen engagieren. Und klar, die Gewalt ging natürlich von den Rechten aus, anders kann es gar nicht sein. Die sind einfach mit ihren Statuen zu den friedlichen Anti-Rassismus-Demonstranten in den anderen Ecken der Stadt gelaufen und haben mit der Prügelei angefangen, oder wie soll ich das verstehen?

Ich könnte kotzen. Wer zahlt noch für solch eine Presse?