Die Mutter eines Mörders hat keine Lobby

Das Attentat von Hanau hat sich gejährt. Rauf und runter schreibt und spricht die Presse von den neun Personen mit Migrationshintergrund, die der Täter Tobias R. umgebracht hat. Gedenkveranstaltungen werden gemacht. Tatsächlich hat er – neben sich selbst – zehn Menschen umgebracht, nämlich auch seine Mutter. Sie ist genauso tot wie die anderen. Die Motivation wird ein ähnlich niedriger Beweggrund gewesen sein wie bei den anderen neun Opfern. Nur hat sie keine Lobby, man kann es nicht politisch ausschlachten, sie war weiß und keine Migrantin. Sie wird gerade noch am Rande der Nachricht erwähnt. Womöglich geben einige ihr noch die Schuld, daß ihr Sohn so geworden ist. So ist das halt.

Apropos Ausschlachten. Die SPD hat das Ereignis ausgenutzt, gegen die AfD zu hetzen und ihr eine Mitschuld zu geben. Das ist absurd. Jeder, der sich mit der Tat beschäftigt hat, weiß, daß der Haß des Mörders ins letzte Jahrtausend zurückreicht – lange, bevor die AfD gegründet wurde und Deutschland mit Migranten geflutet wurde – und die Politik in seinem Manifest im Prinzip nicht vorkommt, sondern dort erklärt, wie sein Haß aus rein persönlichen Erfahrungen zustande gekommen ist. Und das weiß auch die SPD. Einfach nur noch widerlich, diese Partei. Wer wählt noch soetwas?