Der Gedanke am Morgen

Ich muß nochmal auf das Thema von gestern zurückkommen, weil ich gestern abend noch die Anbiederung des Wuppertaler SPD-Politikers und Bundestagsabgeordneten Helge Lindh in Arabisch zum Ende des Ramadan und Beginn des Zuckerfestes zur Kenntnis nehmen mußte (Facebook-Link):

Eigentlich hat doch die Linke ein gespanntes Verhältnis zur Religion. Wenn auch nur erfunden, sind ja die Geschichten von Don Camillo und Peppone legendär. Auch weiß man, daß die Kirche in der DDR und in der UdSSR wirklich nicht den besten Stand hatte. Die Linke hat zudem Probleme mit dem Judentum im allgemeinen und Israel im speziellen, es gibt immer wieder mal Vorwürfe des Antisemitismus. Von Karl Marx, selber aus einer jüdischen Familie kommend, ist der Spruch bekannt, Religion sei Opium für das Volk. Wieso liebt dann die – heutige – Linke den Islam? Habe ich den Satz bislang falsch als Kritik verstanden, Marx war letztendlich ein Befürworter von Drogen und es ging nur um die Wahl der besten Droge? Liegt es daran, daß der Islam und der Sozialismus ähnlich menschenverachtend sind? Oder gilt bloß das primitive Prinzip, der Feind meines Feindes (Islam versus kaptitalistischen Westen) wäre mein Freund?