Antigravitationsforscher gesucht

Stellenausschreibung:

Antigravitationsforscher gesucht, der das Phänomen von über dem Boden schwebenden Politikern untersucht. Es steht ein Proband zur Verfügung.

Aufgabe:

Zu untersuchen ist, ob und wie Wahrnehmungsprobleme und Realitätsverweigerungen und daraus resultierende Aussagen auf die Gravitation auswirken. Die Ausgangsthese, daß sich eine erhebliche Realitätsverweigerung eines Probanden auch auf die Realität der Gravitationskräfte der Erde beeinflußt, sie gar aufhebt und so das Schweben ermöglicht, ist zu verifizieren. Weiterhin ist zu untersuchen, ob die Aufhebung der Gravitation auf den Probanden beschränkt ist oder ob sich eine Antigravitationsblase um den Probanden bildet, die ideologisch nahestehende Menschen mit Mitleidenschaft nehmen und sie ebenfalls zum Schweben bringen könnte. Es ist auch zu erforschen, mit welchen technischen Mitteln man die physikalische Realität beim Probanden und möglicherweise in dessen Umfeld wieder herstellen kann, um die Bodenhaftung wieder zu ermöglichen, sodaß der Proband ein menschenwürdiges Dasein fristen kann, bei dem er den Mitmenschen und deren Milieus und Lebensbedingungen auf Augenhöhe begegnen und er sich wieder auf den eigenen Füßen fortbewegen kann (möglichst dorthin, wo ihn niemand mehr zuhört).

Proband:

Name: Christian Wulff
Tätigkeiten: Ruheständler, Gelegenheits-Bundespräsident, Verlierer.

Symptom:

Bodenhaftung verloren, Flughöhe derzeit unbekannt, aber offenbar sehr hoch, außer Sichtbereich.

Folgende Aussage wurde bekannt, die auf die Realitätsverweigerung hindeutet (Quellen 1, 2, 3):

Der große Flüchtlingszuzug wird sich für Deutschland nach Einschätzung des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff zu einem ähnlichen Glücksfall entwickeln wie die deutsche Einheit. In einigen Jahren werde Deutschland auf den Flüchtlingszuzug als einen großen Moment seiner Geschichte zurückblicken.