Warum die Urwahl die SPD nicht retten wird

Ich bin nicht der einzige, der der Meinung ist, daß die SPD sich mit der Urwahl keinen Gefallen tut. Während Forsa-Chef Güllner den Grund in der ständigen Beschäftigung der SPD mit sich selbst sieht, habe ich einen anderen, vielleicht banalen Grund: Wenn man nicht mehr gewählt wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Fest bei seinen Positionen bleiben, was nicht unehrenhaft ist (allerdings sollte man aber seine zunehmende Bedeutungslosigkeit dann auch demütig akzeptieren), oder seine Positionen überdenken und hin zu populäreren ändern. Die SPD-Mitglieder, die einen neuen Vorsitz wählen würden, der eine Chance hätte, die SPD bei der Gesamtbevölkerung wieder populärer zu machen, haben die Partei allerdings schon längst verlassen. Der übrigbleibende »harte« Kern der Mitglieder – auch im Sinne ihrer Überzeugungen – ist meiner Meinung nach nicht dazu gewillt, auch, weil er schon die Realität gar nicht mehr richtig wahrnimmt. Aber warten wir mal ab, vielleicht irre ich mich.